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Warum du nach Querétaro kommen musst

Hast du schon mal von Querétaro gehört? Es wird leicht von Backpackern übersehen, dabei hat es einen wunderschönen Stadtkern und ist der ideale Ausgangspunkt, um Ausflüge ins Umland zu machen. Nur etwa eine Stunde entfernt liegt zum Beispiel der drittgrößte Monolith der Welt, was ein wahrlich beeindruckender Anblick ist. Aber das war noch lange nicht alles, denn es gibt noch eine Pyramide, ein Pueblo Magico und vieles mehr.

 

Und darum lohnt sich ein Besuch von Querétaro allemal!

 

 Noch eins: Hier findest du meine restlichen Artikel über Mexiko samt Guides für deine Reiseplanung.

 

Inhaltsverzeichnis

 

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Warum du nach Querétaro kommen musst

Manche Städte gefallen einem einfach vom ersten Moment an, so ging es mir mit Querétaro. Die Stadt ist zwar riesig, aber das historische Stadtzentrum versprüht einen Kleinstadt-Charme mit seiner schönen Kolonialarchitektur und den kleinen Straßen. Es gibt viele begrünte Plätze mit Restaurants und Cafés, noch dazu sind viele Straßen autofrei und es sind kaum Touristen unterwegs.

 

Das Herz von Querétaro kannst du bequem zu Fuß erkunden.

 

Ein historischer Ort

Querétaro spielte in der mexikanischen Geschichte ein paar Mal eine entscheidende Rolle. So war es einst ein wichtiger Treffpunkt der Führung der Unabhängigkeitsbewegung und in Querétaro wurde die erste Verfassung nach der Mexikanischen Revolution verfasst.

 

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Die Sehenswürdigkeiten von Querétaro

Neben der Altstadt ist das Aquädukt ein Markenzeichen der Stadt. Es wurde im 18. Jahrhundert erbaut, um die Stadt mit Trinkwasser zu versorgen. Den besten Blick auf das Aquädukt hast du vom Mirador. Von hier aus kannst du entspannt durch die Altstadt schlendern.

 

Ansonsten gibt es unzählige Museen, die du fast alle kostenlos besuchen kannst. Auch wenn du nicht viel Zeit hast, lohnt es sich kurz reinzuschauen, schon alleine wegen der schönen Gebäude. Ich mochte besonders das Museo de Arte, was im alten Konvent von San Agustín ist. Das Museo de Arte Contemporáneo und das Museo de la Ciudad lohnen ebenfalls einen kurzen Besuch. Und schau im Museo de Bichos vorbei, wenn du dich für Insekten interessiert.

 

Wo kannst du übernachten

Hier kann ich dir das El Mexa Hostel (Booking.com* / Hostelworld*) empfehlen, dass am Rand der Altstadt liegt. Es wurde Mitte 2019 eröffnet und Roberto, der Inhaber, ist super hilfsbereit. Die Zimmer sind geräumig und das Herz bildet der schöne Innenhof. Morgens gibt es ein einfaches Frühstück und abends kannst du ein Bier auf der Dachterrasse trinken.

 

Essenstipps

Überall in der Stadt findest du leckere Gorditas und Tortas.

 

Meine Lieblingscafé in Querétaro war das Maco Café, was in einem überdachtem Innenhof liegt und leckeres Essen hat. Zum Arbeiten fand ich das Black Juice & Coffee Lab gut, da jeder Tisch eine eigene Steckdose hatte.

 

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Wie kommst du nach Querétaro

Der zentrale Busterminal liegt etwa 20 Minuten vom Stadtzentrum, nimm die Linie 7 oder 36 um für 10 MXN in die City zu kommen. Du kannst aber auch einfach ein UBER nehmen. Als neuer Kunde bekommst du bis zu 5 Euro geschenkt, verwende einfach diesen Code 53u1co* bei der Registrierung.

 

Mexiko-Stadt: 2,5 bis 3 Stunden / z.B. Futura ab 300 MXN (ca. 14 Euro)
San Miguel de Allende: 1,5 Stunden / Futura morgens zwei für 89 MXN (ca. 4,20 Euro) / ETN mehrere für 95 MXN (ca. 4,50 Euro)
Guanajuato: 2,5 Stunden / Primera Plus für 290 MXN (ca. 13,60 Euro) / Futura für 273 MXN (ca. 12,80 Euro)
Xilitla: 5 Stunden / Primera Plus ab 470 MXN (ca. 22 Euro)

 

Spar-Tipp: Online findest du auf den Webseiten der Busgesellschaften teilweise Rabattaktionen.

 

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Erklimme den drittgrößten Monolith der Welt in Bernal

Nicht weit von Querétaro steht ein steinerner Riese, der für mich zu den Must-See-Orten in Mexiko gehört.

 

Noch nie zuvor habe ich von Bernal gehört, aber als ich durch Zufall ein Foto auf Instagram gesehen habe, musste ich einfach hervorkommen. Dieser Fels scheint mitten im Dorf zu entspringen und überragt ihn mit 450 Metern, wie ein großer Wächter. Nur die Felsen von Gibraltar und der Zuckerhut in Rio de Janeiro sind größer.

 

Der Fels Peña de Bernal

Seit ich in Bernal aus dem Bus gesprungen bin, konnte ich meinen Blick einfach nicht mehr abwenden. Zu surreal war sein Anblick, so ganz passt er nicht hierher. Und das beste, du kannst ihn sogar besteigen. Die erste Hälfte ist relativ einfach, danach wird der Weg anspruchsvoller und für das letzte Stück brauchst du eine Kletterausrüstung.

 

Die Aussicht auf halber Höhe ist bereits beeindruckend und lohnt jede Mühe. Wenn du bis nach ganz oben willst, kannst du eine Tour machen.

 

Bist du Kletterer lohnt es sich ein paar Tage zu bleiben, da es unzählige Kletterrouten gibt.

 

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Tipp für eine schöne Aussicht

Von unten hast du von einigen Dachterrassen einen freien Blick auf den Fels. Ich war im Más Café direkt an der Kirche, noch besser war es nebenan im Verwaltungsgebäude, wo sie mich auf ihr Dach zum Fotografieren gelassen haben.

 

Wie kommst du nach Bernal

Vom zentralen Busbahnhof in Querétaro kannst du mit Flecha Amarilla oder Flecha Azul nach Bernal fahren. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde und kostet 58 MXN (ca. 2,70 Euro). Übernachten würde ich nicht Bernal, da es wirklich winzig ist und es nicht viel zu tun gibt. Komm am besten morgens nach Bernal, dann ist es noch nicht zu heiß zum Klettern und verpass den letzten Bus nicht, der gegen 16:30 Uhr fährt.

 

Was ist sonst noch interessant rund um Querétaro

Ich habe es nicht geschafft, mir alle Sachen rund um Querétaro anzuschauen. Will sie dir aber nicht vorenthalten, vielleicht interessiert es dich.

 

Tequisquiapan

Neben Bernal gibt es ein weiteres „Pueblo Magico“, was nicht weit entfernt von Querétaro liegt. Tequisquiapan ist eine nette Kolonialstadt mit süßen kleinen Cafés. Schau mal auf dem Blog Alltag Raus vorbei, wo du einen ausführlichen Bericht findest.

 

El Cerrito Pyramide

Mitten in einem Vorort von Querétaro steht eine Pyramide El Cerrito („Kleiner Berg“). Der Name trifft es gut, denn mit ihren 30 Metern Höhe und einer Seitenlänge von über 80 Meter ist es definitiv keine kleine Pyramide. Am besten nimmst du ein Uber, um die 7 Kilometer von der Innenstadt zu fahren.

 

Auf Wikipedia findest du ein Foto und weitere Hintergrundinfos.

 

Weingut besuchen

Und der letzte Punkt hat mich bei meiner Recherche am meisten überrascht. Die Provinz Querétaro ist die zweitwichtigste Weinregion Mexikos nach Baja California. Ich kann mich zwar nicht erinnern beim Blick aus dem Busfenster irgendwelche Weinberge gesehen zu haben, aber du kannst wohl einen Tagesausflug von Querétaro zu Weingütern machen, wenn dich das interessiert.

 

Wie geht’s nach Querétaro weiter

Gute Frage, Querétaro liegt mitten im zentralen Hochland von Mexiko und du kannst in alle Himmelsrichtungen weiterfahren. Hier sind ein paar Ideen.

 

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San Miguel de Allende

In direkter Umgebung liegt das hochgelobte San Miguel de Allende („schönste Stadt von Mexiko“), was stark von amerikanischen Expats dominiert wird. Wer kann es ihnen verdenken, die Lage, das milde Klima und wie sich die Stadt an den Berg schmiegt, ist wirklich ein Traum. Bei einem Streifzug durch die Stadt wird dir auffallen, das es unzählige Kunstgalerien und Interior Design Shops gibt. Als Shopping-Addict wirst du es lieben, alle anderen werden die schönen Innenhöfe und die tollen Cafés genießen.

 

Neben der Innenstadt kann ich dir noch den privaten Garten „Charco del Ingenio“ empfehlen, der etwas außerhalb der Stadt liegt. Die Vegetation besteht hauptsächlich aus Kakteen, ansonsten wirst du hunderte Grashüpfer, Grillen, Spinnen und Insekten finden. Im Winter ist der See eine wichtige Anlaufstelle für Zugvögel. Mir haben ansonsten die Aussichten gefallen.

 

 Einen ausführlichen Guide zu San Miguel de Allende findest du hier.

 

Das wohl schönste Hostel in San Miguel de Allende ist La Catrina Hostel (Booking.com* / Hostelworld*), was gemütliche Dorms und schöne Dachterrasse.

 

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Guanajuato

Mir persönlich hat das nahe gelegene Guanajuato besser gefallen, als San Miguel de Allende, weil es sich mehr nach Mexiko angefühlt hat und voller Studenten war. Die alte Minenstadt liegt mitten in den Bergen und ihre Hänge sind mit bunten Häusern übersät. Der Berg ist durchlöchert von Tunneln, wie ein Schweizer Käse, so dass der meiste Verkehr unterirdisch geleitet wird.

 

Du hingegen wirst ständig Treppen hoch und runter steigen, was mich direkt an Lissabon erinnert hat. Belohnt wirst du oft mit schönen Aussichten, wie zum Beispiel am Pípila. Die andere Seite lohnt sich auch, hier und hier findest du einen schönen Aussichtspunkt. Einige Gassen sind so eng, dass sie gerade Platz für einen Person haben.

 

Im Herzen der Stadt findest du schöne Kolonialarchitektur, zu den Highlights zählen das Teatro Juárez (unbedingt rein gehen), die Kirche Nuestra Señora de Guanajuato und dem Mercado Hildago. Ansonsten kann ich dir noch das Museum Casa Diego Rivera empfehlen, wo der berühmte Künstler seine ersten Lebensjahre verbracht hat.

 

Noch mehr Inspirationen für Guanajuato indest du hier.

 

Die Casa Lupita (Booking.com* / Hostelworld*) liegt unten in der Altstadt, so musst du deinen Rucksack nicht den Berg hochschleppen.

 

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Sierra Gorda

Fährst du von Querétaro nach Westen kommst du in die Berge. Die Sierra Gorda erkundest du am besten mit dem eigenen Auto. Ich kenne sie nur aus dem Busfenster und habe die kurvige Straße mit seinen spektakulären Ausblicken genossen.

 

Interessante Stopps sind das Franziskanerkloster in Jalpan de Serra, der Mirador Cuatro Palos, die Puerta del Cielo und der Wasserfall El Chuveje. Übernachten kannst du in Piñal de Amoles oder Jalpan. Von hier aus ist es nicht mehr weit nach Xilitla mit seinem Garten Eden und den fantastischen Wasserfällen der Huasteca Potosina Region.

 

Was sonst noch? Von Querétaro bist du in ein paar Stunden in Mexiko-Stadt oder San Luis Potosí.

 

Noch mehr Inspirationen für Mexiko findest du hier.

Und im Reiseführer für Mexiko* (englische Ausgabe*), denn das Land ist riesig und hat viele interessante Ecken zu bieten.

 

Mir hat Querétaro sehr gut gefallen und ich kann es dir wärmstens empfehlen, schon alleine wegen Bernal lohnt es sich.

 

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