Wohnung ausmisten

Wohnung ausmisten: Ballast loswerden vor der Weltreise

Du hast mehrere Optionen, was du mit deiner Wohnung während der Weltreise machst. Die beiden beliebtesten sind: kündigen oder untervermieten. In beiden Fällen macht es Sinn vorher die Wohnung auszumisten, denn du wirst sie leer räumen müssen. Vielleicht kannst du die Möbel drin lassen, aber der Rest muss auf jeden Fall raus. Eine super Gelegenheit alten unnützen Kram loszuwerden, damit du weniger packen und einlagern musst. Hier findest du hilfreiche Tipps zum Ausmisten deiner Wohnung. Fang rechtzeitig an, denn es braucht seine Zeit.

Schritt für Schritt die Wohnung ausmisten

Habe ein klares Ziel vor Augen

Du entrümpelst deine Wohnung, weil du eine Weltreise machen willst. Je mehr du deinen Besitz reduzierst, desto weniger musst du einpacken und einlagern. So sparst du Lagerkosten und kannst noch Gewinn machen durch den Verkauf. Du hast Zeit bis zum Tag X – dem Umzug.

 

Besorge dir Kartons

Am besten ein paar Kisten, damit du alles direkt in Kategorien einsortieren kannst und nicht mehrfach anpacken musst: verkaufen, verschenken, spenden, wegschmeißen, noch nicht entschieden, etc. Manchmal macht es auch Sinn, noch kleinteiliger zu sortieren: für Sarah, Verkauf Amazon und so weiter.

 

Gehe systematisch vor

Nimm dir jede Woche einen anderen Bereich in der Wohnung vor: Kleiderschrank, Schuhe, Bücher, DVD-Sammlung, Schlafzimmer, Arbeitstisch, Küche, Keller, Arzneischrank, Badezimmer und so weiter. Wenn es zu viel auf einmal ist, dann unterbreche deine Arbeit und mach heute nur fünf Regalboards.

 

Fang einfach an

Such dir eine Ecke aus, wo du schnell erste Erfolge erzielen kannst. Vielleicht ist der Keller eine gute Idee, wo sowieso noch die gepackten Kartons vom letzten Umzug stehen. Mit den kleinen Erfolgen auf dem Weg motivierst du dich weiter zu machen.

 

Mach jede Woche weiter

Suche dir einen Tag in der Woche aus, wo du eine Stunde lang ausmistest. So bleibt die Arbeit überschaubar und du bleibst motiviert. Nach ein paar Wochen wirst du die Veränderungen in der Wohnung sehen und gerne weiter machen.

 

Lass dir Zeit

Manchmal braucht es auch zwei bis drei Durchgänge, um sich von liebgewonnen Sachen zu trennen und Entscheidungen zu treffen. Gerade am Anfang wird es dir schwerer fallen, aber mit der Zeit wird es leichter werden.

 

Kaufe nichts Neues

Überlege dir bei jeder Neuanschaffung, ob es wirklich notwendig ist. Schließlich wirst du schon in ein paar Monaten auf Weltreise gehen. Investiere das Geld lieber in deine Reise.

Mülltonnen

 

10 Tipps fürs Aussortieren

Wann habe ich es zuletzt genutzt? Brauche ich es immer noch? Warum habe ich es überhaupt gekauft?

 

Ist es nützlich? Wie oft brauchst du es? Hast du Sachen mehrfach? Behalte es nicht, weil du es eventuell noch nutzen kannst. Viele Dinge kannst du dir heutzutage bei Bedarf ausleihen.

 

Werde ich es vermissen? Für viele Dinge fehlt dir einfach die Zeit, sie zu nutzen, zu lesen oder zu tragen. Wahrscheinlich wirst du gar nicht merken, wenn sie weg sind.

 

Funktioniert es noch? Ist es veraltet? Ich habe mich zum Beispiel von meiner alten Stereo-Anlage getrennt. Mittlerweile höre ich Musik, sowieso nur noch über mein Handy oder Laptop.

 

Wegschmeißen oder behalten? Bei alten Sachen und gerade bei sperrigen Möbeln sind die Lagerkosten oft höher, als sie nach der Rückkehr wieder neu oder gebraucht zu kaufen. Jedes Teil was du abgibst, bedeutet weniger Stress beim Umzug.

 

Kleidung, Schuhe und Taschen: Oft nutzen wir nur 10 bis 20% von unseren Sachen, unsere Lieblingsstücke. Der Rest verstaubt im Schrank und rutscht im Stapel immer tiefer nach unten. Wie oft trägst du die Teile wirklich? Welche sind aus der Mode? Was ist kaputt oder abgenutzt?

 

Bücher- und DVD-Sammlung: Nur selten schauen wir Filme mehrfach oder lesen Bücher erneut. Ausnahmen gibt es sicher, wie Nachschlagewerke oder inspirierende Themen. Bücher sind viel zu schade, wenn sie nur Dekoration sind und im Regal verstauben. Jemand anderes wird sich über das Buch freuen.

 

Erinnerungsstücke sind wohl am schwierigsten. Frage dich, warum du sie behalten willst? Machen sie dich glücklich? Haben sie noch eine große Bedeutung für dich oder hast du dich nur an sie gewöhnt?

 

Dokumente aussortieren: Was kann weg? Was ist nicht mehr aktuell (alte Verträge)? – Achtung, für einige Unterlagen gibt es Aufbewahrungsfristen. Für das Finanzamt musst du die Dokumente zehn Jahre bewahren.

 

Was kann ich digitalisieren? Vieles deiner Dokumente kannst du auch digitalisieren, so nehmen sie keinen Platz weg und du kannst bei Bedarf von unterwegs darauf zugreifen. Was fällt dir noch ein? Du könntest zum Beispiel deine Musik-CDs digitalisieren und verkaufen.

Kassehäuschen

 

Wohin mit dem Zeug?

Verkaufen

Im Internet gibt es viele Plattformen, auf denen du deine Sachen verkaufen kannst. Hier ist eine kleine Auswahl: Amazon, ebay Kleinanzeigen, Quoka oder Kalaydo. Kleinere Sachen kannst du problemlos verschicken. Bei größeren Sachen ist es praktischer die Option für Selbstabholer zu wählen.

 

Für viele Sachen lohnt sich die Arbeit aber nicht, da du nur noch sehr wenig Geld dafür bekommst. Gerade für Bücher, DVDs und CDs macht es daher mehr Sinn, sie gesammelt zu verkaufen. Du bekommst manchmal nur noch ein paar Cent für sie, aber immer noch besser als wegschmeißen. Noch dazu musst du nur einmal ein Päckchen verschicken. Hier sind ein paar Anbieter: Momox, Cashfix, Rebuy oder Medifanten.

 

Auf Kleiderkreisel kannst du deine Klamotten verkaufen oder verschenken. Ansonsten kannst du natürlich auch auf den Flohmarkt gehen oder Aushänge an schwarzen Brettern machen.

 

Verschenken

Fang bei deinen Freunden, Familie und Bekannten an, vielleicht kannst du jemanden mit deinen Sachen glücklich machen. Ansonsten gibt es viele karitative Organisationen, die gerne Möbel oder Kleiderspenden entgegen nehmen. Informiere dich vorab genau, was sie gebrauchen können. Noch eine Idee für Bücher: In vielen Städten findest du mittlerweile öffentliche Bücherschränke, in denen sich jeder frei bedienen kann. Dort finden deine Bücher schnell einen Abnehmer.

 

Entsorgen

Am Ende bleibt dir manchmal nur noch übrig, die Sachen wegzuschmeißen. Viele Städte haben einen vierteljährlichen Sperrmüll-Abholservice, der oft sogar kostenlos ist. Wenn du ihn gerade verpasst hast, kannst du die Sachen auch selber zum Wertstoffhof fahren. Hausrat, Sperrmüll und Elektrogeräte kannst du dort kostenlos abgeben. Für Sondermüll wie Farben werden teilweise Gebühren erhoben.

 

 

Möwe

 

Schöne Nebeneffekte vom Ausmisten

Endlich anpacken – vom Weltreise-Traum zur Realität: Wenn du einmal mit dem Aufräumen begonnen hast, kommst du richtig in Fahrt. Oft ist es befreiend sich von Dingen zu trennen und Raum zu schaffen. Es ist der Startschuss in dein Abenteuer Weltreise. Anstatt nur zu träumen und zu planen, kannst du wirklich Sachen umsetzten. Das fühlt sich wirklich gut an.

 

Mehr Geld zum Reisen: Durch die zusätzlichen Einnahmen der Verkäufe besserst du deine Reisekasse auf. Auch sparst du dir Kosten, die durch den Umzug und Lagerung entstanden wären. Also ein doppelter Effekt.

 

Loslassen und Gutes tun: Schritt für Schritt löst du dich von Sachen und lernst besser loszulassen. Als Lohn machst du andere Menschen mit deinen Geschenken glücklich. Zu geben ist ein wundervolles Gefühl.

 

Minimalistischer Leben: Indem du deinen Besitz immer mehr reduzierst, lernst du mit weniger zu Recht zu kommen. Das ist die beste Vorbereitung auf die Zeit als Backpacker, da du unterwegs einen einfacheren Lebensstil hast und nur weniger Sachen in deinem Rucksack dabei hast.

Weitere Inspirationen

Zen Habits: die 10 besten Artikel übers Ausmisten und Aufräumen der Wohnung
Healthy Habits: Ausmisten – 11 Fragen, die dir dabei helfen

 

Wenn du nicht die Geduld hast über Monate deinen Besitz zu minimieren, habe ich einen anderen Ansatz. Joshua und Ryan von The Minimalists haben eine „Packing Party“ veranstaltet. Sie haben ihren kompletten Besitz in Kartons verpackt, obwohl sie gar nicht umgezogen sind. Jeder Karton wurde sauber beschriftet und ins Wohnzimmer gestellt.

 

Immer wenn sie etwas brauchten, haben sie es aus dem Karton geholt und anschließend zurück in den Schrank gestellt. Nach einigen Wochen war immer noch der meiste Kram in den Kisten und sie haben ihn weggeben. Hier geht’s zum Artikel und Video.

 

Viel Erfolg beim Ausmisten deiner Wohnung!

 

 

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