Backpacking Bolivien

Backpacking Bolivien: Die Highlights für Backpacker und Abenteurer

Me gusta Bolivia, mucho! – Bolivien ist ein Mekka für Backpacker und Abenteurer. Mit seinen fantastischen Landschaften, die nicht von dieser Welt sind: wie die Salzpfanne Salar de Uyuni, dem magisch blauen Titicacasee, einer lebendigen indigenen Kultur, tropischen Regenwäldern und dem imposanten Altiplano mit 5.000er-Gipfeln. Durch Bolivien zu reisen, ist ein Abenteuer.

 

Hier findest du alles, was du für deinen  Bolivien Backpacking Trip wissen musst – die Highlights und viele praktische Tipps für unterwegs.

Themenübersicht Backpacking Bolivien

 

Altiplano – das Hochland von Bolivien
La Paz

Bergsteigen in Bolivien

Titicacasee

Salar de Uyuni

Potosi

Oruro

 

Llanos – das Tiefland von Bolivien
Rurrenabaque

Sucre

Santa Cruz

Concepcion – Jesuit Mission Circuit

Mit dem Schiff von Trinidad nach Guayaremerin

 

Reiseinformationen fürs Backpacking in Bolivien

Reisezeit/-dauer, Sprache, Packliste, Visum, Anreise, Gesundheit, Sicherheit, Transport, Unterkunft, Essen, Geld, Reisekosten, Buchtipps, Weitere hilfreiche Links

Bolivien Backpacking Route

Altiplano – das Hochland von Bolivien

Das Altiplano ist ein Andengebirgszug, der sich im Südwesten von Bolivien erstreckt. Im Durchschnitt liegt er auf 3.000 bis 4.000 Metern, in diesen Höhen kann einem schon mal die Luft ausgehen. Auch sonst ist die Landschaft eher rau und karg und doch liegen hier einige der interessantesten Sehenswürdigkeiten von Bolivien.

 

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La Paz

Allen voran die größte und wichtigste Stadt des Landes: La Paz. Die nicht die Hauptstadt ist, sondern nur der Regierungssitz. Es ist keine Schönheit und doch fasziniert sie einen vom ersten Augenblick an. Der Innenstadtkern liegt unten im Tal und die roten Ziegelhäuser säumen die steilen Hänge. Von oben hast du einen fantastischen Ausblick auf die Stadt und im Hintergrund kannst du schneebedeckte Berge sehen.

 

La Paz lebt von seinen Kontrasten, dem rauen Charme und seinem lebendigen Gewusel. Es ist eine Stadt, die nicht zur Ruhe kommt. Sie zu entdecken ist aufregend und oft skurril: es gibt lebendige Zebrastreifen, beim Cholita Wrestling kämpfen Hausfrauen gegeneinander, im Spiderman-Kostüm kannst du Hochhäuser hinab rennen (Urban Rush Abseiling), das Gefängnis in San Pedro besuchen, über die riesigen Märkte streifen, wo es wirklich alles zu kaufen gibt (zweitgrößter Markt der Welt ist Feria El Alto) und nachts wilde Parties feiern.

 

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Interessante Ausflüge von La Paz

Wenn du eine Pause von La Paz brauchst, kannst du „El Camino de la Muerte“ – The Death Road – mit einem Mountainbike hinab rasen. Die alte Schotterstraße schlängelt sich in unzähligen engen Kurven stolze 3.600 Höhenmeter hinab. Volle Konzentration ist gefordert, damit du nicht über den Abgrund hinausschießt. Alle Adrenalin-Junkies werden es lieben.

 

 

Bist du erst mal unten in Coroico in den Yungas angekommen kannst du die tropischen Temperaturen und die üppige grüne Landschaft genießen. Sehr zu empfehlen ist der Besuch der Tierauffangstation La Senda Verde, die unzählige Affen, Vögel und Bären aus der Gefangenschaft gerettet und ihnen ein neues Zuhause gegeben haben. Wenn es dir gefällt, kannst du als Freiwilliger mithelfen, was ich dir aus eigener Erfahrung empfehlen kann.

Bergsteigen in Bolivien
In der Cordillera Real und der Cordillera Apolobamba kannst du wunderschöne Wanderungen machen. Besonders beliebt ist die Besteigung des Huyana Potosi (6.088 m), der als ein einfacher 6.000er gilt. Die komplette Tour kannst du von La Paz aus organisieren, sie dauert drei Tage.

 

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Titicacasee

Die Magie des Titicacasees ist schwer zu begreifen. Ist es die klare dünne Luft oder die blaue Farbe, die seinen Charme ausmacht? Ich weiß es nicht. Du kannst ihn sowohl von Peru, als auch von Bolivien aus besuchen. In Copacabana legen die Boote zur Isla del Sol ab, die du von Nord nach Süd zu Fuß überqueren kannst. Die Stadt Copacabana selber ist ein großer Wallfahrtsort, wo jedes Wochenende unzählige Menschen ihre Fahrzeuge segnen lassen.

 

Tipp: Lohnenswert ist eine Wanderung auf den Cerro Calvario, den knapp 4.000 Meter hohen Hausberg von Copacabana. Die Aussicht von oben ist grandios.

 

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Salar de Uyuni

Es ist der größte Salzsee der Welt und einer der höchsten zudem, da er auf 3.635 Metern liegt. Tagsüber ist er eine blendend weiße Mondlandschaft und nachts eine lebensfeindliche kalte Wüste. Neben Tonnen von Salz lagern hier die größten Lithium-Vorkommen der Welt, die besonders für die Herstellung von Li-Ionen-Akkus gebraucht werden.

 

Vom Ort Uyuni kannst du eine ein- bis dreitägige Jeeptour in die Salzwüste machen. Ich rate dir eine mehrtägige Tour zu buchen, da die Umgebung traumhaft schön ist. Es erinnert ein wenig an eine Marslandschaft mit der rötlichen Erde und den Vulkanen, nur die vielen Lagunen mit Flamingos passen nicht ganz ins Bild.

 

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Alternativ kannst du deine Tour auch von Tupiza oder San Pedro de Atacama in Chile nach Uyuni unternehmen. Ich kann dir besonders die Tupiza Tour empfehlen. Sie sind zwar etwas teurer, aber dafür meist besser. Die Gruppen sind kleiner, die Jeeps sind in einem besseren Zustand und die Route ist abwechslungsreicher.

 

Beste Reisezeit für die Tour ist von April bis Dezember  in der Trockenzeit, außer in den eisigen Monaten von Juni bis August. Während der Regenzeit sind nicht alle Bereiche befahrbar, aber Fotografen lieben besonders diese Zeit, wegen den einzigartigen Spiegelungen in der Salzpfanne.

 

Tipp: Bring warme Klamotten, eine Sonnenbrille und Sonnenschutz mit. Gib acht bei der Auswahl deines Touranbieters gerade in Uyuni, leider gibt es ein paar schwarze Schafe. Hör dich bei anderen Backpackern um, die die Tour schon gemacht haben, wenn sie dir empfehlen können.

 

Potosi

Die Silbervorkommen haben Potosi im 17. Jahrhundert zu einer reichen Stadt gemacht und unzählige Menschen in diese karge Gegend gelockt. Bis heute ist der Bergbau die größte Einnahmequelle und die Altstadt im Kolonialstil zeugt vom früheren Wohlstand. Die meisten Backpacker werden aber von etwas ganz anderem angelockt, denn du kannst hier eine aktive Mine besichtigen.

 

Nach Empfehlungen von Freunden habe ich mich entschlossen, die Minen im Berg Cerro Rico zu besuchen. Und es war eine sehr eindrückliche Erfahrung, die mich an meine Belastungsgrenze gebracht hat. Die Männer arbeiten in schwierigen Arbeitsbedingungen und mit den einfachsten Mitteln unter Tage. Es gibt keinen ordentlichen Tunnel, kein Belüftungssystem und viele Trupps bringen die Steine noch per Muskelkraft ans Tageslicht. Viele Arbeiter sterben bei Einstürzen und wer überlebt, wird meist nicht alt, weil ihre Gesundheit zu stark gelitten hat. Das Leben ist hart für die Minenarbeiter.

 

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Ich habe mich als Besucher etwas fehl am Platz gefühlt zwischen den Arbeitern in den Stollen. Manchmal mussten wir in letzter Minute auf Seite springen, um eine Lore passieren zu lassen. Wir sind durch winzige Gänge gekrochen und immer tiefer in den Berg hineingeklettert. Das Atmen ist mir in der abgestandenen dünnen Luft schwer gefallen, zudem ist es heiß. Das alles war super bedrückend und es war ein schönes Gefühl wieder rauszukommen. Und doch bin ich froh es gemacht zu haben.

 

Hinweis: Das Atmen wird dir in der Mine schwer fallen, da die Luft dünn ist (über 4.000 Hm) und in den Gängen steht. Es ist staubig, daher bindest du dir besser ein Tuch vor den Mund. Außerdem wird es immer heißer, je tiefer du in die Mine vordringst. Bring Wasser mit und trink regelmäßig.

 

Falls du unter Platzangst leidest, solltest du die Tour auf keinen Fall machen!

 

Oruro & Cochabamba

Während der Karnevalszeit erwacht Oruro zum Leben. Unzählige bunte Festzüge ziehen durch die Straßen und die Stadt platzt aus allen Nähten. Der Rest des Jahres kommen kaum Touristen, da es eine gewöhnliche Bergbaustadt ist. Ein interessanter Ausflug ist zu den Thermalquellen von Obrejas.

 

Cochabamba ist die viertgrößte Stadt von Bolivien und ist ein wichtiger Standort für die Landwirtschaft. Hier triffst du selten andere Backpacker, schon eher Volunteers, Expats und Leute, die Spanisch lernen. Viele zieht es direkt weiter zum Toro Toro Nationalpark, dem bolivianischen Jurrasic Park. Auf einer Tour kannst du die Fussabdrücke von Dinosauriern sehen und durch die beeindruckende Felslandschaft streifen.

Llanos – das Tiefland von Bolivien

Das heiße Tiefland teilt sich auf in die trockenen Savannen mit Agrarflächen und die tropischen undurchdringlichen Regenwaldgebiete im Norden von Bolivien. Es ist flächenmäßig deutlich größer als das Altiplano und doch beheimatet es nur 40 Prozent der Bevölkerung, auch der Anteil der indigenen Einwohner ist geringer.

 

Rurrenabaque

Das kleine Örtchen Rurrenabaque liegt inmitten des Dschungels. Es ist der Ausgangspunkt für Touren in den Regenwald, wobei du zwei Optionen hast.

 

Erstens die Selva-Tour, bei der du zu Fuß durch den Regenwald des Parque Nacional Madidi läufst, was eine anstrengende und abenteuerliche Tour. Sie wird dir gefallen, wenn du den Urwald hautnah erleben willst und eine Herausforderung suchst.

 

Die zweite Möglichkeit ist eine Pampas-Tour in die Pampas de Yacuma bei Santa Rosa. Hier geht es hauptsächlich per Boot vorwärts und alles ist viel entspannter. Gerade Tierliebhaber und Fotografen kommen hier auf ihre Kosten und können u.a. Flussdelfine, Kaimane, Affen, Faultiere, Wasserschweine (Capybara), Anakondas und viele Vögel sehen.

 

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Sucre

Die Hauptstadt Sucre ist eine elegante Stadt mit alten Kolonialbauten und schicken weißen Häusern. Sie hat das Flair einer entspannten Kleinstadt und es ist ganzjährig schön warm. In Sucre gibt es sehr viele Sprachschulen, es ist also der perfekte Ort um Spanisch zu lernen. Eine lohnenswerte Wanderung ist hoch zum Krater Maragua und weiter zu den Höhlen Incamchy und Pumamachay.

 

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Santa Cruz

Santa Cruz an sich ist nicht weiter sehenswert, sondern eher ein Knoten- und Versorgungspunkt. Von hier aus kannst du weiter nach Samaipata fahren, um die UNESCO geschützte Ruinenstadt Fuerte de Samaipata zu besuchen. Oder eine mehrtägige Wanderung durch den benachbarten Nationalpark Amboro machen, in dem dichten Wald wachsen noch uralte Baumfarne. Ein weiterer interessanter Ausflug ist in das südlich gelegene Lomas de Arena mit seinen beeindruckenden Wanderdünen, die du mit einem Sandboard hinab fahren kannst oder einfach die atemberaubende Natur genießen kannst.

 

Absolut Off-the-beaten-Track ist Serranía de Chochís. Es liegt knapp 400 Kilometer östlich von Santa Cruz auf dem Weg nach Brasilien. Die roten Felsen sind ein schöner Kontrast zur grünen Vegetation und besonders beliebt bei Kletterern.

 

Concepcion – Jesuit Mission Circuit

Auf meinem Weg in den Norden habe ich einen lohnenswerten Schlenker zum Jesuit Mission Circuit gemacht. In eine Region, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die alten Kirchenhäuser aus dem 17. Und 18. Jahrhundert sind noch weitestgehend gut erhalten. Sie bestehen aus Holz und haben einen sehr eigentümlichen Stil, ein Mix aus amerikanischen und europäischen Einflüssen. Auch wer sich nicht für Architektur interessiert, lohnt sich der Ausflug ins ländliche Leben, wo auch viele Mennoniten leben. Statt die gesamte Runde zu machen, kann ich dir die Orte Concepcion, San Jose und San Javier empfehlen.

 

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Mit dem Schiff von Trinidad nach Guayaremerin

Wer ein wirkliches Abenteuer Off-the-Beaten-Path erleben will, der sollte eine Flussfahrt auf dem Marmore machen. Auf dem Fluss verkehren regelmäßig einfache hölzerne Transportschiffe, die einen gerne von Trinidad nach Guayaremerin mitnehmen. Je nach Wasserstand kann die Fahrt fünf bis zehn Tage dauern, im Mai war ich sieben Tage unterwegs.

 

Im Hafen von Trinidad habe ich ein Schiff gefunden und bin direkt am nächsten Tag an Bord gegangen. Nur langsam ging es vorwärts und gemächlich zog der Dschungel vorbei. Das Leben an Bord ist einfach und gemütlich – Entschleunigung pur. Zeit spielt bald keine Rolle mehr. Der Tag wird gegliedert vom Tageslicht und den Mahlzeiten.

 

Die meiste Zeit habe ich an Deck verbracht, mich mit der Crew unterhalten, Musik gehört, meine Gedanken schweifen lassen und die Umgebung beobachtet. Denn zwischendurch siehst du immer wieder Flussdelfine, Kaimane, Affen, Wasserschweine und vor allem Vögel. Es ist spannend, was mit einem passiert, wenn man zum Stillstand gezwungen wird. Die letzten Wochen und Monate des Reisens können endlich verarbeitet werden und nachdem man den Punkt der Langeweile überwunden hat, ist man voll und ganz im Jetzt angekommen.

 

Tipps: Bring dir eine Hängematte, ein Moskitonetz, Snacks und ausreichend viel Trinkwasser mit. Zwischendurch hast du nicht die Möglichkeit deine Vorräte aufzufüllen. Auf dem Schiff bekommst du die Verpflegung (Frühstück, Mittag- und Abendessen), wie die restliche Crew.

 

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Reiseinformationen fürs Backpacking in Bolivien

Reisezeit

Das Klima in Bolivien ist durch die unterschiedlichen Höhenlagen sehr verschieden. Einzige Gemeinsamkeit im ganzen Land ist die Regenzeit, die etwa von Dezember bis März dauert. Im Hochland (Altiplano) ist es generell kühler. In der Trockenzeit kann es tagsüber 20 Grad warm sein und nachts auf den Gefrierpunkt absinken. Das Tiefland (Llanos) ist tropisch und ganzjährig um die 30 Grad warm. Gerade in der Regenzeit sind viele Straßen unpassierbar, was das Vorwärtskommen erschwert oder sogar unmöglich macht.

 

Beste Reisezeit: von Mai bis Oktober (mit ein paar Einschränkungen von März bis Dezember)

 

Reisedauer

Viele Backpacker verbringen nur zwei bis drei Wochen in Bolivien, was gerade so ausreicht, um die Top-Highlights zu besuchen. Besser sind vier bis sechs Wochen, um die vielen Facetten des Landes zu erleben. Generell solltest du nicht zu knapp planen, weil es regelmäßig zu Streiks und Straßenblockaden kommt, so dass du plötzlich irgendwo festhängst und deine Pläne anpassen musst.

 

mindestens 2-3 Wochen, besser 4-6 Wochen

 

Sprache

Die wenigsten Leute können Englisch sprechen in Bolivien, von daher erleichtert es enorm deine Reise, wenn du ein paar Brocken Spanisch sprechen kannst. Nur in den Hostels und auf Touren wirst du keinerlei Probleme haben. Viele nutzen die Gelegenheit und machen einen Sprachkurs, am beliebtesten dafür ist die Stadt Sucre. Hier findest du eine große Auswahl an Sprachschulen, es ist wohl einer der günstigsten Spots in Südamerika, um Spanisch zu lernen. Alternativ kannst du online Spanisch pauken, hier findest du Tipps zum Lernen.

 

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Packliste

Für das Altiplano brauchst du warme Klamotten, da die Temperaturen während der Trockenzeit nachts bis auf null Grad abfallen können. Auch tagsüber wird es selten über 20 Grad warm. Wenn du Wanderungen im Hochgebirge machen willst, solltest du entsprechende Kleidung und gute Wanderschuhe mitbringen. Alternativ kannst du dir vor Ort das Equipment ausleihen. Für eine Tour zur Salar de Uyuni brauchst du keinen Schlafsack mitbringen, da du alles vom Touranbieter ausleihen kannst.

 

Im Tiefland brauchst du leichte Kleidung, da es hier tropisch heiß ist und es meistens über 30 Grad sind. Für Touren in den Dschungel sind leichte langärmlige Kleider als Ergänzung zum Mückenspray gut.

 

Allgemein ist es ratsam mit wenig Gepäck zu reisen, da du einen kleinen Rucksack hoch mit den Bus nehmen kannst. Der Lagerraum unten ist oft ziemlich chaotisch, da der Bus Säcke voll Gemüse, Hühner und Baumaterialien transportiert. Da geht dein kleiner Rucksack oft unter und schneller verloren.

 

Hier ist die komplette Packliste für Backpacking Trips.

 

Visum

Deutsche können visumsfrei einreisen und bis zu 90 Tage im Jahr bleiben. Bei der Einreise erhältst du einen Stempel für 30 Tage, den du in der Migrationsbehörde in vielen Städten kostenlos um jeweils 30 Tage verlängern kannst. Es kann passieren, dass sie einen Nachweis über die Geldfieber-Impfung bei der Einreise verlangen.

 

Weitere allgemeine Tipps zu Visa und Reisepass findest du hier.

 

Anreise

Es gibt keine Direktflüge von Deutschland nach Bolivien, je nachdem musst du zwei bis drei Mal umsteigen. Die Hauptstrecken gehen entweder über Lima (Peru), Santiago de Chile oder Sao Paulo (Brasilien). Zwei Flughäfen werden angeflogen: La Paz und Santa Cruz. Der Nachteil bei La Paz ist, dass die Stadt auf 3.600 Höhenmetern liegt und du mehr Probleme mit der Akklimatisation hast. Besser ist es, sich langsam an die große Höhe zu gewöhnen, indem du im Tiefland (Santa Cruz) startest.

 

Über Land einreisen aus den Nachbarländern:

  • Aus Peru von Arequipa nach Puno weiter nach Copacabana (Titicacasee) bis nach La Paz.
  • Aus Chile von Arica (ganz im Norden) nach La Paz oder auf einer geführten Jeep-Tour von San Pedro de Atacama nach Uyuni.
  • Aus Argentinien von Salta im Nordwesten nach Tupiza, von hier kannst du eine Tour nach Uyuni machen.
  • Aus Brasilien nach Santa Cruz oder Guayaremerin.

 

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Gesundheit

Am häufigsten sind es Magen-Darm-Probleme, die Backpacker in Bolivien quälen. Das schlimmste kannst du vermeiden, indem du darauf achtest, wie das Essen zu bereitet wird und wie die hygienischen Verhältnisse sind. Trink nur abgefülltes Wasser und kein Leitungswasser. Ansonsten solltest du auf Sonnenschutz achten, da du dir auf den großen Höhen schnell einen Sonnenbrand holst. Auf Mückenschutz musst du nur im Tiefland, insbesondere im Dschungel achten.

 

Mehr Infos findest du auf fit for travel zu Gesundheitsrisiken und empfohlenen Impfungen.

 

Auf dem Altiplano kannst du Probleme mit der Höhe bekommen, wenn du zu schnell aufgestiegen bist. Die Höhenkrankheit äußert sich durch Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Erbrechen und Atemnot. Dann solltest du dringend eine Pause einlegen, dich ausruhen und viel Wasser trinken. Halten die Symptome an, solltest du unter eine Höhe von 2.000 Metern absteigen. Besser ist es langsamer zu reisen und sich zwischendurch Ruhephasen zum Akklimatisieren zu gönnen.

 

Sicherheit

Gerade in den Städten, vor allem in La Paz, kommt es regelmäßig zu Taschendiebstählen und Überfällen. Besonders nachts solltest du vorsichtig sein, nicht alleine unterwegs sein und das Taxi nehmen. In Bolivien kommt es regelmäßig zu Streiks und Demonstrationen, die schon mal hitzig werden können. Besser umgehen und sich nicht einmischen. Eine weitere Gefahr sind die alten Busse und schlechten Straßenverhältnisse, so dass es regelmäßig zu Unfällen kommt, besonders nachts.

 

Lies dir auch die Hinweise des Auswärtigen Amts und meine allgemeinen Sicherheitstipps für Südamerika durch.

 

In den sechs Wochen meiner Reise habe ich mich immer sicher gefühlt. Für La Paz kann ich dir nur den Tipp geben, nicht zu viel Alkohol zu trinken, da die Wirkung auf den geschwächten Körper stärkere Auswirkungen haben kann. Trotz Warnungen habe ich Nachtbusse genommen, nur versucht bei Tageslicht in einer neuen Stadt anzukommen.

 

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Transport

Das Hauptverkehrsmittel in Bolivien ist der Bus. Durch Straßenblockaden kann es immer wieder zu Fahrplan-Änderungen kommen und im schlimmsten Fall hängst du ein paar Tage fest. Erkundige dich immer vor Ort über die aktuelle Lage und bleib flexibel. Versuch mit leichtem Gepäck zu reisen, so kannst du deinen Rucksack einfach unter den Sitz schieben kannst. Für Nachtfahrten im Altiplano solltest du warme Sachen dabei haben, da es eisig kalt wird. Warum auch immer, es gibt keine Heizung an Bord.

 

Unterkunft

In den beliebten Backpacker-Orten findest du meistens Hostels, ansonsten kannst du in günstigen Hospedajen oder Hotels übernachten. In La Paz scheint es nur Party-Hostels zu geben, die oft in der hauseigenen Bar die Nacht zum Tag machen. Viel Ruhe wirst du hier nicht finden.

 

Essen

Die Gerichte sind meistens einfach und sehr kohlehydratereich mit Kartoffeln, Reis und Yuca. Mittags bieten viele Restaurants und Stände auf dem Markt preisgünstige Gerichte, sogenannte „Almuerzo“, an. Ich habe zwischendurch auch gerne die Möglichkeit genutzt, Essen selber im Hostel zu kochen. Frisches Gemüse und Früchte findest du auf dem Markt, wo es oft auch Saftbars gibt.

 

Eine Besonderheit ist der Mate de Coca, ein Tee aus Kokablättern. Er schmeckt gar nicht so schlecht und mindert die Beschwerden der Höhenkrankheit. Oder du isst direkt die Kokablätter, die du auf jedem Markt ganz legal kaufen kannst. Aber Achtung, du darfst sie nicht nach Deutschland einführen.

 

Essen in Bolivien

 

Geld

Die Landeswährung ist der Boliviano. Vielerorts kannst du auch mit US-Dollar bezahlen. In jeder Stadt findest du Geldautomaten, die EC-Karten mit dem Maestro-Zeichen und Kreditkarten akzeptieren. Vor der Ausreise solltest du die restlichen Bolivianos eintauschen, da du sie im Ausland nur schwer wechseln kannst.

 

Als Kreditkarte kann ich dir die Visa-Card der Santander empfehlen – hier erfährst du mehr.

 

Reisekosten

Tagesbudget: 20 bis 30 Euro

 

Durch den schlechten Wechselkurs liegst du momentan eher im oberen Bereich. Auf A World Kaleidoscope findest du eine Aufstellung der Reisekosten von ihrem Trip in 2015.

 

Buchtipps

Reiseführer: Lonely Planet | Rough Guide | Footprint

 

Weitere hilfreiche Links

Wikivoyage

Travel Guide: Indie Traveller | BackPacker Steve

Routenvorschläge: Rough Guides

Reiseblog: Bolivian Life

 

Und hast du Lust auf ein Abenteuer in Bolvien?

 


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4 Comments

  • Amber

    Hi,

    für uns geht es im nächsten Monat auf ein Backpacking Abenteuer in Süd Amerika. Dafür bin ich nun auf der Suche nach einem leichten, aber dennoch strapazierfähigen Rucksack. Auf http://www.koffertests.de/ werden bei den Ruckscäken Modelle von Outdoorer, Deuter und AspenSport empfohlen. Sind diese Marken bekannt? Woran erkenne ich einen guten Rucksack, und worauf muss ich bei dem Einsatz bei einem Backpacking-Abenteuer achten?

    LG

  • Saskia

    Wir sind vor einer Woche in Bolivien angekommen und vom ersten Moment an extrem begeistert von dem Land. Daher haben wir uns überlegt, auch noch Trinidad mit auf den Reiseplan zu nehmen. Hast du dort lediglich das Schiff bestiegen oder auch eine Dschungeltour oder ähnliche Ausflüge unternommen? Vielen Dank und viele Grüße aus Santa Cruz, Saskia

    • Claudia

      Ich hatte Glück und konnte direkt aufs Schiff, von daher war ich nur ein paar Stunden in Trinidad. Sorry, kann euch keine Tipps für Trinidad geben.
      Noch viel Spaß, Claudia

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