Südamerika Backpacking Reiseroute & beste Reisezeit

Reiseroute durch Südamerika planen

Was ist eine gute Südamerika Reiseroute? Wo willst du starten? Wann ist ein gute Reisezeit? … Fragen über Fragen und hier findest du hoffentlich ein paar Antworten. Denn bei der Planung der Reiseroute durch Südamerika darfst du die klimatischen Bedingungen in den einzelnen Ländern nicht vergessen. Gerade im Winter wird es im Süden sehr kalt und ungemütlich. In den Tropen ist es vor allem die Regenzeit, die du umgehen willst, besonders wenn du viele Outdoor-Aktivitäten geplant hast.

 

Hier sind die beliebtesten Reiserouten durch Südamerika.

 

Wenn du es eilig hast, findest du am Schluss eine Zusammenfassung mit konkreten Tipps.

 

Link-Tipp: Kurze Länderporträts von Südamerika mit den Highlights, der beste Reisezeit und den Reisekosten.

 

Der Gringo Trail in Südamerika

Der Gringo Trail ist keine fixe Route, sondern mehr eine Perlenkette an Ländern. Er orientiert sich an der Panamericana, die Südamerika einmal der Länge nach durchquert: Von Kolumbien über Ecuador, weiter nach Peru, Chile und Argentinien, bis ins raue Patagonien und sie endet in Ushuaia, in Feuerland. Es geht immer entlang der Anden im Westen Südamerikas bis zum äußersten Zipfel im Süden.

 

Die Strecke durch Südamerika ist sehr abwechslungsreich und besticht vor allem durch seine atemberaubenden Landschaften. Wer noch mehr Abwechslung will, sollte Abstecher entlang der Panamericana einlegen.

 

Auf dem Weg in den Süden wirst du durch fast alle Klimazonen reisen, vom Karibikstrand, dem kalten Andenhochland, der rauen Pazifikküste, den tropischen Dschungelgebieten, den wüstenähnlichen Landschaften, Regionen mit gemäßigten Temperaturen, wie in Europa, bis hin zum kalten Patagonien ist alles dabei.

 

südamerika reiseroute

In der Karte ist rot die Hauptreiseroute durch Südamerika eingezeichnet, blau sind Ideen für Nebenrouten.

 

Beliebte Reiserouten durch Südamerika

Wenn du genug Zeit hast, kannst du den kompletten Gringo Trail sehen. Ansonsten pick dir die interessantes Ecken für dich raus. Ich stelle dir jedes Land einzeln vor. Los geht’s im Norden in Kolumbien.

 

Kolumbien

Gleich zum Start geht es in eins meiner südamerikanischen Lieblingsländer. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich keiner nach Kolumbien getraut hat.

 

Anreise

Wenn du aus Deutschland kommst, findest du günstige Flugverbindungen nach Bogotá und Medellín. Natürlich mit einem Zwischenstopp, Direktflüge sind deutlich teurer. Bist du vorher durch Mittelamerika gereist, musst du in Panama aufs Boot oder Flugzeug umsteigen. Denn es gibt keine Straßenverbindung zwischen Panama und Kolumbien. Am beliebtesten bei Backpackern ist die Fahrt per Segelschiff von den San Blas Inseln in Panama.

 

Einreise

visumsfrei, bis 90 Tage

 

Route

Von der Karibik geht es über Medellín ins kühle Hochland und rüber zur Hauptstadt Bogotá. Der schnellste Weg nach Ecuador führt über Popayán, wobei sich ein Abstecher nach San Agustín wirklich lohnt. Noch weniger Backpacker reisen an die abgelegene Pazifikküste oder besuchen eine der vielen Nationalparks.

 

Stationen: Cartagena (bunte Kolonialstadt, Karibik), Naturpark Tayrona (Strand, Karibik), Medellín (Pablo Escobar, Ausflug Guatapé), Salento (Hochland, Kaffeeplantagen, Valle de Cocora), Bogotá (Hauptstadt), San Agustín (antike Felsskulpturen, off-the-beaten-path), Popayán (weiße Kolonialstadt)

 

Pro

In Kolumbien habe ich die freundlichsten Menschen in Südamerika kennengelenrt. Es war vor allem ihre Lebensfreude und die unzähligen Feste, die mich begeistert haben. Zudem ist Kolumbien sehr abwechslungsreich, von der Karibik, über das kühle Hochland, zu tropischen Dschungelgebieten bis hin zur abgelegenen Pazifikküste findest du wirklich alles hier. Es ist eine gute Kombi aus Natur, Kultur, Stadt und Landleben.

 

Ich liebe Kolumbien!

 

Contra

Was gegen Kolumbien spricht, sind leider immer noch Sicherheitsbedenken. Es ist viel besser, als noch vor einigen Jahren, aber es gibt immer noch Einschränkungen. Gebiete, die du meiden solltest. Strecken, die du nicht mit dem Nachtbus fahren solltest. Und gerade in Städten, wie Bogotá und Cartagena, musst du im Dunkeln mehr aufpassen.

 

Das Thema Sicherheit wird dich auf deiner Reise durch Südamerika begleiten. Kein Grund nicht zu kommen. Vielmehr musst du dein Verhalten anpassen, um dein Risiko zu minimieren. Und das gleiche gilt für Kolumbien.

 

Link-Tipp: So reist du sicher durch Südamerika

 

Mehr Infos

Hier ist dein ausführlicher Backpacking Guide für Kolumbien.

 

Ecuador

 

Ecuador

Auf meiner Reise durch Ecuador hatte ich sehr viel Regen, so dass viele Aktivitäten wortwörtlich ins Wasser gefallen sind und ich deshalb nicht lange geblieben bin. Aber mit der festen Absicht einestages wiederzukehren, um einen der Vulkane zu besteigen und die Galapagosinseln zu besuchen.

Anreise

Von Kolumbien nach Ecuador gibt es keine guten Busverbindungen (zumindestens damals nicht). Von Popayán in Kolumbien nimmst du einen Bus nach Pasto und weiter zur Grenze nach Ipiales. Diese überquerst du zu Fuss, auf der andere Seite in Tulcan wartet meist schon der Bus. Es geht weiter nach Ibarra, wo du erneut den Bus wechselst, um nach Otavalo oder Quito zu kommen.

 

Einreise

Visa-on-Arrival, bis 90 Tage

 

Route

Die Hauptreiseroute durch Ecuador hat den klingenden Namen „Straße der Vulkane“. Sie verläuft zentral einmal durch die Berge von Ecuador, vorbei an den vielen Vulkanen. Das Dschungelgebiet im Osten ist kaum erschlossen, die größten Städte findest du an der Pazifikküste. Wer will kann einen Ausflug auf die Galapagos Inseln machen.

 

Stationen: Otavalo (Markt), Quito (Hauptstadt, Äquator-Denkmal), Latacunga (Wanderung Quilotoa Loop), Banos (Outdoor, heiße Quellen), Riobamba (Vulkanbesteigung), Cuenca (Kolonialstadt, Panamahut, Ingapirca), Loja

 

Pro

Die „Straße der Vulkane“ ist landschaftlich reizvoll und nirgendwo auf der Welt ist es so einfach einen 6.000er zu besteigen. So nah am Äquator liegt die Schneegrenze sehr hoch, so dass auch unerfahrene Bergsteiger in Begleitung eines Guides den Aufstieg schaffen. Das absolute Highlight von Ecuador ist der Besuch der Galpagosinseln.

 

Contra

Ecuador ist ein Outdoor-Paradies, wenn du also Pech mit dem Wetter hast, fallen viele Aktivitäten weg. Gerade für die Vulkanbesteigungen brauchst du gute Bedingungen. Die beste Reisezeit für die Berge (Sierras) ist von Juni bis September. Den Rest des Landes kannst du eigentlich das ganze Jahr über bereisen, da es so nah am Äquator immer warm ist.

 

Machu Picchu Peru

 

Peru

Peru steht auf der Bucket-List vieler Backpacker, weil sie einmal im Leben Machu Picchu sehen wollen. Aber es gibt natürlich noch viel mehr Gründe nach Peru zu kommen. Auf dem Gringo Trail ist Peru wahrscheinlich das vielfältigste Land. Und ich habe in einem Monat nur an der Oberfläche gekratzt und Lust auf mehr bekommen.

 

Anreise

Um von Ecuador nach Peru zu kommen, wirst du ein paar Mal den Bus wechseln müssen. Von Cuenca geht es mit dem Bus zuerst nach Loja, dann geht es in Macará über die Grenze nach Piura. Hier wechselst du den Bus nach Trujillo, wo du wiederum umsteigst, um nach Huaraz oder Lima zu fahren.

 

Willst du in Peru surfen gehen, wirst du eine andere Route entlang der Küste nehmen.

 

Einreise

Visa-on-Arrival, bis 90 Tage

 

Route

In Peru angekommen, geht es zuerst hoch in die Berge. Huaraz ist schon lange unter Alpinisten bekannt, mit einer hohen Dichte an Berggipfeln über 6.000 Metern. Dann geht es über Lima in die Wüste und erneut hoch in die Berge nach Cusco, um die heiligen Stätte im Valle Sagrado und Machu Picchu zu besuchen. Weiter in den Süden zum tiefsten Canyon Südamerikas und dem höchstgelegenen See Südamerikas.

 

Willst du ins Amazonasgebiet reisen, ist Iquitos ein guter Ausgangspunkt, um mit dem Boot tiefer in den Dschungel zu fahren. Surfer werden vor allem die Orte im Nordwesten Perus lieben.

 

Stationen: Trujillo, Huaraz (Outdoor, Bergbesteigungen, Trekking), Lima (Hauptstadt, Essen), Huacachina (Oase, Dünen), Nazca (Nazca Linien), Cusco (Valle Sagrado, Machu Picchu, Trekking), Arequipa (Kolonialstadt, Vulkane, Colca Canyon), Titicacasee (Puno)

 

Pro

Peru ist ein sehr vielfältiges Land, durch das du monatelang reisen könntest. Zu den Highlights zählt sicher der Besuch von Machu Picchu, aber darüberhinaus gibt es noch viel mehr lohnenswerte Ausgrabungsstätten, die darauf warten entdeckt zu werden. Auch landschaftlich lohnt es sich, es gibt hohe Andengipfel, Wüstengebiete, das Amazonasgebiet und quirllige Städte.

 

Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

 

Contra

Viel fällt mir zu Peru nicht ein. Nur der Massentourismus in Orten, wie Cusco und Machu Picchu sind unschön. Weglassen solltest du sie deshalb nicht, aber stell dich drauf ein. Wo wir gerade von weglassen sprechen, ich habe Lima geskippt. Wenn du ein Foodie bist oder Großstädte liebst, lohnt es sich vielleicht, ansonsten überwiegen die unschönen Seiten.

 

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Bolivien

Bolivien liegt nicht auf der Panamericana und wird deshalb von vielen Backpackern links liegen gelassen. Und wenn legen die meisten nur einen kurzen Stopp in La Paz und der Salar de Uyuni ein. Um danach weiter nach Chile oder Argentinien zu reisen.

 

Was wirlich schade ist, denn Bolivien hat viel zu bieten.

 

Ich habe sechs Wochen hier verbracht und fand es aufregend. Ähnlich wie Peru ist es landschaftlich sehr vielfältig und hat einzigartige Orte zu bieten, wie die Salzwüste Salar de Uyuni oder den Titicacasee. Noch dazu ist es extrem, in Bolivien kannst du eine aktive Mine besichtigen oder die „Death Road“ mit dem Moutainbike hinab rasen. Viele Schätze in Bolivien sind fast unbekannt und warten darauf entdeckt zu werden.

 

Bolivien ist mein Tipp für Abenteurer und erfahrene Backpacker, die eine Herausforderung suchen.

 

Anreise

Von Peru kommend, geht es von Arequipa nach Puno an den Titicacasee, dann rüber auf die bolivianische Seeseite nach Copacabana und weiter nach La Paz.

 

Reist du mit dem Flugzeug nach Bolivien, ist es besser in Sucre, als in La Paz zu landen. Da La Paz auf über 3.600 Metern liegt, haben viele Menschen Probleme mit der Höhenkrankheit. Sucre hingegen liegt tiefer und du kannst dich beim Reisen langsam an die Höhe gewöhnen.

 

Einreise

visumsfrei, 30 Tage (auf bis zu 90 Tage verlängerbar)

 

Route

Die klassische Route ist vom Titicacasee über La Paz nach Uyuni zu reisen. Von La Paz lohnt sich ein Ausflug nach Rurrenabaque, um Affen, Anakondas und Krokodile im Dschungel zu sehen. Mit mehr Zeit kannst du einen der Andengipfel besteigen oder durchs Tiefland reisen.

 

Stationen: Copacabana (Titicacasee, Isla del Sol), La Paz (El Alto, Märkte, Party), Rurrenabaque (Dschungel Tour), Potosi (Kolonialstadt, Minentour), Uyuni (Salar de Uyuni Tour), Sucre (Hauptstadt, günstige Sprachschulen)

 

Pro

Spannend ist die kulturelle Vielfalt, da etwa die Hälfte der Bolivianer einer indigenen Bevölkerungsgruppe angehören. Das Highlight jeder Bolivien Reise ist eine Tour zur Salar de Uyuni und den umliegenden Lagunen. Bolivien bietet ansonsten viele abenteuerliche Aktivitäten: Bergbesteigungen,  Besuch einer aktiven Mine und Dschungeltouren.

 

Bolivien ist anders. Es ist rauer, herausfordernder und einzigartig. Ich bin ein Fan.

 

Contra

Besonders im Hochland sind die Menschen verschlossen und oft unfreundlich. Ansonsten sind es vor allem die regelmäßigen Streiks und Straßensperren, die deine Reisepläne jederzeit durchkreuzen können. Was Bolivien nicht unbedingt zu einem einfachen Reiseland macht.

 

Mehr Infos

In meinen ausführlichen Backpacking Guide für Bolivien findest du alles, was du wissen musst.

 

Süd Patagonien Backpacking

 

Chile & Argentinien

Chile und Argentinien sind wie zwei Geschwister, die ohne einander nicht können, und doch ständig Streit haben. Auf deiner Reise entlang der Anden in den Süden wirst du öfters zwischen den beiden hin und her springen, und die ungleichen Geschwister näher kennenlernen.

Anreise

Es gibt unzählige Wege, um von Peru oder Bolivien weiter südlich zu reisen. Viele machen eine Mehrtagestour durch die Salar de Uyuni, die in San Pedro de Atacama in Chile endet. Genauso kannst du nach einer Uyuni-Tour von Tupiza in Bolivien weiter nach Salta in Argentinien fahren. Darüberhinaus kannst von Arequipa in Peru und La Paz in Bolivien nach Arica in Nord-Chile reisen.

 

Einreise

visumsfrei, bis 90 Tage

 

Route

Auf dem Weg in den Süden wirt du ständig zwischen Argentinien und Chile hin- und herspringen, dabei gibt es mehrere Routen.

 

Die Route entlang der Anden  führt dich quer durch Chile. Erste Station ist Arica, was bekannt für seine guten Wellen ist. Ein Geheimtipp ist der nahegegene Lauca Nationalpark. Danach geht es weiter in die Wüste nach Antofagasta, um Sterne zu beobachten, und runter nach Santiago de Chile.

 

Meine Empfehlung: Viel interessanter ist, wenn du einen Schlenker über Argentinien machst. Natürlich nicht bevor du die Wüstenstadt San Pedro de Atacama in Chile besuchst, die eine Welt für sich ist. Hier findest du skurrile Mondlandschaften, Salzseen, Geysire, Vulkane und Dünen, die du mit einem Snowboard hinab fahren kannst. Von da aus geht es weiter nach Argentinien in die alte Kolonialstadt Salta und zu den roten Canyons von Cafayate. Mit kurzen Stopps für Weinproben endest du ebenfalls in Santiago de Chile.

 

Von Santiago de Chile geht es weiter ins kreative Valpariso, was ein Mekka für Street Art ist. Danach heißt es zurück in die Natur. In Pucon kannst du wandern gehen und anschließend die wilde Insel Chiloe erkunden.

 

Nord-Patagonien: Jetzt hast du die Wahl, ob du lieber per Anhalter die Carretera Austral in Chile oder von Bariloche nach Esquel auf der argentinischen Seite weiter fahren willst. Der nördliche Teil von Patagonien ist ein Traum für Naturliebhaber und Wanderer. Die chilenische Seite ist rauher und weniger erschlossen, die Carretera Austral ein großes Abenteuer.

 

Beide Routen treffen sich wieder in El Chalten, auf der argentischen Seite. Die Berge bei El Chalten zählen zu den schönsten Patagoniens, hier kannst du wandern und klettern gehen. Danach kommen die klassischen Highlights Patagoniens, mit dem Perito Moreno Gletscher, dem Trekking im Torres del Paine Nationalpark und der Ankunft am Ende der Welt, in Ushuaia auf Feuerland.

 

Link-Tipp: Backpacking Guide für Süd-Patagonien

 

Interessante Ort im Überblick

Abschließend findest du hier alle obengenannen Orte von Nord nach Süd aufgelistet. Jetzt kannst du dir selber eine Route zusammenstellen.

 

Mögliche Stationen: Arica (Chile; Surfing, Lauca NP), Antofagasta (Chile; Sternenbeobachtung, Steilküste), San Pedro de Atacama (Chile; Wüste, Valle de Luna, Geysir), Salta (Argentinien; Kolonialstadt, Purmamarca), Cafayate (Argentinien; rote Canyons, Wein), Mendoza (Argentinien; Wein), Santiago de Chile (Chile; Hauptstadt), Valparaios (Chile; Street Art), Pucon (Chile; Outdoor, Vulkan Villarrica), Insel Chiloe (Chile; Natur, Holzkirchen), Carretera Austral von Puerto Montt nach Villa O’Higgin (Chile; Natur, Abenteuer, Patagonien Highlight), Bariloche (Argentinien; Outdoor), El Bolsón (Argentinien; Outdoor), Esquel (Argentinien; Outdoor, Los Alerces NP), El Chalten (Argentinien; Outdoor, Fitz Roy), El Calafayte & Perito Moreno (Argentinien; Gletscher), Puerto Natales & Torres del Paine (Chile; Trekking), Punta Arenas (Chile), Ushuaia in Feuerland (Argentinien; Outdoor, Pinguine, Antarktis)

 

Weitere interessante Orte in Argentinien

Von Argentinien hast du bisher nur einen Bruchteil gesehen, daher lohnt es sich nach Patagonien weiter durch Argentinien zu reisen. Auf dem Weg kannst du in der Peninsula Valdes halten, um Seelöwen, Pinguine und Wale zu sehen. Dann warten Stundentenstädte wie Cordorba und das Juwel Buenos Aires auf dich, wo ich mein bestes Eis außerhalb Italiens gegessen habe. Krönender Abschluss von Argentinien ist der Besuch der Iguazu Wasserfälle.

 

Stationen: Peninsula Valdes (Wildlife), Cordoba (Uni-Stadt), Buenos Aires (Hauptstadt, Essen, Ausflug Colonia del Sacramento Uruguay), Iguazu Wasserfälle

 

Pro

Beide Länder erstrecken sich über ein großes Gebiet, so dass du Wüsten, tropische Gebiete, die trockene Pampa, Berge und das bezaubernde rauhe Patagonien besuchen kannst. In Chile und Argentinien wirst du den europäischen Einfluss überall sehen, in den schönen Städten und dem guten Essen. Zu den Highlights zählen Patagonien, San Pedro de Atacama und die Iguazu Wasserfälle.

 

Contra

Argentinien und Chile sind die mit Abstand teuersten Länder auf dem Gringo Trail, besonders Patagonien ist kostspielig. Noch dazu sind die Reisedistanzen groß, zum Glück gibt es komfortable Nachtbusse, denn Flüge sind meist zu teuer.

 

rio de janeiro brasilien

 

Brasilien

Das war der Gringo Trail, aber du kannst deine Reise von Argentinien natürlich fortsetzen und weiter nach Brasilien fahren. Ein riesiges Land durch das weit weniger Backpacker reisen, was wohl an den hohen Kosten und den Sicherheitswarnungen liegt. Da es keine typische Reiseroute durch Brasilien gibt, stelle ich dir ein paar interessante Orte vor.

 

Anreise

Über Land reisen viele an den Iguazu Fällen von Argentinien ein oder über Uruguay. Die meisten kommen jedoch per Flugzeug und hier ist die Auswahl groß. Überlege dir also, welche Ecke von Brasilien du sehen willst.

 

Einreise

visumsfrei, bis 90 Tage

 

Interessante Orte in Brasilien

Zu Rio muss ich sicher nicht viel erzählen, es ist eine absolute Traumstadt und gehört zu den Must-See Orten Brasiliens, genauso wie die Iguazu Wasserfälle. Wenn du in den Dschungel willst, komm nach Manaus, um tiefer ins Amazonasgebiet zu fahren. Eine gute Alternative ist das Pantanal in Süd-Brasilien. Ist dir mehr nach Strand, kannst du jederzeit ans Meer fahren. In Brasilien warten tausende Kilometer Strand auf dich.

 

Weitere Highlights von Brasilien sind die Kolonialstädte, wie Salvador de Bahia und Olinda. Am Meer locken die Dünenlandschaften des Lençóis Maranhenses Nationalpark und das kleine Jericoacoara, mit seinem entspannten Charme, das nicht nur Kitboarder anzieht.

 

Im Überblick: Rio de Janeiro (Cristo Redentor, Copacabana, Zuckerhut, Party), Iguazu Wasserfälle, Amazonasgebiet (Boots-, Dschungeltour), Lençóis Maranhenses Nationalpark (Dünen, Lagunen), Jericoacoara (Strand, Kiteboarding, Hippie), Salvador de Bahia (Kolonialstadt, Afro-Kultur), Pantanal (Dschungeltour, Wildlife)

 

Pro

Brasilien ist ein bunter Blumenstrauß mit Traumstränden, pulsierenden Städten und wilden Dschungelgebieten. Die Brasilianer haben Samba im Blut, feiern gerne und verbreiten gute Laune.

 

Contra

Brasilien ist teuer. Da die Distanzen sehr groß sind, wirst du zwischendurch fliegen, was die Reise zusätzlich verteuert. Und dann ist das Thema Sicherheit noch viel präsenter, besonders in den Großstädten. Ein weiterer Punkt ist, dass sie portugiesisch sprechen.

 

Paraguay

Das war Brasilien, in seinem Schatten versinkt Paraguay. Das kleine Land südlich von Brasilien zieht nicht viele Backpacker an. Viele belassen es bei einem Tagesausflug in die Hauptstadt Asuncion, die nicht unbedingt eine Schönheit ist.

 

Anreise

Die meisten Backpacker reisen von den Iguazu Wasserfällen ein und fahren von hier aus weiter nach Asuncion.

 

Einreise

visumsfrei, bis 90 Tage

 

Interessante Orte in Paraguay

Concepcion (Kolonialstadt), Encarnación, The Chaco (Wildlife, Mennoniten)

 

Pro

Es ist absolut Off-the-beaten-Path.

 

Contra

Es gibt nicht viel interessantes zu sehen.

 

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Uruguay

Die „Schweiz von Südamerika“ wird Uruguay oft genannt, weil es sich gerne aus den Querelen seiner Nachbarn raushält und jahrelang finanziell besser dastand. Das kleine Land zwischen Brasilien und Argentinien ist nett. Im Landesinneren erstrecken sich flache Ebenen, ideal für die Viehzucht. An der Küste gibt es lange schöne Strände. Und vor allem im Süden findest du interessante Städte, wie Montevideo und das verträumte Colonia del Sacramento.

 

Anreise

Eine schöne Art nach Uruguay zu gelangen, ist von Buenos Aires die Fähre nach Colonia del Sacramento zu nehmen. Es geht natürlich auch per Bus. Von den Iguazu Wasserfällen kommend gibt es Direktbusse nach Montevideo.

 

Einreise

visumsfrei, bis 90 Tage

 

Interessante Orte in Uruguay

Montevideo (Hauptstadt), Colonia del Sacramento (Kolonialstadt), Cabo Polonio (Strand)

 

Pro

Uruguay ist nett.

 

Contra

Es ist teuer und hat weniges spektakuläres zu bieten.

 

 

Venezuela

Im Moment ist nicht unbedingt die beste Zeit für einen Besuch Venezuelas, bis die Lage sich stabilisiert.

 

Einreise

visumsfrei, bis 90 Tage

 

Interessante Orte in Venezuela

Salto Angel (Wasserfall), Roraima Plateau (Hochplateau, Trekking), Merida (Kolonialstadt)

 

Pro

Gerade landschaftlich hat es außergewöhnliche Landschaften zu bieten. Das Roraima Plateau steht auf meiner Bucket-List, genauso wie der höchste Wasserfall, der Salto Angel.

 

Contra

Es gibt regelmäßig Versorgungsengpässe an Lebensmitteln und Sprit. Und es gibt natürlich Sicherheitsbedenken, da die Situation jederzeit kippen könnte.

 

südamerika beste reisezeit

 

Beste Reisezeit in Südamerika

Argentinien

Norden: ganzjährig (April bis September)
Mitte: Oktober bis März (Frühling & Herbst)
Patagonien: Dezember bis Februar
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Bolivien

Mai bis Oktober
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Brasilien

Süden: kühle Winter, Sommer bis 40°C
Südosten: meister Regen im Dezember bis Februar, an der Küste kühler im Winter, heißer Sommer
Nordosten: der meiste Regen fällt im Mai bis Juli, meist tropisches Wetter
Norden: das Amazonasgebiet ist ganzjährig feucht und heiß, Hauptregenzeit ist Januar bis April, weniger Regen im Juli bis November, Höchststand der Flüsse im März bis Juni
Westen: Regenzeit ist von Oktober bis März, der Sommer ist sehr heiß und der Winter kühler
Nebensaison: ist von August bis Mitte Dezember und März bis Juni, Ferienzeit der Brasilianer ist hauptsächlich im Juli
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Chile

Norden: ganzjährig
Mitte: Oktober bis April
Patagonien: Dezember bis Februar
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Ecuador

Hochland: Juni bis September
Galapagosinseln: Januar bis Juni
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Kolumbien

Karibikküste: Dezember bis März
Hochland: Januar bis März und Juli bis September
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Paraguay

Mai bis September
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Peru

Hochland: Mai bis September
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Uruguay

November bis April
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Venezuela

Dezember bis April
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geheimtipps für südamerika

Hier kannst du mehr über die Geheimtipps erfahren.

 

Zusammenfassung: Beste Südamerika Reiseroute

Es ist schwer eine generelle Aussage zu treffen, da Routen und Reisetempo variieren. Wenn du jedoch hauptsächlich entlang der Panamericana unterwegs bist, gibt es ein paar Anhaltspunkte.

 

Süd-Nord-Reiserichtung

Starte im Sommer (Dezember bis März) in Patagonien und nimm dir etwa zwei bis drei Monate Zeit für Chile und Argentinien. Verbringe die Herbstmonate von März bis Juni in Bolivien und Peru, und den Winter von Juni bis September in Ecuador und Kolumbien.

 

Nord-Süd-Reiserichtung

Wenn du in umgekehrte Richtung reisen willst, eignen sich die Wintermonate (Juni bis September) zum Start in Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien. Den Frühling von September bis Dezember kannst im Norden von Chile und Argentinien verbringen und sobald die Temperaturen wärmer werden, weiter nach Patagonien ziehen und den Sommer (Dezember bis März) dort verbringen.

 

Reisedauer

Bis auf die kleinen Länder empfehle ich dir mindestens einen Monat Zeit pro Land zu nehmen. Für die großen Länder wie Brasilien, Argentinien, Chile, Kolumbien und Peru kannst du noch mehr einplanen, da du hier problemlos mehrere Monate verbringen kannst.

 

So kommst du beim klassischen Gringo Trail auf sechs bis neun Monate.

 

Reiseführer

Südamerika: Lonely Planet* (neue Ausgabe Okt 2019*) | Rough Guide*

 

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