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Die schönsten Orte am Schwarzen Meer von Bulgarien

Der Goldstrand mag vielleicht der bekannteste Strand Bulgariens sein, aber die Schwarzmeerküste Bulgariens hat deutlich schönere Orte zu bieten. So kannst du nicht nur ein paar entspannte Tage am Meer verbringen, sondern dramatisch Kliffs erkunden, durch süße Altstädte und Parkanlagen schlendern, in roten Salzlagunen baden und mit etwas Glück Flamingos, Pelikane oder Delfine sehen.

 

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Die Sehenswürdigkeiten an Bulgariens Schwarzmeerküste

Vor meiner Reise nach Bulgarien wusste ich nicht viel vom Schwarzen Meer in Bulgarien. Ich kannte nur die berüchtigten Party-Exzesse vom Goldstrand. Aber wie schon der Ballermann nicht repräsentativ für Mallorca ist, so hat Bulgarien Schwarzmeerküste viele schöne Seiten zu bieten.

 

Das sind die Highlights Bulgariens Schwarzmeerküste.

 

Kap Kaliakra

Eintritt: 3 BGN

Öffnungszeiten: April bis Oktober von 9 bis 19 Uhr

Anreise: nur mit dem Auto oder Tour

 

Hoch im Norden an der Schwarzmeerküste wartet direkt das erste Highlight, das Kap Kaliakra. Es ragt weit ins Meer hinein und beherbergt eine ehemalige römische Festung. Die Aussicht vom Kap ist phänomenal, auf der einen Seite erstreckt sich eine rote und auf der anderen eine weiße Steilküste, an denen die Wellen branden.

 

Augen auf! In der Vogelmigrationszeit, zu Beginn und Ende des Sommers, kannst du mit etwas Glück Störche und Pelikan vorbeifliegen sehen. Und es lohnt sich auch nach Delfinen Ausschau zu halten, da du sie immer mal wieder vom Kap sehen kannst.

 

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Botanischer Garten in Balchik

Eintritt: Garten 8 BGN (zweite Kasse)

Öffnungszeiten: Mai bis Oktober von 8 bis 20 Uhr

Anreise: Bus von Varna 5 BGN, etwas weniger als 1 Stunde

 

Der botanische Garten der ehemaligen rumänischen Königin schwebt über dem Meer in Balchik und bezaubert durch seine liebevolle Gestaltung. Als er entstanden ist, gehörte Balchik übrigens zu Rumänien. Überall sind kleine Bauwerke, Arkadengänge, Wasserläufe und Pflanzbeete. Die italienischen Architekten haben eine grüne Oase geschaffen, die du samt dem Palast besuchen kannst, wobei der eher uninteressant sein soll (habe ich gelesen). Ich selber habe nur den Garten besucht und fand ihn schön.

 

Achtung es gibt zwei Kassen: An der ersten bekommst du das Ticket für den Palast und an der zweiten für den botanischen Garten.

 

Das Aladja Kloster

Eintritt: 5 BGN

Öffnungszeiten: 9 bis 17 Uhr

Anreise: nur mit dem eigenen Auto

 

Nach dem Rila Kloster ist das Aladja wohl das bekannteste Kloster Bulgariens. Es wurde in den rohen Kalksteinfelsen gehauen, zu besichtigen sind mehrere Kirchen und Mönchszellen. Das Höhlenkloster liegt etwa 15 Kilometer von Varna entfernt.

 

Nach deinem Besuch kannst du eine Wanderung durch den Zlatni Pyasatsi Naturpark machen, der von unzähligen Wegen durchzogen ist.

 

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Varna: eine gute Base im Norden

Varna ist die drittgrößte Stadt Bulgariens und ein guter Ausgangspunkt, um die nördliche Schwarzmeerküste Bulgariens zu erkunden. Und zum Glück fühlt sich Varna nicht wie eine große Stadt an, sondern hat eine entspannte Atmosphäre. Entlang der Meerespromenade erstreckt sich ein großer Park, wo du der Sonne entfliehen und den Blick aufs Meer genießen kannst. Unten gibt es einen Strand, wo du dich anschließend abkühlen kannst. Für eine Stadt wirklich nicht schlecht.

 

Varna hat zwei Busbahnhöfe, der südliche bedient Orte am Schwarzen Meer und der nördlich Städte im Inland.

 

Hostel-Empfehlung: Das Nomado Hostel* liegt im Herzen der Stadt und zum Strand sind es nur 20 Minuten. Es ist hell und freundlich, hat einen Garten und Terasse. Es ist eine ideale Base, um die Umgebung zu erkunden.

 

Der Steinwald „Pobitite Kamani“

Öffnungszeiten: rund um die Uhr offen

Anreise: nur mit dem eigenen Auto

 

Bis heute ist nicht ergründet wie der Steinwald entstanden ist, wahrscheinlich handelt sich um Ablagerungen aus dem Meer. Heute stehen die versteinerten Säulen in einer Art Dünengebiet unweit von Varna. Sie geben ein skurriles Bild ab und sind teilweise hohl. Als ich am frühen Morgen durch den Steinwald streife, fühle ich mich kurz, als wenn ich durch das Menhirefeld in der Bretagne laufe.

 

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Einsame Strände in Schkorpilowzki

Auf der Suche nach einem einsamen Strand bin ich durch Zufall in Schkorpilowzki gelandet. Der kleine Ort liegt etwas abseits der Hauptstraße und ist umgeben von langen Sandstränden, die zum Spazierengehen einladen. Als ich Anfang September zu Besuch war, hatten die meisten Läden schon dicht gemacht und es herrschte eine ruhige entspannte Stimmung. Einfach wundervoll.

 

Die süße Altstadt von Nessebar

Anreise: Minibus von Varna und Burgas

 

Die Altstadt liegt malerisch auf einer kleinen Halbinsel und gleicht einem Freilichtmuseum. Die Straßen sind grob gepflastert, überall stehen alte Holzhäuser und Ruinen von Kirchen. Im Sommer kann es voll werden und die Souvenirstände nehmen etwas den Charme, aber in der Nebensaison ist es wirklich nett. Wenn du danach eine Abkühlung brauchst, warten zwei großartige Strände auf dich.

 

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Die Salzseen bei Burgas

Tatsächlich habe ich die Stadt Burgas links liegen gelassen und habe nur an den Salzseen gestoppt.

 

Vor allem der See Atanassowsko nördlich vom Stadtzentrum lohnt sich, da du mit etwas Glück und einem Fernglas dort Flamingos sehen kannst. Als ich im September hier war, konnte ich in der Seemitte über 100 Flamingos durchs Wasser waten sehen. Im Anschluss ging es zum Salzwerk (Eintritt: 2 BGN), wo Salz gewonnen wird. Die Wasserbecken haben eine magische rot-pinke Farbe, so kannst du tolle Fotos machen, besonders mit einer Drohne. Ansonsten kannst du im Salzwasser schwimmen gehen und dich mit dem Heilschlamm einreiben.

 

Noch etwas weiter nördlich liegt die Resortstadt Pomorie, die besonders bei den Bulgaren beliebt ist. Hier findest du ebenfalls einen Salzsee, wo du schwimmen und eine Schlammkur machen kannst. In den Becken wirst du ebenfalls Watvögel sehen, bring also ein Fernglas mit. Wer will kann das Salzmuseum und die Vogelbeobachtungsstation besuchen.

 

Sozopol

Anreise: Bus von Burgas (5 BGN, 40 Minuten), Sofia (32 BGN, 7 Stunden)

 

Nach Nessebar ist Sozopol die älteste Siedlung an der Schwarzmeerküste Bulgariens. Es bezaubert ebenfalls durch verwinkelte Altstadtgassen, Ausgrabungsstätte und die urigen Holzhäuser wie schon Nessebar liegt es ebenfalls auf einer Halbinsel. Im Anschluss kannst du an der Küste Richtung Norden laufen, von hier oben hast du eine fantastische Aussicht auf die Küste und seine Strände.

 

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Strand Perla in Primorsko

Anreise: Bus nach Sozopol (6 BGN, 35 Minuten), Burgas (7 BGN, 1 Stunde), Sofia (35 BGN, 8 Stunden)

 

Wenn du so wie ich es liebst am Strand spazieren zu gehen, dann komm nach Primorsko. Während viele Strände in Bulgarien mittelmäßig für einen Strandspaziergang sind, so findest du am Perla Beach feinsten Sand, in dem du nicht knöcheltief versinkst. Und wenn du schon mal hier bist, lohnt es sich durch Primorsko zu schlendern. Ein kleiner Ort, der nicht in der Hand des Tourismus ist und eine entspannte Atmosphäre hat.

 

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Geheimtipp: Das Naturparadies Sinemorets

Und weiter geht es südlich entlang des Schwarzen Meeres, nach Sinemorets. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zur türkischen Grenze. Sinemorets ist für mich ein echter Geheimtipp, da er sehr naturbelassen und ruhig ist. Der Ort ist umschlossen von spektakulären schroffen Kliffs. Wenn du willst kannst du entlang eines Pfades entlang der Küste vorbei an Kliffs und einsamen Stränden für anderthalb Stunden Richtung Süden laufen. Wahlweise kannst du zurück den identischen Weg nehmen oder alternativ durch einen Eichenwald laufen, wo ich einer Schildkröte begegnet bin.

 

Nördlich der Stadt versandet ein Fluss im Meer. So kannst du abwechselnd im Salz- und Süßwasser schwimmen. Von der hölzernen Ausguckplattform hast du zudem eine tolle Aussicht auf das wunderschöne Feuchtgebiet, das vor Vögeln wimmelt.

 

So, das waren die schönsten Orte an Bulgariens Schwarzmeerküste, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Ich fand den September perfekt, da die Temperaturen angenehm, das Wasser immer noch schön warm und weniger los war.

 

 

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