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Meine Westaustralien Highlights – Einfach nur wow!

Stundenlang sind wir durch die unendliche Weiten des Outbacks gefahren. Nur im Schritttempo ging es oft früh morgens vorwärts, weil wir so viele Kängurus gesehen haben. Wir haben die wildesten Unterwasserabenteuer erlebt und sind an paradiesischen Stränden spazieren gegangen. Mit unserem Van haben wir an den schönsten Orten übernachtet und sind durch rote Canyons geklettert. Der Roadtrip durch Westaustralien war mein persönliches Highlight von 2018.

 

Westaustralien ist meine Lieblingsecke von Downunder und ich habe mich gefreut beim zweiten Mal den Südwesten und neue Ecken zu entdecken.

Meine 17 Westaustralien Highlights

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1. Schnorcheln am Ningaloo Riff

Wo soll ich nur anfangen?! Die Unterwasserwelt am Ningaloo Riff ist überwältigend. Mehrmals täglich sind wir schnorcheln gegangen, wäre das Wasser nicht so kalt, hättest du uns nicht viel an Land gesehen. So aufregend war es. Wir sind unzähligen Schildkröten begegnet, haben neue Fischarten entdeckt und sind durch ein Labyrinth aus Korallen geschwommen.

 

Wenn du gerne schnorchelst, gehört das Ningaloo Riff definitiv auf deine Wunschliste. Es ist bekannt für seine Artenvielfalt und die Korallenwälder in Coral Bay. Und das beste, du kannst einfach vom Strand ins Wasser waten und schon nach 50 bis 100 Metern beginnen die Korallen. Coral Bay und der Cape Range Nationalpark sind ein Unterwasser-Paradies.

 

2. Auge in Auge mit Haien

Eine Begegnung am Ningaloo Riff werde ich nie vergessen. Es war unser letzter Morgen im Cape Ragen Nationalpark und wir haben spontan beschlossen ein letztes Mal schnorcheln zu gehen. Es war kurz vor Sonnenaufgang als wir plötzlich am Meeresgrund ein großes Geschöpf sehen. Was ist das?!

 

„Heilige Sch***, dass ist ein Hai und was für einer“ – sicher über zwei Meter lang mit ausladenden Flossen. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals und wir suchen Schutz hinter einer Koralle. Und er liegt seelenruhig da und schläft. Ein großer Fisch erschreckt sich vor uns und weckt so den Hai auf. Der entdeckt uns und ist in sekundenbruchteilen in einer Staubwolke verschwunden.

 

Kleine Riffhaie haben wir die Tage immer mal wieder gesehen, aber das war ein Monster.

 

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3. Der Kalbarri Nationalpark

Auf halber Strecke zwischen dem Ningaloo Reef und Perth liegt der Kalbarri Nationalpark, der sich über ein riesiges Gebiet erstreckt und dadurch sehr vielfältig ist. Da ist die spektakuläre Steilküste, an der du entlang wandern kannst. Und weiter im Inland sind die roten Canyons, durch die du klettern kannst und wo dich am Ende immer ein kühler Wasserlauf zum Baden erwartet.

 

Die Canyons sind zwar nicht so hoch und spektakulär, wie sein großer Bruder Karijini, aber durch seine Vielfalt ist er meines erachtens sogar besser. Noch dazu ist er einfacher zu erreichen, da er direkt an der Hauptreiseroute in Westaustralien liegt.

 

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4. Die Baumgiganten von Südwest-Australien

Was ich an Westaustralien so mag, auf der einen Seite hast du nördlich von Perth die unendlichen Weiten des Outbacks und fährst du in den Südwesten bist du umgeben von Farmland und grünen Wäldern. Und in diesen Wäldern stehen wahre Baumriesen, die 40 bis zu 90 Meter hoch sind.

 

Ich mag Orte, die mich klein erscheinen lassen. Und als ich am Stamm stand und hoch blickte, kam ich mir wie ein Zwerg vor. Was dieser Baum wohl schon alles erlebt und wie viele Buschfeuer er überlebt hat. Und das beste zwei dieser Baumgiganten bei Pemberton konnte ich erklimmen. Der Blick von oben über das Blätterdach ist surreal und erst recht hinab zu schauen.

 

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5. Die roten Canyons von Karijini

Beim Blick in die Landkarte wirst du sehen, das der Karijini Nationalpark mitten im Nirgendwo liegt. Egal aus welcher Richtung du kommst, du sitzt mindestens einen vollen Tag im Auto. Aber er ist diesen „kleinen“ Umweg wert, denn die Flüsse haben hier eine einzigartige rote Canyonlandschaft geschaffen. Beim Anblick der bis zu 100 Meter tiefen Gorges wirst du mir sicher zustimmen.

 

Aber das ist erst der Anfang, der Spaß beginnt, wenn du in die Canyons hinab steigst. Auf vielen Wegen kommst du nur kletternd, durchs Wasser watend und in den geheimen Ecken schwimmend vorwärts. Karijini ist ein Abenteuerspielplatz für Erwachsene.

 

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6. Die zutraulichen Kängurus

In Karijini haben wir fast gar keine Tiere gesehen, zu trocken und karg. Dafür aber im restlichen Teil von Westaustralien, besonders im Südwesten. Vor einigen Jahren habe ich ein Jahr in Australien verbracht und kann an einer Hand abzählen, wie viele Kängurus ich gesehen haben.

 

Auf diesem Trip müssen es Hunderte gewesen sein und einige waren so zutraulich, dass sie neugierig immer näher kamen. An uns geschnuppert haben und einige haben sich sogar hinterm Ohr kraulen lassen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal sage, dass ich mit Kängurus am Strand gechillt habe.

 

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7. Westaustralien hat die schönsten Strände

Das war in Lucky Bay in Südwest-Australien, eine der schönsten Strände von Australien. Bei Sonnenschein wurdest du vom weißen Sand geblendet und der Sand quietschte unter den Füssen beim Gehen. Das Wasser war kristallklar und leuchtete im tiefsten türkis-blau, dass du dir vorstellen kannst.

 

Westaustralien hat die schönsten Strände der Welt und noch dazu sind sie oft menschenleer und erstrecken sich über Kilometer. Ich übertreibe wirklich nicht. Jetzt bin ich verdorben für weitere Reisen, denn kein Strand konnte ihnen bisher das Wasser reichen. Ich ertappe mich immer wieder, dass ich denke: „In Westaustralien habe ich schönere Strände gesehen“.

 

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8. Geheimtipp: Die Blowholes

Beim nächsten Punkt habe ich lange überlegt, ob ich ihn lieber für mich behalte (sorry). Es ist ein magischer Ort für mich und ich hoffe, dass er genauso bleibt. Point Quobba ist ein einfacher Campingplatz direkt am Meer, wo jeder Stellplatz einen Meerblick hat. Und direkt am Fuss liegt eine geschützte Bucht, wo du schnorcheln gehen kannst.

 

Es ist ein Gefühl, als würdest du in einem Aquarium schwimmen. Das Wasser ist sehr flach, so dass du die Tiere aus nächster Nähe beobachten kannst. Das absolute Hightlight meiner Schwester war, als sie von einer Krake eingetintet wurde, als sie diese überrascht hat. Die Tage in den Blowholes werde ich nie vergessen.

 

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9. Die Bushwalks

Aber nicht nur im Wasser hatten wir unseren Spaß, sondern auch an Land. Stundenlang sind wir auf irgendwelchen Wegen entlang der Küste oder durch Wälder gewandert. Ich kann mir keine bessere Art vorstellen, die australische Natur und Tierwelt zu erleben.

 

Meine Lieblingswanderungen waren Teilstücke vom Bibbulum Trek, der Weg zum Sugar Loaf auf dem Cape to Cape Trek, der Warren River Loop Trail bei Pemberton, die Wanderung hoch zum Frenchman’s Peak im Cape Le Grand Nationalpark, der Natural Bridge Loop in Kalbarri, die Hancock Gorge in Karijini, die Aussicht von der Bluff Knoll im Stirling Ranges Nationalpark und der Hakea Trail im Fitzgerald River Nationalpark , besonders das Stück vom Hamerslet Inlet bis zum Whalebone Coast Lookout.

 

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10. Der Fitzgerald River Nationalpark

Wahrscheinlich hast du noch nie vom Fitzgerald River Nationalpark gehört, ging mir nicht anders. Dieser liegt nicht weit entfernt vom berühmten Cape Le Grand Nationalpark (mit den Kängurus am Strand). Er ist wunderschön und viel abwechslungsreicher, so direkt an der Küste und besonders im Frühling, wenn alles blüht.

 

Ein unberührtes Naturparadies, was du wahrscheinlich fast für dich alleine hast. Die idealen Bedingungen für Tierbeobachtungen auf einer Wanderung. Noch dazu bekommen hier Wale im Winter ihre Jungen und hängen wochenlang rund um Point Ann ab.

 

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11. Die Steilküste bei Albany

Bleiben wir noch etwas hier unten an der Südküste und springen etwas weiter westlich nach Albany. Genauer gesagt an den vorgelagerten Torndirrup Nationalpark an der Küste. Das Meer ist hier rau und die hohen Wellen branden mit einem lauten Krachen gegen die Steilküste.

 

Auf Wanderungen kannst du den Park erkunden und auf der neu eröffnete Aussichtsplattform „The Gap“ das Naturspektakel hautnah erleben. Wir haben gefühlte Stunden den Wellen zugeschaut und gewartet bis wieder eine dieser Monsterwellen kam, wo die Gischt bis fast nach oben gespritzt ist. Hier kannst du die Kraft des Meeres spüren.

 

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12. Schnorcheln auf Rottnest Island

Vor unserer Reise haben wir dem Ausflug nach Rottnest Island entgegen gefiebert, die vorgelagerte Insel bei Perth ist berühmt für seine Quokkas. Die süßesten Beuteltiere, die keinerlei Scheu vor Menschen haben und durch die vielen Selfies weltweite Berühmtheit erlangt haben.

 

Und sie waren auch süß, aber das viel größere Highlight auf der Insel war es schnorcheln zu gehen. Das Wasser war etwas frisch, aber zwischen den Steinen wimmelt es vor Leben. Wir sind mit einer zutraulichen Roche geschwommen, haben bunte Nacktschnecken (Nacktkiemer) gesehen und haben uns im wabernden Seegras verloren. Ich hatte ja keine Ahnung!

 

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13. Das Naturparadies Dongara – Port Denison

Noch so ein Geheimtipp, war dieser beschauliche Ort am Meer. Ohne den Tipp einer Australierin wären wir hier garantiert vorbei gefahren. Es ist eine kleine Oase, wo du auf Spaziergängen am Fluss Vögel beobachten kannst und stundenlang am Strand entlang laufen kannst.

 

Ein Ort zum Runterkommen und entspannen. Noch dazu hatten wir hier einen der besten Stellplätze unserer Tour, wo wir mit Meeresrauschen eingeschlafen sind und mit Meeresblick gefrühstückt haben. Was willst du mehr?!

 

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14. Begegnungen mit Stachelrochen

Noch so ein entspannter Ort war Augusta, am südwestlichsten Zipfel von Australien, wo wir spontan einen Ruhetag eingelegt haben. Die Leute kommen um den Leuchtturm zu besuchen, wo das Südpolarmeer auf den Indischen Ozean trifft. Um im Winter Wale zu beobachten und im Sommer zu angeln.

 

Unser Hightlight war jedoch eine unerwartete tierische Begegnung. Wir beobachteten einen Angler, der eine Fisch ausnahm und damit Stachelrochen fütterte. Neugierig stellten wir uns ebenfalls ins Wasser und sofort kamen die Rochen näher um unser Beine zu ertasten. Ein unbeschreibliches Gefühl diese zarten Berührungen zu fühlen und etwas unheimlich, als sie unsere Füsse mit dem Mund abgetastet haben. Was für faszinierende und sanfte Geschöpfe.

 

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15. Die Blütenpracht von Südwest-Australien

Unser Roadtrip durch Westaustralien war im Herbst, wo trotzdem noch so viel blühte. Nie im Leben habe ich solche Pflanzen gesehen, kein Wunder, viele von ihnen gibt es nur in dieser Region. Mit dabei zum Beispiel die zwei Meter hohe Hakea und die bunten Blütenkerzen der Banksia-Sträucher.

 

Du musst kein Botaniker sein, um dich an diesem Anblick zu erfreuen. Noch dazu summte es überall und Nektarvögel flatterten umher. Im Frühling muss es ein wahres Blütenmeer im Südwesten geben, was sicher ein faszinierendes Naturschauspiel ist. Also noch ein Grund mehr wieder zu kommen.

 

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16. Street Art in Perth

Nach so viel Natur, mal ein urbanes Highlight. Die einzige große Stadt an der Westküste ist Perth, eine ziemlich coole Stadt mit modernen Hochhäusern, dem wunderschönen Kings Park, Traumstränden und hippen Viertel mit Street Art.

 

Immer mehr Städte entdecken die Sogkraft von Street Art und fördern Künstler, um große Murals zu verwirklichen. Besonders in den Stadtteilen Freemantle und Subiaco findest du herausragende Street Art und Kunstinstallationen, wie die „Rainbow Sea Container“. Super cool.

 

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17. Die Tiere von Westaustralien

Der letzte Punkt gebührt allen Tieren, denen wir in Westaustralien begegnet sind und es waren viele. Ein Teil vom Zauber Australiens liegt nämlich in der Tierwelt, die so fremdartig und faszinierend ist. Auf unserem Trip sind wir teils schüchternen Tieren begegnet, die direkt reißaus nahmen, als sie uns sahen. Aber genauso gab es viele Tiere, die keinerlei Berührungsängste hatten.

 

Da war ein Emu, der uns auf die Pelle gerückt wäre, wenn da nicht dieser Zaun gewesen wäre. Die vielen Kängurus, besonders die putzigen Wallabies, die einfach zum Knuddeln waren. Wie zum Beispiel die Rockwallabies, die mit einer Leichtigkeit von Stein zu Stein in den Canyons gesprungen sind. Die unzähligen lauten Papageien, vereinzelt Schlangen und natürlich all die Meerestiere, die unseren Trip zu etwas ganz besonderen gemacht haben.

 

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Du musst einfach nach Westaustralien kommen!

Wenn du jetzt noch nicht überzeugt bist, dann weiß ich es auch nicht. Ich habe jedenfalls ein Stück von meinem Herzen an Westaustralien verloren und es war sicher nicht mein letzter Besuch. Denn ich könnte die Liste noch ewig fortsetzen und beim nächsten Mal würde ich mir einen 4WD mieten, um noch abgelegenere Ecken zu entdecken. Ich sag nur die Kimberleys (man darf doch noch Träume haben).

Hier findest du alle ausführlichen Artikel von unserem Roadtrip durch Westaustralien

 

 

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