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Bosnien und Herzegowina Highlights: Das sind die schönsten Orte

Was erwartet dich in Bosnien und Herzegowina? Was sind die schönsten Orte? Kannst du als Backpacker durch Bosnien und Herzegowina reisen?

 

Bis auf Mostar und vielleicht Sarajevo ist wenig bekannt über Bosnien und Herzegowina. So war ich gespannt, als ich nach Albanien und Montenegro nun in Bosnien und Herzegowina ankam. Und den ersten Unterschied, den ich gleich bemerkte, war wie grün hier alles ist: üppige Wälder, grüne Hügel und unzählige kristallklare grüne Flüsse. Das macht das Land aus.

 

Bosnien und Herzegowina ist ein Land für Naturliebhaber, Wanderer und Leute, die untouristische Orte lieben.

 

Abseits von Mostar wirst du wenigen Reisenden begegnen und doch ist die Infrastruktur vorhanden, um auf eigene Faust als Backpacker mit dem Bus durch das Land zu reisen. Zudem ist es deutlich günstiger als die beliebten Nachbarländer wie Kroatien oder Montenegro.

 

Bosnien und Herzegowina ist ein günstiges Backpacking Land, was nur darauf wartet, von dir entdeckt zu werden. Dies sind die schönsten Orte, die ich auf meiner Reise entdeckt habe.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Denk dran eine Auslandskrankeversicherung für die Reise abzuschließen, da Bsonien und Herzegowina kein Mitgliedstaats der Europäischen Union ist.

 

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Der Süden von Bosnien und Herzegowina

Im Süden des Landes findest du einige der schönsten Orte. Am beliebtesten ist Mostar. Mir persönlich hat das entspannte Trebinje gefallen, ansonsten lässt der Sutjeska Nationalpark mit seinen wilden Wäldern Outdoor-Herzen höher schlagen. Auch die kleinen Orte zwischendurch fand ich im Süden deutlich attraktiver, als die etwas derberen Orte weiter nördlich.

 

Die Adriaküste: Neum

Als die Länder ihre Grenzen nach dem Jugoslawienkrieg neu gezogen haben, hat sich Bosnien und Herzegowina einen schmalen Streifen Küste erkämpft. Dieser ist zwar nur 20 Kilometer breit, aber sichert dem Land einen Zugang zum Meer. Touristisch ist wahrscheinlich nur der Badeort Neum interessant, wobei der im Sommer heillos überlaufen ist.

 

Mein Tipp: Fahr besser an die kroatische Küste, wenn du noch ein paar Tage am Meer verbringen willst.

 

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Mostar

Die mit Abstand bekannteste und meist besuchteste Stadt von Bosnien und Herzegowina ist Mostar mit seiner markanten Bogenbrücke. So ist es mit der Ruhe vorbei, da viele Tagestouristen aus Kroatien rüber kommen und alles etwas touristischer ist. Nach Trebinje war das ein kleiner Schock für mich, sieht man darüber hinweg ist Mostar eine wunderschöne Stadt.

 

Mostar ist umgeben von Bergen, die die Stadt quasi einkesseln, so staut sich im Sommer hier oft die Luft und das Thermometer erreicht regelmäßig 40 Grad Celsius. Deshalb sind der Juli und August nicht unbedingt die besten Monate für einen Besuch, auch weil es dann am vollsten ist.

 

Die Highlights von Mostar

Mitten durch das Herz der Stadt fließt der grüne Fluss Neretva, über die sich die alte Brücke „Stari Most“ spannt. Erbaut wurde die Bogenbrücke einst im 16. Jahrhundert von den Osmanen, während des Bosnienkrieges wurde sie zerstört und liebevoll Anfang der 2000er-Jahre wieder errichtet. Heute springen wieder die wagemutigen Männer von der Brücke in den mehr als 20 Meter darunterliegenden Fluss.

 

Foto-Tipp: Die schönsten Aufnahmen von der Mostar Brücke kannst du von dieser Terrasse machen.

 

Auf beiden Seiten der Brücke schließen sich schmale kopfsteingepflasterte Gassen mit unzähligen Souvenirläden und Restaurants an. Auf der rechten Seite findest du die schöne Koski Mehmed Pasha Moschee und die alten osmanischen Herrenhäusern: Biscevic Haus, Kajtaz Haus und Muslibegovic Haus. Die Gebäude haben mich an die alten Häuser im albanischen Gjirokastra erinnert.

 

Tipp: Neben dieser Moschee findest du einen versteckten Zugang zum Fluss, wo es einen kleinen Kieselstrand gibt und du die Füße ins Wasser strecken kannst. Eine wahre Wohltat und deutlich ruhiger als der Strand unterhalb der Alten Brücke.

 

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Auf der linken Flussseite findest du die etwas überdimensionierte moderne St. Peter und Paul Kirche und weiter nördlich die „Sniper Alley“. Noch heute steht die Bauruine des „Sniper Towers„, wo einst die Scharfschützen auf der Lauer lagen und auf Zivilisten geschossen haben. Überall in der Stadt kannst du noch Einschusslöcher in den Fassaden finden, wenn du genau hinschaust. Der Sniper Tower ist bekannt für seine Street Art, die schönsten Murals findest du jedoch in diesem Wohnkomplex.

 

Foto-Tipp: Ein schönes Foto von der Altstadt Mostars kannst du von der Straße Gojka Vukovica oberhalb des Baches und dieser Bar machen, besonders nachmittags.

 

Wer will kann an der Free Walking Tour teilnehmen, ansonsten findest du hier noch mehr Inspirationen.

 

Wo kannst du in Mostar übernachten?

Nirgendwo sonst im Land hast du so eine große Auswahl an Hostels wie in Mostar, zudem sind die Preise mit rund 10 Euro wirklich günstig.

 

Ein Hostel sticht für mich heraus. Das Hostel David* hat alles, was du brauchst: saubere Zimmer, Terrasse, Klimaanlage, zentrale Lage, schön ruhig, kleine Küche, leckeres Frühstück und vieles mehr. Das besondere sind die Besitzer, die super freundlich und jeden herzlich empfangen. Wer will kann sogar Tagesausflüge für einen fairen Preis mit ihnen unternehmen.

 

Anreise nach Mostar

Mostar ist ausgezeichnet mit dem Bus zu erreichen. Es gibt Verbindungen nach Dubrovnik (3 bis 4 Stunden, ab 20 Euro) und Split (4 bis 5 Stunden, ab 20 Euro) in Kroatien. Von Montenegro aus Kotor kommend, bist du am schnellsten mit dem privaten Shuttle-Service für 30 Euro, der Bus fährt in einem großen Bogen über Podgorica nach Mostar und braucht ewig.

 

Ansonsten kannst du von Mostar mit dem Bus weiter nach Sarajevo (2,5 Stunden, 10 bis 15 Euro), Trebinje (3,5 Stunden, ab 10 Euro), Jajce (3 Stunden, ab 10 Euro) und viele weitere Orte in Bosnien und Herzegowina fahren.

 

Tipp: Nimm den Zug von Mostar nach Sarajevo, die Strecke ist deutlich schöner und führt dich mitten durch die grünen Berge.

 

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Tagesausflug von Mostar

Ein abwechslungsreicher Ausflug führt dich zum malerischen Kloster in Blagaj, zur alten Festungsstadt Počitelj und den tropischen Kravica Wasserfällen. Alles liegt nur eine kurze Fahrt von Mostar entfernt, auf einer Tour oder mit einem Mietauto schaffst du alles in einem Tag.

 

Auf eigene Faust kannst du Blagaj und Počitelj besuchen, jedoch fahren nicht viele Busse dorthin. So wirst du jeweils nur einen Ort pro Tag schaffen. Mit einer Tour siehst du mehr in kürzerer Zeit, aber gibst dafür mehr Geld aus. Auf GetYourGuide* wird eine Tagestour ab Mostar angeboten, wo du alle drei Orte: das Kloster in Blagaj, die Festungsstadt Počitelj und die Kravica Wasserfälle sehen kannst.

 

Blagaj

Kloster: Eintritt 6 BAM (ca. 3 Euro) | Öffnungszeiten: 8:30 bis 20:30 Uhr | Google Maps

 

Der verträumte Ort Blagaj ist bekannt für sein muslimisches Derwischkloster, was malerisch am Fuße einer imposanten 200 Meter hohen Steilwand steht, direkt neben dem Fluss Buna. Aus einer kleinen Öffnung im Fels sprudelt Wasser mit voller Wucht heraus. Die Buna Quelle befindet sich nebenan in einer Höhle und gehört zu den wasserreichsten Quellen in Europa.

 

Das Kloster wurde mehrfach von herabfallenden Felsbrocken beschädigt, aber stets wieder aufgebaut. Wer will kann das Kloster besichtigen, was jedoch nicht sonderlich groß und spärlich eingerichtet ist.

 

Ansonsten gibt es entlang des Flusses überall Restaurants, wo du einfach relaxen und das Rauschen des Baches genießen kannst. Ein Stückchen flussabwärts findest du entspannte Cafés mit Hängematten, wo du im kühlen Fluss schwimmen gehen kannst. Ein Genuss an heißen Sommertagen.

 

Tipp: Wer Anstrengungen nicht scheut, kann hoch zur Burgruine oberhalb des Klosters laufen. Die Aussicht auf das Tal ist schön.

 

Mit dem Bus Nummer 10 bist du vom Bahnhof in Mostar in etwa einer halben Stunde in Blagaj. Das Ticket kaufst du direkt beim Fahrer. Erkundige dich vorher, wann die Busse kommen, da sie unregelmäßig fahren.

 

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Počitelj

Eine positive Überraschung war das traditionelle Dorf Počitelj, was malerisch am Berghang im Neretva Flusstal liegt. Die alte Festungsstadt fliegt bisher unter dem Radar und relativ wenig Touristen stoppen hier, völlig zu Unrecht.

 

Das Dorf mit den gepflasterten Wegen und traditionellen Steinhäusern hat viel Charme. Mit viel Liebe wurde es nach dem Krieg wieder aufgebaut und die Leute kehren langsam zurück. So ist es halb eine Geisterstadt. Es hat mich stark an die Dörfer von Zagori in Griechenland erinnert.

 

Vom Busbahnhof Mostar East Station kannst du einen Bus nach Čapljina für 7 BAM (ca. 3,60 Euro) nehmen. Sag dem Busfahrer Bescheid, dass er dich in Počitelj raus lassen soll, die Fahrt dauert etwa 40 Minuten. Auf der Fahrbahn ist eine gelbe Markierung, wo Bus steht. Merke dir die Stelle für die Rückfahrt, hier kannst du auf einen Bus für die Rückfahrt warten. Aber Achtung, es fahren nicht viele Busse.

 

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Kravica Wasserfälle

Eintritt: 20 KM (ca. 10 Euro) | Google Maps

 

Ein kleines tropisches Paradies sind die Kravica Wasserfälle, die nah an der kroatischen Grenze liegen. Mehrere Wasserfälle auf einer Breite von 120 Metern ergießen sich aus 25 Metern in die Tiefe.

 

Die Hänge sind von einer üppigen grünen Vegetation überzogen, was es einen tropischen Charakter verleiht. Das Wasser ist kristallklar und im verführerisch grün schimmernden Wasser schwimmen sogar Fische. Bring Badesachen mit, da schwimmen in Teilbereichen erlaubt ist.

 

Optisch erinnert es an die Plitvicer Seen in Kroatien. Kein Wunder also, dass es immer mehr Besucher anzieht. Mittlerweile gibt es Toiletten, Cafés und einen Campingplatz, viel mehr wird hoffentlich nicht dazu kommen, da die Wasserfälle unter Naturschutz stehen.

 

Die Wasserfälle kannst du nur mit einem eigenen Transportmittel oder auf einer Tour*besuchen.

 

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Trebinje

Mein erster Stopp in Bosnien und Herzegowina war in Trebinje, was das absolute Gegenteil zu Mostar ist. Die Stadt ist tiefen entspannt, authentisch und nur wenige internationale Touristen besuchen es. Warum das so ist, kann ich nicht sagen, denn Trebinje ist meine Lieblingsstadt in Bosnien und Herzegowina.

 

Trebinje liegt im Südostzipfel des Landes, nicht weit von Montenegro und Dubrovnik entfernt. Mitten durch die Stadt fließt gemächlich der Fluss Trebisnjica, der im Sommer in ein kostenloses Freibad umgeleitet wird. Es gibt eine schöne Altstadt mit einem täglichen Markt, netten Cafés und zwei Kirchen auf den umliegenden Hügeln, von denen du eine fantastische Aussicht genießt.

 

Was gibt’s in Trebinje zu sehen?

Direkt morgens erklimmst du am besten den Hügel, um die byzantinische Kirche Hercegovačka Gračanica zu besuchen, bevor es zu heiß wird. Die Aussicht ist fantastisch, im Anschluss kannst du runter zur alten Bogenbrücke Arslanagića most laufen. Folgst du dem Fluss gelangst du in die Altstadt, wo du etwas Essen oder Trinken kannst.

 

Wer noch Energie hat, kann weiter entlang des Flusses spazieren gehen oder sich im Freibad erfrischen. Wenn du aufmerksam bist, kannst du besonders nachmittags und abends Flusskrebse und Schlangen im Fluss beobachten. Vor allem an dieser Staustufe habe ich viele Tiere entdeckt.

 

Übernachtungsmöglichkeiten in Trebinje

Da Trebinje nicht von Touristen und vor allem Backpacker überrannt wird, findest du hier keine Hostels. Stattdessen bieten Privatleute günstige Zimmer an, die nicht viel mehr als ein Bett im Hostel kosten. Schau selber auf Booking.com* rein, was aktuell verfügbar ist.

 

Anreise nach Trebinje

Von Mostar sind es 3,5 Stunden mit dem Bus nach Trebinje, das Busticket kostet irgendetwas zwischen 10 und 14 Euro. Deutlich näher liegt Dubrovnik in Kroatien, wohin du gerade mal 45 Minuten brauchst. Nach Kotor in Montenegro sind es etwa zwei Stunden mit dem Bus.

 

Falls du also durch den Balkan reist, bietet sich ein kurzer Stopp in Trebinje durchaus an, da es auf dem Weg liegt. Jedoch verkehren selten Busse nach Kroatien und Montenegro, teilweise nur einer pro Tag.

 

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Sutjeska Nationalpark

Der älteste Nationalpark Bosnien und Herzegowinas liegt im östlichen Teil an der Grenze zu Montenegro. Der Sutjeska Park beherbergt urige Wälder, wilde Flüsse, Wiesen und hohe Berge, was es zu einem wichtigen Rückzugsgebiet für Bären, Wölfe, Luchse, Gämsen und Rehe macht. Für Menschen jedoch fehlt vielfach die Infrastruktur, um wandern zu gehen.

 

Wanderungen von Tjentište

Eine Ausnahme ist die Straße bei Tjentište, die dich in den östlichen Teil des Nationalparks führt. Von hier aus kannst du eine kurze Wanderung zum 75 Meter hohen Wasserfall Skakavac machen, der Weg startet hier.

 

Ansonsten ist die einfache Wanderung zum herzförmigen Trnovački See sehr lohnenswert, der auf der montenegrinischen Seite unweit der Grenze liegt. Der Gletschersee ist umgeben von hohen Berggipfeln, den du am besten von oben betrachtest. Folge hierfür dem Pfad rechts des Sees, der auf der gegenüberliegenden Seite den Berg hoch führt. Je höher du steigst, desto besser wird die Sicht, die Anstrengung lohnt sich also. Eine detaillierte Wanderbeschreibung findest du hier.

 

Erfahrene Wanderer kombinieren den See mit der Besteigung des 2.386 Meter hohen Maglić Gipfel, der höchste Berg des Landes. Der Weg ist steil und technisch anspruchsvoll, streckenweise ist er mit Kabeln gesichert. Die Tour kannst du nur in den Sommermonaten machen, wenn kein Schnee mehr liegt.

 

Das Tjentište Denkmal (Tjentište spomenik)

Vielleicht kennst du das Sowjet-Style Monument von Instagram, was an zwei weiße Flügel erinnert. Schaust du genauer hin, siehst du das hier zwei Fronten aufeinander prallen. Es soll an die Schlacht von Sutjeska aus dem Zweiten Weltkrieg erinnern, wo die Partisanen sich erfolgreich den Feinden entgegen gestellt haben. Über 7.000 Menschen verloren in diesem einmonatigen Kampf ihr Leben.

 

Wo kannst du im Nationalpark übernachten?

In Tjentište findest du eine handvoll an günstigen Unterkünften, die du dir hier* anschauen kannst. Ansonsten bietet der Campingplatz Sutjeska* preiswerte Hütten an. Alternativ kannst du natürlich zelten gehen, was die kostengünstigste Option sein dürfte.

 

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Sarajevo & Umgebung

Sarajevo

Die Hauptstadt Sarajevo ist ein Spiegelbild des Landes, das die unterschiedlichen Einflüsse aus vergangenen Epochen und die Zukunft aufzeigt. Da sind türkische Einflüsse und Moscheen, aber auch einstige Prunkbauten aus der Zeit von Österreich-Ungarn, wo der Putz von der Fassade bröselt, katholische und orthodoxe Kirchen, aber auch jüdische Friedhöfe.

 

In Sarajevo trifft der Westen auf den Osten, was eine spannungsvolle Mischung erzeugt.

 

Dann liegt Sarajevo inmitten von grünen Bergen, an denen sich die Wohnviertel emporragen, wo du das Gefühl hast auf dem Dorf zu sein. Alles ist etwas kleiner und beschaulicher. Sarajevo hat nur rund 300.000 Einwohner und die Atmosphäre ist in vielen Viertel sehr entspannt.

 

Etwas außerhalb des Stadtzentrums findest du dann den modernen Teil Sarajevos mit gläsernen Bürogebäuden und Apartmenthäusern, die überall in Europa stehen könnten.

 

Nimm dir ein bis zwei Tage Zeit, um die Stadt zu Fuß zu erkunden.

 

Die schönsten Sehenswürdigkeiten Sarajevos

Lass dich durch das wuselige osmanische Basarviertel Baščaršija treiben und trink einen bosnischen Kaffee, der an einen türkischen Mokka erinnert. Erkunde im Anschluss die österreichischen Prachtfassaden auf der Ferhadija Einkaufsstraße und besichtige das schöne Rathaus (Eintritt 10 BAM). Geh zur Lateinerbrücke, wo einst das Attentat auf Franz Ferdinand von Österreich verübt wurde, was schließlich zum ersten Weltkrieg führte.

 

Dann hat Sarajevo noch mehrere Museen, besonders empfohlen wurde mir die Galerija 11/07/95. Eine Fotoausstellung über das Massaker von Srebrenica, in der du anhand eines Audioguides mehr über Einzelschicksale erfährst. Die Geschichten gehen unter die Haut.

 

Vom Museum of Crimes Against Humanity and Genocide wurde mir hingegen abgeraten, die Fotoausstellung soll besser sein. Ansonsten besuchen viele das „War Tunnel Museum„. Der 800 Meter lange Tunnel war zu Kriegszeiten eine wichtige geheime Verbindung, um die Eingeschlossenen zu versorgen. Das Museum liegt etwa eine halbe Stunde vom Stadtzentrum entfernt und du besuchst es am besten im Zuge einer Tour*.

 

Natürlich werden in Sarajevo auch Free Walking Tours angeboten. Hast du etwas mehr Zeit in der Stadt findest du Inspirationen auf diesem Blog. Kami war schon unzählige Male in Sarajevo und vor allem liebt sie die Stadt. Nirgendwo habe ich so interessante Tipps für Sarajevo gefunden.

 

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Die besten Aussichten in Sarajevo

Die Auswahl ist groß, da Sarajevo am Hang erbaut wurde.

 

Mit Abstand am besten hat mir der Blick von Zmajevac gefallen, wo die Stadt und das Tal zu deinen Füssen liegt. Es ist aber auch der steilste Aufstieg, dafür findest du oben ein nettes Café mit toller Sicht. Etwas weiter unten befindet sich die Gelbe Bastion (Žuta tabija), was auch keine schlechte Aussicht hat.

 

Die Aussichtspunkte am anderen Flussufer wie der Alifakovac Friedhof und der jüdische Friedhof fand ich nicht so gut, auch den Avaz Twist Tower (2 BAM). Diese lagen nicht hoch genug oder waren zu weit von der Altstadt entfernt. Wenn du natürlich gerne läufst (so wie ich), wirst du sie dir trotzdem anschauen.

 

Buchtipp über Bosnienkrieg

Auf meiner Reise durch Bosnien und Herzegowina habe ich ein interessantes Buch gelesen: Logavina Street – Life and Death in a Sarajevo Neighborhood*. Es erzählt von den Bewohnern einer ganz normalen Wohnstraße in Sarajevo während der Belagerungszeit in den 90er-Jahren. Anschaulich berichtet es über dem Alltag in Kriegszeiten, die Nächte in den Kellern bei Bombardierungen, dem Überlebenskampf gegen die Kälte im Winter und der fehlenden Nahrung.

 

Das Buch kann ich dir wärmstens empfehlen. Es ist ein seltsames Gefühl im Anschluss über die Logavina Straße zu gehen.

 

Auf deiner Erkundungstour durch Sarajevo werden dir vielleicht rote Sprenkel auf dem Boden auffallen. Diese werden „Sarajevo Roses“ genannt und sind Einschläge von Mörsergranaten. Um nicht zu vergessen, wurden ein paar mit rotem Harz aufgefüllt. So lange ist der Krieg noch nicht her.

 

 

Coole Hostels in Sarajevo

In Sarajevo gibt es ein paar Hostels. Wer gerne gutes modernes Design mag, dem wird das Hostel Kucha* gefallen. Es ist hell, einladend und reduziert mit einer klaren Linien eingerichtet. Besonders schön sind die Gemeinschafsräume und die Terrasse, wo du schnell neue Leute kennen lernst. Ansonsten sind die Betten bequem, es gibt eine kleine Küche und Klimaanlagen, was im Sommer unverzichtbar ist.

 

Anreise nach Sarajevo

Günstige Flüge von Deutschland nach Sarajevo findest du zum Beispiel bei Wizz Air und Eurowings. Schau mal auf Skyscanner* nach guten Flugangeboten. Bist du bereits im Balkan kannst du mit dem Bus von Podgorica in Montenegro (6,5 bis 7,5 Stunden, ab 20 Euro), Dubrovnik (6 Stunden, ab 30 Euro) oder Split (8 Stunden, ca. 30 Euro) in Kroatien und dem serbischen Belgrad (8 Stunden, ca. 25 Euro) anreisen.

 

Vor Ort in Bosnien und Herzegowina kannst du mit dem Bus weiter fahren, zum Beispiel nach Jajce (3,5 bis 4 Stunden, ca. 20 Euro), Mostar (2,5 Stunden, ab 10 Euro) und unzählige weitere Orte.

 

Tipp: Nach Mostar nimmst du besser den Zug, da die Strecke bekannt für seine schönen Aussichten sind.

 

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Ausflüge von Sarajevo

Konjic

Südlich von Sarajevo liegt die verträumte Kleinstadt Konjic, die malerisch am Fluss Neretva liegt und umgeben von grünen Bergen ist. Es ist bekannt fürs Rafting und Titos Bunker, der etwas außerhalb verborgen im Berg liegt.

 

Auf einer 1,5 stündigen Tour für 11 Euro kannst du den Nuklearbunker besichtigen, dafür musst du dich vorab online hier anmelden. Er wurde 1979 fertig gestellt und nur 16 Personen wussten von ihm. Wahrlich ein Geheimprojekt, da selbst die Bauarbeiter nicht seinen Standort kannten. Jeden Tag wurde ihnen die Augen verbunden, bevor sie zur Arbeit gefahren wurden. Die Zeit im Bunker scheint still gestanden zu haben, da er noch genauso aussieht, wie er verlassen wurde.

 

Die Busfahrt von Sarajevo nach Konjic dauert etwa 1,5 Stunden und kostet 4 Euro. Wer will kann von hier aus weiter nach Mostar fahren (1 bis 1,5 Stunden, 4 Euro), was dich durch eine schöne Schlucht führt.

 

Falls du Rafting machen willst, bleibst du am besten über Nacht in Konjic. Ein Auswahl an Unterkünften kannst du dir auf Booking.com* anschauen.

 

Srebrenica

Das Massaker von Srebrenica gilt als eines der schwersten Kriegsverbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Krieg in der Ukraine. Systematisch wurden im Juli 1995 in Srebrenica fast 8.000 Menschen ermordet. Der Internationale Gerichtshof hat es als Völkermord bezeichnet.

 

In Sarajevo kannst du die Galerija 11/07/95 besuchen, was eine Fotoausstellung über das Massaker von Srebrenica ist, wo anhand von Fotos und einem Audioguide Einzelschicksale erzählt werden. Vor Ort kannst du das Memorial Center Srebrenica besuchen, wo auf einem Hügel etwa 7.000 weiße Grabsteine stehen.

 

  Aus Sarajevo werden Tagestouren nach Srebrenica* angeboten, was fast 150 Kilometer östlich von Sarajevo, nahe der serbischen Grenze liegt. Natürlich kannst du auch auf eigene Faust mit dem Bus hierhin kommen, die Fahrt dauert etwa 3,5 Stunden.

 

Višegrad

Südlich von Srebrenica befindet sich Višegrad, in dem ebenfalls Kriegsverbrechen während des Bosnienkrieges in den 90er Jahren und des Zweiten Weltkrieges begangen wurden.

 

Der Grund für einen Besuch von Višegrad ist jedoch eher die schöne Steinbrücke Mehmed Paša Sokolović. Was dich sonst noch in der Stadt erwartet kannst du hier nachlesen.

 

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Travnik

Auf dem Weg von Sarajevo nach Jajce in den Nordwesten lohnt sich ein kurzer Stopp in Travnik, wenn du Zeit hast.

 

Travnik ist eine nette kleine Stadt, die lange Zeit ein wichtiger Ort für den Handel und die Wirtschaft war. Das kannst du anhand der großen Festungen, der schönen Altstadt und imposanten Moscheen sehen. Vor allem den Besuch der Burgruine (Eintritt 4 BAM) habe ich genossen, da es ein Mini-Museum gab und Frauen am Weben waren, was wirklich interessant war.

 

Von Sarajevo sind es etwa zwei Stunden mit dem Bus nach Travnik und weitere zwei nach Jajce.

 

In Travnik gibt es eine überschaubare Auswahl an bezahlbaren Unterkünften, die Verfügbarkeit kannst du auf Booking.com* sehen.

 

Der Westen von Bosnien und Herzegowina

Zu den Highlights der Region zählen die alten Wassermühlen aus der Zeit vom Königreich Österreich-Ungarn, die alten Burgruinen und der Una Fluss mit seinen imposanten Wasserfällen. Die Ecke bekommt deutlich weniger Touristen zu sehen, vor allem Leute mit eigenem Transportmittel sind hier unterwegs. Das macht vieles einfacher, aber du kannst den Westen auch mit dem Bus bereisen.

 

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Jajce

Die süße Kleinstadt Jajce im Nordwesten von Bosnien und Herzegowina war im 15. Jahrhundert der Königssitz, bis die Osmanen das Land überrollten. Am höchsten Punkt befindet sich die Burgruine (Eintritt 5 KM) und unten fließt die Pliva durch das Tal und ergießt sich in einen 20 Meter hohen Wasserfall. Rundum eine nette Stadt, wobei ich die Burg in Travnik interessanter fand. Wer will kann für 8 KM unten an die Wasserfälle ran, ansonsten kannst du ihn dir von oben umsonst anschauen.

 

Ein Besuch von Jajce lohnt sich gleich doppelt, da du zu Fuß oder mit dem Fahrrad die nahegelegenen Seelandlandschaft samt uralten Wassermühlen erkunden kannst.

 

  Wie bereits in Travnik, so ist auch die Auswahl an günstigen Übernachtungsmöglichkeiten in Jajce überschaubar. Vielfach werden sogar Appartments angeboten, was ein Schnäppchen ist, wenn du nicht alleine reist. Alle deine Option kannst du auf Booking.com* sehen.

 

Anreise mit dem Bus

Von Jajce kannst du mit dem Bus nach Sarajevo (4 Stunden, 17 Euro), Travnik (2 Stunden, 8 Euro), Bihac (3 Stunden, 17 Euro), Banja Luka (1,5 Stunden, 7 Euro) oder Mostar (3 bis 4 Stunden, 11 bis 13 Euro) fahren.

 

Der Plivasee & Wassermühlen

Ein netter kleiner Ausflug führt dich westlich von Jajce zu einer grünen Seelandschaften, dessen Highlight die Wassermühlen sind.

 

Durch natürliche Barrieren staut sich der Fluss Pliva an und bildet so zwei Seen, die zum Baden im Sommer einladen. Besonders am Wochenende sind die Liegewiesen voll, in der Woche ist es ruhiger. Von Jajce kannst du zu Fuß zum See laufen, zum ersten See wirst du eine gute halbe Stunde brauchen.

 

Folgst du dem Seeufer einen weiteren Kilometer kommst du zu den Wassermühlen von Mlinčići. Diese wurden bereits im 19. Jahrhundert während der österreichisch-ungarischen Herrschaft errichtet. In den kleinen Holzhütten befindet sich ein Mahlstein, mit dem damals Korn gemahlen wurde. Angetrieben wurde es durch den Fluss, was du sehen kannst, wenn du unter die Hütten schaust.

 

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Banja Luka

In Banja Luka wird mir mal wieder bewusst wie vielschichtig und komplex Bosnien und Herzegowina ist. Banja Luka ist die Hauptstadt von der autonomen Region Republika Srpska. Und ich habe mich in den letzten Wochen schon gewundert, warum ich so viele serbische Flaggen gesehen habe, was tatsächlich die ähnlich aussehende Fahne der Republika Srpska war.

 

Die Region hat eine unabhängige Legislative, Exekutive und Judikative. Es nimmt fast die Hälfte des Landes ein und teilt sich in zwei von einander getrennte Flächen auf: Im Norden rund um Banja Luka und im Osten entlang der serbischen und montenegrinischen Grenze.

 

Was gibt es in Banja Luka zu sehen?

Die zweitgrößte Stadt des Landes ist geprägt von grünen Alleen, dem Fluss Vrbas und seinen unzähligen Gotteshäusern.

 

Besonders bemerkenswert sind die alte Ferhadija-Moschee, die du außerhalb der Gebetszeiten in angemessener Kleidung besuchen kannst. Die orthodoxe Christ Erlöser Kathedrale mit seinen goldenen Kuppeln und die Kathedrale des Heiligen Bonaventura, wegen seiner modernen ungewöhnlichen Architektur.

 

Ansonsten kannst du noch einen netten Ausflug zu einer heißen Quellen unternehmen. Folge einfach dem Fluss nach Süden, du brauchst für die 5 Kilometer etwa 45 bis 60 Minuten zu Fuß nach Vrućica Srpske Toplice. Dort ergießt sich das 25 bis 30 Grad warme Wasser in mehrere Becken.

 

Das war Banja Luka im Schnelldurchlauf, einen ausführlichen Guide findest du hier. Für mich gehört die Stadt nicht zu den Orten, die du unbedingt gesehen musst, für einen Stoppover lohnt sie sich jedoch auf jeden Fall.

 

Wo kannst du in Banja Luka übernachten?

Überraschenderweise gibt es Hostels in Banja Luka, aber erwarte keine modern eingerichteten. Das Hostel Larisa* hat trotzdem Charme, was wahrscheinlich an den netten Besitzern liegt. Die Zimmer sind hell und sauber.

 

Anreise mit dem Bus

Banja Luka ist gut mit dem Bus zu erreichen, es gibt Verbindungen ins Nachbarland nach Zagreb (4 bis 5 Stunden, ab 20 Euro), in die Hauptstadt Sarajevo (5 Stunden, 15 bis 20 Euro), Jajce (1,5 Stunden, ab 5 Euro) und Travnik (3 Stunden, 15 Euro).

 

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Der Una Fluss

Der Fluss ist ein wahres Naturjuwel, der voller Leben steckt. Wenn du genau hinschaust, kannst du unzählige Fische, Flusskrebse, Schlangen, Muscheln und mit etwas Glück sogar Otter sehen. Besonders zwischen Bihać und Bosanska Krupa ist die Landschaft sehr malerisch, die Una fließt hier durch grüne Täler und ergießt sich immer wieder in kleinen Wasserfällen.

 

Der Štrbački Buk Wasserfall

Die Krönung ist der Štrbački Buk, ein 25 Meter hoher Wasserfall, wo sich das Wasser in mehreren Stufen ergießt. Er gehört zum Una Nationalpark, den du für 7 BAM (ca. 3,60 Euro) besuchen kannst. Mittlerweile ist die Straße hierhin bis auf die letzten drei Kilometer sogar asphaltiert. So kannst du bequem mit dem Auto oder Fahrrad anreisen.

 

Von Bihać kannst du auf der linken Flussseite auf Nebenstraßen zum Wasserfall mit dem Fahrrad fahren, was gerade mal 10 Kilometer sind.

 

Ostrovica und Martin Brod

Weitere 17 Kilometer südlich liegt Kulen Vakuf, von wo aus du hoch zur Burgruine Ostrovica (Eintritt 2 BAM) wandern kannst. Das Dorf Martin Brod ist noch mal 12 Kilometer entfernt, was ebenfalls schöne Wasserfälle hat (Eintritt 3 BAM). Im direkten Vergleich sind sie jedoch lächerlich, deshalb kannst du sie getrost weglassen.

 

Bihać

Die Stadt Bihać selber hast du schnell erkundet, sehenswert ist die Altstadt und natürlich der Fluss. Nördlich der Stadt findest du schöne naturbelassene Badestellen, die von den Locals eingerichtet wurden.

 

Ansonsten hat mir die Stadt nicht gefallen, es könnte viel mehr aus sich machen und hat ein Problem mit Flüchtlingen. Seit 2015 nutzen viele Migranten die Stadt als Sprungbrett in die EU. Die Zustände in den Flüchtlingslagern werden schon seit Jahren als nicht menschenwürdig kritisiert, aber die Stadt ist scheinbar mit dem Problem überfordert.

 

  Am besten übernachtest du in Bihać, um den Una Fluss zu erkunden. Und es gibt keine bessere Unterkunft für Backpacker als das Una Rosa Hostel*, was direkt am Fluss liegt und einen netten Garten hat. Perfekt zum Relaxen! Wenn du Hilfe bei den Tagesausflügen brauchst, hilft dir der Besitzer gerne weiter.

 

Das waren die Highlights von Bosnien und Herzegowina.

 

 

Für Bosenien und Herzegowina brauchst du eine Auslandskrankeversicherung, da sie noch kein Mitglied der EU sind und deine deutsche Krankenversicherung dich dort nicht absichert. Eine Jahres-Auslandskrankenversicherungen für Urlaubsreisen kostet nicht viel und ist schnell online abgeschlossen.

 

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