Transsilvanien Sehenswürdigkeiten

Geheimnisvolles Transsilvanien: Das sind die top Sehenswürdigkeiten

Die besten Sehenswürdigkeiten Rumäniens findest du in Transsilvanien, was im Herzen des Landes liegt und etwa dreimal so groß wie Belgien ist. Eine sagenumwobene Region, die umschlossen ist von den Bergen der Karpaten, urwüchsigen Wäldern und Heimat vieler wilder Tiere ist. Übersetzt heißt Transsilvanien so etwas wie „jenseits der Wälder“, das sagt alles.

 

In Transsilvanien findest du darüber hinaus prachtvolle Schlösser, mittelalterliche Burgen, wunderschöne Altstädte und beschauliche Dörfer auf dem Land. Die perfekte Mischung für einen unvergesslichen Trip durch Transsilvanien.

 

Inhaltsverzeichnis

 

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Das sind die besten Sehenswürdigkeiten Transsilvaniens

Wo liegt Siebenbürgen?

Bevor wir ins Thema springen, lass uns kurz über Siebenbürgen reden. Ich war selber etwas verwirrt, weil andauernd die Rede von Transsilvanien und Siebenbürgen die Rede war. Und die Lösung ist ganz einfach.

 

Transsilvanien wird auch Siebenbürgen genannt. Der Name stammt aus dem 12. Jahrhundert, als deutsche Siedler in das Fürstentum unter ungarischer Führung gelockt wurden, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Grenzen besser gegen Plünderer sichern zu können. Es wird vermutet das folgende sieben Festungsstädte gemeint sind: Kronstadt (Brașov), Hermannstadt (Sibiu), Mühlbach (Sebeș), Broos (Orăștie), Klausenburg (Cluj-Napoca), Schäßburg (Sighișoara) und Bistritz (Bistrița).

 

Die Region war eine Konfliktzone, wo es regelmäßig zu Auseinandersetzung zwischen den Ungarn, Habsburgern und Türken kam.

 

Bis heute ist der Einfluss der Deutschen in Siebenbürgen jedoch sehr gering, da sie immer nur einen kleinen Teil der Bevölkerung stellten. Der Anteil der Menschen mit ungarischen Wurzeln ist da viel höher. Und trotzdem bin ich auf meiner Reise durch Siebenbürgen regelmäßig auf deutsch angesprochen zu werden, was mich überrascht hat.

 

So, jetzt aber..

 

braunbär in rumänien

Transsilvanien Sehenswürdigkeiten Karte

 

Was darfst du auf keinen Fall in Transsilvanien verpassen?

Die schönsten Highlights Transsilvaniens findest du im Süden.

Brașov ist eine gute Basis, um die nähere Umgebung zu erkunden. Du erreichst sie in drei Stunden mit dem Bus von Bucharest. Auf Tagesausflügen kannst du das berühmte „Dracula-Schloss“ in Bran, die Märchenschlösser in Sinaia und ein Braunbärenreservat besuchen oder tagelang in den Karpaten wandern gehen. Langweilig wird dir sicher nicht in Brașov.

 

Anschließend geht es weiter nach Sibiu, für mich die schönste Stadt Transsilvaniens, mit ihren kleinen Altstadtgassen und Treppen. Im Sommer finden regelmäßig Festivals und Veranstaltungen statt, was sie noch reizvoller macht. Vor den Toren der Stadt findest du ein klasse Freilichtmuseum, das dich aufs Land vor 100 Jahren versetzt.

 

Weiter geht es nach Alba Iulia, einer sternförmigen Festungsanlage, die eine eigene Stadt beheimatet. Erst vom Aussichtsturm kannst du ihre Dimensionen erahnen. Fast schon italienisches Flair weht durch ihre Gassen mit den prunkvollen Stadttoren und der Kathedrale. Nicht weit entfernt liegt die Burg Hunedoara majestätisch auf einem Felsen, die aus dem Mittelalter entsprungen ist. Für mich die beeindruckendste Burg Transsilvaniens.

 

Hast du ein eigens Fahrzeug kann ich dir noch wärmsten die Gebirgsstraße Transfăgărăşan empfehlen, wo du im Sommer mit etwas Glück wilde Braunbären sehen kannst. Ansonsten lohnt sich der kurze Schlenker nach Râpa Roșie auf dem Weg nach Alba Iulia, eine skurrile rote Felsenlandschaft, die so gar nicht ins klassische Bild von Rumänien passt.

 

Und mein letzter Tipp liegt etwa eine Stunde mit dem Auto von Brașov entfernt. Viscri ist ein kleines Dorf, wo die Zeit stehen geblieben ist, mit süßen kleinen Häusern und einer imposanten Wehrkirche. Das rundet das Bild von Rumänien ab.

 

karpaten rumänien

 

Wandern in den Karpaten

In Transsilvanien hast du die Möglichkeit fast überall wandern zu gehen, da der Karpatenbogen die Region umschließt. So kannst du dich je nach Lust und Wetterlage für einen Ausflug in die Berge entscheiden. Die Auswahl ist groß, das sind einige Wanderhighlights in Transsilvanien.

 

Die Südkarpaten sind besonders beliebt bei Wanderern und bietet eine Fülle an Ein- und Mehrtagestreks mit Hüttenübernachtungen an. Eine gute Basis sind die Orte Busteni (Caraiman & Omu Gipfel) und Sinaia, von wo aus Seilbahnen dich an den Startpunkt bringen. Einziges Manko ist, das im Sommer viel los ist. Stell dich auf mindestens zwei Stunden Wartezeiten bei den Seilbahnen ein.

 

Etwas ruhiger ist es in Zărneşti, wo du den Piatra Craiului besteigen kannst. Laune macht auch der 7-Leitern-Canyon (Canionul Șapte Scări) bei Timișu de Jos, den du verlängern kannst, indem du auf den Piatra Mare hoch läufst.

 

In den Westkarpaten kannst du Höhlen im Apuseni-Gebirge erkunden, beeindruckend ist die Gletscher-Höhle bei Vârtop und das süße Dorf Rimetea, von wo aus du den Piatra Secuiului erklimmen kannst. Beliebt ist noch die Halbtagestour zur Turda Schlucht (Cheile Turzii), die du auf einem Loop durchquerst und dann oben am Rand entlang läufst.

 

Die Wehrkirchen & Kirchburgen

In Transsilvanien findest du viele Wehrkirchen und Kirchburgen, die zum Schutz vor Plünderer errichtet wurden. Die Leute aus dem Dorf lagert dort die komplette Ernte und ihr Saatgut. Zog dann eine Bande Diebe oder ein Heer durch die Gegend, mussten sie sich nur schnell selber dorthin retten und die Belagerung ausharren. Die Kirchen waren auch in ruhigen Zeiten viel bessere Lagerorte, da es hier schön kalt und trocken war.

 

Besonders schöne Beispiele für Wehrkirchen findest du in Viscri (Deutsch-Weißkirch) und Valea Viilor (Wurmloch). Die Kirchburgen Biertan (Birthälm), Hărman (Honigberg) und Prejmer (Tartlau) gehören zu den beeindruckendsten. Ein vollständige Liste aller Kirchburgen findest du hier, vielleicht passt ein anderer Stopp besser zu deiner Route.

 

Ein Besuch dieser Orte lohnt sich meist doppelt, da die Orte oft idyllisch liegen und es sich so anfühlt als sei hier ein wenig die Zeit stillgestanden. So bekommst du ein bisschen vom beschaulichen Landleben mit und kannst schöne Fotos von den alten bunten Häusern machen.

 

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Südost-Transsilvanien: Brașov & Umgebung

Wenn du nicht viel Zeit hast, ist der Süden von Transsilvanien am interessantesten für dich, da hier einige der Highlights Siebenbürgens liegen und es eine große Vielfalt gibt. Lass uns in Brașov starten.

 

Brașov (Kronstadt)

Brașov ist eine gute Base, um die umliegenden Schlösser, Festungen und Berge zu erkunden. So musst du nicht ständig packen und kannst lediglich Ausflüge mit dem Bus (Microtaxis) unternehmen: zum Schloss Bran, zur Festung in Râșnov, den Schlössern in Sinaia, um die Kirchburgen in Hărman und Prejmer zu besichtigen. Außerdem warten die Karpaten auf dich, wo du wandern gehen und ein Bärenreservat besuchen kannst. Du siehst, es gibt viel zu tun.

 

Für die Stadt Brașov kannst du grob einen Tag einplanen, um durch die Altstadt zu schlendern, in Cafés zu sitzen, die Kirchen zu besichtigen und dir die Stadttore anzuschauen. Die schönsten Aussichten sind vom „Weißen Turm“ und vom Stadtberg Tâmpa. Einen ausführlichen Guide für Brașov findest du hier.

 

Anreise mit dem Bus: Bucharest (ca. 35 RON, 3 Stunden), Sibiu (ca. 30 RON, 3 Stunden)

 

Hostelempfehlung: Besonders einladend ist das moderne BED STAGE Hostel*, wer gerne etwas günstiger hat, wird von der JugendStube Hostel* begeistert sein.

 

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Burg in Râșnov (Rosenau)

Wie ein Wächter thront die Bauernburg in Râșnov auf dem Berg, umgeben ist sie von einer Wehranlage.

 

So lief ich voller Vorfreude den Hügel hinauf, nur um dann vor verschlossener Tür zu stehen. Im Sommer 2021 ist sie wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und es gibt noch kein Datum, ab wann sie wieder besichtigt werden kann. Informiere dich also vorab, ob du wieder rein kannst.

 

Anhand von Fotos kann ich nur sagen, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Da du hinter den Mauern ein mittelalterliches kleines Dorf vorfindest. Râșnov liegt nur etwa 15 Kilometer von Brașov entfernt. Weitere Informationen sind hier.

 

Anreise mit dem Bus: Von Brașov Busbahnhof 2 (Autogara 2) Richtung Bran, die Fahrt dauert etwa 25 Minuten.

 

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Schloss Bran

Das „Dracula Schloss„, auch Törzburg genannt, liegt nur 30 Kilometer von Brașov auf einer Anhöhe in dem kleinen Ort Bran. Die Burg wird erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt und war für 700 Jahre eine strategische Position im Kampf gegen das Osmanische Reich und hat eine faszinierende Geschichte.

 

Die mittelalterliche Festungsanlage wurde im Laufe der Jahre immer wieder umgebaut und ist heute im Sitz von Königin Maria. Das spiegelt sich auch bei dem Besuch wieder, wo du Ausstellungsstücke aus den unterschiedlichen Epochen bewundern kannst.

 

Nur eins wirst du nicht finden, den Namen Dracula, da niemand weiß, ob Vlad III. jemals die Burg betreten hat. Der ganze Dracula-Hype beruht nur auf der Beschreibung der Dracula-Burg von Bram Stoker in seinem Roman „Dracula“, die der Festung in Bran sehr ähnlich ist.

 

Im Sommer musst du dich auf einen großen Andrang einstellen. Alles zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen erfährst du hier.

 

Anreise mit dem Bus: Von Brașov Busbahnhof 2 (Autogara 2) Richtung Bran, die Fahrt dauert etwa 45 Minuten und kostet 7 RON.

 

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Die Schlösser von Sinaia

Weiter im Süden liegen noch zwei weitere Schlösser jüngeren Datums, die bereits mehrfach als Filmkulisse gedient haben. Mich hat ein Besuch nicht gereizt, aber vielleicht ist es etwas für dich.

 

Das berühmte Schloss Peleş ist ein Meisterstück im Neo-Renaissance-Stil, das voller Kunst und Prunk steckt. Es wurde im 19. Jahrhundert für die Königsfamilie errichtet. Du kannst es auf einer geführten Tour besichtigen, der Eintritt kostet 40 RON und ist von 9 bis 17 Uhr geöffnet (montags geschlossen). Hintergrundinfos findest du auf Wikipedia.

 

Ein Stückchen den Berg hoch steht Schloss Pelişor, was am Ende des 19. Jahrhundert erbaut wurde, weil Prinz Ferdinand unzufrieden mit Peleş war. Es wirkt mit seinem Fachwerk deutlich strenger, im Innern findest du viele Wiener Möbel. Von Mittwoch bis Sonntag kannst du das Schloss ebenfalls auf einer Führung für 20 RON besichtigen, weiter Infos sind hier.

 

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In den Südkarpaten wandern gehen

Wie schon oben erwähnt sind besonders die Orte Busteni und Sinaia als Startpunkt für eine Wanderung beliebt, da du dir den kräftezehrenden Aufstieg ersparen kannst und stattdessen mit der Seilbahn hochfahren kannst. Oben angekommen kannst du in Busteni von der Seilbahnstation Babele weiter zum riesigen Kreuz (Crucea Caraiman) oder zum Omu Gipfel (2.507 m) wandern. Stell dich auf alle Wetterlagen ein, da die Berge oft in den Wolken verschwinden und im Sommer Gewitter keine Seltenheit sind.

 

Zwei schöne Alternativen sind die 7-Leiter-Canyon mit anschließender Wanderung auf den Piatra Mare, eine Halbtagestour, die du bequem mit dem Bus von Brașov unternehmen kannst. Und die Besteigung des Piatra Craiului von Zărneşti mit Übernachtung auf der Hütte. Weitere Infos hierzu findest du oben.

 

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Zărnești Bären-Sanctuary

Etwa 25 Kilometer von Brașov gibt es ein Bärenreservat, wo Braunbären ein neues Zuhause gefunden haben, die aus der Gefangenschaft gerettet wurden. Auf einer Tour erfährst du mehr über das Projekt und die Bären. Im Sommer ist der Andrang meist groß, daher solltest du im Voraus eine Tour buchen, (50 bzw. 55 RON) mehr Infos findest du hier. Das Bären-Sanctuary kannst du nur mit dem Auto erreichen.

 

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Der Vulkan in Racoș

Bist du mit einem eigenen Fahrzeug unterwegs, lohnt es sich einen Stopp in Racoș einzulegen, was etwa eine Stunde von Brașov auf dem Weg in den Norden nach Sighișoara liegt. Hier kannst du einen roten Vulkankegel und ein ehemaliges Basaltbergwerk samt smaragdgrünem See erkunden. Eine Landschaft, die ich so nicht in Rumänien erwartet hätte.

 

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Süd-Transsilvanien: Sibiu & Umgebung

 

Sibiu (Hermannstadt)

Sibiu ist meine Lieblingsstadt in Transsilvanien. Sie sprudelte nur so vor Energie, als ich sie im Sommer besucht habe. Überall liefen Leute herum, auf dem Hauptplatz wurden Oldtimer der Transilvania-Tour ausgestellt und abends lief Live-Jazz-Musik auf einer Bühne. Noch dazu hat es Spaß gemacht, durch die Gassen und über die Treppen sich die Innenstadt zu erlaufen. In einem Tag hast du alles gesehen, Inspirationen für deinen Besuch findest du hier.

 

Vor den Toren der Stadt lohnt sich der Besuch des ASTRA Museum, ein Freilichtmuseum mit über 300 Gebäuden aus vielen Teilen des Landes, die im Grünen stehen. Der Eintritt ist 25 RON, im Sommer öffnet es bereits um 8 Uhr.

 

Anreise mit dem Bus: Braşov (ca. 30 RON, 3 Stunden), Alba Iulia (20 RON, 1,5 Stunden), Bucharest (50 RON 4,5 Stunden

 

  Hostelempfehlung: Das B13 Hostel* liegt im Herzen der Stadt und hat alles was ein gutes Hostel ausmacht, saubere Bäder, Küche, schöne Gemeinschaftsräume und Schließfächer.

 

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Die Gebirgsstraße Transfăgărăşan

Die Transfăgărăşan (ein echter Zungenbrecher) ist eine Panoramastraße durch das Făgăraș-Gebirge, die sich in Serpentinen den Berg hocharbeitet. Es geht vorbei an Wasserfällen und Seen, die zu Fotostopps und Wanderungen einladen. Für die Tour brauchst du auf jeden Fall ein Auto.

 

Die Straße ist in der Regel von Ende Juni bis Anfang Oktober passierbar, wenn der Schnee geschmolzen ist. Gerade im Sommer ist sie sehr beliebt und die Autos reihen sich aneinander, daher mein Tipp starte früh. Ich bin selber um 6 Uhr losgefahren und ab 9 Uhr füllte es sich langsam. Entlang der Strecke haben überall in ihren Autos oder im Zelt die Leute genächtigt, das scheint also kein Problem zu sein.

 

In der Nähe des Stausees kam dann mein persönliches Highlight, wo ich insgesamt fünf wilde Bären gesehen haben. Eine Mutter mit ihren zwei Jungen verweilte besonders lange an einer Kehre, so dass ich sie ausgiebig beobachten konnte. Das war einfach genial. Also halt die Augen offen.

 

Ansonsten schau mal in diesen Artikel rein, wo du noch mehr Tipps, auch zum Wandern, bekommst.

 

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Râpa Roșie bei Sebeș (Mühlbach)

Durch Zufall habe ich diese roten Felsenlandschaft auf Instagram entdeckt. Von der Autobahn A1 kannst du sie in nördlicher Richtung sogar sehen. Hast du ein Fahrzeug kannst du bis ran fahren, es führt eine gute Schotterstraße hin, die direkt hinter der Autobahn hier startet.

 

Râpa Roșie heißt übersetzt „rote Schlucht“, sie ist durch Erosion entstanden und hat etwa 800 Meter freigelegt. Auf steilen Pfaden kannst du hinlaufen, bring also Schuhe mit gutem Profil mit, damit es keine Rutschpartie wird. Der Besuch ist kostenlos.

 

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Die Zitadelle von Alba Iulia (Karlsburg)

Die sternförmige Festung stammt aus dem 17. Jahrhundert und war damals ein strategisches Zentrum für Siebenbürgen. Im Jahr 1918 wurde dann der Staat Rumänien von hier aus verkündet, der Siebenbürgen, die Walachei und Moldau vereinte. Es war die Geburtsstunde des modernen Rumäniens.

 

Für mich war es eine absolut positive Überraschung, da ich mir die Zitadelle nicht so groß und prächtig vorgestellt habe. Es ist eine kleine Stadt mit imposanten Kathedralen, Burgwall, Toren und Häusern. Die Anlage kannst du auf dem Ringwall und im Graben umrunden, was dir immer wieder neue Blickwinkel gibt. Nicht verpassen darfst du das dritte Tor und die Aussicht von Turm der St. Michael’s Kathedrale. Noch dazu ist der Besuch kostenlos.

 

Anreise mit dem Bus: Sibiu (15 RON, 1,5 Stunden), Târgu Mureş (35 RON, 3 Stunden), Timişoara (45 RON, 5 Stunden), Bucharest (60 RON, 6 Stunden.

 

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Burg in Hunedoara (Castelul Corvinilor)

Die Stadt Hunedoara (dt. Eisenmarkt) ist keine Schönheit, aber die über der Stadt schwebende Burg schon. Wie aus dem Bilderbuch steht sie auf dem Felsen und kann nur über eine Brücke betreten werden. Im Innern ist noch vieles der mittelalterlichen Anlagen erhalten, nur die Ausstellungen sind etwas mickrig. Immer wieder dient die Burg als Kulisse für Filme und Fernsehshows, so auch zu der Zeit meines Besuches. Der Eintritt kostet 35 RON, mehr Infos findest du hier.

 

Anreise zur Burg: Von Bahnhof sind es etwa 1,5 Kilometer bis zur Burg, die du mit dem Bus zurücklegen kannst. Falls du mit dem Auto bist, kannst du in der Strada 9 Mai kostenlos parken.

 

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Nord-Transsilvanien

Turda: Salzbergwerk & Schlucht

Turda ist vor allem für sein Salzbergwerk bekannt, das einfach gigantische Ausmaße hat. Jedoch solltest du wissen, das es heute ein unterirdischer Freizeitpark samt Riesenrad, Bowlingbahn und Lichtinstallationen ist. Wenn dich das nicht stört, ist es beeindruckend. Das Salzbergwerk liegt etwas nördlich der Stadt, der Eintritt kostet 50 RON und das ist die offizielle Webseite.

 

Mich hat es stattdessen zur Turda Schlucht gezogen (Eintritt 4 RON), die du auf einer Wanderung erkunden kannst. Die Schlucht selber durchquerst du in etwa einer halben Stunde. Wer will kann den selben Weg zurück gehen oder du nimmst den steilen Pfad rechts hoch und folgst den mit einem roten Punkt markierten Wanderweg. Die Anstrengung lohnt sich, da du mit spektakulären Aussichten von oben entschädigt wirst. Nach 1,5 bis 2 Stunden kommst du wieder an deinem Ausgangspunkt an.

 

Anreise zur Turda Schlucht: Nimm aus dem Zentrum von Turda den Bus nach Cheia (ca. 5 RON, 30 Minuten). Von dort sind es 5 Kilometer zur Schlucht, die du laufen oder per Anhalter fahren kannst, da die Schlucht viele Besucher anzieht.

 

Anreise nach Turda: Cluj-Napoca (Maxitaxi, 7 RON, 45 Minuten), Alba Iulia (15 RON, 2 Stunden), Sibiu (30 RON, 3 Stunden)

 

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Cluj-Napoca (Klausenburg)

Die zweitgrößte Stadt Rumäniens (300.000 Einwohner) ist ein wichtiger Knotenpunkt und eine lebendige Studentenstadt, außer im Sommer, wenn Semesterferien sind. Im restlichen Jahr ist es ein guter Ort für ein bisschen Cityvibes, Kunst und Kultur, gute Cafés, leckeres Essen und um abends etwas Trinken zu gehen.

 

Wenn du mich jedoch fragst, ob du Cluj-Napoca unbedingt gesehen haben musst, würde ich sagen: nein. Aber wenn du als Backpacker unterwegs bist, hat es Vorteile sich in einer Stadt einzuquartieren und von hier aus Ausflüge, zum Beispiel in die Marmuren zu unternehmen.

 

  Hostelempfehlung: Das einzige Hostel der Stadt ist das Retro Hostel*, was modern und hell eingerichtet ist. Es liegt in der Altstadt und jeden Morgen gibt es ein kostenloses Frühstück.

 

Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch)

Im Vergleich zu Cluj ist Târgu Mureș nur etwa halb so groß und ist für mich ebenfalls keiner der Must-See-Orte Rumäniens. Es ist nett, hier einen halben Tag zu verbringen. Die Altstadt mit dem hübschen Rathaus und den direkt daneben liegenden Kulturpalast zu bewundern. Schade finde ich, das es keine Fußgängerzone gibt, überall rauschen die Autos an einem vorbei.

 

Anreise mit dem Bus: Cluj-Napoca (ca. 50 RON, 5 Stunden), Sibiu (30 RON, 6 Stunden), Bucharest (90 RON, 8,5 Stunden)

 

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Sighișoara (Schäßburg)

Für viele ist Sighișoara die hübscheste Stadt Transsilvanien mit ihrer mittelalterlichen Festung auf dem Hügel. Die Zitadelle ist ein eigenes kleines Dorf mit schönen bunten alten Häusern, Türmen, Mauern und Kirchen. Als ich an dem trüben Morgen durch die Gassen wandele, ist alles von einer melancholischen ruhigen Stimmung geprägt. Hier wurde einst Vlad III. geboren, die Vorlage für Dracula.

 

Da Sighișoara so übersichtlich ist, wirst du automatisch alles von alleine finden.

 

Anreise mit dem Bus: Târgu Mureş (Maxitaxi, 20 RON, 1,5 Stunden), Braşov (25 RON, 2,5 Stunden), Sibiu (20 RON, 2,5 Stunden)

 

  Hostelempfehlung: Ich war überrascht, das es im beschaulichen Sighișoara ein Hostel gibt, das wirklich einzigartig ist. Die Gemeinschaftsräume im Burg Hostel* befinden sich in urigen Kellergewölben, die einen zurück ins Mittelalter versetzten. Die golden strahlenden Schlafräume bilden hierzu einen tollen Kontrast.

 

Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl von Siebenbürgen, wer will kann wochenlang durch Transsilvanien reisen.

 

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