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Meine Weltreise: Ms. Claudia sucht das Abenteuer

Meine Weltreise mit ein paar Worten zusammenzufassen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Deshalb versuche ich es auch gar nicht, sondern habe mir 16 Punkte herausgepickt.

 

Meine Weltreise im Überblick

 

Statistik meiner Weltreise

 

1. Ich bin mit dem Zug nach Asien gefahren

Was der beste Start in meine Weltreise war. Denn es fühlt sich anders an, die Reise vor der eigenen Haustüre zu beginnen. Jeder Kilometer bringt dich weiter fort und doch hat jeder neue Ort einen Bezug zur Heimat.

 

Es war ein sanfter Übergang und ich konnte mich langsam an mein neues Reise-Leben gewöhnen. Mich ganz entspannt zurücklehnen und die kleinen Veränderung am Wegesrand beobachten. Bis ich schließlich in Peking aus dem Zug gesprungen bin. Ich hatte noch nie so ein intensives Gefühl angekommen zu sein und war bereit für neue Abenteuer.

 

Es war ein weiter Weg mit der Transsib, der sich aber definitiv gelohnt hat.

 

transsib3

 

2. Wir haben mit dem Bus eine Kuh gerammt

Und sie hat überlebt (soweit ich weiß). Es ist mitten in der Nacht und wir fahren durch den Norden von Laos. Ich bin auf der Rückbank des Busses eingeschlafen. Plötzlich ein Knall und eine Vollbremsung. Lautes Geschrei. Jemand springt raus, um nach der Kuh zu schauen. Scheinbar nichts passiert, sie trottet bereits ihres Weges.

 

Ich drehe mich um und schlafe weiter. Das ist der ganz normale Wahnsinn in Südostasien. Busse sind nie pünktlich, obwohl alle Busfahrer absolute Raser sind. Da hilft nur Gelassenheit und Vertrauen, dass schon nichts Schlimmes passieren wird.

 

3. Ich bin durch entlegene Ecken von Myanmar gereist

Denn ich liebe Herausforderungen, gerade wenn Reisen zur Routine geworden ist, dann stürze ich mich gerne ins Ungewisse. So saß ich also in einem Zug auf dem Weg in den Norden von Myanmar. Der Weg nach Bhamo war eine wahre Odyssee und hatte viele Überraschungen parat. Und doch habe ich nirgends mehr Einheimische kennengelernt und hatte sehr intensive Tage, in denen ich viele neue Seiten des Landes kennengelernt habe.

 

Fähre Myanmar

 

4. Ich habe am Flughafen geschlafen

Das mag sich jetzt schräg anhören, aber das wollte ich schon immer mal ausprobieren. Ich liebe Flughäfen, da ich sie mit schönen Erlebnissen verbinde. Schon alleine die Atmosphäre prickelt vor lauter Vorfreude und Wiedersehensfreude, da wird einem definitiv nie langweilig.

 

Mein erstes Mal war in Bangkok und ich hatte sogar das Glück gleich eine ganze Sitzbank für mich zu haben. Die Nacht war zwar kurz, aber ich habe gar nicht so schlecht geschlafen. Seitdem habe ich noch zwei weitere Male am Flughafen geschlafen, eher aus praktischen Gründen.

 

Falls du neugierig bist, habe ich ein paar Tipps für dich.

 

5. Ich habe Orang Utahs im Dschungel gesehen

Und damit ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Noch heute bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich an die Orang Utahs denke. Es war eine ganz besondere Begegnung, diese sanften Geschöpfe in freier Wildbahn zu erleben. Sie aus der Nähe zu beobachten und in ihre dunklen Augen zu blicken. Das ganze Sumatra Dschungel-Abenteuer war genau nach meinem Geschmack.

 

Hier kannst du die ganze Geschichte lesen.

 

Orang Utah Indonesien

 

6. Ich war nachts im funkelnden Meer schwimmen

Langsam wate ich raus ins Meer und mein Körper erstrahlt in einem magischen Leuchten. Jede Bewegung löst ein wahres Feuerwerk aus blauen Lichtblitzen aus. Ich kann mein Glück gar nicht fassen und plansche im Wasser herum. Vor ein paar Wochen habe ich zwei verrückte Brasilianer kennengelernt, die mir von einem seltsamen Erlebnis erzählten: „It is fucking cool!!! Like swimming with falling stars.“

 

Das Naturspektakel wird durch Leuchtalgen verursacht, die es auf der ganzen Welt gibt. Aber erst in einer hohen Konzentration erzeugen sie diesen spektakulären Effekt.

 

7. Ich hatte unvergessliche Begegnungen unter Wasser

Phasenweise war ich mehr im Wasser beim Schnorcheln als an Land, vor allem auf Sumatra und Sulawesi in Indonesien. Schnell hatte ich den Spitznamen „Marathon-Schnorchlerin“. Aber ich konnte einfach nicht genug bekommen und hatte viele Gänsehautmomente im Meer wie diesen…

 

Ahnungslos dümpelte ich im Wasser, als plötzlich aus der Tiefe ein Schatten immer näher kam. Zielstrebig schwamm das Wesen auf mich zu. Erst im letzten Moment drehte es ab, um mich zu umkreisen, bis es wieder verschwand. Mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich Angst haben oder mich freuen soll, dass ein riesiger Mantarochen mal kurz „Hallo“ sagen wollte.

 

Das ist nur einer meiner vielen Geschichten, von denen es leider keine Fotos gibt.

 

8. Ich war in der Antarktis

Das war der krasseste Trip meines Lebens und bis heute habe ich noch keine Worte dafür gefunden. Zu außergewöhnlich und einzigartig war das Erlebnis. Das Licht. Die Farben. Die Landschaften. Die Tiere. Die Geräusche. Die Reise war so surreal und bis heute kann ich es nicht ganz begreifen. Es war einfach überwältigend und ich konnte mein Dauergrinsen gar nicht ablegen.

 

Wenn du auch in die Antarktis reisen willst, findest du hier alle Infos.

 

Unterwegs auf der Carretera Austral per Anhalter

 

9. Ich bin per Anhalter auf der Carretera Austral gefahren

Zusammen mit einem Freund sind wir die gesamte Strecke von über 1.200 Kilometern getrampt. Es ging quer durch eine der abgelegensten Ecke von Patagonien, die geprägt ist von Bergen, Fjorden und unberührten Landschaften. Das war genau nach meinem Geschmack: Abenteuer und Natur pur. Die Carretera Austral gehört für mich zu den Highlights in Patagonien.

 

Nie zuvor bin ich über eine so lange Strecke per Anhalter gefahren, was gar kein Problem war.

 

10. Mich haben Affen gelaust

Und nicht nur das, ich habe auch Bären per Hand mit Erdnüssen gefüttert. Für zwei Wochen habe ich in einem Tierpark in Bolivien als Volunteer mitgearbeitet. Eine einzigartige Gelegenheit vielen wilden Tieren näher zu kommen und mich intensiv um sie zu kümmern. Nach dem ganzen Reisen tat es gut zu helfen und etwas Produktives zu tun.

 

Am meisten Spaß hat mir die Arbeit mit den Kapuzineraffen gemacht, die so clevere freche Schlitzohren sind. Als mich der erste gelaust und mit Blättern gefüttert hat, wusste ich, dass ich jetzt ein Teil der Rasselbande bin.

 

brüllaffe

 

11. Ich bin in die Tiefen einer aktiven Mine geklettert

Was mich an den Rand meiner Belastungsgrenzen gebracht hat. Durch die engen Stollen ging es immer tiefer hinein in den Berg, wir sind durch kleine Röhren gerobbt und hinab geklettert. Das Atmen fiel mir immer schwerer und ich fühlte mich zunehmend unwohl. Als wir endlich wieder im Freien standen, war ich erleichtert.

 

Auch wenn es kein angenehmes Erlebnis war, so bereue ich es nicht. Ich war geschockt, in was für schlechten Bedingungen die Männer in Bolivien heutzutage noch arbeiten müssen und welchen Gefahren sie sich täglich aussetzen. Es macht einen Unterschied über solche Sachen zu lesen oder sie selber zu erleben, auch wenn es nur ein kurzer Augenblick war.

 

flussfahrt-bolivien

 

12. Ich bin durch das Amazonasgebiet auf einem alten Schiff getuckert

Was ein Abenteuer war. Für eine Woche habe ich auf einem kleinen Holzschiff gelebt, das Waren nach Guayaremerin transportiert hat. Nur langsam kamen wir vorwärts und so verstrichen die Tage gemächlich ohne große Vorkommnisse. Das war Entschleunigung pur, so konnte ich mich meinen Tagträumen hingeben und Ausschau nach Tieren halten.

 

13. Ich hatte ungewünschte Untermieter – Parasiten

Jeden Backpacker erwischt es mal mit Durchfall. Als es bei mir aber kein Ende nahm, bin ich doch zum Arzt gegangen. Diagnose: sie haben Parasiten. Die zwar mikroskopisch klein sind, dafür aber sich zu tausenden bei mir im Darm eingenistet hatten. Die Vorstellung ist zwar nicht so schön, aber das Problem war schnell behoben und ich bin wieder Parasitenfrei. Yay!

 

huayhuash-peru

 

14. Ich habe einer der spektakulärsten Treks der Welt gemacht

Das sagt zu mindestens mein Reiseführer und ich habe noch nichts Vergleichbares erlebt. Für gut eine Woche bin ich durch das Huayhuash Hochgebirge in Peru gewandert. Vorbei an schneebedeckten Bergen und hinter jeder Ecke wartete die nächste atemberaubende Kulisse. So hoch oben auf über 4.000 Metern scheint die Erde ihre ganze Schönheit zu entfalten oder ich war benebelt von der Höhenluft.

 

15. Ich habe an einer Mehlschlacht teilgenommen

Die Kolumbianer finden immer einen Grund zu feiern. So kam es mir jedenfalls vor, denn in jedem Ort auf meiner Reise tobte eine Fiesta. Es wurde getanzt und gelacht, getrunken und gegrillt. Und in Villa Vieja haben sich alle Bewohner zur traditionellen Mehlschlacht versammelt, da konnte ich natürlich nicht wiederstehen mitzumachen. Schnell wurde ich „La Gringa“ zum Opfer der Meute und war am Ende komplett weiß.

 

zitat: der-weg-ist-das-ziel

 

16. Ich habe exotisches Essen probiert

Ob ich mich in einem Land wohlfühle hat auch viel mit dem Essen zu tun. Mag ich das Essen, sammelt ein Ort direkt Pluspunkte. Denn ich esse leidenschaftlich gerne und bin immer offen für Neues. In Südostasien bin ich natürlich voll auf meine Kosten gekommen, aber auch Südamerika hat einiges zu bieten. Es gibt dem Reisen eine weitere spannende Dimension und führt oft zu interessanten Gesprächen mit Einheimischen.

 

 

2 Comments

  • Tabitha

    Den Zettel müsstest Du eigentlich immer bei Dir tragen. Was für schöne Erfahrungen. Und niemand kann sie Dir jemals wieder nehmen…

    • Claudia

      Da hast du recht diese Erinnerungen kann mir keiner mehr nehmen und sie bringen mich immer wieder zum Strahlen 🙂

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