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Bohol Sehenswürdigkeiten: Chocolate Hills & Koboldmakis

Die Insel Bohol liegt im südlichen Teil der Philippinen, genauer gesagt in der Inselgruppe der Visayas. Bei Backpackern sind die Visayas beliebt, besonders zum Inselhüpfen (Island-Hopping) zwischen Cebu, Bohol und Siquijor.

 

Zu den Top-Sehenswürdikeiten von Bohol gehören die Chocolate Hills, die Koboldmakis, was kleine Primaten mit großen Augen sind, und die schönen Strände auf Panglao.

 

Hier erfährst du alles, was du für einen Besuch von Bohol wissen musst: Was die schönsten Orte von Bohol sind, wie du auf die Insel kommst und wo du am besten übernachtest.

 

Eine Reiseroute für das Insel-Hüpfen (Island Hopping) von Bohol nach Siquijor, Apo Island und Cebu findest du hier.

 

Nach Bohol kannst du weiter nach Siquijor oder Cebu fahren, die beides Nachbarinseln sind.

 

Tipp: Wann Fähren zwischen den Inseln fahren, kannst du online auf 12go* checken, wo du auch direkt ein Ticket kaufen kannst.

 

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Bohol: Chocolate Hills & Koboldmakis

Bohol ist eine abwechslungsreiche Insel, in dessen Zentrum sich ein Plateau mit grünen Wäldern und Reisfeldern erstreckt. Dort befinden sich die berühmten Chocolate Hills (dt. Schokoladenhügel), dies sind ungewöhnlich geformte Hügel, die du wahrscheinlich schon von Fotos kennst.

 

In den Wäldern von Bohol leben darüber hinaus die seltenen Koboldmakis, die zu den kleinsten Primaten der Welt zählen. Das sind posierliche Geschöpfe, die du in einem Schutzgebiet sehen kannst.

 

Der Tourismus auf Bohol konzentriert sich vor allem auf die kleine Insel Panglao, die am Südzipfel von Bohol liegt und über Brücken miteinander verbunden sind. Auf Panglao findest du die schönsten Strände von Bohol.

 

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Panglao: Alona Beach & Dumaluan Beach

Am schönsten Strand von Panglao, dem Alona Beach, findest du die höchste Dichte an Hotels, Restaurants und Bars. Entsprechend ist hier während der Hochsaison viel los. Deshalb würde ich hier nicht übernachten, vorbei schauen solltest du jedoch schon. Der Strand ist ein Traum und du kannst hier schnorcheln gehen, musst jedoch auf die vorbeifahrenden Boote aufpassen.

 

Deutlich ruhiger ist der mit Palmen bestandene Dumaluan Beach, der etwas weiter nördlich liegt und ebenfalls schön ist. Bei Ebbe ist der Strand übersät mit roten Seesternen. Direkt hinter dem Strand findest du einige günstige Übernachtungsmöglichkeiten, deshalb übernachten die meisten Backpacker in dieser Ecke von Bohol.

 

An beiden Stränden ist das Wasser sehr flach, so dass du zum Schwimmen weit reingehen musst.

 

Bootsausflug: Überall werden Touren zur Balicasag Insel inklusive „Dolphin-Watching“ angeboten, von der ich aber weniger gutes gehört habe. Ein Backpacker hat es als „Jagd auf Delfine“ beschrieben. Ob dies zutreffend ist, weiß ich nicht, mich hat es auf jeden Fall abgeschreckt. Einen positiven Bericht findest du hier.

 

Miete dir am besten für einen Tag ein Motorrad, um die Insel zu erkunden. Es macht Spaß auf den kurvigen Straßen zu fahren und diverse Stopps unterwegs einzulegen. Die meisten Unterkünfte bieten selber Scooter an oder vermitteln dich an jemanden.

 

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Wo übernachten auf Bohol?

Als Basis suchst du dir am besten eine Unterkunft auf Panglao, das ist die kleine Insel im Süden von Bohol. Die Auswahl an Unterkünften auf Panglao ist groß, besonders im Süden der Insel.

 

Empfehlen kann ich dir diese beiden Unterkünfte, die nicht weit vom Dumaluan Strand entfernt liegen.

 

In Adriana’s Place* übernachtest du in kleinen Hütten mitten in einem schön angelegten Garten, wo es ein paar Sitzgelegenheiten gibt. Einziges Manko, die Dorms sind sehr klein und eng, dafür ist die Lage super. Direkt um die Ecke von der Unterkunft gibt es eine leckere Bäckerei und in ein paar Minuten bist du am Strand.

 

Eine schöne Alternative nicht weit weg ist das entspannte Bohol Coco Farm Hostel*. Die einfachen Hütten sind umgeben von Bäumen und es gibt nette Gemeinschaftsbereiche im Freien. Die Besitzer geben sich viel Mühe und haben viele Tipps für Bohol, so bist du hier gut aufgehoben.

 

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Chocolate Hills

Zu den Top-Sehenswürdigkeiten auf Bohol gehören die Chocolate Hills, die in einer Ebene stehen. Diese kegelförmigen Hügel erinnern einen zum Ende der Trockenzeit an „Schokoladenhügel“, wenn alles trocken und braun ist, daher kommt der Name. Als ich sie jedoch im Januar besucht habe, war das Gras noch grün, was ich glatt schöner fand.

 

Von einer erhabenen Aussichtsplattform (100 PHP, 1,65 Euro) kannst du die ganze Ebene überblicken, die übersät ist mit diesen gleichförmigen Maulwurfshügeln. Es sind unzählige und die meisten sind zwischen 30 bis 50 Meter hoch. Es ist ein seltsamer Anblick, besonders nachmittags hast du gutes Licht zum Fotografieren.

 

Bis heute streiten sich Wissenschaftler über ihre Entstehungsgeschichte. Hintergrundinformationen zu den Chocolate Hills findest du auf Wikipedia.

 

Noch eine kleine Warnung, die Chocolate Hills gehören zu den Highlights von Bohol, deshalb ist hier tagsüber viel los. Am besten kommst du früh morgens, wenn weniger los ist.

 

Tipp: Wenn du die Hügel in Ruhe genießen willst, solltest du im nahegelegenen Carmen* übernachten und zum Sonnenaufgang hochfahren. Dann liegen die Hügel teilweise im Nebel und es ist kaum etwas los. Günstiger und nicht viel weiter weg liegt ansonsten das Bohol Hammock Hostel*, bis zu den Hügeln sind es nur 8 Kilometer.

 

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Tarsier Sanctuary: Kobolmakis

Das zweite Highlight auf Bohol sind die Koboldmakis (Tarsier). Diese sind nur etwa faustgroß und gehören zu den kleinsten Primaten der Welt. Charakteristisch sind vor allem ihre große Augen, die sie benötigen, um nachts sehen zu können. Sie leben auf Bäumen auf Bohol.

 

In der freien Wildbahn wirst du sie wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen, da sie nachtaktiv, scheu, selten und eben sehr unscheinbar (klein) sind.

 

Daher ist ein Tierschutzgebiet quasi deine einzige Chance einen Koboldmaki zu sehen. Auf Bohol gibt es gleich zwei Tarsier Sanctuaries, die den Tieren einen geschützten Lebensraum bieten.

 

Da sie jedoch auf die Einnahmen durch die Touristenbesuche angewiesen sind, bin ich mir nicht sicher inwieweit sie in das Leben der Tiere eingreifen. Ich habe Storys gehört, das manche Koboldmakis nachts eingeschlossen werden und tagsüber ein paar in Sichtweite platziert werden.

 

Als Besucher ist es schwer zu beurteilen, was außerhalb der Öffnungszeiten passiert.

 

Philippine Tarsier Sanctuary

Ich habe mich für das Philippine Tarsier Sanctuary (100 PHP, 1,65 Euro) entschieden und es machte einen guten Eindruck auf mich. Es war kurz vor der Schließung und ruhig. Nach einer kurzen Einweisung bin ich alleine mit einem Guide durch den Park gelaufen und konnte insgesamt drei Koboldmakis sehen. Einer schlief relativ tief unten, ein anderer weiter oben und ein anderer war bereits wach so kurz vor der Schließung und kletterte herum.

 

Es war eine magische Begegnung diese kleinen Tiere aus der Nähe zu beobachten. Sie haben etwas außerirdisches an sich und waren sicher die Inspiration für Yoda aus Star Wars. Super faszinierend fand ich, dass sie ihre Ohren auseinander klappen können und wie weit sie springen können.

 

Die zweite Anlage ist die Tarsier Conservation Area, die jedoch kein offizielles Schutzgebiet ist und ich dir nicht empfehlen kann.

 

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Bohol Motorrad-Tour

Ich habe auf Panglao übernachtet und bin früh morgens mit dem Scooter losgefahren. Zuerst habe ich mir die Chocolate Hills angeschaut, die am weitesten entfernt liegen, etwa zwei Stunden habe ich für die Strecke gebraucht. Auf dem Rückweg habe ich dann diverse Stopps eingelegt und war fast den ganzen Tag unterwegs.

 

Tipp: Es gibt auch Tagestouren für Bohol*, falls du nicht Motorrad fahren willst.

 

Auf dem Weg von den Chocolate Hill zum Tarsier Sanctuary kommst du an vielen Reisefeldern vorbei, wo du schöne Fotos machen kannst. Zwei weitere kurze Stopps sind der Bilar’s Man Made Forest und die Bambusbrücke (Sipatan Twin Hanging Bridge, kleiner Eintritt). Ansonsten kommst du noch in kleinen Orten vorbei, wo du dir Kirchen und Märkte anschauen kannst.

 

Nicht empfehlen kann ich dir die River-Cruise auf dem Loboc, was mehr ein Partyboat für Filipinos zu sein scheint. So sah es zumindestens für mich aus, da alle mit lauter Musik vorbei kamen. Schön ist hingegen der Blick auf den Fluss von der Straße aus.

 

Darüber hinaus gibt es noch einige Wasserfälle und Rock Pools, die du auf der Insel erkunden kannst. Schau mal in diesen Bohol Wasserfall Guide rein.

 

Anda in Nord-Bohol

Falls du noch ein paar Tage Zeit hast, kannst du nach Anda im Nordosten von Bohol fahren. Hier warten lange einsame Strände und viel Ruhe auf dich. Ich selber habe es nicht nach Anda geschafft, aber andere Reisende haben mir auf meiner späteren Reise von Anda vorgeschwärmt.

 

Einfache Hütten direkt am Strand findest du im 1peace beach resort*, wo du ein paar entspannte Tage verbringen kannst. Und wenn du deine Schnorchelmaske mitbringst, kannst du ins Meer springen und schnorcheln gehen.

 

  Von Tagbilaran, der Hafenstadt von Bohol, fahren Busse in drei Stunden nach Anda.

 

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Wie viel Tage brauchst du für Bohol?

Mindestens zwei Tage würde ich für Bohol einplanen.

 

Der erste Tag geht fast für die Anreise mit der Fähre von Cebu drauf. Am Nachmittag und Abend kannst du dir die Strände von Panglao anschauen. Am zweiten Tag kannst du die Sehenswürdigkeiten von Bohol entweder alleine mit einem Motorrad erkunden oder du schließt dich einer Gruppentour an.

 

Hast du noch etwas Zeit kannst du einen zusätzlichen Strandtag einlegen. Wer eine Auszeit abseits des Trubels haben will, kann hoch in den Norden von Bohol nach Anda fahren. Da die Anreise lange ist, lohnt sich dies nur, wenn du ein paar Tage bleibst.

 

Anreise nach Bohol

Die Insel Bohol befindet sich zentral in den Visayas, südöstlich von Cebu.

 

Du kannst direkt nach Bohol fliegen, der Flughafen befindet sich auf Panglao, das von Manila angesteuert wird.

 

Meist preiswerter ist es jedoch, wenn du nach Cebu City fliegst und von da aus mit der Fähre rüber nach Bohol fährst. Die Überfahrt mit der Express Fähre von Cebu City nach Tagbilaran auf Bohol dauert etwa 2 bis 2,5 Stunden, das Ticket kaufst du direkt im Hafen oder vorab online, z.B. auf der Webseite 12go*.

 

Achtung: Zusätzlich musst du noch eine Hafengebühr an einem anderen Schalter bezahlen. Ohne den Bezahlschein wirst du nicht an Bord der Fähre gelassen.

 

Vom Hafen Tagbilaran auf Bohol nimmst du dann ein Tricycle zum Jeepney Terminal in der Innenstadt, was du dir mit anderen teilen kannst. Vom Busbahnhof fahren regelmäßig Jeepnesy rüber auf die Nachbarinsel Panglao und zum Dumaluan Beach. Sag dem Fahrer Bescheid, wo du übernachtest, dann lässt er dich an der richtigen Stelle raus.

 

Alternativ kannst du natürlich direkt ein Tricycle vom Hafen zu deiner Unterkunft nehmen, was jedoch deutlich teurer ist. Wenn ihr mehrere seid, ist das jedoch okay.

 

Im Anschluss kannst du von Bohol weiter durch die Visayas reisen, es fahren Boote zurück auf die Nachbarinsel Cebu. Am günstigsten ist die Fähre nach Cebu City, das Boot nach Oslob ist teurer. Außerdem kannst du weiter nach Larena auf die kleine Nachbarinsel Siquijor fahren, die Überfahrt dauert etwa anderthalb Stunden.

 

Weiterreise durch die Philippinen

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