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Die Highlights von Luzon: Reisterrassen, Walhaie & Vulkane

Luzon ist die größte Insel der Philippinen und das Herz des Landes. Für Backpacker sind vor allem die Berge im zentralen Norden interessant. Zu den Highlights zählen der Besuch der Reiseterrassen in Banaue und eine Höhlentour in Sagada. Eine ursprüngliche Ecke und so anders, als der Rest der Philippinen.

 

Auf dem Weg nach Manila lohnt sich ein Stopp am Vulkan Pinatubo, den du nur auf einer abenteuerlichen Jeep-Tour erreichen kannst. Manila kannst du ruhig weglassen, fahr lieber direkt durch nach Donsol. Dort hast du die Chance mit Walhaien zu schwimmen.

 

In diesem umfangreichen Guide stelle ich dir die Highlights von Luzon vor und verrate dir alles, was du für deine Reise wissen musst.

 

Inhaltsverzeichnis

Nord-Luzon

Banaue, Nagacadan & Batad

Bontoc, Maligcong & Kalinga

Sagada

Baguio, Pagudpud & Batanes

 

Zentral-Luzon

Vigan & San Juan

Vulkantour Mt. Pinatubo

Baler, Olongapo & Pundakit Beach

Manila & Magdapio Wasserfall

 

Südost-Luzon

Legazpi & Mount Mayon
Walhaie in Donsol

 

Reiseroute & -tipps

Luzon Reiserouten für 9 Tage bis 2 Wochen

Alles was du vor der Reise wissen musst

 

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Nord-Luzon

Vor allem das zentrale Hochland im Norden wird dich überraschen. Die Philippinen bestehen nicht nur aus Inseln und Stränden, es gibt auch gebirgige kühle Regionen, wo Reis angebaut wird. Für mich war es eine nette Abwechslung nach dem Inselhopping in den Visayas. Und da ich Reisfelder liebe und gerne wandern gehe, hat sich für mich der Trip sowieso gelohnt.

 

Warum du nach Banaue kommen musst

Der Ort selber ist keine Schönheit, dafür aber die umliegenden Reisterrassen, die in die steilen Berghänge gebaut wurden. Teilweise sollen sie 2.000 Jahre alt sein, wobei das von einigen Wissenschaftler bezweifelt wird, sie schätzen sie eher auf 200 bis 300 Jahre. Was immer noch beeindruckend ist.

 

Vor allem Batad darfst du nicht verpassen, die Reisterrassen toppen wirklich alle, die ich bisher auf meinen Reisen gesehen habe (und das waren einige).

 

Ansonsten ist es eine Reise in die Vergangenheit. Die Menschen leben einfach, oftmals vom Reisanbau. Ein krasser Gegensatz zu den modernen Städten in den Philippinen. Kein Wunder also, dass immer mehr junge Leute wegziehen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Immer weniger haben Lust auf die harte Arbeit und das entbehrungsreiche Leben in den Bergen.

 

Komm also schnell, solange die Reisterrassen noch in voller Blüte erstrahlen.

 

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Banaue

Als ich morgens um 4 Uhr mit dem Bus in Banaue ankomme, ist es noch stockdunkel und bitterkalt. Diese Temperaturen bin ich nach Monaten in den Tropen gar nicht mehr gewöhnt, also ziehe ich mir schnell was warmes an. Banaue liegt auf 1.200 Metern Höhe und besonders nachts wird es kalt.

 

Pack-Tipp: Bring also besser ein paar warme Klamotten und eine Regenjacke ein.

 

Ansonsten ist Banaue eine gute Basis, um die umliegenden Dörfer und Reisterrassen zu erkunden.

 

Die beste Zeit für einen Besuch ist von März bis Juni, wenn die Felder mit Reise bepflanzt sind.

 

Spaziergang durch die Reisterrassen

Direkt oberhalb von Banaue liegen die ersten Reisterrassen, die du zu Fuß erkunden kannst. Folge einfach der Straße Richtung Bontoc den Berg hoch, zwischendurch bieten sich dir immer wieder schöne Ausblicke. Du wirst am Wegesrand auf alte Menschen treffen, die traditionelle bunte Kleider tragen. Gegen eine kleine Spende lassen sie sich gerne fotografieren.

 

Nach einer guten Stunde (ca. 4 km) erreichst du den „Main Viewpoint“ von Banaue. Von hier aus kannst du zurück ins Dorf durch die Reisfelder laufen.

 

Folge einfach meiner Wegbeschreibung:

 

Geh am Café die Treppe runter, folge dem schmalen Pfad und überquere an der Brücke den Wasserlauf. Danach geht es die Treppen hoch. Irgendwann zweigt rechts eine weitere Treppe ab, der du folgst. Nach einer Weile triffst du auf Hütten. Ein schmaler Pfad führt dich geradeaus drauf zu, folge ihm zwischen den Hütten hindurch.

 

Anschließend steigst du zu einem weiteren Bach hinab, den du an der Brücke überquerst. Dann geht es steil hoch zu einem Wasserkanal, dem du nach rechts für eine lange Zeit folgst. Es kommen weitere Hütten, zwischen denen du her gehen musst. Folge der Treppe hinab, an der Kreuzung biegst du rechts ab.

 

Der Weg schlängelt sich weiter zwischen den Hütten immer weiter ins Tal, bis du unweit von der Schule in Banaue rauskommst.

 

 

Unterkunftsempfehlung

In Banaue gibt es eine gute Auswahl an einfachen Homestays, die du nicht im Internet findest. Such daher lieber erst vor Ort. Im Tourism Center können sie dir helfen etwas passendes zu finden oder du schaust dich selber um.

 

Ich kann dir das Halfway Homestay* empfehlen (unterhalb der Halfway Lodge), wo du für ein Einzelzimmer 250 PHP (ca. 4,27 Euro) zahlst. Das Zimmer ist einfach, dafür ist der Blick schön. Du hast eine warme Dusche, aber kein Internet und Strom nur oben im Gemeinschaftsraum. Weitere Unterkünfte findest du auf Booking.com*.

 

Essenstipp: Wenn du nachmittags Hunger auf ein Stück Kuchen hast, schau mal in der Dreamer’s Bakery vorbei, die zwischen dem Markt und Rathaus auf der linken Seite liegt. Kurz danach findest du ein einfaches Eatery, dass auch vegetarische Gerichte hat.

 

An- & Weiterreise

Es gibt keinen schnellen Weg nach Banaue. Der einzige Weg in die Berge ist mit dem Bus.

 

Manila: Bus, 6 Stunden, 490 PHP (ca. 8,37 Euro), tagsüber & nachts (Ankunft gegen 4 Uhr)
Bontoc: Jeepney um 8 Uhr morgens, ca. 2 Stunden / Minivan morgens (wenn voll) 150 PHP (ca. 2,56 Euro)
Sagada: Jeepney oder Minivan nach Bontoc, danach Jeepney nach Sagada, 50 PHP (ca. 85ct) / Bus gegen 4 & 11 Uhr, 3 Stunden, 300 PHP (ca. 5,12 Euro)

 

Link-Tipp: Hier findest du die wichtigsten Infos für Banaue kompakt zusammengefasst auf Wikitravel.

 

Mehrtageswanderung

Wenn du etwas Zeit hast und gerne wandern gehst, kannst du eine zwei- oder dreitägige Wanderung durch die umliegenden Berge machen. Die meisten Touren führen von Banaue über Cambulu nach Batad, dabei geht es mitten durch Bergdörfer und Reisterrassen. Du übernachtest in kleinen Dörfern in einfachen Homestays, was an sich schon ein Erlebnis ein.

 

Auf der Tour siehst du mehr von der schönen Landschaft und bekommst einen kleinen Einblick in das Leben in den Bergen. Im Tourism Center kannst du eine Tour buchen. Schau dir vorher das Video von Flying the Nest an, ob das etwas für dich ist.

 

Die Nagacadan Reisterrassen bei Kiangan

Rund um Banaue gibt es unzählige Reisterrassen. Ein lohnenswerter Ausflug ist zu den Nagacadan Reisterrassen bei Kiangan. Das Setting ist weniger spektakulär, dafür wirst du mit höchster Wahrscheinlichkeit der einzige Tourist sein und kannst ganz ungestört durch die Felder streifen. Die beste Aussicht hast du von der Kapelle.

 

Um hierher zu kommen, musst du ein Jeepney von Banaue nach Lagawe für 40 PHP (70ct) nehmen. Dann ein Tricycle nach Kiangan (Shared, 20 PHP, 35ct), die hier abfahren. Die letzten 3,6 Kilometer kannst du per Tricycle zurücklegen (Shared, 20 PHP, 35ct).

 

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Die Batad Reisterrassen

Aber Nagacadan war nur ein kleiner Vorgeschmack, denn das eigentliche Highlight von Banaue sind die Reisterrassen von Batad. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich auf die Terrasse des Restaurants hinaustrat. Der Anblick hat mir wirklich den Atem verschlagen und das ist keine Übertreibung. Dies sind die wohl geformtesten Reisterrassen, die ich jemals gesehen habe.

 

In Batad stimmt einfach alles. Das schmale Tal mit seinen grünen Bergen, dass sich wie ein Amphitheater öffnet und dessen steilen Hängen überzogen sind von Terrassen, die sich langsam ins Tal ergießen. Und mein Timing war einfach perfekt, da überall junge Reispflanzen, in diesem intensiven frischen grün mir entgegen strahlten.

 

Mittlerweile gibt es nur noch eine Ernte pro Jahr. Je nach Wetter wird der Reis Ende Februar oder Anfang März ausgesät und Ende Mai oder Juni geerntet. Das ist die beste Zeit für einen Besuch, da die Reisterrassen bepflanzt am schönsten aussehen.

 

Was gibt es tun

In Batad kannst du dich frei in den Reiseterrassen bewegen und alles auf eigene Faust erkunden. Wirklich verlaufen kannst du dich dabei nicht, ein Guide ist also nicht unbedingt notwendig.

 

Versuch dich links zu halten, wenn du am Rand des Tales ankommst. Dann musst du nicht hinabsteigen, sondern kannst auf einer Höhe durch die Reisfelder zum Aussichtspunkt laufen. Die steile Treppe hinauf wirst du bereits von weitem sehen. Der Aufstieg ist zwar anstrengend, aber ich verspreche dir, es lohnt sich. Der Blick ist atemberaubend.

 

Im Anschluss geht es hinab ins Tal. Halt dich links, wenn du zum Tappiyah Wasserfall willst. Für den Ausflug brauchst du etwa zwei Stunden. Mich haben die viele Leute abgeschreckt, daher habe ich mir stattdessen anderen Ecken von Batad angeschaut.

 

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Lohnt es sich in Batad zu übernachten

Ohne Probleme kannst du Batad auf einem Tagesausflug von Banaue aus besuchen. Das ist praktisch, aber schöner ist es hier über Nacht zu bleiben. Es gibt ein paar süße kleine Homestays im Dorf. Und gerade in den Morgen- und Abendstunden ist Batad sehr idyllisch, so ganz ohne Trubel.

 

Nur der Weg hierhin ist etwas beschwerlich, denn du musst von der Straße ein Stückchen zu Fuß gehen. Vor allem auf dem Rückweg geht es bergauf. Mein Tipp: Bring nur das nötigste mit und such dir ein Homestay oben.

 

Noch ein Hinweis: Jeder Besucher muss eine Environmental Fee von 70 PHP (ca. 1,20 Euro) zahlen, wenn du ohne Guide unterwegs bist und nicht in Batad übernachtest, musst du hierfür jemanden in einem Homestay ansprechen. Der wird dich dann registrieren und das Geld entgegen nehmen.

 

Wie kommst du nach Batad

Bleibst du über Nacht, kannst du ein Jeepney nehmen (150 PHP, ca. 2,56 Euro). Es fährt täglich nur eins. In Banaue fährt es nachmittags gegen 15 Uhr los und kehrt am nächsten Morgen von Batad zurück.

 

Für einen Tagesausflug brauchst du dein eigenes Transportmittel. Erkundige dich in deinem Homestay oder im Tourism Center. Ein Tricycle kostet zwischen 700 bis 1.200 PHP (ca. 12 bis 21 Euro). Ich bin spontan das erste Stück gegangen und dann per Anhalter weiter. Auf dem Rückweg hatte ich auch Glück eine Mitfahrgelegenheit zu finden, die Philippiner sind einfach super hilfsbereit.

 

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Bontoc

Bontoc ist ein Sprungbrett nach Sagada und in die abgelegene Provinz Kalinga im Norden. Eine sagenumwobene Welt, die noch vor ein paar Jahren niemand kannte. Das änderte sich langsam in 2013, als ein Fernsehteam eine Dokumentation über die Tattoo-Tradition in Kalinga drehte. Aber mehr dazu später.

 

Lass uns kurz über Bontoc sprechen, es ist ein wichtiges Drehkreuz für die Region. Für Reisende hat es jedoch wenig zu bieten, einzige Ausnahme sind die Reisterrassen von Maligcong.

 

An-/Weiterreise nach Bontoc

Banaue: Jeepney, 2 Stunden, 150 PHP (ca. 2,56 Euro), mittags / Minivans, wenn voll, zum gleichen Preis
Sagada: Jeepney, stündlich, 50 PHP (85ct), 1 Stunde, sie fahren hier ab / Bus früh morgens (Coda Lines)
Baguio: Bus (GL Trans oder Rising Sun), 6 Stunden, 245 PHP (ca. 4,18 Euro)
Manila: Bus (Coda Lines), 8 Stunden

 

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Die Reiseterrassen von Maligcong

In Maligong hatte ich etwas Pech, die Reisaussaat hatte noch nicht begonnen und die Felder sahen trostlos aus. Noch dazu gab es gleich mehrere gelegte Waldbrände in der Umgebung und die Luft war voller Rauch, es stank und die Sicht war schlecht.

 

Aber du musst unbedingt nach Maligcong kommen!

 

Denn wenn die Reisfelder bepflanzt sind, sind die Reisterrassen wunderschön, besonders von oben. Die Aussicht vom Mount Kupapey muss atemberaubend sein. Für 500 Peso (ca. 8,54 Euro) kannst du einen Guide anheuern, der dich zum Sonnenaufgang auf den Mt. Kupapey führt, damit du den „Sea of Clouds“ erleben kannst. Bitte ihn auf dem Rückweg dir die schönsten Ecken der Reisfelder zu zeigen.

 

Übernachten kannst du in einem der Homestays, wie zum Beispiel in Suzette’s, Vilma’s oder Chen’s Homestay. Für das Privatzimmer zahlst du etwas 300 bis 400 Peso (ca. 5 bis 7 Euro), plus 30 Peso (50ct) Environmental Fee.

 

So kommst du nach Maligcong

Es fahren täglich mehrere Jeepneys von Bontoc nach Maligcong. Die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde und kostet 20 Peso (35ct). In Bontoc fahren sie seitlich vom Dorfplatz ab und in Maligcong kannst du das Jeepney an der Abzweigung abfangen.

 

Hinfahrt: 8:00 / 12:00 / 14:30 / 17:30 Uhr
Rückfahrt: 6:30 / 8:00 / 9:00 / 14:00 / 16:00 Uhr

 

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Kalinga

Nur wenige Backpacker machen sich auf den weiten Weg in die Provinz Kalinga. Eine Bergregion, die vom Reisanbau lebt und die einst die Heimat von Kopfgeldjägern war und mittlerweile bekannt für ihre Tätowierkunst ist.

 

Noch heute kannst du dort alte Frauen antreffen, deren Arme mit großflächigen Tattoos überzogen sind, aber keine jungen mehr. Einst ließen sich Frauen tätowieren, um attraktiver für Männer zu sein. Und Männer hingegen ließen sich eins stechen, wenn sie in den Kampf zogen oder glorreich zurückkehrten.

 

Traditionen verändern sich, auch wenn sie schon seit eintausend Jahren bestehen. Heute triffst du stattdessen Touristen bei den Tattoo-Ladies in Buscalan. Dem Fernsehen sei Dank

 

Aber es gibt nicht nur Tattoos in Kalinga, sondern auch schöne Reisterrassen, so zum Beispiel in Buscalan-Loccong, Bugnay, Tulgao, Dananao, Luplupa and Ambato Legleg.

 

Tinglayan

Etwa 50 Kilometer nordöstlich von Bontoc liegt Tinglayan, das ein guter Ausgangspunkt für Kalinga ist. Es kommen täglich Busse von Bontoc her, die Fahrt dauert etwa drei Stunden. Im Ort kannst du dir einen Guide suchen, um eine der alten Kopfgeldjäger-Dörfer zu besuchen oder dich auf eigene Faust auf nach Buscalan machen.

 

Zu Besuch bei der Tattoo-Lady in Buscalan

Früher hatte jedes Dorf eine Mambabatok (Tattoo Meisterin), die immer eine Frau war. Diese gab ihr Wissen traditionell an ihre Tochter weiter. Heute ist nur noch EINE übrig, sie heißt Apo Whang-Od (Fang-Od), ist über 100 Jahre alt und hat keine Kinder. Vor einigen Jahren hat sie sich deshalb über die Tradition hinweg gesetzt und den Enkeltöchtern ihres Bruders ihr Handwerk beigebracht.

 

Jetzt führen sie ihr Erbe fort, dafür verwenden sie wie früher den Dorn einer Pampelmuse (Pomelo) und stechen Tattoos per Hand. Aber die Kundschaft hat sich verändert. Wenn du neugierig bist, kannst du hier mehr über die Tattoo-Tradition nachlesen und hier wie du nach Buscalan kommst.

 

 

Sagada

Kalinga war etwas Off-the-Beaten-Path, aber Sagada ist das definitiv nicht, mir war es fast schon zu touristisch. Und doch liegt Sagada idyllisch in einem Tal mit Reisfeldern, umgeben von Pinienwäldern und grünen Bergen. Bekannt ist es für seine Höhlengräber mit den hängenden Särgen und seinen Tropfsteinhöhlen.

 

Direkt nach deiner Ankunft in Sagada musst du dich im Tourist Information Center registrieren lassen und die 50 Peso (85ct) Environmental Fee zahlen. Heb den Beleg gut auf, du wirst ihn später noch brauchen. Hier bekommst du auch Informationen zu allen Aktivitäten und kannst Touren buchen, die dann auf deinem Beleg notiert werden.

 

Mittlerweile darfst du so gut wie gar nichts mehr alleine in Sagada unternehmen, nur noch in Begleitung eines Guides. Das wird für Alleinreisende schnell teuer, außer du findest andere Leute, denen du dich anschließen kannst.

 

Nachfolgend stelle ich dir die wichtigsten Touren mit den aktuellen Preisen (Stand: Februar 2019) vor. Hier findest du eine Übersicht aller Touren.

 

 

Die Höhlentouren

Mein persönliches Highlight war die Höhlentour, die durch die Sumaguing Cave ging. Es hat Spaß gemacht die Tropfsteinhöhle aktiv zu erkunden, wir mussten klettern, durch knietiefes Wasser waten und durch eine Engstelle krabbeln.

 

Deutlich herausfordernder muss die Cave Connection sein, in der du nicht nur nass, sondern auch dreckig wirst. Du solltest für diese Tour nicht unter Klaustrophobie leiden, da es ein paar mal wirklich eng wird. Noch extremer soll die Crystal Cave sein, sie steht noch nicht mal auf dem Zettel.

 

Sumaguing Cave (einfach): 800 PHP (ca. 13,66 Euro) für 1-4 Personen, inkl. Lumiang Burial Cave
Cave Connection (anspruchsvoll): 1.000 PHP (ca. 17 Euro) für 1-2 Personen
Crystal Cave (nur für Fitte): 3.000 PHP (ca. 52 Euro) für 1 Person

 

Tipp: Bring eine Stirnlampe* mit, da der Guide nur eine Laterne hat. Bist du direkt hinter ihm, reicht das aus, aber wenn nicht, stehst du sonst oft im Dunkeln.

 

 

Die Höhlengräber

Auf der Tour zum Echo Valley kannst du mehr über die hängenden Särge erfahren und einige sehen. Ich war etwas enttäuscht, da ich bereits vor einigen Jahren eine ähnliche Tradition auf Sulawesi kennengelernt habe, die dort viel lebendiger und faszinierender war.

 

Echo Valley: 300 PHP (ca. 5,12 Euro) für 1-10 Personen

 

Wenn du dich für die Beerdigungskultur interessiert, solltest du über einen Stopp in Kabayan nachdenken, wo eine 500 Jahre alte Mumie in einem der Höhlengräber gefunden wurde. Von dort kannst du übrigens eine zweitägige Wanderung zum Mount Pulag machen.

 

Wanderungen & Wasserfälle

Rund um Sagada gibt es viele lohnenswerte Wanderungen, die du jedoch nur mit einem Guide unternehmen darfst. Die Lieblingstour von meinem Guide geht durch die Marlboro Hills, von anderen wurde mir die Wanderung auf den Mount Kiltepan zum Sonnenaufgang empfohlen.

 

Bei den Wasserfällen ist am beliebtesten der Bokong, wahrscheinlich weil der Weg einfach ist, aber dafür ist er etwas langweilig. Lohnenswerter, aber auch anspruchsvoller, sind die Wanderungen zum Bomod-Ok und den Pongas Wasserfällen.

 

Marlboro Hill zum Sonnenaufgang: 2-3 Stunden, 800 PHP (ca. 13,66 Euro) für 1-10 Personen, + 650 PHP (ca. 11,10 Euro) pro Person für Transport
Bomod-Ok Wasserfall: 3 Stunden, 500 PHP (ca. 8,54 Euro) für 1-7 Personen, + 500 PHP (ca. 8,54 Euro) pro Person für Transport
Pongas Wasserfall: 3 Stunden, 600 PHP (ca. 10,23 Euro) für 1-10 Personen, + 650 PHP (ca. 11,10 Euro) pro Person für Transport

 

An-/Weiterreise Sagada

Sagada ist relativ gut erreichbar.

 

Bontoc: Jeepney, stündlich vormittags, 50 PHP (85ct), 1 Stunde
Banaue: am besten über Bontoc / Bus selten
Baguio: Bus, stündlich vormittags, 7 Stunden, 250 PHP (ca. 4,26 Euro)
Manila: Bus, 7-8 Stunden, selten

 

Noch ein paar Tipps

  • Es gibt nur einen Geldautomaten in der Stadt und der ist nicht zuverlässig. Bring also genug Bargeld.
  • In Sagada gibt es eine Sperrstunde. Um 21 Uhr müssen alle Lokale schließen.

 

Unterkunftsempfehlung: Das Indigenous Inn hat nette, saubere Zimmer, die schön hell sind. Ein Doppelzimmer für eine Person kostet 350 Peso (ca. 6 Euro). Es hat einen Mini-Balkon und Strom im Zimmer, aber kein Internet. Auf dem Flur sind die Gemeinschaftsbäder mit warmen Duschen.

 

Sagada ist sehr beliebt, daher buch in der Hauptsaison vorab. – Weitere Unterkünfte in Sagada* findest du auf Booking.com. Wenn du planst über das Wochenende oder an Feiertagen Sagada zu besuchen, solltest du auf jeden Fall eine Unterkunft vorab buchen. Ich musste meinen Aufenthalt verkürzen, weil das ganze Dorf ausgebucht war.

 

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Baguio

Ein Stopp in Baguio lohnt sich nicht wirklich. Am schönsten fand ich die Shopping-Mall, dass sollte als Abschreckung reichen. Ich bin eher unfreiwillig hier gestrandet und habe mich gefreut am nächsten Morgen weiter an die Westküste zu fahren. Ich rate dir, vorab ein Hotel online zu buchen*. Denn ich habe spontan auf die Schnelle nur ein teures Hotel gefunden.

 

Pagudpud

Bevor es weiter nach Zentral-Luzon geht, springen wir für zwei eher ungewöhnliche Orte in den Norden.

 

In Pagudpud findest du palmengesäumte Strände und gute Wellen zum Surfen, die bei weitem nicht so überlaufen sind. Die Blue Lagoon soll ein Paradies für Surfer sein, aber auch für alle anderen lohnt sich der Trip. Hier findest du Inspirationen, was du alles in Pagudpud unternehmen kannst. Und hier ist eine Übersicht an Unterkünften*.

 

Batanes

Die Batanes sind wirklich ungewöhnlich und wenn ich dir Fotos zeige, wirst du mir nicht glauben, dass wir noch in den Philippinen sind. Es wird dich eher an Schottland erinnern. Das Klima ist rau und regenreich. Die Menschen leben von der Viehzucht und vom Fischfang.

 

Die Inselgruppe der Batanes liegen 160 Kilometer nördlich von Luzon, auf halbem Weg nach Taiwan.

 

Gelesen habe ich über sie auf dem Blog von Indie Traveller, der begeistert von seinem Besuch war.

 

 

Zentral-Luzon

 

Vigan

Lass uns nun an die Westküste in Zentral-Luzon springen.

 

Vigan war im 16. Jahrhundert die zweitwichtigste Stadt in den Philippinen und bis heute hat es sich sein koloniales Antlitz bewahrt, was von den Spaniern geprägt wurde. Doch das alles wirkt etwas kitschig und scheint besonders den einheimischen Touristen zu gefallen.

 

Auf die Frage, ob Vigan einen Besuch wert ist, antwortet Michael vom Reiseblog Time Travel Turtel mit NEIN. Aber lies selber.

 

Anreise

Baguio: Bus, 4,5 Stunden, 350 PHP (ca. 6 Euro)
Manila: Bus, 10 Stunden, 670 PHP (ca. 11,44 Euro), mit Stopp in San Juan

 

Ich habe selber kurz über Vigan nachgedacht, mich aber dann für San Juan und den Strand entschieden.

 

 

San Juan, La Union

San Juan ist besonders bei Surfern für seine lange Welle bekannt, die ideal für Longboarder und Beginner ist. Von Oktober bis März ist daher hier viel los, besonders am Wochenende, wenn Leute aus Manila vorbei kommen. Der Vibe in San Juan ist eine Mischung aus „Hipster meets Surfer“: entspannte Atmosphäre mit schön gestalteten Locations, einem großen Essensangebot und etwas höheren Preisen.

 

Neben dem Surfen, kannst du am Strand joggen oder spazieren gehen, in einem der coolen Cafés oder Beach Bars abhängen. Einfach mal abschalten und die Surfer beobachten.

 

Ansonsten lohnt sich ein Ausflug zum Tangadan Wasserfall

 

Wenn ihr zu dritt seid, könnt ihr euch direkt ein Tricycle von San Juan nehmen. Alternativ nimm ein Jeepney nach San Fernando (10 PHP, 20ct) und ein weiteres nach San Gabriel (19 PHP, 30ct). Sag dem Fahrer, dass du zum Wasserfall willst, er lässt dich dann an der richtigen Stelle raus. Dort warten bereits Tricycles (50 PHP, 85ct), die dich zum Start des Wanderweges bringen. Dort zahlst du 30 Peso (51ct) Eintritt für den Tangadan Wasserfall.

 

Hostel-Empfehlungen

Ein Hipster Hostel ist das Charlie’s Hangar Surf Hostel direkt am Strand, mit Sitzsäcken und einem Flugzeug im Garten (so cool). Es ist brandneu und top für den Preis.

 

Wenn dir das zu clean ist und du Geld sparen willst, wird dir das Circle Hostel gefallen, dass eine entspannte Atmosphäre hat und wo du einfach Leute kennenlernst. Aber es ist sehr einfach, die Dorms haben noch nicht mal Wände, alles ist offen. Und es ist sehr beengt, voll besetzt kann ich es mir nicht vorstellen.

 

Noch mehr Unterkünfte findest du auf Booking.com*.

 

So kommst du nach San Juan

Von Baguio fahren Busse nach Vigan, die in San Juan vorbeikommen, sag dem Busfahrer einfach, wo du aussteigen willst. Wenn du von San Juan nach Baguio oder Manila weiter fahren willst, nimmst du am besten ein Jeepney (10 PHP, 20ct) ins nahegelegene San Fernando. Sag dem Fahrer, dass du zur Partas Busstation willst.

 

Vigan: Bus, 100 PHP (ca. 1,70 Euro)
Baguio: Bus nach Vigan, 100-129 PHP (ca. 1,67-2,20 Euro)

 

Hundred Islands Nationalpark

Bei meiner Recherche nach einem netten Ort am Meer in Luzon, bin ich auf den Hundred Islands Nationalpark gestoßen und war von den Fotos begeistert. Habe mich aber doch dagegen entschieden, weil das Inselparadiese etwas überlaufen ist. Noch dazu sind die Unterkünfte auf den Inseln begrenzt und es wäre schwierig gewesen so kurzfristig etwas zu finden. Aber ich wollte es wenigstens kurz erwähnen.

 

Alternativ kannst du in Alaminos* übernachten und einen Tagesausflug per Boot zu den Inseln machen.

 

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Vulkantour zum Mount Pinatubo

Kommen wir nun zu einem weiteren Highlight meines Luzon Backpacking Trips, die Tour zum Pinatubo.

 

In 1991 ist der Vulkan Pinatubo zuletzt ausgebrochen. Die Eruption war massiv und gehört zu den größten des 20. Jahrhunderts, die Auswirkungen waren weltweit zu spüren. Der Vulkanausbruch hat verheerende Schäden angerichtet und fast 900 Menschen das Leben gekostet. Zum Glück konnten etwa 10.000 Menschen früh genug evakuiert werden.

 

Mehr über die Geschichte vom Pinatubo kannst du hier nachlesen.

 

Seitdem ist Ruhe eingekehrt und auf einer abenteuerlichen Jeep-Tour kannst du nun den Pinatubo besuchen.

 

Tour von Santa Juliana

Die Jeeptouren starten im kleinen Santa Juliana. Von hier aus geht es mit verrosteten alten Jeeps durchs Flussbett zum Vulkan, was natürlich nur in der Trockenzeit von Dezember bis April möglich ist. Auf der einstündigen Fahrt wirst du kräftig durchgeschüttelt, aber es macht gleichzeitig wahnsinnig viel Spaß. Schon hier kannst du sehen, was für eine zerstörerische Gewalt der Vulkanausbruch hatte.

 

Achtung: Es wird staubig. Zieh am besten einen Kapuzenpulli und ein Schlauchtuch* als Mundschutz an.

 

Die letzten Meter musst du zu Fuß gehen, aber der Weg ist einfach und es geht nicht viel bergauf. In einer guten halben Stunde bist du oben und blickst hinab auf die Caldera, die mittlerweile mit Wasser gefüllt ist. Die Berghänge werden oft von Wolken umspielt und nachmittags sind sie meist komplett in den Wolken verschwunden.

 

Im Anschluss geht’s zurück nach Santa Juliana.

 

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So läuft die Tour ab

Die Touren starten früh morgens zwischen 6 und 8 Uhr, deshalb macht es Sinn die Nacht vorher in Santa Juliana zu verbringen. Dann kannst du in Ruhe alles organisieren und länger schlafen. Nicht empfehlen kann ich dir eine Tagestour von Manila oder Angeles City zu buchen, weil sie überteuert sind und du später dran bist. Das Problem sind die Wolken, oft hast du nur morgens eine gute Sicht auf die Caldera.

 

Unterkunft-Empfehlung: Casa Hermogina* & Bognot Lodge* – Beide sind nett und organisieren Touren zum Vulkan.

 

In Santa Juliana organisiert das Guesthouse für dich die Tour und stellt die Gruppen zusammen. Auf eigene Faust kannst du die Tour nicht machen. Die Preise sind abhängig davon, wie viele Leute im Auto mitfahren, dass können maximal fünf sein. Im Preis sind jegliche Gebühren und Kosten mit eingeschlossen.

 

Gruppe von 5 Personen: 1.800 PHP pro Person (ca. 31 Euro)
Gruppe von 3 Personen: 2.200 PHP pro Person (ca. 38 Euro)

 

Insgesamt dauert die Tour 4 bis 5 Stunden, so dass du bereits mittags wieder zurück bist und weiter fahren kannst.

 

Wie du nach Santa Juliana kommst

Fahr von Baguio oder Manila nach Dau. Wechsle dort in einen Bus nach Capas (50 PHP, 85ct) und lass dich an der Kreuzung (Junction) absetzen. Von dort kannst du ein Jeepney ins Stadtzentrum nehmen. Neben der Kirche fahren die Jeepneys nach O’Donnell ab (30 PHP, 50ct). Für das letzte Stück nach Santa Juliana musst du dir ein Tricycle nehmen (60 PHP, 1 Euro). Schneller geht es mit einem Tricycle direkt von Capas nach Santa Jualiana (300 PHP, 12 Euro).

 

Baler

Baler gilt als Geburtsort fürs Surfen auf den Philippinen, es liegt an der Ostküste. Egal, ob Anfänger oder Profi, hier findet jeder eine passende Welle. Die besten Bedingungen sind zwischen Oktober und April

 

Alles, was du über Baler wissen willst, findest du auf dem Surfblog sea you soon.

 

Aber nicht nur Surfer kommen nach Baler, er ist ein beliebter Ferienort mit langen Sandstränden. Eine Übersicht an Unterkünften für Baler* findest du auf Booking.com.

 

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Olongapo & Pundakit Beach

Auf meinem Weg nach Manila hatte ich noch etwas Zeit und habe einen Stopp in Olongapo eingelegt. Die Stadt hat eigentlich keinen guten Ruf, da sie für ihren Sex-Tourismus bekannt ist. Davon habe ich aber nichts mitbekommen, weder im alten Hafen in Subic Bay, dass in ein Feriendomizil mit netter Strandpromenade umgewandelt worden ist, noch auf meinen Rundgängen.

 

Ich musste ein paar Dinge in der Stadt erledigen, daher war die Lage in Olongapo besser für mich. Übernachtet habe ich im Subic Bay Hostel*, was ein großes Capsule Hotel ist.

 

Ansonsten würde ich dir raten, direkt am Pundakit Beach bei San Antonio zu übernachten, dem schönsten Strand in der Region. Ich selber habe einen Tagesausflug dorthin gemacht und hatte den Strand fast für mich alleine. Am Wochenende kannst du einen Bootsausflug zum Nagsasa Wasserfall machen.

 

Anreise

Von Olongapo zum Pundakit Beach: Nimm einen Bus für 40 Peso ( ca. 70ct) nach San Antonio und von dort mit dem Tricycle zum 6 Kilometer entfernten Strand (Shared, 20 PHP, 35ct).

 

Manila: Bus Victory Lines, 2,5 Stunden Manila Cubao, 3,5 Stunden Manila Pasay, 300 PHP (ca. 5,12 Euro) / Bus zum Flughafen von Pasay, 150 PHP (ca. 2,65 Euro)
Baguio: Bus Victory Lines, 6 Stunden

 

Manila

Wenn sogar Filipinos (die hier wohnen) dir raten, dass du besser einen großen Bogen um die Stadt machen sollst und das du nichts verpasst. Dann muss da was dran sein, deshalb habe ich Manila nur auf der Durchreise erlebt.

 

Nachdem mir bisher keine Stadt in den Philippinen gefallen hat, ist mir die Entscheidung tatsächlich leicht gefallen. Alle haben sie wenig zu bieten, sind oft hässlich, leiden unter zu viel Verkehr und Lärm. Noch dazu ist Zeit auf Reisen ein Problem, in den Philippinen gibt es einfach zu viel zu sehen, dass deutlich schöner ist.

 

Magdapio Wasserfall bei Pagsanjan

Auf deinem Weg nach Legazpi kannst du einen Stopp am Magdapio Wasserfall einlegen. Komm früh morgens, bevor die Tagestouristen aus Manila anrollen. Spring für 1.400 Peso (ca. 24 Euro) auf ein Boot, dass dich durch einen Canyon zum Wasserfall und sogar dahinter fährt. Zieh Badesachen an und pack deine Wertsachen in einen Dry-Bag, denn du wirst klitschnass.

 

Ich kenne den Wasserfall nur von Fotos und aus Empfehlungen von anderen Reisenden. Daher findest du hier zusätzliche Informationen.

 

Anreise

Vom Buendia Busbahnhof in Manila fahren Busse nach Santa Cruz, wo du ein Jeepney nach Pagsanjan nehmen kannst. Dort starten die Bootstouren.

 

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Südost-Luzon

 

Legazpi

Es gibt zwei Gründe nach Legazpi zu kommen: um mit Walhaien im nahegelegenen Donsol zu schwimmen und wegen dem wunderschönen Vulkan Mayon, der eine perfekte Kegelform hat. Die Einheimischen vergleichen ihn gerne mit dem japanischen Mount Fuji.

 

Mount Mayon

Schon seit längerem brodelt er wieder und du musst einen Sicherheitsabstand einhalten. Aber auch aus der Ferne, ist er schön anzusehen. Eine gute Aussicht auf ihn hast du von der Kathedrale in Daraga und in Cagsawa mit den Ruinen der alten Kirche im Vordergrund.

 

Aber während meiner Zeit hat der Vulkan sich die meiste Zeit hinter Wolken versteckt, deshalb habe ich mich gefreut, dass ich mitten in der Stadt einen Ausguck gefunden habe. Als es dann endlich aufgerissen ist, bin ich schnell in die Ayala Shopping Mall ins oberste Stockwerk hochgefahren. Der Blick von der Außenterrasse direkt beim Starbucks war super.

 

Auf der Durchreise

Ansonsten findest du hier ein paar Ideen, was du rund um Legazpi unternehmen kannst. Und eine Übersicht an Unterkünften* in der Stadt.

 

Donsol: Nimm ein Jeepney nach Daraga (67 PHP, ca. 1,15 Euro), schau dir die Aussicht von der Kathedrale an und steigt dann in ein Jeepney nach Donsol. Alternativ gibt es Minivans, die direkt nach Donsol fahren.
Manila: Nachtbus, 12-15 Stunden, 800-1.000 PHP (ca. 13-17 Euro)

 

 

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Mit Walhaien in Donsol schwimmen

Ursprünglich hatte ich vor in Oslob auf Cebu mit Walhaien zu schwimmen, aber es hat mich abgeschreckt, wie sie dort mit den Tieren umgehen. Deshalb habe ich kurzerhand meine Pläne geändert und bin nach Donsol gekommen.

 

Es ist schon lange ein Traum von mir mit Walhaien zu schwimmen und in Donsol ist er endlich wahr geworden. Es war anders, als ich gedacht habe, aber die gesamte Story ist zu lang für diesen Artikel.

 

Mehr über meine Erfahrung, was gegen Oslob und für Donsol spricht, kannst du hier nachlesen.

 

Im März und April hast du die höchste Chance einen Walhai zu sehen. Sie halten sich zwar generell zwischen November bis Mai in der Region auf, aber die Sichtungen sind viel seltener. Der ganze Spaß kostet dich nur 20 Euro.

 

Wo kannst du schlafen

Außerhalb von Donsol gibt es nette kleine Resorts* direkt am Meer. Ich habe mich für das Dancalan Beach Resort entschieden, weil es nett aussah und direkt nehmen dem Whaleshark Information Center liegt. So konnte ich morgens schnell rüber laufen. Aber die Auswahl ist groß und du kannst ein Tricycle nehmen, wenn es etwas weiter weg liegt.

 

Caramoan Peninsula

Etwas weiter nördlich von Legazpi liegt die Caramoan Halbinsel, die gerne als das nächste El Nido beschrieben wird. Und tatsächlich sehen die Bilder vielversprechend aus, mit weißen Stränden, türkisfarbenem Wasser, Inseln mit Lagunen, Höhlen, Wasserfällen und diesen markanten Karstfelsen. Hört sich verlockend an, aber bisher gibt es nur wenige Unterkünfte*. Es lohnt sich aber im Auge zu behalten.

 

Jetzt hast du eine grobe Idee, was du dir alles in Luzon anschauen kannst und so könnte deine Route aussehen.

 

Reiseroute & -tipps

 

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Luzon Reiserouten

Dies sind nur ein paar Ideen, wie du ein bis zwei Wochen in Luzon verbringen kannst. Alle drei Routen sind relativ straff geplant, nimm dir ruhig mehr Zeit und ergänze sie.

 

Reiseroute 9 Tage – Highlights von Luzon

Tag 1: Ankunft in Manila, Nachtbus nach Sagada
Tag 2+3: Sagada (Höhlentour, Wanderung)
Tag 4+5: Fahrt nach Banaue / Reisterrassen Batad
Tag 6+7: Fahrt nach Maligcong, über Bontoc / Wanderung Mt. Kupapey, Rückfahrt nach Bontoc
Tag 8: Bus nach Baguio, Bus Richtung Manila in Dau aussteigen, Bus nach Capas (Junction), Jeepney O’Donnell, Tricycle San Juliana
Tag 9: Vulkantour Mt. Pinatubo, Rückfahrt nach Manila

 

Reiseroute 12 Tage – Highlights von Luzon + Walhaie in Donsol

Tag 1: Anreise nach Manila, Weiterflug nach Legazpi, Jeepney nach Donsol
Tag 2: Mit Walhaien schwimmen in Donsol (früh morgens), Rückfahrt nach Legazpi
Nachtbus nach Manila
Tag 3: Manila, Nachtbus nach Sagada
Tag 4+5: Sagada (Höhlentour, Wanderung)
Tag 6-8: Fahrt nach Banaue / 2-tägige Wanderung nach Batad
Tag 9+10: Fahrt nach Maligcong, über Bontoc / Tag 10: Wanderung Mt. Kupapey, Rückfahrt nach Bontoc
Tag 11: Bus nach Baguio, Bus Richtung Manila in Dau aussteigen, Bus nach Capas (Junction), Jeepney O’Donnell, Tricycle San Juliana
Tag 12: Vulkantour Mt. Pinatubo, Rückfahrt nach Manila

 

Reiseroute 2 Wochen

Tag 1: Anreise nach Manila, Weiterflug nach Legazpi, Jeepney nach Donsol
Tag 2: Mit Walhaien schwimmen in Donsol (früh morgens), Rückfahrt nach Legazpi
Nachtbus nach Manila
Tag 3: Manila, Nachtbus nach Sagada
Tag 4+5: Sagada (Höhlentour, Wanderung)
Tag 6+7: Fahrt nach Banaue / Reisterrassen Batad
Tag 8+9: Fahrt nach Maligcong, über Bontoc / Wanderung Mt. Kupapey, Rückfahrt nach Bontoc
Tag 10+11: Bus nach Tinglayan, Umland erkunden
Tag 12: Fahrt nach San Juliana
Tag 13: Vulkantour Mt. Pinatubo, Fahrt nach Olongapo über Dau
Tag 14: Pundakit Beach
Tag 15: Rückfahrt nach Manila

 

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Alles was du vor der Reise wissen musst

 

Reisezeit

Beste Reisezeit: Dezember bis April
Regenzeit: Mai bis Oktober
Taifune: Juli bis Dezember
Reis: Aussaat – Ende Februar/März, Ernte – Juli/August

 

Einreise

Beim Check-In des Hinflugs kannst du nach einem Rückflugticket gefragt werden, wenn du keins hast, kannst du dir eins bei BestOnwardticket für 48 Stunden leihen. Am Flughafen in den Philippinen bekommst du ein Visa on Arrival, was 30 Tage gilt. Ist deine Reise länger, kannst du es um weitere 59 Tage in einem Bureau of Immigration für etwa 3.000 PHP (ca. 51 Euro) verlängern lassen.

 

Reisekosten

25 bis 35 Euro pro Tag (Budget Backpacker)

 

Manila Flughafen

Plane einen Zeitpuffer ein, wenn du in Manila umsteigst. Der Ninoy Aquino International Airport hat drei Terminals, die weit auseinander liegen. Du musst einen Bus nehmen, der außen über die normale Straße fährt. Wenn du Pech hast (wie ich) und früh dran bist, musst du sogar ein Taxi oder Grab nehmen.

 

In der Luft sieht es rund um den Flughafen nicht viel besser aus, er ist bekannt für seine Verspätungen. Mir ist es selber passiert, dass wir pünktlich in Palawan gestartet sind und dann eine geschlagene Stunde unsere Kreise gezogen haben, bevor wir landen durften. Plane also auf jeden Fall extra Zeit ein.

 

Transport über Land

Für die weiten Strecken kannst du teilweise das Flugzeug nehmen, aber meistens ist der Bus deine beste Option. Gerade wenn es in die Berge geht, kann die Fahrt länger dauern, als es die Karte vermuten lässt. Dann macht ein Nachtbus Sinn, um Zeit zu sparen.

 

Ein großer Nachteil beim Reisen per Bus ist, dass es selten einen zentralen Busbahnhof gibt.

 

Besonders in Manila ist es chaotisch umzusteigen, daher solltest du vorab immer recherchieren, welche Busgesellschaften du nehmen kannst und wo die Busse ankommen und abfahren. Wenn du zum Beispiel zum Flughafen in Manila willst, ist das Viertel Pasay praktisch. Die Nachtbusse nach Banaue/Sagada fahren im Viertel Cubao ab.

 

Transport kurze Strecken

Für kurze Fahrten kannst du oft ein Jeepney nutzen, dass sind die umgebaute und bunt angemalte Busse, die überall halten. Meist steht außen dran, wohin sie fahren. Frag aber zur Sicherheit immer den Fahrer, ob du richtig bist.

 

Ansonsten kannst du ein Tricycle nehmen, dass sind die Motorräder mit Beiwagen, die du wahrscheinlich überall sehen wirst. Verhandle den Preis bevor du einsteigst. Um Geld zu sparen, kannst du dir mit anderen Leuten teilen. Sag einfach dem Fahrer Bescheid und er sammelt weitere Fahrgäste ein. Alternativ kannst du ein bereits besetztes Tricycle heranwinken, wenn die Richtung stimmt und er Platz hat, nimmt er dich mit.

 

Unterkunft

Das Angebot ist sehr unterschiedlich und hängt davon ab, wo du dich gerade befindest. In den Bergen findest du oft einfache Homestays, die sehr günstig sind. An der Küste und in beliebten Tourist-Orten findest du dagegen eine große Auswahl. Hostels sind hingegen eher selten und nicht immer schön.

 

Die größte Auswahl hast du auf Booking.com*. Besonders für das Wochenende solltest du eine Reservierung haben. Denn in Luzon machen viel mehr Leute kurze Trips über das verlängerte Wochenende oder über die Feiertage.

 

In den Bergen hingegen brauchst du nichts im Voraus buchen, sondern kannst vor Ort schauen. Viele Homestays sind gar nicht erst im Internet zu finden, zudem ist es besser, sich alles selber anzuschauen. Die Orte sind meist überschaubar und die Suche wird nicht lange dauern.

 

Reisetipps

  • Bring ein paar warme Sachen (lange Hose, Pulli, Jacke). Banaue und Sagada liegen über 1.000 Meter und es ist deutlich kühler, vor allem nachts in den nicht geheizten Unterkünften.
  • Für die Wanderungen durch die Reisfelder und Vulkanausflüge brauchst du ein paar Turnschuhe* mit gutem Profil, die dreckig werden können.
  • Ansonsten schau auf meine Südostasien Packliste, ob noch was fehlt.
  • Teilweise brauchst du einen USA-Adapter für die Steckdosen.
  • Bevor du in die Berge fährst, solltest du alle deine Geräte laden und deine Geldreserven auffüllen. Geldautomaten sind selten und spucken nicht immer Geld aus.
  • Reise mit mindestens zwei Kreditkarten, um auf der sicheren Seite zu sein.
  • Und denk dran eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen.
  • Was tun, wenn du ausgeraubt oder bestohlen wirst?

 

Philippinen Reiseführer: Lonely Planet* (deutsch*) | Rough Guide* | Stefan Loose*

 

Hast du noch Fragen?

 

 

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