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Die Inseln der Philippinen: Das erwartet dich auf…

Geht’s für dich bald auf die Philippinen, aber du weißt noch nicht, welche Inseln du besuchen willst? Es sind schließlich über 7.000, da fällt die Entscheidung nicht leicht. Kein Problem, denn ich stelle dir in diesem Artikel die interessantesten Inseln der Philippinen kurz vor und verrate dir, ob es sich lohnt.

 

Ich bin selber gerade für zwei Monate durch die Philippinen gereist, habe viel über das Land recherchiert und mich mit anderen Backpackern über deren Erfahrungen unterhalten. So ist Stück für Stück dieser Guide entstanden.

 

Noch eine Warnung direkt zu Beginn, ein Backpacking Trip wird bei weitem nicht ausreichen, um die schönsten Ecken der Philippinen zu sehen. Es ist eher ein kleiner Vorgeschmack, auf all die Reisen, die noch möglich wären.

 

Los geht’s!

 

Inhaltsverzeichnis

Luzon

Nord-Luzon: Berge & Reisterrassen

Zentral-Luzon: Vulkane & Manila

Südost-Luzon: Walhaie

 

Mindoro

Puerto Galera & Apo Reef

 

Palawan & Coron

 

Boracay & Romblon Inseln

Boracay

Tablas, Romblon & Sibuyan

 

Visayas

Cebu, Bohol, Siquijor

Negros & Panay

 

Mindanao

Ist Mindanao sicher zum Reisen?

Camiguin

Siargo

 

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Luzon: Die Hauptinsel im Norden

Lass uns mit der größten Insel starten. Luzon ist die nördlichste Insel und das Herz der Philippinen. Über die Hälfte der Filipinos leben hier, schon alleine etwa 13 Millionen im Ballungsgebiet rund um Manila. Zudem ist es das wirtschaftliche Zentrum mit den Haupteinkünften aus Industrie und Landwirtschaft.

 

Nur in einem Bereich Punkten anderen Inseln besser, im Tourismussektor. Trotzdem muss sich Luzon nicht verstecken. Die Hauptattraktion für internationale Besucher sind die Reiseterrassen in den Bergen, die Vulkane und mit Walhaien zu schwimmen. Die Filipinos nutzen darüber hinaus, die Strände, Wasserfälle und Surfspots in Luzon gerne für einen Kurztrip.

 

Link-Tipp: Hier findest du einen ausführlichen Backpacking Guide für Luzon.

 

Nord-Luzon: Berge & Reisterrassen

Schlagwörter: Natur, Kultur

Highlights: Reisterrassen Batad, Höhlen Sagada, abgelegene Bergdörfer

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Im Norden von Luzon erstreckt sich die Cordillera Central, mit Wäldern, kleinen Bergdörfern und Reisfeldern. Das Leben hier ist einfacher, ursprünglicher und ruhiger. Zu den Highlights zählen die Reisterrassen rund um Banaue und Bontoc. Vor allem Batad ist atemberaubend, fast schon zu perfekt.

 

Auf Wanderungen kannst du die Umgebung, das ländliche Leben und ihre Kultur näher kennenlernen. Kulturelle Hotspots sind Sagada mit seinen Höhlengräber, die Mumien von Kabayan, die Dörfer der einstigen Kopfgeldjäger in Kalinga und deren Tätowierkunst.

 

Eine Welt, die du vielleicht gar nicht in den Philippinen erwartet hast.

 

Einziger Haken ist die lange Anreise, fliegen kannst du nicht hierhin. Auch vor Ort brauchst du lange in den Bergen, um von A nach B zu kommen. Sagada und Banaue sind touristisch gut erschlossen, im Rest findest du nur einfache Unterkünfte und musst mehrere Transportmittel nehmen, um an dein Ziel zu kommen.

 

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Zentral-Luzon: Vulkane & Manila

Schlagwörter: Natur, Stadt, Strand, Surfing, Shopping

Highlights: Vulkan Pinatubo

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Der Norden ist ein großer Kontrast zum modernen Manila, das du getrost weglassen kannst. Manila hat wenig zu bieten, außer du gehst gerne Shoppen. Und das sind nicht meine Worte. Wirklich alle Filipinos haben mir von Manila abgeraten, besonders die selber in der Hauptstadt wohnen.

 

Was hat Zentral-Luzon noch zu bieten?

 

Da wären nette Strände (Pundakit, 100 Islands), gute Surfspots (Baler, San Juan), Wasserfälle (Magdapio) und Vulkane (Taal). Aber sie sind überlaufen, von Leuten aus Manila, die über das Wochenende oder für einen Kurztrip aus der Stadt flüchten. Lass sie lieber weg, denn du wirst im Süden ruhigere Versionen davon finden.

 

Die einzige Ausnahme ist der Pinatubo, wo sich ein kurzer Stopp aus den Bergen lohnt. Der Vulkan ist zuletzt 1991 ausgebrochen. Die Eruption zählte zu einer der größten des 20. Jahrhunderts und hatte weltweite Konsequenzen. Es ist faszinierend und erschreckend zugleich die Auswirkungen in der umliegenden Landschaft zu sehen.

 

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Südost-Luzon: Vulkan Mayon & Walhaie

Schlagwörter: Natur

Highlights: Walhaie

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Was noch fehlt, ist der südöstliche Zipfel von Luzon. Und mir fällt nur ein Grund ein, warum du in diesen entlegenen Teil kommen solltest. Walhaie. Es gibt nur wenige Orte auf der Welt, wo du mit diesen Meeresgiganten schwimmen kannst. Und Donsol ist einer davon. Ein außergewöhnliches Erlebnis, über das du hier mehr erfahren kannst.

 

In der Nachbarstadt steht übrigens der aktivste Vulkan der Philippinen. Der Mount Mayon, der wegen seiner perfekten Kegelform gerne „Mount Fuji der Philippinen“ genannt wird. Eine Reise zum Vulkan nach Legazpi lohnt sich im Moment nur bedingt, da er wieder am Brodeln ist und du einen Sicherheitsabstand einhalten musst. Ihn sich kurz anzuschauen, wenn du sowieso in der Gegend bist, jedoch schon.

 

Off-the-Beaten-Path

 

Abschließend noch zwei eher unbekannte Ecken. Da wäre die Caramoan Halbinsel, die gerne mit El Nido verglichen wird. Aber es fehlen noch günstige Unterkünfte, was aber nur eine Frage der Zeit ist.

 

Und Nummer zwei ist der Catandayagan Wasserfall, der dramatisch aus 18 Metern direkt ins Meer stürzt. Du findest ihn auf der Ticao Island auf halbem Weg von Donsol nach Masbate. Eine lange Anreise für einen Wasserfall, wenn du mich fragst.

 

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Mindoro: Für Taucher

Schlagwörter: Strand, Tauchen

Highlights: Apo Reef

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Wir springen weiter in den Westen, nach Mindoro. Die Insel liegt südlich von Manila und hat ehrlich gesagt wenig für Touristen zu bieten.

 

Einzige Ausnahme ist Puerto Galera, ein klassischer Ferienort am Meer. Beliebt wegen seiner Nähe zu Manila, wobei auch immer mehr chinesische Urlauber kommen. Die Strände sind nicht schlecht, aber stell dich ebenfalls auf Kommerz, Trubel und laute Karaoke-Bars ein.

 

Für Taucher lohnen sich die Riffe von Sabang, direkt nördlich von Puerto Galera. Und natürlich das Apo Reef, das zu den besten Tauchgebieten der Welt zählt. Es liegt mitten im Meer, südwestlich von Mindoro in Richtung Coron. Fernab von allem, was es vor einem großen Ansturm bewahrt. Auf einem Tagesausflug (ca. 150 Euro) von Sablayan kannst du es besuchen.

 

Direkt um die Ecke von Sablayan liegt noch die süße kleine Insel Pandan, wo du ein paar Tage relaxen kannst, wenn du schon mal hier bist.

 

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Palawan & Coron: Ein Stück vom Paradies

Schlagwörter: Natur, Strand, Tauchen

Highlights: Bootstour in Coron & El Nido, Schnorcheln

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Link-Tipp: Hier findest du alles, was du für eine Reise durch den Norden von Palawan brauchst.

 

Vom Apo Reef ist es nicht mehr weit nach Coron und weiter nach Palawan im Südwesten der Philippinen.

 

Seit ein paar Jahren kommen immer mehr Backpacker nach Palawan und es mausert sich zu einer klassischen Station auf dem Banana Pancake Trail durch Südostasien. Zu recht, denn Palawan ist die schönste Insel der Philippinen (jedenfalls, was ich gesehen habe). Und auch Coron ist ein Traum und längst kein Geheimnis mehr.

 

Der Süden von Palawan wird hingegen gemieden, da er als nicht sicher gilt und viele Regierungen eine Reisewarnung für diesen Bereich ausgesprochen haben. Der Norden hingegen ist sicher.

 

Palawan

Palawan ist ein Stück vom Paradies mit palmengesäumten Traumstränden, kleinen Insel-Juwelen, einer bunten Unterwasserwelt und diesen markanten Karstfelsen.

 

Fast alle Backpacker landen in Puerto Princesa und arbeiten sich langsam in den Norden vor. Auf ihrem Weg besuchen sie den Untergrundfluss in Sabang, entspannen am Strand von Port Barton und enden in El Nido. Ein krönender Abschluss und Highlight von Palawan ist die Bootstour zu den vorgelagerten Inseln und Lagunen.

 

Palawan ist einfach zu bereisen und perfekt für Newbie-Backpacker.

 

Coron

Von El Nido kannst du die Fähre rüber nach Coron nehmen, das wegen seiner Abgeschiedenheit weniger Backpacker anzieht. Es ist wie El Nido, nur ruhiger. Same same.

 

Eine gute Basis ist Coron Town, von wo aus du Touren unternehmen kannst. Ein Highlight ist die Islandhopping-Tour, die Lagunen (Twin Lagoon) und die Seen (Barracuda, Kayangan) auf Coron Island. Ansonsten kannst du an einem der Riffe (Siete Pecados, Calamian) tauchen gehen oder Freediving zum Schiffswrack machen.

 

Wohin geht’s als nächstes? Am besten per Flugzeug zurück nach Manila. Jetzt stehen dir alle Möglichkeiten offen, in andere Teile der Philippinen zu fliegen.

 

 

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Boracay & Romblon Inseln: Kleine Trauminseln

Schlagwörter: Strand, Natur, Tauchen, Off-the-Beaten-Path

Highlights: Traumstrände, Bonbon Beach, Schnorcheln

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So kannst du zum Beispiel nach Caticlan im Norden von Panay fliegen, von hier aus ist es nur eine kurze Fährfahrt nach Boracay. Dem neuen Boracay wohlgemerkt, denn die Party-Zeiten sind vorüber. Die Traumstrände sind geblieben, nur das Publikum wird sich ändern, denn die Verantwortlichen wünschen sich zahlungskräftigere und ältere Gäste.

 

Wenn du auf der Suche nach unentdeckten Paradiesen bist, musst du mit dem Boot weiter auf die Romblon Inseln fahren. Der Trip ist etwas für Abenteurer, die Unannehmlichkeiten nicht scheuen und keine ausgetretenen Pfade brauchen.

 

Der Explorer Mode

 

Das sieht folgendermaßen aus: Leih dir einen Scooter, frag Locals und nutze Google Maps / Maps.me, um coole Spots zu finden. Begib dich auf die Suche, ohne zu wissen, was dich erwartet und ob es sich lohnt. Wenn du es überhaupt dahin schaffst.

 

Bring Zeit und Ausdauer mit, dann wirst du mit einzigartigen Erlebnissen belohnt.

 

 

Boracay

Aber zurück nach Boracay.

 

Der Tourismus in Boracay uferte in den letzten Jahren immer weiter aus, bis die Regierung es kurzerhand dicht machte. Um der Natur eine Pause zu geben und aufzuräumen. Illegale Häuser wurden abgerissen und eine neue Infrastruktur mit asphaltierten Straßen, Abwasserkanälen und einer Kläranlage wurden angelegt.

 

Seit Oktober 2018 ist Boracay wieder offen und erstrahlt in neuem Glanz. Es wirkt aufgeräumter, ruhiger, sauberer. Die Zukunft soll nachhaltiger sein, damit das Paradies erhalten bleibt. Die Preise sind gestiegen und das Angebot ist mehr auf klassische Urlauber zugeschnitten, mit schicken Hotels und guten Restaurants.

 

Komm nach Boracay, wenn du einen ruhigen Strandurlaub machen willst und gleichzeitig westliche Annehmlichkeiten genießt.

 

 

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Tablas

Boracay kann aber auch nur ein kurzer Stopover sein, um weiter nach Tablas zu fahren. Tablas ist die größte Insel der Romblon Provinz, sie hat einsame Strände und gute Schnorchel-Spots zu bieten. Erwarte keine großen Highlights, genieße es einfach die Insel mit einem Motorrad zu erkunden.

 

Romblon

Weiter geht es zur nächsten Insel. Romblon ist deutlich kleiner, als Tablas und du kannst es entspannt in einem Tag umrunden.

 

Romblon ist bekannt für seine Strände, es sind die schönsten der Region (neben Boracay). Vor allem Bon Bon Beach ist wie aus dem Bilderbuch, eine schmale Sandbank, eingerahmt von diesem magischen türkisfarbenen Wasser. In einer dunklen Nacht kannst du sogar Meeresleuchten sehen.

 

Sibuyan & Cresta de Gallo

Je weiter du dich von Boracay entfernst, desto anspruchsvoller wird die Reise. Next up ist Sibuyan, was ein Mysterium ist. Im Netz findest du so gut wie keine Informationen. Es scheint für die meisten nur ein Sprungbrett nach Cresta de Gallo zu sein.

 

Eine weiße Sandbank mitten im Meer, mit kristallklarem Wasser und einem Hauch von grüner Vegetation. Ein Paradies am Ende der Welt, so fühlt es sich zu mindestens an, wenn du das kleine Eiland betrittst. Das ist dein Robinson Crusoe Moment. Ob das jedoch die lange Anreise wert ist?

 

Zurück geht es so, wie du gekommen bist. Eine Serie aus Boots- und Tricycle-Fahrten über Sibuyan, Romblon, Tablas und Boracay, bis du endlich in Panay bist, wo du wahrscheinlich einen Flieger zurück nach Manila nimmst oder über Land weiter in die Visayas reist, ein eher ungewöhnlicher Weg.

 

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Die Visayas: Inselwelt im Herzen der Philippinen

Im Vergleich zu den Romblon Inseln sind die Visayas ein Kinderspiel und dabei nicht minder schön, nur nicht ganz so einsam. Vor allem die Zentral-Visayas haben viel zu bieten und sind sehr abwechslungsreich. Die richtige Mischung aus Mainstream-Tourismus und authentischen Erlebnissen.

 

Eine andere Welt ist der Osten der Visayas, die beiden Inseln Leyte und Samar sind kaum touristisch erschlossen. Am ehesten wirst du hier Taucher antreffen, vor allem im Süden von Leyte, in der Sogod Bay. Samar hat große Dschungelgebiete, romantische kleine Inseln und schöne Badestrände, aber ist nicht einfach zu bereisen.

 

Zentral-Visayas: Cebu, Bohol & Siquijor

Schlagwörter: Natur, Strand, Tauchen

Highlights: Wasserfälle, Schildkröten Apo Island, Koboldmakis, Scooter Touren

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Link-Tipp: Hier ist dein ausführlicher Backpacker Guide für Cebu, Bohol und Siquijor.

 

Die Zentral-Visayas sind meine Lieblingsecke in den Philippinen. Ich habe es geliebt mit meinem Bike über die Inseln zu cruisen. Überall für Fotos zu stoppen, den Smalltalk mit den freundlichen Filipinos, durch Zufall in Fiestas zu stolpern, wie grün alles war und was es mir für Überraschungen beschert hat (positive versteht sich). All das kannst du natürlich nicht planen, aber vielleicht erlebst du ähnliches.

 

Aber, was erwartet dich nun wirklich.

 

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Cebu

Starten wir mit Cebu. Hier kannst du in einem Scharm aus Sardinen schwimmen. In Moalboal genauer gesagt, es ist zugleich ein guter Ausgangspunkt, um den Süden von Cebu zu erkunden. Und da warten unzählige Wasserfälle auf dich, einer schöner, als der andere. In Cebu gibt es viele versteckte Schätze, die darauf warten, von dir entdeckt zu werden.

 

Weiter geht es auf zwei kleine Inseln direkt vor der Küste im Norden von Cebu. Die größere ist Bantayan und lockt mit den schönsten Strände der Zentral-Visayas. Und etwas weiter östlich ist Malapascua, das ein beliebtes Tauchgebiet ist, wo du Fuchshaien im Wasser begegnest.

 

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Bohol & Siquijor

Springen wir weiter nach Osten, nach Bohol. Was bekannt für seine ikonischen Chocolate Hills und die winzigen Koboldmakis ist, die diese süßen Glubschaugen haben. Und wo du an einem Strand voller Seesterne spazieren gehen kannst.

 

Ein kurze Bootsfahrt entfernt, liegt Siquijor. Das deutlich kleiner ist und das du bequem in einem Tag mit dem Scooter umrunden kannst. Zwischendurch kannst du an Wasserfällen, Stränden, zum Kliffspringen oder Schnorcheln stoppen.

 

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Negros & Panay

Mit der Fähre geht es anschließend rüber nach Dumaguete, dem Dreh- und Angelpunkt auf Negros. Es ist das Sprungbrett zurück nach Cebu und zu Apo Island, wo garantiert täglich die Schildkröte grüßt. Noch nie habe ich so viele an einem Tag gesehen. Einfach nur wow, deshalb bleibst du am besten gleich über Nacht.

 

Das war’s für Negros, kaum ein Backpacker reist weiter in den Norden. Lohnen würde sich Sipalay im Westen schon, was ein kleines ruhiges Naturparadies am Meer ist. Aber es ist nur schlecht zu erreichen. Ansonsten wirst du viele Zuckerrohrfelder rund um Bacolod im Norden vorfinden.

 

Noch weiter westlich liegt die Insel Panay, über die ich noch so gar nichts gehört habe. Nur der Flughafen im Nordzipfel, weil der das Sprungbrett nach Boracay ist.

 

Mindanao

Was jetzt noch fehlt ist Mindanao, die zweitgrößte und südlichste Insel der Philippinen. Eigentlich hat sie viel zu bieten, aber wird von den meisten Reisenden gemieden. Das hat einen traurigen Grund. Denn auf Mindanao tobte über Jahrzehnte ein Bürgerkrieg, der 2014 mit der Unterzeichnung des Friedensabkommen endete.

 

Aber in vielen Teilen kehrt keine Ruhe ein. Vor allem im Süden gibt es weiterhin Anschläge und Auseinandersetzungen zwischen Rebellen und Regierungstruppen.

 

Ist Mindanao sicher zum Reisen?

2017 verschärfte sich die Situation weiter und der philippinische Präsent verhängte das Kriegsrecht über Mindanao.

 

Was bedeutet das?

 

"Für die gesamte Insel Mindanao gilt bis mindestens Ende 2019 Kriegsrecht. Diese Maßnahme beinhaltet u.a. Ausgangssperren, militärische Kontrollposten sowie die Aussetzung bestimmter Bürgerrechte, z.B. des Rechts auf unverzügliche gerichtliche Überprüfung von Inhaftierungen." Quelle: Auswärtiges Amt Deutschland

 

"Angesichts der Sicherheitslage und akuter Entführungsgefahr wird vor Reisen in folgende Regionen oder Gebiete gewarnt:Zamboanga Peninsula (Region IX); Northern Mindanao (Region X); Davao-Region (Region XI), einschließlich der Insel Samal, aber mit Ausnahme von Davao City; Soccsksargen (Region XII), Autonomous Region of Muslim Mindanao (ARMM) mit dem Sulu-Archipel, also den Inseln zwischen Mindanao und Ost-Malaysien (wie Tawi-Tawi, Sulu, Basilan), Sulu-See, Süd-Palawan (südlich von Puerto Princesa)Von nicht erforderlichen Reisen in andere Regionen von Mindanao und in der Mindanao-See wird abgeraten." Quelle: Auswärtiges Amt Deutschland

 

Das ist der Stand im Mai 2019. Generell wird von Reisen nach Mindanao abgeraten und es gibt Reisewarnungen für weite Teile der Provinz.

 

Erkundige dich hier über den aktuellen Stand auf der Webseite des Auswärtigen Amtes.

 

Aber es gibt zwei Inseln, die ich nicht dazu zählen würde und die definitiv eine Reise wert sind.

 

 

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Camiguin: „The Island born of Fire“

Was für ein Beiname, da musste ich gleich an Hawaii denken. Volltreffer. Camiguin ist vulkanischen Ursprungs. Tatsächlich besteht sie fast nur aus Vulkanen, sieben an der Zahl, was wirklich viel für so eine kleine Insel ist. Und es macht sie damit einzigartig, denn keine Insel auf der ganzen weiten Welt hat so viele Vulkane je Quadratkilometer.

 

Ein kleines Juwel, was relativ unbekannt ist. Dabei liegt es quasi nur im die Ecke, zwischen Mindanao und Bohol.

 

Auf Camiguin erwartet dich eine spektakuläre Natur: der aktive Vulkan Hibok-Hibok, Wasserfälle (Tuasan Falls), Wanderungen durch grüne Dschungel, heiße Quellen, Unterwasserspaß und menschenleere Strände. Der Sand ist jedoch braun, wenn du weiße Strände willst, musst du nur auf eine Boot zur White Island springen.

 

 

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Siargo

Schlagwörter: Surfing, Natur, Strand

Highlights: Cloud Nine, Sugba Lagoon, Scooter Tour

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Kommen wir zur letzten Insel, die einst nur unter Surfern bekannt war. Ein Fan vom berühmten Surfbreak Cloud 9 ist kein geringerer als Kelly Slater.

 

In den letzten Jahren wird Siargo auch bei Nicht-Surfern immer beliebter, besonders seitdem es eine direkte Flugverbindung nach Manila gibt. Jetzt ist guter Zeitpunkt für einen Besuch, weil es bereits eine gute touristische Infrastruktur hat, aber noch nicht überlaufen ist.

 

Siargo ist nicht nur für seine guten Wellen bekannt, sondern auch für seine entspannte Atmosphäre und nette Community. Eine Mischung aus Surfern und Expats, Yoga-Studios und Smoothie Bowls, was mich ein wenig an Canggu auf Bali erinnert. Ach so, gute Partys gibt’s natürlich auch.

 

Neben dem Surfen kannst du einen Bootsausflug zu den Inseln machen (Naked , Daku, Guyam Island), in der Subga Lagoon oder den Magpungko Rock Pools planschen. Mit dem Motorrad stehen dir unzählige weitere Strände und palmengesäumte Straßen offen.

 

Siargo hat das gewisse etwas.

 

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So das war’s…. die Inseln der Philippinen im Schnelldurchlauf

Bist du erschlagen vom ganzen Input und den schier unendlichen Möglichkeiten, wohin du reisen kannst. Sorry, jetzt hast du die Qual der Wahl. Vertrau einfach auf dein Bauchgefühl und such dir aus, was dich spontan anspricht.

 

Vielleicht nur ein Tipp abschließend: Weniger ist mehr

Dieser Rat ist goldwert in den Philippinen. Zu schnell verfällst du in FOMO und willst alles beim ersten Mal sehen, aber dabei vergisst du leicht, wie zeitaufwendig es ist von Insel zu Insel zu springen. Such dir daher eine, maximal zwei Regionen für deinen Trip aus. Außer du hast länger Zeit.

 

Mit Palawan und den Zentral-Visayas kannst du nichts verkehrt machen.

 

Hier sind alle Philippinen Artikel gesammelt

Luzon

Mit Walhaien in Donsol schwimmen

Palawan

Zentral-Visayas: Cebu, Bohol & Siquijor

 

Philippinen Reiseführer: Lonely Planet* (deutsch*) | Rough Guide* | Stefan Loose*

 

Hast du noch Fragen?

 

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