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Peloponnes für Backpacker: Route & Tipps

Die Peloponnes kannst du sowohl als Backpacker mit dem Bus, als auch mit dem Auto bereisen. In diesem Peloponnes Guide konzentrieren wir uns auf’s Backpacking. So findest du hier Inspirationen, Tipps und Routenvorschläge, die dir bei der Reiseplanung helfen werden.

 

Kennst du schon meinen Reiseguide mit den schönsten Sehenswürdigkeiten der Peloponnes?! Dann schaust du besser zuerst hier rein.

 

Peloponnes Backpacking Reiseroute Karte

 

Die Peloponnes als Backpacker bereisen

Die Peloponnes ist weit weniger beliebt bei Backpackern, was ich gar nicht verstehe. Die Halbinsel ist gut von Athen und Korfu aus zu erreichen, und ist wirklich abwechslungsreich.

 

Ich hatte auch eine falsche Vorstellung, das die Highlights der Peloponnes nur aus antiken Ausgrabungsstätten besteht. Die gibt es zwar, darüber hinaus aber auch schöne Strände, einsame wilde Gegenden, kleine Hafenstädte und Berge zum Wandern.

 

Die Peloponnes ist also lange nicht so angestaubt wie anfangs gedacht.

 

Schau mal in meine Peloponnes Top-Sehenswürdigkeiten Artikel rein.

 

Peloponnes Backpacking Route

Dauer:  10 bis 21 Tagen

 

Patras

1/2 Tag

 

Die Reise startet in Patra, der größten Stadt auf der Peloponnes. Sie liegt im Nordwesten der Halbinsel und ist mit dem Festland über eine spektakuläre Brücke verbunden. Du erreichst Patras mit dem Bus von Athen, noch näher ist der Flughafen von Korfu.

 

Die Stadt dient nur als Startpunkt, wenn du keine Zeit hast, sie dir anzuschauen, verpasst du auch nichts.

 

Olympia

1 Tag

 

Von Patras geht es mit dem Bus über Pyrgos zu den antiken Stätten von Olympia. Direkt zum Beginn der Reise besuchst du eines der historischen Highlights dieses Trips.

 

Olympia ist eine Art lebendes Museum, da es bis heute für die Zeremonie für die Entzündung des olympischen Feuers genutzt wird. Von hier aus geht die olympische Fackel auf die Reise zum nächsten Austragungsort von Olympia.

 

So sind es in Olympia nicht unbedingt die Ausgrabungen an sich, die einen beeindrucken (auch wenn diese krass sind), sondern die zugrunde liegende Idee. Kaum keine andere Veranstaltung hat die Zeit so überdauert wie Olympia und zieht immer noch Millionen von Menschen in ihren Bann.

 

Pylos

1 bis 2 Tage

 

Von Olympia geht es an die Südküste der Peloponnes, zu einem der ungewöhnlichsten Strände der Insel. Der Voidokilias Strand liegt in einer pilzförmigen Bucht, die nur über eine schmale Felsöffnung mit dem Meer verbunden ist. Er ist umgeben von einer ausgedehnten Lagunenlandschaft, durch die Flamingos und andere Vögel staksen.

 

Mit ganz viel Glück kannst du sogar eines der seltenen Mini-Chamäleons in den Dünen entdecken.

 

Methoni & Koroni

jeweils 1 Tag (optional)

 

Die nächsten beiden Stopps sind optional und keiner der Must-See-Orte.

 

Methoni ist besonders in der Nebensaison ein verträumter Ort, wo die Einheimischen in Ruhe ihren Kaffee auf der Straße trinken und einen Plausch mit den Nachbarn halten. Das Highlight ist die venezianische Festung, die kühn ins Meer ragt.

 

Etwas lebendiger ist die Hafenstadt Koroni, die vom Fischfang und dem Tourismus lebt. Das Dorf liegt auf einer schmalen Landzunge und ist durchzogen von schmalen Gassen und Treppen. Es ist der perfekte Ort, um mittags etwas zu essen oder am Strand zu relaxen.

 

Sparta & Mystras

1 bis 2 Tage

 

Landschaftlich gesehen eine der schönsten Ecken der Peloponnes ist die Mani-Halbinsel im Süden. Jedoch brauchst du ein Auto, um sie wirklich zu erkunden. Hebe sie dir deshalb für eine andere Reise auf.

 

Fahr stattdessen über Kalamata weiter nach Sparta und Mystras, wo du dir antike Stätten anschauen kannst. Sparta mag zwar den bekannteren Namen haben, Mystras ist aber deutlich interessanter. Sie ist eine gut erhaltene Stadt aus dem Byzantinischen Reich, die die alten Zeiten förmlich wieder auferstehen lässt.

 

Monemvasia

1 Tag

 

Von Mystras geht es weiter an die Ostküste der Peloponnes zur Festungsinsel Monemvasia.

 

Nur ein paar Meter vor der Küste liegt eine hochaufragende Felseninsel, die schon durch ihre Geographie wie eine Festung aussieht. Menschen haben sie deshalb jeher als Rückzugsort genutzt und sich in die obere Stadt zurückgezogen, wenn sie belagert wurden. Das hat auch immer gut funktioniert, nur beim letzten Mal nicht.

 

Ein magischer Ort, dessen untere Stadt sogar zum Teil bewohnt ist.

 

Nafplio

1 bis 2 Tage

 

Weiter geht es nach Norden in die wohl schönste Stadt der Peloponnes. Schon mehrfach wurde Nafplio von den Griechen zu einer der besten Orte zum Leben gewählt. Und sobald du einen Fuß in die Stadt setzt, verstehst du es.

 

Die Lage von Nafplio ist einfach perfekt, sie ist umgeben vom Wasser und liegt doch geschützt in einer Bucht. Gleich drei Festungen findest du auf den Felsen, was wohl ein Zeichen dafür ist, dass es schon immer populär war. Und dann hat Nafplio eine tiefen entspannte Atmosphäre, so fühlst du dich, auch als Besucher, direkt wohl.

 

Epidaurus & Mykene

1 bis 2 Tage

 

Von Nafplio kannst du Tagesausflüge in die nähere Umgebung unternehmen.

 

Zu den Highlights jeder Peloponnes Reise zählt der Besuch von Epidaurus, dem besterhaltenen antiken Theater von Griechenland. Rund 14.000 Menschen finden einen Platz im Theater und trotz fehlender Technik, konnte damals sogar jemand in der letzten Reihe jedes Wort von unten verstehen. Der Grund ist die ausgefeilte Akustik, die wie ein Trichter jeden Ton weiterträgt.

 

Ganz ehrlich, du wirst dir ganz klein vorkommen, wenn du unten auf der Bühne stehst und die schier unendlichen Reihen hinauf blickst. Es ist einer dieser Orte, die du nicht verpassen willst.

 

Und der andere geschichtlich interessante Ort ist Mykene, dem Geburtsort der mykenischen Kultur. Es ist die erste bekannte Hochkultur auf dem europäischen Kontinent, von der kaum jemand etwas weiß.

 

Bergregion Arkadien

2 bis 4 Tage (optional)

 

Bisher haben wir uns hauptsächlich auf die Küste konzentriert, dabei ist das gebirgige Hinterland der Peloponnes durchaus einen Trip wert. Wie jedoch so oft bei solchen Gegenden, brauchst du dein eigenes Fahrzeug.

 

Aber es gibt eine Ausnahme, du kannst nach Tripoli mit dem Bus kommen und kannst von hier aus Tagesausflüge und Wanderungen unternehmen.

 

Korinth

1 bis 2 Tage

 

Der krönende Schluss deiner Peloponnes Reise ist Korinth (wieder einer dieser klingenden Namen).

 

Die goldenen Zeiten vom Kanal von Korinth sind zwar vorbei, weil die Containerschiffe heutzutag zu großen für die Meeresstraße sind. Und doch ist es beeindruckend sie mit eigenen Augen zu sehen, besonders wenn unten ein Schiff durchfährt. Erst dann begreifst du wirklich ihre Dimensionen.

 

Noch interessanter fand ich den Tafelberg Akrokorinth, der wie ein steinerner Wächter über der Stadt schwebt. Die Aussichten von oben auf den Kanal und das Festland sind grandios.

 

Die Reise geht langsam zu Ende und es geht mit dem Bus zurück nach Athen.

 

 

Peloponnes Backpacking Tipps

Die Peloponnes ist kein wirkliches Backpacking Reiseziel, aber du kannst es durchaus als Backpacker bereisen.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Meine Empfehlung: Frühling & Herbst

 

Die Peloponnes kannst du das ganze Jahr über bereisen, am schönsten ist es im Frühling, wenn alles am blühen ist. Der Vorteil vom Herbst ist, dass das Meer wärmer zum Baden ist.

 

Den Sommer hingegen würde ich meiden, es ist zu heiß und zu voll. Auch der Winter ist nicht ideal, da es zwar mild, aber auch sehr feucht und stürmisch ist. Außerdem machen viele Unterkünfte dicht, was dich einschränkt.

 

Wie kommst du von A nach B?

Zwischen den großen Städten wie Patras, Kalamata, Tripoli, Argos und Korinth pendeln regelmäßig Busse. Abseits der Hauptstrecken fahren dann immer weniger und seltener Busse, besonders außerhalb der Sommermonate. Und in den spärlich besiedelten Regionen fährt teilweise nur ein Bus am Tag, was das Vorwärtskommen erschwert.

 

Mein Tipp ist daher, sich auf die Hauptorte zu konzentrieren und gegebenenfalls für ein paar Tage einen Motorroller oder Mietwagen zu holen, um zum Beispiel die Mani-Halbinsel (absolut empfehlenswert) zu erkunden.

 

Wo kannst du übernachten?

Auf der Peloponnes gibt es keine Hostels. Es bleibt dir also nichts anderes übrig in einfachen Privatunterkünften zu schlafen, die es zum Glück fast überall gibt.

 

Bist du alleine unterwegs, musst du etwas mehr Budget zum Übernachten einplanen. Besser ist es zu zweit zu reisen, um sich die Kosten zu teilen. In der Nebensaison kostet ein einfaches Zimmer zwischen 25 bis 50 Euro, im Sommer steigen die Preise.

 

 

Hotel Empfehlungen für die Peloponnes

Olympia – Anesi Rooms*: zentral, zu Fuß zu Ausgrabungsstätte, gemütlich, fairer Preis

Methoni – Filanthi – The project*: ruhiger Ort direkt am Strand, helle und gemütliche Zimmer

Koroni – Parthenon Rooms*: direkt am Hafen mit Meerblick

Mystras – Byzantion Hotel*: gute Lage, einfach, preiswert, mit Frühstück

Monemvasia – Petrino Guesthouse*: am Hafen von Gefyra, zentrale Lage, tolle Aussicht

Leonidio – Archontiko Hatzipanayioti*: mitten im Dorf, super Dachterrasse

Antikes Korinth – Vasilios Marinos Rooms*: modern, einladend, zentral

Nafplio – Agamemnon Hotel*: top Lage in Altstadt, modern, attraktiv

Kardamili – Paradeisos*: außerhalb vom Dorf, im Hand mit toller Aussicht

Gythio – Pantheon City Hotel*: am Meer, hochwertig, komfortabel

 

Genauere Angaben zu Busverbindungen und Übernachtungsmöglichkeiten findest du in meinem Peloponnes Guide.

 

Ist die Peloponnes teuer?

In der Nebensaison fallen die Preise für Übernachtungsmöglichkeiten, was die Reise deutlich günstiger macht. Ansonsten hängt es davon ab, ob du alleine unterwegs bist oder mit jemand anderen. Da es keine Hostels auf der Peloponnes gibt, wirst du in Privatzimmer schlafen. Zu zweit ist das natürlich halb so teuer.

 

Ansonsten sind die Busse nicht teuer und in der Nebensaison kosten die Eintritte meist nur die Hälfte, was dein Reisebudget schont.

 

Du hast es wahrscheinlich schon gemerkt, alles ist günstiger während der Nebensaison.

 

 

Noch mehr Inspirationen für Reisen nach Griechenland findest du hier.

 

 

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