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La Huasteca Potosina: Ich habe den Garten Eden gefunden

Vor Jahren habe ich ein YouTube Video von La Huasteca Potosina gesehen und konnte kaum glauben, dass dies Mexiko sein soll. Zu fantastisch und surreal sahen die Bilder aus. Eine Vielzahl an Wasserfällen, eingebettet in ein tropisches Dschungelparadies. Wo einer schöner, als der andere war. Vor allem die Farben des Wassers, von blau bis zu smaragdgrün, schillerten verführerisch.

 

Mexiko überrascht mich immer wieder, eine Landschaft wie in La Huasteca Potosina, hätte ich nie erwartet. Und was soll ich dir sagen, in Realität sehen sie sogar noch besser aus. Ich kann es selber kaum glauben, wenn ich jetzt meine Fotos anschaue.

 

In diesem Guide verrate ich dir, wie du La Huasteca Potosina erkunden kannst und was es neben den Wasserfällen noch zu sehen gibt.

 

Alle meine Artikel über Mexiko und Backpacking Guide findest du hier.

 

Inhaltsverzeichnis

 

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Was erwartet dich in La Huasteca Potosina?

Ein grünes Paradies mit einer üppigen Vegetation und tropischen Temperaturen, was nach dem kargen mexikanischen Hochland eine nette Abwechslung ist. Neben den bereits erwähnten Wasserfällen, kannst du eine gigantische Schwalbenhöhle und den surrealen Garten Eden eines exzentrischen Millionärs besuchen.

 

La Huasteca Potosina ist immer noch ein Geheimtipp, der von relativ wenigen Leuten besucht wird. Das liegt vor allem daran, dass er abseits der klassischen Mexiko-Reiseroute liegt und die Region nicht dicht besiedelt ist. Der kleine Umweg lohnt sich aber auf jeden Fall.

 

Wo liegt La Huasteca Potosina

Finden kannst du diese fantastische Landschaft im östlichen Teil des Bundesstaats San Luis Potosí, der im nordöstlichen Teil von Zentral-Mexiko liegt. Eine gute Base zum Erkunden von La Huasteca Potosina sind Ciudad Valles und Xilitla, die du beide gut mit dem Bus erreichen kannst.

 

Von der Stadt San Luis Potosí bist du in vier bis fünf Stunden in Ciudad Valles, von da aus sind es weitere zwei Stunden bis Xilitla. Von hier aus bist du in etwa fünf Stunden in Querétaro oder Mexiko-Stadt.

 

Die Landschaft

Die Region ist durchzogen von Flüssen, Canyons, Höhlen und dichten Regenwald. Umgeben von Bergen und in den Senken erstrecken sich riesige Zuckerrohrplantagen, die der größte Zuckerlieferant Mexikos sind. Eine wahrlich abwechslungsreiche Landschaft, die besonders Naturliebhabern gefallen wird.

 

Auf der Suche nach den schönsten Wasserfällen rund um Ciudad Valles

Rund um Ciudad Valles findest du alle Wasserfälle, daher bietet es sich an, hier zu übernachten und Tagesausflüge zu unternehmen. Die Stadt selber ist keine Schönheit, dafür findest du hier ein Hostel und die größte Auswahl an Unterkünften. Es ist auch der beste Ort, um andere Backpacker zu treffen, um dann gemeinsam auf Entdeckungstour zu gehen.

 

Mit einem Auto kannst du überlegen in kleineren Orten entlang des Weges zu übernachten, aber ich bezweifle, dass dies günstiger ist.

 

Nun aber zu den Wasserfällen, die ich im Uhrzeigersinn abklappere. Wir beginnen direkt mit einem Highlight.

 

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Tamul, mein Favorit

Mit seinen 100 Metern ist er der höchste und beeindruckendste Wasserfall von La Huasteca Potosina. Das grüne Wasser ergießt sich tosend in einen Canyon, der umgeben von Wald ist. Ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich dran denke.

 

Um Tamul selber zu erleben, hast du zwei Optionen.

 

Variante A: Mit Boot von La Morena (800 MXN, ca. 38 Euro für 8 Personen), Dauer 3 Stunden, Eintritt 30 MXN (ca. 1,45 Euro)

 

Die meisten fahren nach La Morena und steigen dort in ein Boot, was du dir mit anderen Reisenden teilst. Mit dem Ruderboot geht es stromaufwärts, mit einem kurzen Stopp in der Höhle „Cueva del Agua Azul“. Schon alleine die Fahrt soll beeindruckend sein, bis du plötzlich den Wasserfall erblicken kannst.

 

Variante B: Mit dem Auto zum Mirador, Gebühr für Weg je Auto 20 MXN (95ct), Eintritt 30 MXN (ca. 1,45 Euro)

 

Meine Empfehlung ist es zum Mirador zu fahren, da du hier fast alleine bist und den Wasserfall aus zwei Perspektiven erleben kannst. Über eine 6 Kilometer lange unbefestigte Straße geht es zu einem Campingplatz, parke das Auto vor der Brücke. Den letzten Kilometer geht es zu Fuß entlang des Flusses weiter.

 

Am Wasserfall kannst du die Aussicht von oben genießen, um dann über Leitern hinab zum Fluss zu steigen. Direkt neben dem Wasserfall zu stehen und seine Gischt zu spüren, ist ein wahnsinnig beeindruckendes Erlebnis. Wieder oben kannst du zur Erfrischung im Pool schwimmen gehen.

 

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Cascada de Tamasopo

Parkplatz 40 MXN (ca. 1,90 Euro), Eintritt 50 MXN (ca. 2,37 Euro)

 

Die nächsten beiden Wasserfälle liegen am Rande des Dorfes Tamasopo, was du ohne Probleme mit dem Bus erreichen kannst. Der Wasserfall von Tamasopo besteht aus mehreren kleineren Wasserfällen und Pools, in denen du schwimmen gehen kannst. Wer will kann aus mittlerer Höhe ins Wasser springen oder mit einem Seil schwingen.

 

Einziger Haken, er ist relativ beliebt und dadurch ist mehr los. Plus, es ist Vorschrift, dass du eine Schwimmweste trägst, die du dir vor Ort leihen kannst.

 

Zum nächsten Wasserfall sind es etwas mehr als fünf Kilometer. Ohne Auto kannst du versuchen eine Mitfahrgelegenheit bis ins Dorf zu finden. Dann rüber laufen zur anderen Straße und wieder dein Glück versuchen.

 

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Puente de Dios

Eintritt 50 MXN (ca. 2,37 Euro), Anreise per Bus (Vencedor, 70 MXN, ca. 3,32 Euro, 2 Stunden, Bushaltestelle ist im Zentrum von Ciudad Valles und hier in Tamasopo)

 

Diese Location von Puente de Dios ist ganz anders, als der Wasserfall von Tamasopo. Der Fluss schlängelt sich durch einen schmalen Canyon durch einen Wald und ergießt sich immer wieder in kleineren Wasserfällen. Starte am besten links und arbeite dich dann langsam den Fluss runter. Gerade im oberen Bereich findest du ruhige Ecken, wo du ohne Schwimmweste ins Wasser kannst.

 

Der krönende Abschluss ist Puente de Dios, ein rundes Wasserbecken, was je nach Sonnenstand in einem anderen Blau leuchtet. Leider kannst du nur mit einer Schwimmweste hier ins Wasser, dafür kannst du über einen geheimen Tunnel auf die andere Seite rüber, wo du einen weiterer Wasserfall findest.

 

Achtung, der Weg zwischen den Badestellen ist oft sehr rutschig!

 

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Micos lohnt sich nicht

Eintritt 40 MXN (ca. 1,90 Euro), oberer Teil kostenlos, Collectivo nach Ciudad Valles 30 MXN (ca. 1,43 Euro)

 

Micos ist ein weiterer Wasserfall, den du relativ einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln, einem Collectivo, erreichen kannst. Für mich war er eine Enttäuschung. Es war zum einen sehr voll und gerade im oberen Bereich ist der Fluss teilweise mit Betonwänden vom nahegelegenen Wasserkraftwerk gesäumt. Nicht wirklich eine Naturidylle.

 

Im unteren Bereich kannst du in mehreren Becken schwimmen gehen und es gibt einen Wasserfall. Hier musst du Eintritt zahlen, weiter oben jedoch nicht.

 

Ein Stückchen weiter die Straße hoch findest du weitere Wasserfälle. Zuerst querst du einen Bach und kommst am „Sky Bike“ vorbei. Dann kommt ein eingezäunter Bereich, wo du ein offenes Tor findest und über Treppen runter zum Wasser steigen kannst.

 

Als wir am Freitagnachmittag hier waren, standen sicher 30 Leute oben am Wasserfall mit Helm und Schwimmweste. Sie haben eine geführte Tour gemacht, wo du alle sieben Wasserfälle springend und schwimmend überwinden kannst.

 

Uns hat der Tumult und die Umgebung weniger gefallen, deshalb sind wir nicht lange geblieben.

 

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Minas Viejas

Eintritt 30 (ca. 1,43 Euro), Parkplatz 40 MXN (ca. 1,90 Euro)

 

Nördlich von Ciudad Valles liegen drei Wasserfälle, die du bequem in einem Tagesausflug erkunden kannst.

 

Als erstes ist da Minas Viejas, dessen Wasser 55 Meter in die Tiefe fällt. Er hat die krasseste Wasserfarbe von allen Wasserfällen in La Huasteca Potosina, was wahrscheinlich an den weißlichen Ablagerungen liegt. Mit dieser tropischen Hintergrundkulisse ist Minas Viejas für mich einer der Must-See-Location in dieser Region.

 

Am rechten trockenen Wasserfall kannst du dich übrigens im Zuge einer Tour abseilen.

 

Tipp: Verpass den oberen Aussichtspunkt nicht.

 

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El Meco

Ein Stückchen weiter nördlich liegt schon der nächste Wasserfall, El Meco. Auch hier hast du wieder zwei Optionen. Du kannst mit einem Boot zum 38 Meter hohen Wasserfall fahren, was glaube ich 200 MXN kostet.

 

Alternativ folgst du der Hauptstraße ein paar Minuten weiter, wo du zu einem kostenlosen Aussichtspunkt kommst. Der Blick von hier ist einfach atemberaubend und völlig ausreichend.

 

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El Salto, der Wasserfall ohne Wasser

Nur einen Steinwurf von El Meco liegt der seltsamste Wasserfall von La Huasteca Potosina, den kaum jemand kennt. Fast die meiste Zeit im Jahr ist El Salto trocken, da ein Wasserkraftwerk das komplette Wasser umleitet. Der Anblick ist nicht minder beeindruckend und in den Pools unten kannst du schwimmen gehen, die von einem unterirdischen Zufluss gespeist werden.

 

Das ist ganz ist außerdem kostenlos. Parke dein Auto einfach vor dem Eingangstor der Firma und geh den Weg runter, halte dich rechts und du bist in ein paar Minuten bei den Pools.

 

So das waren die Wasserfälle von La Huasteca Potosina. Ich habe vor allem Tamul und die Wasserfälle im hohen Norden (die letzten drei) genossen. Wenn du mich fragst, würde ich mir an deiner Stelle, aber alle Wasserfälle anschauen, bis auf Micos.

 

Kommen wir zu einem weiteren Highlight von La Huasteca Potosina.

 

 

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Sótano de las Golondrinas, die Schwalbenhöhle

Das ist die zweittiefste Höhle Mexikos, in der Tausende Mauersegler und grüne Papageien leben. Ein wahres Spektakel, wenn sie jeden Morgen in Scharen ausfliegen und mit der untergehenden Sonne zurückkehren. In das schwarze große Loch im Boden, was einen Durchmesser von 50 Metern hat und über 300 Meter in die Tiefe hinab abfällt. Nach der ersten Ebene geht es weiter in die Tiefe, auf über 500 Metern. Die Dimensionen sind enorm.

 

Ich habe die Höhle selber nicht besucht und habe von anderen Reisenden als Feedback bekommen, das es nicht unbedingt ein Muss ist. Wenn du sowieso mit dem eigenen Auto unterwegs, würde ich trotzdem einen Stopp einlegen.

 

Wie kannst du die Sótano de las Golondrinas besuchen

Eintritt 40 MXN (ca. 1,90 Euro)

 

Von Xilitla kannst du für etwa 1.000 MXN (knapp 50 Euro) eine Tour zur Schwalbenhöhle machen. Besser ist es mit dem eigenen Auto, so kannst du im nahe gelegenen Aquismón übernachten*, damit du nicht weit im Dunkeln fahren musst. Denn das Vogelschauspiel kannst du nur in der Dämmerung vor Sonnenaufgang, beziehungsweise nach Sonnenuntergang erleben.

 

Vom Parkplatz sind es noch mal 20 Minuten, bis du am Rand der Höhle angekommen bist. Wagemutige können sich anleinen lassen, um näher an den Höhlenrand zu gehen und in die Tiefe zu blicken.

 

Die Höhlen von Mantezulel

Tour 150 MXN pro Person (etwas mehr als 7 Euro)

 

Das ist nicht die einzige Höhle in der Gegend. Weit unbekannter und ruhiger ist die Höhle von Mantezulel, die du auf einer 45 minütigen Wanderung erreichst. Dich erwarten drei große Höhlen mit Stalagmiten und Stalaktiten.

 

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Der Garten Eden von Edward James in Xilitla

Eintritt 100 MXN (ca. 4,75 Euro)

 

Weiter geht es nach Xilitla, einem Dorf, das von den Bergen der Sierra Madre und tropischen Wäldern umschlossen ist. Es ist bekannt geworden durch den Jardín Escultórico Edward James, ein surrealistischer Skulpturengarten, der dem Kopf eines exzentrischen Millionärs entsprungen ist.

 

In jahrzehntelanger Arbeit wurde aus dem Traum Wirklichkeit, in der er sein ganzes Vermögen investierte, es sollen wohl über 5 Millionen US-Dollar gewesen sein.

 

Aber wer ist der Typ?

 

Wer ist Edward James

Ein englischer Dichter, Poet, Bildhauer und Kunstsammler, der einige surrealistische Künstler unterstützte, wie den Superstar Salvador Dalí. Edward James stammt aus reichem Haus und es ranken sich Geschichten um ihn, dass er womöglich der uneheliche Sohn vom König Edward VII. ist.

 

Was war seine Vision

Auf der Flucht vor dem Krieg kam er in den 40er Jahren nach LA und schließlich nach Mexiko, wo er auf der Suche nach einem Ort für seinen Garten Eden war. Fündig geworden ist er in Xilitla, was ihm ein mexikanischer Freund gezeigt hat. Er kaufte Ländereien auf und schuf einen Garten mit Orchideen und Schmetterlingen, die alle in einem kalten Winter eingingen. Also beschloss er etwas Bleibendes zu schaffen.

 

In seiner Vision sah er einen surrealen Garten mit skulpturenhaften Strukturen, Säulen, Treppen, tempelartigen Gebäuden, sich winden Pfaden und eine üppige Vegetation. Er brachte seine Ideen zu Papier und mit der Hilfe von lokalen Arbeitern werkelte er ab Mitte der 60er Jahre für etwa zwei Jahrzehnte an deren Umsetzung.

 

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Der Jardín Escultórico Edward James heute

Bis heute ist der Garten nicht fertiggestellt und es wird überall weiter gebaut und in Stand gesetzt. Nach dem Tod von Edward James, wurde der Garten sich selber überlassen und die Natur eroberte ihn sich Stück für Stück zurück. Mittlerweile wird er von einer Stiftung verwaltet, wobei ein Großteil, etwa 70% an andere Unternehmen verkauft wurde.

 

Durch die Verwilderung hat der Garten sogar an Reiz gewonnen, da die Natur und die Bauwerke mehr und mehr verschmolzen sind.

 

Tipp: Wenn du früh kommst, kannst du fast alleine durch den Wald irren, denn viele Pfade führen ins Leere. Gerade für Fotografen sind die bemoosten und überwachsenen Baustrukturen ein dankbares Motive.

 

Der Park ist eine tropische Fantasiewelt, die einem Disneyfilm entsprungen sein könnte, besonders wenn Kolibris zusätzlich um dich herum schwirren. Realität und Traum verschmelzen hier, und viele Elemente erinnern mich an Gaudi oder Ruinenstätten wie Angkor.

 

Ein begehbares Kunstwerk. Ich habe den Besuch sehr genossen.

 

Tipp: Wenn du den Garten verlässt, geh nach links und folge der Straße. Schon nach einer kurzen Weile kommen Restaurants mit Terrassen, von denen du einen tollen Ausblick auf das Tal hast.

 

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Wie kannst du La Huasteca Potosina bereisen

Da La Huasteca Potosina relativ wenig Besucher hat, ist es für Individualreisende etwas herausfordernder, als andere Regionen von Mexiko. Hier erfährst du alles, was du für deinen Besuch wissen musst.

 

Die Anreise

Per Bus kommst du ohne Probleme nach Ciudad Valles und Xilitla, von wo aus du Ausflüge unternehmen kannst.

 

  • Guadalajara nach Ciudad Valles: Nachtbus mit Oriente, 7 bis 8 Stunden
  • San Luis Potosí nach Ciudad Valles: mehrere täglich, 4 bis 5 Stunden, am günstigsten ist Vencedor
  • Ciudad Valles nach Xilitla: mehrere täglich, 2 Stunden, mit Vencedor für 150 MXN (ca. 7,12 Euro)
  • Xilitla nach Querétaro: tagsüber fährt nur einer, 5 Stunden, mit Primera Plus (Tipp: Kauf dir online dein Ticket, dann kannst du Geld sparen.)

 

Die beste Reisezeit

Plan deinen Besuch am besten in der Trockenzeit von November bis März, da die Regenzeit starke Regenfälle bringt.

 

Wie viel Zeit brauchst du

Eine knappe Woche ist perfekt, um La Huasteca Potosina zu erkunden.

 

Tag 1: Anreise nach Ciudad Valles
Tag 2: Wasserfälle von Tamasopo & Puente Dios
Tag 3: Minas Viejas, Meco & El Salto
Tag 4: Tamul & Fahrt nach Aquismón, Schwalbenhöhle zum Sonnenuntergang oder -aufgang
Tag 5: Xilitla & Garten von Edward James
Tag 6: Fahrt nach Querétaro

 

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Am einfachsten ist es mit einem Mietauto

Ein eigenes Transportmittel ist ideal für La Huasteca Potosina, da du viele Sehenswürdigkeiten gar nicht oder nur eingeschränkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kannst. Für die schönsten Wasserfälle brauchst du auf jeden Fall ein Auto.

 

Durch puren Zufall habe ich immer Leute mit Autos in Ciudad Valles getroffen, die mich gerne mitgenommen haben. Diese hatten meist schon in Guadalajara oder Querétaro ein Auto gemietet, aber du kannst auch in Ciudad Valles eins mieten.

 

Falls du dir das nicht zutraust oder keinen Führerschein hast, kannst du immer noch ein Auto samt Fahrer nehmen. Seid ihr mehrere Personen, sind die Kosten überschaubar.

 

Du kannst auch Touren machen, aber…

In Xilitla und Ciudad Valles findest du Touranbieter, aber die Preise für einen Tagestrip starten meist bei 1.000 MXN (etwa 50 Euro) und du brauchst natürlich andere Leute. Ich habe mich erkundigt, aber die meisten Touren wurden nur am Wochenenden angeboten, weil die Nachfrage sehr gering war.

 

Daher kann ich dir diese Option nicht empfehlen, genauso wenig wie die nächste.

 

Per Anhalter

Meine anfängliche Idee alles per Anhalter zu machen, hat sich als unrealistisch herausgestellt. Die Wasserfälle liegen sehr abgelegen und auf den Straßen ist nicht viel los, somit stehen deine Chancen schlecht. Und in vielen Autos sitzen mexikanische Urlauber, die meist als Familie oder mit Freunden unterwegs sind, und oft keinen freien Platz haben.

 

Deine besten Chance andere Mitreisenden zu finden, hast du in Ciudad Valles. Gemeinsam könnt ihr euch ein Auto mieten und die Kosten teilen.

 

 

Wo kannst du übernachten

Für Ciudad Valles kann ich dir das Hostal Casa Huasteca* empfehlen. Es hat eine zentrale Lage, nette Zimmer und einen schönen Garten. Sie vermieten sogar Autos und direkt vor der Tür findest du immer einen Parkplatz. Es ist eine zentrale Anlaufstelle für Backpacker, wo du einfach andere Mitreisenden kennenlernst. Ein bisschen ist es natürlich Glücksache, aber wenn du zeitlich nicht zu knapp dran bist, ergibt sich sicher etwas.

 

Als zweite Base kann ich Xilitla empfehlen. Hier findest du Unterkünfte auf Booking.com*. Meine Unterkunft Posada Familiar El Dorado fand ich nur so semi. Im Anschluss habe ich den Tipp bekommen, in der Casa Caracol zu übernachten, wo du in Tipis mitten im Grünen schläfst. Buchen kannst du es auf Airbnb, bist du noch nicht auf Airbnb registriert, bekommst du mit diesem Link* ein kleines Startgeld.

 

Noch ein paar praktische Tipps

  • Schuhe: Flip Flops sind oft nicht ausreichend, da die Wege teils unbefestigt sind. Mit meinen Teva-Sandalen (Frauen* | Herren*) ging es gut, ansonsten würde ich dir Sneaker oder Turnschuhe empfehlen.
  • Trocken bleiben: Bring einen Drybag* mit, damit du dir keine Sorgen um deine elektronischen Geräte machen musst.
  • Essen: An den größeren Wasserfällen findest du meist Snacks oder Restaurants. Nur im Norden haben wir relativ wenig Möglichkeiten zum Essen gesehen.
  • Wertsachen: Fast überall kannst du deine Wertsachen abgeben, damit eine Person darauf aufpasst, während du schwimmen gehst. Ich hatte einfach ein Auge auf meine Sachen und hatte nur das Nötigste dabei.

 

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Für die Weiterreise habe ich noch ein paar Tipps

Falls du ein Auto bereits vorher gemietet hast, kannst du ein paar interessante Stopps am Weg einlegen.

 

Die Lagune Media Luna bei Río Verde

Etwa 120 Kilometer vor Ciudad Valles kommst du in Río Verde vorbei, wo südlich der Stadt heiße Quellen liegen. Hier kannst du sogar zu einem versunkenen Wald hinabtauchen. Am Wochenende soll die Laguna Media Luna ziemlich überlaufen sein, ansonsten lohnt sich ein kurzer Stopp sicher.

 

Sierra Gorda

Wenn du von Xilitla weiter nach Querétaro fährst, wirst du die Sierra Gorda durchqueren. Ich kenne die Berge nur vom Busfenster, aber es lohnt sich durchaus ein paar Stopps einzulegen, zum Beispiel am Wasserfall El Chuveje, La Puerta del Cielo oder am Mirador Cuatro Palos. Weitere Infos findest du auf dem Blog Alltag raus.

 

Komm nach La Huasteca Potosina, es lohnt sich!

 

Noch eins: Hier findest du meine restlichen Artikel über Mexiko.

 

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