island rundreise

Meine Island Highlights

Fast vor einem Jahr war ich in Island und als ich mir neulich die Fotos der Reise angeschaut habe, habe ich direkt wieder Sehnsucht nach Island bekommen. Ich nehme dich mit auf eine virtuelle Reise zu meinen ganz persönlichen Highlights von Island.

 

island arnarstapi küste

 

Die Halbinsel Snæfellsnes im Westen

Das erste Highlight auf unserem Island Road Trip war die Halbinsel Snæfellsnes, die der perfekte Einstieg war und ein kleiner Vorgeschmack darauf, was uns noch alles in Island erwartet. Auf kleinster Fläche findest du hier die unterschiedlichen Landschaften, die so typisch für Island sind.

 

Es gibt den Vulkan Snæfellsjökull, der von einer Eiskappe überzogen ist. Auf einer geführten Gletschertour kannst du ihn entdecken oder nur von unten bewundern. Er ist umgeben von Lavafeldern und Calderas, die du ganz aus der Nähe entdecken kannst.

 

Eine raue Küste, an der es unzählige Möglichkeiten für kurze Wanderungen gibt. Besonders die Strecke zwischen Arnarstapi und Hellnar solltest du nicht verpassen. Und den schwarzen Strand Djúpalónssandur, wo du ebenfalls kurze Spaziergänge entlang des Kliffs machen kannst.

 

Und natürlich den berühmten Kirkjufell, der eines der beliebtesten Fotomotive in Island ist. Aber es sind nicht nur die Stopps, die Snæfellsnes so besonders machen. Sondern einfach die schöne Strecke entlang der Küste. Wir haben hier zwei Tage verbracht, aber du könntest auch locker eine Woche bleiben.

 

 

 

Die Halbinsel Tröllaskagi im Norden

Danach ging’s für uns nach Norden und wir bogen von der „Ring Road“ ab, um die Halbinsel Tröllaskagi zu erkunden. Die gewundene Straße 76 verläuft direkt entlang der Küste, die schöne Aussichten und Fahrspaß verspricht. Wir waren gefühlt hier alleine unterwegs und haben viele Fotostopps eingelegt.

 

Mein persönliches Highlight war eine spontane Wanderung in Dalvík. Wir haben das Auto an der Kirche geparkt und sind dem Wanderweg gefolgt, der dort startet. Es war ein sonniger Morgen und wir genossen es draußen unterwegs zu sein. Der Weg führte immer weiter bergauf die linke Flanke hoch. Irgendwann ging es querfeldein bis wir oben auf dem Plateau standen und zu unseren Füssen der Fjord lag. Ein grandioser Ausblick und das alles hatten wir ganz für uns alleine.

 

 

Der Mývatn See mit Umland

Die Gegend um Mývatn ist sicher kein Geheimtipp, aber wohl an kaum einem anderen Ort wirst du dir bewusst, wie es sehr unter der Erdkruste von Island brodelt. Die Landschaft ist durchzogen von Vulkankegeln, schwarzen Lavafeldern, dampfenden Schwefelquellen und blubbernden „Mud Pools“.

 

Insgesamt haben wir hier zwei Tage verbracht und mit etwas besserem Wetter wären wir sicher einen Tag länger geblieben. Es gibt hier so viel zu unternehmen.

 

Bei schönem Wetter kann ich dir empfehlen die Spots am Ostufer des Sees zu Fuss zu erkunden. Ein schöner Pfad verbindet die bizarre Felslandschaft Dimmuborgir, den Krater Hverfjall, die Wasserhöhlen Grjotagja und führt durch schöne kleine Birkenhaine. Den Abend kannst du entspannt in der „Kleinen Blauen Lagune“ ausklingen lassen.

 

Am zweiten Tag kannst du die Schwefelquelle und die Lavafelder von Krafla auf der anderen Seite erkunden. Hier gibt es mehrere Stopps, von denen du kurze Rundgänge machen kannst. Wenn du früh startest, kannst du alles vor dem großen Ansturm genießen.

 

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Das Land der Regenbögen

Das Wetter kann innerhalb einer Stunde von blauem Himmel und Sonnenschein, zu Graupelschauer wechseln, so dass du unzählige Regenbögen pro Tag sehen kannst. Ich habe noch nie so viele auf einmal gesehen. Sie sind auch definitiv ein Stimmungsaufheller, denn der ständige Regen wird laufend deine Pläne durchkreuzen und du wirst garantiert ein paar Mal auf der Reise klitschnass werden. Umso mehr wirst du dich über all die Regenbögen freuen. Und falls sich keiner blicken lässt, findest du einen in Seyðisfjörður.

 

Die heißen Quellen von Island

Ein weiterer Stimmungsaufheller sind die vielen heißen Quellen am Wegesrand, die oft kostenlos sind. Wir waren abends manchmal so durchgefroren, dass wir den „Hot Pot“ brauchten, um wieder richtig warm zu werden. So sind wir oft in die öffentlichen Freibäder gegangen, die es in jedem Ort gibt. Da es keinen Mangel an heißem Wasser in Island gibt, kannst du im ganzen Jahr draußen schwimmen gehen.

 

Tipps für heiße Quellen

  • Eine Übersicht aller heißen Quellen findest du hier.
  • Reykjadalur: Etwa 45 Minuten mit dem Auto von Reykjavik liegt der Ort Hveragerði, von hier aus kannst du zu Fuss in etwa einer Stunde ins Reykjadalur Tal laufen und im heißen Fluss schwimmen zu gehen.
  • Seljavallalaug: Unweit von Vík liegt der traumhaft schön gelegenen Pool Seljavallalaug. Biege hierfür kurz vorm Skógafoss nach Seljavellir auf die Dirtroad ab, das letzte Stück musst du zu Fuss gehen.

 

Tipps für Freibäder

  • Eine Übersicht aller Freibäder findest du hier.
  • Auf unserem Trip sind wir an zwei besonders schönen Freibädern vorbeigekommen. Vom Außenbecken Hossós hattest du einen grandiosen Ausblick auf die Bucht und in Vík hast du direkt hoch in die Berge geschaut.

 

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Wanderung bei Seyðisfjörður im Osten

Nach all den guten Erfahrungen sind wir noch viele Male von der „Ring Road“ abgebogen und so führte uns der Weg nach Seyðisfjörður. Ein kleiner Ort am Ende eines schmalen Fjordes, in dem es nur an den Tagen voll wird, wenn die Fähre aus Dänemark anlegt. Ansonsten ist wohl ruhig und beschaulich.

 

Von Seyðisfjörður kannst du unzählige Wanderungen unternehmen. Wir sind den ersten Teil des Bjolfur Circle gelaufen, der entlang des Flusses Vestdalsá langsam die Bergflanke unweit des Ortes emporsteigt. Entlang des Weges gibt es viele spektakuläre Wasserfälle und je höher du kommst, desto schöner ist der Blick auf den Fjord.

 

Die Gletscherlagune Jökulsárlón

Unzählige Stunden haben wir an der Gletscherlagune verbracht. Dabei haben wir noch nicht mal eine Bootstour gemacht, sondern sind einfach entlang des Ufers gelaufen. Ständig sind die Eisberge in Bewegungen und dazwischen schwimmen Robben umher. So wurde uns nicht langweilig und wir haben unzählige Fotos geschossen.

 

Vergiss auch nicht an den Strand zu gehen, wo die Eisberge angespült werden und ganz langsam im schwarzen Sand schmelzen. Das Meer ist rau hier und die Wellenbrecher rauschen mit einem lauten Raunen an die Küste. Die perfekte Kulisse für Fotos. Bring also genug Zeit mit.

 

Wandern gehen in Skaftafell

Nur ein Stückchen weiter landeinwärts liegt der Nationalpark Skaftafell mit seinen großen Gletschern. Im Park selber kannst du nur campen, was ich dir auf jeden Fall empfehle, damit du hier viel Zeit verbringen kannst und eine der vielen Wanderungen machen kannst.

 

Besonders empfehlen kann ich dir den Weg hoch zum Skaftafellsheiði. Wir sind die Wanderung gegen den Uhrzeigersinn gegangen, da du so die schönen Ausblicke auf die Gletscherzunge genießen kannst. Dann führt der Weg steil hinauf und steigt wieder ab, wo du in der Ferne die zweite Gletscherzunge sehen kannst. Theoretisch, denn wir hatten etwas Pech mit dem Wetter auf der zweiten Hälfte unserer Wanderung.

 

 

Rauf auf‘s Kliff in Vík í Mýrdal

Vík ist berühmt für seine schwarzen Strände mit den photogenen Felsnadeln. Aber nur die Wenigsten erklimmen die Kliffs bei Vík, dabei hast du von oben den schönsten Blick in beide Richtungen. Einfach der Straße gegenüber dem Supermarkt bergauf folgen. Oben geht er über in einen schmalen Trampelpfad weiter, der direkt entlang des Kliffs läuft. Folge einfach dem Rundweg und du kehrst auf ihm wieder zurück nach Vík.

 

 

Ein Wasserfall übertrifft den Nächsten

Im Internet kursieren viele Rankings der schönsten Wasserfälle von Island. Hier sind die beliebtesten im Überblick, wobei es noch viel mehr gibt. Einige liegen abseits der „Rind Road“ und sind teils schwer zu erreichen.

 

  • Skógafoss – eine Schönheit, an der du zelten kannst und es eine lohnenswerte Wanderung gibt
  • Kirkjufellsfoss – klassisches Fotomotiv mit dem berühmten Kirkjufell im Hintergrund
  • Svartifoss – klein aber fein – einzigartig wegen seiner Basaltsäulen
  • Dettifoss – beeindruckend wegen seiner Wassermassen und direkt daneben der Sellfoss
  • Goðafoss – mit seinem türkis farbenen Wasser
  • Hengifoss – wenig besucht, liegt am Sultartangalón See mit dem größten Wald von Island
  • Seljalandsfoss – hinter dem Wasserfall entlang gehen, nur leider viel zu voll
  • Gljúfrabúi – direkt nebenan liegt der „The Secret Waterfall“ – es lohnt sich besonders früh morgens oder spät abends, wenn die Massen weg sind am Selfoss.
  • Gullfoss – der wohl beliebteste, er liegt auf dem Golden Circle

 

 

Der Skógafoss

Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich den Skógafoss zum schönsten Wasserfall von Island wählen. Wir haben dort gezeltet und konnten seine Schönheit genießen als die großen Touristenmassen weg waren. Mit dem Rauschen im Ohr sind wir eingeschlafen und wieder aufgewacht, es gibt nichts Schöneres.

 

Aber es gibt noch einen weiteren Grund, warum ich den Skógafoss so mag. Hier ist der Start einer der beliebtesten Wanderungen von Island, dem Fimmvörðuháls Hiking Trail. Seitlich vom Wasserfall führt einen Holztreppe hinauf und der Wanderweg folgt dann dem Canyon, der der Fluss in die Landschaft gefressen hat. Zwischendurch gibt es immer mal wieder spektakuläre Ausblicke und unzählige Wasserfälle.

 

Wir sind den Weg für anderthalb Stunden gefolgt bis hoch aufs Plateau und es war einer der atemberaubendsten Wege, die wir gewandert sind. Egal wie viel Lust oder Zeit du hast, du kannst den Weg so lange folgen wie du willst. Lohnen tut es sich auf jeden Fall.

 

Der Kontinenten-Drift

In Island treffen die eurasische und die nordamerikanische Kontinentalplatte aufeinander, eher gesagt sie driftet auseinander. Etwa ein bis zwei Zentimeter entfernen sich die beiden jedes Jahr mehr voneinander. Am Mittelatlantischen Rücken verläuft die Plattengrenze einmal quer durch Island und an einigen Orten kannst du den Riss tatsächlich sehen.

 

Im Þingvellir National Park zum Beispiel, der am „Golden Circle“ liegt. Im Park kannst du durch den Riss wandern oder durch ihn tauchen gehen.

 

Da wir es nicht zum „Golden Circle“ geschafft haben, sind wir zur „Bridge between Continents“ gefahren. Sie liegt nur unweit vom Flughafen Keflavík und lag praktisch auf unserem Weg, da wir dort wieder schweren Herzens unseren Mietwagen abgegeben haben. Von außen betrachtet sieht der Ort nicht sehr spektakulär aus, aber der Gedanke gerade zwischen Europa und Amerika entlang zu laufen ist schon verrückt. Für mich hat sich der kleine Ausflug definitiv gelohnt.

 

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Und damit ist die Liste der Island Highlights

noch lange nicht vollständig…

Vieles konnten wir auf dem Road Trip nicht machen, weil das Wetter nicht mitgespielt hat oder unser Mietwagen die Dirtroad nicht überstanden hätte oder uns einfach die Zeit fehlte. Was aber ganz egal ist, denn auch so schon bin ich total begeistert von Island. Es ist einfach einzigartig und extrem, wäre das Wetter nur schöner, aber das gehört wahrscheinlich auch zum Charme von Island.

 

Link-Tipps

Spartipps für einen Island Road Trip
Rother Wanderführer für Island

Reiseführer: Lonely Planet | Rough Guide

 

Was waren deine Highlights in Island?

 


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