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Die Highlights von Mexiko: Wohin reisen in Mexiko?

In der Backpackerwelt ist Mexiko relativ unbekannt, wenn man mal von Yucatán absieht. Was gibt es also in Mexiko zu sehen? Welche Highlights darfst du auf keinen Fall verpassen?

 

Mexiko ist ein riesiges Land, was wirklich sehr viel für Backpacker zu bieten hat. Es war also gar nicht so leicht, einen kompakten Überblick für Mexiko zu schreiben. Deshalb werde ich hauptsächlich über die Highlights in Zentral- und Süd-Mexiko sprechen. Um den Artikel nicht zu sprengen gehe ich meist nur kurz auf die einzelnen Orte ein, habe aber weiterführende Ressourcen verlinkt.

 

Um tiefer in die Reiseplanung für Mexiko einzusteigen, kann ich dir den Lonely Planet Mexiko* empfehlen. In ihm findest weitere interessante Orte, um deine Route zu erweitern.

 

Bevor es los geht, noch ein Tipp für die Planung. Lade dir am besten die Karte von Mexiko in Maps.me herunter, die du offline nutzen kannst. Markiere dir darin alle Orte, die dich interessieren. Im Anschluss wird es dir leichter fallen, daraus eine Reiseroute zu basteln.

 

Als Orientierung kannst du meine Reiseroutenvorschläge nutzen. Weitere Tipps für deine Reise durch Mexiko findest du hier.

 

So, jetzt aber…

 

Inhaltsverzeichnis

 

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Die Yucatán Halbinsel

Die meisten Backpacker besuchen nur Yucatán, da es eine sichere und touristisch etablierte Region ist. Die vor allem durch ihre traumhaften Karibikstrände und imposanten Maya-Ruinen besticht. Und tatsächlich ist es sehr einfach durch Yucatán als Backpacker zu reisen, da du überall Hostels findest und Busse zwischen den wichtigen Orten pendeln. Nur die Preise liegen etwas höher, als im Rest von Mexiko.

 

Noch ein Hinweis: In den vergangenen Jahren kam es immer mal wieder zu einer Algenblüte an der Karibikküste südlich von Cancun, so dass es keinen Spaß gemacht hat, mehr an den Strand zu gehen. Informiere dich also vorab. Nicht davon betroffen ist übrigens Isla Holbox.

 

Roadtrip durch Yucatán

Yucatán ist oft etwas touristisch, am besten umgehst du es, indem du dir ein Auto mietest. So kannst du individueller reisen und den Massen besser entgehen. Früh morgens beliebte Sehenswürdigkeiten ansteuern. In kleineren Orten übernachten und unbekanntere Ruinen und Cenoten besuchen.

 

Der Mietwagen und Sprit kosten meist nicht viel, besonders wenn du dir Mitreisende suchst. Dann könnt ihr euch die Kosten teilen.

 

Im Allgemeinen ist das Autofahren in Yucatán relativ stressfrei, da meist nicht viel Verkehr ist. Nur die „Topes“ (Temposchwellen) können einen ins Schwitzen bringen, weil sie teils völlig unerwartet auftauchen und du kräftig auf die Bremse treten musst.

 

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Start in Cancun

Für viele beginnt die Mexikoreise in Cancun, da es viele günstige Flugverbindung von Deutschland gibt, aber die wenigsten Backpacker bleiben lange. Es locken die Sehenswürdigkeiten von Yucatán und die Hotelbunker von Cancun schrecken eher ab. Wobei ich zugeben muss, das der weiße Strand und das türkisfarbene Meer in der Hotel-Zone traumhaft schön ist.

 

 Trotzdem rate ich dir möglichst schnell weiter zu reisen. Falls du nach dem langen Flug erst eine Nacht schlafen willst, kann ich dir das Nomads Hostel & Bar* empfehlen. Es liegt zentral in Cancun-Stadt, wenige Minuten um ADO Busbahnhof entfernt. Es ist modern, hat eine Klimaanlage und die Betten sind mit Vorhang, damit du ungestört schlafen kannst.

 

Ausflug zur Isla Mujeres

Von Cancun kannst du einen Tagesausflug zur nahegelegenen Isla Mujeres machen, wo du gut schnorcheln und tauchen kannst. Um dir die Insel anzuschauen, leihst du dir am besten ein Fahrrad. Aber stell dich drauf ein, dass du an den Stränden nicht alleine bist. Durch die Nähe zu Cancun kommen viele Leute her.

 

Deutlich schöner ist deshalb Holbox.

 

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Isla Holbox

Auf Isla Holbox kannst du den Karibiktraum (noch) leben. Die Insel hat sich ihre Einfachheit bewahrt, auch wenn sie immer mehr Touristen anzieht. So gibt es nur Straßen aus Sand, die bei Regen überflutet werden. Es gibt keine großen Hotelbunker, sondern nur kleine Unterkünfte. Und der Strand hat feinen weißen Sand und ein grün-türkisfarbenes Wasser, was nicht von dieser Welt ist.

 

Tagsüber kannst du am Strand spazieren gehen, um am Ende der Punta Mosquito oder Punta Cocos Flamingos zu sehen. Durchs Dorf laufen und Fotos von der coolen Street Art machen oder einen Bootsausflug zur Nachbarinsel unternehmen. In dunklen Nächten kannst du in den Mangroven Leuchtalgen sehen und zwischen Mai und August mit Walhaien schwimmen.

 

Das Paradies hat nur einen Haken, es ist voller Moskitos und Sandfliegen.

 

 Zum Übernachten kann ich dir das Mapache Hostel & Camping* empfehlen. Es hat eine entspannte Atmosphäre mit netten Garten und Küche. Die meisten Leute die ich getroffen haben, sind dort länger geblieben, als geplant, weil es ihnen zu gut gefallen hat.

 

Las Coloradas

Ein Stückchen weiter westlich von Isla Holbox liegen Las Coloradas. Die pinken Salzseen kennst du vielleicht schon von Instagram, sie sind ein Traum für Fotografen. Da sie sehr abgelegen sind, kannst du sie nur mit dem eigenen Auto erreichen. Von Río Lagartos sind es etwa 30 Minuten.

 

Noch eine kleine Warnung: An einem bewölkten Tag lohnt sich der Ausflug nicht, da dann das pink nur sehr schwach scheint.

 

Playa del Carmen & Isla Cozumel

Playa del Carmen würde ich weglassen, da es vom Massentourismus überrannt ist. Ein Stopp lohnt sich nur, wenn du vorhast rüber zur Isla Cozumel zu fahren.

 

Die Insel lohnt sich vor allem für Taucher und Schnorchler, da sie umgeben von Riffen ist. In der Stadt gibt es unzählige Anbieter, die dich zu den besten Spots mit dem Boot raus fahren.

 

 Hier ist eine Übersicht an Unterkünften in Playa del Carmen* und Isla Cozumel*.

 

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Tulum & Sian Ka’an

Total überlaufen, teuer und doch wunderschön, das ist Tulum. Die Strände rund um Tulum sind wie aus dem Bilderbuch und die Mayaruine direkt am Meer ein Hingucker, aber der Hype drumherum und die Massen weniger.

 

 Versuch im südlichen Teil von Tulum zu übernachten. Nutze die Kartenübersicht bei Booking.com*, um eine Unterkunft zu finden.

 

Mein Tipp: Wenn du mit einem Mietauto unterwegs bist, kannst du ins Naturreservat Sian Ka’an flüchten, wo du noch einsame Strände findest. Vom Centro De Visitantes Nativos kannst du eine Bootstour in der Lagune machen, die ein wichtiges Rückzugsgebiet für viele Tiere ist. Neben Mangroven und Vögeln kannst du mit etwas Glück sogar mit Seekühen (Manati) schwimmen.

 

Laguna Bacalar

Nächster Stopp die die Laguna Bacalar, die Lagune der sieben Farben. Durch den weißen Sandboden erstrahlt das kristallklare Wasser je nach Tiefe mal türkis, grün bis dunkelblau.

 

 Am besten suchst du dir eine Unterkunft* direkt am Wasser, um die schöne Aussicht genießen zu können. Viel zu tun gibt es, außer schwimmen und Kajakfahren jedoch nicht.

 

Meiner Meinung nach, muss du Bacalar nicht gesehen haben. Wenn du sowieso hier vorbei kommst, lohnt sich jedoch ein Stopp.

 

Die Mayaruinen von Dzibanché, Kinichná, Becán & Calakmul

Mit dem Mietauto kannst von Chetumal in Richtung Westen einige abgelegenere Ausgrabungsstätten ansteuern, die teilweise mitten im Dschungel liegen und mehr überwuchert sind. Da kommt ein wenig das Indiana-Jones-Feeling auf. Noch dazu hast du die Chance Affen, Toucans, Nasenbären und andere wilde Tiere zu sehen.

 

Vor allem Calakmul darfst du nicht verpassen. Es ist die höchste Maya-Pyramide in Yucatán und ist wahnsinnig beeindruckend. Der Aufstieg ist zwar anstrengend, aber oben angekommen blickst auf ein Meer aus Baumwipfeln und kannst ewig weit schauen. Ein unvergesslicher Moment da oben zu stehen.

 

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Valladolid

Ohne Auto wirst du als nächstes die Stadt Valladolid ansteuern, von wo aus du Ausflüge zu den beliebtest Maya-Ausgrabungsstätten Chichen Itzá und Cobá machen kannst. Steh am besten für den Besuch früh auf, da es im Laufe des Tages immer voller wird. Weglassen würde ich sie nicht, da sie beeindruckend und auf ihre Art einzigartig sind.

 

Deutlich ruhiger sind die Ruinen von Ek ‘Balam, die sich besonders durch ihre gut erhaltenen Stuckarbeiten auszeichnen. In Valladolid kannst du dir noch mitten in der Stadt eine große Cenote anschauen, etwas außerhalb liegt die Cenote Dzitnup, wo zur Mittagszeit ein Sonnenstrahl durch die Decke scheint.

 

 Eine Unterkunft für Valladolid findest du hier.*

 

Merida

Merida ist eine lebendige Kolonialstadt, die sich bestens als Ausgangspunkt für Ausflüge zur gelben Stadt Izamal, den Ruinen von Mayapán und zu den Flamingos in Celestún anbietet. Mindestens einen halben Tag solltest du dir auch für Merida selbst Zeit nehmen.

 

 Nach einem anstrengenden Tag ist es dann eine Wohltat ins Nomadas Hostel* zurückzukehren, um im Pool und der Hängematte zu entspannen.

 

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Uxmal & Puuc Route

Die Ruinen von Uxmal zählen zu den beliebtesten Ausgrabungsstätte Yucatáns, dementsprechend viel los ist hier, also komm früh.

 

Mit dem Auto kannst du dann weiter die Puuc Route entlang fahren. Sie besteht aus vielen kleinen Ausgrabungsstätten, die sich nicht durch ihre Größe auszeichnen, sondern durch die vielen Details. Und das sind sie: Grutas de Loltún, Labná, X-Lapak, Sayil und Kabah.

 

Campeche

Am Golf von Mexiko scheint die Zeit tagsüber still zu stehen, wenn kein Lüftchen weht und die Luft steht, kommt alles zum Erliegen. So verwundert es nicht, das Campeche eine ruhige Atmosphäre hat und sich komplett von Merida unterscheidet.

 

Campeche ist etwas verträumt und äußerst charmant mit seinen pastellfarbenen Häusern und kleinen Gassen. Es macht Spaß mit den Locals abends zum Sonnenuntergang am Malecón zu flanieren und im Anschluss den kostenlosen Konzerten am Zócalo zu lauschen.

 

Nicht verpassen darfst du das Museo Arqueológico de Campeche, in dem du wertvollen Schmuck und Fundstücke von Calakmul und Edzná sehen kannst. Von Campeche kannst du im Anschluss einen Tagesausflug zu den Ruinen von Edzná machen.

 

 Auf Booking.com kannst du eine Unterkunft buchen.*

 

So das war Yucatán im Schnelldurchlauf, weiter geht’s nach Chiapas.

 

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Chiapas: Palenque & San Cristóbal

Der Bundesstaat im äußersten Südwesten reicht bis an die Grenze von Guatemala und gehört zu den ärmsten Regionen des Landes. Etwa ein Drittel der Bevölkerung ist indigener Abstammung.

 

Für Backpacker interessant sind vor allem die Maya-Ruinen und Wasserfälle bei Palenque, was mitten im tropischen Regenwald liegt, und die hochgelegene Kolonialstadt San Cristóbal de las Casas mit dem Sumidero Canyon.

 

Palenque

Die Maya-Ruinen von Palenque gehören zu meinen Lieblingsausgrabungsstätten in Mexiko. Dabei ist es vor allem die Umgebung mitten im Dschungel, die mich in ihren Bann gezogen hat. Als wir früh morgens ankamen, lösten sich gerade die Nebelwolken der Nacht auf und hüllten alles in ein sanftes Licht. In der Ferne hörte ich Brüllaffen. Ein magischer Moment einfach dort zu sitzen und alles in sich aufzusaugen.

 

Und Palenque, die Stadt selber, mochte ich. Nicht weil sie besonders schön oder viele Sehenswürdigkeiten hätte, sondern einfach nachmittags auf dem Hauptplatz im Schatten zu sitzen. Ein Eis zu essen und die Leute zu beobachten.

 

 Ein Bett in Palenque findest du hier.*

 

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Ausflüge von Palenque: Yaxchilán & Wasserfälle

Von Palenque solltest du auf jeden Fall Ausflüge zu den Wasserfällen Agua Azul, Misol-Ha und Sombrillas unternehmen, die wunderschön sind.

 

Ein besonderer Trip ist der Bootsausflug zu den Mayaruinen von Yaxchilán und Bonampak, die du nur über den Fluss erreichen kannst. Beide liegen mitten im Dschungel und schon alleine die Fahrt dorthin mit dem Langboot ist ein kleines Abenteuer. Aber auch die Ruinen lohnen sich, vor allem die bunten Wandmalereien in Bonampak fand ich beeindruckend.

 

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San Cristóbal de las Casas

Für ein paar Tage lohnt es sich im Anschluss nach San Cristóbal de las Casas zu kommen. Eine süße Kolonialstadt auf 2.100 Metern, von der aus du Ausflüge zum imposanten Sumidero Canyon, in die umliegenden Bergdörfer und zum wunderschönen Wasserfall El Chiflon unternehmen kannst. Außerdem ist es ein guter Ort, wenn du mehr über die indigene Kultur in Chiapas erfahren willst.

 

Mein Tipp: Lass dich einfach durch San Cristóbal treiben, abseits der touristischen Straßen und schau beim Markt Jose Catillo Tielemans vorbei.

 

 Nicht weit vom Markt liegt das Rossco Backpackers Hostel*, wo du von den Hunden schwanzwedelnd begrüßt wirst. Die Zimmer sind geräumig und es gibt genug warme Bettdecken für die kalten Nächte. Abends wird oft ein Feuer gemacht, an dem du dich wärmen kannst.

 

Cañón del Sumidero

Der Canyon ist zur selben Zeit entstanden, wie der Grand Canyon in Amerika. Er ist zwar nicht ganz so groß und doch sind die Felswände bis zu 1.000 Metern hoch. Was aus der Perspektive eines Bootes umso beeindruckender ist.

 

Von San Cristóbal oder Tuxtla Gutiérrez kannst du eine Tour zum Canyon buchen. Alternativ kannst du auf eigene Faust mit einem Colectivo nach Chiapa de Corzo kommen. Unten am Anleger fahren die Ausflugsboote zum Canyon ab, die zweistündige Fahrt kostet etwa 250 Peso. Die Fahrt ist wahnsinnig beeindruckend, mit etwas Glück wirst du sogar Krokodile und Affen sehen.

 

Einige Touranbieter fahren im Anschluss noch zu einem Aussichtpunkt, so dass du den Canyon auch von oben bewundern kannst. Von San Cristobal ist es am einfachsten eine Tour zu buchen, da sie kaum teurer ist, du aber enorm viel Zeit sparst. Von Tuxtla ist es einfach den Canyon auf eigene Faust zu erkunden.

 

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Tuxtla Gutiérrez

Die Hauptstadt von Chiapas kannst du getrost weglassen, wenn du den Canyon mit einer geführten Tour besichtigen willst. Ansonsten bietet es sich an, einen Stopp in Tuxtla Gutiérrez einzulegen, da es näher beim Canyon ist. Im Anschluss kannst du weiter nach San Cristóbal fahren, was etwa eine Stunde entfernt liegt.

 

Falls du noch etwas Freizeit in Tuxtla Gutiérrez hast, kann ich dir den Besuch des Botanischen Gartens empfehlen, wo es einen kleinen Baumwipfelpfad gibt.

 

 Zum Übernachten ist das Hostal Tres Central* nett, was mehr ein Hotel, als ein Hostel ist. Alles ist super sauber, die Zimmer sind schön und die Aussicht von der Dachterrasse auf die Berge top. Das Hostal liegt nur einen Steinwurf von der Kathedrale und dem Hauptplatz entfernt.

 

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Oaxaca-Stadt & Umgebung

An Chiapas schließt sich der Bundesstaat Oaxaca an, der sich von der Pazifikküste bis ins Hochland erstreckt. Oaxaca gilt als Hochburg der indigenen Kultur und ist bekannt für sein gutes Essen. Vor allem Oaxaca-Stadt kann ich dir ans Herz legen, ansonsten gibt es noch ein paar nette Badeorte an der Küste.

 

Falls du dich übrigens wunderst, wie man Oaxaca ausspricht?! Vermutlich ganz anders, als du denkst: „Wah-ha-kah“. Ja, ich habe es lange falsch gemacht und immer Stirnrunzeln bei den Mexikanern verursacht.

 

Oaxaca-Stadt

Eigentlich heißt die Stadt Oaxaca de Juárez, aber alle nennen sie nur kurz Oaxaca. Sie liegt im Hochland auf etwa 1.500 Höhenmetern und ist eine süße kleine Stadt. Ich habe sie vom ersten Moment an gemocht, die entspannte Atmosphäre, die kleinen Straßen mit den bunten Häusern und der Blick auf die umliegenden grünen Berge.

 

Nimm dir etwa 3 bis 4 Tage für Oaxaca Zeit, um durch die Stadt zu streifen, die Märkte und Museen zu besuchen und vor allem zu Essen, denn Oaxaca ist für sein gutes Essen bekannt. Eine Besonderheit sind die vielen Moles, dicke sämige Soßen mit zahlreichen Zutaten, eine wahre Explosion im Mund. Vor allem die „Mole Negro“ ist außergewöhnlich. Ansonsten darfst du die Tlayudas und mein Favorit die einfachen Memelas nicht verpassen.

 

Link-Tipps: Zwei ausführliche Guides für Oaxaca findest du hier und hier.

 

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Ausflüge von Oaxaca

Nachdem du Oaxaca-Stadt erkundest hast, solltest du ein paar Ausflüge ins Umland machen, denn hier liegen einige Highlights der Region.

 

Da ist zum einen Mount Albán, die Ruinen der einstigen Hauptstadt der Zapoteken, die als Wohnort der Götter über den Wolken bezeichnet wird. Und wahrlich ein malerischer Standort für eine Stadt, hoch oben auf einem Berg, wo drei Flusstäler aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen müden. So blieb sie lange Zeit von den Invasoren unentdeckt und wurde nicht zerstört.

 

Mount Albán kannst du ohne Probleme auf eigene Faust erkunden, da es nur etwa 12 Kilometer südlich von der Stadt liegt, plan etwa einen halben Tag für den Ausflug ein.

 

Und das zweite Highlight ist Hierve el Agua, der wie ein versteinerter Wasserfall aussieht. Du kannst zwar alleine hierher kommen, aber ohne eigenes Auto oder Taxi ist es sehr aufwendig, daher empfehle ich dir eine Tagestour zu machen.

 

Eine klassische Tour fährt darüber hinaus zu den Ruinen von Mitla, zum etwa 1.500 Jahren alten Baum „Árbol de Tule“, zum Dorf Teotitlán del Valle, was für seine Webkunst bekannt ist und zum Schluss besuchst du noch eine Mezcal Brennerei.

 

Die Tagestour kostet etwa 200 Peso (knapp 10 Euro), zusätzlich musst etwa 125 Peso (6 Euro) für Eintritte bezahlen.

 

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Wo kannst du in Oaxaca übernachten?

Da ich sechs Wochen in Oaxaca verbracht habe, konnte ich einige Unterkünfte ausprobieren. Das sind meine Top 3.

 

Azul Cielo Hostel*: Die beste Wahl für Solo und Budget Backpacker. Die Zimmer sind rund um einen Garten und es ist super leicht andere Leute kennenzulernen. Ich kann dir besonders das 4er-Dorm empfehlen.

 

Casa de Don Pablo Hostel*: Für Paare und ältere Reisende. Nette Atmosphäre mit einem phänomenalen Frühstück und schöner Dachterrasse. Besonders die Doppelzimmer im 1. Stock ohne Bad sind schön hell und bieten ein top Preis-Leistungsverhältnis. Es liegt zentral und ist doch ruhig, da alle Zimmer zum Innenhof sind.

 

Hostal Tanguyuu: Falls du Geld sparen willst, kannst du in dieser einfachen und zentralen Unterkunft schlafen. Einzelzimmer starten bei 150 Peso. Buchen kannst du über ihre Webseite oder geh einfach vorbei.

 

An-/ Weiterreise

Um an die Pazifikküste zu kommen, kannst du einen großen Nachtbus von OCC nehmen, die einen kleinen Umweg über eine breitere Straße nehmen. Schneller sind die Minivans, die eine Abkürzung durch die Berge fahren und nur sechs Stunden nach Puerto Escondido brauchen, sie kosten etwa die Hälfte (200 Peso, etwa 10 Euro).

 

Weitere Ziele die du nach Oaxaca mit dem Bus ansteuern kannst: Puebla 4 Stunden, ab 400 Peso (20 Euro) / Mexiko-Stadt 7 Stunden, ab 600 Peso (30 Euro) / San Cristóbal de las Casas 12 Stunden, 800 Peso (40 Euro)

 

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Pazifikküste: Puerto Escondido, Zipolite & Mazunte

Die Pazifikküste ist hier unten deutlich ruhiger und nicht so stark von Touristen überrannt. Vor allem Puerto Escondido ist bei Surfern beliebt, zwischen April bis November sind die Wellen am besten. Weiter südlich liegen die deutlich ruhigeren Orte Zipolite und Mazunte, die einen alternativen Vibe haben und viele Aussteiger anziehen.

 

San Jose del Pacifico

Auf dem Weg von Oaxaca an die Küste kannst du einen Stopp in den Bergen einlegen, wenn dich Magic Mushrooms interessieren. San Jose del Pacifico ist ein Mekka dafür und wurde mir von unzähligen Leuten empfohlen. Die Lage ist malerisch mitten in den Bergen und wohl auch schön zum Wandern.

 

Was dich genau erwartet, kannst du hier nachlesen.

 

Puerto Escondido

Puerto Escondido ist eine entspannte Stadt mit langen Stränden und kleinen geschützten Buchten, die besser zum Schwimmen sind. Am Hauptstrand kann es voll sein, aber du kannst immer auf andere ruhigere ausweichen. Ich mochte vor allem den Playa Coral zum Baden und am Strand Bacocho spazieren zu gehen, am Ende kannst du die Klippe hochklettern und die Aussicht genießen.

 

Schildkröten: Von Mai bis Februar schlüpfen die Schildkröten und krabbeln ins Meer, auf einer Tour kannst du sie selber freilassen. Ein Erlebnis, was du nie wieder vergessen wirst.

 

 

 Das Paziflora Hostel* liegt nicht weit vom Busbahnhof entfernt und ist auch sonst sehr zentral, da du von hier alle Strände zu Fuß erreichen kannst. Das Hostel hat einen Garten, geräumige Zimmer, ist sauber und hat nette Besitzer.

 

Zipolite & Mazunte

Weiter südlich liegen drei Fischerdörfer: Puerto Ángel, Zipolite und Mazunte, die mittlerweile vom Tourismus leben. Hier geht es deutlich ruhiger zu, als in Puerto Escondido. Wenn du Yoga machen willst oder einfach in der Hängematte entspannen willst, wirst du es lieben. Es hat viele Hippies und Aussteiger angezogen, die alles etwas bunter machen.

 

Geheimtipp für Surfer: Weiter die Küste runter liegt das winzige Dorf Barra de La Cruz, das gute Wellen hat und absolut nicht touristisch ist.

 

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Mexiko-Stadt

Die Hauptstadt von Mexiko ist die große Unbekannte. Als ich den James Bond Film Spectre gesehen habe, der mit einer spektakulären Szene in Mexiko-Stadt startet, war ich selber überrascht, wie schön die Stadt ist.

 

Plan zwei bis vier Tage für die Hauptstadt ein, um von allem etwas mitzubekommen: Altstadt, Museen, Parks, Cafés, Nightlife und ein Ausflug zur Pyramide Teotihuacán.

 

Noch ein Tipp: Pack warme Sachen ein, denn Mexiko-Stadt liegt auf über 2.200 Metern.

 

Die Top-Sehenswürdigkeiten von Mexiko-Stadt

Mexiko-Stadt ist wahnsinnig abwechslungsreich. Im Centro Histórico findest du viele alte Prachtbauten, die Viertel Condesa und Roma Norte sind hip und voller Expats, und in Polanco stehen moderne Hochhäuser und Shoppingmalls. Dazwischen findest du das grüne Herz der Stadt, der Park Chapultepec.

 

Problemlos kannst du mehrere Tage oder Wochen in Mexiko-Stadt verbringen, ohne dich zu langweilen. Neben den Sehenswürdigkeiten, kannst du überall gut essen und nachts feiern gehen. Ganz zu schweigen von den zahlreichen Tagesausflügen zu interessanten Orten, die außerhalb der Stadt liegen.

 

Link-Tipp: Einen Überblick von Mexiko-Stadt findest du hier.

 

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Transport in CDMX

Landest du in Mexiko-Stadt mit dem Flugzeug, kannst du am günstigsten mit der Metro in die Innenstadt fahren, bequemer ist ein Taxi.

 

Wenn du dir die Stadt nicht anschauen willst, kannst du direkt weiter zu einem der vier Busbahnhöfe fahren. Sie steuern jeweils Reiseziele in die unterschiedlichen Himmelsrichtungen an, wobei das nicht immer zu 100% stimmt. Achte also beim Buchen darauf, an welchem Bahnhof der Bus abfährt.

 

Alle Busbahnhöfe kannst du mit der Metro erreichen:

  • Terminal Central del Norte (gelbe Metro Linie, Station: Autobuses del Norte)
  • Terminal de Autobuses de Pasajeros Oriente, kurz TAPO (pinke Metro Linie, Station: San Lázaro)
  • Terminal Poniente (pinke Metro Linie, Station: Observatorio)
  • Terminal del Sur (blaue Metro Linie, Station: Tasqueña)

 

Wahrscheinlich wirst du öfters mit der Metro durch die Stadt fahren, da es schnell und preiswert ist, ein einfaches Ticket kostet nur 5 Peso (25 Cent). Tagsüber fand ich es okay, nur nachts würde ich sie nicht nehmen.

 

Wo übernachten?

Das Selina Mexico City Downtown* ist ein riesiges Hostel, was neben Dorms auch schöne Privatzimmer und Mini-Apartments anbietet, was vor allem Digitale Nomaden anzieht. Es ist modern eingerichtet, aber wegen seiner Größe ist es etwas anonym.

 

Ich fand vor allem die Lage gut, da es direkt an der Metro-Station „Salto de Agua“ ist und du in 10 Minuten zu Fuß am Palacio de Arte und in 15 Minuten in der Altstadt bist. Perfekt zum Erkunden der Stadt.

 

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Ausflüge von Mexiko-Stadt

Die Pyramiden von Teotihuacán

Zum Pflichtprogramm jedes Mexiko-Stadt Besuchs gehört der Trip nach Teotihuacán, was „Teh-oh-tie-wah-kahn“ ausgesprochen wird. Zu seiner Hochzeit im 5. und 6. Jahrhundert war es eines der größten Städte der Welt und über 100.000 Menschen lebten dort.

 

Noch heute ist Teotihuacán ein beeindruckender Ort, besonders von oben wirst du in Ehrfurcht verstummen. Die Sonnenpyramide (Pirámide del Sol) ist mit 65 Metern die drittgrößte Pyramide der Welt, mich fasziniert es immer wieder, wozu Menschen schon damals im Stande waren.

 

Neben der Sonnenpyramide gibt es eine etwas kleinere Mondpyramide und entlang einer Hauptachse stehen weitere interessante Tempel und Wohnhäuser.

 

Teotihuacán kannst du ohne Probleme auf eigene Faust erkunden. Fahr in Mexiko-Stadt zum Busbahnhof „Terminal Central del Norte“, wo du einen Bus direkt zur Ausgrabungsstätte nehmen kannst (1 Stunde, 100 Peso hin & rück, 5 Euro). Steig an der „Puerta 3“ aus (Eintritt 75 Peso, ca. 3,60 Euro) und erkunde die Anlage, an der „Puerta 1“ kannst du einen Bus zurück in die Stadt nehmen.

 

Noch ein paar Tipps: Erkundige dich vorab über Teotihuacán (Wikipedia) oder nimm dir einen Guide, da du vor Ort wenig Informationen bekommst. Bring Sonnenschutz mit und zieh Schuhe an. Als Frau solltest du keinen Rock tragen, da dir bei den steilen Treppen an den Pyramiden jeder drunter schauen kann.

 

Nach dem Wunder aus Menschenhand kommt nun ein Naturwunder.

 

 

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Die Wanderung der Monarchfalter

Jeden Herbst machen sich die Monarchfalter auf einen langen Weg in den Süden, um in Mexiko zu überwintern und sich zu paaren. Von der großen Seen in Nordamerika fliegen sie bis runter nach Zentralmexiko, dabei legen sie über 4.000 Kilometer zurück. In den Wäldern westlich von Mexiko-Stadt versammeln sie sich dann.

 

Die ersten Schmetterlinge trudeln Endes des Jahres ein und im Februar und März ist die Luft dann erfüllt von Schmetterlingen und jeder Baum ist überzogen von ihnen. Ein unvergessliches Naturereignis, was du dir im „Reserva Mariposa Monarca“ anschauen kannst. Die besten Anlaufstellen sind El Rosario, Sierra Chincua und Cerro Pelón, wobei die letzte deutlich ruhiger ist.

 

Auf dieser Webseite kannst du auf einer Karte sehen, wo sich die Monarchfalter auf ihrer Wanderung momentan befinden. Und hier findest du viele Hintergrundinfos für deinen Besuch.

 

Pueblos Mágicos

Rund um Mexiko-Stadt gibt es zahlreiche Pueblos Mágicos, das sind historisch wichtige oder schöne Orte, die von der Tourismusbehörde ausgezeichnet wurden.

 

Vor alle Taxco ist beliebt. Einst gehörte es wegen seiner Silberfunde zu den reichsten Städten Mexikos, noch heute beeindruckt es durch eine schöne Altstadt und eine prächtige Barockkirche. Es ist umgeben von grünen Bergen.

 

Mir wurde noch Tepotzotlán empfohlen, was eine schöne Altstadt mit einer imposanten Barockkirche hat. Ansonsten lohnt sich noch der Besuch des Aquädukts, was 30 Kilometer außerhalb der Stadt liegt.

 

Weitere Pueblos Mágicos in der Nähe der Hauptstadt sind Cuetzalan, Malinalco und Valle de Bravo.

 

Noch mehr Ausflüge

Cuernavaca hat eine schöne Altstadt und im Zentrum steht die Pyramide Teopanzolco. Hast du ein Auto kannst du weitere Orte besichtigen, wie die Vulkane Popocatépetl und Ixtaccĺhuatl, historische Klöster und das Dorf Tepoztlán, ebenfalls ein Pueblo Mágico, mit einen imposanten Felsen.

 

Eine interessante Ausgrabungsstätte findest du in Xochicalco, wo die rätselhafte Pyramide der gefiederten Schlange steht. Das Museum vor Ort soll toll sein.

 

Tula de Allende ist eine hässliche Stadt, aber am Rand findest du eine Ausgrabungsstätte mit steinernen Wächtern, die beeindruckt ist.

 

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Puebla & Umgebung

Etwa 100 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt liegt Puebla. Es ist die viertgrößte Stadt Mexikos und bekannt für ihre Fliesenbrennereien. So sind in der Altstadt zahlreiche Gebäudefassaden mit Kacheln verziert, wie du es vielleicht aus Lissabon kennst. Auf deinem Streifzug durch die Stadt kannst du dir noch Museen anschauen und lecker essen, da Puebla für seine Moles (Soßen) bekannt ist.

 

Am nächsten Tag kannst du einen Ausflug nach Cholula zur größten Pyramide der Welt machen. Nein, du hast dich nicht verlesen. Wenn du die Zeit hast, kann ich dir ansonsten noch die Pyramide Cacaxtla empfehlen, die sehr gut erhaltene Wandfresken hat.

 

 Einen detaillierten Guide für Puebla samt aller Ausflüge findest du hier.

 

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Cholula: Die größte Pyramide der Welt

Sie ist zwar nicht die höchste, aber von ihrer Grundfläche und umbauten Volumen her ist sie die größte Pyramide der Welt. Ich war selber überrascht, als ich es gelesen habe. Und selbst vor Ort brauchst du etwas Fantasie, da die Pyramide komplett überwachsen ist und eher wie ein Hügel aussieht. Nur im unteren Bereich sind Teile der Pyramide freigelegt.

 

Ein Besuch der Kleinstadt Cholula lohnt sich gleich mehrfach, wegen der Pyramide, dem Ausblick auf die Vulkane Popocatépetl und Ixtaccĺhuatl, aber auch wegen der süßen kleinen Stadt selber.

 

Zwischen Puebla und Cholula pendeln ständig Colectivos, in nur 20 Minuten bist du hier.

 

Die Pyramide Cacaxtla

Ein weiteres Highlight liegt nördlich von Puebla. Die Pyramide Cacaxtla hat sehr gut erhaltene Wandmalereien, die besten in ganz Mexiko. Cacaxtla ist definitiv ein lohnenswerter Ausflug, wenn du dich für Geschichte interessierst.

 

Alle anderen können sich Repliken von den Wandmalereien im Anthropologischen Museum in der Hauptstadt ansehen.

 

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Huamantla

Jedes Jahr im August verwandeln sich die Straßen von Huamantla in ein Kunstwerk. In mühevoller Arbeit werden mit eingefärbten Sägespänen und Blütenblätter Bilder ausgelegt, alles in Vorbereitung für das wichtigste Fest der Stadt „La Noche que Nadie Duerme“.

 

Falls du Anfang August in Mexiko bist, darfst du dieses farbenfrohes Fest nicht verpassen.

 

Wo übernachten in Puebla?

Das Gente de Más Bed & Breakfast* ist ein nettes Hostel, wo du leicht andere Leute kennenlernst. Die Zimmer sind geräumig und da sie zu einem Innenhof sind, schön ruhig. Nicht weit von hier fahren die Colectivos nach Cholula ab, auch in der Altstadt bist du in ein paar Minuten.

 

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Querétaro, San Miguel de Allende & Guanajuato

Nördlich von Mexiko-Stadt liegen drei Städte: Querétaro, San Miguel de Allende und Guanajuato, die auf keiner Zentralmexiko Reise fehlen dürfen. Jede für sich hat etwas einzigartiges.

 

In Querétaro ist es der große Monolith im benachbarten Bernal, San Miguel ist eine süße Kolonialstadt, wie aus dem Bilderbuch, und Guanajuato liegt mitten in den Berghängen und versprüht eine dynamische Energie.

 

Und das beste ist, dass das Trio nah beieinander liegt, so dass du nicht viel Zeit im Bus verbringst.

 

Schau mal in meinen Querétaro Guide rein, wo ich ausführlicher die Highlights der Stadt und ihrer Umgebung vorstelle.

 

Querétaro

Querétaro ist der perfekte Einstieg in Mexiko, obwohl es eine Großstadt ist, fühlt sich das Zentrum eher wie eine gemütliche Kleinstadt an. Die Altstadt ist durchzogen von kleinen Gassen und Plätzen, die von Kirchen und schöner Kolonialarchitektur gesäumt sind.

 

Mir hat Querétaro sehr gut gefallen und ich empfehle dir zwei Tage zu bleiben. Am ersten Tag kannst du die Stadt erkunden und am zweiten kannst du einen Ausflug nach Bernal machen.

 

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Bernal: Der drittgrößte Monolith der Welt

Nördlich von Querétaro steht ein Felsgiganten, der nur von Gibraltar und dem Zuckerhut in Rio überragt wird. Es ist ein surreales Bild, wenn du durch das süße kleine Dorf läufst, da der Fels jegliche Dimensionen sprengt und es förmlich überragt. Komm am besten früh her, wenn es noch nicht zu heiß ist, dann macht es mehr Spaß ihn zu erklimmen.

 

Vom Busbahnhof in Querétaro fahren regelmäßig Busse nach Bernal.

 

Wo übernachten in Querétaro?

Das El Mexa Hostel* liegt am Rand der Altstadt und ist noch relativ neu. Die Atmosphäre ist entspannt und die Leute sind nett. Besonders der Besitzer Roberto hilft immer gerne weiter und gibt dem ganzen einen familiären Flair.

 

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San Miguel de Allende

Die Stadt gehört zu den schönsten Pueblos Mágicos in Mexiko und es ist nicht schwer, dem Charme von San Miguel de Allende zu erliegen. Es macht Spaß durch die kleinen Gassen zu streifen, Fotos von den schönen Haustüren zu schießen und in den süßen Cafés Leute zu beobachten.

 

Dabei wird dir eins direkt auffallen, die Stadt ist voller amerikanischer Expats, die einen großen Einfluss haben. So wird vielerorts Englisch gesprochen, überall findest du Interior Design Shops und Kunstgalerien. Das gibt dem ganzen ein internationales und kreatives Flair.

 

San Miguel de Allende ist zwar nicht meine Lieblingsstadt, weil sie für meinen Geschmack nicht mexikanisch genug ist, und doch habe ich meinen Besuch genossen.

 

 Zum Übernachten kann ich dir das La Catrina Hostel* empfehlen. Es liegt in einer ruhiger Ecke der Stadt, ist modern, gemütlich und sauber. Mir hat vor allem die Dachterrasse gefallen, wo du abends chillen kannst.

 

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Guanajuato

In Guanajuato wird es bunt. Die alte Minenstadt liegt mitten in einem Tal und die bunt bemalten Häuser ragen die Hänge empor. Die Atmosphäre in der Stadt ist jung und dynamisch, was wohl an den vielen Studenten liegt.

 

Mein Entdeckerherz hat Guanajuato jedenfalls höher schlagen lassen, da es Spaß macht sich in den verwinkelten Gassen, Treppen und Tunneln zu verlaufen. Die Topographie hat mich stark an Lissabon erinnert, wo es auch immer ein Abenteuer ist, wo du am Ende der Treppe rauskommst. Zum Glück gibt es GPS, damit du nie ganz verloren bist.

 

Vor allem das alte Theater und die vielen Aussichtspunkte darfst du nicht verpassen.

 

 Mitten in der Altstadt unten liegt das Casa Lupita Hostel*, so musst du nicht die Berghänge mit Gepäck hoch kraxeln. Es ist nicht sehr groß und hat eine kleine Küche, für eine Nacht ist es gut.

 

(Psst, nach den Standard-Sightseeing-Orten verrate ich dir jetzt einen echten Geheimtipp.)

 

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La Huasteca Potosina

Die Entdeckung meiner Mexiko Reise war La Huasteca Potosina, ein tropisches Paradies mit berauschenden Wasserfällen eingebettet in einer üppigen grünen Vegetation. La Huasteca Potosina liegt etwas abseits der typischen Mexiko Reiseroute, knapp 400 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt, aber der Umweg lohnt sich auf alle Fälle.

 

Lies dir meinen La Huasteca Potosina Guide durch, wo ich mehr ins Detail gehe.

 

Ciudad Valles

Als Basis bietet sich Ciudad Valles an, die keine Schönheit ist, aber mitten zwischen den Wasserfällen liegt. Von daher ist es ein idealer Ausgangspunkt, um Tagesausflüge von hier aus zu unternehmen. Da die meisten Wasserfälle sehr abgelegen sind, mietest du dir in der Stadt am besten ein Auto. Im Hostel wirst du sicher anderen Backpacker treffen, die sich an den Spritkosten beteiligen.

 

 Am besten übernachtest du im Hostal Casa Huasteca*, das scheint die zentrale Anlaufstelle für Backpacker in Ciudad Valles zu sein. Ich hatte hier keinerlei Probleme anderen Leute zu finden, das war meist total unkompliziert.

 

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Die Wasserfälle

Mein persönlicher Favorit war Tamul, der mit 100 Metern, der höchste von La Huasteca Potosina ist. Aber das ist nur einer von vielen, da sind Minas Viejas, Puente de Dios, El Meco, El Salto und mehr. Um alle Wasserfälle in La Huasteca Potosina zu sehen, brauchst du etwa zweieinhalb bis drei Tage. Und meine Empfehlung ist, dir alle anzuschauen.

 

Die Höhlen

Darüber hinaus kannst du dir bei Aquismón die Schwalbenhöhle, die zweittiefste Höhle Mexiko anschauen, was eigentlich ein riesiges Loch in der Erde ist, mit einem Durchmesser von 50 Metern.

 

Auf einer geführten Tour kannst du dich abseilen, aber die meisten schauen sie sich einfach von oben, vom Rand aus an. Die beste Zeit für einen Besuch ist zur Morgen- oder Abenddämmerung, denn dann kannst du ein tierisches Spektakel erleben. Abertausende von Vögeln verlassen jeden Morgen die Höhle und kehren abends zurück, was ein einmaliges Erlebnis ist.

 

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Xilitla

Ein Stückchen weiter liegt die kleine Stadt Xilitla, in dessen Wald sich ein surrealistischer Skulpturengarten befindet. In Jahrzehnte langer Arbeit hat hier ein englischer Millionär sich seinen Garten Eden gebaut.

 

Stell dir eine Mischung aus Gaudí, Dalí und einem Disneyfilm vor. Eine fantastische Welt mit moosbewachsenen Bauten, Wasserfällen und Pfaden, die dich mitten durch das Dickicht des Dschungels führen. Wenn du die Augen offen hältst, wirst du wahrscheinlich Kolibris sehen.

 

Ein begehbares Kunstwerk, das dich verzaubern wird.

 

 Damit deine Nacht nicht minder fantastisch wirst, kannst du etwas außerhalb von Xilitla in einem Tipi schlafen. Die Casa Caracol liegt mitten im Grünen, buchen kannst du sie über Airbnb. Alle Airbnb-Neulinge können sich hier bis zu 35 Euro für die erste Buchung sichern.*

 

Sierra Gorda

Von Xilitla kannst du mit dem Bus zurück nach Querétaro fahren und auf dem Weg Stopps in der Sierra Gorda einlegen. Dich erwarten hier weitere Wasserfälle, wobei du diese nach La Huasteca Potosina getrost auslassen kannst. Dafür lohnen sich die Aussichten von der Puerta del Cielo und dem Mirador Cuatro Palos.

 

Von tropischen Gefilden geht es in die trockene Steppe.

 

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San Luis Potosí, Zacatecas & Aguascalientes

Das koloniale Dreieck im Norden Mexikos besteht aus den Städten San Luis Potosí, Zacatecas und Aguascalientes, die einst durch ihre Minen reich wurden. Dich erwarten schöne Kolonialstädte, die in einer kargen trockenen Berglandschaft liegen, die nur wenige ausländische Touristen besuchen.

 

San Luis Potosí

Auf meinem Weg von La Huasteca Potosina Richtung Pazifik habe ich einen kurzen Stopp in San Luis Potosí eingelegt und fand sie ganz nett. Aber wenn du mich ehrlich fragst, muss man sie nicht gesehen haben.

 

Im historischen Zentrum findest du viele schöne Gebäude aus der Kolonialzeit, besonders die Kirchen sind prachtvoll. Ansonsten fand ich das Kunstmuseum in einer ehemaligen Haftanstalt interessant, wobei mich hauptsächlich die Gebäude fasziniert haben.

 

 Zum Übernachten kann ich dir das Sukha Hostel* empfehlen. Ich mochte die entspannte und soziale Atmosphäre. Morgens gibt es ein leichtes Frühstück mit Obst und Kaffee. Schön ist die Dachterrasse, wo sie abends gelegentlich Filmabende veranstalten.

 

Anfangs hatte ich überlegt noch weiter hoch in den Norden zu fahren, aber nachdem mich San Luis Potosí nur mäßig begeistert hat, habe ich meine Pläne geändert. Schreib mir doch, wenn du schon mal in Real de Catorce oder Zacatecas warst.

 

Real de Catorce

Real de Catorce ist eine ehemalige Bergbaustadt, die lange Zeit eine Geisterstadt war und heute durch den Tourismus wiederbelebt wurde. Der Ort an sich hat nicht viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, es geht eher um die Atmosphäre und die Bergwelt auf über 2.700 Metern drumherum. Mit Jeeps oder dem Pferd kannst du die nähere Umgebung erkunden.

 

Den Tipp habe ich übrigens von Mexikanern bekommen. Schau hier mal rein, ob Real de Catorce etwas für dich ist.

 

 

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Zacatecas

Am ehesten hat mich noch Zacatecas gereizt, das viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat und ein ähnliches Setting wie Guanajuato hat. Die Fotos sehen auf jeden Fall verlockend aus mit den engen Gassen, Kolonialgebäuden, der gewaltigen Kathedrale und den Aussichten von der Seilbahn.

 

Den Tipp für Zacatecas habe ich von einem Niederländer bekommen, der schon seit Jahren in Mexiko lebt und viel durchs Land gereist ist. Er meinte: „It’s one of the most underrated towns in Mexiko and super authentic.“

 

 Eine Unterkunft in Zacatecas findest du hier.*

 

Aguascalientes

Von Aguascalientes habe ich so gar nichts gehört und selbst online findest du nur wenige Infos. Es ist ebenfalls eine Kolonialstadt mit einem schönen Zentrum und interessanten Museen, vor allem das Museo Nacional de la Muerte zum Tag der Toten ist sicher cool. Wie schon Guanajuato ist der Boden unter der Stadt durchlöchert mit Tunnels aus der Zeit, wo die Minen noch aktiv waren.

 

Für viele ist Aguascalientes wahrscheinlich nur ein Umsteigepunkt mit dem Bus, auch Guadalajara ist ein typischer Stopp.

 

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Guadalajara

Hast du auf Netflix die Serie „Narcos México“ gesehen? Dann wird dir der Name Guadalajara bekannt vorkommen, denn die Stadt war der Sitz des berüchtigten Guadalajara-Kartells. Die Zeiten sind vorbei und heutzutage gilt Guadalajara als sicher.

 

Mich hat die Stadt positiv überrascht, weil sie nicht so überwältigend ist, wie Mexiko-Stadt. Guadalajara fühlt sich deutlich entspannter an, obwohl es die zweitgrößte Metropole Mexikos ist. Zudem hat es eine gute Mischung aus modern und alt, Kunst und Kultur, gutem Essen und coolen Bars. Und zu guter Letzt ist das Wetter ganzjährig angenehm, da Guadalajara auf etwa 1.500 Metern liegt ist es nie zu heiß oder kalt.

 

Die Sehenswürdigkeiten von Guadalajara

Die interessantesten Viertel in Guadalajara sind das historische Zentrum mit seinen Museen, Kirchen und dem Regierungspalast (Palacio de Gobierno). Ich habe ein Stückchen weiter westlich gewohnt, in dem Viertel fand ich diese Kirche und das Kunstmuseum gut. Noch weiter westlich liegt das hippe Chapultepec, mit coolen Cafés und Bars. Ganz im Süden findest du Tlaquepaque, das sich wie eine gemütliche Kleinstadt mit kleinen Straßen anfühlt.

 

Wo übernachten in Guadalajara?

Wie gesagt, habe ich damals zwischen dem historischen Zentrum und dem hippen Chapultepec gewohnt. Ich fand die Lage ideal zum Erkunden der Stadt, weil ich so viel zu Fuß machen konnte. Das Hostal Hidalgo* ist preiswert, modern und hat eine tolle Küche. Morgens gibt es ein leckeres Frühstück. Ansonsten sind in der Nachbarschaft viele veganische Restaurants, die super lecker waren.

 

Wenn du gerne feiern gehen willst, kannst du im Blue Pepper Hostel in Chapultepec* schlafen, das wurde mir von anderen Backpackern empfohlen.

 

Tequila-Tour nach Tequila machen

Nicht weit von Guadalajara liegt Tequila, die umgeben von riesigen Agavenfeldern ist, die für die Herstellung von Tequila gebraucht werden. Auf einem Trip nach Tequila kannst du eine der Brennereien besuchen, um mehr über Tequila zu erfahren und natürlich unterschiedliche Tequilas zu probieren.

 

Rein theoretisch kannst du auf eigene Faust nach Tequila fahren, vom alten Busbahnhof fahren Busse für 120 Peso (ca. 5,80 Euro) nach Tequila. Vor Ort gibt es mehrere Brennereien, wo du an einer Tour teilnehmen kannst.

 

Mit einer Tour wird dir der Trip, aber 100% mehr Spaß machen. Ich bin sonst kein Fan von Touren, aber diese mal mache ich eine Ausnahme.

 

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Die runden Pyramiden von Guachimontones

Mehr durch Zufall habe ich von den runden Pyramiden außerhalb von Guadalajara gehört und mein Interesse war sofort geweckt. Also bin ich zum alten Busterminal, habe mir für 104 Peso (5 Euro) ein Ticket nach Teuchitlán kauft und war nach zwei Stunden Fahrt da.

 

Vom Dorf bist du in einer Viertelstunde an der Ausgrabungsstätte Guachimontones, die nur 30 Peso (1,45 Euro) Eintritt kostet. Fang am besten mit dem Museum an und schau dir den Film an. Lauf dann hoch zu den Pyramiden.

 

Die Pyramiden von Guachimontones sind vor über 2.000 Jahren errichtet worden und sind einzigartig in Mexiko. Insgesamt gibt es 10 runde Pyramide, vier rechteckige Anlagen und zwei Ballspielplätze.

 

Die Ausgrabungsstätte ist zwar klein, aber wahnsinnig beeindruckend. Ich fand der kleine Ausflug hat sich gelohnt. Diese Drohnenaufnahmen geben dir einen ganz guten Überblick.

 

Weiterreise von Guadalajara

Alle Fernbusse steuern den neuen Busterminal „Central Nueva“ in Guadalajara an, der außerhalb im Viertel Tonalá liegt. Mit dem Bus Nr. 616 kannst du für 7 Peso in die Innenstadt fahren, aber die Fahrt dauert ewig, ich habe über eine Stunde gebraucht. Mit dem Uber wäre es trotz Verkehr sicher schneller gegangen.

 

Falls du im Anschluss mit der Busgesellschaft Vallarta Plus weiter nach Sayulita oder Puerto Vallarta fahren willst, kannst du in Zapopan in den Bus einsteigen. Den Busbahnhof erreichst du mit dem SiTren-Bus deutlich schneller. Das Ticket kostet 9 Peso und du kannst nur passend mit Münzen bezahlen.

 

Colima

Als ich im Reiseführer von Colima gelesen habe, hörte es sich toll an „the next great adventure hub„. Die Landschaft rund um Colima mit den Vulkanen muss spektakulär sein, wo du wandern, Mountainbiken und Canyoning gehen kannst.

 

ABER momentan (Januar 2020) gibt es eine Reisewarnung für Colima, also habe ich es doch weggelassen. Hoffentlich ändert sich das in Zukunft und du kannst hinfahren. Informiere dich auf jeden Fall vorab auf der Seite des Auswärtigen Amtes, wie die aktuelle Lage ist.

 

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Die Pazifikküste

Jetzt stelle ich dir die interessantesten Badeorte an der Pazifikküste vor.

 

Puerto Vallarta

Fangen wir mit Puerto Vallarta an, ein klassischer Badeurlaubsort. Mitte Dezember war er voller sonnenhungriger Kanadier und Amerikaner, die dem kalten Winter entflohen sind. Entsprechend voll war der Hauptstrand mit Liegen, Sonnenschirmen und Margarita schlürfenden Leuten. Ein klassisches Urlaubsszenario, in dem ich mich etwas fehl am Platz gefühlt habe.

 

Zum Glück habe ich ruhigere Buchten weiter südlich gefunden. Und am Ende habe ich das Urlaubsfeeling sogar genossen, abends den Sonnenuntergang geschaut und bin an der Promenade spazieren gegangen. Ansonsten bin ich einen Morgen hoch zum Mirador Cerro de la Cruz gelaufen, von dem du eine tolle Aussicht hast.

 

Tipp: In der Stadt kannst du coole Murals des Street Art Künstlers Adrían Takano finden. Zum Beispiel auf der Lazaro Cardenas Straße und an der Hauswand dieser Galerie, wo er übrigens regelmäßig vorbeikommt. Noch mehr Street Art Locations findest du in diesem Artikel.

 

 Das Hostel Vallarta* hat eine entspannte Atmosphäre, eine tolle Dachterrasse und im Nu hast du andere Leute kennengelernt. Es liegt mitten im Herzen von Vallarta und ist nur ein paar Schritte von der Strandpromenade entfernt.

 

Was gibt es sonst noch in Puerto Vallarta zu tun?

Außerhalb von Vallarta findest du schöne Strände, ich habe gutes vom Playa las Gemelas gehört. Wer will kann wandern gehen, wie von Boca de Tomatlan nach Las Animas. Ein teures Vergnügen ist der Bootsausflug zu den Islas Marietas und zum Hidden Beach.

 

Link-Tipp: Noch mehr Inspirationen für Puerto Vallarta findest du hier.

 

Puerto Vallarta ist die richtige Wahl für dich, wenn du die Annehmlichkeiten eines klassischen Urlaubsortes mit Restaurants, Bars und Wellness genießen willst. Magst du es hingegen gerne etwas ruhiger, dann fahr eine Stunde weiter nördlich nach Sayulita.

 

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Sayulita

Der süße kleine Surferort ist zwar auch touristisch und voller Gringos, aber du findest trotzdem menschenleere Strände und die Gassen in Sayulita sind so liebevoll bunt geschmückt, das musst du einfach mögen. Wahrscheinlich hast du es schon gemerkt Sayulita ist mein Favorit, es war sogar mein Highlight an der gesamten Pazifikküste.

 

Meinen Lieblingsstrand findest du, wenn du den Hauptstrand nach rechts bis zum Ende gehst. Dann musst die die Felsen hochklettern und einem kleinen Pfad für eine Viertelstunden folgen. Er spuckt dich dann in einer kleinen Bucht aus, wo du durch eine kleine Öffnung im Felsen rüber zu einem großen Strand gelangst.

 

Link-Tipp: Und hier ist noch dein Sayulita Travel Guide

 

 Zum Übernachten kann ich dir das Hostal Tortuga* empfehlen, das in einer ruhigen Ecke von Sayulita liegt und von dem du in 10 Minuten zu Fuß im Zentrum von Sayulita oder am Strand bist. Es ist modern und super relaxt.

 

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Zihuatanejo

Eine ruhigere Alternativ zu Puerto Vallarta ist Zihuatanejo, das ganz grob östlich von Mexiko-Stadt an der Pazifikküste liegt. Hier findest du keine Hotelbunker, sondern nur kleinere Anlagen. Generell kommen weniger Pauschaltouristen, sondern eher Individualreisende hierher.

 

Zum Zeitpunkt meiner Reise (Stand Anfang 2020) gab es jedoch eine Reisewarnung für die Region, informiere dich daher unbedingt vorher über die aktuelle Sicherheitslage.

 

Und das gleiche gilt für Acapulco, das ebenfalls im Bundesstaat Guerrero liegt.

 

Acapulco

Acapulco war einst ein Traumziel, wo die Hollywood-Stars und Reichen Urlaub gemacht haben. Dann nahm die Gewalt überhand und die Touristen blieben fern. Es gab Zeiten, da hatte Acapulco eine der höchsten Mordraten der Welt. Ganz so schlimm ist es nicht mehr und doch wird es von Reisenden immer noch gemieden, weil es als zu gefährlich gilt.

 

Bleiben wir gleich beim Thema.

 

 

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Der Norden von Mexiko

Diese Ecke von Mexiko wird von den meisten Reisenden links liegen gelassen, weil viele Teile als gefährlich gelten und somit auch nie eine klassische Tourismusindustrie entstanden ist. Einzige Ausnahme sind der Süden von Baja California und die Kupferschlucht.

 

Barranca del Cobre (Kupferschlucht)

Ein landschaftliches Highlight Mexikos liegt oben im Nordwesten. Die Barranca del Cobre ist ein riesiges System aus mehreren Canyons von gigantischen Ausmaßen, die insgesamt betrachtet, größer als der Gran Canyon in den USA ist. Eingebettet ist die Kupferschlucht in eine atemberaubende trockene Berglandschaft.

 

Am besten erkundest du den Canyon mit dem ZugEl Chepe“ (Chihuahua-Pacific Railway). Das schönste Teilstück ist von in Los Mochis nach Chihuauaa, von der Pazifikküste geht es hoch in die Berge. Kein ganz günstiges Vergnügen, die Ticketpreise starten bei 85 Euro für den langsamen Zug (16 Stunden) und 140 Euro für den Express Zug (9 Stunden).

 

Beliebt ist eine Übernachtung in Creel, um den Canyon zu Fuß zu erkunden.

 

Dieses Naturwunder zieht trotz allem nur wenig Touristen an, da es abseits der typischen Reiserouten liegt und die Region als nicht sicher gilt. Die Zugfahrt ist nicht gefährlich, nur solltest du vermeiden über Land durch den Bundesstaat Sinaloa anzureisen, sondern besser das Flugzeug nehmen.

 

Link-Tipps: Infos zur Zugfahrt | Highlights | Travel Guide

 

 

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Baja California

Die Halbinsel Baja California im äußerten Nordwesten Mexikos ragt wie ein Zipfel in den Pazifik hinein. Dabei wird leicht ihre Größe unterschätze, mit 1.200 Kilometern ist sie so lang wie Italien.

 

Eine trockene Ödnis, die kaum bewohnt ist, dafür ist das Meer voller Leben. Manche vergleichen es sogar mit Galapagos.

 

Vor allem im südlichen Teil hat sich Tourismus entwickelt, die Badeurlauber, Taucher, Surfer und Angler anzieht. Dort erwarten dich weiße Strände, türkisfarbenes Wasser und eine lebendige Unterwasserwelt. Im Herbst kannst du sogar mit Walhaien schwimmen.

 

Am einfachsten fliegst du nach La Paz oder Los Cabos. Es gibt zwar eine Fähre von Mazatlan rüber, aber dafür müsstest du durch den Bundesstaat Sinaloa reisen, wovon das Auswärtige Amt dringend abrät.

 

Baja California ist auf klassische Urlauber ausgerichtet, weniger auf Backpacker. Es gibt keine Hostels und ohne eigenes Fahrzeug bist du oft aufgeschmissen, aber es ist nicht unmöglich. Falls du mehr von Baja California sehen willst, rate ich dir jedoch ein Auto zu mieten, um einen Roadtrip zu machen.

 

Zum Schluss noch ein ganz neue Entdeckung.

 

 

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Monterrey

Auf Instagram bin ich vor kurzem noch über die beeindruckende Bergwelt der Sierra Madre bei Monterrey gestolpert. Die Stadt Monterrey liegt im Nordosten Mexikos und ist eine moderne Großstadt, die durchaus für Touristen interessant ist. Ansonsten lohnen sich Tagesausflüge in die Berge, zum Wasserfall Cola de Caballo und zu den Garcia Höhlen.

 

Puh, das war der Überblick von Mexiko. Er ist doch länger geworden als geplant. Aber du hast sicher gemerkt, es gibt einfach zu viele interessante Orte in Mexiko. Eine Reise lohnt sich alle Male.

 

Noch mehr Artikel zu Mexiko findest du hier.

 

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