Mückenschutz: Malaria und Dengue Fieber

So schützt du dich vor Malaria, Dengue Fieber und Co.

In den Tropen können Mücken gefährliche Krankheiten, wie Malaria und das Dengue Fieber übertragen. Ein Mückenstich reicht schon aus, um dich anzustecken. Mit dem richtigen Mückenschutz kannst du das Risiko einer Erkrankung minimieren. Denn du kannst nicht jeden Stich vermeiden.

 

Hier erfährst du mehr zu den typischen Tropenkrankheiten und bekommst Tipps wie du dich erfolgreich vor Mückenstichen schützen kannst.

 

Viele Tropenkrankheiten breiten sich gerade immer weiter auf der Welt aus. Dazu gehört das Dengue Fieber und Exoten wie das Zika-Virus und das Chikungunya Fieber. Krankheiten von denen wir noch nie etwas gehört haben, tauchen momentan regelmäßig in den Schlagzeilen der Medien auf. Das Risiko einer Erkrankung war schon immer da, aber es wird einem so nochmal bewusster.

 

Mich hat es selber vor ein paar Monaten erwischt, ich hatte das Chikungunya Fieber. Alles halb so schlimm, aber in Zukunft werde ich wieder öfter ans Mückenspray denken.

 

Tropenkrankheiten, die durch Mücken übertragen werden

In den beliebten Reisegebieten in Südostasien und Lateinamerika sind folgende Tropenkrankheiten typisch: Malaria, Dengue-, Gelb- und Chikungunyafieber, Zika-Virus und Japanische Enzephalitis. Alle Krankheiten werden durch Mücken übertragen und für keine gibt es bisher einen Impfstoff. Was sich gerade ändert, denn in Mexiko, Brasilien und den Philippinen gibt es mittlerweile einen freigegebenen Impfstoff für das Dengue Fieber.

 

Nur Malaria kann mit Medikamenten behandelt werden. Bei allen anderen oben genannten Krankheiten können lediglich die Symptome mit fieber- und schmerzstillenden Mitteln gemildert werden. Je nach Erreger und körperlichen Zustand des infizierten Patienten verlaufen die Krankheit wie eine Grippe, es kann aber zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen.

 

Von daher ist es wichtig, dass du früh genug zum Arzt gehst, wenn du grippeähnliche Symptome hast und durch ein betroffenes Gebiet gereist bist. Es kann Tage oder Wochen dauern bevor die Krankheit ausbricht, nachdem dich eine Mücke infiziert hat. Gerade wenn du alleine unterwegs bist, brauchst du dann Hilfe, um dich mit dem nötigsten zu versorgen.

 

Mehr Informationen findest du hier:

Malaria: WHO (Weltgesundheitsorganisation) | Wikipedia | Travelfish
Dengue Fieber: WHO | Wikipedia
Gelbfieber: WHO | Wikipedia
Chikungunya Fieber: WHO | Wikipedia
Zika-Virus: WHO | Wikipedia
Japanische Enzephalitis: WHO | Wikipedia

 

Vor der Reise

Tropenkrankheiten gibt es in tropischen und subtropischen Gebieten, wobei jede Krankheit ein anderes Ausbreitungsgebiet hat. Da sich diese auch ständig ändern, checkst du am besten das Internet für aktuelle Informationen. Hilfreich finde ich hier die Webseite des Auswärtigen Amtes, da es hier immer aktuelle medizinische Hinweise für jedes Land gibt. Generell ist es eine gute Idee, vorab mit deinem Arzt oder einem Tropenarzt zu sprechen und dich beraten zu lassen.

 

Das Risiko einer Ansteckung ist auch abhängig von den örtlichen Gegebenheiten. Mücken lieben es warm und feucht. Für die Eiablage benötigen sie Wasser, wozu ihnen oft schon eine Pfütze ausreicht. Besonders Mücken, die das Dengue Fieber übertragen haben sich in Städten angesiedelt. Während Malaria infizierten Mücken eher in der freien Natur zu finden sind. Hochkonjunktur haben Mücken in der Regenzeit, wenn sie ideale Bedingungen für die Vermehrung haben.

 

Malaria ist ein Sonderfall, da du vorbeugend eine Chemoprophylaxe einnehmen kannst. Was nur empfehlenswert ist, wenn du durch ein Gebiet mit einer hohen Malariagefahr reist und es keine schnelle ärztliche Versorgung vor Ort gibt. Kein Medikament gibt dir einen 100%-igen Schutz, da es mittlerweile resistent Mückenstämme gibt. Zudem sind die Mittel teuer und belasten den Körper.

 

Alternativ kannst du ein Stand-By-Medikament mitnehmen, was du bei einem Verdachtsfall einnimmst, dadurch hast du etwas Zeit gewonnen, um einen Arzt aufzusuchen. Informiere dich vorab über das jeweilige Risiko und wäge deine Optionen ab. Du kannst dir das Medikament bereits in Deutschland besorgen. Alternativ erhältst du es auch unterwegs in den betroffenen Ländern, wo es meisten deutlich günstiger ist.

 

Mücken

Die kleinen Biester sind Profis im Aufspüren ihrer Opfer, einige haben sich komplett auf Menschen spezialisiert. Durch das ausgeatmete Kohlendioxid und Körperdüfte finden sie uns und stillen ihren Blutdurst. Es gibt mehrere Mückenarten, die uns gefährlich werden können.

 

Wobei man sie in zwei Gruppen einteilen kann: die nachtaktiven Moskitos, die sauberes Wasser benötigen und in ländlichen Gebieten leben.

 

Und die tagaktiven Mücken, die sich perfekt an urbane Regionen angepasst haben. Dort nutzen sie jede kleine Pfützen zur Eiablage. Sie sind Überträger vom Dengue Fieber und dem Zika-Virus.

 

Nachts ist es viel einfacher sich mit einem Moskitonetz zu schützen. Dagegen kannst du dich tagsüber nur durch das regelmäßige Auftragen von Mückenspray schützen. Was gerade in den heißen Tropen lästig ist, da du durchs Schwitzen es ständig neu auftragen musst.

 

Sonnenuntergang in Regenzeit

 

So vermeidest du Mückenstiche

Mückenspray

Mückenschutzmittel gibt es als Spray und Lotion. Hier empfehle ich dir das Mückenspray, da du es auch auf deine Kleidung sprühen kannst. Es gibt Mückenschutzmittel auf Pflanzenbasis und chemische Mittel. Ich persönlich bevorzuge die pflanzlichen, die meistens mit Zitronella hergestellt werden, was frisch nach Zitrone riecht.

 

Der chemische Mückenschutz enthält Diethyltoluamid (DEET). Je höher die DEET-Konzentration ist, desto länger der Schutz. Bei 95% hast du einen Schutz von etwa zehn Stunden. Diese Mittel sind sehr teuer und oft nur in Apotheken erhältlich. Zudem können sie allergische Reaktionen hervorrufen und sind nicht gut für deine Haut. Viele Mittel haben einen DEET-Anteil von 10 bis 30%, was für drei bis fünf Stunden vorhält.

 

In den Tropen kannst du in größeren Städten immer Mückensprays kaufen, nur Mittel mit einer hohen DEET-Konzentration sind schwer zu bekommen.

 

Risikogebiete

Wenn du durch Gebiete mit einer erhöhten Ansteckungsgefahr reist, empfiehlt es sich besonders auf einen sorgsamen Mückenschutz zu achten. Greif lieber öfter auf langärmlige Kleidung und Mückenspray zurück. Gefahrenregionen sind, wo es akut eine verstärkte Häufung von Krankheitsfällen gibt. Und Gebiete, wo sich die Mücken besonders wohl fühlen. Das sind zum Beispiel Feuchtgebiete und der Dschungel.

 

Bei akuten Vorfällen macht es manchmal keinen Sinn das Risiko einzugehen und nicht in diese Region zu reisen.

 

Zusätzlicher Mückenschutz bei nachtaktiven Moskitos:

Besonders während der Dämmerung musst du auf einen guten Insektenschutz achten, weil dann die Mücken am aktivsten sind. Entweder hältst du dich in dieser Zeit nicht draußen auf oder triffst entsprechende Schutzmaßnahmen.

 

Am besten ziehst du dir langärmlige weite Kleidung abends an. Ein festgewebter Stoff ist stichfester, aber in den Tropen viel zu heiß und nicht luftdurchlässig. Als zusätzlichen Schutz kannst du die Kleidung mit einem Insektizid (z.B. Permethrin) imprägnieren oder sprühst einfach etwas Mückenspray auf deine Klamotten.

 

Wenn du abends irgendwo sitzt, kannst du weitere Mittel nutzen: wie Zitronella-Kerzen, Räucherspiralen oder elektrische Geräte. Oder du setzt dich an eine windige Stelle, denn Mücken mögen keinen Wind.

 

Nachts im Zimmer bist du durch das Moskitonetz überm Bett geschützt. Achte schon bei der Zimmerauswahl darauf, dass es eins gibt. Natürlich kannst du auch selber eins mitbringen, aber es ist meistens nicht notwendig und das Netz ist doch relativ schwer. Tipp: Mit einem Klebeband kannst du kleine Löcher flicken.

 

Wenn du ohne Moskitonetz schläfst, dann versuch möglichst alle Mücken im Zimmer zu töten und schließe die Badezimmertür. Besonders wenn im Bad eine mit Wasser gefüllte Tonne steht, was typisch für Indonesien ist. Und schalte den Ventilator ein, da Mücken den Luftzug nicht mögen.

 

Zusätzlicher Mückenschutz bei tagaktiven Moskitos:

In Gebieten mit einer erhöhten Dengue-Fieber-Gefahr solltest du auch tagsüber eher längere Kleidung tragen und regelmäßig Mückenspray nutzen. Was bei der Hitze der Tropen nicht unbedingt so umsetzbar ist, da es viel zu heiß ist. Wenn du viel schwitzt, musst du öfter das Mückenspray neu auftragen. Gerade in Städten bin ich schon oft in Häusern gestochen worden. Die kleinen Biester scheinen die kühlen Ecken in Häusern zu lieben.

 

Der beste Schutz vor Tropenkrankheiten

Am besten lässt du dich von den Biestern gar nicht erst stechen, was gar nicht so einfach ist. Ich habe das Problem, das Mücken mich lieben. Von daher versuche ich immer auf einen guten Mückenschutz zu achten. Nicht nur um keine Tropenkrankheiten zu bekommen, sondern weil mein Körper gerne extremer auf die Stiche reagiert. Oft schwellen sie an und jucken unerträglich. Das reicht als Motivation für mich aus.

 

Als Tipp kann ich dir nur mit auf den Weg geben, dich immer über die aktuelle Situation zu informieren. Dann kannst du bei einem erhöhten Risiko besser aufpassen. Geh lieber bei einem Verdachtsfall zum Arzt und lass dich durchchecken.

 

Hier sind noch weitere Tipps, wie du gesund auf Reisen bleibst.

 

Gib Mücken keine Chance: Better save than sorry.

 

PS.: Vor kurzem habe ich davon gelesen, dass die Einnahme von einem Vitamin-B Präparat die Anzahl der Mückenstiche reduzieren soll. Für Mücken stinkt man dann quasi und sie lassen einen mehr in Ruhe. Aber ich habe es selber noch nicht getestet. Hast du?

 


Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate Links. Wenn du über einen Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen keine Mehrkosten, aber du unterstützt dadurch meinen Blog. Ich empfehle nur Produkte, die ich selbst nutze und gut finde. Danke für deine Unterstützung.

 

No Comment

Post A Comment

2 × vier =