Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten: Mit den Highlights & Insider Tipps

Schon zum dritten Mal habe ich Kuala Lumpur besucht und jedes Mal gefällt mir die Stadt besser.

 

Kuala Lumpur muss den Vergleich mit Singapur und Bangkok nicht scheuen. Es hat viel zu bieten.

 

Wie kaum eine andere Stadt in Südostasien ist Kuala Lumpur ein Schmelztiegel von verschiedenen Kulturen. Hier wohnen Malaien, Chinesen, Inder und viele andere Nationalitäten Tür an Tür. Tempel, Kirchen und Moscheen stehen zwischen hoch aufragenden Wolkenkratzern. In Kuala Lumpur trifft Tradition auf Moderne.

 

Und schon alleine wegen dem Essen lohnt sich eine Reise nach Kuala Lumpur.

 

In diesem Kuala Lumpur Reiseguide erfährst du alles zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und bekommst obendrauf noch ein paar Insider-Tipps. Egal, ob du nur einen kurzen Stopover in Kuala Lumpur hast oder ein paar Tage bleibst, hier findest du viele Inspirationen.

 

Von Kuala Lumpur kannst du schöne Tagesausflüge unternehmen, wie zu den Batu Caves, der Pinken Moschee und vieles mehr. Weitere Informationen findest du hier.

 

Schau auch in meinen Malaysia Backpacking Guide für deine Weiterreise rein.

 

Inhaltsverzeichnis

 

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Kuala Lumpur: Das sind die Top-Sehenswürdigkeiten

Petronas Towers & KLCC Park

Das Wahrzeichen von Kuala Lumpur sind die Petronas Towers, die die Stadt überragen.

 

Die 452 Meter hohen Doppeltürme waren von 1998 bis 2004 das höchste Gebäude der Welt, bis das Taipei 101 in Taiwan es mit 56 Metern überbot. Im Moment ist der Burj Khalifa in Dubai mit 828 Meter das höchste Hochhaus der Welt. (Mal schauen, wer dies als nächstes überbiet

 

Trotzdem bleiben die Petronas Towers einzigartig durch ihr Design, das modern und doch verspielt wirkt. Gekonnt hat der Architekt Elemente der islamischen Kultur und chinesische Aspekte vereint.

 

Tipp: Von der Shopping Mall Pavilion kannst du den erhabenen Fußweg Bukit Bintang Pedestrian Walkway nehmen und vermeidest so die stark befahrenen Straßen. Folge einfach der Ausschilderung zum KLCC. Alternativ kannst du auch die Metro hier hin nehmen, die Station heißt: KLCC.

 

Schau dir die Petronas Towers zwei Mal an: tagsüber und im Dunkeln, wenn sie hell erleuchtet sind. Vom KL City Centre Park (KLCC Park) hast du den besten Blick auf die Türme. Jeden Abend um 20, 21 und 22 Uhr gibt es zu Füssen der Türme eine Licht- & Wasser-Show.

 

Je nach Tageslicht, kannst du auch von der anderen Seite der Türme schöne Foto machen: hier und von der Brücke Saloma Link, die nachts bunt beleuchtet ist.

 

Wer will kann auch hoch auf die Petronas Towers fahren, von oben hast du einen fantastischen Blick auf die Stadt. Zuerst geht es auf die 170 Meter hohe Skybridge im 41. Stock, die die beiden Türme miteinander verbindet. Dann geht es weiter zum Observation Deck im 86. Stock. Insgesamt ist es ein kurzes und teures Vergnügen (ca. 25 Euro), da dir nicht viel Zeit oben bleibt.

 

Tipp: Hol dir ein Ticket für die Petronas Towers vorab online, da diese schnell ausverkauft sind.*

 

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KL Tower (Menara Kuala Lumpur)

Alternativ kannst du auf den Fernsehturm KL Tower hochfahren. Der Vorteil ist, dass du einen 360-Grad-Rundumblick auf die Stadt genießt und auf die Petronas Towers blicken kannst. Jedoch siehst du die Zwillingstürme nur von der Seite.

 

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass du nicht im Vorhinein ein Ticket kaufen musst. Stattdessen kannst du schauen wie das Wetter ist und spontan hoch fahren. Der Turm ist von 9 bis 22 Uhr geöffnet.

 

Für nur 10 Euro kannst du auf das 276 Meter hohe Observation Deck fahren. Das Sky Deck ist doppelt so teuer und befindet sich an der Spitze des Turms.

 

Tipp: Vom Fuß des Hügels bringt dich ein kostenloser Shuttle Bus hoch zum Turm.

 

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Merdeka Square

Rundum den Merdeka Platz (Google Maps) erstreckt sich das historische Zentrum von Kuala Lumpur.

 

Im Jahr 1957 wurde hier die Unabhängigkeit Malaysias ausgerufen und zum ersten Mal die malaiische Flagge gehisst. Der 95 Meter hohe Fahnenmast zählt zu den höchsten der Welt. Merdeka bedeutet übrigens Freiheit auf malaiisch.

 

Seitlich vom Merdeka Square steht das Sultan Abdul Samad Gebäude (2. Foto oben), was bereits 1897 von den Engländern errichtet wurde und zu den ältesten der Stadt zählt. Gegenüber der Rasenfläche steht der schwarz-weiße Selangor Club, was einst das soziale Zentrum der Briten war.

 

Tipp: Besonders abends zum Sonnenuntergang ist eine nette Stimmung am Merdeka Square. Von hier aus kannst du im Anschluss rüber zum Fluss laufen und dann ein Foto beim „I Love KL“ Zeichen machen, das vor der City Gallery steht.

 

Jamek Moschee

Vom Fluss siehst du bereits die Jamek Moschee (Masjid Sultan Abdul Samad Jamek), die Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde. Die Moschee wirkt wie eine ruhige Insel inmitten der beiden Flüsse und aufragenden Wolkenkratzer.

 

Tagsüber außerhalb der Gebetszeiten kann die Jamek Moschee besucht werden. Am Eingang erhalten Frauen einen Umhang, um sich zu verhüllen. Es ist eine kleine Oase der Ruhe, dessen Besuch nicht lange dauert.

 

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Chinatown

Chinatown erstreckt sich östlich vom Klang Fluss (Sungai Kelang). Besser sollte ich sagen, was noch von ihm übrig ist. Denn in den letzten Jahrzehnten wurden viele baufälligen Gebäude abgerissen und das Viertel verlor immer mehr sein typisches Erscheinungsbild.

 

Es mögen nicht mehr alle Gebäude stehen und doch schlägt hier noch das chinesische Herz von KL mit unzähligen Geschäften, Restaurants, Hotels und Tempeln. Auch ist seit jeher Chinatown eine gute Anlaufstelle für Backpacker mit günstigen Unterkünften und daran hat sich nichts geändert.

 

Lass dich durch das Gewusel der Straßen treiben und folge deiner Neugierde, hier ist immer etwas los. Nicht verpassen darfst du den Sin Sze Si Ya Tempel, eine der ältesten taoistischen Heiligtümer von KL.

 

Gemischte Gefühle habe ich bei der Petaling Street, eine überdachte Einkaufsstraße, die gerne als Herz von Chinatown bezeichnet wird. Hier findest du viel Ramsch und Fake-Produkte, erst abends hat sie mehr Charme mit den ganzen Street Food Ständen. Falls du Souvenirs suchst, geh lieber in den Central Market am Fluss.

 

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Ältester Hindutempel von KL

Mitten in Chinatown steht einer der Haupt-Hindu-Tempel von Kuala Lumpur, der Sri Maha Mariamman Tempel.

 

Das prachtvolle Eingangsportal mit seinen bunten Figuren kannst du schon von weitem sehen. Seitlich vom Eingang gibst du deine Schuhe ab und kannst einen Sarong leihen, falls du nicht angemessen gekleidet bist.

 

Indem du durch das Tor trittst, verlässt du die materielle Welt und trittst ein in die spirituelle.

 

Besonders früh morgens ist es interessant, dass Kommen und Gehen zu beobachten. Viele Hindus legen einen kurzen Stopp im Tempel ein, bevor sie in den Tag starten. Der Tempel öffnet bereits um 6 Uhr morgens.

 

Tipp: Weitere schöne Hindutempel findest du in Brickfields, mehr dazu später.

 

Little India

Little India befindet sich nördlich der Jamek Moschee, zwischen den beiden Flüssen.

 

Auf der Hauptstraße Jalan Tuanku Abdul Rahman herrscht immer ein lebhaftes Treiben. In den indischen Geschäften kannst du Saris in jeder Farbe des Regenbogen kaufen, aber auch Schmuck, Gewürze und viels mehr.

 

Das Viertel ist lebendig, bunt und laut. Aus den Geschäften schallt Bollywoodmusik, die gegen den Straßenlärm ankämpft. Etwas ruhiger geht es auf den Nebenstraßen zu, wo du fantastisch indisch essen kannst.

 

Eine zentrale Anlaufstelle in Little India ist die Moschee Masjid India, die im südindischen Stil errichtet wurde.

 

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Nationalmoschee

Jenseits der Flüsse westlich von der Innenstadt steht die Nationalmoschee (Masjid Negara) auf einem Hügel.

 

Sie bietet rund 15.000 Gläubigern Platz und wirkt relativ modern. Die Haupthalle ist von einem grünen Dach gekrönt, dass sich wie ein Regenschirm zusammenfaltet. Gesäumt wird es von einem über 70 Meter hohen Minarett.

 

Die Moschee ist auch für Nicht-Muslime außerhalb der Gebetszeiten zugänglich. Die Öffnungszeiten findest du auf Google Maps. Am Eingang ziehst du deine Schuhe aus und erhältst ein lila Gewand, falls du nicht angemessen gekleidet bist. Auch Männer müssen dies tragen, wenn ihre Oberschenkel und Schultern nicht bekleidet sind.

 

Ein Besuch der Moschee lohnt sich für alle, die sich sonst keine andere Moschee in Kuala Lumpur ansehen. Ich persönlich habe mir noch die Blaue Moschee und Pinke Moschee angeschaut, die ich deutlich beeindruckender fand. Weitere Informationen findest du später im Artikel.

 

Die Nationalmoschee ist nicht gut zu Fuß zu erreichen, deshalb nimmst du am besten die Metro oder ein Grab-Taxi rüber. Bist du schon mal auf der anderen Seite des Highways, kannst du gleich rüber ins Nationalmuseum und in den Park gehen.

 

Nationalmuseum

Eintritt: 5 MYR (1 Euro) | Öffnungszeiten: 9 bis 17 Uhr | Google Maps

 

Das Nationalmuseum (Muzium Negara) widmet sich der Geschichte und Kultur Malaysias bis in die Gegenwart. Es ist wirklich umfangreich und ein guter Ort, um mehr über Malaysia zu lernen. Du kannst hier locker mehrere Stunden verbringen.

 

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Lake Garden

Öffnungszeiten: 9 bis 18 Uhr

 

Wenn du eine Pause von der Stadt brauchst, kannst du dir eine Auszeit im Grünen nehmen. Der Lake Garden besteht aus mehreren kostenpflichtigen Parks, die alle liebevoll angelegt sind.

 

Im Butterfly Park (Taman Rama-Rama, Eintritt 30 MYR – 6 Euro) leben über 5.000 Schmetterlinge unter einem riesigen Netz, wo du von ihnen umflattert wirst. Es sind alles Schmetterlingsarten, die in Malaysia heimisch sind und die du hier hautnah erleben kannst. Wenn du still hältst, landen sogar welche auf dir. Der Schmetterlingsgarten ist perfekt zum Fotografieren.

 

Nebenan liegt der Bird Park (Eintritt 85 MYR – ca. 17 Euro), wo über 200 verschiedene Vogelarten leben. Ein Highlight sind die Nashornvögel aus nächster Nähe zu beobachten. Im Dschungel siehst du sie allerhöchstens aus weiter Entfernung vorbei fliegen. Hier kannst du sie in Ruhe beobachten und fotografieren.

 

Ansonsten lohnt sich noch der Orchid & Hibiscus Gardens, der ein wahres Blütenmeer ist. Momentan ist er jedoch geschlossen.

 

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Shopping in Kuala Lumpur

Kuala Lumpur ist bekannt für seine unzähligen Shopping Malls, die sich hauptsächlich im „Goldenen Dreieck“ in Bukit Bintang, östlich des Stadtzentrums, befinden. Auch wenn du keine Lust zum Einkaufen hast, gehört es einfach zum KL-Erlebnis hinzu.

 

Und es tut tatsächlich gut, mal für kurze Zeit der Hitze der Stadt zu entkommen und sich in einem der Einkaufszentren abzukühlen. Außerdem befinden sich in vielen Shopping Malls Food Courts und Supermärkte, wo du etwas essen oder kühles trinken kannst.

 

Eine der größten Shopping Malls ist der Pavilion KL, von wo du rüber zu den Petronas Towers laufen kannst. Exklusiver ist die gegenüberliegende Mall Starhill mit einer schönen Buchhandlung (Elite Bookstore), die eine große Auswahl an englischsprachigen Büchern hat.

 

Suchst du nach Elektronik musst du zur Low Yat Mall kommen. Kuala Lumpur hat für jeden das passende Einkaufszentrum.

 

Jalan Alor Nachtmarkt

Direkt um die Ecke der Shopping Malls findet täglich der Jalan Alor Nachtmarkt statt. Eine Straße die von unzähligen Restaurants und mobilen Essensständen gesäumt ist, wo du vor allem chinesisches Essen, aber auch malaiisch und thailändisches bekommst.

 

Der Nachtmarkt startet ab 18 Uhr und endet in den frühen Morgenstunden. Auch tagsüber kannst du in einigen Restaurants essen. Die Atmosphäre hat mich an die Khao San Road in Bangkok erinnert. Die Preise sind etwas höher als anderswo in KL.

 

Ausgehen im Goldenen Dreieck

Wenn du in Kuala Lumpur feiern gehen willst, musst du nach Bukit Bintang (Goldene Dreieck) kommen. Hier findest du die meisten Bars und Clubs.

 

Erkundige dich in deiner Unterkunft, was sie dir empfehlen können. Am besten übernachtest du direkt in Bukit Bintang, um kurze Wege zu haben und auf Gleichgesinnte zu treffen, die ebenfalls in Feierlaune sind.

 

Achtung: Zur Zeit des Ramadans ist die Partyszene in KL deutlich ruhiger (10.03. bis 09.04.24 / 28.02. bis 30.03.25).

 

Wenn dir eher nach einem gechillten Abend ist, kannst du einen Drink in einer der Skybars nehmen. Besonders beliebt ist die Helipad Lounge Bar, die tagsüber tatsächlich ein Helikopterlandeplatz auf dem Dach eines Hochhauses ist und sich erst nachts in eine Bar verwandelt. Du zahlst einen Eintritt von etwa 20 Euro und bekommst dafür zwei Freigetränke.

 

Tipp: Komm kurz vorm Sonnenuntergang, um die Aussicht bei Tag und Nacht zu erleben.

 

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Kuala Lumpur Geheimtipps

Das waren die klassischen Sehenswürdigkeiten von Kuala Lumpur, aber ich habe noch ein paar Insider-Tipps, von denen du vielleicht noch nicht gehört hast.

 

Street Art in Chinatown

Fangen wir in Chinatown an. Etwas versteckt in einem Mini-Innenhof sind die Wände voller Street Art, die vom Stil her an die Altstadt von George Town in Penang erinnern. Kwai Chai Hong ist noch ein Geheimtipp in KL, in die sich nur wenige Leute verirren.

 

Little Nepal & Little Myanmar

In einem Teil von Chinatown haben sich immer mehr Immigranten aus Nepal, Myanmar und Bangladesch angesiedelt. Du siehst es an den Gesichtern und an den Shops, das etwas anders ist.

 

Mir sind die Straßenhändler aufgefallen, die Betelnüsse zum direkten Genuss anbieten. Und wenn du dann genauer hinsiehst, wirst du die rötlichen Flecken auf dem Boden finden, die beim Ausspucken entstehen. Das hat mich direkt an Myanmar erinnert, wo das zum Alltag gehört.

 

Schau mal auf der Jalan Tun Tan Siew Sin und Lebuh Pudu vorbei.

 

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Merdeka 118 (PNB 118)

Im Süden von Chinatown entsteht gerade ein neues Wahrzeichen von Kuala Lumpur, dass schon jetzt die Skyline verändert hat. Von außen ist es bereits fertig, aber innen noch nicht ganz.

 

Der Name Merdeka 118 verrät bereits, dass es 118 Stockwerke hat, das sind 30 mehr als die Petronas Towers. Mit 678 Metern ist er somit das neue höchste Gebäude von Malaysia und sogar ganz Südostasiens. In Zukunft soll es Büros und ein Hotel beheimaten.

 

Nachtmarkt in Little India

Wohl einen der interessantesten Nachtmärkte findest du in Little India. Jeden Samstagabend von 18 bis 22 Uhr ist die Straße gesäumt von unzähligen kleinen Ständen. Vor allem die Essensstände sind interessant, wo du viele leckere Sachen probieren kannst.

 

Der Markt beginnt an der Moschee Masjid India und verläuft dann parallel zur Hauptstraße von Little India Jalan Tuanku Abdul Rahman.

 

Marktviertel Chow Kit

Nördlich von Little India befindet sich das Marktviertel Chow Kit, in das sich weniger Touristen verirren. Vor allem morgens auf dem Markt kannst du durch die Markthallen streifen, vorbei an Bergen von frischen Obst und Gemüse, aber auch Fisch und Fleisch.

 

Mein erster Besuch des Chow Kit Markets war auch gleich der intensivste. Die Gänge sind sehr eng und du drängst dich mit unzähligen Menschen hindurch, dabei bist du hautnah dabei. Der Markt ist ein Erlebnis für die Augen, Ohren und Nase.

 

Rund um die Markthalle setzt sich der Markt fort in unzähligen mobilen Ständen und Geschäften. So macht es Spaß sich durch das Chaos treiben zu lassen. Es ist ein Paradies für Street Photography und ein guter Ort für günstiges Street Food.

 

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Kampung Bahru

Östlich von Chow Kit befindet sich das Wohnviertel Kampung Bahru, wo du das Gefühl hast plötzlich durch ein malaiisches Dorf zu laufen. Die schmalen Straßen sind gesäumt von niedrigen Einfamilienhäusern. Nur der Blick auf die Skyline von KL verrät dir, dass du dich immer noch Mitten im Herzen einer Megametropole befindest.

 

Als ich vor ein paar Jahren den Stadtteil entdeckt habe, war ich fasziniert, solch einen Mikrokosmos zu finden. Mittlerweile ist Kampung Bahru über eine Brücke, den Saloma Link, seit 2020 mit den Petronas Towers verbunden und fühlt sich lange nicht mehr so isoliert an.

 

Seine alte verschlafene Atmosphäre hat es sich trotzdem bewahrt. Es ist auch ein guter Ort, um einen Happen in einer der einfachen Restaurants zu essen.

 

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Riversidewalk

Kuala Lumpur ist nicht die fußgängerfreundlichste Stadt, das Auto hat hier Vorrang. Was für alle, die gerne eine Stadt zu Fuß erkunden, manchmal frustrierend ist. Besonders wenn du an einer viel befahrenen Straße stehst und keine Idee hast, wie du sie überqueren kannst.

 

Deshalb mag ich den Riverside Pathway, der parallel zum Klang Fluss verläuft. Wenn du nicht die Metro nehmen willst, kannst du entlang des Flusses vom Merdeka Square rüber nach Brickfields im Süden laufen. Der Fluss an sich ist keine Schönheit, da er wegen den ständigen Überschwemmungen während der Regenzeit in eine Betonwanne gefasst ist.

 

Jedoch kannst du hier unzählige wilde Tiere sehen, besonders Vögel. Es kreisen immer Schwalben und die bunten Bienenfresser durch die Luft. In den Baumwipfeln und Büschen kannst du noch diverse andere bunte Vögel entdecken.

 

Am Uferrand sonnen sich außerdem gerne Warane, die bis zu zwei Meter lang werden können. Und zu meiner großen Überraschung habe ich hier sogar schon eine Gruppe Fischotter beim Sonnenbad gesehen. Das hätte ich wirklich nicht erwartet.

 

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Brickfields

Der Stadtteil Brickfields wird ebenfalls Little India genannt. Er befindet sich einen Steinwurf vom Hauptbahnhof entfernt und ist gut per Metro oder dem Riversidewalk erreichbar.

 

Im Gegensatz zum Little India weiter nördlich geht es in Brickfields entspannter zu und du bekommst hier einen guten Einblick ins indische Alltagsleben. Entlang der Hauptstraße befinden sich die meisten Geschäfte, aus denen der Geruch von Räucherstäbchen wabert. In dessen Mitte der mit Elefanten dekorierte Springbrunnen steht.

 

In den Nebenstraßen findest du viele indische Restaurants, wo du gut essen kannst. Und es gibt natürlich auch diverse Hindutempel, die du besuchen kannst. Mir gefallen diese besser, als der bekanntere Sri Maha Mariamman Tempel in Chinatown.

 

Vor allem der verspielte Sree Veera Hanuman Tempel mit seinen bunten Figuren ist bemerkenswert. Die blaue Statue wird dich an den Film Avatar erinnern. Direkt um die Ecke liegt dann noch der Sri Kandaswamy Tempel, ein typischer Hindutempel mit einem reich geschmückten Toreingang.

 

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Thean Hou Tempel

Auf der anderen Flussseite von Brickfields auf einem Hügel steht der größte chinesische Tempel von Kuala Lumpur. Der Thean Hou Tempel, der großzügig gestaltet ist und von dem du fantastische Aussichten auf KL hast. Besonders zum Sonnenuntergang entfaltet er seine Magie, wenn die Lampions leuchten.

 

Da er etwas außerhalb liegt, nehmen die meisten ein Grab-Taxi hierhin. Wenn du ihn jedoch mit einem Besuch von Brickfields verbindest, kannst du ihn auch zu Fuß erreichen.

 

Präsidentenpalast (Istana Negara)

Wenn du eine Tagestour in KL buchst, kommst du mit dem Bus auch am Präsidentenpalast vorbei. Er liegt etwas außerhalb, nordwestlich der City, unweit der MRT-Station Semantan.

 

Der Palast sieht imposant aus mit seinen goldenen Kuppeln. Er ist der Sitz des Königs von Malaysias, der alle fünf Jahre aus den neun malaiischen Sultanaten ernannt wird. Der König hat hauptsächlich repräsentative Aufgaben.

 

Den Präsidentenpalast kannst du nur von außen betrachten, daher lohnt sich der Ausflug nicht wirklich.

 

Tagesausflüge von Kuala Lumpur

Die Batu Caves gehören fast schon zum Pflichtprogramm für jeden Kuala Lumpur Besuch. Sie liegen etwas außerhalb der Innenstadt, sind aber gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

 

Aber das sind lange noch nicht alle lohnenswerte Tagesausflüge, die du von KL unternehmen kannst. Da ist noch die wunderschöne Pinke Moschee in Putrajaya, die riesige Blaue Moschee in Shah Alam, die Glühwürmchen von Selangor und vieles mehr.

 

Die besten Tagesausflüge von Kuala Lumpur stelle ich dir in einem separaten Artikel vor.

 

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Wie viele Tage brauchst du für Kuala Lumpur?

Jetzt hast du eine grobe Idee, was du alles in Kuala Lumpur machen kannst. Bleibt nur noch die Frage: Wie viel Zeit du für die Stadt einplanen musst?

 

Kuala Lumpur in 1 Tag

Hast du nur einen Stoppover, würde ich mich auf die Highlights konzentrieren.

 

Starte den Tag am Merdeka Square, lass dich anschließend durch Little India und Chinatown treiben. Nicht verpassen darfst du dort den chinesischen Sin Sze Si Ya Tempel und den indischen Sri Maha Mariamman Tempel. Beide Viertel sind außerdem eine Oase für gutes und günstiges Essen.

 

Nimm anschließend den Zug zu den Batu Caves, um die berühmte bunte Treppe und die Höhlentempel zu sehen. Lass den Tag dann an den Petronas Towers ausklingen. Und wenn du noch Energie hast, kannst du auf dem Nachtmarkt in Bukit Bintang vorbei schauen.

 

Kuala Lumpur in 2 Tagen

Hast du zwei Tage zur Verfügung, würde ich alles etwas entzerren. Konzentriere dich am ersten Tag auf das Zentrum mit dem Merdeka Square, Little India, dem Marktviertel Chow Kit und Chinatown.

 

Am zweiten Tag würde ich dann morgens zu den Batu Caves fahren. Im Anschluss zurück in die City zu den Petronas Towers gehen und durch das Shopping Viertel Bukit Bintang streifen.

 

Kuala Lumpur in 3 bis 4 Tagen

Wenn dein Aufenthalt noch länger in Kuala Lumpur ist, würde ich an den zusätzlichen Tagen mir gezielt Aktivitäten aus Liste raus suchen, die mich interessieren: Museen, Parks und so weiter. Wenn du den Alltag in KL (Local Experience) erleben willst, werden dir die Viertel Brickfields, Chow Kit und Kampung Bahru gefallen.

 

Ansonsten kannst du Ausflüge in die nähere Umgebung unternehmen. Interessant ist die Tour nach Putrajaya, dem Regierungsviertel, das einer Gartenstadt gleicht. Die Pinke Moschee dort ist wirklich außergewöhnlich.

 

Noch größer jedoch ist die Blaue Moschee in Shah Alam, dessen Dimensionen wahrlich beeindruckend sind. Du siehst die Möglichkeiten sind schier unendlich in Kuala Lumpur.

 

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Kuala Lumpur Reisetipps

Wie kommst du vom Flughafen KLIA in die Innenstadt?

Der schnellste und bequemste Weg ist mit dem Zug KLIA Ekspres vom Flughafen KLIA in die Innenstadt zum Hauptbahnhof KL Sentral zu fahren. Die Fahrt dauert nur eine halbe Stunde und kostet etwa 11 Euro (55 MYR). Vom Hauptbahnhof kannst du weiter nach Chinatown oder Bukit Bintang fahren.

 

Neben dem Zug kannst du auch den Bus in die Innenstadt nehmen, der deutlich günstiger ist und nur 15 MYR (3 Euro) kostet. Dafür dauert die Fahrt je nach Verkehrsaufkommen 1,5 bis 2 Stunden. Der Bus fährt ebenfalls zum Hauptbahnhof KL Sentral.

 

Wo in Kuala Lumpur übernachten?

Meine Empfehlung ist ganz klar Chinatown. Hier ist immer etwas los und es gibt an jeder Ecke leckeres Essen. Chinatown liegt zentral und du kannst viele Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichen. Auch bist du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schnell an den Petronas Towers, am Hauptbahnhof, dem Busbahnhof und anderen interessanten Orten.

 

Willst du Shoppen oder Feiern gehen, ist das Viertel Bukit Bintang der bessere Ort zum Übernachten für dich. In Bukit Bintang befinden sich viele Shopping Malls, Gastronomie, Bars, Clubs und moderne Hotels.  Von hier aus kannst du zu Fuß rüber zu den Petronas Towers laufen, auch bist du mit der Metro schnell in anderen Ecken der Stadt.

 

Die besten Hostels von Kuala Lumpur

Beim meinem letzten Besuch von KL habe ich im 1000 Miles Hostel (Booking.com*  |  Hostelworld*) übernachtet, was eine kleine Oase der Ruhe mitten in Chinatown war. Perfekt, um mich von dem langen Flug und Jetlag zu erholen. Die Zimmer sind klein, aber sauber. Die Betten haben alle Vorhänge und bequeme Matratzen. Im Erdgeschoss gibt es eine kleine Lounge mit kostenlosem Wasser und Kaffee, das eigentliche Highlight ist jedoch die Dachterrasse mit Blick auf den KL Tower.

 

Willst du lieber in Einkaufsviertel Bukit Bintang übernachten, habe ich zwei Empfehlungen, je eins für Flashpacker und eins für Budget Backpacker.

 

Ein modernes Kapselhotel ist das The Bed Bukit Bintang (Booking.com*  |  Hostelworld*), was eine hochwertige Einrichtung und sogar einen Pool hat. Es liegt direkt bei der Shopping Mall Pavilion im Herzen vom Einkaufsviertel. Einziger Haken ist, dass es keinen schönen Aufenthaltsbereich gibt und es schwieriger ist, Leute kennenzulernen.

 

Direkt beim Nachtmarkt Jalan Alor befindet sich das preiswerte Hostel OA The Factory at Bukit Bintang*. Ein ungewöhnliche Unterkunft, da es im 5. OG eines Parkhauses ist. Das mag sich abschreckend anhören, aber tatsächlich ist ein cooles Hostel. Besonders der Besitzer Kelvin gibt sich große Mühe, dass sich jeder wohl fühlt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist top und alles ist sauber. Einzig das 10-Bett-Zimmer kann ich dir nicht empfehlen, da die Betten viel zu dicht beeinander stehen, aber die Schlafboxen sind gut.

 

Willst du in einem Hostel übernachten, was einen Infinity Pool und fantastischen Blick auf die Skyline von Kuala Lumpur hat, musst du zur Regalia Residence kommen. Dies ist ein modernes Appartmenthaus mit einer krassen Dachterrasse samt Pool, von wo du die Petronas Towers sehen kannst. Mehrer Leute bieten im Gebäude preiswerte Unterkünfte an, für Backpacker ist das Penthouse on 34 (Booking.com*  |  Hostelworld*) interessant.

 

Aber sein gewarnt, alle Unterkünfte sehen in Wirklichkeit nicht so schön aus und werden nicht gut instand gehalten. Auch ist der Standort nicht ideal, um sich Kuala Lumpur anzuschauen. Deshalb mein Tipp nur eine Nacht zu bleiben, dann kannst du die Aussichten und den Pool genießen. Für den Rest deines Aufenthaltes in KL kannst du dann in ein anderes Hostel wechseln.

 

Wo kannst du gut in Kuala Lumpur essen?

Gefühlt kannst du überall in Kuala Lumpur gut essen, die Bandbreite reicht von einfachem Street Food bis zu hochwertigen Restaurants.

 

Gute Locations für Street Food sind:

 

Chinatown: chinesisches, aber auch anderes asiatisches Essen

Little India & Brickfields: hauptsächlich indisch Restaurants

Chow Kit: günstige Buffets

Kampung Bahru: malaiisches Essen

Jalan Alor Nightmarket: chinesisches Essen

Shopping Malls: Food Courts mit großem Angebot, internationales Essen

 

Tipp: Ein guter Einstieg in die malaiische Küche ist, eine Foodtour zu machen. Du kannst sie direkt auf GetYourGuide* buchen.

 

Was tun bei Regen in Kuala Lumpur?

In Kuala Lumpur kann es das ganze Jahr über regnen, oft ist es nur eine Regenschauer. Falls es jedoch mal etwas länger dauert, sind die Shopping Malls eine gute Anlaufstelle. Ansonsten würde ich einfach die Zeit nutzen, um Essen zu gehen.

 

Zum Glück regnet es selten stundenlang, so kannst du solche Unterbrechungen als Pause nutzen. Generell kommen die starken Regenfälle am Nachmittag, Abend oder in der Nacht runter. Wenn du also früh startest, wirst du einen Großteil des Tages wahrscheinlich keine Probleme mit Regen haben.

 

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