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Indonesien: Welche Insel passt zu dir?

Indonesien ist riesig. Die Inselnation besteht aus über 17.000 Inseln und jede Region hat seinen ganz eigenen Charakter. Lies weiter, wenn du dich jetzt fragst, welche Insel die richtige für dich ist, es muss nicht immer Bali sein. Wie wäre es stattdessen mit Sumatra, Sulawesi oder Flores?

 

In diesem Indonesien Guide werden die 13 interessantesten indonesischen Inseln kurz vorgestellt.

 

Inhaltsverzeichnis

 

indonesien inseln karte

 

sumatra-danau-maninjau

 

Sumatra: Für Abenteurer

Einst gehörte Sumatra zum „Banana-Pancake-Trail“ durch Südostasien, aber seitdem Flüge günstiger als Fähren sind (oder gar nicht mehr fahren), überspringen die meisten Backpacker die Insel. So wird Sumatra nicht von Touristen überrannt, was das Reisen etwas abenteuerlicher und authentischer macht.

 

Sumatra im Überblick

Für wen: Abenteurer, Naturliebhaber, Surfer, Taucher

Highlights: Orang Utan Trekking, Vulkanbesteigung, Tauchen auf Pulau Weh, Bukittinggi

Pro: untouristisch, herausfordernd, wild, günstig

Contra: lange Busfahrten, einfache Gasthäuser, weniger Backpacker

Trockenzeit: Mitte April bis Mitte Oktober, ganzjährig Regen

Anreise: Flug nach Medan oder Padang

Reisekosten (Budget Backpacker): 15 bis 25 Euro pro Tag

 

Orang Utah Indonesien

 

Was erwartet dich auf Sumatra?

Die meisten Backpacker konzentrieren sich auf den nördlichen Teil Sumatras, vor allem auf Bukit Lawang (Orang Utans), Berastagi (Vulkane) und den Toba See. Ein weiteres Highlight ist die Unterwasserwelt auf der Insel Weh, die nördlich von Sumatra liegt. Und an der Westküste ziehen die vorgelagerten Inseln Mentawai, Nias und Krui Surfer an, um einige der besten Wellen Südostasiens zu surfen, diese sind jedoch nichts für Anfänger.

 

Ansonsten lohnt sich ein Besuch von Bukittinggi, wo du noch heute den Einfluss der Niederländer sehen kannst. Von hier aus bieten sich Ausflüge in den Dschungel an, um die größte Blüte (Rafflesia) der Welt zu sehen, einen Vulkan zu besteigen, den alten Pagaruyung Palast zu besichtigen oder am Maninjau See zu relaxen.

 

Wer eine Herausforderung sucht, kann den höchsten Vulkan Indonesiens, den 3.805 Meter hohen Gunung Kerinci besteigen.

 

Check meinen Sumatra Backpacking Guide für noch mehr Inspirationen und Tipps aus.

 

Und das waren nur ein paar Punkte, auf Sumatra gibt es wirklich viel zu entdecken. Aber sei gewarnt, es wird auch anstrengend, du reist mit alten Bussen und die Fahrten dauern immer länger, als du denkst. Dafür wirst du belohnt mit authentischen Erlebnissen und knüpfst schnell Kontakt zu den Einheimischen, da sie nicht alle Tage einen Backpacker sehen.

 

Das macht Sumatra perfekt für Vielgereiste, die die alten Tage auf Reisen vermissen, wo noch nicht alles glatt gebügelt war.

 

 

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Java: Das Herz von Indonesien

Java ist zwar nicht die größte Inseln Indonesiens, aber die bevölkerungsreichste, etwa die Hälfte aller Indonesier lebt auf Java.

 

Auch die Hauptstadt Jakarta befindet sich auf Java, wobei es mittlerweile Pläne gibt, eine neue Hauptstadt auf Kalimantan (Borneo) zu errichten. Jakarta hat einfach zu viele Probleme, es ist zu schnell gewachsen und kämpft gegen Staus, Smog und Überschwemmungen. Aber der größte Grund ist, ein Teil von Jakarta liegt bereits unterhalb vom Meeresspiegel und es versinkt jedes Jahr weiter.

 

Java im Überblick

Für wen: aktive Entdecker, Kulturinteressierte, Surfer

Highlights: Tempel Borobodur & Prambanan, Vulkantour Bromo & Ijen, Wasserfälle

Pro: vielfältig, Top-Sehenswürdigkeiten, unentdeckte Ecken

Contra: viel los, dicht besiedelt, Verkehrschaos, einige Ort schwer erreichbar

Trockenzeit: Mai bis September

Anreise: Flug nach Jakarta, Yogyakarta oder Surabaya; Fähre von Bali

Reisekosten (Budget Backpacker): 20 bis 30 Euro pro Tag

 

 

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Was erwartet dich auf Java?

Viele Reisende nutzen Jakarta nur als Sprungbrett und ziehen direkt weiter nach Yogyakarta. Von hier aus kannst du die beiden kulturellen Highlights Javas erkunden: Borobodur, den größten buddhistischen Tempel Indonesiens, und Prambanan, eine hinduistische Tempelanlage. Weiter östlichen stehen der Vulkan Bromo, der atemberaubend zum Sonnenaufgang ist, und der Vulkan Kawa Ijen mit seinen blauen Flammen und dem Schwefelabbau auf dem Programm.

 

Das sind die vier Hauptattraktionen Javas, aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. So hat Java 38 Vulkane, die du teilweise besteigen kannst. Am außergewöhnlichsten ist die Vulkaninsel Krakatau, die sich zwischen Java und Sumatra befindet. Als er 1883 explodierte, konnte man das sogar in Australien hören und die Staubwolken sorgten für einen kühleren Sommer auf der Nordhalbkugel. Wissenschaftler glauben, das dies die Inspiration für Edvard Munch’s Gemälde „Der Schrei“ sein könnte.

 

In den vergangenen Jahren haben Reise-Influencer mehrere Orte in Ost-Java bekannt gemacht, wie den epischen Tumpak Sewu Wasserfall, sowie das bunte und blaue Dorf, Kampung Warna-Warni Jodipan. Diese Ecke hat darüber hinaus noch unzählige Wasserfälle, üppige Natur und Strände zu bieten. Die Orte zu erreichen, ist teilweise etwas abenteuerlich, aber es lohnt sich.

 

Den mit Abstand umfangreichste Guide für Ost-Java findest du hier.

 

Immer mehr Surfer suchen nach Alternativen für die vollen Line-ups von Bali und werden fündig auf Java. Vor allem an der Südküste sind die Wellen gut und nicht überfüllt. Surfen kannst du hier das ganze Jahr über, wobei die höchsten Wellen in der Trockenzeit anrollen. Die bekanntesten Surf-Spots auf Java sind G-Land im Osten, Pacitan und Batu Karas in Zentral-Java, Cimaja im Westen.

 

Wie ist es auf Java zu reisen?

Die Infrastruktur auf Java ist teilweise sehr gut, so pendeln Züge zwischen den großen Städten, was das beste und günstigste Transportmittel auf Java ist. Jedoch sind Züge oft ausgebucht und du musst auf den Bus ausweichen. Willst du kleinere Orte auf Java besuchen, wird es schnell kompliziert.

 

So entscheiden sich viele Backpacker statt auf eigene Faust, die Highlights Javas auf einer mehrtägigen Tour zu erkunden. Wie zum Beispiel diese 3-tägige Tour ab Yogyakarta, wo du den Vulkane Bromo und Ijen-Krater* siehst. Das macht alles stressfreier und wird besonders unerfahrenen Backpackern gefallen. Aber eine Reise durch Indonesien ist nun mal (oft) anstrengend, das gehört einfach dazu.

 

Was du ansonsten noch über Java wissen musst. Java ist dicht besiedelt und hat viel Verkehr. An den Top-Sehenswürdigkeiten und beliebten Ausflugszielen bist du außerdem nie alleine, da Schulklassen und die Einheimischen diese ebenfalls besuchen. Besonders an Wochenenden kann es dort voll werden.

 

bali-indonesien

 

Bali: Die Insel der Götter

Keine andere indonesische Insel ist so stark vom Tourismus abhängig wie Bali. Es zieht Pauschalurlauber, Kulturinteressierte, feierhungrige Australier (Kuta), Surfer und Backpacker gleichermaßen an, außerdem leben viele Digitale Nomaden und Expats auf der Insel.

 

So gibt es ein Angebot für alle Preisklassen und eine interessante Mischung aus Ost und West ist entstanden. Das macht das Reisen viel einfacher und angenehmer. Die Kehrseite davon sind: Verkehrschaos, Müllprobleme, Einfluss ausländischer Investoren und Menschenmassen in der Hochsaison.

 

Trotz allem hat sich Bali seine eigene Identität bewahrt. Der Hinduismus hat bis heute einen großen Einfluss auf den Alltag auf Bali. Jeden Morgen bringen Frauen in farbenfrohen Sarongs Opfergaben und entzünden Räucherstäbchen am Hausaltar. Viele Hauseingänge sind so reich verziert, das du sie leicht für Tempel halten kannst.

 

Und dann strahlt Bali eine Ruhe und Beschaulichkeit aus. Wie in ganz Indonesien hat man es nicht so eilig. Auf der Insel gibt es keine Großstädte, selbst Orte wie Ubud fühlen sich wie ein großes Dorf an. Dazwischen erstrecken sich grüne Reisfelder und bewaldete Berge.

 

Bali im Überblick

Für wen: Newbie-Backpacker, Flashpacker, Digitale Nomaden, Surfer, Yogis, Taucher

Highlights: hinduistische Tempel & Kultur, Wasserfälle, Reisfelder, Ubud, Canggu, Vulkantour Batur, Scooter-Ausflüge

Pro: einzigartig, überschaubar, touristisch erschlossen, gutes Essen, westliche Annehmlichkeiten, backpackerfreundlich

Contra: zu kommerziell, Verkehrschaos

Trockenzeit: Mai bis September/Oktober

Anreise: Flug nach Denpasar, Boot von Java oder Lombok

Reisekosten (Budget Backpacker): 20 bis 40 Euro pro Tag

Reiseführer: 122 Things to do in Bali* von Indojunkie

 

bali reisfeld mit palmen

 

Was erwartet dich auf Bali?

Bali, die spirituelle Insel.

 

Nicht erst seit dem Buch Eat Pray Love* zieht Bali Leute an, die auf der Suche sind. Sei es spirituell, Menschen in einer Lebenskrise oder einer Umbruchphase im Leben. Der hinduistische Glaube ist tief in der balinesischen Gesellschaft verankert, das man nicht anders kann, als inspiriert davon zu sein. Besonders Ubud ist eine Anlaufstelle für Yogis und Suchende.

 

Aber keine Sorge Bali hat neben schönen Tempel, auch landschaftlich viel zu bieten. Vor allem die Vulkane Gunung Agung oder Gunung Batur prägen die Insel, und die Besteigung Baturs zum Sonnenaufgang ist ein unvergessliches Erlebnis.

 

Bali ist touristisch gut erschlossen (fast schon zu viel), aber du findest trotzdem noch Ecken mit grünen Reisfeldern, das ursprüngliche Bali. Dort liegen die Nelken auf der Straße zum Trocknen und die Luft ist erfüllt von ihrem Duft. Am besten findest du diese Schätze, indem du dich mit einem Motorrad auf die Suche machst. Unterwegs kannst du unzählige Wasserfälle, Tempelanlagen und kleinen Dörfer besuchen.

 

Ich mochte vor allem die Gegend rund um Munduk und Sidemen.

 

Das Meer

Bali ist eine kleine Insel, so ist das Meer nie weit weg. Surfer zieht es vor allem in den Süden von Bali, rund um Canggu, Seminyak, Legian, Kuta, Medewi und Uluwatu. Vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen gibt es gute Surfspots. Jedoch sind die Orte alle keine Geheimnisse mehr, so musst du dir die Wellen mit vielen Leuten teilen.

 

Der Hippster-Ort Canggu ist ein Mekka für Surfer und Digitale Nomaden gleichermaßen, die ein angenehmes Leben samt coolen Restaurants (#foodporn), Yoga und Wellness, schnellem Internet in Coworking Spaces, das Bier zum Sonnenuntergang am Strand (Bintang Time) und die anschließende Party genießen.

 

Taucher tummeln sich im Osten Balis in Padang Bai und Amed, sowie im Nordwesten in Permuteran.

 

 

Die Nusa Inseln: Lembongan, Ceningan & Penida

Südöstlich von Bali liegen drei süße kleine Inseln, wobei Nusa Penida die größte ist, dagegen sind Nusa Lembongan und Nusa Ceningan winzig.

 

Alle drei sind wahre Trauminseln mit türkisfarbenen Meer, wunderschönen Stränden (die du wahrscheinlich von Instagram kennst), einer dramatischen Steilküste und einer lebendigen Unterwasserwelt. Zu den absoluten Highlights zählt die Schnorcheltour mit Mantarochen, die oft neugierig auf dich zu geschwommen kommen, und die Aussichtspunkte an der Steilküste.

 

Von Sanur auf Bali pendeln regelmäßig Boote nach Nusa Lembongan und Nusa Penida, vorausgesetzt die Wellen sind nicht zu hoch. Nusa Lembongan ist über eine Brücke mit Nusa Ceningan verbunden, von Lembongan kannst du mit dem Boot nach Nusa Penida übersetzen. Um die Inseln zu erkunden, holst du dir am besten einen Scooter.

 

Spartipp: Nimm das „Slow Boat“ auf die Insel, was fast die Hälfte kostet.

 

Wer nicht viel Zeit hat, kann ebenso einen Tagesausflug von Bali zu den schönsten Spots Nusa Penidas* oder eine Manta-Tour* unternehmen. Der größte Nachteil von einer Tour ist, dass alle die gleichen Orte ansteuern und diese tagsüber in der Hochsaison überlaufen sind. Auf eigene Faust kannst du diese Highlights früh oder spät besuchen, um den Massen zu entgehen.

 

Nusa Inseln im Überblick

Für wen: Strandliebhaber, Taucher, Surfer

Highlights: Strände, Aussichtspunkte an Steilküste, Unterwasserwelt, schnorcheln mit Mantarochen

Pro: traumhaft schön, entspannt

Contra: kein Geheimtipp, überlaufen in Hochsaison

Trockenzeit: Mai bis September/Oktober

Reisekosten (Budget Backpacker): 20 bis 35 Euro pro Tag

 

 

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Welche der drei Nusa Inseln besuchen?

Am dramatischsten, abwechslungsreichsten und größten ist Nusa Penida. Fast jeder kennt die Fotos vom Aussichtspunkt des Kelingking „T-Rex“ und Diamond Strandes mit der weißen Steilküste und dem türkisfarbenen Meer. Schon alleine deswegen lohnt sich ein Besuch, aber es gibt noch viel mehr schöne Buchten, wie den Broken Beach und Thousands Island Viewpoint. Eine Liste der Highlights findest du hier.

 

Auf Nusa Penida braucht du auf jeden Fall einen Scooter, da die Distanzen größer sind. Aber sei gewarnt, die Strecken sind anspruchsvoller, oftmals sind es Dirtroads. Daher solltest du ein geübter Fahrer sein. Unterkünfte findest du auf der Insel zu genüge. Plane mindestens drei Tage ein (besser mehr), um die Insel zu erkunden.

 

Die beiden kleinen Inseln Nusa Lembongan und Nusa Ceningan, sind perfekt für ein paar entspannte Tage am Strand und zum Surfen. Mit einem Scooter kannst du die schönsten Spots wie die Devil’s Tear auf Nusa Lembongan, den Secret Beach und die Blaue Laguna auf Nusa Ceningan abklappern. Außerdem kannst du von Nusa Lembongan Schnorcheltouren zu dem Mantarochen und einen Tagesausflug zur Nachbarinsel Nusa Penida unternehmen. Noch mehr Inspirationen findest du hier.

 

Das macht Nusa Lembongan zu einer perfekten Base, wenn du die Highlights aller drei Inseln in ein paar Tagen sehen willst.

 

 

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Die Gili Inseln: Trawangan, Meno & Air

Diese drei kleinen Sandinseln liegen einen Steinwurf nordwestlich von Lombok und gelten als Trauminseln zum Relaxen und Tauchen. Es gibt auf den Inseln keine Autos und Motorräder, stattdessen kannst du die Inseln zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Die Gilis sind kein Geheimtipp mehr und doch ist es lange nicht so voll wie auf Bali.

 

Die größte Insel, Gili Trawangan ist als Party-Insel bekannt und hat das größte Angebot an Unterkünften, Restaurants und Bars. Gili Meno, die „Honeymoon-Island“ und kleinste Insel, bietet luxuriösere Unterkünfte und viel Ruhe, wobei es mittlerweile auch ein paar günstige Guesthouses gibt. Und Gili Air ist ein Mix aus beiden Inseln.

 

Am schnellste bist du mit dem Boot von Bangsal auf Lombok auf den Gili Inseln. Alternativ kannst du von Bali ab Padang Bai zu den Gilis mit dem Boot übersetzen, am besten fährst du morgens, wenn es weniger Wellen gibt. Zwischen den Inseln pendeln ebenfalls Boote.

 

Einen ausführlichen Guide über die Gili Inseln findest du hier.

 

Die Gili Inseln im Überblick

Für wen: Taucher, Ruhesuchende

Highlights: Unterwasserwelt, Strände, Sonnenuntergänge

Pro: entspannt, ruhig (Regenzeit)

Contra: Müllprobleme, tote Korallen, sehr klein, in Hauptsaison überlaufen

Trockenzeit: Mai bis Oktober

Reisekosten (Budget Backpacker): 20 bis 30 Euro pro Tag

 

Die Schattenseiten der Gilis

Vor über zehn Jahren galten sie noch als Geheimtipp, dann kamen die Massen und die ruhigen beschaulichen Tage waren vorbei. Mit dem Ansturm kamen neue Probleme, da die Infrastruktur nicht auf so viele Menschen ausgelegt war, wohin mit dem ganzen Abwasser und Müll. Auch die wilden Partys haben andere Leute angezogen und die Preise sind gestiegen.

 

In der Hauptsaison kann ich daher die Gili Inseln nur eingeschränkt empfehlen, während der Regenzeit ist es jedoch deutlich ruhiger und entspannter. Wer den Trubel mag, kann natürlich immer kommen.

 

 

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Lombok, die Surferinsel

Wie so oft waren es zuerst die Surfer, die die Südküste Lomboks für sich entdeckt haben. Mittlerweile zieht es auch Backpacker und Pauschaltouristen auf die Nachbarinsel Balis, aber es sind bei weitem nicht so viele. So ist Lombok nur teilweise touristisch erschlossen, was genau ihren Reiz ausmacht.

 

Viele Backpacker kommen per Schiff von den Gili Inseln oder Bali an der Ostküste Lomboks an. Eine weitere Option ist per Flugzeug in Kuta (Lombok) zu landen.

 

Lombok im Überblick

Für wen: Surfer, Strandliebhaber, aktive Entdecker, Abenteurer

Highlights: Rinjani Vulkanbesteigung, einsame Traumstrände, Wasserfälle, Scooter-Ausflüge

Pro: ursprünglich, kein Massentourismus, herausfordernd, günstiger als Bali

Contra: abseits Kuta wenig Backpacker, Transportmöglichkeiten

Trockenzeit: April bis September

Anreise: Flug nach Kuta (Lombok), Boot von Gili Inseln, Bali oder Flores (abenteuerlich)

Reisekosten (Budget Backpacker): 20 bis 30 Euro pro Tag

Reiseführer: Lombok-Inselguide*

 

 

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Was erwartet dich auf Lombok?

Eine der beliebtesten Anlaufstellen auf Lombok ist Kuta (nicht zu verwechseln mit Kuta auf Bali). Neben Senggigi an der Westküste ist Kuta die einzige touristisch erschlossene Gegend. Kuta liegt an der Südküste und ist eine perfekte Base zum Surfen und Beach-Hopping, denn in der Nachbarschaft liegen einige der schönsten Strände Lomboks: Tanjung Aan, Seger Beach, Mawun Beach und Selong Belanak.

 

Ein bisschen weiter weg liegt der Pink Beach, der wegen roter Korallenbruchstücke leicht pink wirkt.

 

Die Top-3 von Lombok sind: die Gili Inseln, Kuta und der Vulkan Rinjani.

 

Wer eine körperliche Herausforderung will, der sollte den Vulkan Rinjani besteigen. Rinjani ist 3.726 Meter hoch und der zweithöchste Vulkan Indonesiens. Der 2- bis 3-tägige Rinjani Trek ist hardcore, da der Weg steil und rutschig ist. Belohnt wirst du mit tollen Aussichten auf den Kratersee und das Umland. Hier kannst du nachlesen, was dich genau erwartet.

 

Selbst wenn du Mount Rinjani nicht besteigen willst, lohnt sich ein Trip zum Vulkan, denn hier findest du einige der schönsten Wasserfälle Lomboks: Sendang Gile, Tiu Kelep und Jeruk Manis. Am besten erkundest du die Gegend mit einem Scooter und bring Schuhe mit, da die Wege zu den Wasserfällen teils etwas abenteuerlich sind. Alternativ werden auch Tagestouren zu den Wasserfällen* angeboten.

 

Ein lohnenswerter Stopp ist das Dorf Tete Batu, es ist umgeben von Reisefeldern und Wasserfällen: Sarang, Benang Stokel und Benang Kelambu. Das war Lombok im Schnelldurchlauf, ausführliche Infos findest du in diesem Artikel.

 

 

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Sumbawa, die unbekannte Insel

Als ich 2018 auf Flores war, hatte ich ursprünglich vor über Sumbawa nach Lombok zu reisen. Bei der Recherche habe ich schnell festgestellt, dass außer Surfern niemand freiwillig nach Sumbawa reist. Es gibt einen Bus, der die Insel der Länge nach durchquert, aber darüber hinaus habe ich kaum brauchbare Informationen gefunden.

 

Meine Neugierde war geweckt, aber dann kam alles anders… Es gab ein starkes Erdbeben auf Lombok, das Menschenleben gekostet und Häuser zerstört hat. Daraufhin änderte ich meine Pläne und flog stattdessen nach Bali. So ist Sumbawa immer noch ein großes Fragezeichen für mich.

 

Sumbawa im Überblick

Für wen: Surfer, Abenteurer

Highlights: einsame Strände, Trauminseln

Pro: unentdeckt, herausfordernd

Contra: fehlende Touri-Infrastruktur, schlechte Erreichbarkeit, höhere Reisekosten

Trockenzeit: Mai bis September

Anreise: Fähre von Flores oder Lombok, Flug nach Sumbawa Besar (Westen) oder Bima (Osten)

Reisekosten (Budget Backpacker): 25 bis 40 Euro pro Tag

 

 

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Was erwartet dich auf Sumbawa?

Wenn du dich der Herausforderung stellst, findest du auf Sumbawa gute Wellen, einsame Strände, ein grünes Hinterland und Trauminseln.

 

Aber eins gleich vorweg, eine Reise durch Sumbawa ist anstrengend und nicht immer einfach. Es fehlt fast überall eine touristische Infrastruktur aus günstigen Unterkünften, Touranbietern für Ausflüge und Transportmöglichkeiten. Das macht alles schwieriger, da es außerdem kaum Infos online gibt und nur wenige Leute vor Ort Englisch sprechen.

 

Am einfachsten ist, wenn du die Surferorte an der Südwestküste (Scar Reef, Super Sucks, YoYos, Tropicals) und im Nordosten (Lakey Peak) ansteuerst, um von da aus die Umgebung und die schönen Strände zu erkunden. Eine weiterer guter Spot ist die Insel Moyo, die bei Tauchern beliebt ist und als Luxus-Insel bekannt ist, aber es gibt auch bezahlbare Unterkünfte.

 

Sumbawa hat durchaus mehr zu bieten, wie den Vulkan Tambora, wunderschöne Wasserfälle und Strände. Schau selbst.

 

Aber hier wird es schnell kompliziert und teuer, wenn du dir Guides und Fahrer organisieren musst, um abgelegene Sehenswürdigkeiten zu erreichen. Besonders wenn du alleine unterwegs bist, kann das dein Reisebudget belasten und ein einsamer Trip werden. Als Frau solltest du außerdem wissen, das in weiten Teilen Sumbawas konservative Muslime leben.

 

 

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Sumba: Off-the-beaten-Path

Hast du schon mal von Sumba gehört? Als Surfer vielleicht, aber wahrscheinlich eher nicht. So reiht sich Sumba in die Liste der unbekannten Inseln Indonesiens ein, obwohl es gerade mal 50 Kilometer südlich von Flores liegt. Auf Sumba gibt es ein paar Surfcamps und Luxus Ressorts, ansonsten ist keinerlei touristische Infrastruktur vorhanden (noch nicht).

 

Das macht das Reisen auf Sumba schwierig.

 

Sumba im Überblick

Für wen: Surfer, Abenteurer, Kulturinteressierte

Highlights: Strände, Natur, Marapu Kultur

Pro: abgeschieden, einzigartig

Contra: fehlende touristische Infrastruktur, teuer

Trockenzeit: Mai bis September

Anreise: Flug von Bali (2 Flughäfen in Ost & West), Fähre nach Flores

Reisekosten (Budget Backpacker): 30 bis 50 Euro pro Tag

 

Was erwartet dich auf Sumba?

Auf Sumba locken einsame Strände, gute Wellen (Occy’s Left, Pantai Marosi, Kerewei), Wasserfälle wie den Matayangu, traditionelle Dörfer und eine einzigartige Kultur.

 

Die Marapu haben interessante Beerdigungsritten (welche mich an Sulawesi erinnern) und (einst blutige) Zeromonien wie das Pasola für die Reisernte, wo Speere durch die Luft fliegen. In Begleitung eines einheimischen Guides kannst du abgelegene Dörfer wie Wanukaka, Lamboya, Kodi, Ratenggaro oder Gaura besuchen, um mehr zu erfahren.

 

Sumba hat noch diese Unberührtheit. Die Herausforderung ist jedoch, die Orte zu erreichen, einen Platz zum Schlafen und Essen zu finden. Die Basics. Die Insel ist arm, so gibt es eingeschränkte Möglichkeiten. Selbst einen Scooter auszuleihen, ist fast unmöglich.

 

Was bleibt ist, eine organisierte Tour zu buchen oder dir einen Fahrer samt Auto zu organisieren. Beides wenig attraktive Optionen, schon alleine wegen der Kosten. Alternativ kannst du eines der Surfcamps als Base nutzen, oft können sie dir einen Scooter organisieren, damit du die nähere Umgebung erkunden kannst. So haben es diese beiden Backpacker gemacht. Ein weiteren hilfreichen Guide findest du hier.

 

Am ehesten eignet sich hierfür der Westen Sumbas, der dichter besiedelt ist und wo du im Südwesten Surfcamps findest.

 

Noch eine Warnung: Auf Sumba gibt es ein hohes Malariarisiko!

 

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Flores & Komodo Inseln

Vor allem wegen den Komodo Inseln mausert sich Flores immer mehr zu einer Top-Reisedestination. So ist in den vergangenen Jahren eine touristische Infrastruktur entstanden, aber es ist immer noch relativ leer. Das wird wahrscheinlich nicht immer so bleiben, weil Flores wirklich sehr abwechslungsreich ist.

 

Auf Flores erwartet dich eine fantastische Unterwasserwelt, Trauminseln, Riesenechsen, traditionelle Dörfer, Vulkane, Reisfelder und schöne Strände.

 

Flores im Überblick

Für wen: Taucher, Kulturinteressierte, aktive Entdecker

Highlights: Komodo Inseln, Kelimutu Kraterseen, Reisfelder, traditionellen Dörfer

Pro: authentisch, abwechslungsreich, günstig

Contra: anstrengend, wenige Backpacker

Trockenzeit: Juni bis September

Anreise: Flug nach Labuhan Bajo oder Maumere, Boot von Lombok (abenteuerlich)

Reisekosten (Budget Backpacker): 15 bis 25 Euro pro Tag

 

 

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Was erwartet dich auf Flores?

Schon alleine für die Komodo Inseln lohnt sich der Trip. Noch nie habe ich so spektakuläre und schöne Inseln gesehen, die von türkisfarbenen Meer umgeben sind. Auch Taucher kommen auf ihre Kosten, da es Top-Divespots gibt. Von Labuhan Bajo in West-Flores werden mehrtägige Bootstouren, aber auch Tagesausflüge angeboten.

 

Noch vor zehn Jahren war Labuhan Bajo eine wenig ansehnliche Hafenstadt, aber Investoren haben das Potential erkannt und jetzt gibt es hier alles, was man als Reisender so braucht. Die Ideen ist aufgegangen und immer mehr Touristen kommen nach Labuhan Bajo, aber die wenigsten reisen über den Rest der Insel.

 

Dabei verpassen sie die türkisfarbenen Kraterseen des Kelimutu Vulkans, was mein persönliches Highlight war. Ansonsten warten auf dich traditionelle Dörfer bei Bajawa und Wae Rebo, die runden „Spinnennetz-Reisefelder“ in Cancar und die „Hobbit Höhle“ mit Überresten des Homo Floresiensis (unseren kleinwüchsigen Verwandten). Zwischendurch gibt es immer wieder die Möglichkeit an einem Strand anzuhalten oder Schnorcheln zu gehen.

 

Einen ausführlichen Flores Backpacking Guide mit weiteren Ideen und Tipps findest du hier.

 

Lohnt sich Flores?

Definitiv. Flores hat die perfekte Mischung aus Abenteuer, Authentizität, Natur und Kultur. Und im Gegensatz zu Sumba kannst du individuell über die Insel reisen und bekommst wirklich viel geboten.

 

Bei mir ist der Funke trotzdem nicht so richtig übergesprungen, aber das lag eher an mir. Ich fand die langen Fahrten in den alten Bussen anstrengend. Auf einer Tour hatten wir nicht eine, sondern gleich vier Mal eine Panne, was uns einen ganzen Tag gekostet hat. Auch fand ich die Locals nicht so herzlich, aber das sind natürlich meine subjektiven Erfahrungen.

 

Also lass dich davon nicht abhalten.

 

 

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Ein Beitrag geteilt von Nona Ceko (Nikolas) (@nonaceko)

 

Westtimor, die geteilte Insel

Der westliche Teil von Timor gehört seit 1949 zu Indonesien und wird Timor-Leste (Westtimor) genannt. Der östliche Teil, Osttimor ist seit 2002 unabhängig, was ein harter blutiger Kampf war. Auch die Anfangszeit war von Aufständen geprägt, mittlerweile hat sich alles beruhigt.

 

Bisher habe ich nur einen Backpacker kennengelernt, der einen „Visa-Run“ nach Osttimor gemacht hat und mir von teuren Hotels erzählt hat. Von Westtimor habe ich bisher noch nie etwas gehört.

 

Westtimor im Überblick

Für wen: Abenteurer

Highlights: Rote Island, traditionelle Dörfer

Trockenzeit: Mai bis September

Anreise: Flug nach Kupang

 

 

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Ein Beitrag geteilt von Chris Dunham (@chrisdunham26photography)

 

Was erwartet dich auf Westtimor?

Nur wenige Touristen besuchen das isolierte Westtimor.

 

Die erste Anlaufstelle ist Kupang, wo du über die quirligen Märkte streifen kannst, einsame Strände und die Kristall-Höhle (Gua Kristal) besuchen kannst. Viele zieht es dann weiter auf die wunderschöne Rote Island zum Tauchen und Schnorcheln. Im Anschluss geht es weiter nach Soe, von wo aus du die umliegenden traditionellen Dörfer besuchen kannst. Das geht nur mit einem Guide, was aber sowieso Sinn macht, damit du mehr über die Traditionen erfährst.

 

Einen hilfreichen Guide für Westtimor findest du hier.

 

Ob Westtimor genauso teuer wie Osttimor ist, kann ich sagen. Westtimor ist auf jeden Fall eine der ärmsten Ecken Indonesiens.

 

 

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Ein Beitrag geteilt von Sabrina Nicolazzi (@magbrinik)

 

 

 

West Papua & Raja Ampat

Die Insel Neuguinea ist zweigeteilt, in das indonesischen West Papua und das unabhängige Papua-Neuguinea im Osten. Auch wenn West Papua offiziell zu Indonesien gehört, fühlt es sich nicht mehr so an. Die Gesichter und die Kultur ist eine ganz andere. Dann gibt es üppige Regenwälder, die Heimat vieler wilder Tiere und isolierter Volksstämme ist.

 

Das macht West Papua zu einem spannenden Reiseziel, besonders für Abenteurer. Denn West Papua ist wilder, die Straßen schlecht und viele Ecken sind unerschlossen.

 

Mein erster Berührungspunkt mit West Papua war das Buch Dschungelkind* von Sabine Kuegler, die im Dschungel abseits der Zivilisation aufgewachsen ist. Hier lebte sie mit ihrer Familie in einer einfachen Hütte und der Urwald war ihr Spielplatz. Ihre Eltern waren Sprachforscher und Missionare, die Kontakt zu einem abgelegenen Stamm aufbauten. Mich hat die Geschichte fasziniert.

 

Ganz so romantisch sieht die Realität heute nicht mehr aus, vieles hat sich seit den 80er Jahren verändert (nicht alles zum besseren). So wird im großen Stil Raubbau an der Natur betrieben. West Papua ist reich an Bodenschätzen, so befindet sich die größte Goldmine der Welt auf der Insel. Wälder werden abgeholzt und Palmölplantagen errichtet. Ein trauriger Aspekt von West Papua.

 

West Papua im Überblick

Für wen: Taucher, Abenteuer

Highlights: Raja Ampat, Dschungel, Menschen

Pro: abenteuerlich, einzigartig

Contra: kaum touristische Infrastruktur, kein unabhängiges Reisen, teuer, lange Anreise

 

 

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Was erwartet dich auf West Papua?

Ein Abenteuer, das ist gewiss. Ansonsten sind es die intakten Regenwälder des Hochlandes, die Tierwelt und die Menschen, die dich begeistern werden.

 

Nur wenige Touristen kommen nach West Papua, zu weit ist die Anreise und zu beschwerlich ist das Reisen. So brauchst du „Permits“, einen Guide und Fahrer, um das Land zu erkunden. Deshalb buchen viele eine Tour vorab, andere organisieren alles vor Ort. Das macht das Reisen komplizierter und insgesamt teurer, daher ist West Papua kein klassisches Backpacking Reiseziel.

 

Achtung: Auf Papua gibt es ein hohes Malariarisiko.

 

Raja Ampat, ein Traum für Taucher

Deutlich einfacher ist eine Reise nach Raja Ampat, das als eines der Traum-Tauchdestinationen der Welt gilt. Es gehört zum Korallendreieck, das für seine biologische Vielfalt und Korallendichte bekannt ist. So ist es kein Wunder, das Raja Ampat auf vielen Wunschlisten von Tauchern steht.

 

Die Inseln liegen nordwestlich von West Papua und sind schwer zu erreichen. Oft musst du mehrere Flüge und dann noch eine Fähre nehmen, um überhaupt nach Raja Ampat zu gelangen. Die höheren Preise tun dann ihr übriges, so hält sich der Besucheransturm in Grenzen (was gut ist), wobei in den letzten Jahren versucht wurde, mehr Touristen anzulocken.

 

Die wichtigsten Information für Raja Ampat kannst du hier nachlesen.

 

 

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Molukken, die Gewürzinseln

Zur Kolonialzeit waren die Molukken als Gewürzinseln bekannt, vor allem für ihre Muskatnüsse und Gewürznelken. Die Molukken sind eine dünn besiedelte Inselgruppe, die zwischen Sulawesi und Neuguinea liegt. Sie teilen sich in die Nord-Molukken und Süd-Molukken auf.

 

Die Inseln sind kaum touristisch erschlossen und außerhalb von Ambon gibt es nur vereinzelt Tauchressorts.

 

Molukken im Überblick

Für wen: Taucher, Abenteurer

Highlights: Unterwasserwelt, Trauminseln

Pro: unberührt

Contra: kaum erschlossen, teuer

Anreise: Flug nach Ambon oder Ternate

 

Was erwartet dich auf den Molukken?

Wahre Trauminseln, die ein Paradies für Taucher sind. Die Molukken liegen ebenfalls im Korallendreieck und sind genauso beeindruckend wie Raja Ampat. Die größte Herausforderung besteht darin, dorthin zu kommen, da die Inselgruppe weitgehend unerschlossen ist.

 

Tauchressorts findest du in den Nord-Molukken auf Tobelo, Morotai, Halmahera, Pulau Bau und Galelam. In den Süd-Molukken ist Ambon für seine Makrovielfalt und die Banda-Inseln ist für ihre guten Tauchreviere bekannt.

 

Ansonsten ist es die unberührte Natur, die Reisende anlockt. Die wahrscheinlich schönste Art die Molukken zu erleben, ist auf einer Segeltour, was leider ein teurer Spaß ist. Interessant fand ich noch diesen Bericht auf Indojunkie, wo es um einen Trek auf Halmahera (Nord-Molukken) geht, wo du einen aktiven Vulkan aus nächster Nähe erleben kannst.

 

Im Internet findest du wenige Informationen über die Molukken, aber das macht auch ihren Reiz aus. Du musst einfach hinfliegen und es selber herausfinden.

 

strand sulawesi indonesien togean inseln

 

Sulawesi: Ein Paradies für Taucher

Zwischen den Molukken und Borneo liegt Sulawesi, eine seltsam geformte Insel, die ein wahres Paradies (nicht nur für Taucher) ist. Die lebendige Unterwasserwelt ist definitiv eines der Highlights von Sulawesi, aber genauso findest du hier Dschungelgebiete, wahre Trauminseln und eine einzigartige Kultur. Das macht eine Reise nach Sulawesi sehr abwechslungsreich.

 

Meine Reise nach Sulawesi ist zwar schon zehn Jahre her, aber viel scheint sich nicht verändert zu haben (zum Glück). Noch ist Sulawesi vom Massentourismus verschont geblieben, so hat sich die Insel ihre Natürlichkeit bewahrt und die Menschen begrüßen einen herzlich. Ich habe meine Zeit auf Sulawesi sehr genossen.

 

Sulawesi im Überblick

Für wen: Taucher, Kulturinteressierte

Highlights: Tauchen auf Wakatobi & Bunaken, Togean Inseln, Tana Toraja

Pro: relativ unberührt, touristische Infrastruktur vorhanden, vielfältig, Unterwasserwelt

Contra: lange Distanzen

Trockenzeit: Juli bis September

Anreise: Flug nach Manado oder Makassar

Reisekosten (Budget Backpacker): 20 bis 30 Euro pro Tag

Reiseführer: Sulawesi von Indojunkie*

 

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Was erwartet dich auf Sulawesi?

Eine fantastische Unterwasserwelt mit unzähligen Tauchgebieten, mehr dazu gleich…

 

Dann ziehen vor allem die Togean Inseln in Zentral-Sulawesi viele Touristen an, diese geschützte Inselgruppe sind perfekt zum runter kommen und schnorcheln. Die Inseln sind kaum erschlossen und wahre Trauminseln, die von kleinen Riffen umgeben sind.

 

Ein kulturelles Highlight ist die Region Tana Toraja, die für ihre aufwendigen Beerdigungszeremonien bekannt ist. Mit einem Guide kannst du einer beiwohnen oder du erkundest die Region um Rantepao mit seinen Steingräbern und lustig geformten Reisspeichern.

 

Ansonsten kannst du Ausflüge in den Dschungel machen, um Ausschau nach den scheuen Koboldmakis und schwarzen Makaken zu halten. Auf Sulawesi gibt es natürlich auch Vulkane, die du besteigen kannst. Du siehst Sulawesi hat wirklich viel zu bieten.

 

Meinen ausführlichen Backpacking Guide für Sulawesi findest du hier.

 

Die besten Tauchreviere auf Sulawesi

Beste Reisezeit fürs Tauchen: April bis Oktober

 

Südöstlich von Sulawesi liegt die Wakatobi Inselgruppe, die zu den besten Tauchspots der Welt zählt. Der Entdecker Jacques Cousteau hat es einst als „Underwater Nirwana“ bezeichnet. Ansonsten ist die Insel Bunaken nördlich von Sulawesi bei Tauchern sehr beliebt, weil sie deutlich leichter zu erreichen ist, besonders charakteristisch sind die steilen Riffwände rund um Bunaken. Nicht weit von hier findest du Lembeh, was für seine Makrovielfalt bekannt ist.

 

Die Togean Inseln sind ebenfalls ein gutes Tauchrevier, wobei du auch einfach in den flachen Buchten schnorcheln kannst. Eine Besonderheit auf den Togeans ist der „Stingless Jellyfish Lake“, wo du ohne Gefahr mit unzähligen Quallen schwimmen kannst.

 

Und ein weiteres gutes Tauchrevier findest du bei Bira, im Süden von Sulawesi. Ich bin einfach an den Strand gegangen um zu schnorcheln, und habe unzählige Schildkröten angetroffen.

 

 

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Kalimantan, der indonesische Teil von Borneo

Und die letzte indonesische Insel ist Kalimantan, die auf Borneo liegt. Borneo ist die drittgrößte Insel der Welt. Die nördliche Seite gehört zu Malaysia, in dem das unabhängige Sultanat Brunei liegt. Über 70 Prozent von Borneo ist indonesisch und die Provinz wird Kalimantan genannt.

 

Weite Teile von Borneo sind bis heute unerschlossen und von Dschungelgebieten überzogen. Ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere, unter anderem Orang Utans. Neben Borneo gibt es nur noch auf Sumatra frei lebende Orang Utans. Ein großes Problem sind jedoch Waldrodungen und die Schaffung von immer mehr Palmölplantagen. So ist das Paradies bedroht.

 

Kalimantan im Überblick

Für wen: Naturbegeisterte, Taucher, Abenteurer

Highlights: Orang Utans, Dschungeltour

Pro: wild, Tiere

Contra: relativ unerschlossen, lange Transportwege, kaum Backpacker

Trockenzeit: Mai/Juni bis September

Anreise: Flug nach Balikpapan

 

Was erwartet dich in Kalimantan?

Vor allem die Natur und die wilden Tiere begeistern Reisende in Kalimantan. Auf einer Dschungeltour im Sebangau Nationalpark oder auf einer Bootstour im Tanjung Puting Nationalpark kannst du Ausschau nach den Affen halten. Spätestens in den Rehabilitationszentren erblickst du dann Orang Utans. Im Osten warten dann die Derawan Inseln auf dich, die ein Paradies für Schnorchler und Taucher sind.

 

Weitere Infos für Kalimantan findest du auf der Webseite von Rough Guides und Tripsavvy.

 

Kalimantan ist kein leichtes Reiseziel, da die Wege weit und Transportmöglichkeiten unzuverlässig sind. Viele Orte erreichst du am besten mit dem Schiff, da es keine Straßen gibt. Auch fehlt oft eine touristische Infrastruktur, so beschränken sich viele Reisende auf einzelne Orte.

 

Deutlich einfacher ist es den malaiischen Teil von Borneo zu bereisen, der ähnliche Highlights bietet.

 

Tipp: Plane ein paar Tage als Puffer ein, da du auf Kalimantan Geduld brauchst.

 

 

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So das war der Schnellüberblick der Inseln Indonesiens, wobei das natürlich lange nicht alle waren. Du könntest jahrelang durch Indonesien reisen, ohne das dir langweilig wird. Indonesien hat 17.000 Inseln, wovon 7.000 bewohnt sind. Die Auswahl ist groß.

 

Indonesien Backpacking: Tipps für die Reiseplanung

Zum Abschluss habe ich noch ein paar allgemeine Tipps für deine Indonesien Reise.

 

Visum für Indonesien

Voraussetzung: Reisepass mind. 6 Monate gültig und 2 freie Seiten, Rück- oder Weiterflugticket, Auslandskrankenversicherung (inkl. Kostenübernahme für COVID-19 Erkrankung)

 

Erkundige dich über die aktuellen Einreisebedingungen, in Zeiten von Corona ändern sich diese schnell.

 

Solange du weniger als 30 Tage in Indonesien bleibst, ist es ziemlich einfach, wobei das momentan nur auf Bali geht (wegen Corona). Auf den meisten Flughäfen darfst du ohne Visum einreisen. Willst du länger bleiben, kannst du vor Ort ein „Visa on Arrival“ für 35 US$ in bar erhalten. Dieses kannst du vor Ort um 30 Tage verlängern, am einfachsten geht das über ein Reisebüro (Visa Agentur).

 

Bei Aufenthalten länger als 60 Tage musst du dich vorab um ein sogenanntes „Visit Visa“ (B211) bemühen, das du online beantragen kannst. Damit darfst du zwar nur 60 Tage in Indonesien bleiben, aber du kannst es mehrfach vor Ort verlängern. Du brauchst hierfür jedoch einen „Sponsor“, ein Indonesier muss den Antrag mitausfüllen. Wenn du niemanden hast, kannst du das Visum über eine Visa-Agentur beantragen. Dann ist es jedoch teurer, die Preise starten bei 200 Euro.

 

Ausführliche Informationen zu deinen Visa-Optionen findest du hier.

 

 

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Wann ist die beste Reisezeit für Indonesien?

Oftmals ist die Trockenzeit, die beste Reisezeit für eine Insel. Besonders wenn du einen Vulkan besteigen oder durch den Dschungel laufen willst. Außerdem sind die Sichtbedingungen beim Tauchen oft zu dieser Zeit besser, weil das Meer nicht so aufgewühlt ist. Auch durch Gebiete mit einem hohen Malariarisiko reist du besser während der Trockenzeit, da es weniger Mücken gibt und die Gefahr niedriger ist.

 

Dann gibt es Regionen die große Mengen an Niederschlägen in der Regenzeit abbekommen, so dass es regelmäßig zu Überschwemmungen kommt und Busse nicht fahren. Was dich natürlich stark einschränkt. Daher kann ich Reisen nach Sumatra, Java, Kalimantan, West Papua und abgelegene Insel in der Regenzeit nicht empfehlen.

 

Dann gibt es wiederum Inseln, die du durchaus während der Regenzeit besuchen kannst. Besonders zum Beginn und Ende der Regenzeit gibt es weniger Niederschläge, so dass du kaum Einschränkungen erlebst. Der große Vorteil im Gegenzug ist, dass die Temperaturen angenehmer sind, weniger los ist und die Preise niedriger sind. Das ist ein großer Pluspunkt bei den beliebten Inseln wie Bali und Java.

 

Und der letzte Punkt den du berücksichtigen musst, ist der Ramadan. 2022 ist er vom 1. April bis 1. Mai und 2023 vom 22. März bis 20. April. Alle Inseln auf denen hauptsächlich Muslime leben, wirst du Einschränkungen erleben. Die Menschen fasten tagsüber, so sind Restaurants geschlossen und aus Rücksicht solltest du nicht in der Öffentlichkeit essen.

 

Weitere Reisevorbereitung für Indonesien

An was musst du sonst noch vor der Reise denken?

 

  • Schließ eine Auslandskrankenversicherung ab, die jegliche Kosten bei einer COVID-19 Erkrankung abdeckt.
  • Lass dich von einem Arzt beraten, welche Impfungen empfehlenswert und ob du durch ein Gebiet mit einem hohen Malariarisiko reist.
  • Nimm mindestens zwei Kreditkarten mit.
  • Fotografiere alle deine Reisedokumente und hinterlegen sie dir in der Cloud.
  • Hast du alles eingepackt? Schau mal auf meine Südostasien Packliste.

 

Reiseführer für Indonesien

 

Tipp: Die englischen Ausgaben sind immer günstiger, als die deutsche Version von Lonely Planet.

 

 

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Transport in Indonesien: Wie kommst du von A nach B?

Das ist natürlich auf jeder Insel etwas anders. Auf Java fahren sogar Züge, ansonsten pendeln Busse zwischen den großen Städten und „Bemos“ (Minivans) oder „Gojeks“ (Motorrad-Dreirad) zwischen den kleinen Ortschaften. Dann gibt es Taxis und Motorrad-Taxis oder du organisierst dir einen privaten Fahrer, wenn du abgelegene Orte erreichen willst. Auf einigen Inseln gibt es GRAB (das UBER von Südostasien), es wird jedoch oft nicht gerne gesehen und von der örtlichen Taxi-Mafia bekämpft (wie zum Beispiel auf Bali).

 

Ansonsten kannst du dir in den touristischen Ecken schon für 4 bis 8 Euro pro Tag einen Scooter ausleihen, um komplett unabhängig zu sein. Es ist nicht schwer zu fahren und du lernst es schnell. Fang am besten in einer ruhigen Ecke an, in manchen Orten ist der Verkehr extrem chaotisch. Mach am besten Fotos vom Motorrad, um die Schäden zu dokumentieren. Und trage einen Helm.

 

Unterkünfte in Indonesien: Wo kannst du schlafen?

Mittlerweile findest du sogar Hostels auf Bali, Java & Co. Auf den anderen Inseln wirst du in einfachen Unterkünften oder Hotels schlafen. In den großen Städten findest du immer ein günstiges Hotel. Am Meer ist die Bandbreite oft noch größer, je nachdem auf welcher Insel du bist. So findest du von der einfachen Hütte am Strand, Surfcamps bis zu Luxus-Resorts alles in Indonesien. In ländlichen Regionen gibt es teilweise Homestays, wo du einen Einblick in den Alltag der Familie bekommst.

 

Gerade in den Regionen, die touristisch kaum oder gar nicht erschlossen sind, kann die Suche nach einer passenden Unterkunft schwierig werden. Oft hast du keine große Auswahl und musst in den größeren Städten übernachten, um von da aus Ausflüge zu unternehmen. Auf Sumbawa zum Beispiel kannst du alternativ Surfcamps gut als Base nutzen.

 

Auf den klassischen Urlaubsinseln kannst du vorab online deine Unterkunft auf Booking.com, Agoda oder Hostelworld buchen. Wenn du Off-the-beaten-Path unterwegs bist, machst du es oldschool. Einfach ankommen und umschauen.

 

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