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11 Surforte, die kaum ein Backpacker kennt, aber sollte

In den letzten Jahren ist mir aufgefallen, das Surfer den Backpackern immer einen Schritt voraus sind. Sie sind ständig auf der Suche nach der perfekten Welle und neuen Orten, die noch nicht überlaufen sind. So entdecken sie interessante Orte zuerst und wir Backpacker folgen dann Monate oder Jahre später.

 

Das war schon so in Bali, Canggu ist ein gutes Beispiel dafür. Jetzt folgen Siargao auf den Philippinen und der Süden von Lombok in Indonesien.

 

So kam ich auf die Idee, Surfer nach ihren Lieblingsorten zu fragen, die auch Backpackern was zu bieten haben. Denn wir sind doch alle auf der Suche nach neuen Locations, um den Massen zu entgehen. Noch dazu würde wir die Probleme des Overtourism abschwächen, wenn wir uns alle besser verteilen würden. Es gibt so viele schöne Orte auf der Welt, lass dich von diesen Surfern inspirieren.

 

An dieser Stelle ein dickes Dankeschön, an alle Surfblogger, die einen Beitrag geleistet haben.

 

Los geht’s in Europa!

 

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Surfspots in Europa

 

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Sagres, Portugal

Tipp von Julian // Blog: Surfnomade // YouTube: Julian Siewert // Facebook: @surfnomade

 

Was das am äußersten Südwestzipfel Portugals gelegene Sagres für Surfer und Backpacker gleichermaßen so außergewöhnlich macht? Neben den beeindruckenden Surfstränden in der Umgebung bietet der authentische Küstenort jede Menge Hostels, Restaurants und Ausgehmöglichkeiten.

 

Hinzu kommt die wunderschöne Landschaft des riesigen Naturparks, von dem Sagres umgeben ist. Dank des milden Klimas bieten sich hier das ganze Jahr über hervorragende Wandermöglichkeiten: Die Rota Vicentina ist ein international noch relativ unbekannte Fernwanderweg, der zu zu den schönsten Wanderrouten Europas zählt. Ein weiteres Highlight für Outdoor-Freaks sind die überhängenden Steilklippen der Atlantikküste. Sie sind nicht nur ein Paradies für Kletterfans, sondern lassen sich auch mit dem SUP Board erkunden.

 

Das Beste an Sagres sind aber ohne Frage die idealen Bedingungen zum Surfen lernen. Wer auf der Suche nach dem passenden Angebot für Surfanfänger ist, wird in der umfangreichen Surfguide Portugal Review fündig, in der ich die besten Surfcamps von Sagres und Umgebung ausführlich vorgestellt werden.

 

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Peniche, Portugal

Tipp von Nina & Daniel // Blog: Soulmush // Instagram: @soulmush // Facebook: @soulmush

 

Unser All-Time Nebensaison Lieblingsspot ist klar Peniche. Hier findest Du alles was salty souls begehren. Der vor allem bei Surfern beliebte kleine Fischerort hat aber neben Weltklassewellen noch viel mehr zu bieten. Zahlreiche Restaurants und die Altstadt laden zum bummeln ein.

 

Die “Silver Coast” glänzt mit atemberaubenden Steilküsten welche zu ausgedienten Trekking- und Mountainbiketouren einladen. Lissabon, welches sich in den letzten Jahren zum europäischen Kulturhotspot gemausert hat, ist nur einen Katzensprung entfernt und lädt zum schlendern, shoppen und schlemmen ein.

 

Für Naturbegeisterte ist das etwa 40km entfernte Nazaré definitiv ein Must-See. Hier brechen im Winter die weltgrößten Wellen mit bis zu 30m direkt vor der Küste — ein Naturschauspiel, dass man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte!

 

Zum Sunset trifft man sich auf einen hausgemachten Sangria in der Bar do Bruno und schaut den Surfern in der endlos langen Bucht zu. Wenn Du mehr über Peniche und vor allem Surfen in peniche erfahren willst, schau bei uns vorbei.

 

Extra-Tipp: Nur etwa eine Stunde südlich von Peniche liegt der verträumte Surfer-Ort Ericeira. Hier kannst du einfach die Seele baumeln lassen, in süßen kleinen Cafés sitzen und durch die verwinkelten Gassen streifen.

 

Surfspots in Afrika

 

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Tofo, Mosambik

Tipp von Anja // Blog: Happybackpacker // Instagram: @happy_backpacker // Facebook: @happybackpackerDE

 

Zugegeben, als ich das erste Mal meinen Lieben daheim eröffnete, dass ich ein halbes Jahr in Mosambik leben möchte, schlugen nicht wenige entsetzt die Hände über dem Kopf zusammen. Zu sehr verhaftet waren Geschichten über bittere Armut, Wirbelstürme und Malaria.

 

Als ich jedoch in Tofo ankam, war es um mich geschehen. Rund zehn Fahrtstunden von Mosambiks Hauptstadt Maputo entfernt ist das idyllische Dorf am Indischen Ozean der perfekte Ort für Taucher und Surfer aus aller Welt. Jeden Tag schwamm oder schnorchelte ich mit riesigen Walhaien, Delfinen und Mantarochen.

 

Die Breaks sind noch recht leer und oftmals teilte ich mir nur mit ein paar Delfinen die Wellen beim Surfen in Tofino. Ein herrlicher Ort, der hoffentlich die nächsten Jahre noch vom Massentourismus verschont bleibt.

 

Taghazout, Marokko

Schon die Hippies haben Taghazout für sich entdeckt und es folgten die Surfer, Yogis, Backpacker und Digitalen Nomaden. Es herrscht eine ruhige Atmosphäre in Taghazout und du triffst auf viele Leute, die gleich für mehrere Wochen verweilen.Viel gibt es in dem Fischerdorf nicht zu tun, aber genau das macht seinen Reiz aus.

 

Surfspots in Asien

 

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Madiha, Sri Lanka

Tipp von Heidi // Blog: meerdavon // Instagram: @meerdavon_com // Pinterest: @meerdavon

 

Sri Lanka: Das sind tropische, palmengesäumte Traumstrände mit guten Wellen zum Surfen. Bunte, multi-religiöse Kultur mit kolonialem Erbe, Tempeln und faszinierenden Bräuchen. Und geringe Lebenshaltungskosten mit leckerem Essen und easy Fortbewegungsmöglichkeiten dank Eisenbahn und Tuk Tuks. Natürlich ist die „Träne Indiens“ kein Geheimtipp mehr, doch trotzdem findet hier jeder sein persönliches Lieblingsplätzchen.

 

Für mich einer der nettesten Orte ist Madiha an Sri Lankas Südküste, wo die Uhren gefühlt ein wenig langsamer ticken. Das Leben spielt sich zwischen Strand und den verwinkelten kleinen Gässchen ab, die von wildem Grün gesäumt und mit günstigen kleinen Unterkünften und Restaurants gespickt sind.

 

Unsere Entspannungsoase ist das Meraki, eine Kombi aus Style-Café und Home Stay. In Madiha kannst du Surfen, Schnorcheln mit bunten Fischen und Schildkröten, Yoga machen und malerische Beach Sundowner mit einer frischen Kokosnuss genießen, bevor du ins hippe „The Doctors House“ für Drinks, Cricket und Livemusik weiterziehst.

 

Falls dir Madiha zu klein wird, unternimmst du von hier Ausflüge – zum Bummeln in die schöne Altstadt von Galle, zur Teeplantage nach Ahangama oder in einen der Nationalparks wie Bundala oder Udawalawe (kleiner und feiner als Yala!).

 

Siargao, Philippinen

Die Insel Siargao im Südosten der Philippinen ist für den Surfbreak Cloud 9 bekannt, wo schon internationale Stars wie Kelly Slater gesurft haben. In den letzten Jahren zieht es immer mehr Backpacker, Yogis und Expats an. Wer kann es ihnen verdenken, Siargao ist ein Paradies mit seiner entspannten Atmosphäre, den einsamen Stränden, palmengesäumten Straßen und den vorgelagerten Trauminseln.

 

Weitere coole Surferspots in den Philippinen sind zum Beispiel Baler, Pagudpud und San Juan La Union auf Luzon.

 

Nordwest-Sumatra, Indonesien

Sumatra ist immer noch ein Geheimtipp und die Mentawai Inseln im Nordwesten sind fast nur bei Surfern bekannt. Die Inseln sind ein abgeschiedenes Paradies mit Traumstränden, üppiger Vegetation und der Chance für ein „Digital Detox“, da es keinen Handyempfang und Internet gibt. Die Mentawai Inseln sind perfekt für alle, die ein Abenteuer suchen.

 

Surfspots in Amerika

 

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Jericoacaora, Brasilien

Tipp von Miriam // Blog: wake up stoked // Instagram: @wakeupstoked // Facebook: @wakeupstoked

 

Jericoacoara war ein kleines verschlafenes Hippie-Dörfchen im Norden Brasiliens und hat sich in den letzten Jahren vom Windsurf und Kitesurf Mekka zum Beach Hotspot für viele Urlauber und Strandgänger entwickelt.

 

Das kleine Dörfchen ist mittlerweile extrem gewachsen und liegt inmitten eines Nationalparks in den Dünen – somit sind alle Strassen aus Sand, was die Stimmung einzigartig macht.

 

Highlights sind der Sonnenuntergang auf der Düne mit einem Caipi in der Hand, die feierlustigen können sich durch das komplette Caipi-Menü auf der Caipi Street durchprobieren, oft gibt es auch Live Musik oder jemand der auflegt am Strand, Capoeira Shows bei Sonnenuntergang und man kann ein paar Erinnerungen in einem der zahlreichen kleinen Läden zulegen, die oft von Locals selbst gestaltet bzw produziert sind.

 

Wer Lust auf etwas mehr Abenteuer hat kann eine Buggy Tour machen oder bei guten Wellen das Surfen ausprobieren.

 

El Paredon, Guatemala

Tipp von Leo // Blog: Local-Surf // Instagram: @_local_surf_

 

In dem kleinen und kaum erschlossenen Fischerdorf El Paredon in Guatemala dreht sich touristisch zwar alles ums Surfen, aber auch fernab vom Wellenreiten ist das paradiesische Örtchen an der Pazifikküste immer eine Reise wert. 10 Hostels, ein paar Bars sowie kleinere Restaurants und das war es. Hier findest du vor allem zwei Dinge: Ruhe und Entspannung – fernab vom üblichen Tourismus.

 

El Paredon ist umringt von Mangrovenwäldern und nur über eine Kilometerlage Schotterpiste oder per Boot erreichbar. Die Fahrt zum nächsten Geldautomaten dauert 45 Minuten. Eine Bootstour durch den angrenzenden Fluss, entlang der Mangrovenwäldern, gehört zum Pflichtprogramm.

 

In El Paredon ist gibt es keine Unterkunft, die nicht überzeugt. Ein Bett im Mehrbettzimmer gibt es ab 5 Euro pro Nacht. Empfehlenswert ist das Pazifico-Hostel. Das ist zwar 100 Meter vom Strand entfernt, dafür aber etwas günstiger. Ein Vierbettzimmer kostet etwa 40 Euro pro Nacht. Die meisten Unterkünfte in EL Paredon verfügen über einen Pool, ein Restaurant und bieten genügend Platz zum Entspannen.

 

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Puerto Escondido, Mexiko

Tipp von Ani & Julian // Blog: wavesnbackpack // Instagram: @wavesnbackpack

 

Tropisches Meer. Flach abfallender Sandstrand. Kokosnüsse und Puderzuckerstrände. Klingt verlockend, oder? Doch oftmals lohnt es sich, auch Ecken zu erkunden die augenscheinlich nicht mit Perfektion reizen. Unser perfektes Beispiel hierfür ist die Pazifikküste Mexikos.

 

Ani und ich haben bei der Reiseplanung häufig kontroverse Auffassungen. Julian zieht es dahin, wo Wellen brechen, Ani bevorzugt ruhiges Meer mit flach abfallenden Sandstränden. Traumstrände eben.

 

Aber genau dieser Punkt bringt uns häufig an Ecken, an die wir sonst nicht reisen würden: So trafen wir auf Puerto Escondido in Oaxaca, Mexiko. Nur wenige Menschen reisen hierher, ohne ein Surfbrett unter dem Arm zu tragen. Die sogenannte Mexican Pipeline produziert ein paar weltklasse Wellen, doch wenn man in Gedanken an Mexikos Meer abschweift, hat man oft das Bild der gehen Yucatán Halbinsel im Kopf.

 

In Orten wie Puerto Escondido kommt man, abseits von guten Wellem, oft ohne hohe Erwartungen an. Genau das macht es aus. Wir kamen an dem kleinen Küstenort im Dunklen an, trauten am nächsten morgen kaum unseren Augen. Kleine, sandige Straßen, Surfshops, Cafés und lateinamerikanische Musik. Perfektion auf andere Art und Weise an Mexikos Pazifikküste. Hasta pronto, México!

 

Extra-Tipp: Etwas weiter südlich liegt das kleine Dorf Barra de la Cruz, was deutlich ruhiger ist.