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Mexikanisches Essen: Was du auf deiner Reise probieren musst!

Was wir als mexikanisches Essen kennen, entstammt oft der amerikanischen Tex-Mex-Küche. So sind Chili con Carne, Burritos und Fajitas nicht aus Mexiko. Was ist also typisch mexikanisches Essen? Da sind Tacos, Quesedillas, Tamales, Chile Rellenos, Memelas, Chilaquiles, feurige Salsas und so vieles mehr. Schon beim Gedanken an mexikanisches Essen läuft mir das Wasser im Mund zusammen.

 

Die Mexikaner lieben ihr Essen und jede Region hat ihre eigene Spezialitäten. Das macht Mexiko zu einem Paradies für Foodies.

 

Am Anfang kann die große Auswahl an Gerichten jedoch überwältigend sein, deshalb habe ich diesen kleinen Mexiko-Essen-Guide zusammengestellt, in dem ich dir typisches mexikanisches Essen und Getränke vorstelle.

 

Themen

 

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Was essen Mexikaner zum Frühstück?

Traditionell ist das Frühstück in Mexiko herzhaft und reichhaltig. So gibt es meist Eier, Frijoles (Bohnenpaste), Tortillas und Kaffee. Das mag sich jetzt langweilig anhören, tatsächlich gibt es viele Variationen mit den Hauptzutaten, die wahnsinnig lecker sind und lange satt machen. Perfekt für einen langen Sightseeing-Tag.

 

Rührei & Spiegelei

Ein einfaches Frühstück besteht aus Huevos revueltos (Rührei) oder Huevos fritos (Spiegelei), die mit warmen Tortillas, Frijoles und oft frittierten Kochbananen serviert werden. Kleinere Läden und mobile Essensstände verkaufen sie abgepackt an Berufstätige und Schulkinder, aber du kannst auch vor Ort dein Frühstück essen.

 

Huevos a la mexicana

Eine Variation sind die Huevos a la mexicana, was Rührei mit Tomaten, Paprika, Zwiebeln und etwas Chili ist. Huevos a la mexicana sind ein Klassiker zum Frühstück.

 

Huevos rancheros

Wer lieber Spiegeleier mag, wird Huevos rancheros mögen. Hierfür wird eine Tortilla mit Bohnenpaste bestrichen, dann kommen oben drauf die Spiegeleier und eine würzige Tomatensoße.

 

Die nächsten vier Gerichte sind mehr eine kleine Mahlzeit und werden in manchen Restaurants und Cafés den ganzen Tag über serviert.

 

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Chilaquiles

Einer meiner Favoriten ist Chilaquiles. Das sind Nachos, die in einer Tomatensoße getränkt sind. Dazu gibt es Frijoles, Käse, Avokado und frittierte Kochbananen. Zwar nicht der gesündeste Start in den Tag, aber einfach super lecker.

 

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Enfrijoladas & Entomatodas

Etwas ausgefallener sind Enfrijoladas und Entomatodas, das sind mit Hühnchen oder Käse gefüllte Tortillas. Diese werden mit einer dicken Schicht Soße übergossen, bei Enfrijoladas ist diese aus Bohnen und bei Entomatodas aus Tomaten gemacht.

 

Die mit Abstand beste Enfrijoladas habe ich in Oaxaca-Stadt gegessen, wo sie mit Crema (Sauerrahm) und Käse serviert wurde, was sie unheimlich cremig gemacht hat. Das Geheimnis sind immer gute Zutaten, ansonsten schmecken alle Frühstücksgerichte langweilig.

 

Enchiladas Suizas

Ein weiterer Klassiker sind Enchiladas Suizas. Das sind gerollte Tortillas, die mit Hühnchenfleisch gefüllt sind und mit einer grünen Soße aus Tomatillos serviert werden. So bekommen die Enchiladas eine würzige fruchtige Note. Das ganze wird noch mit Käse überbacken, daher der Name Suiza (Schweiz).

 

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Tamales

Schon seit tausenden von Jahren werden Tamales in Zentralamerika zubereitet und zu besonderen Feiertagen wie zum Tag der Toten (Día de los Muerto), Weihnachten und Ostern gegessen. Aber auch im Alltag spielen sie eine wichtige Rolle und werden als preiswerter Snack zum Frühstück oder im Laufe des Tages verzehrt.

 

Hergestellt werden Tamales aus Maismehl, das  zu einer zähen Teigmasse verarbeitet wird. Dieser wird zusammen mit einer Füllung in ein Maisblatt eingewickelt und anschließend im Dampf gegart. Es gibt herzhafte und süße Tamales. Typische Füllungen sind Hühnchen- oder Schweinefleisch mit verschiedenen Soßen, wie Mole amarillo, rojo oder verde, aber auch mit Gemüse und Früchten.

 

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Süßes Frühstück

Falls dir eher der Sinn nach etwas Süßem zum Frühstück ist, kannst du in vielen Cafés auch Früchte mit Joghurt oder Hotcakes bestellen, was klassische American Pancakes sind.

 

Ansonsten findest du sicher eine Bäckerei, wo du dir eine Kleinigkeit kaufen kannst. Alternativ kannst du dir natürlich auch selber dein Frühstück im Hostel machen, da diese meist eine Küche haben. Auf dem Markt oder im Supermarkt kannst du dich mit frischen Obst, Joghurt oder Müsli eindecken.

 

 

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Das sind typische mexikanische Tacos

Tacos sind etwa handtellergroße weiche Tortillas meist aus Maismehl, die mit unzähligen Belägen serviert werden. Die Auswahl ist riesig, neben ein paar Klassikern gibt es viele regionale Besonderheiten. So wird es nie langweilig Tacos zu probieren.

 

Traditionell sind Tacos Street Food, die von kleinen mobilen Ständen in der Stadt ab mittags bis teilweise spät in die Nacht verkauft werden. Aber sie werden auch in sogenannten Tacquerias zubereitet, das sind einfache Restaurants, die sich auf Tacos spezialisiert haben.

 

Am besten hältst du die Augen offen, wo am meisten los ist und die Leute Schlange stehen. Das ist immer ein gutes Zeichen. Schau aber vorher, was es gibt, da die Stände oft keine große Auswahl haben.

 

Dann bestellst du deine Tacos, die du dir dann nach Belieben mit Koriander, Limettensaft, Salsa und Zwiebeln selber verfeinerst. Dann klappst du den Taco zusammen und ißt alles mit den Fingern. Mit etwas Übung klappt das sogar ohne Sauerei.

 

Und das sind typische Tacos.

 

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Tacos mit Schweinefleisch (span. Cerdo)

Wohl am beliebtesten sind Tacos al Pastor, die aus gegrilltem Schweinefleisch, Zwiebeln, Koriander, Salsa und Ananas bestehen. Tacos al Pastor sind vom arabischen Kebab inspiriert. So wird das Fleisch auf einem Dönerspieß gegrillt und jede Tacqueria macht ein Geheimnis aus seiner Gewürzmischung. Achtung das Ergebnis macht süchtig, mit Tacos al Pastor kannst du nichts falsch machen.

 

Zwei weitere Klassiker sind Chicharrón mit frittierter Schweinehaut und Carnitas, wo das Schweinefleisch in Schweineschmalz langsam ausgebraten wird.

 

Aus der Reihe fallen Tacos de Canasta, denn normalerweise werden Tacos frisch zuberereitet. Nicht so die Tacos de Canaste, die von fliegenden Händlern verkauft werden. Diese werden vorab mit Kartoffeln, Bohnen und Chicharrón (Schweinebauch) gefüllt, um sie dann vorsichtig in einem Korb (canasta) zu stapeln und zum Schluss mit gewürztem Öl zu übergießen. Gut zugedeckt, ziehen so die Tacos durch und nehmen das Öl auf.

 

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Tacos mit Rindfleisch (span. Res)

Da gibt es Tacos a la plancha, die auch Tacos de asador genannt werden. Diese werden mit gegrillten Rindfleischstreifen serviert, die gut mit Guacamole und roter Salsa schmecken. Und Tacos Alambre, die mit Rindfleisch, geschmorten Zwiebeln, Paprika und geschmolzenem Käse kommen.

 

Darüber hinaus gibt es noch weitere Tacos, die nur bestimmte Körperteile eines Rindes verwenden. So darfst du dich nicht wundern, wenn du Schilder mit Cabeza (Kopf) oder Lengua (Zunge) siehst. Richtig geraten, bei Tacos cabeza werden verschiedene Teile der Kopfes verwendet und Tacos lengua kommen mit gebratener Zunge, meist vom Rind.

 

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Tacos mit Hühnchenfleisch (span. Pollo)

Gerade in Yucatán gibt es viele Tacos mit Hühnchen, aber andernorts sind sie eher selten. Interessant sind Panuchos, die typisch für Yucatán sind. Das sind mit Bohnen gefüllte Tacos, die dann frittiert und mit saftigem Hühnchenfleisch, eingelegtem Kohlsalat und marinierten Zwiebeln gegessen werden.

 

Ansonsten kann ich mich noch gut an Barbacoa in Guadalajara erinnern, das überall in der Stadt verkauft wurde. In einem Topf köchelte das Fleisch in einer rötlichen Soße mit Agavenblättern bis es schön saftig und zart ist. Dann wird es auf einen Taco gegeben, der zusammengefaltet und schön von beiden Seiten golden gebraten wird.

 

Tacos mit Fisch & Meeresfrüchten

Gerade am Meer wirst du Tacos mit frittiertem Fisch (pescado), Garnelen (camarones) und anderen Meeresfrüchten bekommen. Oft wird hierfür eine Weizenmehltortilla verwendet, die mit etwas Salat und Mayonaise belegt wird. Viele Leute schwärmen von ihren epischen Fisch-Tacos, aber ich hatte bisher wenig Glück und fand meine etwas fad.

 

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Mexikanische Salsa

Salsa heißt übersetzt einfach nur Soße, gemeint ist aber vielmehr eine scharfe Sauce mit der jegliche Speisen nach persönlichen Geschmack verfeinert werden. Sie wird traditionell aus verschiedenen Chilis, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und weiteren Zutaten hergestellt.

 

Am häufigsten sind die Salsa roja und die Salsa verde, darüberhinaus gibt es noch viele regionale Variationen. Außerdem schmeckt jede Salsa etwas anders, da sie meist frisch zubereitet wird.

 

Salsa roja (scharf)

Der rote Klassiker, der besonders feurig ist. Bei Salsa roja ist es ratsam sich anfangs nur wenig zu nehmen, da du nie weißt, wie scharf sie ist. Falls sie harmlos ist, kannst du dir immer noch nachnehmen.

 

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Salsa verde (mittelscharf)

Bei Salsa verde kannst du ruhig zulangen, da sie meist eine angenehme Schärfe hat. Seit meiner letzten Mexiko Reise bin ich ein Fan von der Salsa verde, die eine besondere Zutat enthält: Tomatillos. Diese gibt der Salsa ihre charakteristische Farbe und verleiht ihr eine andere Schärfe.

 

Pico de gallo (mittelscharf)

Eine Besonderheit ist die Salsa Pico de gallo, die nur aus frischen Zutaten wie Tomaten, Limetten, Zwiebeln, Chilis und Koriander zubereitet wird. Vor allem in Yucatán wird Pico de gallo angeboten, die dem Essen eine erfrischende scharfe Note geben.

 

Salsa Valentina

Natürlich gibt es auch industriell hergestellte Salsas, die mit Abstand beliebteste ist Valentina. Am Taco-Stand findest du sie jedoch selten, schon eher bekommst du sie beim Fast Food oder zu Snacks. So essen Mexikaner gerne Valentina auf Pizza oder Kartoffelchips.

 

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Tortillas in all seinen Formen

Tortillas sind für Mexikaner wie das Brot für Deutsche, Italiener und Franzosen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil von den meisten Mahlzeiten. Hergestellt werden sie entweder aus Mais- oder Weizenmehl. Neben Tacos gibt es noch unzählige weitere Variationen, die sich in der Herstellungsart oder Größe unterscheiden. Das ist am Anfang sehr verwirrend, daher sind hier die wichtigsten Tortillas.

 

Quesedillas (vegetarisch)

Fangen wir mit etwas einfachen an. Quesedillas sind mit Käse gefüllte Tortillas, die zusammengeklappt werden und auf einem Grill gebräunt werden, bis der Käse schmilzt. Oft werden hierfür Weizentortillas verwendet, die einen Durchmessen von etwa 10 Zentimeter haben.

 

Quesedillas sind eine sichere Essenswahl und ein kleiner Snack, aber oft sehr langweilig. Interessanter werden sie, wenn du sie mit Flor de Calabaza (Kürbisblüte) oder anderen zusätzlichen Zutaten bestellst.

 

Gringas

Eigentlich ist mit einer Gringa im Spanischen, eine Ausländerin oder Amerikanerin gemeint. In diesem Fall handelt es sich jedoch um eine Art doppelte Quesedilla, da zwei Weizenmehltortillas mit Käse und weiteren Füllungen zum Beispiel Al Pastor belegt werden. Sie wird nun von beiden Seiten auf dem Grill geröstet, bis sie schön braun ist und der Käse verläuft.

 

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Empanadas

Mit Empanadas können in Mexiko zwei Sachen gemeint sein. Da ist zum einen die gefüllte Teigtasche, die du schon aus Südamerika oder Spanien kennst. In Mexiko können Empanadas süß mit Ananas oder herzhaft mit Hühnchen gefüllt sein.

 

Bei Street Food sind mit Empanadas jedoch Weizenmehltortillas gemeint. Empanadas amarillo und rojas werden je mit einer gelben oder roten Soße bestrichen und meist mit Hühnchen belegt. Zum Aufwärmen werden sie zusammen geklappt und kurz auf den Grill gelegt.

 

Enchiladas

Enchiladas sind ein klassisches Mittagessen. Sie bestehen aus weichen gerollten Maistortillas, die mit unterschiedlichen Sachen, meist Fleisch, gefüllt sind. Zum Schluß werden sie mit einer Soße übergoßen und etwas Salat und Käse bestreut. Zur Auswahl hast du meist mehrere Soßen wie roja (rot) oder verde (grün), wobei es hier regional große Unterschiede gibt.

 

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Flautas

Das sind Maistortillas in der Größe von Tacos, die mit Fleisch gefüllt und eng aufgerollt werden. So sehen sie wie Zigarren aus. Abschließend werden die rohen Flautas frittiert und kalt mit Salat, Sauerrahm und Käse serviert. Sie sind vielerorts ein beliebter Snack auf dem Markt.

 

Tostadas

Tostadas sind flache, knusprige Tortillas, die etwa handteller groß sind. Sie dienen als Basis und können mit allem möglichen wie Fleisch, Käse, Bohnen, Salat und Salsa belegt werden. Zum Essen fand ich sie etwas schwierig, da sie schon beim ersten Bissen auseinander brechen. Ganz gerne mochte ich sie hingegen, wenn ich mir selber Guacamole im Hostel gemacht habe und was zum Dippen brauchte.

 

Tlayudas

Besser bekannt als „Mexikanische Pizza„, die typisch für Oaxaca im Süden von Mexiko ist. Die Tlayuda ist eine dünne knusprige Tortilla, die mit Frijoles (Bohnenpaste) bestrichen wird und trationell mit dünnen Fleischstreifen belegt ist. Zusätzlich kommen noch Salat, Avocado, Salsa und der berühmte Käse aus Oaxaca (Quesedillo) hinzu.

 

Am besten teilst du dir eine Tlayuda mit einem Freund oder bist sehr hungrig, da sie wirklich groß und mit dem Fleisch sehr sättigend ist. In Oaxaca-Stadt findest du gute Restaurants, die nur Tlayudas backen, das sind meist die besten.

 

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Memelas (vegetarische Optionen)

Noch eine kulinarische Besonderheit aus Oaxaca sind Memelas, die ich geliebt habe. Memelas sind etwas dickere ovale Maistortillas, die von Hand geformt und auf einem heißen Blech frisch gebacken werden. Als Belag stehen dir meist eine handvoll Beläge zur Auswahl, wie Frijoles, Käse, Pilze, Tinga (Hühnchen mit Tomate) oder Wurst mit Kartoffeln, dazu gibt es Salsa roja oder Salsa verde.

 

In anderen Regionen von Mexiko gibt es etwas ähnliches, dort heißen sie Sopes oder Huaraches.

 

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Gorditas (vegetarische Optionen)

Meine beste Gordita habe ich an einem kleinen Straßenstand in Guanajuato in Zentral-Mexiko gegessen, aber du bekommst sie in weiten Teilen des Landes.

 

Gorditas sind dicke runde Tortillas, die von Hand aus einer Maismasse geformt werden. Im Anschluss werden sie frisch auf dem Grill gebacken, um sie dann einseitig aufzuschneiden und die Tasche dann mit diversen Sachen zu befüllen. Die Füllungen sind ähnlich wie bei den Memelas, so kannst du meist aus Fleischoptionen, aber auch Käse und manchmal Gemüse wählen.

 

Eine Variation davon wird im Bundesstatt Huasteca als Bocoles verkauft.

 

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Tlacoyo

Tlacoyo kannst du dir ähnlich wie Gorditas vorstellen. Sie werden ebenfalls von Hand geformt und sind etwas dicker. Der Unterschied ist, das blauer Mais verwendet wird, der dem Teig eine anthrazit-blaue Farbe gibt. Auch der Geschmack ist irgendwie reichhaltiger.

 

Sie werden ebenfalls frisch auf einem Grill zubereitet und teilweise zusätzlich mit einer Bohnenpaste gefüllt. Der Belag kommt dann oben auf, wo du ebenfalls wieder die Wahl zwischen vegetarischen und Fleisch-Optionen hast.

 

In Mexiko-Stadt habe ich bei einem fliegenden Händler eine Tlacoyo mit Nopales (Kaktus) und eine mit Pilzen und Käse gegessen, die phänomenal war. Also unbedingt probieren, denn so oft wirst du sie wahrscheinlich nicht sehen.

 

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Das Mittagessen

Das Mittagessen ist die wichtigste Mahlzeit des Tages in Mexiko, zumindestens wochentags. Die meisten Restaurants haben ein kleines Tagesmenü (Menu del Día) mit preiswerten Menüs, die meist aus einer Suppe, einer Hauptspeise und einem Getränk bestehen.

 

Mole

Ein Klassiker sind Moles. Unter Mole versteht man verschiedene Soße, die eher sämig sind und aus unzähligen Zutaten bestehen.

 

Besonders der Bundesstatt Oaxaca ist bekannt für seine sieben Moles, wovon die Mole Negro am außergewöhnlichsten ist. Die dunkelbraune Soße besteht aus über 30 Zutaten wie Chilis, Nüsse, Zimt, Gewürznelken, diversen Kräutern, Yemabrot und Schokolade. Ich habe noch nie etwas vergleichbares gegessen, was ein Feuerwerk in meinem Mund ausgelöst hat. Besonders die Schokolade-Note fand ich interessant.

 

Auch Puebla ist für seine guten Moles bekannt, hier solltest du die Mole Poblano probieren. Insgesamt habe ich jedoch so gut wie nie Moles gegessen, weil diese nur mit einem Hühnerschenkel, etwas Reis und Tortillas serviert wird. Das einzige Highlight an den Gerichten ist die Mole.

 

Milanesa

Wenn du keine Lust auf Experimente hast, liegst du bei Milanesa richtig. Es ist ein paniertes Schweineschitzel, das meist mit Reis, Salat und Tortillas angeboten wird.

 

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Suppen (span. Sopas)

In Mexiko gibt es viele Suppen, da sie günstig sind und satt machen. Zu den Klassikern zählt eine einfache Fleischbrühe (Caldo), die es mit Huhn (Pollo) oder Rindfleisch (Res) gibt, die meist mit Reis oder Nudeln und Gemüse kommt.

 

Etwas ausgefallener ist die Sopa Azteca, eine leicht säuerliche Tomatensuppe mit Tortillastreifen. Und in Yucatán fand ich die Sopa de Lima lecker, eine Hühnerbrühe mit Tomaten, Paprika, Tortillastreifen, Hühchen und der Clou ist der Limettensaft, die dem ganzen eine saure frische Note gibt.

 

Eine weitere Suppe, die du probieren musst, ist die Pozole. Ein Mais-Eintopf, in den meist Zwiebeln, Advokado, Limetten und Oregano kommt, wobei es viele Variationen von Pozole gibt.

 

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Chile relleno

Vegetarier haben es teilweise etwas schwer in Mexiko, zum Glück gibt es die gefüllten Chilischoten nicht nur mit Hühnchen-, sondern aus mit Käsefüllung. Für Chile relleno werden nur bestimmte Chilis verwendet, die nicht zu scharf sind und doch mehr Feuer als herkömmliche Paprikas haben. Die Chilis werden frittiert und meist mit Reis, Salat und Tortillas serviert.

 

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Ceviche

Jeder der schon einmal durch Südamerika gereist ist, wird Ceviche aus Peru oder Chile kennen. Bei Cevice wird der rohe Fische oder die Meeresfrüchte zusammen mit Limettensaft, Tomaten, Zwiebeln und Koriander mariniert. Die Säure der Limette zersetzt dabei das Eiweiß ähnlich wie beim Kochen, so dass der Fisch bedenkenlos gegessen werden kann.

 

Ein fruchtiger säuerlicher Cocktail, der frisch nach Meer schmeckt. Unbedingt probieren, wenn du Ceviche noch nicht kennst. Jedoch würde ich das nur an der Küste machen, damit sie frisch ist.

 

An der Küste bekommst du natürlich generell gute Fischgerichte

 

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Was trinken die Mexikaner?

In Mexiko ist es oft sehr heiß, daher haben sich die Mexikaner ein paar erfrischende Fruchtcocktails ausgedacht. Außerdem feiern die Mexikaner gerne, wo immer reichlich Cerveza, Tequila und Mezcal fließt. Aber fangen wir mit den nicht alkoholischen Getränken an.

 

Aguas frescas & Licuados

Überall werden Fruchtsäfte angeboten, die mit Wasser (Aguas frescas) oder Milch (Licuados) verdünnt sind. Bei den heißen Temperaturen natürlich mit Eiswürfeln, für die normalerweise sauberes Trinkwasser verwendet wird. Zur Auswahl stehen dir unzählige Säfte wie Zitrone (limón), Limette (lima), Orange (naranja), Ananas (piña), Wassermelone (sandía) und viele mehr.

 

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Jamaica & Horchata

Zwei weitere Aguas sind Jamaica aus Hibiskusblüten und Horchata, ein milchiges Getränk aus Reis, das an die Adeventszeit erinnert. Kein Wunder, kommen doch Zimt und Vanille rein. Beide schmecken super lecker und sind sehr erfrischend, aber leider ist oft viel zu viel Zucker drin.

 

Tejate & Café de Olla

Die Getränke für kalte Tage in Oaxaca, die schon vor der Ankunft der Spanier in Mexiko getrunken wurden.

 

Tejate ist ein Mais-Kakao-Getränke, das nicht viel mit klassischen Kakao gemeinsam hat, sondern viel herber und bitterer ist. Auch der Café de Olla hat nichts mit unserem Kaffee zu tun, viel mehr erinnert er an Weihnachten, da er viel Zimt und braunen Zucker enthält. Traditionell wird er aus einer bauchigen Tontasse getrunken, das die erdige Note unterstreicht.

 

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Micheladas

Egal an welchen Ausflugsziel du unterwegs bist, dir werden sicher die Becher auffallen, die oben einen roten Salzrand haben. Die Mexikaner lieben ihre Micheladas, eine Art Bier-Cocktail, den es in mehrere Variationen gibt.

 

Der Chelada ist der simpelste mit Bier, Limettensaft und Salzrand. Beim Cubana kommt zusätzlich noch Tabasco, Maggi und Salsa Inglesa (Worcestersauce) hinzu. Und die Krönung ist die Michelada, die außerdem noch Clamto hat, einen Tomatensaft mit Muscheln.

 

Mein Geschmack ist das nicht, aber vielleicht deiner.

 

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Tequila & Mezcal

Tequila muss ich dir sicher nicht erklären, aber kennst du Mezcal? Beides sind Hochprozentige, die aus Agaven hergestellt werden. Der einzige Unterschied ist, das Tequila nur aus blauen Agaven gemacht werden kann.

 

In Oaxaca kannst du eine Mezcal-Tour machen, um mehr über den Herstellungsprozess zu lernen. Und von Guadalajarra ist es nicht weit nach Tequila, wo das berühmte Gebräu hergestellt wird. Die Landschaft ist dort übersät von blauen Agavefeldern.

 

Wenn du kein Fan von Shots bist, wirst du vielleicht einen der Tequila-Cocktails wie Margarita und Paloma mögen, für die Mexiko berühmt ist.

 

Pulque

In den letzten Jahren hat ein weiteres alkoholisches Agavengetränk Aufschwung bekommen und in vielen Städten haben Pulquerias eröffnet. Pulque besteht aus dem fermentierten Saft von Agaven und hat etwa 5% Alkohol. Das Getränk hat eine milchige und eher zähflüssige Konsistenz.

 

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Was sind typische mexikanische Snacks?

Die Auswahl ist groß und überall findest du Essenstände oder fliegende Händler, die Snacks verkaufen.

 

Tortas

Das sind große belegte Brötchen a la Mexico. Die meisten Sandwiches sind sehr fleisch- oder wurstlastig, aber es gibt auch Variationen mit Käse oder Omelette. Das Ganze wird mit Frijoles, Zwiebeln, frischen Tomaten, eingelegten Chilis, Koriander und vielem mehr ganz nach deinem Geschmack verfeinert.

 

Teilweise sind die Tortas riesig und eher eine kleine Mahlzeit, als nur ein Snack.

 

Regional gibt es natürlich auch Besonderheiten, so zum Beispiel in Guadalajarra. Dort gibt es Torta ahogado, ein mit Fleisch belegtes Brötchen, das in einer Braten-Tomatensoße wortwörtlich ertränkt wird, so dass es komplett durchweicht.

 

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Elote & Esquites

Ein klassischer Snack in Mexiko ist Überraschung, natürlich Mais. Elote ist ein dampfgegarter oder auf dem Grill gerösteter Maiskolben auf einem Stäbchen, der fett mit Mayo bestrichen wird und oben drauf kommen Chili, Limettensaft und Käse. Wer es gerne etwas leichter hätte, sollte Esquites essen, das ist eine dicke Maissuppe, die ebenfalls mit Mayonaise & Co. verfeinert werden kann.

 

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Camote & Papas preparadas

Da hat mir die in Dampf gegarte Süßkartoffel schon besser geschmeckt, die ohne viel Gedöns kommt.

 

Und es dürfen natürlich die frittierten Kartoffeln und die Kartoffelchips (Papas preparadas) nicht fehlen, die in Mexiko mit Salz, Limettensaft und Salsa gegessen werden.

 

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Eine Alternative zu den Kartoffelchips sind die frittierten Heuschrecken, die gar nicht so viel anders schmecken: frittiert, salzig und scharf. Auf den Märkten werden sie überall zum Verkauf angeboten, wenn du nett fragst, kannst du sicher einen probieren. Sie schmecken gar nicht so schlecht und sind zudem ein guter Proteinlieferant.

 

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Churros

Aber die Mexikaner mögen nicht nur salziges, sondern auch süßes. Vom Weihnachtsmarkt wirst du Churros sicher schon kennen, die frittierte Teigstange wird meist in Zucker und Zimt gewendet. Neu war für mich, dass es Churros auch mit Füllungen wie Dulce de Leche und Schokolade gibt.

 

Von den Spaniern kommen auch diese beiden süßen Nachspeisen: Arroz con Leche (Milchreis) und Flan. Diese beiden bekommst du überall zu kaufen, in Cafés, Bäckerei oder Straßenverkäufern.

 

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Früchte

Zum Glück findest du auch eine gesunde Alternative, da viele Frauen am Straßenrand frisch zubereitete Früchte verkaufen. Je nach Saison stehen dir meist Wassermelone, Papaya, Mango, Erdbeeren, Gurken oder Kohlrabi zur Auswahl, . Wer will kann den Obstsalat mit Sahne, Honig und Müsli versüßen, aber gerade die Mango wird eher mit Limettensaft, Salz und Chili gegessen.

 

Neben Früchten gibt es natürlich auch Eis (Helados), das in Parks und in der Innenstadt verkauft wird.

 

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