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Warum du Malaysia lieben wirst – Malaysia Backpacking Guide

Malaysia ist Asien im Kleinformat. Die Menschen sind freundlich. Das Essen ist herausragend. Es gibt traumhafte Inseln, abwechslungsreiche Landschaften und einen Mix der Kulturen. Als Backpacker durch Malaysia zu reisen, ist super einfach.

 

Insgesamt bin ich bereits mehrere Monate durch Malaysia gereist und habe mir viele Ecken des Landes angeschaut. Und was soll ich sagen, ich liebe Malaysia.

 

In diesem Malaysia Backpacking Guide erfährst du, was dich in Malaysia erwartet, alles zu den Highlights des Landes und Reisetipps für unterwegs.

 

Inhaltsverzeichnis

Was erwartet dich in Malaysia?

Schmelztiegel der Kulturen  |  Freundliche Malayen  |  Das Essen

Die Westküste

Kuala Lumpur  |  Melaka  |  Taman Negara  |  Cameron Highlands  |  Ipoh  |  Taiping  |  Penang

Inseln Westküste

Langkawi  |  Pangkor

Die Ostküste

Kuala Terengganu

Inseln Ostküste

Perhetian  |  Redang  |  Kapas  |  Tenggol  |  Tioman

Reisetipps

Transport  |  Unterkunft

 

Ideen für deine Malaysia Reiseroute und weitere Tipps für die Reiseplanung findest du hier.

 

kulturen in malaysia

 

Was erwartet dich in Malaysia?

Es ist ein Schmelztiegel der Kulturen

Kaum ein Land hat solch eine multikulturelle Bevölkerung wie Malaysia. Als Einwanderland hat es vor allem vielen Chinesen und Indern eine neue Heimat geboten. Du wirst buddhistische Tempel neben Moscheen, Kirchen und hinduistischen Tempeln sehen. Du kannst hier Weihnachten und kurze Zeit später das Chinesische Neue Jahr feiern. Dich in das Getümmel des wilden Holi Festival stürzen und die ruhigen Monate des Ramadan erleben.

 

Tipp: Die schönste Moschee Malaysias, die Ubudiah Royal Mosque (linkes Foto oben) findest übrigens in Kuala Kangsar, was zwischen Ipoh und Taiping liegt. In Mitte siehst du einen hinduistischen Tempel, der im indischen Viertel in Kuala Lumpur steht. Und rechts ist der alte chinesische buddhistische Temple of the Goddess of Mercy, den du in der Altstadt von George Town auf Penang findest.

 

In Malaysia erlebst du das Beste der Kulturen Asiens an einem Ort

 

Sei es die vielen bunten Feste, religiöse Zeremonien, wunderschöne Gebetshäuser und vor allem das leckere Essen aus den unterschiedlichen Teilen Asiens. Malaysia hat viele bunte Facetten, so findest du immer noch koloniale Bauten der Portugiesen in Melaka und britisch geprägte Ortschaften in den Highlands. Bunte chinesische buddhistische Tempel, neben hinduistischen Tempel und wunderschönen Moscheen.

 

Die schönen Altstädte von George Town auf Penang und Ipoh lassen den alten Charme von damals erahnen. Auf der anderen Seite ist Malaysia modern und viel weiter entwickelt als einige seiner Nachbarländer. Die Hauptstadt Kuala Lumpur besteht problemlos den Vergleich mit anderen Megametropolen rund um den Globus.

 

Wenn du nur ein Land in Asien besuchen kannst, dann komm nach Malaysia.

 

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Die Malayen sind sehr gastfreundlich

Ein Großteil der Malayen kann Englisch sprechen, so dass es selten Verständigungsprobleme gibt. Noch dazu haben sie oft keinerlei Berührungsängste und freuen sich, dass du ihr Land bereist. Sie sind stolz auf ihr Heimatland. Gerne teilen sie mit dir Tipps, was du dir noch anschauen könntest oder welches Essen du unbedingt probieren musst. Und beantworten dir jede Frage, die dir in den Sinn kommt.

 

Malayen lachen gerne und geben dir immer das Gefühl willkommen zu sein.

 

Wie oft saßen wir beim Essen und wussten nicht, was wir bestellen sollten. Die Auswahl war einfach zu groß und wir hatten keine Ahnung, was sich hinter den exotisch klingenden Namen verstecken könnte. Also haben wir nach rechts und links geschaut. Unsere Nachbarn gefragt, was sie da gerade essen und was sie uns empfehlen können.

 

Direkt haben sie uns etwas zum Probieren gegeben und uns zum Essen eingeladen, ohne dass wir es gemerkt haben. Erst als wir bezahlen wollten, meinte der Kellner, dass alles schon beglichen sei. Die großzügige Gastfreundschaft in Malaysia ist einfach überwältigend.

 

Essen in Malaysia

 

Hier findest du das beste Streetfood Asiens

Da wir gerade über Essen reden, es ist so so so lecker!!! Das Essen ist einfach spektakulär in Malaysia und so vielfältig. Egal, was wir probiert haben, es war immer super lecker. Bei der großen Auswahl wird dir definitiv nicht langweilig. Nicht nur findest du hier authentische malaysische, chinesische und indische Gerichte, sondern auch viele regionale Delikatessen. Yummy, da läuft mir direkt das Wasser im Mund zusammen.

 

Malaysia ist ein Paradies für Streetfood-Junkies!!!

 

Noch dazu ist es super günstig und du musst dir keine Sorgen um dein Reisebudget machen. So kannst du ohne schlechtes Gewissen schlemmen, bis du nichts mehr essen kannst.

 

 Und diese Gerichte darfst du auf keinen Fall verpassen.

 

Meine Tipps

Besonders George Town auf Penang, Kuala Lumpur und Ipoh sind bekannt für ihr gutes Streetfood. Aber wenn du mich fragst, findest du überall im Land gutes Essen. Es macht so viel Spaß abends über die Streetfood-Märkte zu streifen und möglichst viel zu probieren.

 

Eins meiner Liebslingsgerichte in Malaysia ist die scharfe Laksa Suppe und die mit Abstand beste habe ich in Air Itam auf Penang gegessen. Der Markt liegt zwar etwas außerhalb, aber du kannst es gut mit dem Besuch auf den Penang Hill und den Kek Lok Si Tempel verbinden.

 

Eine süße kühle Erfrischung ist Cendol. Hier kannst du das beste Cendol von Penang essen.

 

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Hier findest du konkrete Vorschläge für deine Reiseroute

 

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Die Westküste von Malaysia

Kuala Lumpur, die Hauptstadt

Auf deiner Reise durch Malaysia wirst du wahrscheinlich auch in der Hauptstadt, Kuala Lumpur, vorbei kommen. Eine gigantische Stadt, die wie das Land selber, viele Gesichter hat. Es ist ein Mix aus modernen gläsernen Hochhäusern und unzähligen Shopping Malls, die ein Kontrast zu den alten Kolonialbauten, Chinatown und „Little India“ sind. On Top gibt es interessante Museen, quirlige Märkte und Parks zum Entspannen, denn der Lärm und Verkehr kann einem irgendwann zu viel werden.

 

Was solltest du dir auf jeden Fall anschauen?!

 

Tradition trifft auf Moderne

Natürlich die Petronas Towers, die das Wahrzeichen der Stadt sind. Den schönsten Blick auf die Türme hast du vom KLCC Park, der direkt zu Füssen der Hochhäuser liegt. Zum Fotografieren kommst du am besten zwei Mal, morgens hast du das schönste Licht und zum Sonnenuntergang, besonders wenn Gewitterwolken aufziehen, kannst du dramatische Aufnahmen machen. Abends sind zudem Wasser- und Lichtshows im KLCC Park jeweil um 19:30, 20:30 und 21:30.

 

Wenn du willst kannst du hoch in die 86. Etage der Petronas Towers fahren, um die Aussicht vom Observationdeck zu genießen. Da jeden Tag nur eine limitierte Anzahl an Tickets verkauft wird, besorgst du dir am besten welche vorab im Internet*.

 

Insider-Tipp: Direkt um die Ecke liegt das Viertel Kampung Baru, eine traditionelle Nachbarschaft mit kleinen einfachen Häusern, wo das Leben auf der Straße stattfindet. Plötzlich hast du das Gefühl in einem Vorort zu sein, damit verrät dir ein Blick auf die Hochhäuser, dass du mittendrin bist. Einfach surreal!

 

Das koloniale Herz der Stadt schlägt am Merdeka Square, dem Platz der Unabhängigkeit. Mit dem wunderschönen im maurischen Stil erbaute Sultan Abdul Samad Building, wo das höchste Gericht Malaysias seinen Sitz hat. Ich mag das ganze Viertel und die Häuser am Fluss, von hier aus ist es nur ein kleiner Sprung nach China Town.

 

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China Town und „Little India“ in Brickfields

Diese beiden Viertel erwachen besonders abends zum Leben, und überall wird gebruzelt und gekocht. Leider sind sie in den letzten Jahren immer weiter geschrumpft, aber sie haben sich einen kleinen Kern bewahrt. Und das Essen ist so lecker hier, vorraus gesetzt natürlich, du magst chinesisch und indisch.

 

Morgens lohnt sich ein Besuch des Bazaar Baru Chow Kit, wo wortwörtlich fangfrisch Fisch und Gemüse verkauft wird. Es ist ein intensives Erlebnis zwischen den Ständen umher zu streifen, und ein Paradies für Fotografen. Im Anschluss kannst du direkt weiter zum Sri Mahamariamman Tempel gehen, einer der ältesten hinduistischen Tempel in der Stadt. Denn viele Hindus legen gerne einen kurzen Besuch im Tempel ein, um in den Tag zu starten.

 

Etwas außerhalb liegt der imposante chinesische Thean Hou Tempel, von dem du eine schöne Aussicht hast, deshalb ist er besonders zum Sonnenuntergang beliebt.

 

In 2000 hat die wunderschöne blaue Wilayah Moschee ihre Türen geöffnet. Ich kenne sie bisher nur von Fotos, werde sie aber mir definitiv bei meinem nächsten Besuch anschauen. Sie liegt etwas außerhalb (Location), aber mit einem Grab-Taxi ist das kein Problem.

 

Die schönsten Parks

Nimm dir eine Auszeit von der Stadt in einem dieser schönen Parks. Neben dem KLCC Park bei den Petronas Towers gibt es noch unzählige Grünlage in der City.

 

Mein absoluter Favorite ist der Botanische Garten Perdana, der viele unterschiedliche Themengärten beherbergt. Die meisten kannst du kostenlos besuchen, nur für den Bird Park und Butterfly Garden musst du Eintritt zahlen, wobei sich beide lohnen.

 

Ansonsten ist der Forest Eco Park bei Instagramern, wegen seiner fotogenen Hängerbrücke durch die Baumwipfel beliebt. Der Eingang ist etwas versteckt, neben dem Technikmuseum und der Tankstelle (hier ist die Location). Geöffnet hat er von 7 bis 18 Uhr und ist kostenlos.

 

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Ausflüge von Kuala Lumpur

Ansonsten kannst du von KL viele interessante Ausflüge unternehmen.

 

Die Batu Caves sind fast schon ein Muss für jeden KL-Besucher. Du wirst den Eingang garantiert von Fotos kennen, die regenbogenfarbige Treppe mit der riesigen goldenen Statue ist sehr markant. Die hinduistischen Höhlentempel liegen außerhalb der Stadt, du kannst sie aber bequem mit dem Zug in einer halben Stunde erreichen. Komm am besten früh morgens oder am Wochenende, wenn deutlich mehr Hindus zum Beten vorbeikommen.

 

Eher unbekannt ist hingegen die Blue Mosque. Die Sultan Salahuddin Abdul Aziz Mosque ist die zweithöchste Moschee der Welt und ein wahrlich beeindruckendes Gebäude, dass du kostenlos besuchen kannst. Nimm einfach einen Zug von KL Sentral nach Shah Alam und fahr die letzten Meter mit dem Taxi oder Grab* bis zur Moschee.

 

Für den dritten Ausflug geht es ans Meer nach Kuala Selangor. Für die Fahrt mit dem Bus brauchst du etwa zwei Stunden. Um wirklich alle Highlights der Stadt zu sehen, bleibst du am besten über Nacht. Denn im Dunklen verwandelt sich die Flussmündung in ein Meer aus tanzenden Lichtern, die von Glühwürmchen erzeugt wird.

 

Bist du längere Zeit in KL gestrandet und brauchst mal eine Pause, kannst du in die benachbarte Verwaltungshauptstadt Putrajaya fahren. Sie wird gerne als „Gartenstadt“ wegen ihrer zahlreichen Parks bezeichnet. Lohnenswert ist der Besuch des größten botanischen Gartens Malaysias und der pinken Moschee.

 

Ansonsten kannst du Wanderungen in der näheren Umgebung von Kuala Lumpur unternehmen, zum Beispiel am Bukit Tabur, Gunung Nuang oder Broga Mountain.

 

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Wo in KL übernachten?

Für mich ist Chinatown der perfekt Ort zum Übernachten, da du von hier aus einiges zu Fuß erkunden kannst. Außerdem ist der Verkehr hier nicht so überwältigend, wie in den anderen Teilen von Kuala Lumpur. Buche am besten vorab eine Unterkunft, damit du nicht ewig herumlaufen musst. Schau mal auf Booking.com* rein.

 

Ansonsten sind Airbnb beliebt, die in einem der modernen Appartmenthäusern sind, am besten noch mit einem Pool. Wie zum Beispiel das Regalia Condominium, das einen Infinity Pool mit Aussicht auf die Skyline von KL hat. Falls du noch nicht auf Airbnb angemeldet bist, bekommst du mit diesem Link bis zu 35 Euro für deine erste Übernachtung geschenkt.*

 

An-/Weiterreise

Der schnellste Weg vom Flughafen in die Innenstadt ist mit dem Zug (55 MYR), mit dem du innerhalb von einer halben Stunde an KL Sentral Station bist. Günstiger ist hingegen der Bus für etwa 15 MYR.

 

Innerhalb von KL ist die Metro das schnellste Fortbewegungsmittel, einen Übersichtsplan der Metrolinien findest du hier. Für alles, was abseits der Strecken liegt, würde ich auf ein Grab-Taxi zurückgreifen. Falls du noch nicht bei Grab (Android / iPhone) registriert bist, bekommst du mit diesem Code GRABG8WRSEXD einen Gutschein für deine erste Fahrt. Zu Fuß die Stadt zu erkunden, macht nur in einigen Viertel Spaß, ansonsten nervt der Verkehr enorm.

 

Für die Weiterreise innerhalb von Malaysia hast du die Wahl zwischen dem Zug entlang der Westküste und dem Bus, der deutlich mehr Orte ansteuert. Schau einfach auf 12Go.Asia*, welche Verbindungen es gibt und kauf dir ein Ticket.

 

  • Bus nach Melaka ca. 2 bis 3 Stunden
  • Bus nach Tanah Rata in den Cameron Highlands ca. 5 Stunden
  • Bus nach Jerantut für den Taman Negara 3,5 Stunden
  • Bus nach Lumtu für Pangkor Insel 4,5 Stunden
  • Bus nach Kuala Terengganu an der Ostküste 7 Stunden

 

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Melaka

Auf meiner ersten Malaysia Reise sind wir abends in Melaka angekommen und waren direkt verzaubert von ihrem Charme. Überall brannten bunte Lampions, die die Stadt in ein weiches Licht tauchten. Wir haben an einem der Wasserkanäle übernachtet und sind am nächsten Tag begeistert durch die kleinen Gassen, entland des Flusses und durch die Altstadt gestreift.

 

Melaka ist anders, als der Rest von Malaysia.

 

Hier spürst du den europäischen Einfluss der Portugiesen und Holländer noch stärker, es ist ein einzigartiger europäischer-asiatischer Mix. Überall fuhren buntgeschmückte Fahrradrikschas herum und die Menschen begrüßten uns mit einem Lächeln. Das Tempo war langsamer und die Stimmung entspannt. Nimm dir die Zeit und komm nach Melaka. Es ist sicher kein Muss, aber für ein bis zwei Tage lohnt es sich, besonders wenn du sowieso von KL nach Singapur fährst.

 

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Das sind die Sehenswürdigkeiten von Melaka

Das Herz der Stadt ist der „Red Square“ mit seinen roten Gebäuden aus der Zeit der niederländischen Besetzung. Zu den Hinterlassenschaften der Portugiesen zählt die St. Paul’s Kirche aus dem Jahr 1521, die heute nur noch eine Ruine ist. Und das Schiff „Flora de la Mar„, was heute das Maritime Museum beherbergt.In Melaka steht außerdem der älteste chinesische Tempel Malaysias, der Cheng Hoong Teng, der wahrlich beeindruckend ist.

 

Etwas außerhalb liegt die Malacca Straits Moschee (Masjid Selat Melaka), die auf einem Pier auf das Wasser hinaus ragt. Sie hat eine moderne Architektur und die bunten lichtdurchfluteten Moschee gehört zu einer meiner Lieblingsmoschee in Malaysia.

 

Weitere Inspirationen für Melaka findest du auf dem Reiseblog Love&Compass.

 

Transport & Unterkunft

Mit dem Bus bist du in 2 bis 3 Stunden in Kuala Lumpur oder in 3 bis 4 Stunden in Singapur.

 

 Schöne Unterkünfte findest du auf Booking.com*, ich kann dir besonders etwas an den Wasserkanälen empfehlen.

 

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Taman Negara, der älteste Regenwald der Welt

Der Wald scheint unverwüstlich zu sein, schon seit 130 Millionen Jahren trotz er allen Klimaschwankungen. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts ist das Gebiet zum Nationalpark erklärt worden, was ihn vor großen Abholzungen bewahrt hat.

 

Heute ist es ein Rückzuggebiet für Affen, Elefanten und den seltenen Malaysia-Tiger. Sehen wirst du bis auf die Affen keinen, da der Dschungel riesig ist und nur ein kleiner Teil erschlossen ist. Die meisten Tiere sind sehr scheu und meiden den Menschen, aber zu wissen, dass sie da sind, ist schon cool.

 

Ein Besuch des Taman Negaras lohnt sich auf jeden Fall für Tier- und Naturliebhaber, wenn du eine Herausforderung suchst, mach eine mehrtägige Dschungel-Wanderung.

 

Am besten kommst du während der Trockenzeit von März bis September in den Dschungel. In der Regenzeit sind die Wege sehr matschig und es wimmelt vor Blutegeln.

 

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Wie kommst du nach Taman Negara?

Von Kuala Lumpur (3,5 Stunden) oder den Cameron Highlands fahren regelmäßig Busse nach Jerantut, von wo du entweder mit dem Boot oder einem Bus weiter nach Kuala Tahan fährst. Ich finde die Bootsfahrt viel schöner, aber sie dauert deutlich länger. Mit dem Boot brauchst etwa zwei bis drei Stunden, mit dem Minivan nur 90 Minuten.

 

 Kuala Tahan liegt direkt an einem Fluss und du kannst in einfachen Hütten übernachten. In der Hauptsaison würde ich eine Unterkunft vorab online reservieren.*

 

Per Boot kannst du für 1 MYR rüber auf die andere Seite fahren, um in den Nationalpark zu gelangen. Hier findest du ein Info-Center, wo du dich über Touren und den Zustand der Wanderwege informieren kannst.

 

Was kannst du in Taman Negara machen?

Kleinere Wanderungen kannst du auf eigenen Faust unternehmen oder du schließt dich einer Gruppe an, die Touren kannst du im Info-Center buchen. Nur zu gerne hätte ich damals die Nachtwanderung durch Dschungel gemacht, aber da wir in der Regenzeit da waren, ist die Tour leider ins Wasser gefallen.

 

Ein Highlight ist der Canopy Walkway (5 MYR), der in 45 Metern Höhe durch die Baumwipfel führt. Für Abenteuerlustige gibt es auch mehrtägige Dschungel-Treks. Wer es gerne ruhiger hat, kann eine Tour mit dem Boot unternehmen oder Fischen gehen.

 

Wir waren damals alleine unterwegs und sind auf den Pfaden durch den Dschungel gelaufen. Vor allem haben wir uns viel Zeit für die Beobachtung der Tiere genommen. Setz dich einfach auf einen Baumstamm und lass den Dschungel auf dich wirken. Die Geräusche. Das grün gefilterte Licht. Die Schwüle. Das Knacken der Äste. Dann wirst du auch viele Tiere sehen, wie Rehe, Wildschwein, Affen, Echsen, Vögel und überall krabbeln Insekten herum.

 

Link-Tipp: Guide für den Taman Negara

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Die Cameron Highlands

In den Zeiten der britischen Kolonie waren die höher gelegenen Highlands sehr beliebt, um der Hitze der Tropen zu entkommen. Noch heute kannst du dir hier oben auf knapp zweitausend Metern eine Pause gönnen und bei einer Tasse Tee entspannen. Besuch doch gleich eine Teeplantage und lerne alles über die Herstellung des Tees.

 

Wenn dir mehr der Sinn nach Bewegung steht, dann klettere auf einen der unzähligen Berge hinauf und du wirst mit einer grandiosen Aussicht belohnt werden.

 

Eine gute Base für die Cameron Highlands ist Brinchang und Tanah Rata, wobei letztere die Hauptanlaufstelle ist. Lass dich vom Bauboom und dem Kommerz nicht abschrecken, die Cameron Highlands sind in den letzten Jahren immer touristischer geworden, aber außerhalb der Hauptorte findest du noch Idylle.

 

 Hier findest du Unterkünfte in Tanah Rata* und Brinchang*.

 

Was gibt es zu tun?

Besuch eine Teeplantage und erfahre auf einer kostenlosen Tour mehr über die Teeproduktion. Am einfachsten suchst du dir andere Backpacker, um gemeinsam mit einem Taxi zur BOH Tea Estate oder zum BOH Tea Centre zu fahren. Nach der Tour kannst du zu Fuß noch durch die angrenzenden Teefelder streifen oder im Café einen Tee trinken.

 

Von Brinchang kannst du diverse kleinere Wanderungen hoch zum Sam Poh Tempel, auf den Gunung Brinchang oder durch den Mossyforest unternehmen. Auch in Tanah Rata gibt es mehrere kurze Wanderwege, am besten kaufst du dir die Wanderkarte, die überall ausliegt.

 

Was noch? Wer will kann mehrtägige Wanderungen unternehmen, Wasserfälle oder eine Schmetterlinsfarm besuchen oder einfach Erdbeeren essen. Wahrscheinlich sind dir die vielen Treibhäuser bereits aufgefallen, wo Erdbeeren angebaut werden.

 

An-/ Weiterreise

Mit dem Bus oder Minivan kannst du weiter in 5 Stunden nach Kuala Lumpur, in 2 Stunden nach Ipoh und in 5 Stunden nach Butterworth fahren, um mit der Fähre rüber nach Penang zu kommen. Ein Ticket kannst du vorab auf 12Go.Asia* kaufen.

 

Fraser Hill

Wenn du mit einem Mietwagen unterwegs bist, ist Fraser Hill noch interessant. Der Ort an sich ist langweilig und voller Golfspieler, aber du kannst den Pine Tree Walk quer durch den Dschungel machen und die Sungai Chilling Wasserfälle besuchen.

 

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Ipoh

In den letzten Jahren reisen immer mehr Backpacker, vor allem malayische, nach Ipoh, um durch die Straßen der Altstadt zu schlendern, Ausschau nach Street Art zu halten und sich durch die vielen Restaurants zu futtern.

 

Ich selber habe mehrere Wochen in der Stadt verbracht und die entspannte Atmosphäre genossen und natürlich jeden Tag woanders gegessen. Es ist bei weitem nicht so hip, wie Georgetown auf Penang, aber muss sich auch nicht verstecken. Es lohnt sich ein bis drei Tage Zeit für Ipoh zu nehmen.

 

Neben dem Essen und der Street Art sind es vor allem die beeindruckenden Höhlentempel, die du dir nicht entgehen lassen darfst.

 

Einen ausführlichen Guide für Ipoh mit vielen Tipps findest du hier.

 

Wo kannst du übernachten?

Ich habe damals im Grayhaus auf Airbnb* geschlafen, das super modern war, nur leider wegen der Straße etwas laut. Bist du nur kurz in Ipoh, würde ich dir empfehlen eher direkt in der Altstadt zu übernachten. Eine Übersicht an Unterkünften findest du hier.*

 

Anreise

Ipoh erreichst du sowohl mit dem Zug, als auch mit dem Bus. Wenn du aus Kuala Lumpur kommst, kann ich dir auf jeden Fall den Zug empfehlen. Es gibt schnelle und langsamere günstigere Zugverbindungen. Auch nach Butterworth und Taiping fahren unzählige Züge und Busse. Um einen Überblick zu bekommen, schau auf 12Go.Asia* rein.

 

  • Bus nach Tanah Rata in den Cameron Highlands 2 Stunden
  • Bus nach Lumut für Pulau Pangkor 1,5 Stunden

 

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Taiping

Ein echter Geheimtipp ist Taiping, wenn du es also nicht eilig hast, lohnt sich ein kurzer Stopp von ein bis zwei Tagen.

 

Mein persönliches Highlight war ein morgendlicher Spaziergang durch den Park Lake Gardens, der in Morgennebel gehüllt war. Dadurch sahen die alten urigen Bäume mit den malerischen Seen, wie eine Traumwelt aus. Überall herrschte reges Treiben und du konntest jegliche Form von Morgengymnastik beobachten.

 

Ansonsten ist Taiping bekannt dafür, der Erste zu sein: erste Eisenbahn, erste Zeitung, erstes Museum, etc.

 

Gut (aber anstrengend) soll der Aufstieg auf den Berg Bukit Larut sein, was ich leider nicht geschafft habe.

 

Hostel-Empfehlung

In Taiping kann ich dir das Soujourn Beds & Cafe* empfehlen, was zentral liegt und einfach gemütlich ist. Noch dazu ist der Besitzer hilfsbereit und die damaligen Volunteers waren super nett. Mir haben außerdem die Schlafboxen gefallen, die wenigstens etwas Privatsphäre geben.

 

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Die Insel Penang

Auf keiner Reise durch Malaysia darf der Besuch der Insel Penang fehlen, da es das beste des Landes im Kleinformat zu bieten hat. Besonders die Altstadt von George Town ist voll gepackt mit alten Gebäuden und überall bekommst du leckeres Streetfood.

 

Auf kleinstem Raum leben hier die unterschiedlichsten Kulturen zusammen, es ist ein friedliches Miteinander. Du kannst dich stundenlang durch die Gassen treiben lassen. Zwischendurch wirst du den Graffitis des Streetartkünstlers Ernest Zacharevic begegnen. Hier findest du eine gute Übersicht, wo du Street Art in Penang findest.

 

Erkundige dich, ob aktuell irgendwelche Events in George Town stattfinden. Gefühlt, war immer etwas los.

 

Noch ein paar George Town Location-Tipps:

  • Besonders am Wochenende ist immer etwas los am Hin Bus Depot Art Center, aber auch in der Woche lohnt sich ein Stopp, schon alleine wegen der coolen Street Art.
  • In der 1st Mall kannst du mit dem Aufzug hoch in den achten Stock fahren, wo das Kino ist. Am Ende des Gangs hast du eine phänomenale kostenlose Aussicht auf die Stadt.
  • Nett ist die Promenade des Eastern & Oriental Hotel und der Old Gurney Food Court direkt um die Ecke. An der Hafenmauer habe ich viele Sonnenuntergänge geschaut.
  • Besonders abends ist der Tan Jetty beliebt, wo sogar viele professionelle Fotoshootings stattfinden.
  • Und wenn du einen ruhigen Ort am Wasser suchst, dann komm zum Hean Boo Thean Tempel.
  • Noch mehr Tipps findest du bei meinem Bloggerkollegen Florian.

 

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Tagesausflüge

Wenn du genug von der Stadt hast, kannst du unzählige Tagesausflüge auf der Insel unternehmen.

 

Oder oder oder… du kannst locker drei bis fünf Tage auf Penang verbringen ohne dich zu langweilen.

 

Wo kannst du übernachten?

Mittlerweile habe ich mehrere Unterkünfte in Georgetown getestet und besonders zwei kann ich dir wärmstens empfehlen.

 

Das Container Hotel Penang ( Booking.com* / Hostelworld*) ist eine Mischung aus modernem Kapsel-Hotel und Boutique-Hotel. Es bietet dir etwas mehr Komfort und Ruhe, jedoch wirst du hier weniger Leute kennenlernen. Das geht deutlich einfach im Tido Penang Hostel ( Booking.com* / Hostelworld*). Ein modernes Hostel, das ein paar Schritte außerhalb vom Stadtzentrum liegt. Besonders cool fand ich die Lounge im obersten Stock, die eine fantastische Aussicht hat.

 

Anreise

Der Zug, aber auch die meisten Busse fahren nicht direkt auf die Insel Penang, sondern nur bis Butterworth. Von hier musst du dann mit der Personenfähre rüber nach Georgetown fahren, was gar kein Problem ist, da ständig Fähren rüber nach Penang pendeln. Check vorher die Webseite 12Go.Asia*, wann dein Bus in Butterworth abfährt.

 

  • Bus von Butterworth nach Tanah Rata in den Cameron Highlands 5 Stunden
  • Bus von Butterworth nach Lumut für Pulau Pangkor 3 Stunden
  • Bus von Butterworth nach Kuala Terengganu 7 Stunden

 

Inseln Westküste

An der Westküste gibt es eigentlich nur zwei interessante Inseln: Langkawi und Pangkor. Wobei erste deutlich interessanter und größer ist. Wenn du nur ein paar entspannte Tage am Strand verbringen willst, ist Pangkor top.

 

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Langkawi

Langkawi besteht aus über einhundert Inseln, die etwa 30 Kilometer vor der Küste liegen, hoch im Nordwesten von Malaysia. Die Hauptinsel ist sehr gut erschlossen und ein typisches Urlaubsparadies mit schönen Stränden. Im Gegensatz zu anderen malaysischen Inseln ist sie zudem günstig, da du sogar Hostels findest. Noch dazu ist Langkawi leicht per Fähre von Penang oder Flugzeug zu erreichen.

 

Ich habe ein paar Tage dort verbracht und es genoßen. Du solltest jedoch keine einsame Insel erwarten und je nachdem, wann du kommst, kann es in der Hochsaison voll werden. Neben Malayen waren es vor allem arabische Urlauber, die mir aufgefallen sind. Wundere dich also nicht, wenn du komplett verhüllte Frauen am Strand siehst.

 

Wo kannst du übernachten?

Such dir am besten eine Unterkunft in Pantai Cenang, hier ist es etwas ruhiger, der Strand ist schön und es gibt sogar Hostels. Ich habe im Box2packers Langkawi* geschlafen, was zwar ein paar Schritte vom Strand entfernt liegt, aber mit dem kostenlosen Fahrrad ist das kein Problem, außerdem gibt es eine schöne Dachterrasse.

 

Tipp: Auf der linken Seite findest du einen deutlich ruhigeren Strand Pantai Tengah, den ich schöner fand.

 

Was gibt’s zu tun?

Sei nicht über die Paraglides, Jetskis und Banana-Boats überrascht, die Asiaten mögen Action am Strand. So gibt es zum Beispiel eine Jetski Tour, wo du mit einem Guide die benachbarten Inseln besuchst. Andere Backpacker haben mir davon vorgeschwärmt, meins ist es nicht und mit 500 MYR (ca. 110 Euro) ist es ein teurer Spaß. Ansonsten ist noch die Mangroventour* beliebt.

 

Die meisten leihen sich aber einfach einen Scooter, um Langkawi auf eigene Faust zu erkunden. Ich bin einen Tag mit dem Fahrrad herumgefahren und der Schweiß lief mir in Strömen runter, bei den Temperaturen ist es nicht unbedingt das beste Fortbewegungsmittel.

 

Ausflug mit dem Motorrad

Auf einem Tagesausflug per Motorrad kannst du die SkyBridge (6 MYR) besuchen, mit einer Seilbahn (ca. 55-85 MYR / ca. 12-19 Euro) fährst du hoch und kannst die wundervolle Aussicht genießen.

 

Weiter nördlich lohnt sich der Schlenker zum Temuran Wasserfall und Skull Beach. Im Norden ist der Tanjung Rhu Beach und Durian Perangin Wasserfall schön. Hast du einen klaren Tag erwischt, kannst du auf dem Rückweg einen Stopp auf dem Gunung Raya einlegen, von dem du eine schöne Aussicht hast. Leider ist der Berg oft in den Wolken verschwunden. Die Straße hoch ist schon etwas marode und wird oft von Affen belagert, pass also auf.

 

Wie kommst du nach Langkawi?

Zum einen kannst du fliegen, Langkawi wird von Billigairlines angeflogen. Ansonsten gibt es unzählige Fähren, die in Kuah ablegen. Wenn du weiter nach Thailand reisen willst, kannst du direkt per Schiff nach Koh Lipe fahren oder ans Festland nach Kuala Perlis (70 Minuten, 18 MYR) oder Kuala Kedah (1:45 Stunde, 23 MYR) übersetzen, um dann mit dem Bus weiter zu fahren. Ansonsten gibt es noch eine Verbindung nach Georgetown auf Penang (3 Stunden, 60 MYR).

 

Tipp: Nimm vormittags die Fähre, dann ist das Meer ruhiger. Gerade nachmittags können die Wellen hoch sein und Leute werden seekrank.

 

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Pangkor

Deutlich unbekannter ist die kleine Insel Pangkor, zumindestens bei Backpackern. Die Malayen kommen gerne über das Wochenende her. Pulau Pangkor ist klein und ruhig. Ich mochte die entspannte Atmosphäre, aber viel zu tun, gibt es hier nicht.

 

Nipah Bay

Auf der Westseite der Insel findest du die schönsten Strände, besonders viel Auswahl an günstigen Unterkünften findest du in Nipah Bay (Teluk Nipah). Der Ort ist winzig und wochentags erscheint er etwas ausgestorben, aber du hast hier alles, was du brauchst. Nur ein paar Minuten von hier findest du den schönsten Strand der Insel Coral Bay,  wo du ebenfalls etwas zu essen bekommst. Zu Fuß kannst du am nördlichen Ende des Strandes den Lin Je Kong erkunden.

 

Abends werden vor dem Palm Bay Resort Nashornvögel gefüttert. Im Anschluss kannst du dir den Sonnenuntergang am Strand anschauen und auf dem Rückweg in einem der Restaurants am Wasser essen. Schon für kleines Geld kannst du hier fangfrischen Fisch direkt vom Grill essen.

 

Wo übernachten?

Auf Pangkor gibt es keine Hostels, seid ihr zu zweit unterwegs könnt ihr euch die Kosten für ein Doppelzimmer teilen. Reist du alleine sind dir die 40 Euro pro Nacht, vielleicht zu viel.

 

Empfehlen kann ich das Pangkor Waterfall Beach Resort*, das in einer ruhigen Ecke liegt und nur ein paar Minuten vom Strand entfernt liegt. Das Zimmer ist schön groß, sauber und hat einen kleinen Balkon. Wenn du dir etwas gönnen willst, geh ins Nipah Guesthouse*, das aus vielen kleinen Hütten besteht und einen schönen Pool hat.

 

Motorrad-Loop

Wenn es dir langweilig wird, kannst du eine Bootstour zur Insel Giam und Mentagor machen oder du leihst dir ein Motorrad. In einem halben Tag kannst du die Insel bequem einmal umrunden. Lohnenswerte Stopps im Süden sind das holländische Fort Kota Belanda, die schwimmende Moschee, und der chinesische Fu Lin Kong Tempel.

 

Auf dem Weg kommst du durch kleine Dörfer, wo du einen Happen essen kannst. Im Norden findest du dann schöne Strände zum Erfrischen.

 

Anreise nach Pulau Pangkor

Die Fähre zur Insel legt in Lumut ab, was du bequem per Bus von Kuala Lumpur in 4,5 Stunden, Butterworth (Penang) in 3 Stunden und Ipoh in 1,5 Stunden erreichen kannst. Die Fähre (14 MYR Hin- & Rückfahrt, 40 Minuten) fährt tagsüber regelmäßig, etwa alle halbe Stunden. An der zweiten Station, am Jetty Pualu Pangkor musst du aussteigen. Dort warten bereits unzählige Taxifahrer, nach Nipah Bay sind 15 Minuten Fahrt, für die du 16 MYR zahlst.

 

Die Ostküste

Vor allem im Nordosten wirst du das Gefühl haben, gar nicht mehr durch Malaysia zu reisen. Es ist lange nicht mehr so multikulturell, wie an der Westküste. Der Osten ist viel stärker islamisch geprägt und besonders der Nordosten gilt als sehr konservativ. Von daher lohnt es sich auf jeden Fall einen Stopp einzulegen, um die andere Seite von Malaysia kennenzulernen.

 

Die Westküste ist durch seine Ölvorkommnisse reich geworden.

 

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Kuala Terengganu

Für viele ist Kuala Terengganu nur das Sprungbrett zu den Inseln Redang und Kapas. Ich selber habe auf meinem Roadtrip hier nur einen kurzen Zwischenstopp eingelegt und vor allem der Besuch des Marktes ist mir lebendig im Gedächtnis geblieben, wo uns viele neugierige Augen verfolgten. Ich hatte das Gefühl, das sich nicht viele Touristen hierhin verirren.

 

In Kuala Terengganu lohnt sich ansonsten noch der Besuch vom schön restaurierten Chinatown und der schwimmenden Kristall-Moschee (Masjid Kristal).

 

Noch mehr Tipps zu Kuala Terengganu findest du hier.

 

Anreise

Mit dem Bus bist du in sieben Stunden in Kuala Lumpur oder Penang, von Perhetian kommend bist du in zwei Stunden von Besut in Kuala Terengganu.

 

Cherating

Auf dem Weg in den Süden lohnt sich ein kurzer Stopp, falls du mit dem eigenen Auto unterwegs bist. Hier kannst du stundenlang an menschenleeren Stränden spazieren gehen und Tausende Einsiedlerkrebse sehen, sowas habe ich wirklich noch nicht erlebt, überall krabbelte es.

 

Ansonsten haben wir immer mal wieder kurze Stopps entlang des Weges eingelegt, um an den Strand zu gehen.

 

Kommen wir nun zu den wirklichen Highlights der Ostküste, den Inseln.

 

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Inseln Ostküste

Die Küste von Malaysia ist insgesamt etwa 5.000 Kilometer lang, an der Ostseite hast du den endlosen Strand oft für dich alleine. Viele der vorgelagerten Inseln sind ein Paradies für Taucher und vor allem auf Redang und Tioman hast du das Gefühl in der Südsee gelandet zu sein. Die weißen Traumstrände und das türkisfarbene Wasser sind fast schon zu schön, um wahr zu sein.

 

Aber nicht alle Inseln passen ins Budget eines Backpackers, zum Glück gibt es Ausnahmen, wie Perhetian, Kapas und Tioman.

 

Aber das Paradies hat auch seine Tücken, so sind viele Strände mit zahlreichen Sandfliegen bevölkert, dessen Stiche schwer jucken und mich sogar in die Flucht schlagen, weil ich es nach ein paar Tagen nicht mehr aushalte.

 

Die beste Reisezeit für die Ostküste ist von Februar/März bis September/Oktober, wobei es vor allem am Wochenende und von Juli bis August sehr voll werden kann. Auf vielen Inseln wirst du keine anderen Backpacker antreffen, sondern vor allem asiatische Urlauber. Neben Malayen schätzen vor allem Chinesen diese Inselparadiese.

 

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Perhetian

Die beiden Inseln sind schon lange kein Geheimtipp mehr, aber sind trotzdem noch kleine Trauminseln mit weißen Stränden, türkisfarbenem Wasser und tollen Schnorchelspots. Auf beiden gibt es keine richtige Straßen, sondern nur kleine Wege oder Wasser-Taxis, wodurch sie sich noch abgeschiedener anfühlen.

 

Ich war selber 2011 auf Perhetian Kecil und werde wohl nie wieder zurückkehren, weil es einfach perfekt war und nie wieder so sein wird wie früher. Die Insel hatte nur ein paar einfache Unterkünfte. Wir haben im Südwesten in einer Hütte direkt am Strand geschlafen und tagsüber die Zeit mit Schnorcheln, Dschungelerkundungen und Hängematte verbracht. Es war ein Traum.

 

Mittlerweile kann es zur Hochsaison, vor allem im Juli und August, hier sehr voll werden und du brauchst eine Reservierung vorab. Die Preise sind generell gestiegen, ich war geschockt, als ich gesehen habe, das ein Hostelbett 50 Euro kostet. Wahrscheinlich wirst du vor Ort günstigere finden, aber stell dich trotzdem auf höhere Preise ein.

 

Ansonsten habe ich von anderen Reisenden gehört, dass es teilweise ein Müllproblem gibt und die Natur zusehends unter dem Ansturm leidet, leider auch die Korallen.

 

Welche Insel ist die richtige für dich?

 

Perhentian Besar

Besar ist größer, ruhiger und mehr entwickelt, als sein kleiner Nachbar. Wenn du also eine schönere Unterkunft willst und nicht so sehr aufs Geld achten musst, ist Besar besser für dich. Außerdem findest du hier mehr Schnorchelspots, die direkt in Strandnähe liegen. Die meisten Unterkünfte findest du im Südwesten und Westen.

 

Einen tollen Insel-Guide findest du hier.

 

Perhentian Kecil

Bei Backpackern ist Kecil beliebter, weil es hier sehr günstige Unterkünfte gibt, besonders am Long Beach. Außerdem ist Kecil für seine wilden Beach-Parties und Feuer-Shows bekannt. Tagsüber kannst du am Strand entspannen, schnorcheln oder tauchen gehen. Vom Long Beach habe ich nichts gutes gehört, etwas ruhiger ist die Ostseite mit Coral Bay, was du in 10 Minuten von Long Beach erreichst.

 

Tipp: Wenn du mehr von der Insel sehen willst, solltest du dich zu Fuß auf den Weg in den Süden machen. Du wirst auf kleinen Pfaden mitten durch den Dschungel laufen, tolle Aussichten haben und wahrscheinlich etliche Tiere sehen.

 

Anreise

Es ist ganz einfach. Fahr mit dem Bus nach Kuala Besut und spring auf eins der Holzboote, um rüber zu fahren. Die einfache Fahrt nach Perhetian Kecil kostet 35 MYR, obendrauf kommt noch der Eintritt für den Nationalpark von 30 MYR. Auf der Insel selber kannst du entweder zu Fuß zu deiner Unterkunft laufen oder nimmst dir ein Boot.

 

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Redang

Redang passt nicht ganz in ein Backpackerbudget. Die Insel richtet sich mehr an klassische Urlauber und zieht vor allem Asiaten, Chinesen und Malayen, an. Im Vergleich zu den anderen Inseln an der Westküste ist sie deutlich mehr entwickelt.

 

Falls du dir etwas gönnen willst, findest du eine Trauminsel mit schönen Stränden und einer lebendigen Unterwasserwelt. Was dich genau erwartet, kannst du hier sehen.

 

Anreise

Vom Shahbandar Jetty in Kuala Terengganu legt drei mal täglich die Fähre nach Redang ab. Die Überfahrt dauert etwa anderthalb Stunden und für ein Hin- und Rückticket zahlst du 110 MYR. Der Eintritt für den Nationalpark kostet zusätzliche 5 MYR.

 

Kapas

Ein echter Geheimtipp ist die kleine, ruhige Insel Kapas, die sich sogar Backpacker leisten können. Die Insel ist relativ wenig entwickelt und bietet eine fantastische Unterwasserwelt, ein Paradies für Schnorchler und Taucher. Und das beste, schon für ein paar Euro kannst du am Strand zelten. Einen ausführlichen Guide für Pulau Kapas findest du hier.

 

Anreise

Fahr mit dem Bus nach Kuala Terengganu und weiter mit dem öffentlichen Bus nach Marang, von wo aus die Boote nach Pulau Kapas ablegen (4 mal täglich). In 20 Minuten bist du auf der Insel.

 

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Tenggol

Die Insel Tenggol wird hauptsächlich von erfahrenen Tauchern angesteuert, da es einer der besten Tauchplätze von der malayischen Halbinsel ist. Auf Tenggol findest du nur zwei Resorts, die von Tauchschulen betrieben werden. Während der Regenzeit machen sie jedoch dicht.

 

Von Kuala Dungun kannst du mit einem kleinen Boot nach Tenggol übersetzen, je nach Wellen dauert das 30 bis 60 Minuten.

 

Tioman

Auf Tioman findest du bezahlbare Unterkünfte und eine fantastische Unterwasserwelt. Die Insel wird zwar schon seit Jahrzehnten von Touristen besucht, aber ist immer noch relativ wenig entwickelt. Neben Schnorcheln und Tauchen ist es vor allem die wilde Natur und ihre Tiere, die du auf Dschungel-Treks erkunden kannst.

 

Nur das Wochenende würde ich meiden, da dann viele von Singapur oder Kuala Lumpur rüber kommen. Noch eine Warnung, Tioman ist voller Sandfliegen.

 

Einen ausführlichen Insel-Guide findest du hier.

 

Anreise

Mit dem Bus bist du in sieben Stunden in Mersing, wo zwei bis drei Boote täglich zur Insel übersetzen (1,5 bis 2 Stunden). In Tioman musst du 30 MYR Eintritt für den Nationalpark zahlen.

 

Rawa

Tatsächlich besteht Tioman aus über 60 Inseln, eine davon heißt Rawa und liegt nur 30 Minuten von Mersing entfernt. Die unbewohnte Insel ist noch ruhiger und hat nur zwei Unterkünfte. Neben dem Schnorcheln gibt es nicht viel zu tun, wobei es süße Flughunde geben soll. Mehr Infos zu Rawa findest du hier.

 

 Und so könnte deine Reiseroute aussehen!

 

Malaysia

 

Malaysia Reisetipps  für unterwegs

Transport

Malaysia hat ein fantastisches Verkehrsnetz aus Zügen und Bussen, was zuverlässig, pünktlich und preisgünstig ist. Im Vergleich zum Rest von Südostasien ist es herausragend. Entlang der Westküste kannst du mit dem Zug fahren. Ansonsten ist der Bus die erste Wahl bei Backpackern, da es Verbindungen meist in alle Richtungen gibt.

 

Zug

Ich bin damals von KL nach Ipoh gefahren und war begeistert. Der Zug war super modern und ich fand es angenehmer, als den Bus. Du hast mehr Platz, die Zwischenstopps gehen schneller, keine Warterei bei Ankunft auf dein Gepäck und kein Stau. Willst du also schnell an der Westküste von A nach B fahren, kann ich dir den Zug empfehlen.

 

Wenn du ein Zug-Abenteuer suchst, nimm die „Jungle Railway„, die Malaysia von Nord nach Süd durchquert.

 

Bus

Willst du auf deiner Reise in die Cameron Highlands, in den Taman Negara oder an die Ostküste wirst du mit dem Bus unterwegs sein. Bei den hochfrequentierten Routen kannst du einfach zum Busbahnhof fahren und vor Ort ein Ticket kaufen. Bei ausgefallenen Zielen und bei frühen Bussen würde ich vorab online ein Ticket auf Easybook oder auf 12Go.Asia* kaufen. Es lohnt sich übrigens immer Preise zu vergleichen.

 

Mietwagen

Meine erste Malaysia Reise habe ich mit dem Mietwagen unternommen und wenn ich ehrlich bin, hat es mir am besten gefallen. Es war eine komplett andere Erfahrung und super spannend Malaysia abseits der touristischen Orte zu erkunden. Die Leute waren viel neugieriger und gastfreundlicher, als in den großen Städten, so hatten wir viel mehr interessante kurze Unterhaltungen.

 

Die Miete für das Auto und der Sprit waren zudem günstig. Da wir zu zweit unterwegs waren, kommt es am Ende preislich beim gleichen raus, wenn ich schaue, was ich ansonsten als Backpacker ausgebe.

 

Flugzeug

Ansonsten kannst du in Malaysia auch den Billigflieger nutzen, um innerhalb des Landes oder weiter in Südostasien zu reisen. Da AirAsia sein Drehkreuz in Kuala Lumpur hat, findest du viele gute Angebote. Wenn du bei kurzen Strecken die Wahl zwischen dem Bus oder dem Flugzeug hast, solltest du der Umwelt zuliebe aber am Boden bleiben.

 

Transport in den Städten

Oft kannst du vor Ort vieles zu Fuß erkunden. In den größeren Städten findest du zudem öffentliche Linienbusse und in Kuala Lumpur sogar eine Metro. Bus fahren in der Stadt kann zwar immer etwas chaotisch sein, aber in Malaysia fand ich es deutlich einfacher. Zum einen war alles etwas organisierter und viele Leute sprechen wenigsten ein paar Worte Englisch, so dass die Verständigung einfacher war.

 

Ansonsten liebe ich die App Grab (Android | iPhone), das ist das malaysische Uber. Es ist preisgünstig und die entspannteste Art von A nach B zu kommen. Alles was du dafür brauchst ist eine lokale SIM-Karte mit einem Datenpaket.

 

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Unterkunft

Fast überall findest du schöne Hostels, die modern und sauber sind. In Malaysia habe ich fast alle Unterkünfte über Booking.com* vorab gebucht. Wenn ihr zu zweit reist, ist es meist günstiger sich ein einfaches Doppelzimmer in einem Guesthouse zu nehmen. Wer Anschluss sucht, sollte auf jeden Fall in ein Hostel gehen.

 

Das sind meine Empfehlungen:

George Town, Penang: Container Hotel Penang* (modernes Kapsel-Hotel, zentrale Lage), Tido Penang Hostel* (modernes Hostel, tolle Aussicht von Lounge, etwas außerhalb)

Taiping: Soujourn Beds & Cafe* (netter Besitzer, zentrale Lage, gemütlich, mit Schlafboxen)

Langkawi: Box2packers Langkawi* (unweit von Pantai Cenang, kostenlose Fahrräder, tolle Dachterrasse, nicht direkt am Strand)

Pulau Pangkor: Pangkor Waterfall Beach Resort* (ruhige Lage, in ein paar Minuten am Strand, schöne Ecke der Insel)

 

Malaysia ist ein Traumland für Backpacker…

..und ich habe dir noch gar nichts von Borneo erzählt. Malaysia hat einfach das Beste aus Asien zu bieten.

 

Gerade für Backpacking Anfänger ist Malaysia leicht zu bereisen.

 

Es gibt ein super Busnetz, überall Hostels, Preise müssen nicht verhandelt werden und die Leute sprechen Englisch. Backpacker bekommen eine geballte Ladung Südostasien geboten, sei es Kultur, Religion oder Essen.

 

Malaysia hat es alles. Worauf wartest du also?! Komm nach Malaysia!

 

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