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Wie geht’s nach der Weltreise weiter? – 13 Backpacker erzählen über ihre Rückkehr

Die Rückkehr von einer Weltreise ist oft nicht einfach. Nach der Wiedersehensfreude folgt oft eine Phase des sich Findens, der Neuorientierung. Was nicht immer leicht ist, da du dich verändert hast, aber alles um dich herum so ist wie früher. Gleichzeitig ist es eine große Chance dein Leben bewusster zu gestalten und am Ende glücklicher zu sein.

 

Da das ein super spannendes Thema ist, habe ich 13 Reiseblogger mit ganz unterschiedlichem Hintergrund befragt. Es ist eine bunte Mischung geworden, und dabei herausgekommen sind interessante Interviews, die einen kleinen Einblick gewähren. Wie es sich anfühlt heimzukommen und wie es danach weitergehen kann.

 

Vielen Dank allen fürs Mitmachen!

 

Diese Fragen habe ich ihnen gestellt:

1. Wie waren die ersten Tage zurück in der Heimat?
2. Habt ihr euch schnell wieder eingelebt?
3. Was hat sich für euch nach der Reise verändert?
4. Wie schnell habt ihr einen Job gefunden?
5. War die Weltreise ein Thema im Bewerbungsgespräch?
6. Wie geht’s weiter?

 

Viel Spaß beim Lesen!

 

Noch ein Hinweis, die Reihenfolge ist chronologisch, wie lange die Leute wieder zurück sind. Die Zeitspanne reicht von einem halben Jahr bis zu sechs Jahre.

 

(Psst,… Falls du es eilig hast, am Ende findest du eine Zusammenfassung.)

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Florian und Michaela – Tasty Tale

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1. Wie waren die ersten Tage zurück in der Heimat?

Ganz ehrlich: Der Kulturschock war größer als erwartet. Wir sind kurz vor Weihnachten nach Hause gekommen. Nicht nur die Kälte hat uns zu schaffen gemacht, auch die vielen gestressten und unfreundlichen Menschen am Flughafen und der Weihnachtstrubel haben uns im ersten Moment zu schaffen gemacht. Klar haben wir uns gefreut, unsere Familie und Freunde wieder zu sehen. Aber eine große Welcome-Party oder stundenlange Foto-Sessions sind eigentlich ausgeblieben. Und irgendwann war dann einfach der Alltag wieder da.

 

2. Habt ihr euch schnell wieder eingelebt?

Ja und nein. Eine neue Wohnung war schnell gefunden und Flo konnte wieder in seinem „alten“ Job einsteigen. Wieder eine richtige Homebase zu haben, tat gut, aber ein bisschen Fernweh schwingt auch heute – 6 Monate nach unserer Rückkehr – noch mit. Während Flo in Österreich mit Wintereinbruch und Heuschnupfen zu kämpfen hatte, vermisse ich vor allem das asiatische Essen.

 

3. Was hat sich für euch nach der Reise verändert?

Wir sind neugieriger, offener und auch etwas gelassener geworden. Wir hinterfragen Dinge, die wir zuvor als selbstverständlich hingenommen haben, ernähren uns bewusster und verstehen uns selbst und unsere Beziehungen zu anderen viel besser. Wir haben auf der Reise gelernt, wie wichtig Ruhe, Natur und Zeit für uns wirklich sind und wie wenig wir eigentlich zum Leben brauchen.

 

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4. Wie schnell habt ihr einen Job gefunden?

Florian hatte den neuen Arbeitsvertrag bereits vor unserer Abreise in der Tasche. Ich selbst (Michaela) habe mir Zeit gelassen und bin ca. vier Monate nach unserer Rückkehr wieder voll durchgestartet.

 

5. War die Weltreise ein Thema im Bewerbungsgespräch?

Mit unserer Weltreise bin ich (Michaela) in jedem Bewerbungsgespräch auf positives Feedback und Interesse gestoßen. Fragen wie: „Was hat Ihnen an Ihrer Reise am besten gefallen?“ oder „Welche Herausforderungen haben Sie gemeistert?“ haben für viel Gesprächsstoff gesorgt. Ein Pluspunkt waren auch unser Blog und unsere Workaway-Erfahrungen, bei denen wir in Costa Rica, Hawaii und Australien Websites für unsere Hosts erstellt haben.

 

6. Wie geht’s weiter?

Eigentlich sind wir noch immer in der Eingewöhnungsphase. Eine zweite Weltreise steht zwar nicht am Programm, aber die nächste Reise nach Portugal ist gebucht. Für uns ist klar: Das Reisen wird für uns immer zu unseren größten Leidenschaften zählen. Und Wege und Mittel, die Welt zu bereisen gibt es immer: Ob in einem Angestelltenverhältnis, als digitaler Nomade, in der Pension oder als Elternteil: Man muss nur flexibel sein und seine Prioritäten richtig setzen.

 

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Basti, Sandra, Pauline – Beach Lifestyle

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1. Wie waren die ersten Tage zurück in der Heimat?

Total komisch, durch unseren vorzeitigen und schnellen Abbruch hatte man keine wirklich Vorbereitungszeit, was im Nachhinein betrachtet allerdings alles andere als schlimm war. Unsere Familie hat uns die ersten Wochen aufgenommen, bis wir unsere neue Bleibe gefunden hatten.

 

2. Habt ihr euch schnell wieder eingelebt?

Schnell ist denke ich mal Ansichtssache. Nach gut 7 Monaten kann man sagen, dass wir wieder vollständig „integriert“ sind. Wir vermissen viele schöne Momente, genießen aber auch gleichzeitig unsere jetzige Zeit ganz anders.

 

3. Was hat sich für euch nach der Reise verändert?

Viele Ansichten haben sich geändert, gerade das im Überfluss leben. Sei es das 10 Paar Schuhe, die 30 Shirts usw. Hier leben wir nun deutlich minimalistischer. Des Weiteren erfüllen wir uns mehr Wünsche/Träume, machen uns weniger über Dinge Gedanken – sondern machen sie einfach.

 

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4. Wie schnell habt ihr einen Job gefunden?

Meinen ersten Job hatte ich bereits nach wenigen Wochen gefunden, allerdings schnell gemerkt, dass dieser leider nichts für mich ist. Vor der Weltreise hätte ich mir wohl zweimal Gedanken gemacht, ob ich den Schritt einer Kündigung bereits nach wenigen Wochen wagen sollte und nicht erst einmal länger dem neuen Arbeitsplatz eine Chance geben sollte. Aber heute denke ich anders, andere Dinge haben einen höheren Stellenwert bekommen, das betrifft auch ganz klar die eigenen Vorstellungen und Ansprüche.

 

Es hat aber nicht lange gedauert und da lag dann das zweite Angebot vor…Und nun kann ich sagen, dass der Schritt der richtige war. Ich würde sagen, dass ich mich so gut wie lange nicht mehr fühle, meine Frau in Hamburg endlich wieder glücklich sehe und unsere Kleine sich auch wohl fühlt. Spätestens dann, wenn meine Frau dann auch irgendwann mal wieder den Schritt ins Arbeitsleben wagt und Pauline ab nächsten Monat in den Kindergarten geht, wird wieder ein komplett neuer Abschnitt für uns losgehen, auf den wir uns aber super freuen.

 

5. War die Weltreise ein Thema im Bewerbungsgespräch?

Ja, und zwar hat dies sogar einen ziemlich großen Stellenwert eingenommen. Und zwar wurde diese doch sehr positiv aufgenommen

 

6. Wie geht’s weiter?

Wir haben gerade einen zweiten Umzug hinter uns, nachdem wir einen kurzen Stopp in Oldenburg gemacht haben, sind wir nun in unserer Wunschstadt Hamburg angekommen. Wie bereits gesagt, bin ich jetzt seit einigen Wochen in meinem neuen Job und mehr als zufrieden. Sandra hat keine Eile, was die neue Jobsuche betrifft. Eine zweite Weltreise in der Art und Weise würden wir nicht nochmal tun, dafür hat sie uns an gewissen Stellen auch an unsere körperlichen Grenzen gebracht.

 

Aber es gibt da ja noch andere Möglichkeiten…

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Anja, Mirko, Fine, Willi – Ein Jahr für uns

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1. Wie waren die ersten Tage zurück in der Heimat?

Die ersten Tage nach unserer Rückkehr waren irgendwie „unwirklich“. Gerade noch waren wir inmitten der majestätischen Bergwelt des Himalaya und nun sitzen wir in einer deutschen Gartensparte und blicken in fragende Gesichter. Ein Jahr waren wir von Freunden und Familie getrennt und erlebten unzählige Abenteuer, aber trotzdem war alles sofort wieder vertraut.

 

2. Habt ihr euch schnell wieder eingelebt?

Leider, viel zu schnell. Hier in Deutschland ist eben alles geregelt und muss nach Plan laufen. Da gibt es Termine für Kita- und Schulgespräche, Termine für Abgabe von Dokumenten, eine „gewisse Kleiderordnung“ (Löcher und Schmutz an den Hosen hat z.B. in Kambodscha niemanden gestört) usw.

 

3. Was hat sich für euch nach der Reise verändert?

Wir sind entspannter und machen, was uns gut tut. Wir sind an unseren Herausforderungen auf dieser Reise, jeder für sich, gewachsen und auch als Familie sehr eng zusammengewachsen. Dieses typisch „deutsche Denken“ haben wir in diesem Jahr weitestgehend abgelegt und konzentrieren uns auf die wichtigen Dinge.

 

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4. Wie schnell habt ihr einen Job gefunden?

Wir waren vor der Reise schon selbstständig und sind es nun wieder. Ein Angestelltenverhältnis würde für uns wohl auch nicht mehr in Frage kommen – zumindest nicht in Deutschland.

 

5. War die Weltreise ein Thema mit Kunden?

Kunden und Geschäftspartner waren bisher begeistert von unserem Abenteuer. Falls es dazu kam, dass unsere Lebensläufe relevant wurden, haben wir die Weltreise immer hervorgehoben und konnten damit punkten. Aber ganz ehrlich, jemand der negativ auf so eine Reise reagiert, mit dem möchte man doch auch nicht zusammenarbeiten, oder?

 

6. Wie geht’s weiter?

Wir sind seit etwa einem Jahr wieder in Deutschland und reden fast jeden Tag über unsere Erlebnisse auf dieser Reise. Selbst unsere Kinder schwärmen immer wieder von bestimmten Situationen. Meist geht es um die Zeit, die wir gemeinsam verbracht haben und das Gefühl, als Familie „zu leben“. Unsere Weltreise lässt uns nicht mehr los und wir würden sofort wieder starten, vielleicht auf unbestimmte Zeit?

 

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Die Rückkehr – zwischen den Welten

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Sarah – Rapunzel will raus

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1. Wie waren die ersten Tage zurück in der Heimat?

Die waren eigentlich sehr schön. Ich habe mir viel Zeit für meine Familie und Freunde genommen, auf die ich mich sehr gefreut habe. Ebenso habe ich die Annehmlichkeiten der Schweiz genossen: warmes Wasser, ein eigenes Zimmer, mein Lieblingsessen, Strom wann immer ich wollte.

 

2. Hast du dich schnell wieder eingelebt?

Es kommt immer darauf an, mit welcher Einstellung man an etwas herangeht. Das ist bei der Heimkehr von einer Weltreise nicht anders. Es war meine freie Entscheidung zurückzukehren, ich hätte auch einfach länger unterwegs bleiben können. Man kann Heimkommen und Trübsal blasen, weil eine schöne Zeit plötzlich vorbei ist. Man kann die Rückkehr aber auch genießen, das Beste daraus machen und weitere Reisepläne schmieden.

 

3. Was hat sich für dich nach der Reise verändert?

So ziemlich alles. Ich habe mich verändert, im positiven Sinne. Auch mein ganzes Leben ist durch diese Reise umgekrempelt worden. Meine Familie und meine Freunde bilden zwar immer einen Fixpunkt. Aber ich habe mein Hobby, das Bloggen, zum Beruf gemacht, bin in eine neue Stadt gezogen und habe dadurch unglaublich viele neue Leute kennen gelernt und beruflich sehr viele neue Projekte lanciert.

 

rapunzel will raus weltreise

 

4. Wie schnell hast du einen Job gefunden?

Das hat schon einige Zeit gedauert. Ich habe mir nach der Rückkehr in die Schweiz bewusst Zeit genommen anzukommen und mir den Job zu suchen, der mir auch wirklich gefällt. Ich wollte keinen „Geldjob“ mehr, sondern etwas, was mir was bedeutet. Um das zu finden und richtig anzukommen, habe ich mir nochmals ein halbes Jahr Zeit genommen.

 

5. War deine Weltreise ein Thema im Bewerbungsgespräch?

Ja. Mein Lebenslauf liest sich aber auch wie ein Reisejournal. Meine Weltreise ist nicht die erste Auszeit, die ich beansprucht habe. Ich bin viel gereist und habe verschiedenes gearbeitet, das ist in meinem CV unübersehbar und daher immer wieder ein Thema. Dort wo ich aber jetzt angestellt bin, hat dies meine Chefin nicht abgeschreckt, sondern begeistert. Ein Zeichen, dass es der richtige Job war.

 

6. Wie geht’s weiter?

Das ist ja mal eine Frage…. Mein Leben gleicht manchmal einem einzigen Abenteuer und daher sind Pläne nicht so meine Stärke. Zurzeit reise ich beruflich sehr viel und bin oft unterwegs als Reisebloggerin. Klar ist aber, dass das Reisen meine Leidenschaft ist und in absehbarer Zeit wieder eine längere Reise anstehen wird….

 

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Aylin und Stefan – today we travel

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1. Wie waren die ersten Tage zurück in der Heimat?

Entspannt. Wir kamen im tiefsten Winter zurück, holten uns Netflix (das gab’s vor unserer Abreise nicht), füllten den Kühlschrank mit allem, was wir vermisst hatten (Käse!) und chillten erst mal einige Tage richtig ab. Ein paar Behördengänge mussten wir erledigen und wir besuchten unsere Familien natürlich.

 

Nach der Reise empfand ich das Heimkehren auch ein wenig als „Ende“ von etwas Tollem- meine größte Angst war, dass das nun das Highlight meines Lebens war (und das schon mit Ende 20 ;-)). Mittlerweile sehe ich es aber genau andersrum: Die Reise war eben ein Wendepunkt, nach dem was Neues beginnt.

 

2. Habt ihr euch schnell wieder eingelebt?

Das ging so: am Anfang kamen wir uns wie Touristen in der eigenen Stadt vor, weil wir ja noch keinen Rhythmus bzw. Alltagsstruktur hatten. Rein äußerlich waren wir nach circa 3 Monaten wieder richtig da (mit neuer Wohnung, Job etc.). Innerlich dauerte das viel länger: Fast 1 Jahr nach unserer Rückkehr sagten wir noch, dass wir „gerade erst“ von einer Weltreise zurückkämen und fühlten uns irgendwie „dazwischen“.

 

3. Was hat sich für euch nach der Reise verändert?

Wir wissen, wie wenig wir zum Glücklich-Sein brauchen und leben verhältnismäßig minimalistisch, um unser Geld ins Reisen zu investieren. Die Reise hat uns beide noch enger zusammengeschweißt, darum haben wir kürzlich auch geheiratet. Zu unserer Reiseleidenschaft hat sich das Schreiben und Fotografieren gesellt: ob im eigenen Kiez oder in Feuerland: Kamera und Notizbuch sind jetzt immer am Start.

 

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4. Wie schnell habt ihr einen Job gefunden?

Erst mal muss man sagen: Wir haben beide unsere Karrieren komplett umgekrempelt. Stefan war vor der Reise im Sales und Marketing tätig, jetzt geht er nochmal zur Uni und wird Lehrer. Den Studienplatz hatte er binnen von 2 Monaten. Aylin war vorher als Personalreferentin in der Luftfahrt tätig und arbeitet jetzt im internationalen Studierendenmarketing einer Uni. Den Job hatte sie auch bereits nach 3 Monaten in der Tasche. Es ging also recht fix.

 

5. War die Weltreise ein Thema im Bewerbungsgespräch?

Aylin: Ja, aber nicht dominant. Meistens waren die Fragen eher a la: „Wo war’s am Schönsten? Gab es auch gefährliche Situationen?“ Die Weltreise war auf jeden Fall kein Nachteil, weil ich viele Gesprächseinladungen bekam und den Eindruck habe, dass eine Auszeit Normalität geworden ist.

 

6. Wie geht’s weiter?

Vorerst geht’s uns ganz gut in Bremen, wir reisen weiterhin sehr viel und investieren auch viel Zeit in die Qualität unseres Blogs. Außerdem haben wir vor Kurzem unser erstes Buch veröffentlicht und können uns vorstellen, noch ein Buch zu schreiben. Ideen haben wir genug. Stefan wird bald ins Referendariat gehen- solange werden wir also Deutschland treu bleiben und als Teilzeit-Reiseblogger unterwegs sein. Aber die nächste Langzeitreise kommt bestimmt… 😉

 

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Yvonne – somewhereelse

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1. Wie waren die ersten Tage zurück in der Heimat?

Ich war glücklich über diese unglaublich tolle Zeit und alles was ich erleben durfte. Doch mein Körper war zwar angekommen, aber mein Kopf war noch immer auf Reisen. Schön waren der herzliche Empfang und eine Willkommensfeier von meiner Familie und das Wiedersehen mit Freunden nach so langer Zeit.

 

2. Hast du dich schnell wieder eingelebt?

Nein, das hat tatsächlich ein paar Monate gedauert. Ich hatte mich verändert, aber alles andere war noch wie vorher. Ich musste erst lernen verändert in der gleichgebliebenen Umgebung weiterzumachen.

 

3. Was hat sich für dich nach der Reise verändert?

Ich habe mich als Designerin selbstständig gemacht, arbeite jetzt ortsunabhängig und bin ca. vier Monate im Jahr auf Reisen. Außerdem nehme ich regelmäßig an Camps und Workations mit Digitalen Nomaden teil, um Zeit mit Gleichgesinnten zu verbringen, uns auszutauschen und voneinander zu lernen. Yoga und Meditation sind ein Teil meines Lebens geworden. Ich beschäftige mich seither intensiv mit persönlicher Weiterentwicklung, gehe auf Konferenzen. Heute mache ich, was ich möchte.

 

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4. Wie schnell hast du einen Job gefunden?

Ich war anfangs arbeitslos gemeldet und habe mich tageweise abgemeldet, um als Freelancer zu arbeiten. Während dieser Zeit ist mir klar geworden, dass ich mehr Selbstbestimmung wollte, was meine Arbeit betraf und mehr Freiheit zum Reisen. So bin ich ein halbes Jahr nach meiner Rückkehr in die Selbstständigkeit.

 

6. Wie geht’s weiter?

Seit der Reise hat sich viel getan: Heute bin ich Kommunikationsdesignerin, Mentorin, Dozentin, Initiatorin, Unternehmerin und Bloggerin. Ich arbeite für Design-Kunden*innen, mit Designer*innen, unterrichte Studenten*innen und realisiere Treffen und Veranstaltungen für Frauen aus Kunst und Design. Für unseren Oceanshop BIRU BIRU entwickle und gestalte ich u. a. Produkte für Oceanlover und schreibe auf SOMEWHERE ELSE über Reisen ans Meer und zu den Kochtöpfen dieser Welt.

 

Die nächste längere Reise steht Ende September an – Kalifornien, Hawaii und dann mal sehen, wo uns Fernweh und Meerliebe hinziehen.

 

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Katharina und Romeo – Sommertage

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1. Wie waren die ersten Tage zurück in der Heimat?

Eigenartig. Sehr eigenartig! Zum einen war da noch dieses grenzenlose Freiheitsgefühl in uns, das wir über die Monate kennen und lieben gelernt haben. Doch auf der anderen Seite war unser Kopf voller Sorgen und Zukunftsängste. Wir haben uns immer und immer wieder angesehen und entsetzt festgestellt, dass die große Reise nun vorbei ist.

 

2. Habt ihr euch schnell wieder eingelebt?

Wir waren überrascht, wie schnell uns der Alltag wieder erfasst hatte: Eltern besuchen, Einkaufen gehen, Wohnung aufräumen – all diese Tätigkeiten haben wir plötzlich wieder gemacht, als hätte es keine Pause gegeben. Doch richtig eingelebt haben wir uns sehr, sehr lange nicht. Wir haben uns viele Monate fremd in unserer eigenen Stadt gefühlt.

 

3. Was hat sich für euch nach der Reise verändert?

Sehr, sehr viel. Vieles davon wird auch erst nach Jahren sichtbar. Persönlich sind wir enorm gewachsen – jeder für sich, aber auch gemeinsam. Außerdem hat die Reise unsere berufliche Laufbahn geprägt, denn mittlerweile leben wir zum Teil vom Reisen.

 

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4. Wie schnell habt ihr einen Job gefunden?

Wir haben beide etwa 3 Monate nach unserer Rückkehr zu arbeiten angefangen.

 

5. War die Weltreise ein Thema im Bewerbungsgespräch?

Ja, bei Kathi war es sogar eines der ersten Themen, um die es im Gespräch ging. Romeo hatte kein Bewerbungsgespräch. Wir haben aber beide die Erfahrung gemacht, dass eine lange Reise prinzipiell fast jeden neugierig macht. Es gibt so gut wie niemanden, der da nicht nachfragt.

 

6. Wie geht’s weiter?

Unserem Blog haben wir es zu verdanken, dass sich beruflich gerade enorm viel tut. Wir haben tolle Aufträge und Kooperationen und es ist schön zu sehen, wie sich alles entwickelt. Große Pläne schmieden wir nicht, wir lassen alles derzeit ein wenig auf uns zukommen.

 

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Luisa – sunnyside2go

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1. Wie waren die ersten Tage zurück in der Heimat?

Die erste Zeit war natürlich ein wenig gewöhnungsbedürftig. Alles war so vertraut und trotzdem fühlte ich mich fremd. In Deutschland wird man an der Supermarktkasse plötzlich nicht mehr mit einem freundlichen „Hi! How are you today?“ begrüßt, sondern kurz und knapp mit „Hallo.“ Für mich war die Rückkehr nach Deutschland wie ein kleiner Kulturschock.

 

2. Hast du dich schnell wieder eingelebt?

Auf der einen Seite habe ich mich natürlich wahnsinnig gefreut wieder bei meiner Familie und meinen Freunden zu sein. Auf der anderen Seite habe ich Australien aber schrecklich vermisst – aber das tue ich auch heute noch. Trotzdem ging es meiner Meinung nach mit der Eingewöhnung sehr schnell – in der Heimat hat sich schließlich nichts verändert und alles war vertraut.

 

3. Was hat sich für dich nach der Reise verändert?

Ich war immer reisebegeistert, allerdings hat sich das in Australien noch einmal deutlich verstärkt. Mittlerweile habe ich ständig Fernweh und möchte am liebsten direkt wieder los. Auch persönlich habe ich mich in dieser Zeit verändert – nach einer längeren Zeit im Ausland ist man aufgeschlossener, toleranter und entspannter. Allerdings merkte ich zu Hause schnell, dass ich mich insbesondere von der deutschen Gestresstheit schnell wieder anstecken ließ.

 

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4. Wie schnell hast du einen Job gefunden?

Eigentlich wollte ich mir während der Reise bzw. nach der Rückkehr einen Ausbildungsplatz suchen. Das hat natürlich alles überhaupt nicht geklappt und ich habe mir erst mal einen Nebenjob suchen müssen, um Geld zu verdienen. Ein Jahr später konnte ich dann aber meine Ausbildung beginnen, die ich mittlerweile natürlich abgeschlossen habe.

 

5. War deine Weltreise ein Thema im Bewerbungsgespräch?

Ja, aber es wurde nur ganz kurz angesprochen.

 

6. Wie geht’s weiter?

Wenn ich das wüsste… Derzeit arbeite ich 40 Stunden die Woche in einer Werbeagentur aber ich würde liebend gern nochmal für längere Zeit auf Reise gehen. Ein Jahr durch Asien reisen, auf einem Segelschiff anheuern, mit dem Bulli durch Europa fahren oder oder oder… Mich hat das Reisefieber einfach gepackt und ich habe noch endlos viele Reiseträume, die verwirklicht werden wollen.

Möwe

 

Zusammenfassung: Wie geht’s weiter nach der Weltreise Rückkehr?!

Jedem ergeht es anders nach so einer langen Reise und doch gibt es viele Gemeinsamkeiten. Nach der ersten Wiedersehensfreude mit Familie und Freunden folgt oft eine Ankommensphase, die bei jedem unterschiedlich lange dauert. Je mehr man sein früheres Leben verändert will, desto länger dauert meist der Prozess.

 

Jeder hat sich durch die lange Reise verändert, zum Positiven hin. Ist viel entspannter geworden und hat sich besser kennengelernt. Um jetzt sein Leben viel bewusster zu gestalten, und ein selbstbestimmteres Leben zu führen. Und am Ende glücklicher zu sein.

 

Die große Angst nach der Rückkehr ohne Arbeit da zustehen, ist bei keinem eingetroffen. In Bewerbungsgesprächen kamen oft viele neugierige Fragen. Insgesamt haben viele sich beruflich neu ausgerichtet und ein paar haben sich im Anschluss selbstständig gemacht.

 

Eine lange Reise öffnet viele Türen und verändert Leben nachhaltig zum Positiven.

 

Worauf wartest du also?! Wann startest du ins Abenteuer Weltreise?

 

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1 Comment

  • Aylin

    Liebe Claudia, liebe Weltreise-Blogger-KollegInnen :-),

    ich finds echt interessant, wie es bei euch war, nach langer Auszeit wieder „einzusteigen“. Was ich im Interview gar nicht ansprach, mir aber jetzt gerade durch den Kopf schießt: Nach der Reise empfand ich das Heimkehren auch ein wenig als „Ende“ von etwas Tollem- meine größte Angst war, dass das nun das Highlight meines Lebens war (und das schon mit Ende 20 ;-)). Mittlerweile sehe ich es aber genau andersrum: Die Reise war eben ein Wendepunkt, nach dem was Neues beginnt.

    Danke, dass wir dabei sein durften <3

    Liebe Grüße
    Aylin

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