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MAPS.ME oder Google Maps: Was ist besser fürs Reisen?

Auf Reisen erleichtern uns Offline-Karten das Leben, aber welche App ist besser: MAPS.ME oder Google Maps. Ich habe beide Apps auf meinen letzten Reisen intensiv getestet und verrate dir, wie sie abgeschnitten haben. Was die jeweiligen Vorteile, aber auch Nachteile sind.

 

Hier geht’s zum detaillierten Vergleich von MAPS.ME zu Google Maps.

Offline-Karte herunterladen

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Maps.me

Bei MAPS.ME kannst du dir unendlich viele Offline-Karten herunterladen, die du ohne zeitliches Limit nutzen kannst. Hierfür kannst du aus einer Liste auswählen, ob du ein ganzes Land, nur ein Bundesland oder eine Stadt herunterladen willst. Je nach Land hast du mal mehr und mal weniger Auswahlmöglichkeiten, teils musst du ein ganzes Land herunterladen.

 

Und so geht’s: Tippe auf ein Land oder eine Stadt, dann erscheint unten ein Download-Symbol mit Angaben zur Datengröße. Alternativ gehe ins Menü unter „Karten herunterladen“, dort kannst du die Suche nutzen und aus der Liste deine Karte auswählen. Hier verwaltest du auch deine heruntergeladenen Karten.

 

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Google Maps

Bei Google Maps kannst du nur einzelne Kartenbereich als Offline-Karte herunterladen, aber nicht ganze Regionen oder Länder. Was für einen Städtetrip vollkommen ausreicht, ist jedoch das Aus für einen Roadtrip oder eine Backpacking-Reise. Zusätzlich laufen die Karten nach 29 Tagen aus, dass kannst du nur verhindern, indem du sie vor dem Stichtag aktualisierst.

 

Und so geht’s: Im Menü unter „Offlinekarten“ auf „Wähle deine eigenen Karten aus“ tippen. Jetzt erscheint die Karte mit einem Auswahlfenster, was du frei bewegen kannst und in dem du zoomen kannst. Bist du zufrieden, tippst du unten auf „herunterladen“. Unter „Offlinekarten“ kannst du alle deine Karten verwalten, umbenennen und aktualisieren.

 

Noch zwei allgemeine Tipps

Wähle in beiden Apps aus, dass die Karten auf der SD-Karte gespeichert werden, um den kostbaren Speicherplatz auf dem Smartphone zu schonen. Und zweitens aktiviere, dass die Karten nur aktualisiert werden, wenn du mit einem WIFI-Netz verbunden bist. So umgehst du die teuren Roaming-Kosten.

 

Das Kartenmaterial

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MAPS.ME

MAPS.ME basiert auf der OpenStreetMap (OSM), welche ähnlich wie Wikipedia von jedem bearbeitet werden kann. Und das ist auch das Problem, da so teilweise Locations wie Restaurants an der falschen Stelle oder unter falschem Namen eingezeichnet sind. Ansonsten ist die OpenStreetMap sehr detailliert, in Australien sind sogar öffentliche Wasserspender eingezeichnet.

 

Ich mag die Darstellung von MAPS.ME und das Kartenmaterial wird mit der Zeit immer besser werden. Als kleines Gimmick kannst du dir 3D-Gebäude einblenden lassen, was besonders zur Orientierung in der Stadt hilfreich ist. Du kannst den Modus „folgen und drehen“ aktivieren oder deaktivieren, indem du auf den Kompass tippst.

 

Noch ein Hinweis: Wie groß die Symbole und Schriften eingeblendet werden, hängt mit deinen generellen Android-Einstellungen zusammen. Geh ins Menü zu „Anzeige“ und „Schriftart und Bildschirmzoom“. Jetzt kannst du testen, welche Größen du bevorzugst.

 

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Google Maps

In diesem Punkt ist Google Maps noch unschlagbar, weil ihre Karten immer sehr aktuell sind und sich jeder dort eintragen lässt. So findest du in Google Maps meist jegliche Museen, Hotels, Restaurants, Banken, Shops und so weiter, was besonders für Reisende hilfreich ist. Außerdem kannst du dir alle Bus-, Straßenbahn- und U-Bahnlinien anzeigen lassen.

 

Online kannst du zwischen drei Kartentypen (Normal, Satellit, Gelände) wählen, in den Streetview-Modus wechseln oder dir Indoor-Karten ansehen, diese stehen dir aber offline nicht zur Verfügung.

 

Zusätzliche Informationen

Wenn du in der Karte zum Beispiel ein Museum antippst, werden dir zusätzliche Informationen wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Bewertungen angezeigt. Wie detailliert diese sind, hängt bei MAPS.ME natürlich von den Daten in der OpenStreetMap und diese sind sehr verschieden.

 

Aber Google Maps ist nicht wirklich besser, da die offline Daten sehr begrenzt sind. Während du online ausführliche Informationen, Fotos und Bewertungen geboten bekommst, so beschränken sie sich offline auf ein Minimum.

 

Bei Google Maps liebe ich zum Beispiel, dass ich jede Haltestelle antippen kann, um zu sehen, welche Linien hier fahren und wann der nächste Bus kommt. Leider sind diese nur online verfügbar.

 

Die Offline-Suche

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Eine super wichtige Funktion, wenn du in einer neuen Stadt dein Hotel suchst. Und hier enttäuscht MAPS.ME leider öfters. Die Offline-Suche ist bei weitem nicht so gut wie bei Google Maps. Sie hat deutlich weniger Locations gespeichert und Straßen sind teilweise ohne Hausnummern hinterlegt.

 

Daher sorge ich meist vor, und markiere wichtige Orte, wenn ich WIFI zur Verfügung habe. Um Sachen zu finden, nutze ich dann meistens die Suchfunktion in Google Maps. Hier kannst du nach Namen, Adressen, Kategorien und Koordinaten suchen.

 

Lesezeichen verwalten

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Bei MAPS.ME kannst du jeden Ort mit einem Lesezeichen versehen, den du ganz individuell bearbeiten kannst. Tippe einfach auf einen beliebigen Ort, wische dann nach oben und wähle „Lesezeichen bearbeiten“ aus. Jetzt kannst du den Text verändern, den Ort einer Gruppe zuordnen und die Farbe des Pins auswählen.

 

Meines Wissens geht das alles bei Google Maps nicht. Hier kannst du lediglich deine Orte in Gruppen organisieren. Die Markierungen werden bei Google Maps automatisch mit deinem Google-Account synchronisiert, so dass du auf sie auch am PC zugreifen kannst.

 

Bei MAPS.ME tippst du unten auf das Symbol mit den zwei Sternen und gehst bei „Sicherung Lesezeichen“ auf anmelden. Jetzt kannst du auswählen, wie deine Lesezeichen gesichert werden sollen.

 

Bei beiden kannst du deine Lesezeichen mit Freunden teilen, erstelle dafür einfach einen neue Gruppe bei MAPS.ME oder eine Liste bei Google Maps.

 

Route berechnen

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In dieser Rubrik ist MAPS.ME wieder stark. Hier kannst du den Start- und Zielort auswählen, und dann hast du die Wahl zwischen mit dem Auto, öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß, mit dem Rad oder mit Uber & Co. Dir wird dann angezeigt, wie groß die Distanz ist und wie lange es etwa dauert. Zu Fuß und mit dem Rad werden dir noch zusätzlich die Höhenmeter angegeben und bei Uber wird dir ein Preis angezeigt, so kannst du dich schnell fürs beste Verkehrsmittel entscheiden. Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es bisher nur für diese 141 Städte.

 

Jetzt kannst du die Routenführung starten, die auch offline funktioniert.

 

Noch ein Hinweis: Die Standortbestimmung mit GPS kann etwas länger dauern, wenn du im Flugzeugmodus bist. Das ist jedoch von Gerät zu Gerät verschieden, außerdem macht es einen Unterschied, ob du dich draußen oder in einem Gebäude befindest. Gerade in Städten und bei schlechtem Wetter kann es zu Verzögerungen kommen.

 

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Mittlerweile kannst du die Routenberechnung auch bei Google Maps offline nutzen, aber nur fürs Auto und nur den gespeicherten Kartenbereich. Bei beiden Apps kannst du zusätzliche Zwischenstopps einfügen. Gehst du online erhältst du bei beiden aktuelle Verkehrsinformationen.

 

Mein Fazit: Welche Offline-Karten sind besser fürs Reisen?

Würden wir Online-Karten vergleichen, wäre Google Maps der klare Sieger. Aber nicht so bei Offline-Karten, hier ist MAPS.ME gerade für Reisende besser. Schließlich sind wir oft Offline unterwegs und dann ist MAPS.ME super hilfreich. Natürlich ist nicht alles perfekt, aber solange du zwischendurch online gehen kannst, bist du gewappnet.

 

Google Maps ist ein super mächtiges Online-Tool, was unheimlich viel Wissen in sich vereint, daher nutze ich es regelmäßig auf Reisen. Abends im Hostel oder wenn ich eine lokale SIM-Karte habe. Es ist quasi mein Backup und eine sehr gute Ergänzung zu MAPS.ME, was ich dann tagsüber unterwegs nutze, um mich vor Ort zu Recht zu finden.

 

In Kombination sind MAPS.ME und Google Maps unschlagbar. Mal sehen wie sich beide Apps weiterentwickeln.

 

Noch ein Tipp (Warnung) für Google Maps

Wer „The Big Bang Theory“ schaut, kennt vielleicht schon folgende Funktion in Google Maps. Und zwar die Standorterfassung, ist diese aktiviert, zeichnet Google alle deine Bewegungen auf. Das hat den Vorteil, dass du im Nachhinein nachvollziehen kannst, wo du alles warst und Orte wiederfinden kannst. Aber jetzt kommt ein großes ABER, wer will schon, dass Google all diese Informationen von sich hat. Von daher rate ich dir dringend diese Funktion zu deaktivieren, dies kannst du im Menü unter „Einstellungen“ und „Persönliche Inhalte“ tun.

 

Links

 

 

1 Comment

  • Michelle

    Hey ‚Claudia,

    danke für die Infos, das erleichtert einem die Suche ungemein. Vor allem, weil ich maps.me noch nicht kannte und kein großer Freund von G. bin.

    Alles Liebe

    Michelle vom Vagabundenblog

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