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Mittelamerika Backpacking Guide: von Mexiko bis Panama

Mittelamerika ist ein Traum für Backpacker, vor allem der Festlandanteil in Zentralamerika. Hier findest du auf kleinstem Raum eine riesige Vielfalt an Landschaften und Kulturen. So kannst du im Pazifik surfen gehen, aktive Vulkane besteigen, durch verträumte Kolonialdörfer streifen, alte Maya-Ruinen erkunden, dich durch den Dschungel schlagen, immer auf der Suche nach wilden Tieren oder an den Riffen in der Karibik tauchen gehen.

 

Egal ob du auf der Suche nach Abenteuern, einer entspannten Zeit am Strand oder Naturparadiesen bist, in Zentralamerika wirst du fündig.

 

Eine Reiseroute für Backpacker ergibt sich auf dem schmalen Landstreifen ganz von selbst, natürlich mit einigen optionalen Schlenkern. Die Distanzen in Zentralamerika sind überschaubar, was das Reisen deutlich angenehmer im Vergleich zu Südamerika macht. Noch dazu sind viele Länder günstig zu bereisen, was alle Budget Backpacker freuen wird.

 

Und das erwartet dich in diesem Mittelamerika Backpacking Guide.

 

Inhaltsverzeichnis

Ein paar Worte zum Start zu Mittelamerika

 

Länderporträts von Mexiko bis Panama

 

Alles für die Reiseplanung

 

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Was erwartet dich in Mittelamerika

Ist Mittelamerika sicher?

Mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen kannst du sicher durch Mittelamerika reisen.

 

Zugegeben Zentralamerika hat nicht den besten Ruf, wenn es ums Thema Sicherheit geht. So haben viele Länder Probleme mit Bandenkriminalität und Überfällen. Besonders El Salvador und Honduras sind ein abschreckendes Beispiel, da sie eine der höchsten Mordraten der Welt haben.

 

Das gesagt, sieht die Realität für Reisende jedoch weit weniger dramatisch aus. So sind in den wenigsten Fällen Reisende betroffen, sondern Mitglieder aus den Banden und Namenlose, die zu den ärmsten des Landes zählen. Die Regierungen bemühen sich stets, Touristen zu schützen. Vor Ort wirst du daher eine hohe Polizeipräsenz und bewaffnetes Sicherheitspersonal sehen.

 

Auf meiner Reise durch Mittelamerika habe ich mich immer sicher gefühlt.

 

Nur im Dunkeln, in Menschenmengen, am Busbahnhof, im Chicken Bus und in entlegenen Gegenden habe ich mehr aufgepasst. Nachts war ich nur mit anderen Leuten unterwegs und wir haben ein Taxi oder UBER zurück zum Hostel genommen. Wenn ich mit meinem gesamten Gepäck unterwegs war, habe ich meine Wertsachen immer nah bei mir aufbewahrt und war generell wachsam. Nur bei Wanderungen und in abgelegenen Ecken war ich vorsichtiger, wenn es lokale Warnungen gab.

 

Noch mehr Tipps, wie du deine Sicherheit erhöhen kannst, findest du hier.

 

Kannst du alleine als Frau reisen?

Im Alltag wirst du keine Probleme haben, bis auf ein paar Pfiffe und dumme Sprüche, die du am besten einfach ignorierst. Generell sind die Mittelamerika sehr freundlich und hilfsbereit. Jedoch je freizügiger du dich kleidest, desto mehr Aufmerksamkeit wirst du bekommen. In Surferorten geht es meist sehr relaxt zu, in den Städten kleiden sich die Leute jedoch konservativer.

 

Während du dir oft tagsüber keine großen Sorgen machen musst, solltest du nachts vorsichtig sein. Laufe nicht alleine durch die Stadt, sondern geh in einer Gruppe aus. Auch am Strand musst du im Dunkeln aufpassen. Da es nicht überall gleich ist, solltest du dich immer vor Ort erkundigen, wo du aufpassen musst.

 

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Kommst du ohne Spanisch zurecht?

Vor allem in Belize und Panama, aber auch in den beliebten Touristenorten und in Hostels geht es meist auch mit Englisch. Bist du jedoch draußen unterwegs, auf dem Markt, im Bus oder unternimmst Tagesausflüge auf eigene Faust, solltest du wenigstens ein paar Worte Spanisch sprechen. Das gibt dir viel mehr Möglichkeiten.

 

Daher mein Tipp: Besuch eine Sprachschule, wenn du länger durch Mittelamerika reist.

 

Besonders Guatemala ist für seine günstigen Sprachschulen bekannt, aber du kannst überall eine finden. Ansonsten kannst du mit kostenlosen Apps wie Duolingo die Basics einer Sprache dir selber beibringen und nach der Sprachschule eigenständig weiter lernen.

 

Wie teuer ist Mittelamerika?

Tagesbudget 25 bis 70 Euro

 

Der Preisunterschied zwischen den einzelnen Ländern ist teils gravierend. Am günstigsten sind Nicaragua, El Salvador, Honduras und Guatemala, durch die du ab 25 Euro pro Tag bereisen kannst. Das ist fast so günstig wie in Teilen von Südostasien.

 

Die Preisspanne in Mexiko ist etwas größer, so kannst du ebenfalls für 25 Euro pro Tag durch Chiapas und Oaxaca reisen. Für Zentralmexiko solltest du eher mit einem 30 Euro Tagesbudget rechnen und die Yucatán-Halbinsel kostet noch mehr. Hier planst du besser 35 bis 50 Euro pro Tag ein und das gleiche gilt für Panama. Vor allem Panama City und Bocas del Toro sind etwas teurer.

 

Costa Rica und Belize ist die teuerste Ecke von Zentralamerika, hier ist das Preisniveau fast schon auf europäischen Level. Besonders in Costa Rica machst du viel mehr Touren und zahlst hohe Eintrittsgebühren, so gibst du schnell 50 bis 70 Euro pro Tag aus.

 

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Länderporträts von Mexiko bis Panama

Mexiko

pro: abwechslungsreich (Natur, Kultur & City), beeindruckende Ausgrabungsstätte, freundliche Mexikaner, lecker Essen, Spaß, Party

contra: teils sehr touristisch, riesiges Land

 

Mexiko ist alles, was du dir vorstellst und viel mehr: bunt, lebendig und laut. Ich kannte bereits Yucatán mit ihren traumhaft schönen Karibikstränden und den beeindruckenden Maya Ruinen. Aber mein letzter Mexiko Trip hat mich total überrascht. Ich hatte keine Ahnung, wie vielfältig das Land ist und damit meine ich landschaftlich und kulturell zugleich.

 

Mexiko hat eine lebendige Kultur, viele Traditionen noch aus Zeiten der Mayas, eine geschichtsträchtige Vergangenheit und ist zeitgleich modern. Mich haben vor allem die freundlichen Menschen und das leckere Essen begeistert.

 

Mexiko musst du gesehen haben!!!

 

An- & Einreise

Die günstigsten Flüge von Deutschland nach Mexiko findest du nach Cancun und Mexiko-Stadt. Vor allem nach Cancun kannst du wirkliche Schnäppchen in der Vor- oder Nebensaison finden. Hast du wenig Zeit, kannst du natürlich auch andere mexikanische Städte ansteuern.

 

In Mexiko angekommen, brauchst du für die Einreise kein Visum und kannst ganze 180 Tage bleiben. Das ist perfekt, da Mexiko so viele schöne Ecken zu bieten hat.

Beste Reisezeit

Im Oktober lässt der Regen langsam nach und die Trockenzeit beginnt, die bis in den Mai andauert. Die Monate von November bis April sind die beste Reisezeit für Mexiko, da du meist schönes Wetter hast, noch dazu ist es angenehm warm und nicht zu heiß. Die Temperaturen steigen dann langsam immer weiter an, bis sie im Mai immer unerträglicher werden.

 

Die Hauptsaison in Mexiko ist vor allem der Dezember und Januar, wenn gerade die Nordamerikaner dem kalten Winter entfliehen wollen. Am vollsten wird es rund um Weihnachten und Neujahr, wenn wirklich jeder ans Meer kommt. Dicht gefolgt von Ostern und dem amerikanischen Springbreak der Universitäten (März / April), wenn viele Orte am Wasser ebenfalls ausgebucht sind.

 

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Reisekosten

Budget Backpacker: 25 bis 50 Euro pro Tag

 

Es gibt günstige Ecken in Mexiko, wo du mit 25 Euro am Tag auskommst. Das schaffst du zum Beispiel in den südwestlichen Bundesstatten Oaxaca und Chiapas. In Zentralmexiko wirst du eher 30 Euro aufwärts täglich brauchen. Und am teuersten wird es in der Hochsaison auf der Yucatán-Halbinsel, wo du schnell das doppelte ausgeben kannst.

Highlights

Mit Abstand am beliebtesten ist die Yucatán-Halbinsel, wo dich Traumstrände in der Karibik, beeindruckende Maya-Ruinen, Cenoten und Kolonialstädte erwarten. Ich habe vor allem die Trauminsel Holbox, die Mayapyramide in Calakmul und die Tauchgänge in den Cenoten geliebt. Der Yucatán-Loop ist perfekt für junge unerfahrene Backpacker.

 

Weiter im Westen schließen die Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca an, die viel stärker von der indigenen Bevölkerung geprägt sind. Zu den Highlights in der Region zählen die Mayatempel in Palenque, der gigantische Sumidero Canyon und Oaxaca-Stadt, wo du einen unvergesslichen Día de los Muertos erleben kannst.

 

In Zentralmexiko erwarten dich Vulkane, beeindruckende Ausgrabungsstätte, die pulsierende Hauptstadt Mexiko City, einige der schönsten „Pueblos Magicos“, wie Querétaro und San Miguel de Allende, und das wahrscheinlich beste Street Food in Mexiko. Noch dazu kannst du viele geheime Ecken entdecken, mein Highlight waren die Wasserfälle in La Huasteca.

 

Hier erfährst du mehr über die Highlights von Mexiko.

 

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Warum du Mexiko lieben wirst

Es ist die Lebenfreude und Freundlichkeit der Mexikaner, die direkt dein Herz erobern werden. Noch dazu ist Mexiko das abwechslungsreichste Land in Zentralamerika, da es ein Bindeglied von Nord- und Südamerika ist. So findest du moderne Städte und gleichzeitig traditionelle Dörfer, die stark von der indigenen Kultur geprägt sind.

 

Noch dazu ist es landschaftlich abwechslungsreich, da du mehrere Klimazonen in Mexiko vorfindest: von Kakteen bestandenen heiße Einöden, ein kühles Hochplateau mit aktiven Vulkanen, die raue Pazifikküste, ein tropisches Tiefland, bis hin zu den traumhaft schönen Stränden in der Karibik.

 

Und das Essen erst in Mexiko!!! Während das Essen in Zentralamerika leider oft langweilig ist, wirst du in Mexiko verwöhnt. Du wirst von den Tacos, den vielen verschiedenen Tortilla-Variationen und den Soßen nicht genug bekommen.

 

Wie viel Zeit brauchst du?

Reisedauer: 1 bis 3 Monate

 

Um auf den Geschmack zu kommen sind drei bis vier Wochen ideal für Mexiko, um ein bis zwei Regionen zu bereisen. Noch besser jedoch sind drei Monate, um die Top-Highlights von Mexiko zu sehen. Plan lieber etwas mehr Zeit ein, du wirst es nicht bereuen. Ich habe auf meiner Reise durch Mexiko unzählige Backpacker kennengelernt, die ihre Pläne komplett über den Haufen geworfen haben, weil ihnen Mexiko so gut gefallen hat.

 

Inspirationen für deine Mexiko Reiseroute findest du hier.

Und noch mehr Tipps für deinen Mexiko Trip.

 

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Belize

Pro: Karibik, Rasta Vibe, Chill, Tauchen am Belize Riff, englischsprachig, sicheres Land

Contra: teuer, Maya Ruinen woanders beeindruckender

 

Das kleine Belize ist irgendwie anders. In der ehemaligen britischen Kolonie wird Englisch gesprochen. Aber auch sonst ist die Atmosphäre eine andere. Das mag daran liegen, dass es sich entlang der Karibik erstreckt und viel stärker von der kreolischen Kultur geprägt ist. Die Leute sind tiefenentspannt und lassen es gerne etwas langsamer angehen, was typisch für die Karibik ist.

 

Der Tourismus hat sich schon lange in Belize etabliert, da es nicht wie viele seiner Nachbarn in Zentralamerika von Bürgerkriegen gebeutelt wurde. Leider merkt man das an den höheren Preisen. Belize ist perfekt für unerfahrene Reisende, die kein Spansich sprechen. Und alle, die sich gerne etwas mehr Luxus gönnen wollen. Ansonsten zieht es viele Taucher an, da hier das größte Korallenriff der Nordhalbkugel liegt, das Belize Riff.

 

An- & Einreise

Der wichtigste Flughafen von Belize ist in Belize-Stadt, jedoch gibt es keine Direktflüge aus Europa und die Flüge sind relativ teuer. Wenn du auf Cancun oder Honduras ausweichst, wirst du bessere Angebote finden.

 

Als Tourist kannst du ohne Visum einreisen und für 30 Tage bleiben. Bei der Einreise kann ein Nachweis für ein Rück- oder Weiterflugticket verlangt werden, sowie finanzielle Mittel für deinen Aufenthalt (75 USD pro Tag). Gefällt es dir, kannst du deinen Aufenthalt für 50 US-Dollar pro Monat verlängern. Bei der Ausreise fallen Gebühren an, über Land sind es 19 US$ und mit dem Flugzeug 37,50 US$.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit ist von Februar bis Mai, und ebenfalls der August. Am meisten los ist von Mitte Dezember bis in den Januar. Die Regenzeit kann ich dir für Belize weniger empfehlen, weil die Tauchbedingungen in dieser Zeit schlecht sind und zwischen Juli und November Hurrikans durchziehen können.

 

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Reisekosten

Budget Backpacker: 35 bis 60 Euro pro Tag

 

Viele Backpacker lassen Belize links liegen, weil es ihnen zu teuer ist. Und kommst du aus Guatemala, wirst du einen kleinen Schock erleben, da vieles das Doppelte kostet. Wenn du Belize sehen willst, aber nicht so viel Geld ausgeben willst, solltest du deinen Aufenthalt möglichst kurz halten. Lass lieber die Höhlen und Mayaruinen weg, und reise direkt zu den Inseln.

 

Die Karibik macht Belize besonders, genieße also nur den schönsten Part.

Highlights

Die Insel Caye Caulker gehört zu den Highlights von Belize, eine interessante Alternative ist San Pedro. Auf beiden Inseln kannst du den karibikischen Rasta Vibe genießen, an traumhaft schönen Strand chillen und schnorcheln oder tauchen gehen. Um zum Blue Hole zu kommen, musst du eine Tour von Placencia machen. Wenn du ein paar entspannte Tage am Meer verbringen willst, ist Hopkins noch schön.

 

Wenn du aus Guatemala kommst, kannst du einen Stopp in San Ignacio einlegen, um die ATM Höhle (Actun Tunichil Muknal), die Maya Ruinen Caracol und Xunantunich zu besuchen. Die Hauptstadt Belize-City kannst du getrost weglassen.

 

Da ich selber noch nicht in Belize warst, findest du hier die Empfehlungen vom Reiseblog Good Morning World.

 

Reiseroute

Reisedauer: 1 bis 2 Wochen

 

Wenn dein Budget klein ist, kannst du ein paar Tage am Meer oder den Inseln verbringen, wenn du von Mexiko nach Guatemala reist. Wem das nicht reicht, sollte eher zwei Wochen einplanen, um sowohl die Wasserwelt, als auch an Land, Belize zu erkunden.

 

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Guatemala

Pro: einzigartig (Atitlán, Tikal), indigene Kultur, Vulkan besteigen, Abenteuer, Spaß, Party, günstig, Spanisch lernen

Contra: Off-the-beaten-Path (anstrengend), viele junge Amis

 

Bei Backpackern wird Guatemala immer beliebter, weil es unverbraucht und günstig ist, zudem hat es spektakuläre Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zu den Highlights jedes Trips zählt der Besuch der Maya Ruinen in Tikal und des See Atitláns. Guatemala hat eine bunte Mischung aus Kultur, Natur und Abenteuer zu bieten. Außerdem ist es der perfekte Ort um Spanisch zu lernen, da es nirgendwo günstigere Sprachschulen in Zentralamerika gibt.

 

Guatemala ist ein magischer Ort, den du nicht verpassen darfst.

 

An- & Einreise

Von Deutschland gibt es keine Direktflüge nach Guatemala-City, stattdessen musst du über die USA oder Spanien fliegen. Bist du bereits vor Ort, kannst du über Mexiko, Belize, Honduras und El Salvador ohne Probleme über Land nach Guatemala einreisen.

 

Die Länder Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua haben ein Abommen getroffen, das du dich insgesamt 90 Tage ohne Visum in der Region aufhalten darfst. Aber selbst wenn du länger bleiben willst, kannst du schnell rüber nach Belize oder Costa Rica fahren, um erneut 90 Tage bei der Einreise in den Reisepass gestempelt zu bekommen.

Beste Reisezeit

Dezember bis März

 

Die Trockenzeit in den Wintermonaten ist die beste Reisezeit für Guatemala, da du die besten Bedigungen für die Vulkanbesteigungen und Dschungelabenteuer hast. Die Nächte auf dem Hochplateau können zwar etwas frisch werden, dafür hast du tagsüber meist Sonnenschein und milde Temperaturen.

 

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Reisekosten

Budget Backpacker: 25 bis 40 Euro pro Tag

 

Guatemala gehört zu den günstigsten Reiseländern in Mittelamerika, wo du schon mit 25 Euro am Tag auskommst. Wobei die meisten Backpacker doch etwas mehr Geld ausgeben, um ein bißchen mehr Komfort zu haben. So pendeln zwischen den beliebtesten Orten in Guatemala Shuttles, die viel schneller und bequemer sind. Auch beim Essen und beim Feiern gibst du schnell etwas mehr aus, um etwas Abwechslung zu haben.

 

Highlights

Fangen wir im Hochland von Guatemala an. Hier kannst du mehrere Vulkane besteigen, vor allem der zweitägige Trip auf den Acatenango ist krass, wo du einen Lava spuckenden Vulkan aus nächster Nähe beobachten kannst. Im Anschluss geht es zurück ins süße Kolonialstädtchen Antigua oder an den See Atitlán, wo du entspannen kannst.  Der von Vulkanen gesäumte See ist einfach nur magisch.

 

Im Tiefland erwartet dich dann eine paradisiesiche Badelandschaft in Semuc Champey und die sagenumwobenen Maya Ruinen Tikal, wobei es viele weitere Ausgrabungsstätten in der Umgebung zu entdecken gibt. So kannst du auf einem fünftägigen Dschungeltrek die fast vergessene Ruinenstadt El Mirador erkunden, die mitten im Nirgendwo liegt, was ein kleines Abenteuer ist.

 

Das war nur eine kleine Auswahl, denn Guatemala hat noch viel mehr Highlights zu bieten.

 

Reiseroute

Reisedauer: 2 bis 3 Wochen

 

Wer es eilig hat, kann die Top-3-Highlights: Tikal, Atitlán und Antigua, in einer guten Woche abklappern. Aber besser sind zwei bis drei Wochen, um mehr von Guatemala zu sehen.

 

Konkrete Routenvorschläge für Guatemala findest du hier.

 

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El Salvador

Pro: authentisch, ruhig, relativ unentdeckt, freundliche Salvadorianer, top Surfing

Contra: gefährliche Ecken, touristisch nur teilweise erschlossen

 

Vielfach links liegen gelassen wird das kleine El Salvador, dem kein guter Ruf vorauseilt. Wer die Warnhinweise des Auswärtigen Amts liest, wird es sich gut überlegen das Land zu besuchen. Und doch hat El Salvador wunderschöne Nationalparks, verträumte Kolonialstädte und schöne Strände an der Pazifikküste zu bieten.

 

El Salvador ist sehr abwechslungsreich, nur nicht so spektakulär wie seine Nachbarn und viel ruhiger. So triffst du deutlich weniger Backpacker im Land an, dafür gehen die Salvadorianer sehr offen auf dich zu und du erlebst ein Land, bevor es vom Tourismus für immer verändert wird.

 

El Salvador ist für Vielgereist, die sich nach den alten Tagen sehnen.

 

An- & Einreise

Iberiar bietet Flüge über Madrid in die Hauptstadt San Salvador an, alternativ kannst du über Drehkreuze in den USA oder Kanada fliegen. Am einfachsten ist es jedoch, wenn du über Land einreist. Hierfür nimmst du am besten ein Shuttle aus den Nachbarländern, um dir Stress und Zeit zu sparen. Die Busverbindungen sind oft schlecht und teilweise musst du in unschönen Ecken umsteigen. Die paar Euro mehr sind deshalb gut angelegt.

 

El Salvador gehört zu dem Verbund aus Guatemala, Honduras und Nicaragua, in dem du dich insgesamt 90 Tage ohne Visum aufhalten darfst.

Beste Reisezeit

November bis April

 

Im November hört es langsam auf zu regnen und die sonnige Tage beginnen. Die Trockenzeit endet im April oder Mai, was die heißesten Monate des Jahres sind. Während der Regenzeit sind wenige Backpacker unterwegs, dafür kommen viele Surfer, da es besonders hohe Wellen zwischen Mai und August gibt.

 

In El Salvador und Nicaragua findest du den besten Surf in Zentralamerika.

 

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Reisekosten

Budget Backpacker: 25 bis 35 Euro pro Tag

 

Die günstigen Reiseziele in Mittelamerika sind El Salvador, Nicaragua, Honduras und Guatemala.

 

Für ein Hostelbett zahlst du in El Salvador etwa 10 Euro, Pupusas (typisches Street Food) bekommst du für 50 Cent und da die Distanzen meist kurz sind, kostet eine Fahrt mit einem öffentlichen Bus meist unter einem US-Dollar. Noch dazu kannst du vieles auf eigene Faust unternehmen und sparst dir so teure Touren.

Highlights

Ein guter Startpunkt für El Salvador ist die Stadt Santa Ana im Nordwesten des Landes, von wo aus du unzählige Tagesausflüge zu einem Vulkan, Ausgrabungsstätten und Wasserfällen machen kannst. Für viele geht es dann weiter zur Ruta de las Flores, wo du süße kleine Kolonialdörfer, Kaffeefarmen und Wasserfälle sehen kannst.

 

Die Hauptstadt San Salvador kannst du dir getrost sparen oder sie als Sprungbrett in die schönste Kolonialstadt des Landes, nach Suchitoto, nutzen. Um im Anschluß weiter ans Meer zu fahren, rund um El Tunco findest viele ehemalige Fischerdörfer, die von Surfern erobert wurden. Sie sind perfekt zum Surfen, Chillen, und um die spektakulären Sonnenuntergänge zu genießen.

 

Welche Ecken sich sonst noch in El Salvador lohnen, kannst du hier nachlesen.

 

Reiseroute

Reisedauer: 1 bis 2 Wochen

 

Wenn du dir nur die Klassiker in El Salvador anschauen willst, reicht eine Woche. Aber es lohnt es durchaus, etwas weiter vorzudringen und intensiver durch El Salvador zu reisen. Plane hierfür ein bis zwei Wochen extra ein. Konkrete Routenvorschläge findest du in dem oben verlinkten Artikel.

 

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Honduras

Pro: Tauchen (Belize Riff), günstiger Tauchschein

Contra: Sicherheitsbedenken, kaum Tourismus

 

Im Moment 2019/2020 scheint die Lage in Honduras weniger stabil zu sein, als in El Salvador. Gerade in den Städten gibt es massive Probleme mit Bandenkriminalität. So kommen noch weniger Touristen ins Land und die meisten steuern direkt die Bay Islands zum Tauchen oder die Maya Ruinen in Copán an. Dort ist es relativ sicher, im Rest des Landes solltest du jedoch vorsichtig sein.

 

Erkundige dich immer über die aktuelle Lage im Land. Hör dich bei anderen Reisenden um und schau auf die Webseite des Auswärtigen Amtes.

An- & Einreise

Gelegentlich kannst du günstige Flugverbindungen nach Honduras finden, so zum Beispiel nach San Pedro Sula, was an der Karibik unweit der Grenze zu Guatemala liegt. Wenn du bereits in Mittelamerika bist, kannst du natürlich auch über Land einreisen. Gute Verbindungen gibt es von Río Dulce in Guatemala, wenn du auf die Inseln oder nach Copán willst, was du auch von Guatemala-City oder Santa Ana in El Salvador gut erreichen kannst.

 

Innerhalb von Honduras, El Salvador, Guatemala und Nicaragua darfst du dich ingesamt 90 Tage ohne Visum aufhalten. Bei der Ausreise wird eine kleine Gebühr von 3 US$ verlangt.

Beste Reisezeit

Februar bis April

Inseln: Februar bis Juni

 

Die Trockenzeit variiert etwas in Honduras, so bleibt es im Inland von November bis April und auf den Inslen von Februar bis September trocken. Ab Juni bis in den November können Stürme oder Hurrikane vorbei ziehen. Auf den Bay Islands kannst du ganzjährig mit Walhaien schwimmen, besonders häufige Sichtungen sind am Anfang und am Ende der Trockenzeit.

 

Wenn du durch das gesamte Land reisen willst, sind der Februar bis April eine gute Reisezeit, da es überall trocken bleibt.

 

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Reisekosten

Budget Backpacker: 25 bis 40 Euro pro Tag

 

Im direkten Vergleich ist Honduras etwas teurer, als El Salvador. Besonders auf den Inseln wirst du mehr Geld ausgeben, wobei Utila meist etwas preiswerter ist. Falls du deinen Tauschschein (Open Water Course) in Honduras machen willst, kannst du ein Budget von 250 bis 300 US-Dollarn einplanen. Nirgendwo sonst in Mittelamerika geht das so günstig, wie auf Utila.

 

Highlights

Zu Honduras kann ich dir relativ wenig erzählen. Ich selber war nur in Copán, um mir die Maya Ruinen anzuschauen, und das hat sich wirklich gelohnt. Noch dazu lage es quasi auf meinem Weg. Ansonsten kenne ich nur Leute, die auf den Karibikinseln Utila oder Roatán waren, von denen sie mir vorgeschwärmt haben. Das Tauchen muss sehr gut sein, einzig die Sandfliegen können nervig sein.

 

Mit Freunden hatte ich kurz überlegt eine Tour nach La Mosquitia zu machen, was ein Natur- und Tierparadies an der Karibikküste ist. Das wäre sicher ein cooles Abenteuer geworden, da die Region gar nicht erschlossen ist. Leider mögen das auch die Narcos.

 

Ansonsten hatte ich noch gutes über den See Yojoa und die Kolonialstadt Comayagua gelesen. Vielleicht entspannt sich die Lage etwas, denn Honduras hat sicher einiges zu bieten. Noch mehr Inspirationen für Honduras findest du hier.

 

Leon in Nicaragua

 

Nicaragua

Pro: Vulkanbesteigungen, top Surfing, Abenteuer, Outdoor, Spaß, Party, günstig

Contra: mmh, da fällt mir nicht viel ein, es ist heiß

 

Spaß beiseite, tatsächlich gab es in 2018 Unruhen in Nicaragua und zeitweise bestand eine Reisewarnung für das Land, daher check die Sicherheitslage vor deinem Trip. Ansonsten liebe ich Nicaragua, weil es ein wirklich abwechslungsreiches Land ist und bei weiten nicht so überlaufen ist, wie Costa Rica.

 

Nicaragua hat eine gute Mischung aus Kolonialstädten, Surforten, entspannten Orten wie der Vulkaninsel Ometepe und unzähligen Vulkanen, die du erklimmen und teils mit einem Snowboard hinabdüsen kannst. Du bist viel draußen unterwegs und der Spaß kommt nicht zu kurz. Noch dazu gibt es ruhigere Ecken, wie das Hochland mit seinen Nebelwäldern und die kaum erschlossenen Karibikinseln. So kommt jeder auf seine Kosten.

 

Nicaragua ist etwas für Newbie-Backpacker und Vielgereiste zugleich, da die Hauptreiseroute gut erschlossen ist und es trotzdem viele unentdeckte Ecken gibt.

 

An- & Einreise

Die meisten internationalen Flüge landen in der Hauptstadt Managua. Günstige Verbindungen findest du besonders über Florida und Panama-City. Noch bessere Angebot kannst du für San Jose in Costa Rica finden, von wo aus du schnell nach Nicaragua rüberfahren kannst.

 

Nicaragua hat zusammen mit Honduras, El Salvador und Guatemala ein Abkommen getroffen, das du dich 90 Tage ohne Visum in ihrem Gebiet aufhalten kannst. Bei der Einreise musst du 10 US$ für die Touristenkarte und je 2 US$ bei der Ein- und Ausreise zahlen.

Beste Reisezeit

November bis April

 

Die Trockenzeit ist von November bis April, wobei es besonders von Dezember bis Februar in den Haupttouriorten voll werden kann. Die Amis scheinen vor allem Granada gerne als Base zu nutzen, dagegen sind andere Orte nur merklich voller. Die heißesten Monate sind der April und Mai, wenn es vielerorts über 35 Grad sind. Der meiste Regen fällt im September und Oktober.

 

An der Karibikküste bleibt es von Februar bis April relativ trocken, denn es kann das ganze Jahr über Regen geben.

 

Isla de Ometepe in Nicaragua

Reisekosten

Budget Backpacker: 25 bis 35 Euro pro Tag

 

Oft hatte ich das Gefühl, dass Nicaragua das günstiges Land in Zentralamerika ist. Im Hostel zahlst du oft 10 US$ oder weniger. Essen bekommst du preiswert schon für 2 bis 3 Euro auf dem Markt oder bei den Mittagsbuffets. Die Fahrt mit dem Chicken Bus kostet dich oft nur 1 bis 2 Euro. Einzig die Touren und das Feiern gehen, macht sich deutlicher im Portemonaie bemerkbar.

Highlights

Die beliebtesten Orte im Süden sind der Surferort San Juan del Sur, wo du am Strand chillen und gut feiern kannst. Dann die Vulkaninsel Ometepe, die zum Chillen und erkunden einlädt. Hier kannst du den ersten Vulkan (von vielen) in Nicaragua besteigen. Die nächste Chance hast du in Granada, die fast schon zu perfekte Kolonialstadt, die eine ideale Base für Tagesausflüge ist.

 

Mir hat Léon besser gefallen, die ebenfalls kolonialen Charme hat, aber viel authentischer rüber kommt. Von hier aus kannst du die coolsten Vulkantouren machen, unter anderem auch das berühmte Volcan Boarding. Ach so, Managua kannst du übrigens weglassen, das ist ein großes graues Moloch.

 

Das sind die Klassiker. Entlang der Pazifikküste gibt es noch interessante Surferorte. Im Hochland findest du dann Nebelwälder, Kaffeeplantagen, Zigarrenfabriken und den Sumidero Canyon, den du schwimmend und springend erkunden kannst, was viel Spaß macht. Noch unerschlossener ist die Karbikküste, wobei es seit neustem sogar eine Straße gibt. Bisher hast du viele Orte nur per Boot oder Flugzeug erreicht.

 

In meinen ausführlichen Nicaragua Backpacking Guide findest du noch mehr Inspirationen und Tipps.

 

Reiseroute

Reisedauer: 2 bis 4 Wochen

 

Um die klassichen Highlights von Nicaragua zu sehen, reichen zwei Wochen aus, ABER es lohnt sich ein bis zwei Wochen dran zu hängen.

 

Nicaragua ist irgendwie ein offenes Geheimnis. Die meisten Reisenden besuchen nur die Westseite, dabei verpassen sie viele Facetten, die Nicaragua ausmachen. Das Hochland mit seinen Farmen und Nebelwälder, die unerschlossenen Dschungelgebiete, wo du vom Gebrüll der Affen geweckt wirst. Erlebe die anderen Seiten von Nicaragua und tauche tiefer ein.

 

Sonnenuntergang

 

Costa Rica

Pro: fantastische Nationalparks, Tierbeobachtungen, Naturschutz, Vulkane, Action, Surfen, sicheres Land

Contra: teuer, sehr touristisch, Hochsaison sehr voll, kein ideales Backpacking Land

 

Über eine Millionen Touristen kommen jedes Jahr nach Costa Rica, um an den schönsten Stränden zu chillen, Tiere im Dschungel zu beobachten, die vielen Nationalparks zu erkunden und wandern zu gehen. Costa Rica ist „La Pura Vida“ und manche Orte sind so wild, dass du dir wie in einer Live-Version von National Geographic vorkommst.

 

Schon vor Jahren hat Costa Rica erkannt, das ihre Wälder und Tierwelt schützenswert sind. So haben sie viel in den Naturschutz und die Erhaltung ihrer Dschungel investiert. Das hat sich ausgezahlt, da es kaum so artenreiche Ökosysteme in Zentralamerika gibt wie hier.

 

So zieht Costa Rica vor allem Naturbegeisterte, Sonnenhungrige und Surfer an. Mit dem Tourismus kommen viele Annehmlichkeiten, aber auch hohe Preise, es ist mehr los, überall werden Touren, Ziplining & Co. angeboten. Der amerikanische Einfluß ist überall erkennbar und der Tourismus ist eher auf Familienurlaub, als auf Backpacker eingestellt.

 

Die ruhigen Ecken gibt es immer noch, aber sie sind meist schwer erreichbar und mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird es kompliziert. Für solche Abenteuer mietest du dir besser einen 4WD, was jedoch schnell dein Reisebudget sprengt.

 

An- & Einreise

Von Deutschland findest du gute Flugverbindungen in die Hauptstadt San Jose, besonders in der Nebensaison kannst du preiswerte Flüge finden. Von dir kann beim Boarding ein Nachweis eines Rück- oder Weiterflugtickets und finanzielle Mittel verlangt werden.

 

In Costa Rica darfst du als Tourist bis zu 90 Tage ohne Visum bleiben. Bei der Ausreise fallen zusätzlich eine Flughafensteuer von 29 US$ und eine Sicherheitsgebühr von 6 US$ an, die jedoch oft bereits im Flugticket enthalten sind.

Beste Reisezeit

Dezember bis März (Hochsaison)

 

Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Dezember bis März, was jedoch ebenfalls die Hochsaison ist. So ist es vielerorts voll und die Preise steigen. Rund um die Weihnachtsfeiertage sind Orte sogar schon Monate vorher ausgebucht und für ein Hostelbett zahlst du dann das Doppelte. Falls du in der Zeit in Costa Rica unterwegs bist, solltest du früh genug Unterkünfte reservieren.

 

Wenn du es gerne etwas ruhiger hättest, kannst du in der Nebensaison zwischen April bis Juli durch Costa Rica reisen. Das ist der Beginn der Regenzeit, wo die Regenmengen meist noch geringer sind. Stell dich jedoch darauf ein, das Dschungelausflüge oft nass und schlammig werden, auch sind mehr Mücken auf der Jagd. Zu Ostern und zum amerikansichen „Springbreak“ wird es etwas voller.

 

An der Karibikküste kann es das ganze Jahr über regnen.

Dschungel in Nicaragua

 

Reisekosten

Budget Backpacker: 35 bis 70 Euro pro Tag

 

Als Budget Backpacker wirst du es schwer haben in Costa Rica. Alles ist teuer, die Hostel, der Transport und das Essen, oben drauf kommen dann noch die teueren Eintritte für die Nationalparks, Touren und Action-Spaß (Rafting, Zipling). Fehlt dir dafür das nötige Budget wirst du oft das Gefühl haben, etwas zu verpassen, deshalb kann ich dir Costa Rica dann nicht empfehlen.

 

Da Zentralamerika einige günstige Länder hat, kannst du jedoch etwas vorausplanen, um mehr Geld für Costa Rica übrig zu haben. Schon alleine wegen der Natur lohnt sich Costa Rica auf jeden Fall und du unterstützt durch deine Reise die Erhaltung wichtiger Lebesräume für Tiere und Pflanzen. Costa Rica ist ein Vorbild, was nachhaltigen Ökotourismus angeht.

Highlights

Vor allem die Tierbeobachtungen und Wanderungen gehören zu den Highlights jeder Costa Rica Reise. Mit einem gekonnten Auge wirst du Affen, Toucane, Kolibris, Faultiere, Schmetterlinge, Frösche und exotische Vögel im Wald entdecken. Und du hast die Chance an vielen Stränden Schildkröten bei der Eiablage oder das Schlüpfen der Schildkrötenbabies zu beobachten.

 

Im Nordwesten Costa Ricas erwarten dich drei fantastische Nationalparks, in denen du wandern gehen und Tiere beobachten kannst. Da ist der Nebelwald von Monteverde, der Vulkan Arenal und Tenorio mit seinem magischen türkis farbenen Fluss. Direkt um die Ecke liegt die Halbinsel Nicoya, wo du surfen gehen und am Strand entspannen kannst.

 

Die Karibikküste ist viel weniger erschlossen und wilder. Ein absolutes Highlight ist der Tortuguero Nationalpark, der oben im Norden direkt am Meer liegt. Die einsamen schwarzen Strände gehen über in wilden Regenwald, wo du mit etwas Glück seltene Tierarten und Schildkröten erspähen kannst. Ein Geheimtipp sind die Strände südlich von Cahuita, wo du schnorcheln gehen kannst.

 

Im Südwesten lohnt sich noch der Corcovado Nationalpark mit seinen schwarzen Stränden, den vielen Tieren und Wanderungen. Es ist der größte Park des Landes, den du jedoch nur noch im Zuge einer Tour besuchen kannst.

 

Wegen dem Coronavirus habe ich es leider nicht mehr runter bis nach Costa Rica geschafft, was ich aber definitiv eines Tages nachholen werde. Viele Inspirationen und Tipps findest du stattdessen auf dem Blog vom Expert Vagabond.

 

Reiseroute

Reisedauer: 2 bis 3 Wochen

 

In Costa Rica hängt vieles davon ab, wie viel Budget dir zur Verfügung steht. Reist du als Budget Backpacker durch Mittelamerika, wirst du nicht viel Zeit in Costa Rica verbringen wollen und vielleicht nur ein oder zwei Stopps einlegen. Gerade im Nordwesten gibt es fantastische Orte, um wenigsten ein Stückchen von Costa Rica erlebt zu haben.

 

Um die Top-Highlights von Costa Rica zu sehen, wirst du etwa einen Monat brauchen, wenn du ein eigenes Transportmittel hast, denn einige der besten Nationalparks sind schwer zu erreichen. Es wird also darauf hinauslaufen, dass du dir ein paar Orte aussuchst, die du ansteuern willst und daraus eine Route strickst.

 

Ich hatte ursprünglich geplant meinen Fokus auf den Norwesten und die Karbikküste zu legen, bevor es weiter nach Panama gegangen wäre.

 

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Panama

Pro: Karibikinseln San Blas, guter Mix aus allem, einfach zu reisen, teils englischsprachig, Party

Contra: teuer, nicht so wild, schlechter für Tierbeobachtung

 

„Oh, wie schön ist Panama…“ Wer als Kind schon von Panama geträumt hat, wird auch in der Realität nicht enttäuscht werden. Dich erwarten weiße Sandstrände, eine traumhafte Natur, Berge und Regenwälder. Ein Kontrastprogramm hierzu ist das moderne Panama City und der Panamakanal. Das macht Panama insgesamt sehr abwechslungsreich.

 

Vielerorts wird Englisch gesprochen und die Infrastruktur ist gut, das macht es zu einem einfachen Reiseland in Zentralamerika. Was gegen Panama spricht sind die Kosten, alles ist teurer, und das das Land nicht mehr so wild. Viele Wälder wurden abgeholzt, so wirst du viel weniger Tiere beobachten können.

 

An- & Einreise

Von Deutschland findest du günstige Hin- und Rückflüge nach Panama-City schon ab 500 Euro. Beim Boarding kann von dir verlangt werden, das du ein Rück- oder Weiterflugticket vorlegst. Alle Touristen bekommen 180 Tage bei der Einreise in den Pass gestempelt, so dass du eine Sorge weniger hast.

 

Achtung: Reist du per Schiff an, erhältst lediglich ein 72 Stunden Visum.

Beste Reisezeit

Dezember bis März

 

Gerade Ende Dezember und Anfang Januar ist es am vollsten, weil die Leute die Feiertage am Meer verbringen wollen. Wenn du es gerne etwas ruhiger magst, sind die heißen Monate April und Mai ideal. An der Pazifikküste ist es dann noch trocken, nur in der Karibik beginnt langsam die Regenzeit.

 

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Reisekosten

Budget Backpacker: 30 bis 50 Euro pro Tag

Panama zählt zu den teuersten Ländern in Zentralamerika. Vor allem in Panama-City ist das Preisniveau so hoch wie in Europa. Zum Glück sind die Preise außerhalb der Hauptstadt etwas niedriger, trotzdem gehört es zu den teuersten Ländern in Zentralamerika.

 

Gerade beim Essen kann es schnell teuer werden, wenn du nicht jeden Tag Lust auf Reis und Bohnen Lust hast. Auf dem Markt kannst du dich jedoch preiswert eindecken und dein Essen selber im Hostel kochen, wenn du etwas Abwechslung willst.

 

Highlights

Auf meiner Reise durch Mittelamerika habe ich mit vielen Backpackern unterhalten und alle waren sich einig, das die San Blas Inseln in der Karibik ihr absolutes Highlight von Panama waren. Es ist ein Stückchen Paradies mit weißen Sandstränden und coolen Schnorchelspots. Von hier aus kannst du mit dem Segelschiff im Anschluss weiter nach Kolumbien fahren.

 

Weitere interessante Orte sind Boquete im westlichen Hochland nah bei der Grenze zu Costa Rica, wo du gut wandern gehen und eine Tour über eine Kaffeeplantage machen kannst. Hier steht auch der höchste Berg Panamas, von dessen Gipfel du den Pazifik und die Karibik sehen kannst.

 

Weit weniger bekannt ist die Pazifikinsel Coiba, wo du gut Tauchen gehen und Tiere beobachten kannst. Eine gute Base hierfür ist Santa Catalina. Kurz vor der Hauptstadt kannst du noch einen Stopp im El Valle de Anton einlegen, um eine Wanderung hoch zum Vulkankrater zu machen.

 

Durchwachsenes habe ich von Panama-City, dem Panamakanal und Bocas del Toro, dem Partyspot in der Karibik, gehört. Sie bieten ein Kontrastprogramm zur Natur, sind aber halt nicht jedermanns Geschmack.

 

Hol dir weitere Inspirationen in diesem Backpacking Guide für Panama und diesem Artikel mit eher abenteuerlichen Orten, die du besser mit einem Mietwagen ansteuerst.

 

Reiseroute

Reisedauer: 2 bis 3 Wochen

 

Jeder findet ohne Probleme interessante Orte in Panama, wo er zwei bis drei Wochen verbringen kann. Von Costa Rica kommend kannst du Boquete oder Bocas del Toro ansteuern. Um dann weiter an die Pazifikküste zu fahren und einen kurzen Stopp in Panama-City einzulegen. Nicht verpassen darfst du natürlich zum Schluß die San Blas Inseln. Von hier aus kann es weiter nach Kolumbien gehen oder zurück nach Panama-City, um den Flieger nach Hause zu nehmen.

 

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Alles für die Reiseplanung

Wo kannst du starten?

Das hängt natürlich davon ab, was du alles sehen möchtest. Günstige Flüge von Europa nach Mittelamerika findest du vor allem nach Cancun in Mexiko, San Jose in Costa Rica, Panama City und Mexiko City. Das sind meist keine Direktflüge, typische Stoppovers sind in Madrid oder Florida.

 

Achtung: Denk an das ESTA, wenn du über die USA fliegst.

 

Besonders gute Angebot findest du außerhalb der Hauptsaison. Ich habe damals nur 220 Euro für mein Oneway-Ticket von Deutschland nach Cancun gezahlt und für den Rückflug 300 Euro von Costa Rica aus.

 

Weiterreise nach Südamerika

Von Panama kannst du nicht über Land weiter nach Kolumbien reisen, sondern musst das Flugzeug oder das Segelschiff nehmen. Die Flüge sind leider nicht sehr billig, daher nehmen viele Backpacker lieber das Boot. Der Trip ist nicht viel teurer als der Flug, dafür segelst du aber ein paar Tage durch die Karibik, was ein absoluter Traum ist.

 

Von den San Blas Inseln legen regelmäßig Segelschiffe ab, die dich in fünf Tagen nach Cartagena in Kolumbien bringen. Erkundige dich bei andere Backpackern nach Empfehlungen und wie die aktuelle Wetterlage ist, da der Trip bei stürmischer See keinen Spaß macht. Von den Speedboats nach Kolumbien habe ich übrigens viel schlechtes gehört, von unerfahrene Kapitänen bis seltsamer Ladung war alles dabei.

 

Visa & Einreisebestimmungen

Im Vergleich zu Südostasien sind die Einreisebedingungen in Mittelamerika sehr entspannt.

 

In alle Länder darfst du ohne Visum einreisen und in Mexiko und Panama darfst du sogar 180 Tage, also fast ein halbes Jahr, bleiben. In Costa Rica sind es 90 Tage und für die vier Länder: Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua sind es insgesamt 90 Tage. Nur in Belize darfst du nur einen Monat bleiben. Da die Distanzen in Zentralamerika so klein sind, ist es kein Problem einen Visa-Run nach Costa Rica, Belize oder Mexiko zu machen, um erneut 90 Tage zu bekommen.

 

Brauchst du ein Rück- oder Weiterflug-Ticket bei der Einreise?

Einige Fluggesellschaften verlangen bereits beim Check-in einen Nachweis für ein Rück- oder Weitflugticket, aber auch bei der Einreise kannst du dazu aufgefordert werden. Falls du nichts hast, kannst du schnell online einen günstigen Flug ins Nachbarland buchen oder dir ein Ticket für 48 Stunden bei FlyOnward leihen. Einige akzeptieren auch Bustickets.

 

Wenn du über Land reist, wirst du damit keine Probleme haben.

 

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Beste Reisezeit

Dezember bis März

 

Die Trockenzeit variiert je nach Land etwas, aber zwischen Dezember und März haben eigentlich alle schönes Wetter. Kein Wunder also, dass die Wintermonate die Hochsaison in Zentralamerika sind. Am vollsten wird es rund um Weihnachten, Neujahr und Ostern, wenn Ausländer und Locals zugleich zu den Stränden strömen. Für die Zeit solltest du entweder früh genug reservieren oder ruhige Orte im Inland ansteuern.

 

Eine gute Reisezeit sind ebenfalls der Oktober, November, April und Mai, in der du meist gutes Wetter hast, aber weniger los ist. Jedoch sind April und Mai oft heiß und drückend.

 

Während der Regenzeit kannst du generell auch reisen, aber es schränkt dich vor allem bei Outdooraktivitäten ein, auch die Tauchbedingungen sind schlechter. Surfen kannst du vielerorts das ganze Jahr über, besonders hohe Wellen an der Pazifikküste sind meist von Mai bis August. In den Sommermonaten von Juli bis Oktober ist außerdem Hurrikansaison.

 

Feiertage & Feste

Die Latinos lieben es zu feiern, daher findest du hier nur eine kleine Auswahl der wichtigsten Feste und Ereignisse in Mittelamerika.

 

  • Wanderung der Monarchfalter (Januar / Februar) – Schmetterlinge sammeln sich in Mexiko
  • Karneval (Februar / März) – wird vor allem in Mexiko, auf der Yucatán-Halbinsel, und in Panama gefeiert
  • Envision Festival (Februar / März) – Hippie Festival mit Musik, Yoga und Vorträgen zu Permakultur
  • Semana Santa (Ende März / Anfang April) – Ostern wird vielerorts mit prachtvollen Umzügen gefeiert
  • Rabin Ajau (Juli) – wichtigstes indigenes Fest in Guatemala, das die Maya Kultur feiert
  • Día de los Muertos (31.10 bis 2.11.) – Der Tag der Toten wird in ganz Mittelamerika gefeiert, aber besonders prachtvoll in Mexiko.
  • Garifuna Settlement Day (19. November) – buntes Straßenfest in Dangriga, das die Ankunft der Garifuna in Belize feiert
  • Magma Fest Nicaragua (Dezember) – elektronische Musik Festival auf der Vulkaninsel Ometepe

 

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Was einpacken für Mittelamerika?

Anfangs dachte ich noch, dass ich nur kurze Sachen für Mittelamerika einpacken musst, aber weit gefehlt. Überraschend viele Zonen liegen über 2.000 Meter hoch und sind dementsprechend deutlich kühler, vor allem nachts. Von daher solltest du eine lange Hose und ein bis zwei Pullis mitnehmen.

 

Ansonsten sind gute Schuhe für Wanderungen und die Vulkanbesteigungen für mich ein Muss. Ideal sind Trailrunning Schuhe (Amazon* oder SportScheck*), die schön leicht und kompakt sind. Achte auf ein gutes Profil, damit du bei den steilen Wegen einen besseren Halt hast.

 

Nicht vergessen darfst du ansonsten eine US-Steckeradapter*, eine Stirnlampe* für nächtliche Abenteuer, kleine Zahlenschlösser* für Taschen und Schließfach, eine Auslandskrankenversicherung und zwei Kreditkarten. Die komplette Packliste für Mittelamerika findest du hier (folgt bald).

 

Generell kann ich dir empfehlen mit möglichst leichtem Gepäck zu reisen. In Bussen gibt es oft nicht viel Platz, gerade wenn du mit den Chicken Bussen fahren willst.

 

Der einzige Reiseführer für Backpacker, der momentan von den Verlagen regelmäßig aktualisiert wird, ist der Lonely Planet für Central America*.

 

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Wie kommst du von A nach B?

Das beste Transportmittel in Mittelamerika ist der Bus, da Flüge innerhalb von Mittelamerika meist sehr teuer sind. Vor Ort hast du oft die Wahl zwischen sehr einfachen Bussen, bequemen Überlandbussen und Shuttles für Touristen.

 

Am günstigsten und abenteuerlichsten ist der sogenannte „Chicken Bus„, was meist ausrangierte alte Schulbusse aus den USA sind. Gerade für kürzere Distanzen ist es eine lustige Art durchs Land zu reisen, da immer viel los ist.

 

Etwas bequemer sind die klassischen Reisebusse, die weiter entfernte Orte miteinander verbinden und seltener Stopps unterwegs einlegen. Hier gibt es sowohl alte, als auch brandneue Busse. Vor allem Ticabus & Co. sind eine gute Alternative fürs Flugzeug, wenn du weite Strecken mit dem Bus zurücklegen willst. Es gibt mehrere Anbieter, die vor allem die Hauptstädte in Mittelamerika miteinander verbinden.

 

Und als drittes pendeln zwischen den beliebten Touri-Orten in Mittelamerika Shuttles, die dich beim Hostel abholen und ohne viele Stopps an dein Ziel bringen. Im Vergleich zum Chicken Bus sind sie um ein vielfaches teurer, aber für europäische Standards trotzdem noch sehr günstig.

 

Noch mehr Infos findest du hier.

 

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Wo kannst du schlafen?

Wenn du alleine reist, ist das Hostel die günstigste Übernachtungsmöglichkeit. Ein Hostelbett bekommst du schon ab 7 US$ (ca. 6 Euro), wobei der Preis natürlich vom Ort abhängt. So können die Preise in der Hochsaison auf 15 bis 20 Euro für ein Bett in Costa Rica steigen. Rund um die Weihnachtsfeiertage solltest du außerdem frühzeitig eine Unterkunft reservieren, um noch Auswahl zu haben.

 

Generell ist es üblich, eine Unterkunft vorab per Booking.com* oder Hostelworld* zu buchen. So sicherst du dir meistens auch einen besseren Preis. Mein Trick ist es, nur ein oder zwei Nächte zu reservieren und wenn ich länger bleiben will, entscheide ich vor Ort, ob ich das Hostel wechseln will.

 

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