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Fotos sichern auf Reisen, auch ohne Laptop

Früher habe ich mir keine Gedanken über die Fotosicherung auf Reisen gemacht, aber das hat sich vor meiner ersten langen Reise geändert. Damals habe ich noch DVDs gebrannt und sie per Post nach Hause geschickt, um meine Fotos in Sicherheit zu bringen. Zum Glück gibt es heutzutage viel bessere Möglichkeiten, die ich dir kurz vorstellen werde. Eins schon mal vorweg, du brauchst dafür nicht zwingend einen Laptop. Es gibt Alternativen.

 

 

Die Idee: Speichere deine Fotos an zwei Orten

Deine Fotos nur auf einem Speichermedium zu sichern ist ziemlich riskant, da immer etwas passieren kann. Du kannst sie verlieren, gestohlen bekommen, der Datenträger kann beschädigt werden und so weiter. Daher ist es so wichtig die Daten mindestens an einem weiteren Ort zu speichern, Profis haben sogar noch mehr Backups.

 

So hast du in der Kamera auf der SD-Karte deine erste Sicherung, die du alle paar Tage (je nachdem wie viel du fotografierst) als Backup auf einen externen Datenträger kopieren solltest. Willst du auf der sicheren Seite sein, solltest du das Original und das Backup getrennt aufbewahren, damit bei einem Vorfall nicht alles weg ist.

 

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Speichermedien: Mit allen Vor- und Nachteilen

Diese Speichermedien kannst du für die Fotosicherung auf Reisen nutzen.

 

SD-Karte, microSD-Karte & USB-Memorystick

Am kompaktesten und einfachsten sind die kleinen SD-Karten und USB-Sticks (z.B. Transcend*). Sie nehmen nicht viel Platz in der Tasche weg, sind schön leicht und kosten nicht viel. Falls du Nachschub brauchst, kannst du sie fast überall kaufen. Bei ihnen besteht aber die Gefahr, dass sie beschädigt werden und du so deine Daten verlierst. Daher es wichtig, dass die kleinen Karten nicht lose in der Tasche umherfliegen, sondern gut verpackt in einer Schutzhülle oder einem Sammeletui* aufbewahrt werden.

 

Tipp: Gib lieber ein paar Euros mehr für hochwertige Markenprodukte (z.B. Transcend* oder SanDisk*) aus, diese sind zuverlässiger.

 

Externe Festplatte

Eine externe Festplatte wirst du allerhöchstens für zu Hause brauchen oder wenn du große Datenmengen erzeugst. Das ist der Fall bei Filmern und Foto-Profis, die alles im RAW-Format speichern.

 

Grundsätzlich gibt es zwei Klassen bei externen Festplatten: Die kostengünstige HDD- und die teurere SSD-Festplatte. Die HDD-Festplatte hat eine rotierende Festplatte und wird leichter bei Stürzen oder Stößen beschädigt. Deutlich robuster sind die SSD-Festplatte, da sie nur fest verbaute Teile hat, dafür kostet sie deutlich mehr.

 

Falls du sehr abenteuerlich reist, ist die SSD eine bessere Wahl. Ansonsten achte auf eine stoßfeste Hülle bei der HDD-Festplatte. Ich nutze selber die schreibgeschützte HDD-Festplatte WD My Passport Mobile*.

 

Online Cloud-Service

Ansonsten nutzen viele Speicherplatz im Internet, um ihre Fotos zu sichern. Für den Start kostet das noch nicht mal was, da viele Anbieter kostenlosen Speicherplatz neuen Kunden zur Verfügung stellen. Entweder kommst du damit aus oder kaufst dir mehr hinzu.

 

Hier bekommst du kostenlosen Speicherplatz: Dropbox 2GB, Google Drive 15GB, OneDrive 5GB, iCloud (für Mac)

 

Ein Trick ist, dass ein Freund deine Daten regelmäßig vom Server lädt und lokal in der Heimat sichert. Und das geht ganz einfach, lade die Fotos hoch, schick deinem Freund einen Link zur Freigabe und lösche im Anschluss die Daten. So kommst du mit dem kostenlosen Speicherplatz aus.

 

Tipp: Lade dir die App auf deine Geräte runter und richte dir deinen kostenlosen Account ein.

 

Wie viel Speicherplatz du brauchst

Das hängt davon ab, wie viel du fotografierst, in welcher Qualität, vielleicht sogar filmst und ob du Fotos im JPGE- oder RAW-Format speicherst. Schau einfach, wie viele Fotos du auf bisherigen Reisen gemacht hast, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

 

Auf meinem zweimonatigen Australien-Roadtrip habe ich zum Beispiel insgesamt 7 GB Fotos geschossen. Für ein Jahr wären das dann wahrscheinlich 42 GB, was wirklich nicht viel ist.

 

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Die Umsetzung: So sicherst du deine Fotos auf Reisen

Hier stelle ich dir jetzt vier Möglichkeiten vor, wie du mit Laptop, Tablet oder Smartphone deine Fotos sichern kannst.

 

Beispiel 1: So mache ich es mit dem Laptop

Da ich mit einem Laptop reise, kann ich regelmäßig meine Fotos auf meiner Festplatte sichern. Immer wenn ich schnelles Internet hat, lade ich dann meine Fotos in die Cloud. Bevor mein kostenloses Datenvolumen in der Cloud aufgebraucht ist, lädt meine Schwester sie in Deutschland runter und sichert sie auf einer externen Festplatte, die ich ihr vor der Reise gegeben habe. Somit habe ich mindestens ein bis zwei Sicherungen von meinem Fotos.

 

Ausrüstung: 2x SD-Karten 16 GB Transcend*, Laptop, externe Festplatte WD My Passport Mobile*

 

Tipp: Hat dein Laptop einen SD-Steckplatz oder brauchst du einen externen Kartenleser*?

 

Beispiel 2: So kannst du Fotos ohne Laptop sichern

Kauf dir mehrere SD-Karten mit 16 oder 32 GB, am besten mit einem soliden Sammeletui, um sie möglichst gut zu schützen. Das ist deine erste Sicherung. Falls die Datenmenge nicht ausreicht, kannst du unterwegs ohne Probleme Nachschub besorgen.

 

Tipp: Jede SD-Karte hat meist einen kleinen Schieber, womit du den Schreibschutz aktivieren kannst. So überschreibst du nicht aus Versehen deine Daten.

 

Für die zweite Sicherung brauchst du jetzt ein Tablet oder ein Smartphone und ein USB-OTG („On the Go“) Adapter. Jetzt kannst du an das Gerät einen SD-Kartenleser anschließen, um die Fotos temporär dort zwischenzuspeichern. Als finale zweite Sicherung kannst du nun einen USB-Memorystick anschließen oder die Daten per App zu einem Cloud-Service hochladen.

 

Achtung: Nicht jedes Gerät unterstützt den USB-Host-Modus, daher solltest du dich vorab informieren und alles austesten. Auch eine externe Festplatte anzuschließen funktioniert nicht, da diese Strom braucht, wofür ein Smartphone nicht ausreicht.

 

Ausrüstung: 2-3 SD-Karten 16 GB (z.B. Transcend* oder SanDisk*), Sammeletui für SD-Karten*, USB-OTG Adapter*, SD-Kartenleser*, einen ausreichend großen Speicher im Smartphone bzw. Tablet (z.B. SanDisk Extreme microSDXC 64 GB*), 1-2 USB-Memorystick (z.B. Transcend Jetflash 64 GB*) oder Cloud-Account

 

Beispiel 3: Wenn du nur Fotos mit dem Smartphone machst

Jetzt hast du zwei Möglichkeiten: Erstens du kaufst dir mehrere microSD-Karten fürs Smartphone, das ist deine erste Sicherung. Lass die SD-Karten nicht lose in der Tasche rumliegen, sondern bewahre sie in einer Schutzhülle sicher auf. Für die zweite Sicherung nutzt du einen kostenlosen Cloud-Service.

 

Ausrüstung: 2-3 microSD-Karten 64 GB (z.B. SanDisk Extreme microSDXC*), Sammeletui für microSD-Karten*

 

Beispiel 4: Fürs Smartphone

Alternativ kaufst du dir ebenfalls einen USB-OTG Adapter, um einen USB-Memorystick an dein Smartphone anzuschließen. Der USB-Stick ist deine erste Sicherung und die Cloud deine zweite.

 

Ausrüstung: 1-2 microSD-Karten 64 GB (z.B. SanDisk Extreme microSDXC*), Sammeletui für microSD-Karten*, USB-OTG Adapter*, USB-Memorystick (z.B. Transcend Jetflash 64 GB*)

 

Premium Kompaktkamera Canon G9X ii

 

Noch ein paar allgemeine Tipps

Was ich dir nicht empfehlen kann

Eine Möglichkeit habe ich dir noch verschwiegen, du kannst mit diversen Geräten deine Fotos auch per WLAN-Verbindung übertragen. Mittlerweile gibt es WLAN-fähige Kameras, Festplatten und SD-Kartenleser, ABER diese Möglichkeit ist noch nicht ausgereift genug. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist meist super langsam und die Softwarelösung nicht sehr nutzerfreundlich.

 

Pass gut auf deine Elektronik auf

Jede Reise birgt viele Gefahren für deine elektronischen Sachen: die Hitze, Kälte oder Feuchtigkeit, Erschütterungen, Stöße und so weiter. Umso wichtiger ist ein bestmöglicher Schutz.

 

Pack alles in diverse Schutzhüllen ein. Für Laptops, externe Festplatten und eReader sind Neoprenhüllen super. Die SD-Karten immer in Kunststoffhüllen oder Sammeletuis stecken, niemals einfach lose. Auch die Kamera besser in einer extra Kameratasche aufbewahren. Die Hosentasche ist kein guter Ort, da sonst Staub auf deine Linsen kommt.

 

SD-Karte immer formatieren

Und der letzte Tipp: Wenn du die Fotos auf die Sicherung überspielt hast, solltest du immer die SD-Karte formatieren. So kannst du viele Datenfehler umgehen, da bei der Formatierung defekte Bereiche deaktiviert werden.

 

Hast du noch irgendwelche Fragen? Wie sicherst du deine Fotos?

 

PS.: Bist du noch auf der Suche nach einer Kamera fürs Reisen?! Dann hilft dir diese Übersicht vielleicht weiter.

 

 

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2 Comments

  • Annina Stäheli

    Hallo Claudia
    Vielen Dank für deine nützlichen Tipps! Eine kleine Anmerkung habe ich noch: die Festplatte heisst nicht SDD, sondern SSD (Solid-State-Drive).
    Liebe Grüsse aus der Schweiz

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