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Bosnien und Herzegowina Highlights für Backpacker

Bosnien und Herzegowina ist wahrscheinlich nicht das erste Land, an das du denkst, wenn der nächste Urlaub ansteht. Dabei ist Bosnien und Herzegowina ein unterschätztes Backpacking Reiseziel.

 

Bosnien und Herzegowina ist ein Land für Naturliebhaber, Wanderer und Leute, die untouristische Orte lieben.

 

In diesem Artikel erfährst du: Was dich in Bosnien und Herzegowina erwartet? Was die schönsten Orte sind? Ob du als Backpacker durch Bosnien und Herzegowina reisen kannst?

 

Inhaltsverzeichnis

 

Hol dir Inspirationen, welche interessante Orte der Balkan noch zu bieten hat.

 

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Was du vorher wissen musst

Was erwartet dich in Bosnien und Herzegowina?

Bis auf Mostar und vielleicht Sarajevo ist wenig bekannt über Bosnien und Herzegowina. So war ich gespannt, als ich nach Albanien und Montenegro nun in Bosnien und Herzegowina ankam.

 

Und den ersten Unterschied, den ich gleich bemerkte, war wie grün alles ist: üppige Wälder, grüne Hügel und unzählige kristallklare grüne Flüsse. Das macht das Land aus.

 

Abseits von Mostar wirst du wenigen Reisenden begegnen und vielfach steht der Tourismus noch am Anfang, was seinen Reiz ausmacht.

 

Meine persönlichen Highlights auf meinem Roadtrip durch Bosnien und Herzegowina waren Sarajewo, der Una Fluss, Trebinje, Mostar, Počitelj und die Wanderung zum Trnovački See.

 

Brauchst du ein Auto für eine Reise durch Bosnien und Herzegowina?

Nein, aber du bist klar im Vorteil mit einem eigenen Fahrzeug.

 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichst du die wichtigsten Orte im Land. Willst du jedoch raus in die Natur, wandern gehen oder kleiner Orte besuchen, wird es schnell schwierig.

 

Ohne Auto kannst du ohne Probleme Trebinje (meine Lieblingsstadt), Mostar und Umgebung, Sarajevo, Jace und Bihac besuchen. Für die Nationalparks ist jedoch ein Auto erforderlich.

 

Bevor wir zu den schönsten Orten von Bosnien und Herzegowina kommen, will ich noch ein paar Punkte kurz ansprechen.

 

Der Bosnienkrieg

Bis heute kannst du die Spuren des Bosnienkrieges im Land sehen, vor allem Einschußlöcher in Häuserfassaden sind keine Seltenheit.

 

Der Bosnienkrieg dauerte von 1992 bis 1995, er startete mit der Auflösung von Jugoslawien. Ein Teil der Bevölkerung wollte damals unabhängig werden, aber andere wollten mit Serbien verbleiben. So kam es zu gewaltsamen Konflikten im Land, die immer mehr eskalierten.

 

Das Massaker von Srebrenica gilt als eines der größten Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit in Europa seit dem 2. Weltkrieg, wo 8.000 Menschen ermordet wurden. Insgesamt schätzt man, dass der Bosnienkrieg 100.000 Todesopfer gefordert hat.

 

Ein geteiltes Land

Der Krieg endete damit, dass das Land zweigeteilt wurde.

 

In die Republika Srpska, die hauptsächlich von bosnischen Serben bewohnt wird, und Bosniakisch-Kroatische Föderation, wo die Mehrheit der Bosniaken und bosnischen Kroaten lebt.

 

Und du merkst direkt den Unterschied, wenn du durch Bosnien und Herzegowina reist. Im Süden stehen mehr orthodoxe Kirchen und im Norden Moscheen, auch sind die unterschiedlichen Flaggen sehr präsent.

 

So kommt Bosnien und Herzegowina nicht zur Ruhe und steht sich oft selber im Weg. Auch verstimmen die Rufe nach einer unhängigen Republika Srpska nicht.

 

Kein EU-Mitglied

Wie Albanien und Montenegro gehört Bosnien und Herzegowina ebenfalls nicht zur EU.

 

Das bedeutet für dich, das deine deutsche Krankenversicherung nicht in Bosnien und Herzegowina gilt. Stattdessen brauchst du eine zusätzliche Auslands-Krankenversicherung, um für den Notfall abgesichert zu sein.

 

Falls du noch keine hast, kann ich dir die von HanseMerkur* empfehlen, die regelmäßig gute Bewertungen erhält.

 

Dann fallen Roamingkosten an, wenn du deine deutsche SIM-Karte nutzt. Entweder nutzt du dann nur das kostenlose Wifi in deiner Unterkunft oder du besorgst dir eine lokale Prepaid-SIM-Karte. Hier findest du Informationen zu Mobilfunkanbietern und Datenpaketen.

 

Und drittens ist die lokale Währung die Konvertible Mark (KM), die du dir ganz normal am Geldautomaten im Land besorgen kannst. Mit der richtigen Kreditkarte sparst du dir sogar Gebühren. Ich bin mit meiner DKB Visa-Debitkarte durch Bosnien und Herzegowina gereist und hatte damit nie Probleme.

 

Beste Reisezeit

Meine Empfehlung: Mai & September

 

Die beste Reisezeit für Bosnien und Herzegowina ist von Frühling bis Herbst (Mai bis Oktober).

 

Eher abraten muss ich dir vom Sommer, wenn es drückend heiß ist und es an manchen Orten weit über 30 Grad warm ist. Bei diesen Temperaturen macht der Besuch von Orten weniger Spaß und du sehnst dich zum nächsten Fluss, wo du dich erfrischen kannst.

 

Die Übergangsmonate Mai und September sind hingegen viel angenehmer, mit um die 20 Grad. Auch der Juni ist noch schön und sommerlich.

 

Im Oktober wird es dann immer herbstlicher. Ein weiterer Vorteil von den Übergangsmonaten ist, dass deutlich weniger Touristen unterwegs sind.

 

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Der Süden von Bosnien und Herzegowina

Im Süden des Landes findest du einige der schönsten Orte.

 

Am beliebtesten ist Mostar. Mir persönlich hat das entspannte Trebinje gefallen, ansonsten lässt der Sutjeska Nationalpark mit seinen wilden Wäldern Outdoor-Herzen höher schlagen.

 

Auch die kleinen Orte zwischendurch fand ich im Süden deutlich attraktiver, als die etwas derberen Orte weiter nördlich.

 

Die Adriaküste: Neum

Als die Länder ihre Grenzen nach dem Jugoslawienkrieg neu gezogen haben, hat sich Bosnien und Herzegowina einen schmalen Streifen Küste erkämpft. Dieser ist zwar nur 20 Kilometer breit, aber sichert dem Land einen Zugang zum Meer.

 

Touristisch ist wahrscheinlich nur der Badeort Neum interessant, wobei der im Sommer heillos überlaufen ist. Deshalb mein Tipp, wenn stattdessen nach Kroatien, wenn du ein paar Tage am Meer verbringen willst.

 

mostar-bosnien-herzegowina brücke am fluss altstadt basar

 

Mostar

Die mit Abstand bekannteste und meist besuchteste Stadt von Bosnien und Herzegowina ist Mostar mit seiner markanten Bogenbrücke.

 

So ist es mit der Ruhe vorbei, da viele Tagestouristen aus Kroatien rüber kommen und alles etwas touristischer ist. Nach Trebinje war das ein kleiner Schock für mich, sieht man darüber hinweg ist Mostar eine wunderschöne Stadt.

 

Mostar ist umgeben von Bergen, die die Stadt quasi einkesseln, so staut sich im Sommer hier oft die Luft und das Thermometer erreicht regelmäßig 40 Grad Celsius. Deshalb sind der Juli und August nicht unbedingt die besten Monate für einen Besuch, auch weil es dann am vollsten ist.

 

Brücke von Mostar & Basarviertel

Mitten durch das Herz der Stadt fließt der grüne Fluss Neretva, über die sich die alte Brücke „Stari Most“ spannt.

 

Erbaut wurde die Bogenbrücke einst im 16. Jahrhundert von den Osmanen, während des Bosnienkrieges wurde sie zerstört und liebevoll Anfang der 2000er-Jahre wieder errichtet. Heute springen wieder die wagemutigen Männer von der Brücke in den mehr als 20 Meter darunterliegenden Fluss.

 

Foto-Tipp: Die schönsten Aufnahmen von der Mostar Brücke kannst du von dieser Terrasse machen.

 

Auf beiden Seiten der Brücke schließen sich schmale kopfsteingepflasterte Gassen mit unzähligen Souvenirläden und Restaurants an.

 

Auf der rechten Seite findest du die schöne Koski Mehmed Pasha Moschee und die alten osmanischen Herrenhäusern: Biscevic Haus, Kajtaz Haus und Muslibegovic Haus. Die Gebäude haben mich an die alten Häuser im albanischen Gjirokastra erinnert.

 

Neben dieser Moschee findest du einen versteckten Zugang zum Fluss, wo es einen kleinen Kieselstrand gibt und du die Füße ins Wasser strecken kannst. Eine wahre Wohltat und deutlich ruhiger als der Strand unterhalb der Alten Brücke.

 

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Sniper Tower

Auf der linken Flussseite steht die etwas überdimensionierte St. Peter und Paul Kirche und weiter nördlich findest du die „Sniper Alley“.

 

Noch heute steht die Bauruine des Sniper Towers, wo einst die Scharfschützen auf der Lauer lagen und auf Zivilisten geschossen haben. Er ist ein Mahnmal für den Bosnienkrieg und seine Opfer.

 

Überall in der Stadt kannst du noch Einschusslöcher in den Fassaden finden, wenn du genau hinschaust. Auch auf dem Weg zu diesem Wohnkomplex, wo du coole Street Art Murals findest.

 

Foto-Tipp: Ein schönes Foto von der Altstadt Mostars kannst du von der Straße Gojka Vukovica oberhalb des Baches und dieser Bar machen, besonders nachmittags.

 

Ansonsten wird in Mostar eine Free Walking Tour angeboten. Weitere Inspirationen für deinen Besuch findest du auf dem Reiseblog My Wander Lust.

 

Wo kannst du in Mostar übernachten?

Nirgendwo sonst im Land hast du so eine große Auswahl an Hostels wie in Mostar, zudem sind die Preise mit rund 10 Euro wirklich günstig.

 

Ein Hostel sticht für mich heraus. Das Hostel David* hat alles, was du brauchst: saubere Zimmer, Terrasse, Klimaanlage, zentrale Lage, schön ruhig, kleine Küche, leckeres Frühstück und vieles mehr.

 

Das besondere sind die Besitzer, die super freundlich und jeden herzlich empfangen. Wer will kann sogar Tagesausflüge für einen fairen Preis mit ihnen unternehmen.

 

Eine gute Alternative ist das Hostel Miran*, was ebenfalls eine familiäre Atmosphäre hat und mit denen du Touren machen kannst.

 

Anreise nach Mostar

Mostar ist ausgezeichnet mit dem Bus zu erreichen.

 

Es gibt Verbindungen nach Dubrovnik (3 bis 4 Stunden, ab 20 Euro) und Split (4 bis 5 Stunden, ab 20 Euro) in Kroatien.

 

Von Montenegro aus Kotor kommend, bist du am schnellsten mit dem privaten Shuttle-Service für 30 Euro, der Bus fährt in einem großen Bogen über Podgorica nach Mostar und braucht ewig.

 

Ansonsten kannst du von Mostar mit dem Bus weiter nach Sarajevo (2,5 Stunden, 10 bis 15 Euro), Trebinje (3,5 Stunden, ab 10 Euro), Jajce (3 Stunden, ab 10 Euro) und viele weitere Orte in Bosnien und Herzegowina fahren.

 

Auf der Strecke von Mostar nach Sarajevo ist jedoch der Zug die bessere Wahl, da die Strecke mitten durch die grünen Berge führt.

 

bblagaj derwischkloster bosnien und herzegowina

 

Tagesausflüge von Mostar

Ein abwechslungsreicher Ausflug führt dich zum malerischen Kloster in Blagaj, zur alten Festungsstadt Počitelj und den tropischen Kravica Wasserfällen. Alles liegt nur eine kurze Fahrt von Mostar entfernt, auf einer Tour oder mit einem Mietauto schaffst du alles in einem Tag.

 

Auf eigene Faust kannst du Blagaj und Počitelj besuchen, jedoch fahren nicht viele Busse dorthin. So wirst du jeweils nur einen Ort pro Tag schaffen.

 

Mit einer Tour siehst du mehr in kürzerer Zeit, aber gibst dafür mehr Geld aus. Auf GetYourGuide* wird eine Tagestour ab Mostar angeboten, wo du alle drei Orte: das Kloster in Blagaj, die Festungsstadt Počitelj und die Kravica Wasserfälle sehen kannst.

 

Blagaj

Kloster: Eintritt 6 BAM (ca. 3 Euro) | Öffnungszeiten: 8:30 bis 20:30 Uhr | Google Maps

 

Der verträumte Ort Blagaj ist bekannt für sein muslimisches Derwischkloster, was malerisch am Fuße einer imposanten 200 Meter hohen Steilwand steht, direkt neben dem Fluss Buna.

 

Aus einer kleinen Öffnung im Fels sprudelt Wasser mit voller Wucht heraus. Die Buna Quelle befindet sich nebenan in einer Höhle und gehört zu den wasserreichsten Quellen von Europa.

 

Das Kloster wurde mehrfach von herabfallenden Felsbrocken beschädigt, aber stets wieder aufgebaut. Wer will kann das Kloster besichtigen, was jedoch nicht sonderlich groß und spärlich eingerichtet ist.

 

Wer Anstrengungen nicht scheut, kann hoch zur Burgruine oberhalb des Klosters laufen. Die Aussicht auf das Tal ist schön.

 

Im Anschluss kannst du dich in einem der Restaurants am Fluss erholen. Noch schöner ist es jedoch, wenn du dem Fluss folgst. Ein Stückchen flussabwärts findest du entspannte Cafés mit Hängematten, wo du im kühlen Fluss schwimmen gehen kannst. Ein Genuss an heißen Sommertagen.

 

Mit dem Bus Nummer 10 bist du vom Bahnhof in Mostar in etwa einer halben Stunde in Blagaj. Das Ticket kaufst du direkt beim Fahrer. Erkundige dich vorher, wann die Busse kommen, da sie unregelmäßig fahren.

 

pocitelj-bosnien-herzegowina festungsstadt am fluss

 

Počitelj

Eine positive Überraschung war das traditionelle Dorf Počitelj, was malerisch am Berghang im Neretva Flusstal liegt. Die alte Festungsstadt fliegt bisher unter dem Radar und relativ wenig Touristen stoppen hier, völlig zu Unrecht.

 

Das Dorf mit den gepflasterten Wegen und traditionellen Steinhäusern hat viel Charme. Mit viel Liebe wurde es nach dem Krieg wieder aufgebaut und die Leute kehren langsam zurück. So ist es halb eine Geisterstadt. Es hat mich stark an die Dörfer von Zagori in Griechenland erinnert.

 

Vom Busbahnhof Mostar East Station kannst du mit einem Bus nach Čapljina für 7 BAM (ca. 3,60 Euro) fahren. Sag dem Busfahrer Bescheid, dass er dich in Počitelj raus lassen soll, die Fahrt dauert etwa 40 Minuten.

 

Auf der Fahrbahn gibt es eine gelbe Markierung, wo Bus steht. Merke dir die Stelle für die Rückfahrt, hier kannst du auf einen Bus für die Rückfahrt warten. Aber Achtung, es fahren nicht viele Busse.

 

kravica wasserfall bosnien-herzegowina

 

Kravica Wasserfälle

Eintritt: 20 KM (ca. 10 Euro) | Google Maps

 

Ein kleines tropisches Paradies sind die Kravica Wasserfälle, die nah an der kroatischen Grenze liegen. Mehrere Wasserfälle auf einer Breite von 120 Metern ergießen sich aus 25 Metern in die Tiefe.

 

Die Hänge sind von einer üppigen grünen Vegetation überzogen, was es einen tropischen Charakter verleiht. Das Wasser ist kristallklar und im verführerisch grün schimmernden Wasser wirst du sogar Fische sehen. Bring Badesachen mit, da schwimmen in Teilbereichen erlaubt ist.

 

Optisch erinnern mich die Wasserfälle an die Plitvicer Seen in Kroatien. Kein Wunder also, dass es immer mehr Besucher anzieht. Mittlerweile gibt es Toiletten, Cafés und einen Campingplatz, viel mehr wird hoffentlich nicht dazu kommen, da die Wasserfälle unter Naturschutz stehen.

 

Die Wasserfälle kannst du nur mit einem eigenen Transportmittel oder auf einer Tour von Mostar* besuchen.

 

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Trebinje

Mein erster Stopp in Bosnien und Herzegowina war Trebinje, was das absolute Gegenteil zu Mostar ist.

 

Die Stadt ist entspannt, authentisch und nur wenige internationale Touristen besuchen es. Warum das so ist, kann ich nicht sagen, denn Trebinje ist meine Lieblingsstadt in Bosnien und Herzegowina.

 

Trebinje liegt im Südostzipfel des Landes, nicht weit von Montenegro und Dubrovnik entfernt.

 

Mitten durch die Stadt fließt gemächlich der Fluss Trebisnjica, der im Sommer in ein kostenloses Freibad umgeleitet wird. Es gibt eine schöne Altstadt mit einem täglichen Markt, netten Cafés und zwei Kirchen auf den umliegenden Hügeln.

 

Direkt morgens erklimmst du am besten den Hügel, um die byzantinische Kirche Hercegovačka Gračanica zu besuchen, bevor es zu heiß wird. Die Aussicht ist fantastisch, im Anschluss kannst du runter zur alten Bogenbrücke Arslanagića most laufen.

 

Folgst du dem Fluss gelangst du in die Altstadt, wo du etwas essen oder trinken kannst.

 

Wer noch Energie hat, kann weiter entlang des Flusses spazieren gehen oder sich im Freibad erfrischen. Wenn du aufmerksam bist, kannst du besonders nachmittags und abends Flusskrebse und Schlangen im Fluss beobachten. Vor allem an dieser Staustufe habe ich viele Tiere gesehen.

 

Unterkunft & Anreise Trebinje

Da Trebinje nicht von Touristen und vor allem Backpacker überrannt wird, findest du hier keine Hostels.

 

Stattdessen bieten Privatleute günstige Zimmer an, die nicht viel mehr als ein Bett im Hostel kosten. Schau selber auf Booking.com* rein, was aktuell verfügbar ist.

 

Von Mostar sind es 3,5 Stunden mit dem Bus nach Trebinje, das Busticket kostet irgendetwas zwischen 10 und 14 Euro. Deutlich näher liegt Dubrovnik in Kroatien, wohin du gerade mal 45 Minuten brauchst. Nach Kotor in Montenegro sind es etwa zwei Stunden mit dem Bus.

 

Falls du also durch den Balkan reist, bietet sich ein kurzer Stopp in Trebinje durchaus an, da es auf dem Weg liegt. Jedoch verkehren selten Busse nach Kroatien und Montenegro, teilweise nur einer pro Tag.

 

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Sutjeska Nationalpark

Der älteste Nationalpark Bosnien und Herzegowinas liegt im östlichen Teil an der Grenze zu Montenegro.

 

Der Sutjeska Park beherbergt urige Wälder, wilde Flüsse, Wiesen und hohe Berge, was es zu einem wichtigen Rückzugsgebiet für Bären, Wölfe, Luchse, Gämsen und Rehe macht. Für Menschen jedoch fehlt vielfach die Infrastruktur, um wandern zu gehen.

 

Bekannt ist der Sutjeska Nationalpark auch für das Tjentište Denkmal (Tjentište spomenik).

 

Aus der Ferne sehen sie wie zwei weiße Flügel aus. Schaust du jedoch genauer hin, siehst du das hier zwei Fronten aufeinander prallen.

 

Das Denkmal soll an die Schlacht von Sutjeska aus dem Zweiten Weltkrieg erinnern, wo die Partisanen sich erfolgreich ihren Feinden entgegen gestellt haben. Über 7.000 Menschen verloren in diesem einmonatigen Kampf ihr Leben.

 

Wanderungen von Tjentište

Eine Ausnahme ist die Straße bei Tjentište, die dich in den östlichen Teil des Nationalparks führt. Von hier aus kannst du eine kurze Wanderung zum 75 Meter hohen Wasserfall Skakavac machen, der Weg startet hier.

 

Ansonsten ist die einfache Wanderung zum herzförmigen Trnovački See sehr lohnenswert, der auf der montenegrinischen Seite unweit der Grenze liegt. Der Gletschersee ist umgeben von hohen Berggipfeln, den du am besten von oben betrachtest.

 

Folge hierfür dem Pfad rechts des Sees, der auf der gegenüberliegenden Seite den Berg hoch führt. Je höher du steigst, desto besser wird die Sicht, die Anstrengung lohnt sich also. Hier findest du eine Wanderbeschreibung.

 

Erfahrene Wanderer kombinieren den See mit der Besteigung des 2.386 Meter hohen Maglić Gipfel, der höchste Berg des Landes. Der Weg ist steil und technisch anspruchsvoll, streckenweise ist er mit Kabeln gesichert. Die Tour kannst du nur in den Sommermonaten machen, wenn kein Schnee mehr liegt.

 

In Tjentište findest du eine handvoll an günstigen Unterkünften, wie das Apartmani Košuta*. Ansonsten bietet der Campingplatz Sutjeska* preiswerte Hütten an. Alternativ kannst du natürlich zelten gehen, was die kostengünstigste Option sein dürfte.

 

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Sarajevo: Hauptstadt von Bosnien & Herzegowina

Die Stadt Sarajevo ist ein Spiegelbild des Landes, das die unterschiedlichen Einflüsse aus vergangenen Epochen und die Zukunft aufzeigt.

 

Da sind türkische Einflüsse und Moscheen, aber auch einstige Prunkbauten aus der Zeit von Österreich-Ungarn, wo der Putz von der Fassade bröselt, katholische und orthodoxe Kirchen, aber auch jüdische Friedhöfe.

 

In Sarajevo trifft der Westen auf den Osten.

 

Dann liegt Sarajevo inmitten von grünen Bergen, an denen sich die Wohnviertel emporragen, wo du das Gefühl hast auf dem Dorf zu sein. Alles ist etwas kleiner und beschaulicher. Sarajevo hat nur rund 300.000 Einwohner und in vielen Viertel kommst du dir nicht wie in einer Großstadt vor.

 

Den modernen Teil von Sarajevo findest du dann außerhalb des Stadtzentrums, wo viele moderne gläserne Bürogebäude und Apartmenthäusern stehen. Hier wirst du das Gefühl haben in einer x-beliebigen Stadt in Europa zu sein.

 

Nimm dir ein bis zwei Tage Zeit, um die Stadt zu Fuß zu erkunden.

 

Sehenswürdigkeiten in Sarajevo

Lass dich durch das wuselige osmanische Basarviertel Baščaršija treiben und trink einen bosnischen Kaffee, der an einen türkischen Mokka erinnert.

 

Erkunde im Anschluss die österreichischen Prachtfassaden auf der Ferhadija Einkaufsstraße und besichtige das schöne Rathaus (Eintritt 10 BAM). Geh zur Lateinerbrücke, wo einst das Attentat auf Franz Ferdinand von Österreich verübt wurde, was schließlich zum ersten Weltkrieg führte.

 

Dann hat Sarajevo noch mehrere Museen, besonders empfohlen wurde mir die Galerija 11/07/95. Eine Fotoausstellung über das Massaker von Srebrenica, in der du anhand eines Audioguides mehr über Einzelschicksale erfährst. Sei gewarnt, die Geschichten gehen unter die Haut.

 

Vom Museum of Crimes Against Humanity and Genocide wurde mir hingegen abgeraten, die Fotoausstellung soll besser sein.

 

Ansonsten besuchen viele das War Tunnel Museum. Der 800 Meter lange Tunnel war zu Kriegszeiten eine wichtige geheime Verbindung, um die Eingeschlossenen zu versorgen.

 

Das Museum liegt etwa eine halbe Stunde vom Stadtzentrum entfernt und du besuchst es am besten im Zuge einer Tour*.

 

Natürlich werden in Sarajevo auch Free Walking Tours angeboten. Weitere Tipps für Sarajevo findest du auf den Reiseblogs von My Wander Lust und Sommertage.

 

blick auf das tal von sarajevo bosnien und herzegowina

 

Die besten Aussichten in Sarajevo

Die Auswahl ist groß, da Sarajevo am Hang erbaut wurde.

 

Mit Abstand am besten hat mir der Blick von Zmajevac gefallen, wo die Stadt und das Tal zu deinen Füssen liegt. Es ist aber auch der steilste Aufstieg, dafür findest du oben ein nettes Café mit toller Sicht.

 

Etwas weiter unten befindet sich die Gelbe Bastion (Žuta tabija), was auch keine schlechte Aussicht hat.

 

Die Aussichtspunkte am anderen Flussufer wie der Alifakovac Friedhof und der jüdische Friedhof fand ich nicht so gut, auch den Avaz Twist Tower (2 BAM). Diese lagen nicht hoch genug oder waren zu weit von der Altstadt entfernt.

 

Wenn du natürlich gerne läufst (so wie ich), wirst du sie dir trotzdem anschauen.

 

Buchtipp über Bosnienkrieg

Auf meiner Reise durch Bosnien und Herzegowina habe ich ein interessantes Buch gelesen: Logavina Street – Life and Death in a Sarajevo Neighborhood*.

 

Es erzählt von den Bewohnern einer ganz normalen Wohnstraße in Sarajevo während der Belagerungszeit in den 90er-Jahren.

 

Anschaulich berichtet es über dem Alltag während des Krieges, die Nächte im Keller bei Bombardierungen, dem Überlebenskampf gegen die Kälte im Winter und der fehlenden Nahrung.

 

Das Buch kann ich dir wärmstens empfehlen. Es ist ein seltsames Gefühl im Anschluss über die Logavina Straße zu gehen.

 

Auf deiner Erkundungstour durch Sarajevo werden dir wahrscheinlich rote Sprenkel auf dem Boden auffallen.

 

Diese werden „Sarajevo Roses“ genannt und sind Einschläge von Mörsergranaten. Um nicht zu vergessen, wurden ein paar mit rotem Harz aufgefüllt. So lange ist der Krieg noch nicht her.

 

Anreise & Unterkunft in Sarajevo

Günstige Flüge von Deutschland nach Sarajevo findest du zum Beispiel bei Wizz Air und Eurowings.

 

Bist du bereits auf dem Balkan kannst du mit dem Bus von Podgorica in Montenegro (6,5 bis 7,5 Stunden, ab 20 Euro), Dubrovnik (6 Stunden, ab 30 Euro) oder Split (8 Stunden, ca. 30 Euro) in Kroatien und dem serbischen Belgrad (8 Stunden, ca. 25 Euro) nach Sarajevo fahren.

 

Vor Ort in Bosnien und Herzegowina kannst du mit dem Bus weiter reisen: Jajce (3,5 bis 4 Stunden, ca. 20 Euro), Mostar (2,5 Stunden, ab 10 Euro) und weitere Orte. Nach Mostar nimmst du besser den Zug, da die Strecke bekannt für seine schönen Aussichten ist.

 

In Sarajevo gibt es ein paar Hostels, besonders beliebt ist das Hostel Kucha*. Ein soziales Hostel, wo man schnell Leute kennenlernt. Ein guter Treffpunkt ist der Innenhof, wo du nach der Rumlauferei entspannen kannst. Alles ist sauber und die Lage ist top.

 

konjic-bosnien-herzegowina fluss mit brücke

 

Ausflüge von Sarajevo

Konjic

Südlich von Sarajevo liegt die verträumte Kleinstadt Konjic, die malerisch am Fluss Neretva liegt und umgeben von grünen Bergen ist. Es ist bekannt fürs Rafting und Titos Bunker, der etwas außerhalb verborgen im Berg liegt.

 

Auf einer 1,5 stündigen Tour für 11 Euro kannst du den Nuklearbunker besichtigen, dafür musst du dich vorab online hier anmelden.

 

Der Bunker wurde 1979 fertig gestellt und nur 16 Personen wussten von ihm. Wahrlich ein Geheimprojekt, da selbst die Bauarbeiter nicht seinen Standort kannten.

 

Jeden Tag wurde ihnen die Augen verbunden, bevor sie zur Arbeit gefahren wurden. Die Zeit im Bunker scheint still gestanden zu haben, da er noch genauso aussieht, wie er verlassen wurde.

 

Mit dem Bus kannst du von Sarajevo nach Konjic fahren, es dauert etwa 1,5 Stunden und kostet 4 Euro. Wer will kann von hier aus weiter nach Mostar fahren (1 bis 1,5 Stunden, 4 Euro), was dich durch eine schöne Schlucht führt.

 

Falls du Rafting gehen willst, bleibst du am besten über Nacht in Konjic.

 

Srebrenica & Visegrad

Das Massaker von Srebrenica gilt als eines der schwersten Kriegsverbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Krieg in der Ukraine. Systematisch wurden im Juli 1995 in Srebrenica fast 8.000 Menschen ermordet. Der Internationale Gerichtshof hat es als Völkermord bezeichnet.

 

In Sarajevo kannst du die Galerija 11/07/95 besuchen, was eine Fotoausstellung über das Massaker von Srebrenica ist, wo anhand von Fotos und einem Audioguide Einzelschicksale erzählt werden.

 

Vor Ort kannst du das Memorial Center Srebrenica besuchen, wo auf einem Hügel etwa 7.000 weiße Grabsteine stehen.

 

Aus Sarajevo werden Tagestouren nach Srebrenica* angeboten, was fast 150 Kilometer östlich von Sarajevo, nahe der serbischen Grenze liegt. Natürlich kannst du auch auf eigene Faust mit dem Bus hierhin kommen, die Fahrt dauert etwa 3,5 Stunden.

 

Südlich von Srebrenica befindet sich Višegrad, in dem ebenfalls Kriegsverbrechen während des Bosnienkrieges in den 90er Jahren und des Zweiten Weltkrieges begangen wurden.

 

Der Grund für einen Besuch von Višegrad ist jedoch eher die schöne Steinbrücke Mehmed Paša Sokolović. Was dich sonst noch in der Stadt erwartet kannst du auf diesem Reiseblog nachlesen.

 

burg travnik-bosnien-herzegowina

 

Travnik

Auf dem Weg von Sarajevo nach Jajce in den Nordwesten lohnt sich ein kurzer Stopp in Travnik.

 

Travnik ist eine nette kleine Stadt, die lange Zeit ein wichtiger Ort für den Handel und die Wirtschaft war. Das kannst du anhand der großen Festungen, der schönen Altstadt und imposanten Moscheen sehen, die du dir unbedingt auch von innen anschauen musst.

 

Vor allem den Besuch der Burgruine (Eintritt 4 BAM) habe ich genossen, da es ein Mini-Museum gab und Frauen am Weben waren, was wirklich interessant war.

 

Von Sarajevo sind es etwa zwei Stunden mit dem Bus nach Travnik und weitere zwei nach Jajce.

 

In Travnik gibt es eine überschaubare Auswahl an preiswerten Unterkünften. Jedoch bekommst du schon für kleines Geld ein ganzes Appartment, was wiederum ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ist.

 

Empfehlen kann ich dir das Apartman UNA Travnik*, was zentral liegt und eine voll ausgestattet Wohnung mit Bad und Küche ist. Der Vermieter ist nett und die Schlüsselübergabe war unkompliziert.

 

Der Westen von Bosnien und Herzegowina

Zu den Highlights der Region zählen die alten Wassermühlen aus der Zeit vom Königreich Österreich-Ungarn, die alten Burgruinen und der Una Fluss mit seinen imposanten Wasserfällen.

 

Die Ecke bekommt deutlich weniger Touristen zu sehen, vor allem Leute mit eigenem Transportmittel sind hier unterwegs. Das macht vieles einfacher, aber du kannst den Westen auch mit dem Bus bereisen.

 

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Jajce

Die süße Kleinstadt Jajce im Nordwesten von Bosnien und Herzegowina war im 15. Jahrhundert der Königssitz, bis die Osmanen das Land überrollten.

 

Am höchsten Punkt der Stadt befindet sich die Burgruine (Eintritt 5 KM) und unten fließt die Pliva durch das Tal und ergießt sich in einen 20 Meter hohen Wasserfall.

 

Rundum eine nette Stadt, wobei ich die Burg in Travnik interessanter fand. Wer will kann für 8 KM unten an die Wasserfälle ran, ansonsten kannst du ihn dir von oben umsonst anschauen.

 

Ein Besuch von Jajce lohnt sich gleich doppelt, da du zu Fuß oder mit dem Fahrrad die nahegelegenen Seelandlandschaft samt uralten Wassermühlen erkunden kannst.

 

Wie bereits in Travnik, so ist auch in Jajce die Auswahl an günstigen Übernachtungsmöglichkeiten überschaubar.

 

Wenn du eine familäre Atmosphäre schätzt, wird dir das Privatni smještaj Kurtalija* gefallen, wo du im Dachgeschoss bei einer Familie in einem Holzhaus schläfst. Ansonsten bietet das Guesthouse Marivo* eine moderne Einrichtung, alles scheint ziemlich neu zu sein.

 

Von Jajce kannst du mit dem Bus nach Sarajevo (4 Stunden, 17 Euro), Travnik (2 Stunden, 8 Euro), Bihac (3 Stunden, 17 Euro), Banja Luka (1,5 Stunden, 7 Euro) oder Mostar (3 bis 4 Stunden, 11 bis 13 Euro) fahren.

 

Der Plivasee & Wassermühlen

Ein netter kleiner Ausflug führt dich westlich von Jajce zu einer grünen Seelandschaften, dessen Highlight die Wassermühlen sind.

 

Durch natürliche Barrieren staut sich der Fluss Pliva an und bildet so zwei Seen, die zum Baden im Sommer einladen. Besonders am Wochenende sind die Liegewiesen voll, in der Woche ist es ruhiger.

 

Von Jajce kannst du zu Fuß zum See laufen, zum ersten See wirst du eine gute halbe Stunde brauchen.

 

Folgst du dem Seeufer einen weiteren Kilometer kommst du zu den Wassermühlen von Mlinčići.

 

Diese wurden bereits im 19. Jahrhundert während der österreichisch-ungarischen Herrschaft errichtet. In den kleinen Holzhütten befindet sich ein Mahlstein, mit dem damals Korn gemahlen wurde. Angetrieben wurde es durch den Fluss, was du sehen kannst, wenn du unter die Hütten schaust.

 

banja-luka-kuppel orthodoxe kathedrale bosnien-herzegowina

 

Banja Luka

In Banja Luka wird mir mal wieder bewusst wie vielschichtig und komplex Bosnien und Herzegowina ist.

 

Banja Luka ist die Hauptstadt von der autonomen Region Republika Srpska.

 

Und ich habe mich in den letzten Wochen schon gewundert, warum ich so häufig die serbische Flaggen gesehen habe, sie sieht der Fahne der Republika Srpska sehr ähnlich.

 

Die Republika Srpska hat eine unabhängige Legislative, Exekutive und Judikative. Es nimmt fast die Hälfte des Landes ein und teilt sich in zwei von einander getrennte Flächen auf: Im Norden rund um Banja Luka und im Osten entlang der serbischen und montenegrinischen Grenze.

 

Was gibt es in Banja Luka zu sehen?

Die zweitgrößte Stadt des Landes ist geprägt von grünen Alleen, dem Fluss Vrbas und seinen unzähligen Gotteshäusern.

 

Besonders bemerkenswert sind die alte Ferhadija-Moschee, die du außerhalb der Gebetszeiten in angemessener Kleidung besuchen kannst.

 

Die orthodoxe Christ Erlöser Kathedrale mit seinen goldenen Kuppeln und die Kathedrale des Heiligen Bonaventura, wegen seiner modernen ungewöhnlichen Architektur.

 

Ansonsten kannst du noch einen netten Ausflug zu einer heißen Quellen unternehmen.

 

Folge einfach dem Fluss nach Süden, du brauchst für die 5 Kilometer etwa 45 bis 60 Minuten zu Fuß nach Vrućica Srpske Toplice. Dort ergießt sich das 25 bis 30 Grad warme Wasser in mehrere Becken.

 

Das war Banja Luka im Schnelldurchlauf, hier ist ein ausführlicher Guide. Für mich gehört die Stadt nicht zu den Orten, die du unbedingt gesehen musst, für einen Stoppover lohnt sie sich jedoch auf jeden Fall.

 

Hostel & Anreise nach Banja Luka

Überraschenderweise gibt es Hostels in Banja Luka, aber erwarte keine modern eingerichteten.

 

Das Hostel Larisa* hat trotzdem Charme, was wahrscheinlich an den netten Besitzern liegt. Die Zimmer sind hell und sauber.

 

Banja Luka ist gut mit dem Bus zu erreichen, es gibt Verbindungen ins Nachbarland nach Zagreb (4 bis 5 Stunden, ab 20 Euro), in die Hauptstadt Sarajevo (5 Stunden, 15 bis 20 Euro), Jajce (1,5 Stunden, ab 5 Euro) und Travnik (3 Stunden, 15 Euro).

 

strbacki-buk wasserfall una fluss bosnien und herzegowina

 

Der Una Fluss

Der Fluss ist ein wahres Naturjuwel, der voller Leben steckt. Wenn du genau hinschaust, kannst du unzählige Fische, Flusskrebse, Schlangen, Muscheln und mit etwas Glück sogar Otter sehen.

 

Besonders zwischen Bihać und Bosanska Krupa ist die Landschaft sehr malerisch, die Una fließt hier durch grüne Täler und ergießt sich immer wieder in kleinen Wasserfällen.

 

Wasserfälle: Strbacki Buk & Martin Brod

Die Krönung ist der Štrbački Buk, ein 25 Meter hoher Wasserfall, wo sich das Wasser in mehreren Stufen ergießt.

 

Er gehört zum Una Nationalpark, den du für 7 BAM (ca. 3,60 Euro) besuchen kannst. Mittlerweile ist die Straße hierhin bis auf die letzten drei Kilometer sogar asphaltiert. So kannst du bequem mit dem Auto oder Fahrrad anreisen.

 

Um zum Wasserfall zu gelangen, brauchst du nicht unbedingt ein Auto. Leih dir ein Fahrrad in Bihać und fahre über Nebenstraßen auf der linken Flussseite zum Wasserfall. Es ist wirklich nicht weit, gerade mal 10 Kilometer.

 

Wer will kann weiter dem Fluss folgen. Etwa 17 Kilometer südlich liegt Kulen Vakuf, von wo aus du hoch zur Burgruine Ostrovica (Eintritt 2 BAM) wandern kannst.

 

Von der Burg sind es weitere 12 Kilometer zum Dorf Martin Brod, was ebenfalls schöne Wasserfälle hat (Eintritt 3 BAM). Im direkten Vergleich sind sie jedoch lächerlich, deshalb kannst du sie getrost weglassen.

 

Bihać

Die Stadt Bihać selber hast du schnell erkundet, sehenswert ist die Altstadt und natürlich der Fluss. Nördlich der Stadt findest du schöne naturbelassene Badestellen am Fluss, die von den Locals eingerichtet wurden.

 

Ansonsten hat mir die Stadt nicht gefallen, es könnte viel mehr aus sich machen und hat ein Problem mit Flüchtlingen.

 

Seit 2015 nutzen viele Migranten die Stadt als Sprungbrett in die EU. Die Zustände in den Flüchtlingslagern werden schon seit Jahren als nicht menschenwürdig kritisiert, aber die Stadt ist scheinbar mit dem Problem überfordert.

 

Am besten übernachtest du in Bihać, um den Una Fluss zu erkunden.

 

Und es gibt keine bessere Unterkunft für Backpacker als das Una Rosa Hostel*, was direkt am Fluss liegt und einen netten Garten hat. Perfekt zum Relaxen! Wenn du Hilfe bei den Tagesausflügen brauchst, hilft dir der Besitzer gerne weiter.

 

Reisetipps für Bosnien und Herzegowina

Das waren die Highlights von Bosnien und Herzegowina. Ein wirklich unterschätztes Reiseziel auf dem Balkan.

 

Bosnien und Herzegowina ist kein EU-Land

Da Bosnien und Herzegowina (noch) nicht zur EU gehört, musst du folgendes beachten.

 

Du brauchst eine Auslands-Krankenversicherung, da du über deine deutsche Krankenversicherung nicht abgedeckt bist.

 

Und es fallen Roaming-Gebühren an, sobald du deine deutsche SIM-Karte nutzt. Hol dir deshalb am besten eine lokale Prepaid SIM-Karte, wenn du nicht ohne sein kannst. In den Unterkünften hast du normalerweise Wifi.

 

Deutsche brauchen für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb von einem halben Jahr kein Visum für Bosnien und Herzogowina. Dein Personalausweis reicht aus, du musst keinen Reisepass einpacken.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Meine Empfehlung: Mai / Juni, September

 

Generell sind die warmen Monate des Jahres eine gute Zeit für eine Reise nach Bosnien und Herzegowina.

 

Erst ab dem Mai wird das Wetter schöner und beständiger. Im Juli und August wird es dann teilweise unerträglich heiß. Besser sind daher der Frühling und Herbst für eine Reise durchs Land.

 

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