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Nicaragua Highlights: Schöne Orte für Backpacker

Nicaragua ist (immer noch) ein Geheimtipp für Backpacker. Die Highlights von Nicaragua können sich ohne weiteres mit denen von Costa Rica messen.

 

In Nicaragua findest du bezaubernde Kolonialstädte, aktive Vulkane und entspannte Surfspots am Meer. Und wer abseits der klassischen Backpacker Route schaut findet ein fruchtbares Hochland mit Nebelwäldern, das Dschungelgebiet am Río San Juan und die unerschlossene Karibikküste.

 

Das macht Nicaragua zu einem abwechslungsreichen Reiseziel, was interessant für junge Backpacker, aber genauso für erfahrene Reisende ist, die ein Abenteuer suchen. Der große Vorteil von Nicaragua im Vergleich zu Costa Rica ist, dass es deutlich günstiger ist.

 

In diesem Nicaragua Backpacking Guide erfährst du alles über die klassischen Highlights Nicaraguas, sowie unbekanntere Orte, dessen Besuch sich lohnt.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Ideen für Reiserouten durch Nicaragua und Reisetipps

 

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Ist Nicaragua gefährlich?

Seit den Unruhen im Jahr 2018 kam es gelegentlich zu gewalttätigen Demonstrationen im Land. In den letzten Jahren werden Demos meist frühzeitig von der Polizei aufgelöst. So war die Lage zuletzt ruhig.

 

Erkundige dich vor deiner Reise wie die aktuelle Situation ist. Davon abgesehen gilt Nicaragua als relativ sicheres Reiseziel in Mittelamerika.

 

Aufpassen musst wie überall auf der Welt in Menschenansammlungen, am Busbahnhof und Märkten, wo Taschendiebe unterwegs sind. Auch im Chicken Bus solltest du dein Gepäck im Auge behalten und möglichst bei dir aufbewahren. Deshalb mein Tipp mit leichtem Gepäck zu reisen.

 

Nachts wäre ich generell vorsichtiger und nicht alleine unterwegs, auch würde ich keine Busfahrten im Dunkeln unternehmen. In abgelegenen Ecken des Landes solltest du dich immer vor Ort erkundigen, wo Gefahren drohen.

 

Entlang der Karibikküste sind Narcos (Drogenhändler) unterwegs, wovon du jedoch wahrscheinlich nichts mitbekommen wirst.

 

Hier findest du Tipps wie du deine Sicherheit auf deiner Reise durch Mittelamerika erhöhen kannst.

 

Noch ein Hinweis: Drohnen sind in Nicaragua verboten. Solltest du mit einer reisen, musst du diese bei der Einreise am Flughafen in Managua abgeben. Wenn du über Land durch Mittelamerika reist, musst du deine Drohne per Post voraus schicken.

 

So jetzt, aber zu den Highlights von Nicaragua.

 

Nicaragua Backpacking route Karte

 

Die Hauptstadt Managua

Managua ist für viele Reisende nur ein notwendiger Stopp, da sie hier den Bus wechseln müssen oder mit dem Flugzeug ankommen.

 

Als ich 2015 in Managua lande, sind meine ersten Eindrücke ernüchternd. Mein Flughafen-Shuttle stoppt während der nächtlichen Fahrt an keiner roten Ampel. Es ist „Peligroso“ (dt. gefährlich), meinte der Fahrer.

 

Auch am nächsten Morgen kann ich der Stadt wenig abgewinnen, wobei ich mir auch nicht viel Mühe gebe.

 

Managua fehlt ein schönes Stadtzentrum und für Fremde ist es schwierig sich zurecht zu finden. Es gibt sicher interessante Orte, aber sie liegen verstreut über die Stadt.

 

Viele Punkte sprechen also gegen einen Besuch von Managua und wenn wir mal ehrlich sind, hat Nicaragua schönere Orte zu bieten. So habe ich mir auf meiner zweiten Nicaragua Reise Jahre später, keine Zeit für Managua genommen.

 

Falls du Managua eine Chance geben willst, schau mal in diesen Managua Guide rein.

 

Flughafen von Managua

Der Flughafen von Managua ist nicht sonderlich groß. Es gibt einen internationalen Terminal, von dem hauptsächlich Flüge in die USA und nach Lateinamerika angeboten werden.

 

Nebenan ist der deutlich kleinere Terminal für Inlandsflüge, von dem du auf die Karibikinsel Islas de Maíz fliegen kannst.

 

Landest du tagsüber kannst du direkt weiter zum Busbahnhof fahren, um nach León oder Granada zu gelangen. Am besten nimmst du dir ein Taxi zum UCA Busbahnhof.

 

Die Taxis am Flughafen sind jedoch sehr teuer, daher verlässt du am besten den Flughafen und gehst rüber an die Hauptstraße. Dort kostet ein Taxi deutlich weniger. Informiere dich jedoch vorher, woran du die offiziellen Taxis erkennst und was ein akzeptabler Preis ist.

 

Alternativ kannst du auch einen Bus in die Innenstadt nehmen, dafür musst du jedoch Spanisch sprechen, weil du dich durchfragen musst.

 

Deutlich angenehmer ist es einen Shuttle vom Flughafen zu nehmen, früher gab es mehrere Anbieter.

 

Im Moment bietet Gekko Explorer täglich einen Shuttle vom Flughafen in Managua nach León für 35 USD an. Falls du spät landest, bleibst du am besten eine Nacht in Managua und fährst am nächsten Tag weiter.

 

Zum Flughafen werden übrigens deutlich mehr Shuttles angeboten, zum Beispiel aus León, Granada und San Juan del Sur.

 

Wo kannst du in Managua übernachten?

In Managua kann ich dir wärmstens das La Bicicleta Hostal* empfehlen. Das Hostel bietet einen Garten, kostenloses Frühstück und saubere Zimmer.

 

Praktisch fand ich auch den Pick-up Service vom Flughafen, da wie schon oben erwähnt, ich spät gelandet bin.

 

Nach der langen Anreise war ich todmüde und froh mir nicht noch ein Taxi suchen zu müssen. Erst recht nach der gespenstischen Fahrt habe ich mich besonders sicher im Shuttle gefühlt.

 

Das Hostel liegt in einem schönen und sicheren Viertel von Managua, wo du etwas zu essen und einen Geldautomaten findest. Von hier aus kannst du dann zu Fuß zum UCA Busbahnhof laufen, von wo die Minivans nach León und Granada abfahren.

 

Weiterreise von Managua

Managua hat keinen zentralen Busbahnhof, stattdessen fahren an mehreren Stellen Busse ab. Das sind die drei wichtigsten Busbahnhöfe.

 

Vom Terminal de Autobuses Mercado Roberto Huembes fahren Busse nach Granada (1 Stunde, 75ct), Masaya (45 Minuten, 50ct) und in den Südwesten.

 

Die Busse nach León (2 Stunden, 1,50 USD) und die Nordpazifikküste fahren vom Terminal Israel Lewites ab.

 

Und um an die Karibikküste oder ins nördliche Hochland zu gelangen, musst du zum Mercado Mayoreo gehen. Hier werden Busse nach Estelí (2 Stunden, 3 USD), Matagalpa (3 Stunden, 2,50 USD) und Jinotega (4 Stunden, 3,50 USD) angeboten.

 

Willst du nach León oder Granada, ist es einfacher einen Mini-Van zu nehmen. Das sind kleine Busse, die losfahren, wenn alle Plätze besetzt sind.

 

Sie warten hier gegenüber der Uni-Klinik am UCA Busbahnhof. Die Fahrt nach León dauert 1,5 Stunden und kostet etwa 2 USD, Granada sollte 1 Stunde und 1 USD sein.

 

Granada von oben Nicaragua

 

Granada

Nach Managua fühlt sich Granada wie ein Traum an. Die süße Kolonialstadt versprüht ihren Charme mit ihren gepflasterten Straßen und bunten Häusern. Es ist fast schon zu perfekt, aber das ist noch nicht alles.

 

Erst wenn du auf den Glockenturm der Kirche Iglesia de La Merced hochsteigst, wirst du sehen, in welch malerischer Landschaft Granada gebettet ist. Auf der einen Seite ist der riesige Nicaragua See und seitlich davon thront der Vulkan Mombacho, dessen Spitze oft in den Wolken verschwunden ist.

 

Kein Wunder also, dass Granada die meist besuchteste Stadt von Nicaragua ist. Denn Granada bietet sich außerdem als Basis an, von der du unzählige Tagesausflüge unternehmen kannst.

 

Erkunde die umliegenden Vulkane Mombacho und Masaya. Mach einen Bootsausflug zu den Las Isletas auf dem Nicaraguasee oder relaxe an einem Kratersee oder Baumhaus.

 

Was darfst du in Granada nicht verpassen?

Besuche morgens den Markt und decke dich mit frischen Früchten ein. Gönne dir im Anschluss ein leckeres Frühstück im Garden Café. Lass dich weiter durch die fotogenen Gassen treiben.

 

Genieße die Aussicht vom Turm der Iglesia Nuestra Señora de Las Mercedes. Besuch das Konvent San Francisco und die Kathedrale von Granada. Mach eine Pause im Schatten der Bäume am Parque Central de Granada.

 

Schau im Museo de Chocolate vorbei, wo du mehr über die Herstellung von Schokolade lernst. In einer kostenlosen 30-minütigen Führung erfährst du mehr vom Anbau der Kakaobohne bis zum fertigen Endprodukt.

 

Im Shop kannst du dich dann (als Gegenleistung) mit hochwertiger Schokolade eindecken.

 

Wer tiefer eintauchen will, kann in einem zweistündigen Kurs selber Schokolade herstellen. Hierfür musst du dich vorab anmelden.

 

Noch mehr Ideen für Granada

 

pinto gallo Essen in Nicaragua

 

Wo kannst du in Granada übernachten?

Mitten im Herzen von Granada liegt das süße Hostel De Boca en Boca*, das sich um einen begrünten Innenhof erstreckt. Es ist ein relaxtes und preiswertes Hostel, was sauber ist und eine Küche hat. Morgens gibt es ein kostenloses Frühstück.

 

Für ein paar Euro mehr kannst du im hippen Selina Granada* übernachten. Das Selina ist eine Hotelkette in Lateinamerika, die sich auf Digitale Nomaden und Backpacker spezialisiert haben.

 

Neben schönen Aufenthaltsbereichen und einem Pool gibt es auch ein klimatisiertes Coworking Space. Das Selina veranstaltet jeden Abend eine Party oder Event, so ist immer für Unterhaltung gesorgt und du lernst garantiert andere Leute kennen.

 

Beide Hostels bieten einen Flughafen-Shuttle an und unterstützen dich bei der Organisation von Touren und der Weiterreise.

 

Anreise nach Granada

Granada hat keinen zentralen Busbahnhof, stattdessen fährt jeder woanders ab. Wenn du weißt wo, ist das aber nicht weiter schlimm. Der Vorteil von Granada ist, dass du viele zu Fuß von deiner Unterkunft erreichen kannst.

 

Wenn du als nächstes zur Isla de Ometepe oder ans Meer nach San Juan del Sur willst, musst du zunächst nach Rivas (2,5 Stunden) fahren. In Rivas wechselst du den Bus nach San Juan del Sur oder San Jorge, wo du ein Boot auf die Isla de Ometepe nimmst.

 

Das ist die Bushaltestelle für Rivas in Granada (Google Maps).

 

Geht es für dich weiter nach León, musst du zuerst zurück nach Managua fahren. Die Minivans zur UCA in Managua (1 Stunde) fahren hier ab, in Managua fahren an der gleichen Stelle kleine Busse weiter nach León.

 

Willst du ins nördliche Hochland fahren, musst du von Granada zuerst nach Masaya (30 Minuten) fahren. In Masaya musst du den Bus wechseln und weiter nach Tipitapa (1 Stunde) fahren. Dort kannst du einen weiteren Bus nehmen, der dich in drei Stunden nach Estelí oder Matagalpa bringt.

 

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Ausflüge von Granada

Vulkan Masaya

Ein Highlight jeder Nicaragua Reise ist, die rot glühende Lava im Krater des Masaya Vulkans zu sehen.

 

Erst im Dunkeln wird sie sichtbar, tagsüber verwehrt eine weiße Rauchwolke die Sicht hinab. Das Vergnügen ist nur kurz, da du dich maximal 15 Minuten direkt am Kraterrand aufhalten darfst, aber es ist extrem beeindruckend.

 

Um die Lava sehen zu können, buchst du am besten eine Tour. Tagsüber kannst du den Vulkan zwar auf eigene Faust besuchen, aber nachts ist das ohne eigenes Auto nicht möglich.

 

Dein Hostel in Granada hilft dir sicher, eine Masaya Tour zu buchen. Dann holt dich ein Mini-Van abends ab, fährt dich rüber und wieder zurück. Das ganze dauert nicht länger als zwei Stunden.

 

Die Masaya Nacht-Touren starten bei 30 USD, was kein günstiger Spaß ist, aber es lohnt sich.

 

Vulkan Mombacho

Der nächste Vulkan befindet sich schon viele Jahre im Tiefschlaf und hat sich in einen grünen Nebelwald verwandelt, in dem Faultiere, Brüllaffen, Vögel und andere Tiere leben.

 

Es ist fantastisch durch diese üppige Vegetation zu laufen, immer auf der Ausschau nach Tieren. Gelegentlich lösen sich die Wolken auf und du erhaschst einen Blick auf das Umland.

 

Von Granada kannst du eine Tour zum Vulkan Mombacho buchen, was am bequemsten ist.

 

Alternativ kannst du dich alleine auf den Weg machen.

 

Nimm von Granada einen Bus in Richtung Rivas. Sag dem Typen, der das Fahrgeld von 10 Cordoba kassiert, dass du zum Mombacho willst. Dann lässt er dich nach 25 Minuten an dieser Straße raus, von hier aus sind es 20 Minuten zu Fuß bis zum Parkeingang.

 

Der einfache Eintritt kostet 5 USD plus 2 bis 6 USD für die unterschiedlichen Wege, wenn du zusätzlich mit dem Auto hochfahren willst weitere 10 USD. Alternativ kannst du die 5 Kilometer zu Fuß auf 1.345 Meter hochgehen, wofür du locker 1,5 Stunden brauchst, da der Weg steil ist.

 

Oben angekommen findest du ein Info-Center, wo die drei Wanderwege starten. Lediglich den 1,5 Kilometer langen Crater Rim Trail darfst du alleine gehen, die anderen nur in Begleitung von einem Guide. Besonders lohnenswert soll der Puma Trail sein, für den du 4 Stunden brauchst.

 

Ausführlicher Guide für Mombacho

 

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In einem Baumhaus übernachten

Am Fuße des Mombacho Vulkans kannst du im Treehouse übernachten und zu den Klängen des Nebelwaldes einschlafen. Besonders die lauten Rufe der Brüllaffen sind beeindruckend.

 

Starte dann am nächsten Morgen mit etwas Yoga in den Tag, relaxe in einer Hängematte und genieße die fantastischen Aussichten ins Grüne. Das Hostel hat sogar eine 60 Meter lange Hängebrücke und Zipline.

 

Viele Backpacker kommen über das Wochenende ins Treehouse, da jeden Freitag der Jungle Rave bis in die Morgenstunden stattfindet. Das Treehouse ist eines der coolsten Hostels von Nicaragua und auch seine Partys sind legendär.

 

Mehr Informationen Treehouse, wie du dorthin gelangst und was sie sonst noch anbieten.

 

Laguna de Apoyo

Ein weiterer cooler Ort zum Relaxen ist der Kratersee Laguna de Apoyo gegenüber vom Vulkan Mombacho.

 

Hier kannst du faul in der Sonne liegen, schwimmen gehen, mit Kajaks und zu Fuß den See erkunden. Am Seeufer gibt es chillige Beach-Bars und günstige Unterkünfte. So kannst du einen Tagesausflug zur Laguna de Apoyo machen, noch besser jedoch ist es über Nacht zu bleiben.

 

Viele Unterkünfte bieten einen Transport nach Granada für 3,50 USD an. Das ist deutlich einfacher, da kein öffentlicher Bus direkt zur Lagune fährt.

 

Wenn du nur einen Tagesausflug machen willst, kannst du von Granada für 15 USD eine Tour buchen. Im Preis eingeschlossen sind der Transport und der Eintritt zur Beach-Bar, wo du kostenlos Liegestühle und Kajaks nutzen kannst.

 

Zum Übernachten ist besonders beliebt das Paradiso Hostel* und das Laguna Beach Club*. Beide Hostels liegen direkt am See und haben einen Strand. Im Paradiso ist etwas mehr los, auch weil es oft von Tagestouristen genutzt wird. Der Beach Club ist hingegen ruhiger.

 

Las Isletas im Nicaragua See

Als der Mombacho Vulkan zuletzt explodiert ist, hat er hunderte kleiner Inseln im Nicaraguasee geschaffen, die Las Isletas genannt werden. Diese sind kleine Naturparadiese, die teilweise nur von Vögeln bewohnt werden. Auf wieder anderen leben Fischer oder reiche Privatleute.

 

Von der Seepromenade in Granada aus starten regelmäßig Bootstouren zu den Inseln, die ersten erreichst du bereits nach 15 Minuten. Auf der Fahrt wirst du ein paar Tiere sehen und kannst ansonsten die schönen Aussichten vom See auf die Vulkane genießen.

 

Alternativ kannst du dir auch Kajaks leihen und selber drauf los paddeln. Für 1,5 Stunden zahlst du etwa 15 US-Dollar fürs Ausleihen.

 

Vulkan Concepcion und Maderas auf ometepe insel in nicaragua

 

Vulkaninsel Ometepe

Schon die Überfahrt zur Insel Ometepe ist imposant, da die beiden Vulkane schier aus dem Nichts aus dem Wasser des Nicaraguasees auftauchen. Die kegelförmigen Vulkane sind umgeben von grüner Vegetation und kaum besiedelt.

 

Das macht sie zu einem Naturparadies, wo du einfach mal entspannen kannst.

 

Vulkantour

Die beiden Vulkane Concepción (1.610 m) und Maderas (1.394 m) dominieren Ometepe und ziehen die Blicke auf sich. Wer eine Herausforderung sucht, kann beide Vulkane besteigen, wobei der Vulkan Concepción am schwierigsten ist.

 

Neben dem steilen Weg ist es vor allem das Wetter, was die Wanderung oft zu einer Herausforderung macht. Der Gipfel ist regelmäßig in den Wolken, so dass du die letzten ein bis zwei Stunden zum Gipfel durch bittere Kälte läufst. Zusätzlich weht oft ein starker Wind oben.

 

So wird der Trip zum Test deiner Willenskraft, ohne dass du mit einer Aussicht belohnt wirst. Bei guten Bedingungen ist der Blick jedoch unbezahlbar.

 

Die Vulkanbesteigung kannst du nur in Begleitung eines Guides machen.

 

Von Moyogalpa und Altagracia starten die Touren zum Vulkan Concepción, die etwa 40 US-Dollar kostet. Etwas günstiger für 25 US-Dollar und leichter zu besteigen, ist der Vulkan Maderas. Die Wanderwege starten in Balgüe und Mérida.

 

Tipp: Nimm ausreichend viel Wasser, eine Regenjacke und warme Kleidung mit.

 

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Schöne Orte auf der Insel Ometepe

Neben den Vulkanen sind vor allem diese Orte auf Ometepe lohnenswert. Sie befinden sich alle in der Mitte und im Süden der Insel.

 

Die natürlichen Pools von Ojo de Agua (Eintritt 2,50 USD), werden von einer unterirdischen mineralischen Quelle gespeist und liegen mitten im Dschungel. Das große Schwimmbecken ist eine willkommene Erfrischung.

 

Alternativ kannst du am Strand zwischen Playa Santo Domingo und Santa Cruz schwimmen gehen, der nur ein paar Minuten entfernt liegt.

 

Auf der Südinsel lockt ansonsten der 60 Meter hohe Wasserfall Cascada San Ramón (Eintritt 2,50 USD), den du nach einer 30-minütigen Wanderung durch den Wald erreichst.

 

Wer will kann im Anschluss die Insel umrunden, die Straße ist jedoch nicht asphaltiert.

 

Uns war es irgendwann zu heiß, so kehrten wir vorher um und gingen stattdessen am Mango Beach schwimmen. Hier kannst du dir auch Kajaks (ca. 10 USD) leihen, um zum Río Istián zu paddeln, wo du viele Tiere sehen kannst.

 

Noch ein Stückchen weiter nördlich ist die Lagune Charco Verde (Eintritt 5 USD), wo du einsame Strände, eine Lagune, einen Schmetterlingsgarten und Wanderwege findest. Es ist eine kleine ruhige Oase, die kaum jemand besucht.

 

Wie kannst du die Insel erkunden?

Ein Fahrrad oder Motorrad sind das beste Fortbewegungsmittel, um Ometepe zu erkunden.

 

Wenn du dir an einem geographisch günstigen Orte eine Unterkunft suchst, kannst du die schönsten Orte mit dem Fahrrad erreichen. Liegt deine Unterkunft etwas außerhalb, auf dem nördlichen Teil von Ometepe ist ein Motorrad erforderlich.

 

Wir hatten damals eine Unterkunft am Playa Santo Domingo, was eine der schönsten Ecken der Insel ist und von wo es nicht weit zu den Highlights ist. So haben wir uns Fahrräder in der Unterkunft geliehen, was nur 5 US-Dollar gekostet hat.

 

Willst du lieber einen Scooter, kannst du dir bei einigen Unterkünften einen Scooter leihen. Das ist besser, als ihn in Moyogalpa zu holen, da du ihn so nur für einen Tag bezahlen musst. Die Preise starten bei 15 US-Dollar für einen Tag.

 

Nicht alle Straßen auf der Insel sind asphaltiert, ganz im Süden kann die Fahrt also etwas holprig sein.

 

Isla de Ometepe in Nicaragua

 

Wo auf Ometepe übernachten?

Überall verteilt auf der Insel findest du Unterkünfte. Um die natürliche Schönheit und die Ruhe der Insel genießen zu können, bleibst du am besten nicht in Moyogalpa, wo die Fähre anlegt. Such dir lieber etwas im Grünen.

 

Günstig zum Erkunden der Insel und schön zugleich ist der Bereich von Playa Santo Domingo über Santa Cruz bis nach Balgüe.

 

Von hier aus genießt du fantastische Aussichten auf die Vulkane, hast einen naturbelassenen Strand direkt vor der Tür und kannst einen Tagesausflug mit dem Fahrrad unternehmen. Planst du den Vulkan Maderas zu besteigen, ist Balgüe eine gute Base, da hier der Wanderweg startet.

 

Empfehlen kann ich dir das La Urraca Loca Hostel* in Balgüe, das am Fuße des Vulkans Maderas liegt. Das Hostel hat eine familiäre Atmosphäre, einen Garten, eine Küche und günstige Mehrbettzimmer.

 

Hier kannst du dir Fahrräder und Scooter leihen, auch bei der Organisation von Vulkantouren sind sie behilflich. Die Lage ist gut, da du zu Fuß Restaurants in Balgüe erreichst.

 

Etwas weiter nördlich befindet das El Pital, Chocolate Paradise*, was etwas abgeschiedener liegt. Dafür ist es mitten in einer Kakaoplantage und die Blicke vom Café auf den See sind wunderschön. Zudem gibt es jeden Morgen eine kostenlose Yoga-Stunde.

 

Der Nachteil ist, dass das nächste Restaurant ein Stückchen entfernt liegt und die Preise im hauseigenen Café etwas höher sind.

 

Anreise zur Insel Ometepe

Um zur Insel Ometepe zu gelangen, musst du zuerst nach Rivas fahren, was gut an Granada und San Jose de la Sur angebunden ist.

 

In Rivas selber musst du noch einen weiteren Bus nach San Jorge (15 Minuten, 25ct) nehmen. Von hier aus pendeln tagsüber stündlich Schiffe rüber zur Insel Ometepe nach Moyogalpa. Die Überfahrt dauert eine Stunde und kostet 50 Cordoba.

 

Tipp: Versuch von November bis Februar vormittags die Fähre zu nehmen, da der Wind im Laufe des Tages zunimmt und die Überfahrt dann rauer ist.

 

Auf Ometepe selber fahren unregelmäßig Busse. Erkundige dich vor Ort, wann der nächste Bus in Richtung Balgüe fährt. Alternativ kannst du dir ein Taxi nehmen, diese sind jedoch relativ teuer, im Vergleich zum Festland.

 

San Juan del Sur in Nicaragua blick auf pazifikküste

 

San Juan del Sur

Weiter geht es an die Pazifikküste. San Juan del Sur steht für Strand, Surfing und Party.

 

Das einstige Fischerdorf hat zuerst Surfer angezogen, dann folgten die Backpacker. Seitdem ist es ein Backpacking-Mekka an der nicaraguanischen Pazifikküste geworden.

 

Bis heute hat es sich seine entspannte Atmosphäre bewahrt. Hinzugekommen sind hippe Cafés, Bars und Unterkünfte, aber keine großen Hotels.

 

Der Surferort liegt ganz im Süden der Pazifikküste von Nicaragua und ist die erste Anlaufstelle für alle Backpacker, die aus Costa Rica rüber kommen. Es ist der perfekte Ort zum Relaxen, Feiern und Surfen.

 

Was mir in San Juan del Sur nicht so gefallen hat, dass alles so weitläufig ist. So liegen viele Unterkünfte nicht direkt im Ort, sondern etwas außerhalb. Auch die schönsten Strände sind 20 bis 30 Minuten Fahrt entfernt, zum Glück werden Shuttles angeboten.

 

Die schönsten Strände bei San Juan del Sur

Der Strand selber in San Juan del Sur ist langweilig, in der Umgebung gibt es deutlich schönere. Regelmäßig fahren Shuttles zu den beliebten Stränden.

 

Im Norden von San Juan del Sur liegen Playa Maderas und Playa Majagual. Beides Traumstrände mit weißen Sand, wobei Playa Majagual eher zum Schwimmen geeignet ist.

 

In Playa Maderas ist die Brandung rau und daher beliebter bei Surfern. Die Fahrt zum Majagual Strand kostet 5 USD, von hier aus sind es nur 10 Minuten zu Fuß zum Playa Maderas.

 

Im Süden von San Juan del Sur lockt der wunderschöne Playa Hermosa, der einst zum Dreh der Filmshow Survivor genutzt wurde. Es ist der perfekte einsame Traumstrand mit weißen Sand und ist gesäumt von Palmen und dichter Vegetation.

 

Da es ein Privatstrand ist, musst du 3 USD Eintritt zahlen. Ein Shuttle hierhin kostet 10 USD.

 

Noch weiter südlich befindet sich ein weiterer Traumstrand Playa El Coco, den du auf einem Tagesausflug besuchen kannst. Von San Juan del Sur fahren täglich vier Busse nach Playa El Ostional und halten am Playa El Coco (40 Minuten, 1,30 USD).

 

Im August und September kehren tausende Schildkröten an Strände bei San Juan del Sur zurück, um Eier abzulegen und unzählige Schildkrötenbabys schlüpfen zur gleichen Zeit. Das Spektakel kannst du nachts im naheliegenden Refugio de Vida Silvestre La Flor beobachten.

 

San Juan del Sur strand in Nicaragua

 

Sunday Funday: Die beste Party von Nicaragua

Weit über die Grenzen hinaus eilt der Ruf von den Sunday-Funday-Partys. Bist du schon länger in Mittelamerika unterwegs, wirst du sicher eines der Tanktops gesehen haben, die mit dem Ticket (35 USD) verteilt werden.

 

Die Party findet jeden Sonntag in mehreren Hostels in San Juan del Sur statt. Der Start ist bereits nachmittags und dann klappert ihr gemeinsam die einzelnen Partys ab, wohin euch Busse bringen.

 

Alle teilnehmenden Hostels haben coole Locations und einen Pool, indem du dich zwischendurch abkühlen kannst. Am Abend wird die Menge weniger, aber du kannst natürlich weiter feiern.

 

Schöne Unterkünfte in San Juan del Sur

Die Auswahl an schönen Unterkünften in San Juan del Sur ist groß, daher ist die Frage was du willst.

 

Steht dir der Sinn nach Party und Pool, dann komm ins Pachamama* oder ins Space*. Sie gehören zu den ältesten Party-Hostels im Ort. Beide haben einen schönen Pool, wobei The Space stylisher eingerichtet ist.

 

Übernachtest du sonntags hier, erhältst du 15 USD Rabatt auf ein Ticket für die Sunday-Funday-Party.

 

Willst du ein paar Tage Urlaub machen, wird ist das Selina Maderas* gefallen, das an ein Mini-Resort erinnert. Es liegt etwas außerhalb von San Juan del Sur in der Nähe vom Strand Maderas.

 

Die Anlage hat einen großen Pool und süße Hütten zum Übernachten. Hier kannst du einfach ein paar Tage am Pool und Strand entspannen. Die Unterkunft ist zwar etwas teurer, aber dafür sparst du dir das Geld für den Transport zum Strand.

 

chicken Bus in Nicaragua

 

Anreise nach San Juan del Sur

Von San Juan del Sur fahren regelmäßig Busse nach Rivas (45 Minuten, 1,50 USD), von wo du zur Insel Ometepe gelangst. Genauso gibt es Direktbusse nach Managua (2 Stunden, 2 USD), von wo du weiter nach León fahren kannst.

 

Um nach Costa Rica zu kommen, musst du zuerst mit einem der Busse zur Hauptstraße fahren. Dort winkst du dann den nächstbesten Bus heran, der in Richtung Süden zur Grenze von Costa Rica fährt.

 

Alternativ kannst du einen Shuttle zur Weiterfahrt nehmen, so ersparst du dir das Umsteigen. Diese sind jedoch deutlich teurer als Busse, aber im Vergleich zum Preisniveau in Costa Rica trotzdem günstig.

 

Südpazifikküste von Nicaragua

Die nicaraguanische Pazifikküste ist weitgehend wild und relativ unerschlossen, was den Tourismus angeht. Lediglich Surfer sind hier unterwegs, da die Küste bekannt für seine guten Wellen ist.

 

Ansonsten leben hier Fischer und Bauern. Im Süden ist San Juan del Sur daher die einzige Anlaufstelle für Backpacker. Die Wellen rundherum sind für Surfanfänger und für mittelmäßige Surfer geeignet, weiter nördlich wird es anspruchsvoller.

 

Wer gute Wellen, ein Abenteuer und einsame Strände sucht, wird an der Südpazifikküste fündig.

 

Unter Surfern sind besonders El Astillero, El Gigante und Playa Popoyo (Guasacate) beliebt.

 

Die Herausforderung ist dorthin zu gelangen, besonders wenn du mit einem sperrigen Surfboard unterwegs bist. Einige Surf-Unterkünfte bieten daher einen Pickup-Service an.

 

Alternativ kannst du von Rivas mit dem Bus über Tola bis nach Las Salinas fahren, jedoch musst du das letzte Stück von der Straße zum Strand zu Fuß gehen oder per Anhalter fahren.

 

Wir verlassen nun den Süden und springen hoch in den Norden.

 

Leon in Nicaragua

 

León

Die wichtigste Anlaufstelle für Backpacker im Norden von Nicaragua ist die Kolonialstadt León.

 

Im direkten Vergleich zu Granada, hat sich León noch etwas Rebellisches bewahrt und ist nicht so vornehm. Die Straßen und Gebäude sind nicht so herausgeputzt und staubig, gerade das macht seinen Charme aus.

 

Während es bei Backpackern als Sprungbrett zu den unzähligen Vulkanen beliebt ist, kommen deutlich weniger klassische Touristen hierher. Dafür ist es eine lebendige Studentenstadt.

 

Ich mochte León. Es macht Spaß durch den Markt Mercado Central zu streifen, Pause in einem der Cafés zu machen und abends mit den Locals auf den Straßen zu essen.

 

Die schönste Aussicht auf die Stadt hast du vom Dach der Catedral aus. Interessant fand ich noch das Museo Histórico de la Revolución (Eintritt 3 USD), wo du mehr über die Revolution erfährst (mit vielen Fotos).

 

Die beliebtesten Tagesausflüge von León sind zum Volcano Boarding, an den Strand, Wanderung auf einer der Vulkane oder zur Flor de Caña Rum Fabrik. Mehr zu den Vulkanen gleich.

 

Das sind die besten Hostels von León

Mein Favorit ist das Poco a Poco Hostel (Booking.com* | Hostelworld*), was zentral liegt und doch ruhig ist. Rund um einen begrünten Innenhof findest du unzählige Sitzgelegenheiten und Hängematten zum Relaxen.

 

Außerdem gibt es eine große Outdoor-Küche und einen kleinen Pool. Die Mehrbettzimmer sind geräumig, haben Schließfächer und viele Ventilatoren.

 

Nur um die Ecke liegt das Partyhostel Bigfoot Hostel*, was die gleichen Vorzüge wie das Poco a Poco Hostel hat. Jedoch ist hier abends mehr los, außerdem bieten sie diverse Vulkantouren an.

 

Catedral von Leon nicaragua

 

Anreise nach León

Aus dem Süden kommend, musst du immer in Managua umsteigen. Am besten nimmst du einen Mini-Bus nach León, der am UCA Managua (1,5 Stunden, 2 USD) abfährt.

 

Es werden auch direkte Shuttles zum Flughafen in Managua (15 – 35 USD), von Granada (12 -25 USD), Rivas (18 – 30 USD) für die Insel Ometepe oder San Juan del Sur (20 – 35 USD) angeboten.

 

In León kommst du etwas außerhalb vom Stadtzentrum an einem chaotischen Busbahnhof an. Von hier aus nimmst du am besten ein Tuktuk für 1 bis 2 USD zum Hostel. Es fahren auch Collectivos, zu denen du dich durchfragen musst.

 

Die Busse zur Pazifikküste nach Las Peñitas und Poneloya fahren am El Mercadito in Subtiaba ab. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten und kostet 50ct.

 

Weiterreise nach Guatemala & El Salvador

Aus den Nachbarländern nimmst du am besten einen Shuttle nach León, es werden welche aus Antigua in Guatemala (50 – 60 USD), El Tunco in El Salvador (30 – 50 USD) und La Ceiba in Honduras (70 – 80 USD) angeboten. Das ist die schnellste und sicherste Verbindung nach León.

 

Normalerweise habe ich kein Problem öffentliche Verkehrsmittel zu nehmen, aber empfehle hier den Shuttle.

 

Mit dem Chicken Bussen brauchst du ewig und musst mehrfach umsteigen, zudem gelten die Grenzgebiete nicht als die sichersten. Und die großen Reisebusse von Ticabus & Co. halten nur in den Hauptstädten.

 

volcano boarding Vulkan Cerro Negro nicaragua

 

Vulkantouren von León

Wenn du einen der umliegenden Vulkane besteigen willst, hast du in León das größte Angebot an Touranbietern.

 

Viele Backpacker klettern auf den einfachen Cerro Negro hoch, den du mit einem Sandboard runter düsen kannst. Dann sind Sunset-Touren zum Telica beliebt. Anspruchsvoller sind Touren zum Momotombo und San Cristobal.

 

In Leon gibt es unzählige Agenturen, die Vulkantouren anbieten. Unterhalte dich mit anderen Backpackern und erkundige dich über die Touren. Es lohnt sich immer die Angebote und Preise zu vergleichen.

 

Das sind die beliebtesten Vulkantouren von Leon.

 

Volcano Boarding

Halbtagestouren werden von León zum Volcano Boarding angeboten, was die coolste Vulkantour ist. Die Preise für eine Tour starten bei 25 US-Dollar und beinhalten den Transport, Eintritt und Ausrüstung.

 

Zuerst musst du den 726 Meter hohen Vulkan Cerro Negro erklimmen, was du über eine gemächlich ansteigenden Weg machst. Besonders nachmittags eine schweißtreibende Angelegenheit, komm deshalb besser morgens.

 

Von oben hast du dann eine fantastische Aussicht auf die umliegenden Vulkane und kannst sogar den Pazifik in der Ferne glitzern sehen.

 

Dann springst du auf’s Board und rast den schwarzen Vulkankegel hinab. Viel zu schnell ist der Spaß wieder vorbei.

 

Mittlerweile werden auch Volcano Boarding Touren zum benachbarten Vulkan El Hoyo (ab 40 USD) angeboten. Der Aufstieg auf El Hoyo ist deutlich anstrengender und dauert rund drei Stunden.

 

Dafür kannst du oben in den 40 Meter großen Krater blicken, bevor es in wenigen Minuten mit einem Volcano Board hinab geht.

 

Sunset-Touren werden mittlerweile auch zum Cerro Negro und El Hoyo zu einem etwas höheren Preis angeboten.

 

Vulkan Telica in Nicaragua

 

Sonnenuntergang auf dem Vulkan Telica

Das besondere am Vulkan Telica ist jedoch, dass du nach dem fantastischen Sonnenuntergang im Dunkeln Lava im Vulkankrater sehen kannst. Dies ist jedoch nicht immer der Fall, daher erkundige dich wie die Sichtbedingungen momentan sind.

 

Den Vulkan Telica erkennst du leicht anhand seiner rötlichen Färbung.

 

Der Aufstieg auf den 1.061 Meter hohen Vulkan ist zwar steil, aber mit normaler Fitness in einer Stunde machbar.

 

Sunset-Touren zum Telica werden ab 45 US-Dollar angeboten, wenn viel Lava zu sehen ist, lohnt sich auch der Campingtrip über Nacht. So hast du mehr Zeit die Lava zu beobachten und wachst zu einem spektakulären Sonnenaufgang auf.

 

Die Preise für Übernachtungstouren starten bei 60 US-Dollar.

 

Vulkanbesteigung von Momotombo & San Cristobal

Deutlich herausfordernder ist die Besteigung des 1.280 Meter hohen Momotombo und des 1.745 Meter hohen San Cristobal Vulkans.

 

Der Momotombo Vulkan zählt wegen seiner perfekten Kegelform und seiner Lage direkt am Managuasee zu einem der schönsten Vulkane von Nicaragua. Fitte Wanderer benötigen für die Tour 6 bis 9 Stunden.

 

Noch anspruchsvoller ist die Besteigung des San Cristobal, dem höchsten Vulkan von Nicaragua. Schon aus der Ferne kannst du den Rauch an der Spitze sehen, der oben aus dem Krater aufsteigt. Für den Aufstieg werden 6 bis 8 Stunden benötigt und den Abstieg drei.

 

Beide Vulkane sind aktiv und werden gelegentlich aus Sicherheitsgründen gesperrt. Erkundige dich also vorab, ob er im Moment bestiegen werden kann. Die Preise für Vulkantouren liegen bei 60 bis 90 US-Dollar pro Person.

 

Las Penitas in Nicaragua

 

Nordpazifikküste von Nicaragua

Auf einem Tagesausflug von León kannst du die Strände von Las Peñitas und Poneloya besuchen, um einen Tag am Stand zu verbringen oder Surfen zu gehen.

 

Nach der Hitze von León tut es jedoch gut, hier wenigsten eine Nacht zu bleiben, um die kühle Meeresbrise und die fantastischen Sonnenuntergänge zu genießen. Wer weiß, vielleicht gefällt es dir und du bleibst länger.

 

Vom Markt El Mercadito in Leon fahren regelmäßig Busse nach Poneloya und Las Peñitas. Die Fahrt dauert 20 bis 30 Minuten und ein Ticket kostet 50ct.

 

Las Peñitas

Der kleine Ort Las Peñitas besteht nur aus ein paar Straßen, die umgeben von Mangroven und dem Meer sind. Viele Unterkünfte stehen direkt am Strand und genießen fantastische Aussichten aufs Meer.

 

Morgens kannst du am Strand spazieren gehen oder eine Bootstour durch die Mangroven des Nationalparks machen, bevor es zu heiß wird. Um dann den Tag in der Hängematte und am Strand zu vertrödeln. Wer will kann surfen gehen. Ein Highlight sind dann die Sonnenuntergänge am Meer.

 

Zum Übernachten für Backpacker sind das Caracolito* und Cabanas Rusticas* eine gute Option. Beide Unterkünfte liegen in einem Garten und haben eine entspannte Atmosphäre. Die Zimmer ist sauber und es gibt sogar jeweils eine Küche.

 

Poneloya

Noch ruhiger ist der Nachbarort Poneloya, der nur ein Stückchen weiter nördlich von Las Peñitas liegt.

 

Andere Backpacker haben mir empfohlen zur Surfing Turtle Lodge* zu gehen, die mitten im Nirgendwo an einem einsamen Strand auf der Isla Los Brasiles liegt.

 

Was es zu einem der coolsten Unterkünfte von Nicaragua macht. Du schläfst in kleinen Holzhütten am Strand und wirst komplett über die Lodge mit Essen versorgt.

 

Die Lodge wird durch Volunteers unterstützt, die sich um die Gäste kümmern oder in der Schildkrötenstation aushelfen.

 

Jedes Jahr zwischen September und Februar kehren Schildkröten zur Eiablage an den Strand zurück und die kleinen Schildkröten schlüpfen. Bist du zur richtigen Zeit hier, ist das ein einzigartiges Erlebnis.

 

Um zum Hostel zu gelangen, wird ein Pickup-Service von Leon für 3 US-Dollar angeboten. In Poneloya setzt du dann mit einem Boot zur Insel über.

 

Matagalpa in Nicaragua

Nebelwald hochland nicaragua

 

Das Hochland von Nicaragua

Das Hochland von Nicaragua wird von vielen Backpackern links liegen gelassen. Schade, denn die Ecke hat durchaus etwas zu bieten.

 

Die Höhenlage bringt zuerst einmal etwas Abkühlung, was eine Wohltat ist. Kaum ein Land in Zentralamerika habe ich als so heiß erlebt, wie Nicaragua.

 

Dann ist das Hochland grün und fruchtbar, so wird hier Gemüse, Kaffee, Kakao und Tabak angebaut. Wer will kann auf einer Farm übernachten, um mehr vom ländlichen Leben mitzubekommen.

 

Landschaftliche Highlights der Region sind der Somoto Canyon und die feuchten Nebelwälder, in denen Affen und Vögel leben.

 

Mit etwas Glück kannst du sogar den Quetzal sehen, ein scheuer farbenfroher Vogel, der das Wappentier von Guatemala ist. Er lebt nur in den Nebelwäldern von Zentralamerika.

 

Besonders zwei Orte bieten sich als Basis im Hochland an, da ist Estelí und Matagalpa.

 

Estelí

Estelí liegt auf über 800 Metern und ist umgeben von grünen Bergen und Farmen. Die Stadt an sich ist unspektakulär, jedoch ein guter Ausgangspunkt für Tagesausflüge.

 

Allen voran zum Somoto Canyon, aber auch in den Naturpark Reserva Natural Miraflor. In Estelí kannst du ansonsten eine Tabakfabrik besichtigen, wo dicke Zigarren gerollt werden. Außerhalb gibt es dann noch Kaffeefarmen, wovon ein paar Besucher willkommen heißen.

 

Eine gute Anlaufstelle für Backpacker in Estilí ist das Luna International Hostel*, das einzige Hostel im Ort. Es bietet schöne Touren an und gibt hilfreiche Tipps, was man alles so unternehmen kann. Das Hostel ist simpel eingerichtet, aber das sind die anderen Unterkünfte in der Region auch.

 

In Estilí gibt es zwei Busbahnhöfe, die Verbindungen nach León (3 Stunden, 3 USD), Somoto (1,5 Stunden, 1,10 USD), Jinotega (2 Stunden, 1,60 USD) und weitere Ziele anbietet.

 

Die Nebelwälder von Miraflor

Der Naturpark beheimatet immerfeuchte Nebelwälder, dessen Bäume tatsächlich oft in den Wolken hängen.

 

Selten habe ich solch schöne Baumgiganten gesehen, die ein eigener Mikrokosmos zu sein scheinen. Die Flechten und Moose hängen wie Haare von ihren Zweigen hinab und in den Astgabelungen wachsen Grünpflanzen und Orchideen.

 

Sie sind der Lebensraum unzähliger Insekten, Echsen, Affen und Vögel.

 

Von Estelí kannst du Tagesausflüge hierher unternehmen oder du bleibst über Nacht. Einige Farmen bieten einfache Unterkünfte mit Vollpension an, wo du den Alltag der Familie miterleben kannst. In Estelí kannst du das bei UCA Miraflor oder Tree Huggers (Hostel von oben) organisieren.

 

Somoto Canyon in Nicaragua

 

Somoto Canyon

Ein absolutes Highlight für alle Abenteuerlustigen ist eine Tour durch den Somoto Canyon (25 bis 35 USD).

 

Ausgerüstet mit einer Schwimmweste bahnst du dir deinen Weg kletternd und schwimmend durch den Canyon. Zwischendurch gibt es unzählige Gelegenheiten von 2 bis 12 Meter hohen Felsen ins Wasser zu springen (optional).

 

Neben dem ganzen Spaß bist du umgeben von einer atemberaubenden Naturkulisse. Wenn du etwas weniger Action willst, kannst du die kleinere Route nehmen.

 

Diese Tour kannst du nur mit einem Guide machen, den du dir entweder vor Ort suchst oder aus Estelí vorab organisierst. Versuche die Wanderung wochentags zu machen, da am Wochenende viele Einheimische unterwegs sind.

 

Als ich die Tour damals in 2015 gemacht habe, waren nur wenige Touristen im Somoto Canyon unterwegs. Aber ich habe gehört, dass sich das geändert hat.

 

Matagalpa

Eine weitere gute Anlaufstelle für das Hochland ist die Stadt Matagalpa, die mir besser gefallen hat als Estelí Sie liegt auf 900 Höhenmetern und ist ebenfalls umgeben von grünen Bergen.

 

Von Matagalpa aus werden Wanderungen durch die Nebelwälder, Rafting Touren und Farmbesuche von Kaffeeplantagen angeboten. Mehr Informationen zu den Touren, ansonsten erkundige dich vor Ort.

 

Eine kurze Wanderung in Matagalpa führt hoch zur Statue im Reserva Natural Cerro Apante, von wo du eine tolle Aussicht hast.

 

Auf anraten unser Unterkunft hin, haben wir einen Tagesausflug in das Nachbardorf San Ramon gemacht. Von dort sind wir einfach drauf los gelaufen und haben auf unserer Wanderung beeindruckende Bäume und viele Tiere gesehen.

 

Ein weiterer lohnenswerter Ausflug führt ins 30 Kilometer entfernte Jinotega, das noch ein Stückchen weiter höher auf 985 Metern in den Bergen in einem Tal liegt. Der Ort wird „die Stadt des Nebels“ genannt, so ist sie umgeben von Nebelwäldern, in denen du wandern gehen kannst.

 

Zum Übernachten in Matagalpa sieht die Estación Biológica Agualí* nett aus. Sie liegt am Ortsrand, am Hang mitten im Grünen. Es gibt Mehrbettzimmer, einen schönen offenen Gemeinschaftsbereich mit Blick ins Grüne. Perfekt und um vieles attraktiver als die Unterkünfte direkt im Ort.

 

Per Bus kannst du von Matagalpa weiter nach Jinotega (75 Minuten, 85ct), Estelí (1 Stunde, 1 USD), León (2,5 Stunden, 3 USD) oder Managua fahren.

 

Ich bin von Matagalpa weiter nach San Carlos gefahren und musste zwischendurch den Bus an einer Kreuzung wechseln, was überraschend gut geklappt hat.

 

Fluss in San Carlos

 

Río San Juan

Vom Hochland geht es runter in den tropischen Dschungel. Der Río San Juan verbindet den Nicaraguasee mit der Karibik und ist der Grenzfluss zu Costa Rica.

 

Vor einigen Jahren tauchte er öfters in Zeitungen auf, als es um den Bau des Nicaragua-Kanals ging, der dem Panamakanal Konkurrenz machen sollte. Die Idee ist aber wieder in der Schublade verschwunden und keiner spricht mehr darüber.

 

Schon beim Bau des Panamakanals hat man in Erwägung gezogen den Kanal stattdessen hier zu bauen, hat es dann aber verworfen.

 

Heute ist der Río San Juan ein gemächlich dahinfließender Dschungelfluss, der umgeben von grüner Wildnis und wilden Tieren ist. So kannst du an seinem Ufer und den Baumwipfeln Affen, Faultiere, Alligatoren und Baumfrösche sehen.

 

San Carlos

Um den Fluss zu erkunden, musst du nach San Carlos kommen. Die ruhige Stadt liegt am Beginn des Flusses und am Ufer des Nicaraguasees. Von hier aus starten regelmäßig Schiffe auf dem Fluss, um in Richtung Karibik zu schippern.

 

Unterwegs kannst du Stopps in Boca de Sábalos (1,5 bis 2 Stunden, 3 bis 4 USD) einlegen, was komplett vom grünen Dschungel umschlossen ist. Heuere hier jemanden mit einem Boot an, der sich mit dir auf die Suche nach Tieren begibt.

 

Weiter geht es flussabwärts in die Stadt El Castillo (2 bis 3 Stunden, 3 bis 4,50 USD) mit seinem alten Fort. Wer will kann noch weiter in die Wildnis vordringen oder kehrt zurück nach San Carlos.

 

Mich hat eine Krankheit gestoppt, so bin ich über San Carlos nicht hinaus gekommen. Ein Freund hat die Ecke jedoch bereist und war begeistert.

 

Nach der beschwerlichen und langen Anreise nach San Carlos kannst du dich wenigstens auf eine nette Unterkunft freuen.

 

Die Cabinas Leyko* sind ein guter Ort, um sich zu erholen und die Weiterfahrt zu planen. Die Unterkunft ist sauber und liegt in der Nähe vom See, auch zum Ortszentrum ist es nicht weit.

 

Mit dem Bus kannst du von San Carlos weiter nach Managua (6 Stunden, 5 USD) fahren und seitdem die neue Brücke eröffnet ist auch ohne Probleme weiter nach Las Tablillas in Costa Rica. Mit dem Flugzeug geht es sogar noch schneller zurück nach Managua.

 

Inseln Solentiname

Die Solentiname Inseln im Nicaraguasee sind ein kleiner Geheimtipp.

 

Unweit von San Carlos liegt die Inselgruppe im See, die allesamt kleine Naturparadiese sind. Denn sie sind von dichtem Dschungel bewaldet und nur wenige Leute leben auf den Inseln. Statt Menschen wirst du eher Affen, Vögel und Alligatoren antreffen.

 

Die Inseln kannst du auf einem Tagesausflug von San Carlos besuchen oder du bleibst über Nacht. Denn es gibt tatsächlich eine handvoll Unterkünfte auf den Inseln. Deinen Trip kannst du von San Carlos aus organisieren, die Bootsfahrt rüber dauert 90 Minuten und kostet 10 US-Dollar.

 

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Die Karibikküste von Nicaragua

Die Karibikküste von Nicaragua ist kaum erschlossen.

 

Die meisten Straßen enden mitten im Nirgendwo, fernab vom Meer. Von wo es per Boot über den Fluss weiter zur Küste geht. Der wichtigste Dreh- und Angelpunkt in dieser Region ist die Kleinstadt Bluefields, von wo es mit Booten weiter entlang die Küste oder zu den Inseln geht.

 

Die meisten Touristen zieht es in der Karibik auf die paradiesisch schönen Corn Islands (Islas de Maíz), die sie bequem per Flugzeug von Managua aus erreichen können. Kaum jemand wählt die beschwerliche Anreise über Land und per Boot.

 

Auch das karibische Festland von Nicaragua hat schöne Ort zu bieten, wie zum Beispiel die Laguna de Perlas, aber kaum ein Tourist kommt hierher. Allerhöchstens Abenteurer zieht es in diesen Teil des Landes.

 

Die Karibikküste fühlt sich so an, als wärst du in einem anderen Land und nicht mehr in Nicaragua.

 

Die Bevölkerung besteht aus englisch sprechenden Kreolen, indigenen Minderheiten und Garifuna, die Nachfahren von Sklaven aus Westafrika sind. Nur wenige Menschen leben in dieser Wildnis aus Mangrovenwäldern, Lagunen und Dschungel.

 

Bluefields

Noch vor wenigen Jahren, war Bluefields nur per Boot oder Flugzeug zu erreichen.

 

Mittlerweile gibt es eine Straße, die nach heftigen Regenfällen oft unpassierbar ist, das restliche Jahr über aber befahrbar sein sollte. In Teilen ist sie noch etwas holprig, aber sie arbeiten daran, sie komplett zu asphaltieren.

 

Von Managua fährt jeden Morgen ein Bus nach Bluefields. Für die Strecke braucht er sieben bis neuen Stunden und ein Ticket kostet etwa 13 US-Dollar. Bequemer und schneller geht es mit dem Flugzeug, die Fluglinie La Costeña bedient die Strecke.

 

Der Ort Bluefields ist nicht sonderlich attraktiv, aber der wichtigstes Verkehrsknotenpunkt an der Karibikküste mit der neuen Straße, dem Flughafen und dem großen Hafen.

 

Von hier aus legen Schiffe ab, die abgelegene Orte an der Karibikküste mit der Außenwelt verbinden. Auch zu den Corn Islands fahren Schiffe, wobei die Überfahrt wegen Wind und Wellen oft sehr unangenehm ist.

 

Laguna de Perlas

Von Bluefields kannst du mit einem Boot die Küste hochfahren.

 

In Laguna de Perlas bist du fernab von allem und kannst das Karibikfeeling genießen. Hierhin verirren sich nicht viele Backpacker. Von Laguna de Perlas aus kannst du Ausflüge zu den nahegelegenen Pearl Keys unternehmen, wo du puder weiße Strände und Kokospalmen findest.

 

Ab Bluefields fahren täglich zwei Schiffe rüber nach Laguna de Perlas (1 Stunde, 5 USD).

 

Alternativ kannst du mit einem Bus von Managua nach El Rama fahren, von dort gibt es einen Anschlussbus nach Laguna de Perlas (5 Stunden, 6,50 USD). Da die Straße in keinem guten Zustand ist, solltest du die Route über Bluefields bevorzugen.

 

Islas de Maíz (Corn Islands)

Die Corn Islands sind kleine Inselparadiese in der Karibik, die traumhaft schön sind.

 

Stell dir kristallklares Wasser und von Palmen gesäumte Sandstrände vor, dann weißt du wovon ich rede. Eine Perle mitten im Nirgendwo und kaum erschlossen, was ihren Reiz vom verträumten Paradies noch verstärkt.

 

Es ist der perfekte Ort zum Faulenzen und die Seele baumeln lassen. Viel zu tun, gibt es hier nicht. Du kannst an den Strand gehen, einen Schnorchel- oder Tauchausflug machen, vielleicht noch Angeln gehen. Das war’s.

 

Die Corn Islands bestehen aus zwei Inseln, wovon eine etwas größer ist. Auf der Great Corn Island befindet sich ein Flughafen und die meisten Unterkünfte und Restaurants. Vom Preisniveau ist alles mit dabei, von einfachen Hostels bis zu schicken Hotels.

 

Die Nachbarinsel ist deutlich kleiner und autofrei. Dadurch fühlt sie sich noch ursprünglicher an, weswegen viele Backpacker direkt rüber zur Little Corn Island fahren.

 

Hier gibt es viele günstige Unterkünfte, die nur für ein paar Stunden Strom am Tag haben, der mit Dieselgeneratoren erzeugt wird. Auch das Internet ist nicht zuverlässig, wobei es schon viel besser geworden ist. Ganz abgeschnitten von der Welt, bist du also nicht.

 

Auf beiden Inseln findest du Restaurants, wo du leckere Gerichte zu bezahlbaren Preisen bekommst.

 

Anreise auf die Corn Islands

Auf der Great Corn Island gibt es einen kleinen Flughafen, von dem es Flüge nach Managua gibt. Die Strecke wird von der Fluggesellschaft La Costeña bedient. Ein Hin- und Rückflugticket kostet 200 US-Dollar. Am günstigsten sind die Tickets, wenn du sie direkt auf der Webseite der Airline buchst.

 

Alternativ kannst du die Corn Islands auch per Boot erreichen. Ein paar Mal in der Woche pendelt ein Schiff rüber ins 70 Kilometer entfernte Bluefields (5 bis 6 Stunden, 8 USD), von wo du mit dem Bus weiter nach Managua (7 bis 9 Stunden, 13 USD) fahren kannst.

 

Diese Variante ist jedoch nicht empfehlenswert, da sie lang, unbequem und mit starkem Wellengang auch nicht sonderlich sicher ist.

 

Isla del Maíz (Great Corn Island)

Die größere der beiden Corn Islands ist mehr entwickelt, als die kleinere. Auf der Westseite befindet sich der Hafen und der Flughafen.

 

Entsprechend findest du die Touristenunterkünfte auf der Ostseite, wo sie verstreut zwischen den bunten Holzhäusern der Inselbewohner stehen. Der Tourismus ist neben dem Hummerfang, die größte Einnahmequelle der Insel, was man aber nicht sieht.

 

Auf der Great Corn Island findest du den einzigen Geldautomaten, aber darauf verlassen, dass er Geld ausspuckt, kannst du nicht. Bring also genug Bargeld mit, denn auch Kreditkarten werden selten akzeptiert.

 

Die günstigste Unterkunft auf der Great Corn Island ist das The Wave Hostel Corn Island*. Es liegt direkt am Wasser und sieht auf den Fotos okay aus, hat aber auf Booking.com nur eine Bewertung von 6,4, was wirklich schlecht ist.

 

Die Preise für anderen Unterkünfte liegen bei 30 Euro pro Nacht und mehr. Seid ihr zu zweit unterwegs, ist das eine Option.

 

Ansonsten schau mal, wie das Angebot auf der Little Corn Island aussieht.

 

Islita del Maíz (Little Corn Island)

Jeden Tag fahren zwei Boote, sogenannte Pangas, von der Great Corn Island rüber zur kleinen und wieder zurück, Die Überfahrt dauert 40 Minuten und kostet 5 Cordoba pro Person.

 

Bei starkem Wellengang kann die Überfahrt unangenehm sein, was besonders häufig von November bis Januar (windy season) vorkommt. Auf jeden Fall ist die Fahrt immer sehr nass, da es spritzt. Pack deshalb zur Vorsicht deinen Rucksack in einen Müllsack ein.

 

Die Little Corn Islands ist deutlich kleiner, von einem Ende zum anderen sind es nur 1,5 Kilometer. So erreichst du alles relativ schnell fußläufig. Das ist auch gut so, denn Autos gibt es auf Little Corn Island nicht.

 

Auch leben hier kaum Menschen und es gibt noch weniger Tourismus, was das Robinson-Crusoe-Gefühl verstärkt.

 

Auf Little Corn Island findest du eine größere Auswahl an preisgünstigen Unterkünften, deshalb zieht es viele Backpacker hierher. Ein Privatzimmer bekommst du hier schon ab 15 Euro.

 

Das Christina’s Guest House* liegt direkt am Dock, wo die Schiffe anlegen und rundherum findest du Cafés und Restaurants zum Essen. Die Zimmer sind alle hell, freundlich und sauber, zudem ist die Gastgeberin zuvorkommend.

 

Wenn du direkt am Strand schlafen willst, wird dir das Cool Spot Grace Place* gefallen. Die Hütten sind einfach, aber passen mit ihrem Reggae-Vibe perfekt zum Inselgefühl.

 

Während die ersten beiden Unterkünfte zentral lagen, ist das Little Corn ENSUEÑOS* abseits. Es liegt auf der Nordseite und ist umgeben von einem Palmengarten mit Meeresblick.

 

Gerade seine Abgeschiedenheit, macht es so reizvoll. Die Hütten im Eco-Resort sind schlicht, aber mehr braucht man nicht.

 

Fahr am besten einen Tag vorher rüber zur Great Corn Island, wenn du am nächsten Morgen früh nach Managua zurück fliegst.

 

Nicaragua ist ein spannendes Land mit vielen Gesichtern, was Backpackern viel zu bieten hat.

 

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