Weltreise packen: Sachen rauslegen

In nur 4 Schritten ist dein Rucksack gepackt – schnell und ordentlich

Freust du dich schon auf deine Reise? Jetzt nur noch schnell den Rucksack packen… Da hört bei vielen die Vorfreude direkt wieder auf. Ich muss dir gestehen, ich liebe es meine Tasche zu packen. Es ist für mich zu einem Ritual geworden und ich freue mich jedes Mal, denn bald geht es wieder los. Schnell lege ich meine Sachen raus und mit meinem Packsystem ist schnell der Rucksack gepackt. Dafür brauche ich ungefähr eine halbe Stunde.

 

Wenn du eher ein Pack-Muffel bist, zeige ich dir wie du schneller damit fertig wirst

 

Denn Rucksack packen, ist wie Tetris spielen. Alle Teile müssen am Ende möglichst platzsparend reinpassen. Am Anfang wirst du ein paar Anläufe brauchen, aber mit der Zeit wirst du routinierter werden. Du weißt, was mitkommt. Alles hat seinen festen Platz. Dein perfektes Rucksack Packsystem. So macht Packen Spaß!

 

Schritt 1: Lege alle Sachen raus

Auf meinem Bett lege ich zuerst alle Sachen raus. So habe ich einen guten Überblick, ob alles da ist. Am Ende schaue ich noch einmal kurz auf meine Packliste, ob noch etwas fehlt?

Packliste: Kleidung, Schuhe

 

Schritt 2: Pack alles in kleine Beutel

Um die Übersicht zu behalten, und Chaos im Rucksack zu verhindern, packe ich die meisten Sachen in Beutel. Das sind einfache Nylon-Beutel mit Tunnelzug*, die gut alle Ecken in der Tasche ausfüllen. Plastiktüten sind gerade im Hostel echt uncool, da sie laut rascheln und morgens alle Leute aufwecken beim Packen.

 

Meine Beutel:

1 Beutel für Unterwäsche & Socken
1 Beutel für Schmutzwäsche
1 Beutel für Ladekabel & Adapter
1 Beutel für Kleinkram (Stirnlampe*, Taschenmesser, Flickzeug, etc.)
1 Kulturbeutel*
diverse Ziploc-Beutel für Reiseapotheke, Tampons, etc.

 

Ich mag keine Packing-Cubes* (rechteckige Packbeutel), weil sie mir zu unflexibel sind. Saubere Klamotten werden dreckig und landen im Wäschebeutel, während die anderen Beutel immer leerer werden. Mit den simplen Beuteln kein Problem. Wenn du Packing Cubes ausprobieren willst, kannst du sie dir für kleines Geld bei IKEA UPPTÄCKA kaufen.

 

Weiter geht’s…

 

Meine Shirts rolle ich alle, so nehmen sie weniger Platz weg und zerknittern nicht. Früher hatte ich ein Netz in meinem Rucksack, was super zur Aufbewahrung war. Heute nutze ich einen winzigen Bezug eines Kopfkissens, das ich mal aus einem Flugzeug mitgenommen habe. (Sorry!) Es war die perfekte Größe und ich war gerade auf der Suche nach einer neuen Lösung.

 

Alle weiteren Klamotten, wie Pullover, Hosen oder Jacken rolle ich. Mit diesem Trick bleiben sie schön kompakt, schau dir das Video unter Punkt 14 an. Alles was ich im Moment nicht brauche, falte ich und packe es in den Rücken vom Rucksack. Kleidung zu falten, ist meist platzsparender, aber das endet schnell im Chaos. Denn auf Reisen lebst du aus dem Rucksack, daher rolle ich die häufig benutzten Sachen lieber.

 

Sei einfach kreativ beim Rucksack packen

 

Für meine Schuhe nehme ich dann doch Kunststofftüten, weil es praktischer ist, da sie auch mal dreckig sein können. Für meine Flip-Flops habe ich eine schmale Kunststofftüte, die eigentlich eine Kotztüte vom Schiff ist. Da sie die perfekte Größe hat, habe ich sie zweckentfremdet. Bist du noch unschlüssig, welche Schuhe du mitnimmst? Dann hilft dir dieser Artikel weiter.

 

Mit Vakuumbeuteln* kannst du gut voluminöse Kleidungsstücke wortwörtlich kleinkriegen. Mein Fleece-Pulli schrumpft so zu einem flachen Päckchen zusammen. Mittlerweile nehme ich die Beutel nur noch selten mit, da ich die Sachen viel zu oft nutze und mir das wegpacken zu lange dauert. Auf der Weltreise war das etwas anderes, da ich meine warmen Sachen teilweise monatelang nicht gebraucht habe und sie so viel weniger Platz weggenommen haben. Und so ordentlich weggepackt waren.

 

Für den ganzen Kleinkram nutze ich einfache Ziploc-Beutel, die du in jedem Supermarkt oder Drogerie bekommst. Diese sind super praktisch, um Ordnung ins Chaos zu bringen. Nichts fliegt lose herum und alles ist wasserdicht verpackt.

 

Schritt 3: Rucksack Packsystem – alles einpacken

So viel zur Vorbereitung, jetzt geht’s ans wirkliche Packen. Dafür lege ich den Rucksack auf den Rücken und fange mit dem unteren Fach an. Hier kommen meine Schuhe, Kabel, Jacke, Reiseapotheke, Schlafsack-Inlett* und alles Sperriges rein. Auch mein Schlafsack, falls er mitkommt.

 

Ins Hauptfach kommt meine gesamte Kleidung. Alles was noch lose ist (Shorts, Hose, Pulli), rolle ich ebenfalls und stelle es senkrecht auf den Zwischenboden. In die Hohlräume oberhalb lege ich die Beutel für Unterwäsche und Schmutzwäsche. Ganz zum Schluss kommt obenauf noch der Kulturbeutel .

 

In die kleinen Taschen außen verteile ich meinen Kleinkram (Stifte, Notizbuch, Halstuch, etc.). Und natürlich die Regenhülle vom Rucksack, damit sie immer griffbereit ist.

 

Du hast alles richtig gemacht, wenn du den Reißverschluss leicht zubekommst. Idealerweise hast du sogar noch Luft im Rucksack, dass macht das Leben auf Reisen entspannter. Denn es wird immer Zeiten geben, wo es chaotischer ist und du einfach alles nur reinstopfst. Vermeide möglichst Sachen immer außen dran zu hängen, diese werden leicht beschädigt, gehen verloren oder werden geklaut.

 

Schritt 4: Kurz testen & Rucksack einstellen

Zum Schluss stelle ich den Rucksack auf dem Boden ab. Bleibt er gerade stehen? Kippt er um? Ist er ausgeglichen gepackt? Auch mal kurz aufsetzen. Wie fühlt er sich an? Passt alles?

 

Deuter Packtipps Rucksack

Quelle: Deuter

Darauf musst du beim Rucksack packen achten

Wie gut sich ein Rucksack tragen lässt, hängt auch damit zusammen, wie er gepackt ist. Achte darauf, dass die schweren Teile nah am Körper/Rücken sind. Der Schwerpunkt des Rucksacks muss über dem eigenen Körperschwerpunkt liegen, was etwa dein Bauchnabel ist. Beide Seiten sollten ausgeglichen gepackt sein.

 

Den Rucksack richtig einstellen

 

Jetzt noch schnell den Rucksack richtig einstellen. Schließe zuerst den Beckengurt. Er sollte voll auf der Hüfte liegen, ansonsten musst du den Schultergurt anpassen. Jetzt zieh ihn so stramm wie möglich. So trägst du das Hauptgewicht über die Hüfte. Auf der Schulter sollte er locker aufliegen, so dass du ohne Probleme einen Finger dazwischen schieben kannst. Als letztes ziehst du den Rucksack oben an dich ran, damit er nicht herumschlackert.

 

Die Rucksackeinstellung wirst du regelmäßig anpassen müssen, wenn sich etwas am Gewicht oder deinem Packsystem ändert. Zieh den Beckengurt auf längeren Strecken so stramm, wie möglich. So liegt das meiste Gewicht auf der Hüfte und du trägst ihn mit Kraft deiner Beine, anstatt mit dem Schultern. Machst du das nicht, erscheint der Rucksack schwerer und deine Schultern und Rücken werden schnell weh tuen. Abends bist du dann verspannt.

 

Infografik Deuter zum richtigen einstellen des Rucksacks

Quelle: Deuter

 

Herzlichen Glückwunsch du bist ein Pack-Profi!

 

Am Anfang experimentierst du noch etwas herum. Aber mit der Zeit entwickelst du dein eigenes Pack-System. Kein Chaos mehr und alles hat seinen festen Platz. Mit einem Griff findest du alles direkt wieder. Häufig genutzte Dinge sind leicht zugänglich obenauf gepackt. Du hast keinen Stress mehr beim Rucksack packen. Es ist doch gar nicht so schlimm, oder?!

 

Noch einmal schlafen und Morgen kann es los gehen. Viel Spaß!!!

 

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