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Erlebe den Día de Muertos in Oaxaca Mexiko

Der Día de Muertos, der Tag der Toten, ist eines der wichtigsten Feste in Mexiko. Während in Deutschland Allerheiligen ein Tag der Stille ist, wird er in Mexiko laut und farbenfroh gefeiert. Ich hatte das Glück zum Día de Muertos in Oaxaca zu sein. So konnte ich über eine Woche lang mitfeiern und mir schwirrt jetzt noch der Kopf von all den Eindrücken. Was für ein Fest!

 

Falls du nächstes Jahr den Día de Muertos selber erleben willst, erfährst du hier alles über den Tag der Toten in Mexiko und die Feierlichkeiten in Oaxaca. Darüber hinaus verrate ich dir, in welchen Orten der Día de Muertos in Mexiko noch groß gefeiert wird.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist der Día de Muertos?
  2. Überall werden Altäre aufgebaut
  3. Weitere Traditionen zum Día de Muertos
  4. Warum du nach Oaxaca kommen musst
  5. Tipps für den Día de Muertos in Oaxaca
  6. Andere Orte in Mexiko, wo groß gefeiert wird

 

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Was ist der Día de Muertos?

Der Día de Muertos wird in ganz Zentralamerika gefeiert. Der Tag der Toten ist ein Fest des Todes und Lebens zugleich. Denn viele glauben daran, dass die Toten für einen Tag wieder auferstehen und zu ihren Liebsten zurückkehren. Zur Feier des Tage werden Altäre errichtet und alles schön geschmückt.

 

Es ist ein fröhliches Fest, das farbenfroh und ausgelassen gefeiert wird.

 

Der Ursprünge

Schon vor mehreren Tausend Jahren wurden die Toten in Zeremonien der Azteken, Maya und anderen Völkern geehrt. Für sie gehört der Tod zum Leben dazu, er ist ein neuer Lebensabschnitt. Später kamen durch die europäischen Seefahrer christliche Einflüsse hinzu und selbst heute wandelt sich der Día de Muertos immer weiter. So sind die Feierlichkeiten immer facettenreicher geworden und in jeder Region wird der Día de Muertos etwas anders begangen.

 

Aber eins haben alle gemeinsam. Es ist ein Fest der Freude und nicht der Trauer. Den verstorbenen Familienmitgliedern wird Respekt gezollt und in liebevoller Arbeit wird alles für sie hergerichtet. Blütenblätter sollen ihnen den Weg vom Grab nach Hause weisen, dort erwarten sie dann ihre Lieblingsspeisen und Getränke.

 

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Wann wird der Día de Muertos gefeiert?

Die Hauptfeierlichkeiten finden zwischen vom 31. Oktober bis 2. November statt, wobei in ein paar Städten bereits Tage vorher Veranstaltungen sind. Bereits vor dem 31. Oktober beginnen die ersten damit, ihre Häuser zu schmücken und einen Altar aufzubauen.

 

In der Nacht des 31. Oktobers besuchen dann viele das Grab ihrer Angehörigen, um es ebenfalls zu schmücken und ein paar Stunden dort zu verbringen. Einige halten sogar Nachtwache und bleiben die gesamte Nacht auf dem Friedhof, was keinesfalls gruselig ist, sondern einem kleinen Fest gleicht. Alles ist mit Kerzen erhellt und jeder bringt etwas zu Essen mit, außerdem gibt es meist Musik.

 

Der Glaube besagt, dass in der Nacht zum 1. November alle verstorbenen Kinder „Angelitos“ (kleine Engel) und die Verunglückten für 24 Stunden zurückkehren. In der darauffolgenden Nacht dann alle anderen Toten.

 

Der Día de Muertos ist nicht Halloween

Vielen Mexikanern ist es wichtig, das der Día de Muertos seine eigene Identität bewahrt. Der Einfluss der Amis auf Mexiko ist groß, so wirst du gerade Kinder und Jugendliche mit gruseligen Kostümen sehen, die dich an Halloween erinnern.

 

Im Grunde werden beide Feste veranstaltet, weil die Toten wiederauferstehen. Sie unterscheiden sich aber grundlegend in den Traditionen und ihrer Stimmung. So ist Halloween die düstere gruselige Version, während in Mexiko das Leben gefeiert wird und verstorbene Angehörige geehrt werden.

 

Beim Día de Muertos findest du auch Grabsteine und Skelette, aber alles ist viel bunter. Es gibt überall Blumen, bunte Papiergirlanden, Kerzen, farbenfrohe Altäre, Musik und es wird getanzt. Insgesamt ist es eine ausgelassene Atmosphäre.

 

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Überall in der Stadt werden Altäre aufgebaut

Das Herzstück des Día de Muertos ist der Altar „Ofrenda“, den jede Familie zu Hause oder direkt am Grab errichtet. Wenn die Toten auferstehen, sollen sie alles schön geschmückt und ihre Lieblingsspeisen vorfinden. Nach der langen Zeit werden sie sicher durstig und hungrig sein.

 

Jede Region hat andere Traditionen, wie der Altar aufgebaut ist. Es gibt flache und treppenförmige, wobei alles seine Ordnung und Bedeutung hat. Beim Spaziergang durch die Stadt wirst du viele Altäre an öffentlichen Gebäuden und Plätzen, sogar in Shops und Büros finden.

 

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Die Stadt duftet

Und oft wirst du den Altar zuerst riechen, bevor du ihn siehst. Denn diese sind meist reich geschmückt mit Blumen, vor allen den orangen „Cempasúchil“. Im deutschen heißen sie Tagetes, Studentenblume oder Totenblume. Sie leuchten in einem strahlenden orange und haben einen starken charakteristischen Geruch. Teilweise werden kleine Pfade oder Kreuze aus den Blütenblättern geformt.

 

Daneben wirst du noch einen weiteren Geruch wahrnehmen, wobei dieser deutlich seltener ist. Und zwar wird oft ein mexikanischer Weihrauch verbrannt, der böse Geister fernhalten soll.

 

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Das Essen

Ansonsten ist das Essen ein wichtiger Bestandteil von jedem Altar. Es gibt klassische Gaben, wie das „Pan de Muerto“, das Brot der Toten. Ein süßes Brot mit Anis und Zucker, das oft mit Knochen oder Tränen verziert ist. Dann sind immer Obst und weitere Naschereien zu finden, besonders wenn unter den Verstorbenen Kinder sind. Für die Erwachsenen gibt es Alkohol, vor allem Mezcal, und Zigaretten. Jetzt müssen sie sich keine Sorgen mehr, um ihre Gesundheit machen und können es ohne Reue genießen.

 

Darüber hinaus findest du oft das Lieblingsessen der Verstorbenen. Wundere dich also nicht, wenn du einen Teller mit Hähnchenschenkel, Mole Negro und Reis siehst.

 

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Die Totenschädel und Skelette

Als Dekoration wirst du bunt verzierte Totenschädel und Skelette auf oder neben dem Altar sehen. Sie sind Symbole der Vergänglichkeit und des Todes. Oft sind die Totenschädel zum Naschen, da sie aus Schokolade, Sesam oder Zucker sind.

 

Die Skelette sind meist aus Maschendrahtzaun und Pappmaché, die teils bunte Gesichter haben und einige tragen sogar echte Kleider. Es gibt auch einige Hundeskelette. Anfangs dachte ich noch, wie nett. Ist nicht der Hund, der beste Freund des Menschen, warum also nicht auch im Tod? Falsch geraten, denn es gibt einen anderen Grund. In alten Geschichten hilft der Hund den frisch Verstorbenen den Blutfluss zu überqueren, um ins Reich der Toten zu kommen.

 

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Weitere Traditionen zum Día de Muertos

 

Die Catrinas

Neben den Hunden wird dir vor allem ein Skeletttyp noch auffallen, die elegante Frau mit Hut. Sie wird „Catrina“ genannt und wurde vom mexikanischen Illustrator José Guadalupe Posada Anfang des 20. Jahrhunderts erschaffen. Er wollte damit die hochnäsigen Reichen und Snobs ärgern, denn er versah sie mit dem Spruch:

 

Der Tod ist gerecht, denn egal, ob blond oder brünett, reich oder arm, sind alle Menschen am Ende Schädel.

 

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Comparsas – Die Umzüge

In vielen Städten gibt es Umzüge, die mich stark an Karneval in Deutschland erinnert haben. Die großen Paraden gehen abends und tagsüber die Kinderumzüge. Jede Parade besteht aus mehreren Fußgruppen, die verkleidet sind. Dabei sind der Fantasie keine Grenze gesetzt.

 

Es gibt traditionelle Gruppe, mit schicken Klamotten und geschminkten Totenkopfgesichtern. Einige Male habe ich auch Tanzende mit Teufelsmaske und Peitschen gesehen. Die Kindergruppen sind besonders abwechslungsreich, da sie sowohl traditionell, als auch moderne Verkleidungen haben. Da sind genauso Superhelden, Scary-Clowns, Skelette, Monster und andere Halloween-Kostüme.

 

Und mittendrin sind Musikkapellen, die dich zum Tanzen bringen werden.

 

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„Tapetes de Arena“ – Sandbilder

An ein paar Altären wirst du bunte Bilder aus Sand sehen, die Skelette oder religiöse Bilder darstellen, was etwas mit alten Traditionen zu tun hat. Früher wurde nach einer Beerdigung ein solches Sandbild im Haus der Familie angelegt. Für neun Tage versammeln sich anschließend die Familie und Freunde des Toten abends, um für diesen zu beten. Am neunten Tag wird alles zusammengefegt und der Sand wird zum Friedhof gebracht, wo er in einer Zeremonie auf dem Grab verstreut wird.

 

Der 31. Oktober: Über Nacht auf dem Friedhof

Nicht überall ist es üblich, eine Nachtwache zum 1. November am Familiengrab zu halten. Wenn doch, wird das Grab schön geschmückt und mit Kerzen erhellt. Jeder bringt etwas zu essen mit, manchmal gibt es sogar Musik. Es soll teilweise einer Party gleichen, habe ich gehört. Meine Erlebnisse waren etwas anders, mehr dazu gleich.

 

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Warum du nach Oaxaca zum Día de Muertos kommen musst

Vielleicht bin ich etwas voreingenommen, weil ich den Tag der Toten bisher nur in Oaxaca erlebt habe, aber das ganze war so phänomenal, dass ich dir Oaxaca wärmstens für den Día de Muertos empfehlen kann.

 

In Oaxaca wird über eine Woche gefeiert

Denn die Feierlichkeiten haben bereits am 24. Oktober begonnen und die Stadt wurde von Tag zu Tag schöner geschmückt. Den Höhepunkt erreicht das Fest dann zu den offiziellen Tagen des Día de Muertos, vom 31. Oktober bis zum 2. November.

 

Wenn ich ehrlich bin haben mir die Tage bis zum 31. Oktober am besten gefallen. Die Stadt war förmlich am Brummen, vor lauter Vorbereitungen. Jeder eilte noch schnell zum Markt, um Blumen, Dekoration und Essen zu kaufen. In diesen Tagen hat es Spaß gemacht durch Oaxaca zu streifen, da es immer neue Dekorationen und Altäre zu entdecken gab. Noch dazu war noch relativ wenig los, da der große Besucheransturm erst am 31. Oktober kam.

 

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Es gibt ein volles Programm

Und natürlich gab es auch schon in den ersten Tag des Festes viele Veranstaltungen. Es gab Ausstellungen, Tanz- und Musikvorführungen, Zeremonien, Eröffnungen und Aktionen für Kinder, die die volle Zeit bis zum 3. November liefen.

 

Meine persönlichen Highlights war ein großer Umzug am 26. Oktober, da dieser noch im Hellen stattfand, was viel besser zum Fotografieren war. Und ein Catrina-Schönheitswettbewerb am 29. Oktober, wo die Teilnehmer super schöne und aufwendige Kostüme hatten. Ansonsten waren es vor allem die Kinder, in ihren süßen Kostümen, die mich begeistert haben.

 

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Nächtlicher Friedhofsbesuch

Hingegen war ich von meinem Besuch auf dem Friedhof enttäuscht. Anfangs war ich mir gar nicht sicher, ob Besucher überhaupt gewünscht sind. Aber die Mexikaner versicherten mir, dass Gäste willkommen sind und solange ich mich respektvoll verhalte, einige sogar nichts gegen Fotos hätten.

 

So machte ich mich am Abend des 31. Oktober auf den Weg zum Hauptfriedhof Oaxacas, dem San Miguel. Alles war mit Kerzen beleuchtet und auf einer Bühne spielte eine Band. Die Musik war gut, aber es fühlte sich irgendwie falsch an. Ein Konzert auf dem Friedhof, wo einige Leute auf die Gräber kletterten, um besser sehen zu können. Mein Geschmack war’s nicht.

 

Vielleicht hast du auf anderen Friedhöfen mehr Glück, wobei ich auch vom Friedhof Santa Cruz im Stadtteil Xoxocotlán gehört habe, dass dort mehr Touristen, als Einheimische waren. Direkt um die Ecke soll es ruhiger auf dem Panteon Viejo zugehen.

 

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Tipps für den Día de Muertos in Oaxaca

Zum Schluss habe ich noch ein paar praktische Tipps für deinen Día de Muertos Trip.

 

Kümmere dich früh genug um einen Übernachtungsplatz

Denn diese sind bereits früh weg. Als ich etwa einen Monat vorher im Internet geschaut habe, war fast alles ausgebucht. Übrig waren nur noch sehr teure oder schreckliche Unterkünfte. Das war jedoch kein Problem, da ich bereits vor Ort war. So bin ich von Tür zu Tür gelaufen und hatte nach einer halben Stunde etwas gefunden, was nicht online auf Booking.com* und Co. gelistet ist.

 

Das war das Hostal Tanguyuu, wo du übrigens per Email reservieren kannst. Sie haben einfache günstige Zimmer mit privatem oder geteiltem Bad („Baño compartido“). Die Lage ist zentral und die Besitzer sind nett.

 

Ansonsten kann ich dir das Casa de Don Pablo Hostel empfehlen, besonders die Privatzimmer oben ohne Bad und die beiden 4er-Dormitories sind schön. Die Lage ist zentral und doch schön ruhig, da alle Zimmer zum Innenhof sind. Aber die Krönung ist das phänomenale Frühstück, so lecker.

 

Wenn du alleine reist, kann ich dir das Azul Cielo Hostel* empfehlen, da es super sozial ist und du schnell neue Leute kennenlernst. Die Zimmer sind rund um einen Garten angelegt und es gibt ebenfalls ein Frühstück. Am schönsten fand ich das 4er-Dormintory. Die Privatzimmer fand ich dagegen etwas überteuert.

 

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Reise vor dem Día de Muertos an

Mein Tipp, komm schon vorher nach Oaxaca und reise lieber früher wieder ab. Ich mochte die ganze Vorbereitungszeit, den 1. und 2. November war die Stadt hingegen viel ausgestorbener, dafür waren deutlich mehr Touristen unterwegs. Schon Ende Oktober gibt es diverse Veranstaltungen und Umzüge, so verpasst du garantiert nichts.

 

Komm schon am 26. Oktober nach Oaxaca und reise am 1. November wieder ab, wenn du nicht so viel Zeit hast.

 

Pack warme Sachen ein

Normalerweise ist die Regenzeit zu Ende und die Tage sind meist sonnig. Tagsüber ist es schön warm und du kannst oft in kurzen Sachen rumlaufen, aber nachts wird es frisch. Die Temperaturen können auf 15 Grad fallen. Pack also eine lange Hose und Pullover ein.

 

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Überall liegt das Programmheft aus

In den meisten Unterkünften und in der Touristen-Information liegen die Programme aus. Hier sind jegliche Veranstaltungen aufgelistet und es sind wirklich sehr viele. Mit dabei sind Umzüge, Zeremonien, Ausstellungen, Wettbewerbe, Musik- & Theateraufführungen, Veranstaltungen für Kinder und vieles mehr. Bis auf die Museen, sind alle Veranstaltungen kostenlos.

 

Lass dich treiben

In den Tagen vor dem 31. Oktober gibt es täglich immer mehr Dekorationen und die ersten Altäre werden aufgebaut. So macht es Spaß auf Streifzug durch die Stadt zu gehen, besonders empfehlen kann ich dir das Stadtzentrum und das Viertel Jalatlaco.

 

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Besuch eine Schule

Durch Zufall bin ich in einer Schule gelandet, wo gerade eine Jury die schönsten Altäre bewertet hat. Denn jedes Jahr wird ein Wettbewerb ausgerufen, welche Schüler den schönsten gebaut haben. Wir waren herzlich Willkommen in dem bunten Gewusel und das beste, alle Schüler waren verkleidet und geschminkt.

 

In den kommenden Tagen habe ich noch zwei weitere Schulen besucht, was immer super lustig war.

 

Mach mit

Schon für ein paar Euro kannst du dir das Gesicht von Profis kunstvoll schminken lassen. Überall in der Stadt bauen die Makeup-Künstler ihre Stationen auf, du erkennst sie an ihrem kleinen Schminkköfferchen. Du kannst ein Foto mitbringen, wie du geschminkt werden willst, oder lässt dich überraschen.

 

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Wo wird der Día de Muertos noch in Mexiko gefeiert

Besonders der Süden von Mexiko ist für seine farbenfrohen Feierlichkeiten rund um den Día de Muertos bekannt. Aber der Tag der Toten wird im ganzen Land, sogar überall in Zentralamerika gefeiert. Jedoch stechen ein paar Orte heraus, da es hier tagelange oder besonders ausgefallene Feierlichkeiten oder Traditionen gibt.

 

Noch eins vorweg, die Liste ist nicht nach Wichtigkeit sortiert, sondern ist bunt gemischt.

 

Mexiko-Stadt (CDMX)

24.10. bis 02.11, Hauptstadt von Mexiko

 

Zuerst muss ich dir etwas gestehen, seit ich den James Bond Film Spectre gesehen habe, will ich den Día de Muertos unbedingt selber erleben. Denn der Film startet mit einer actionreichen Szene bei einer Día de Muertos Parade, wo riesige Totenkopf-Puppen und prachtvoll geschmückte Wagen durch Mexiko-Stadt ziehen.

 

Tatsächlich gab es zum damaligen Zeitpunkt keinen großen Umzug in CDMX, aber die Stadtväter waren begeistert von der Idee und dem Feedback. Seit 2016 findet deshalb jedes Jahr eine Día de Muertos Parade statt, die der absolute Höhepunkt der Feier in CDMX ist. Das alleine ist schon Grund genug nach Mexiko-Stadt am Día de Muertos zu kommen, aber es gibt noch weitere.

 

Jedes Viertel in der Stadt hat seine eigene Art den Día de Muertos zu feiern, von traditionell bis modern. Im angesagten Szeneviertel Coyoacán kannst du abends in einer hippen Bars feiern gehen oder du machst eine gruselige Bootstour in den schwimmenden Gärten von Xochimilco. Ansonsten werden überall in der Stadt Altäre aufgebaut, besonders imposante findest du am Zócalo, am Plaza Santo Domingo und dem Museo Dolores Olmedo. Gerade in den Vororten wird noch traditioneller gefeiert.

 

San Andrés Mixquic

31.10. bis 03.11. // Vorort von Mexiko-Stadt

 

Bestes Beispiel ist San Andrés Mixquic, das sich gar nicht mehr wie Mexiko-Stadt anfühlt, sondern viel mehr wie eine Kleinstadt. Das Highlight vom Día de Muertos hier ist die feierliche Prozession mit Kerzen und Blumen vom Kloster zum Friedhof. Wo im Anschluss eine Andacht an den reich geschmückten Gräbern gehalten wird.

 

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Aguascalientes

25.10. bis 03.11. // Provinz Aguascalientes

 

Deutlich größer wird der Día de Muertos in Aguascalientes gefeiert, wo über eine Woche lang das „Festival de las Calaveras“ tobt. Es gibt ein buntes Kulturprogramm mit Umzügen, Ausstellungen und natürlich reich geschmückten Altären. Eine große Rolle spielt dabei die Catrina, die in Aguascalientes ihren Ursprung hat.

 

Pátzcuaro

31.10. bis 02.11. // Provinz Michoacán

 

Pátzcuaro ist dagegen klein, aber fein. Die Gemeinde am gleichnamigen See feiert den Día de Muertos ganz traditionell, jedoch gibt es eine Besonderheit. Wenn es dunkel wird versammeln sich die Menschen am Ufer und fahren mit Booten rüber zur Insel Janitzio, wo sie die Nacht auf dem Friedhof verbringen. Die von Kerzen beleuchteten Boote sind ein feierlicher Anblick.

 

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San Miguel de Allende

31.10. bis 03.11. // Provinz Guanajuato

 

Mittlerweile sind viele Städte auf den Día-de-Muertos-Zug aufgesprungen, weil sie damit noch mehr Besucher anziehen können. So auch San Miguel de Allende, die jedes Jahr das Totenkopf-Festival „La Calca“ veranstalten. Es ist eine bunte Mischung aus Kultur und Kunst, einziger Haken ist, dass du für die Veranstaltungen Eintritt zahlen musst.

 

Tuxtepec

31.10. bis 03.11. // Provinz Oaxaca

 

Lass uns zurück in den Süden kommen. Die kleine Stadt nordöstlich von Oaxaca City ist bekannt für seine „Alfombras“, Kunstwerke aus gefärbten Sägespänen, Blütenblättern, Reis, Kiefernadeln und anderen natürlichen Materialien. Diese werden kunstvoll zu großen Bildern auf dem Boden arrangiert. Die Einheimischen geben sich besonders viel Mühe, da am Ende der beste Alfombra ausgezeichnet wird.

 

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Merida & Campeche

31.10. bis 03.11. // Provinz Yucatán

 

Auf der Yucatán-Halbinsel feierten schon die Mayas den Día de Muertos, nur nannten sie ihn „Hanal Pixan“ (Fest der Seelen). Es wurden Zeremonien abgehalten und heutzutage werden vor allem die Friedhöfe geschmückt. Ein Traditionsessen zum Día de Muertos ist das Pibipollo, eine Tamales mit Hühnchen.

 

Interessante Ort sind Merida und Campeche.

 

Chiapa de Corzo

31.10. bis 03.11. // Provinz Chiapas

 

In ganz Chiapas wird der Día de Muertos traditionell gefeiert. Vor allem die Friedhöfe werden bunt geschmückt und die gesamte Familie findest sich ein, um den Tag gemeinsam mit Musik und Geschichten zu verbringen. Und genauso wird in dem kleinen Dorf Chiapa de Corzo gefeiert, was etwa eine Stunde östlich von San Cristobal liegt.

 

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Und das sind noch lange nicht alle

Die Liste könnte ich ewig fortsetzen. Je länger ich recherchiert habe, desto mehr interessante Orte habe ich gefunden. Und mir ist dabei klar geworden, dass ich wiederkommen will. Oaxaca war wundervoll, aber es gibt noch so viele interessante Orte, die den Día de Muertos etwas anders feiern. Hier sind noch ein paar mehr Orte.

 

  • In San Luis Potosí und ganz Huasteca wird über eine Woche lang gefeiert.
  • Zapotlanejo ist bekannt für seine riesigen Skelettpuppen, die von Kränen hinabhängen.
  • In San Juan Chamula wird das „Kin Anima“ Festival gefeiert.
  • Santiago Matatlán ist bekannt für seine Mezcal-Brennereien und feiert natürlich ausgiebig gibt.

 

Und die Liste geht weiter: Ocotepéc, Xico, Guadalajara und wahrscheinlich habe ich viele andere interessante Orte vergessen.

 

Komm zum Día de Muertos nach Mexiko, du wirst es nicht bereuen!

 

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