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Alentejo Küste: Geheimtipp in Südwest-Portugal

Liebst du Portugal und bist auf der Suche nach einem neuen Reiseziel innerhalb des Landes, dann könnte die Küste des Alentejo dich interessieren. Hier findest du eine unberührte Atlantikküste und Ruhe, die bisher nur Aktivurlaubern und Campern zu schätzen wissen.

 

Vor allem die schroffe Felsenküste im Süden ist atemberaubend schön, welche dann in eine flachere Küste mit riesigen Dünengebieten, Pinienwälder und Reisfelder übergeht.

 

So hat die Küste des Alentejo vor allem etwas für Naturbegeisterte, Wanderer und Strandliebhaber zu bieten. Am besten erkundest du das Alentejo auf einem Roadtrip, den du mit einem Besuch von Lissabon oder der Algarve verbinden kannst.

 

Schöne Orte an der Küste von Alentejo

 

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Cabo Sardão

Das Kap Sardão (Google Maps) gehört zu meinen persönlichen Highlights an der Küste Alentejos. Die schroffen Felsen und der Blick von der Steilküste auf die tosenden Wellen des Atlantiks sind einfach beeindruckend. Im Frühling kannst du zudem hier gut Störche beobachten, die auf den Felsen im April und Mai nisten. Was sehr ungewöhnlich ist, da sie normalerweise Strommasten, Kirchen oder Türmen bevorzugen.

 

Wer will kann dem Küstenweg vom Kap Sardão nach Norden oder Süden folgen, wo weitere schöne Aussichten auf die dramatische Küste und Storchennester warten. Der Weg ist Teil der Rota Vicentina, dessen 226 Kilometer langer Fischerpfad (Trilho dos Pescadores) von Sines in Alentejo bis nach Lagos an der Algarve führt.

 

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Porto Covo

Etwa 30 Kilometer nördlich vom Cabo Sardão liegt Porto Covo (Google Maps). Der einstige Fischerort befindet sich mitten in einem Naturschutzgebiet. Im Norden reiht sich eine süße kleine Badebucht an die nächste, die besonders im Sommer beliebt sind.

 

Südlich von Porto Covo kannst du dem Fischerpfad durch ein ausgedehntes Dünengebiet folgen. Das Gehen auf den Sandwegen ist zwar etwas mühsam, dafür bist du jedoch in unberührter Natur. Eine nette Tageswanderung von insgesamt 20 Kilometern führt von Porto Covo bis zum Strand Praia do Malhão und zurück. Du musst natürlich nicht die gesamte Strecke laufen, zwischendurch gibt es immer mal wieder schöne einsame Strände zum Relaxen und Baden.

 

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Comporta

Auf der Weiterfahrt von Porto Covo kommst du durch eine dünn besiedelte Gegend, wo die Leute hauptsächlich von der Landwirtschaft leben, was typisch für das Alentejo ist. Nach etwa 75 Kilometern erreichst du dann den kleinen Ort Comporta (Google Maps), der umgeben von Reisfeldern und Wasserkanälen ist.

 

Auf den ersten Blick ist Comporta unscheinbar und ruhig, was aber genau seinen Charme ausmacht. Die Ruhe und Verbundenheit mit der Natur schafft einen perfekten Ort zum Runterkommen. Mit dem Rad kannst du durch Reisfelder bis zum Ufer des Sado Flusses radeln, wo Fischer ihre Hütten auf wackeligen Stelzen erbaut haben.

 

Die Krönung ist jedoch der unendlich lange Strand samt Düne, wo du bei Ebbe stundenlange Strandspaziergänge machen kannst und selbst im Sommer immer eine ruhige Ecke findest.

 

Der Strand Praia da Comporta befindet sich auf einer langgestreckten Landzunge, die an der Mündung des Flusses Sado entstanden ist und eine geschützte Bucht gebildet hat. Seine abgeschiedene Lage ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum Comporta noch unter dem Radar fliegt. Die landwirtschaftliche Ausrichtung auf den Reisanbau eine andere.

 

Tipp: Es gibt eine Autofähre, die regelmäßig von Setúbal nach Tróia auf die Halbinsel pendelt.

 

In den letzten Jahren hat sich Comporta immer mehr zu einem exklusiven Geheimtipp entwickelt, wo es im Umfeld einige hochpreisige Eco-Feriendomizile abseits vom Trubel gibt. Wirklich ansehen tust du das Comporta nicht.

 

Am schönsten ist Comporta im Sommer, wenn die Reisfelder grün sind. Erst im Frühling wird der Reis ausgesät und am Ende des Sommers geerntet. Die restliche Zeit des Jahres liegen die Felder brach.

 

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Alcácer do Sal

Wenn du nicht die Fähre von Comporta nimmst, wirst du den langen Weg um die Bucht herum fahren und kommst in Alcácer do Sal (Google Maps) vorbei. Und dann kannst du glatt einen kurzen Stopp in dem süßen kleinen Hügeldorf einlegen.

 

Von oben hast du eine fantastische Aussicht auf den Fluss und die umliegenden Reisfelder, wo oft Störche unterwegs sind. Ansonsten ist es einfach nett, durch die kleinen Gassen zu streifen, bis du oben an der maurischen Burg raus kommst.

 

Fun-Fact: Alcácer do Sal ist der Geburtsort vom Mathematiker und Astronom Pedro Nunes, der neue Erkenntnisse für die Navigation und Winkelmessung gewonnen hat. Nach ihm ist der Nonius benannt, was eine bewegliche Längenskala ist, die zum Beispiel auf einem Messschieber verwendet wird.

 

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Setúbal

Die letzten drei Tipps befinden sich nicht mehr in der Provinz Alentejo, liegen jedoch auf dem Weg nach Lissabon, deshalb habe ich sie mit aufgenommen.

 

Die Hafenstadt Setúbal ist definitiv keine Touristen-Destination, was sie für mich direkt interessant macht. Vor allem ein Streifzug durch die Altstadt lohnt sich und morgens ein Besuch des lebendigen Fischmarktes. Lange Zeit war Setúbal ein wichtiger Standort für die Fischerei in Portugal.

 

Lass dich einfach treiben und folge deiner Neugierde, du wirst sicher interessante Ecken entdecken. Klettere auch hoch zur Burgruine Castelo de Sao Filipe, von der du eine fantastische Aussichten auf die Stadt, Bucht und Landzunge von Comporta hast. Der Besuch ist übrigens kostenlos.

 

Tipp: Wunderschön ist der Strand Galapinhos etwas außerhalb von Setubal.

 

Setúbal ist ein guter Ausgangspunkt, um die Strände von Comporta und Sesimbra zu erkunden, weil es hier preiswerte Unterkünfte und sogar Hostels gibt. Für alleinreisende Backpacker ist das Day Off Suite & Hostel* eine gute Wahl, es bietet günstige Mehrbettzimmer und Privatzimmer an. Eine richtige Hostelatmosphäre hat es dadurch nicht, aber eine coole Dachterrasse und Küche.

 

 

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Traumstrand bei Sesimbra

Von Setúbal ist es nicht mehr weit nach Sesimbra, wo sich der Traumstrand Praia do Ribeiro do Cavalo befindet. Der Weg dorthin ist etwas abenteuerlich, da es über einen schmalen Pfad durch die Büsche geht und das letzte Stück musst du etwas hinab kraxeln.

 

Sobald du jedoch den Strand erblickst, weißt du, dass es sich lohnt. Der Strand liegt in einer geschützten Bucht und ist umgeben von hohen Felswänden. Das besondere ist die durchdringende Farbe des Meeres, ein brillantes Türkis, was von weißen Steinen und kristallklarem Wasser hervorgerufen wird.

 

Du kannst den Strand zu Fuß vom Sesimbra erreichen, folge einfach der Küstenstraße den Berg hoch und navigiere dann mit der App Maps.me oder Organic Maps. Der Pfad ist dort eingezeichnet, jedoch ist er am Anfang nicht ganz klar erkennbar, später wird es einfacher.

 

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Cabo Espichel

Von Sesimbra ist es nicht mehr weit zum nächsten Kap, was wahrlich beeindruckend ist. Die hohen Felsen am Cabo Espichel (Google Maps) fallen hier steil hinab und gehen über in ein türkisfarbenes und dann azurblaues Meer. Diverse Pfade durchziehen das Kap vom Leuchtturm bis zur Kirche. Es lohnt sich etwas die Gegend zu erkunden, da die Geologie der Küste ungewöhnlich und abwechslungsreich ist.

 

Tipp: Auf einem kurzen Spaziergang kannst du versteinerte Dinosaurier-Fußspuren sehen. Sie sind als Monumento Natural da Pedra da Mua ausgeschildert. Schau dir vorher Fotos an, damit du weißt, wonach du Ausschau halten musst, vor Ort gibt es leider keinerlei Informationen.

 

Das waren die schönsten Orte an Alentejos Küste, die ich auf meiner Reise durch Portugal entdeckt habe.

 

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