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Sandfliegen (Sandmücken): Tipps gegen die Blutsauger

Sandmücken, die auch Sandfliegen genannt werden, sind schreckliche Plagegeister. Oft wirst du von einer Gruppe Sandfliegen am Strand überfallen, ohne das du es bemerkst. Sie sind winzig klein und dadurch schnell zu übersehen. Stunden später beginnt es zu jucken, was viel schlimmer als ein Mückenstich ist. In Kombination mit den vielen Stichen, ist es dann kaum auszuhalten.

 

Mich hat es mal schlimm auf der Isla Holbox in Mexiko erwischt. Erst abends habe ich Sandmückenstiche bemerkt, die mir dann fast den Schlaf geraubt hat. Tagelang ging das so weiter und die Versuchung zu kratzen war groß. Selten habe ich solch einen lang anhaltenden Juckreiz von Insektenstichen erlebt wie von Sandfliegen.

 

Nach dieser Erfahrung habe ich mehr über Sandfliegen herausgefunden, um nie wieder so etwas zu erleben. Hoffentlich bleibt es dir mit diesen Tipps auch erspart.

 

Noch ein Hinweis: Ich bin keine Ärztin oder Biologin, sondern berichte nur von meinen eigenen Erfahrungen.

 

karibik strand mexiko

 

Wissenswertes über Sandfliegen

Was sind Sandfliegen?

Eigentlich heißen sie Sandmücken, im Englischen werden sie jedoch umgangssprachlich ebenfalls „Sandflies“ (Sandfliegen) genannt. Diese Mücken sind nur 1 bis 4 Millimeter groß und erst wenn dich mehrere umschwirren, wirst du sie wahrscheinlich bemerken. Ein wenig erinnern sie mich an Fruchtfliegen, jedoch auf Speed, weil sie so schnell unterwegs sind.

 

Nur die Weibchen von Sandmücken stechen, aber im Gegensatz zu herkömmlichen Stechmücke ist das Blut für die Eiablage nicht zwingend erforderlich, aber es scheint förderlich zu sein. Oft sind sie in Schwärmen unterwegs und wenn sie eine gute Hautstelle gefunden haben, ritzen sie die Haut an und saugen das austretende Blut auf, dabei können sie Krankheiten übertragen.

 

Wo gibt es Sandmücken?

Rund um den Globus leben Sandmücken, hauptsächlich in den Tropen und Subtropen in Asien, Afrika, Amerika und auch in Europa, besonders am Mittelmeer. Sogar bis nach Deutschland haben sie es geschafft, aber die Wahrscheinlichkeit zu Hause von ihnen gestochen zu werden, ist gering.

 

Weit über 700 Sandmückenarten gibt es weltweit und sie haben sich an die unterschiedlichen Lebensbedingungen angepasst. Bisher habe ich Sandmücken in Massen nur an naturbelassenen Stränden mit feinem Sand in den Tropen gesehen, wo sie feuchte Stellen oder Pfützen für die Eiablage haben. Besonders einzelne Inseln scheinen stärker betroffen zu sein.

 

An wieder anderen Orten gibt es hingegen Sandmücken, aber in geringer Anzahl, so dass du kaum Stiche abbekommst. Bei mir ist dann die körpereigene Reaktion immer weniger heftig ausgefallen und der Juckreiz hat mich nicht wahnsinnig gemacht. Sandmücken werden erst zum Problem, wenn es viele sind.

 

Wann sind Sandmücken aktiv?

Das kann man nicht allgemein sagen, da die unterschiedlichen Sandmückenarten ein anderes Verhalten haben.

 

In den Tropen scheinen sie eher tagaktiv zu sein, aber auch die Zeiten zum Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu mögen. Wind scheint ihnen wenig auszumachen und sie bevorzugen schattige Orte. Die im Mittelmeerraum vorkommende Sandmücke ist abends und nachts aktiv, auch sie mag die Dämmerung, jedoch keinen Wind.

 

Sandmückenstiche

Als erstes wirst du einen kleinen roten Punkt auf der Haut bemerken und dir bei der ersten Begegnung mit Sandmücken, wahrscheinlich nichts weiter denken. Stunden später setzt dann der Juckreiz ein, der um ein vielfaches stärker ist, als ein normaler Mückenstich von einer Stechmücke. Auch hält der Juckreiz länger an, bei mir war es eine Woche, wobei die ersten Tage, die schlimmsten waren.

 

Um den Stich bildet sich ein größerer roter Fleck und der Stich schwillt an. Und die Versuchung zu kratzen ist sehr groß, was aber alles nur schlimmer macht. Die Stiche können anschließend nässen und sich entzünden. Ich bin nachts wach geworden, weil ich mich gekratzt habe. Ganz vermeiden wirst du es nicht können.

 

Besonders starke Reaktionen können Menschen haben, die noch nie zuvor von dieser Sandmückenart gestochen wurden und die sensibel auf Insektenstiche reagieren. Oftmals hast du 30 bis 50 Stiche (oder mehr), was ebenfalls zu einer Überreaktion des Körpers führen kann. Vereinzelt können sich Blasen an den Stichen bilden.

 

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Tipps gegen Sandfliegen

Wie schützt du dich vor Sandmücken?

Informiere dich online, ob es eine Sandmückenplage an deinem Reiseziel gibt. Wenn ja, haben sicher Leute darüber geschrieben. Erkundige dich auch in deiner Unterkunft vor Ort, ob es am Strand viele Sandmücken gibt und wann sie besonders aktiv sind.

 

Vermeide Sandmücken. Wenn es eine Plage gibt, halte dich nicht lang am Strand auf und liege nicht im Sand herum. Und bleib aufmerksam, wenn du die Biester früh genug bemerkst, kannst du hoffentlich mit nur wenigen Stichen flüchten. Ein guter Indikator scheinen Hunde zu sein, da sie beliebte Opfer von Sandmücken sind. Halt also die Augen offen, wenn Hunde am Strand sind, ob sie von Sandmücken umschwirrt werden.

 

Was hilft gegen Sandfliegen? Mückenschutzmittel auf rein pflanzlicher Basis funktionieren übrigens nicht, nur mit einem hohen DEET-Gehalt. Auch langärmlige Kleidung hilft nicht immer, besonders unter weite Sachen krabbeln sie einfach drunter. Eine Mexikanerin gab mir mal den Tipp, mich reichlich mit Kokosöl einzureiben. Durch die ölige Schicht können sie nicht landen ohne ihre Flügel zu verkleben. In Kombination mit dem Sand stelle ich mir das jedoch schwierig vor.

 

Was hilft gegen Sandmückenstiche?

Sofort die Stiche mit BiteAway* behandeln, der den Juckreiz mit Hitze mindern kann. Dabei gilt: je früher desto besser.

 

Und auf keinen Fall kratzen. Ich weiß, leichter gesagt, als getan. Der Juckreiz kann einen wahnsinnig machen, aber es wird dadurch nur schlimmer. Um nachts nicht unbewusst zu kratzen, kannst du Socken über deine Hände ziehen, das sollte das schlimmste verhindern.

 

Dann helfen kortisonhaltige Salben und Antihistaminika, um den Juckreiz zu mildern. Am besten gehst du in eine Apotheke vor Ort. Die kennen das Problem sicher und wissen am besten, was bei den einheimischen Sandmücken hilft. Falls die Stiche sind entzünden oder du es nicht mehr aushältst, solltest du einen Arzt aufsuchen.

 

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