Süd Patagonien Highlights

Patagonien vom Feinsten: Die Highlights vom Süden!

Wer kennt sie nicht, die Fotos von Patagonien?! Unberührte Landschaften, Gletscher, schneebedeckte Berge, … Sie alle wecken unsere Sehnsucht nach Abenteuer und Natur. Kein Wunder also, dass Patagonien in den Sommermonaten viele Besucher hat.

 

In diesem Artikel erfährst du alles, was du für einen Patagonien Backpacking Trip wissen musst: mit den Highlights, beliebten Reiserouten, Kosten, Transport und vieles mehr.

 

 

Ushuaia & Feuerland (Argentinien)

Lohnt sich die weite Reise in den äußersten Süden von Patagonien? Ich würde sagen, ja. Wenn du viel Zeit hast. Wenn du es eilig hast, lass Feuerland lieber weg. Denn du wirst spektakulärere Landschaften im restlichen Teil von Patagonien sehen. Der Zauber von Feuerland liegt in der Abgeschiedenheit und der Idee am Ende der Welt angekommen zu sein, wo Entdecker einst große Abenteuer bestritten haben.

 

Wenn du heute durch Ushuaia schlenderst, ist von dem Zauber nicht mehr viel zu spüren. Aber außerhalb der Stadt findest du ihn noch. Es ist schwer in Wort zu fassen. Es ist die Weite. Die Wildheit. Die Ruhe. Die knorrigen kleinen Bäume. Der Fuchs, der ohne Angst an dir vorbeitrottet. Was Feuerland so besonders macht.

 

Ich habe mich in Ushuaia verliebt, als ich mit dem Flieger in einem Bogen über die schneebedeckten Berge und den Beagle Kanal hereingekommen bin. Auch wenn ich die Stadt an sich nicht mag, war ich bei jedem Blick aus dem Fenster auf dieses atemberaubende Panorama wieder verzaubert.

 

Aktivitäten

Die Schönheit von Ushuaia liegt vor allem im Umland. Am Rand der Stadt starten viele Wanderungen hoch zum Gletscher, ins Tal Rio Chico, wo Biber leben oder entlang des Beagle Kanals gen Osten. Etwas weiter liegt die Laguna Esmeralda und der Nationalpark „Tierra del Fuego“, wo du ebenfalls wandern und zelten kannst. Per Boot kannst du Ausflüge auf dem Beagle Kanal zur Pinguin-Kolonie oder einer abgelegenen Estancia (Farm) machen.

 

Link-Tipp: Mehr Infos auf Wikivoyage und Indietravel

 

In Feuerland selber gibt es natürlich noch viel mehr zu unternehmen, aber dafür brauchst du ein Transportmittel, am besten ein 4WD. Dann erlebst du Feuerland von seiner ursprünglich Seite und kannst einsame Orte besuchen, wie die Königspinguinen-Kolonie. Viele Backpacker bleiben in Ushuaia und unternehmen von dort aus Ausflüge, was auch nicht schlecht ist (nur anders).

 

Für Abenteurer: Mehrtageswanderung auf Isla Navarino (Chile)

Wenn du ein Abenteuer suchst, musst du mit dem Boot auf die andere Seite übersetzen, zur chilenischen Insel Navarino. Für viele ist Puerto Williams die südlichste Stadt der Welt und es fühlt sich tatsächlich mehr nach dem Ende der Welt an. Im Ort selber gibt es nicht viel zu tun, aber rundherum gibt es einige interessante Wanderungen.
Vor allem die Mehrtageswanderung „Circuito de los Dientes“ . Der Weg führt einmal rund um ein Bergmassiv durch ein relativ unerschlossenes Gebiet. Im Hostel habe ich einen Typen kennengelernt, der mir mit leuchtenden Augen von dieser Wanderung erzählt hat. Schau dir diese Fotos an!

 

Was die Tour zur Herausforderung macht, ist das unberechenbare Wetter, was dich mit stürmischen Winden und Schnee testen kann.

 

antarktis

 

Kreuzfahrt in die Antarktis

Für ein paar Glückliche ist Ushuaia das Tor zur Antarktis. In den Sommermonaten legen alle paar Tage Kreuzfahrtschiffe an, um neue Leute an Bord zu nehmen. Ich bin selber der Euphorie und den Geschichten der Zurückkehrer erlegen. Als sich mir dann die Möglichkeit bot für den halben Preis mitzufahren, habe ich zugeschlagen. YOLO! Wenn du Interesse hast, erfährst du hier wie du an Lastminute-Tickets für die Antarktis kommst.

 

Punta Arenas (Chile)

Die wenigsten Backpacker stoppen in Punta Arenas auf dem Weg in den Norden, auch ich bin im Bus sitzen geblieben. Für Leute, die Feuerland weglassen, ist Punta Arenas ein guter Startpunkt. Die Stadt hat einen Flughafen und eine ganz besondere Attraktion zu bieten. Mit einem Schiff kannst du einen Ausflug zur Pinguinkolonie auf der Insel Magdalena machen. Diese knuffigen Tiere in freier Wildbahn zu sehen, ist ein einmaliges Erlebnis. Ansonsten gibt es rund um Punta Arenas noch diverse Wanderwege und Mountainbike-Treks, leider ist die Anreise oft schwierig, daher lohnt es sich eine Tour zu buchen.

 

Link-Tipp: Mehr Infos auf dem Blog Passenger On Earth

 

 

torres del paine nationalpark chile patagonien südamerika

 

Puerto Natales & Torres del Paine (Chile)

Das Highlight für viele Patagonien-Reisende ist eine Wanderung durch den berühmten Nationalpark Torres del Paine. Auf kleinstem Raum findest du hier abwechslungsreiche Landschaften mit schroffen Berggipfeln, knorrige Wäldchen, Lagunen mit Eisbergen und einem riesigen Gletscher. Patagonien vom Feinsten, wie aus dem Bilderbuch!

 

Trekking im Torres del Paine

Das Tolle selbst unerfahrene Wanderer können auf eigene Faust losziehen, um einen der beliebtesten Treks zu laufen.

 

Als Ausgangspunkt dient die Kleinstadt Puerto Natales, wo du alles bekommst, was du fürs Trekking brauchst. Angefangen von Informationen zu Wanderungen, Verleiher von Camping-Equipment, bis zu Transportmöglichkeiten zum Park und Touranbieter für Tagesausflüge.

 

Busse bringen jeden Morgen Wanderwillige an die Startpunkte der Wanderungen, die Fahrtzeit beträgt etwa zwei Stunden. Schon nach kurzer Zeit verteilen sich die Massen und jeder folgt seinem eigenen Tempo.

 

Welche Route „W“ oder „O“?

Der beliebteste Trek ist der „W“: 4 Tage, 70 Kilometer, 2.500 Höhenmeter. Er verläuft im südlichen Teil des Bergmassivs und ist einfach zu gehen. Nur die Aufstiege in die einzelnen Täler sind anstrengend, diese sind aber optional und du kannst sie ohne den schweren Rucksack machen.

 

Etwas länger ist der „O-Trek“ – Mein Tipp! 8 Tage, 130 Kilometer, 4.500 Höhenmeter. Der Rundweg führt einmal ums Bergmassiv herum. Besonders der Aufstieg zum Pass am Grey Gletscher ist ein Highlight. Auf der Rückseite ist deutlich weniger los und die Wege sind einfach zu gehen.

 

 

Gut zu wissen

In den letzten Jahren sind die Besucherzahlen stetig gewachsen, so dass du mittlerweile nicht nur die Hütten, sondern auch Campingplätze im Voraus buchen musst. Das macht es in der Hochsaison (Dez-Feb) fast unmöglich spontan loszuwandern. Entweder planst du entsprechend früh genug alles oder reist in der Zwischensaison an. Dann kann es zwar etwas kühler sein, aber von November bis März sind die Bedingungen noch gut zum Wandern.

 

Link-Tipp: Alles Weitere kannst du im Wanderguide von Steve nachlesen.

 

Tagestouren

Wer keine Lust auf eine mehrtägige Wanderung hat, kann den Park auch auf einer Tagestour besuchen. Als Tageswanderung eignet sich der Weg zum „Torres del Paine Lookout“, noch schöner ist jedoch eine Wanderung zum Grey Gletscher. Wer dem Gletscher näher kommen will, kann eine geführte Tour auf ihn machen oder per Kajak erleben.

 

Tipp: Wer trotzdem gerne mehr Zeit im Park verbringen will, kann sich in einem der vielen Hütten im Park oder südlich vom See einmieten. Besonders im Süden hast du ein tolles Panorama auf die Berge und eine Chance Wildtiere wie Guanacos zu sehen.

 

Perito Moreno Gletscher, Argentinien

 

El Calafate & Perito Moreno Gletscher (Argentinien)

Der nächste Stopp darf auf keiner Patagonien Reise fehlen. El Calafate selber ist ein typischer Touri-Ort, der den meisten nur als Sprungbrett zum Gletscher Perito Moreno dient. Der Anblick des Gletschers ist einfach überwältigend. Wie ein blaues Band schiebt er sich ins Tal hinab. Im Gegensatz zu vielen anderen Gletschern weltweit wächst er jedes Jahr stetig weiter.

 

Von einer Aussichtsplattform kannst du ihn hautnah erleben. Hören wie er knackt und knirscht. Die Kälte spüren, die er ausstrahlt. Und gebannt darauf warten, bis ein weiteres Stück abbricht und krachend in die Tiefe fällt. Alle paar Jahre bricht die Brücke spektakulär in sich zusammen, die zwischen den beiden Seen entstanden ist.

 

 

Tagestouren

Ab El Calfate kannst du Tagestouren buchen, um den Gletscher zu besichtigen. Denn es fahren keine öffentlichen Busse hin. Wer dem Gletscher noch näher kommen will, kann eine Bootstour zur Abbruchkante machen oder mit einem Guide auf den Gletscher klettern.

 

Link-Tipp: Mehr Infos auf dem Fernsucht Blog

 

Tipp für El Calafate: Die Laguna Nimez liegt nur einen Spaziergang von der Innenstadt entfernt und ist ein Paradies für Vogelliebhaber. Hier kannst du sogar Flamingos sehen.

 

 

El Chaltén & Fitz Roy (Argentinien)

Noch vor ein paar Jahren war El Chaltén ein kleines Dorf am Fuße der berühmten Gipfel Fitz Roy und Cerro Torre. Bekannt nur in der Kletterer-Community, die magisch von der Herausforderung am Fels jeher angezogen sind. Mittlerweile finden immer mehr Outdoorbegeisterte ihren Weg nach El Chaltén, so wächst der Ort stetig weiter.
Alle wollen hinaus in die spektakuläre Bergwelt zum Wandern, Klettern, Moutainbiken, Eisklettern oder Kajaken. Plan ein paar Tage für diesen abgelegenen Ort ein, um ihn in vollen Zügen zu genießen und sei auf das wechselhafte Wetter gefasst, besonders die starken Winde haben es in sich.

 

Nach ein paar Tagen geht es für die Meisten zurück, denn die Straße nach El Chaltén ist eine Sackgasse. Außer du machst dich zu Fuß auf zur chilenischen Grenze, wo die berühmte Carretera Austral beginnt, aber später dazu mehr.

 

Die schönsten Tagewanderungen

Die beste Aussicht auf das Bergmassive hast du vom „Loma del Pliegue Tumbado“. Am beliebtesten ist jedoch die Tour hoch zur „Laguna de los Tres“ am Fuße des Fitz Roy und zur Laguna Torre. Darüber hinaus gibt es einige Zeltplätze im Park, mit entsprechender Campingausrüstung kannst du so weiter in Park vordringen und mehrere Tage wandern gehen.

 

Spar-Tipp: Geh vorher in El Calafate einkaufen. Der Supermarkt in El Chaltén ist klein und die Preise hoch. Und besorg dir vorher Bargeld, denn der Geldautomat in El Chaltén spuckt an vielen Tagen kein Geld aus, weil er leer ist.

 

Link-Tipp: Mehr Infos auf dem Fernsucht Blog

 

Unterwegs auf der Carretera Austral per Anhalter

 

Carretera Austral (Chile)

Wer weiter durch Chile nach Norden reisen will, kann die Reise auf der Carretera Austral fortsetzen. Die Straße verläuft durch einen abgelegenen Teil von Patagonien und endet nach über 1.200 Kilometern in Puerto Montt. Es ist eines der schönsten und ursprünglichsten Gebiete von Patagonien mit atemberaubenden Landschaften und dem rauen Charme von Patagonien.

 

Entlang der Strecke fahren im Sommer sporadisch Busse, viel schöner ist es mit dem eigenen Transportmittel (Auto oder Fahrrad) unterwegs zu sein, so kannst du überall nach Lust und Laune anhalten.

 

Ich war zwei Wochen lang per Anhalter auf der Strecke unterwegs und es war mein persönliches Highlight von Patagonien. Es war die Kombi aus Abenteuer, nie zu wissen, wann die nächste Mitfahrgelegenheit hält und was der Tag noch bringen wird. Und den abwechslungsreichen Landschaften, die es zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.

 

Die Highlights der Carretera Austral

Es ist vor allem die Vielfalt und die kleinen Überraschungen, die die Carretera Austral so besonders macht. Dich erwarten Gletscher, tiefe Fjordlandschaften, aktive Vulkane, Regenwälder, Baumgiganten, Marmorhöhlen, Kolibris, tolle Wanderungen und so viel mehr.

 

Wer Abenteuer sucht, wird hier fündig!

 

Link-Tipp: Mehr Infos zur Carretera Austral

 

 

 

Reiseroute durch Süd-Patagonien

Die klassische Patagonien Route

(10-15 Tage)

 

Flieg nach El Calafate, mach einen Tagesausflug zum Perrito Moreno Gletscher. Fahr für drei Tage nach El Chaltén und wieder zurück nach El Calafate. Von da aus weiter nach Puerto Natales, um im Torres del Paine (1-4 Tage) wandern zu gehen. Im Anschluss nach Punta Arenas zur Pinguinkolonie und mit dem Flugzeug zurück.

 

Wenn du viel Zeit hast

(15-20 Tage + 14-21 Tage für Carretera Austral)

 

Starte in Ushuaia und verbringe hier mindestens drei Tage, bevor es weiter nach Puerto Natales geht. Mach einen der langen Treks im Torres del Paine (4-8 Tage). Weiter in El Calafate reicht ein Tag aus, um den Gletscher zu besuchen. Danach geht’s nach El Chaltén zum Wandern (mind. 3 Tage). Wer will kann jetzt weiter Richtung Norden auf der Carretera Austral (14-21 Tage) reisen oder über El Calafate weiter über die argentinische Seite.

 

Tipp: Auf halbem Weg zwischen El Calafate und Bariloche, liegt das kleine Städtchen Periot Moreno. Es ist ein Namensvetter vom berühmten Gletscher, liegt jedoch meilenweit davon entfernt. Im nahegelegenen Nationalpark Periot Moreno kannst du wandern gehen und die „Cueva de las Manos“ mit den Höhlenmalereien besichtigen. Mehr Infos

 

Für Abenteurer

Entlang der Strecke gibt es unzählige Möglichkeiten für weitere Wanderungen und Outdoor-Aktivitäten: besonders in Ushuaia, Puerto Williams („Dientes de Navarino“), Punta Arenas und El Chaltén (Mehrtagestouren, Gletscherüberquerungen, Klettern). An allen Gletschern wird Eisklettern angeboten, besonders gutes Feedback habe ich vom Gletscher Viedma bei El Chaltén gehört.

 

Ansonsten kann ich dir natürlich die Carretera Austral ans Herz legen, hier gibt es so viele Outdooraktivitäten, die kann ich gar nicht alle aufzählen.

 

 

Süd Patagonien Backpacking

 

Die wichtigsten Infos fürs Backpacking in Süd-Patagonien

Visa

Im südlichen Teil von Patagonien springst du ständig zwischen Chile und Argentinien hin und her. So sehr, dass du schnell die Orientierung verlierst, in welchem Land du dich gerade befindest. Zum Glück kannst du visumsfrei beide Länder bereisen und erhältst jedes Mal lediglich ein paar neue Stempel. Nur bei der Einfuhr von Obst, Gemüse und tierischen Nahrungsmittel sind sie streng, diese müssen draußen bleiben.

 

Beste Reisezeit

November bis März – Der Sommer ist die beste Reisezeit, aber selbst dann kannst du vier Jahreszeiten an einem Tag erleben. Sei daher auf alles gewappnet und bring warme Kleidung und eine Regenjacke mit.

 

Reisedauer

Wer nur die Highlights in Patagonien sehen will, kommt mit zwei Wochen hin. Alle Outdoorfans nehmen sich besser mehr Zeit (3-6 Wochen), um diese grandiose Natur aktiv zu genießen. Es ist ratsam immer ein paar Tage in Reserve einzuplanen, da das Wetter sehr unbeständig ist.

 

Reisekosten

Im Vergleich zum restlichen Argentinien und Chile ist Patagonien sehr teuer. Ein Bett im Hostel kostet oft das Doppelte, auch Essen und Bustickets sind teurer. Wer mit eigenem Zelt reist und viel auf eigenen Faust wandern geht, kann trotzdem preisgünstig durch Patagonien reisen.

 

Im Durchschnitt geben Backpacker (ohne Zelt) 30 bis 50 Euro pro Tag aus.

 

Wenn du vorhast mehrere geführte Touren zu machen und schnell zu reisen, solltest du sogar noch etwas drauf rechnen.

 

Spartipp: Mit diesen Kreditkarten kannst du kostenlos Geld am Automaten abheben.

 

fluss

 

Packliste

Pack warme Sachen ein. Der Zwiebellook – eine Kombination aus mehreren Schichten – hat sich bei mir bewährt, weil die Temperaturen stark schwanken können. Dann eine Regenjacke als Schutz vor Regen, Schnee und Wind. Noch ein Schal oder *Schlauchtuch, um die Ritzen zu schließen, und eine Mütze.

 

Wenn du planst wandern zu gehen, pack noch diese Sachen ein: atmungsaktiver unterer Layer (Funktionswäsche), schnelltrocknende Trekkinghose oder Leggings, Wanderschuhe oder flache *Trail Running Schuhe, *Schlafsack-Inlett (fürs Schlafsack leihen) und einen Wanderrucksack mit Regencape.

 

Die komplette Camping-Ausstattung wie Zelt, Isomatte, Schlafsack, Kocher, Kochgeschirr usw. kannst du dir meist vor Ort ausleihen. Nur wenn du planst hauptsächlich draußen zu übernachten oder die Carretera Austral zu trampen, lohnt es sich eigenes Equipment mitzubringen.

 

Was gehört sonst noch in den Rucksack?!

 

Anreise & Transport

Die Distanzen in Patagonien sind groß, entweder kaufst du dir ein teures Flugticket oder machst es dir im Bus bequem. Gut zu erreichen per Flugzeug sind Ushuaia in Feuerland, Punta Arenas in Chile und El Calafate in Argentinien. Ansonsten bleibt der Bus übrig, besonders in Patagonien eine bequeme und komfortable Art zu reisen. Einzig in der Hochsaison kann es stellenweise eng werden mit den Sitzplätzen, dann lohnt es sich bei der Ankunft bereits das Ticket für die Weiterfahrt zu kaufen. Auf der Webseite Plataforma 10 kannst du nach entsprechenden Busverbindungen suchen.

 

Eine abenteuerliche Alternative ist die Anreise per Fähre von Puerto Montt nach Puerto Natales, die durch die schöne chilenische Fjordlandschaft führt. Nur seefest solltest du sein, denn an zwei Tagen sind die Wellen meist hoch. Eine weitere interessante Schiffsreise ist zwischen Punta Arenas und Ushuaia durch die Magellanstraße. Ich habe von Backpackern gehört, die auf einem Transportschiff mitgefahren sind.

 

Unterkunft

An allen wichtigen Orten (außer Carretera Austral) findest du schöne Hostels, leider liegen die Preise deutlich über dem Landesdurchschnitt. Wie auch bei den Bussen, hast du in der Hochsaison keine große Auswahl, sondern musst nehmen, was noch frei ist. Wer das vermeiden will, muss früh genug reservieren oder in der „Shoulder Season“ (Anfang bzw. Ende Hochsaison) reisen.

 

Wer mit einem kleinen Budget reist, sollte aufs Zelt ausweichen. In den Städten gibt es meist Campingplätze und in den Parks sowieso. Wildcampen wird außerhalb von Ortschaften meist toleriert, aber ohne eigenes Transportmittel ist das meist schwierig.

 

Was sonst noch…

 

Bergpanorama: Adventure is calling

 

Auf nach Patagonien – diese Orte musst du gesehen haben!

In den äußersten Süden von Südamerika, wo das Wetter rau und die Natur überwältigend ist. Ich war im Zuge meiner Weltreise in Patagonien, so habe ich mir den teuren Flug aus Deutschland gespart und hatte keinen Zeitdruck. Insgesamt habe ich über zwei Monate in Patagonien verbracht, ohne den argentinischen Teil von Nord-Patagonien zu bereisen. Und ich habe es geliebt.

 

Wenn du die Natur und Berge liebst. Gerne draußen unterwegs bist. Kein Problem damit hast, wenn das Thermometer im Sommer unter 15 Grad fällt und das Wetter mal wieder launig ist. Dann wirst auch du Patagonien lieben.

 

Was war dein Highlight in Süd-Patagonien? Hast du noch Tipps?

 

PS.: Hier findest du noch mehr Artikel zu Südamerika.

 


 

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2 Comments

  • Kathrin

    Liebe Claudia,
    was für ein toller und super informativer Beitrag über das wunderschöne Südpatagonien! Wir waren grade zum zweiten Mal dort und wieder total begeistert. Die raue Landschaft und Abgeschiedenheit dort muss man einfach mal erlebt haben. Auf die Isla Navarino und nach Puerto Williams haben wir es leider noch nicht geschafft. Grund genug, irgendwann nochmal hinzufahren.
    Vielen Dank fürs Verlinken zu unserem Königspinguin-Beitrag:-)
    Liebe Grüße
    Kathrin

    • Claudia

      Für mich war es sicher auch nicht die letzte Reise, denn ich würde unheimlich gerne noch die Pinguine sehen.
      Danke für den Tipp 🙂

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