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Kreta Roadtrip: Highlights, Route & Tipps

Um die Highlights von Kreta zu sehen, brauchst du nicht unbedingt ein Auto. Willst du jedoch abgelegene Ecken von Kreta erkunden, ist ein Auto hilfreich. Jetzt stehen dir viel mehr Möglichkeiten offen und du kannst Kreta umrunden.

 

Besonders in der Nebensaison hast du zudem die Insel fast für dich alleine und kannst von einer gemütlichen Base aus Tagesausflüge auf Kreta unternehmen. Natürlich kannst du auch jede Nacht woanders schlafen, um mehr Zeit in den abgelegenen Ecken der Insel zu verbringen.

 

In diesem Kreta Roadtrip Guide erfährst du alles über die schönsten Ecken, welche Route Sinn macht und Tipps, was du sonst noch bedenken musst.

 

Lost geht’s!

 

Schau am besten zuerst in meinen Kreta Reiseguide rein, wo ich detaillierter auf die einzelnen Highlights eingehe.

 

Kreta Roadtrip Route 2 bis 3 Wochen

Wenn du wirklich Kreta erleben willst, brauchst du einen Mietwagen*. Mit dem Bus und Touren erreichst du die klassischen Sehenswürdigkeiten Kretas, aber der Rest der Insel bleibt dir verschlossen. Nur mit einem eigenen Fahrzeug kannst du die kleineren Orte aufsuchen, in ruhigen Buchten entlang der Südküste schwimmen und in den Bergen wandern gehen.

 

Mein Tipp: Komm im Frühling oder Herbst nach Kreta, wenn es nicht so heiß und voll ist.

 

Anreise nach Kreta

Mit dem Flugzeug wirst du entweder in Chania oder Iraklion landen (auf Skyscanner* findest du günstige Flüge), wo du direkt deinen Mietwagen in Empfang nehmen kannst. Jetzt kann es losgehen.

 

Ich beschreibe den Roadtrip von Chania aus, aber du kannst ihn natürlich auch in Iraklion starten.

 

Chania

2 Tag

 

Wenn du fit bist, kannst du vom Flughafen in Chania direkt zu einem der Highlights fahren. Auf der Halbinsel des Flughafens befindet sich der einzigartige Strand Seitan Limani, der am Ende einer schmalen gewundenen Felsenbucht liegt.

 

Tipp: Komm im Sommer früh morgens nach Seitan Limani, da der Strand sich schnell füllt und es nur begrenzt Parkplätze gibt.

 

Im Anschluss kannst du nach Chania fahren, wo du die Altstadt erkunden und deine erste Nacht auf Kreta verbringen kannst.

 

Am zweiten Tag würde ich eine Tagestour zur Samaria Schlucht* buchen. Der Vorteil einer Tour ist, dass du die komplette Schlucht durchwandern kannst. Ein Bus bringt dich zum Startpunkt der Wanderung, dann folgst du der Schlucht bis zum Meer. Dort holt dich ein Boot ab und bringt dich zum Bus, der zurück nach Chania fährt.

 

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Laguna Balos

1 Tag

 

Am nächsten Tag geht es früh los zum äußersten Zipfel im Nordwesten Kretas. Dort liegt die traumhaft schöne Laguna Balos, die zu den absoluten Highlights jeder Kreta Reise zählt. Das letzte Stück der Strecke nach Balos führt über eine holprige 8 Kilometer lange Straße. Jeder PKW schafft das, du musst nur langsam fahren. Dann geht es zu Fuß weiter und schon bald erblickst du die türkisfarbene Bucht mit den markanten Felsen von oben.

 

Alternativ kannst du bis zum Hafen von Kissamos fahren, von wo während der Saison regelmäßig Ausflugsboote nach Balos fahren. Die wahrscheinlich schönste Art zur Lagune zu gelangen.

 

Falasarna

1 bis 2 Tage

 

Weiter geht es noch am gleichen Tag nach Falasarna an der Westküste Kretas, wo du übernachten kannst. Falasarna hat wunderschöne breite Sandstrände mit verführerischem türkisfarbenen Wasser und ist umgeben von Bergen. Es ist der perfekte Ort für Familien und zum Relaxen.

 

Elafonisi

1 Tag

 

Von Falasarna geht es über eine gewundene Straße weiter gen Süden zum berühmten pinken Strand in Elafonisi. Ohne Frage einer der schönsten Strände Kretas, der Mitten in der Natur liegt. Je nach Strömungen ist der pinke Schimmer im Sand mal stärker oder schwächer, der durch rote Korallenbruchstücke erzeugt wird. Aber das ist nur das i-Tüpfelchen, da der Strand auch so ein Traum ist.

 

Tipp: Lohnenswert ist ebenfalls der Nachbarstrand Kedrodasos, den du zu Fuß über den Küstenwanderweg oder per Auto erreichen kannst.

 

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Rethymno

1/2 Tag

 

Unweit von Elafonisi endet die Straße entlang der Südküste und du musst zurück nach Chania fahren, von wo aus es nicht mehr weit bis nach Rethymno ist. Die drittgrößte Stadt von Kreta liegt zwischen Chania und Iraklion an der Nordküste. Von den dreien hat sie die wohl schönste Altstadt und eine imposante Festung. In ein paar Stunden hast du sie erkundet.

 

Plakias

1 bis 2 Tage

 

So kannst du von Rethymno noch am gleichen Tag über die Berge an die Südküste fahren. Deine erste Anlaufstelle dort ist die Kleinstadt Plakias, die malerisch von Bergen und kleinen Buchten umgeben ist. Hier kannst du ein bis zwei Tage am Strand oder beim Wandern verbringen.

 

Preveli & Matala

1 bis 2 Tage

 

Nach Plakias umrundest du Kreta fortan gegen den Uhrzeigersinn. Die Hauptstrecke verläuft meist nicht direkt entlang der Küste. Du kannst jedoch Abstecher zum Meer machen. An der Südküste gibt es unzählige ruhige Buchten, die nur wenige Leute besuchen. Mach dich also auf die Suche und teste ein paar aus.

 

Auf dem Programm stehen heute ansonsten noch zwei klassische Sehenswürdigkeiten, die Strände von Preveli und Matala. Der Strand von Preveli ist winzig, aber spektakulär. Eine schmale Schlucht samt Fluss mündet hier ins Meer, die voller Palmen bestanden ist, was eine Seltenheit auf Kreta ist. Und Matala war in den 70er Jahren bei den Hippies beliebt, die am Strand und den Höhlen im Sommer lebten. Hier lohnt sich ein kurzer Stopp, verpass nicht den roten Strand (Kokkini Ammos).

 

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Foto: Koutsounari

 

Ierapetra

1 bis 2 Tage

 

Kommen wir nun zur größten Stadt an der Südküste, von wo du einen Tagesausflug auf die unbewohnte Trauminsel Chrissi machen kannst. Ansonsten lohnt sich noch der Strand von Koutsounari, der zu den längsten von Kreta zählt und an dem du wunderschöne bunte Steine sammeln kannst.

 

Zakros Schlucht & Vai

2 Tage

 

Die Ostküste Kretas hat lange nicht so schöne Strände zu bieten, wie der Westen. Dafür gibt es hier wenig Tourismus und du kannst ruhige Strände finden. Zu den Highlights zählt die Wanderung durch die Zakros Schlucht und der Besuch des berühmten palmengesäumten Strandes von Vai.

 

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Iraklion

1 bis 5 Tage

 

Auf dem Weg nach Iraklion kannst du Stopps in Sitia und Agios Nikolaos einlegen. Beides klassische Touri-Orte mit netten Hafen und Restaurants. Mein Ding war es nicht, besser gefallen hat mir das etwas abseits gelegene Elounda. Das Problem in dieser Ecke ist jedoch günstige Unterkunft zu finden.

 

Mein Tipp: Verbringe nicht zu viel Zeit an der Nordküste von Kreta, wo es den meisten Pauschaltourismus gibt.

 

Lohnenswert ist hingegen ein Ausflug in die Berge zum Lasithi Plateau, wo malerische Dörfer wie Tzermiádo, Agios Konstantinos, Agios Georgios und Psichron warten. Iraklion selber ist die größte Stadt Kretas und lange nicht so idyllisch wie Chania. Deshalb würde ich nicht lange verweilen. Interessant in Iraklion sind das Archäologische Museum und der Palast von Knossos.

 

Auf dem Rückweg von Iraklion nach Chania kannst du noch einen weiteren Bogen über die Berge fahren, wo malerische kleine Bergdörfer wie Margarites und Eleftherna, das Kloster Moni Arkadi und Wanderungen südlich davon warten.

 

Das waren die Highlights von Kreta im Schnelldurchlauf, ausführliche Informationen findest du hier.

 

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Kreta im Winter

Auf der Flucht vorm kalten Winter in Deutschland, habe ich drei Monate auf Kreta verbracht und rein wettertechnisch war alles mit dabei. Vor allem der Januar war sehr mild und hatte viele fantastische sonnige Tage, mit Temperaturen von bis zu 18 Grad. Vereinzelt gab es ein paar Regentage, aber insgesamt war es ein Traum. Das Meer hatte sogar noch 17 Grad, so ging ich regelmäßig schwimmen.

 

Im Februar gab es dann für ein paar Tage ein Schneechaos, was weite Teile von Griechenland und der Türkei betroffen hat. In dieser Zeit fiel das Thermometer bis auf 2 Grad nachts. Es schneit zwar jedes Jahr in den Bergen auf Kreta, da sie teilweise über 2.000 Meter hoch sind, unten kommt jedoch nur alle fünf Jahre Schnee runter.

 

Der Februar und März waren insgesamt sehr unbeständig. So waren erste warme Tage mit 20 Grad drin, aber auch viele graue und regnerische Tage mit Temperaturen von 8 bis 12 Grad. Einheimische meinten, das der Winter insgesamt kühler als normal war, aber es selbst im März immer vereinzelt kalte Regentage geben kann.

 

Das Meer ist am kältesten im März, wenn es nur noch 15 Grad hat.

 

Ist der Winter eine gute Reisezeit?

Ja und nein, da das Wetter so unbeständig ist, kannst du großes Glück haben oder eben Pech.

 

Wenn du einfach eine Winterpause brauchst, kann Kreta wundervoll im Winter sein. Es sind kaum Touristen unterwegs und du wirst viele der Top-Sehenswürdigkeiten ganz für dich alleine haben. Die Insel schaltet einen Gang runter und du kannst ein sehr ursprüngliches Kreta erleben. Wenn dann noch die Sonne rauskommt, fühlt es sich wie Frühling an.

 

Eine Herausforderung im Winter ist, dass viele Unterkünfte und Restaurants geschlossen haben, daher musst du etwas mehr im Voraus planen. Auch wirst du einen Mietwagen* brauchen, da abseits der Nordküste nur wenige Busse in der Nebensaison fahren.

 

Und ein weiterer Minuspunkt im Winter ist, dass du viele Wanderungen nicht machen kannst. In den Bergen liegt Schnee und die Flüsse in vielen Schluchten schwellen nach dem Regen und der Schneeschmelze im Frühling an, so dass die Wege überschwemmt oder zu gefährlich sind.

 

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Was ist die beste Reisezeit für Kreta?

Daher ist meine Empfehlung für Kreta der Frühling und Herbst.

 

Der Sommer auf Kreta ist heiß, oft mit Temperaturen weit über 30 Grad, im Süden sogar bis 40 Grad, nicht die beste Zeit fürs Wandern oder Sightseeing. Wenn du nur am Strand liegen willst, findest du sicher Orte mit einer kürzeren Anreise, dann muss es nicht unbedingt Kreta sein.

 

Besser ist da der Frühling, vor allem der April und Mai, und der Herbst von Mitte September bis November. Die Temperaturen sind angenehm warm zwischen 20 bis 25 Grad und es ist deutlich weniger los. Zum Schwimmen und Schnorcheln ist der Sommer und Herbst besser, da das Wasser wärmer ist.

 

Der Winter: Ab Dezember sinken dann die Temperaturen und das Wetter ist unbeständig. Im Januar und Februar ist es tagsüber zwischen 10 bis 15 Grad warm und bis in den März hinein regnet es regelmäßig, daher ist der Winter nicht die beste Reisezeit für Kreta. Willst du jedoch dem grauen Winter in Deutschland entfliehen, ist Kreta immer noch tausendmal besser.

 

Kreta Roadtrip Tipps

Anreise nach Kreta

Auf Kreta gibt es zwei internationale Flughäfen in Chania und Iraklion, zu denen es während der Saison von April bis Oktober Direktflüge aus Deutschland gibt. Im Winter gibt es Flüge nach Kreta mit Zwischenstopp in Athen.

 

Alternativ kannst du eine Nachtfähre von Piräus, was der Hafen bei Athen ist, nach Iraklion nehmen. Die Überfahrt dauert etwa 9 Stunden und kosten ab 30 Euro pro Person. Die Fähren von Minoan Lines und ANEK fahren das ganze Jahr über und günstige Flüge nach Athen findest du immer.

 

In der Saison gibt es ansonsten Fährverbindungen zu weiteren griechischen Inseln wie Rhodos, Santorini, Milos und vielen weiteren. Schau am besten direkt auf den Webseiten von Minoan Lines, ANEK, Hellenic Seaways und Seajets.

 

Brauchst du einen Mietwagen auf Kreta?

Nein, die wichtigsten Orte erreichst du auf Kreta auch mit dem Bus oder einer Tour. Um jedoch wirklich frei zu sein, ist ein Mietauto* trotzdem reizvoll. So kannst du entlegenere Orte, wie Strände und Wanderungen ansteuern, was vor allem zur Hochsaison ein großer Vorteil ist. Außerdem verlierst du keine Zeit und kannst bei einem kurzen Aufenthalt mehr sehen.

 

Was du bei Kreta leicht unterschätzt, sind die Entfernungen. Auf der Karte sieht es nicht weit aus, aber auf den kurvigen Straßen kommst du dann langsamer voran, als erwartet. Behalte das im Hinterkopf, wenn du deine Route planst, um nicht zu viel Zeit im Auto zu verbringen.

 

Autofahren auf Kreta

Am besten erschlossen ist die Nordseite von Kreta, wo es mehrspurige Straßen gibt und du schnell vorankommst. Im gebirgigen Inselzentrum und den restlichen einsamen Ecken kommst du hingegen meist langsamer voran. Oftmals sind die Straßen schmal und kurvig, was du bei der Tagesplanung berücksichtigen musst.

 

Und dann werden die Straßen immer schmaler und holpriger, sobald du die ausgetretenen Pfade verlässt. In der Nebensaison wird auch das kein Prolbem sein, da kaum Leute unterwegs sind. Nur im Sommer können solche Engpässe nervig werden, weil man ständig auf Gegenverkehr trifft.

 

Im Winter fand ich das Fahren sehr entspannt, weil kaum Leute unterwegs waren. Einzig der Wintereinbruch mit Schneefall hat mich überrascht, so lag oben in den Bergen viel Schnee und nur die Hauptpässe wurden geräumt und waren passierbar.

 

Roadtrip Packliste: 43+ nützliche Dinge, die jeden Trip besser machen

 

Noch mehr Inspirationen für Griechenland findest du hier.

 

 

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