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9 Reiseziele für Abenteuerlustige

Liebst du es draußen unterwegs zu sein und bist du immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer?! Dann habe ich neun Ideen, wohin deine nächste Reise gehen könnte.

 

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Huaraz, das Trekking-Mekka in Peru

Wer hoch hinaus will und die Berge liebt, sollte nach Huaraz kommen. Nirgendwo ist es so einfach den Berggiganten von über 6.000 Metern so nahe zu kommen. Außerhalb des Himalayas gibt es keine Region, die so viele hohe Berge vorzuweisen hat. Noch dazu liegt Huaraz nah genug am Äquator, so dass die Schneegrenze sehr hoch liegt.
Kein Wunder also, dass die Stadt voller Outdoor-Begeisterter und Kletterer ist. Aber keine Sorge, du musst kein erfahrener Bergsteiger sein, da es auch unzählige einfache Treks gibt.

 

Nimm dir ein paar Tage zum Akklimatisieren

Huaraz liegt bereits auf über 3.000 Metern. Je nachdem woher du kommst, wirst du die Höhe mal mehr und mal weniger spüren. Bevor du irgendeine Wanderung machst, solltest du deinem Körper etwas Zeit geben, um sich an die Höhe zu gewöhnen.

 

In der Zwischenzeit kannst du deine Bergtour organisieren und kleine Ausflüge machen, wie zum Beispiel zum Gletscher Nevado Pastoruri, der Laguna Llanganuco im Huascarán Nationalpark oder zu den Ruinen Chavín de Huantar. Ein gute Übersicht der Ausflüge findest du beim Adventureluap.

 

Fühlst du dich schon fit, kannst du anstrengendere Tageswanderungen zur berühmten Laguna 69 unternehmen, dessen Wasser in einem magischen Blau schimmert, und zur wunderschönen Laguna Churup wandern.

 

Mehrtagestouren

Nach ein paar Tagen kannst du eine der vielen Mehrtagestreks machen oder sogar eine Besteigung in Angriff nehmen. Theoretisch kannst du alleine losziehen, aber ich rate dir auf jeden Fall zu einer geführten Tour. Gerade wenn du noch unerfahren bist und in diesen Höhen, bist du in einer Gruppe besser aufgehoben. Dann musst du dir um nichts Gedanken machen und kannst dich aufs Wandern konzentrieren.

 

Sehr beliebt ist der fünftägige Santa Cruz Trek, für den du keinerlei Erfahrung brauchst, nur fit solltest du sein. Etwas anspruchsvoller, aber immer noch einfach ist der Huayhuash Trek. Für acht bis vierzehn Tage läufst du durch eine atemberaubende Bergkulisse. Ich selber bin ihn gegangen und kann ihn dir wärmstens empfehlen. Mehr Infos zum Huayhuash Trek findest du hier.

 

Reiseführer-Empfehlung: „Quer durch Peru“* von zwei Reisebloggern mit viel Liebe und Sorgfalt zusammengetragen.

 

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Tröllaskagi, die Nordfjorde in Island

Von Südamerika geht es weiter nach Island, was definitiv kein Geheimnis mehr ist, aber es ist trotzdem ein Paradies für Abenteurer und Naturliebhaber. Wenn du im Winter nach Island kommst, musst du auf Stürme und Schnee gefasst sein. Aber auch im Sommer bleibt das Wetter unberechenbar. Wer das Geld hat, kann eine Tour ins Hochland machen.

 

Alle Anderen sollten Abstecher von der „Ring Road“ unternehmen, um das ursprüngliche Island abseits der Massen zu erleben. Immer beliebter wird die Halbinsel Snæfellsnes im Westen, aber die Halbinsel Tröllaskagi im Norden ist immer noch ein Geheimtipp. Im Vergleich zu anderen Orten in Island ist sie nicht so spektakulär, aber dafür erlebst du einen ursprünglichen Teil von Island.

 

Folge einfach der Straße 76, die dich direkt entlang der Küste führt. Nach jeder Kurve erwartet dich die nächste spektakuläre Aussicht, da die Berge hier steil vom Meer empor ragen. So gibt es unzählige lohnenswerte Fotostopps und Wanderungen entlang des Weges.

 

Da das Wetter sehr unberechenbar ist, kannst du Wanderungen nicht wirklich planen. Was kein Problem ist, da es überall Wanderwege gibt. Wir hatten Glück mit dem Wetter in Hólar und Dalvík, von dort aus starten mehrere Wanderungen, denen wir einfach gefolgt sind. Besonders in Dalvík war die Aussicht auf die umliegenden Berge und den Fjord atemberaubend.

 

Link-Tipps: Tröllaskagi | Highlights von Island | Spartipps für Rundreise

 

The Breakaways in Australien

 

Roadtrip durchs australische Outback

Von der Kälte geht es in die Hitze. Wer nach Australien kommt, sollte auch das Outback erleben: die unendliche Weite, die sternenklaren Nächte, die unerträgliche Hitze am Tag und die Stille der Wüste. Egal wo du in Australien bist, das Outback ist meist nicht fern. Du musst nicht ins rote Zentrum fliegen, sondern kannst einen Roadtrip von der Küste unternehmen.

 

Mein erster Trip ins Outback ist in Adelaide im Süden gestartet. Zusammen mit zwei Freunden ging es mit einem kleinen Campervan los. Gestartet sind wir am Meer, dann ging es quer durchs Outback, mit einem kurzen Stopp in der Opalstadt Coober Pedy, vorbei am größten Salzsee des Landes und der krönende Abschluss war die grüne Flinders Ranges.

 

Die perfekte Mischung aus Abenteuer und auch landschaftlich war es überraschend abwechslungsreich. Mittlerweile habe ich noch viele Ecken des Outbacks erlebt, aber dieser erste Trip war etwas ganz besonderes. Neugierig?! Dann kannst du hier alle Details nachlesen.

 

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Mit dem Rad nach Venedig

Auch zu Hause kannst du Abenteuer erleben, schwing dich einfach aufs Rad und fahr los. Das Rad ist das perfekte Fortbewegungsmittel, nicht zu schnell und nicht zu langsam. Du bist näher dran und den ganzen Tag draußen unterwegs. Leute sind neugierig und sprechen dich an. Noch dazu ist es eine günstige Art zu reisen, wenn du mit einem Zelt unterwegs bist.

 

Gerade als ich jung war, habe ich einige lange Radtouren in Europa unternommen. Ganz besonders liebe ich unsere Tour nach Venedig. Alles begann mit einer verrückten Idee, die wir schon bald in die Tat umgesetzt haben. So packten wir unsere Räder und machten uns auf den langen Weg nach Italien. Fortan folgten wir dem Rhein bis zum Bodensee und ab Füssen ging es über die alte Römerstraße Claudia Augusta über die Alpen.

 

Du wirst es mir nicht glauben, aber das Allgäu war anstrengender als die Alpenüberquerung. Der Fernpass und der Rechenpass ist der leichteste Weg für Radler über die Alpen. Danach geht es nur noch bergab und das Gefühl in Venedig anzukommen ist einfach unbeschreiblich.

 

Insgesamt eine tolle Radtour, die nicht viel Vorbereitung erfordert. Der Weg ist super ausgeschildert und die Fitness für die Alpen erarbeitest du dir auf dem Weg dorthin. Falls du doch Respekt vor den Bergen hast, kannst du mit einer einfachen Tour entlang der Donau, des Rheins, der Ost- oder Nordsee starten. Um nur ein paar Beispiele zu nennen, in ganz Deutschland gibt es viele Fernradwege, wahrscheinlich startet auch einer vor deiner eigenen Haustüre.

 

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Fahrt auf dem Amazonas in Bolivien

Das nächste Abenteuer erfordert keinerlei körperliche Ausdauer, sondern eher viel Geduld. Denn es geht an Bord eines Frachtschiffes, dass Waren auf dem Marmore im Amazonasgebiet von Bolivien transportiert. Wer wirklich ein Off-the-Beaten-Path-Abenteuer sucht, sollte nach Trinidad kommen, dort starten die Schiffe nach Guayaremerin.

 

Mit etwas Glück findest du im Hafen ein Schiff, das dich mitnimmt. Für die kommenden fünf bis zehn Tagen schipperst du mit der Crew gemächlich mitten durch den Dschungel. Es ist Entschleunigung pur und gibt dir viel Zeit zum Nachdenken und Lesen. Zwischendurch lässt sich ein Tier blicken oder du hörst die Brüllaffen aus der Ferne. Falls du dir immer die Frage gestellt hast, wie Leute hier leben, ist das deine Chance es herauszufinden.

 

Überhaupt ist Bolivien der beste Spielplatz für Abenteurer. Du kannst hohe Berge besteigen, die „Death Road“ mit einem Fahrrad herunterrasen, eine aktive Mine in Potosí besichtigen oder abseits der Backpacker-Pfade unterwegs sein. Für mich ist Bolivien immer noch ein Geheimtipp in Südamerika. Hier findest du weitere Inspirationen für Bolivien.

 

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Die Negev Wüste in Israel

Etwas näher dran ist Israel, was ein super interessantes Reiseland ist. Es zieht nicht nur Gläubige aus der ganzen Welt an, sondern auch viele Abenteuerlustige. Dabei sind es vor allem die Kontraste, die den Reiz des Landes ausmachen. Hier findest du Geschichte direkt neben der Moderne. Du kannst Orte aus der Bibel besuchen, Ausgrabungen der Römer bestaunen und Tage später die Nacht im hippen Tel Aviv durchfeiern. Auch landschaftlich hat Israel einiges zu bieten, wie den fruchtbaren Norden, das Tote Meer, das Rote Meer und die Negev Wüste.

 

Vor allem die Negev hat mich total überrascht, da sie landschaftlich sehr abwechslungsreich ist, was ich gar nicht erwartet hatte. Besonders der Ausblick vom Kraterrand in Mitzpe Ramon ist atemberaubend, leider fehlte uns die Zeit hinab zu steigen. Am besten erkundest du den Krater mit einem eigenen Auto. Nur einen Steinwurf entfernt liegt Sede Boquer, eine kleine Wüstenortschaft inmitten einer skurrilen Canyonlandschaft. Von hier aus kannst du Wanderungen im En Avdat Nationalpark auf eigene Faust unternehmen.

 

Noch ein Tipp: Ein weiterer lohnender Stopp ist der Red Canyon bei Eilat, mehr Infos hierzu findest du auf dem Blog Komm wir machen das einfach.

 

Das Thema Sicherheit

Viele Reisende bleiben Israel fern, weil sie sich Sorgen um ihre Sicherheit machen. Es scheint nie einen guten Zeitpunkt für einen Besuch zu geben, ständig ist die Gegend in Aufruhr. Bist du vor Ort bekommst du auffallend wenig davon mit, wenn du bestimmte Ecken des Landes meidest. Dazu zählen der Gaza-Streifen und Teile des Westjordanlands, erkundige dich immer über die aktuelle Lage.

 

Am Anfang ist es befremdlich so viele Polizisten und Militärs mit Gewehren zu sehen. Überall gibt es Sicherheitskontrollen wie am Flughafen. Aber sehr schnell gewöhnst du dich daran. Ich habe mich auf meiner Reise immer sicher gefühlt.

 

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Wandern in Neuseeland

In der Liste für Abenteuer-Destinationen darf natürlich Neuseeland nicht fehlen. Wer auf der Suche nach einem Adrenalin-Kick ist, hat die große Wahl zwischen Bungeejumping, Skydiving, Rafting, Mountainbiking und so vielem mehr. Wer es gerne etwas ruhiger hat, findet dies draußen in der Natur.

 

Um Neuseeland wirklich zu erleben, musst du raus gehen. Besonders auf der Südinsel gibt es zahlreiche Wanderungen, dabei musst du nicht unbedingt eine der „Great Walks“ machen, da du dich für diese meist lange im Voraus anmelden musst. Es gibt so viele atemberaubende Treks, pack einfach deinen Rucksack und geh los.

 

Gerade in Queenstown und Wanaka starten viele Wanderungen, zu den Klassikern zählen die Tageswanderungen Ben Lomond Track in Queenstown und der Roys Peak Track in Wanaka. Ein absoluter Kontrast dazu ist die raue Vulkanlandschaft auf der Tongariro Crossing. Wenn dich die Massen abschrecken, hast du die Wahl an unzähligen weiteren Treks im Nationalpark.

 

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Die Lofoten in Norwegen

Auf der Welt gibt es diese magischen Orte, die jeden in ihren Bann ziehen. Einer dieser Orte ist die Inselgruppe der Lofoten, die nördlich vom Polarkreis liegt. Schon bei der Überfahrt mit der Fähre wirst du verzaubert sein, von diesen zackigen Bergen, die mitten aus dem Meer auftauchen. Die Lofoten sind mystisch und schlicht weg atemberaubend.

 

Auf den Inseln verstreut liegen kleine Ortschaften und Fischerdörfer, wo der Stockfisch draußen zum Trocknen aufgehängt wird. Du kannst dich zurückversetzen lassen in die Zeit der Wikinger im Lofotr Viking Museum in Borg. An einem tropischen Strand spazieren gehen oder hoch in die Berge klettern, um den vielen Touris zu entgehen.

 

Das Licht im Sommer ist einfach magisch, es ist irgendwie anders so hoch im Norden. Noch dazu geht die Sonne im Sommer gar nicht oder nur kurz unter. So verlierst du absolut das Zeitgefühl und kannst zu jeder Tageszeit auf eine Wanderung starten. Was gerade bei dem wechselhaften Wetter genial ist.

 

 

El Chaltén in Patagonien

Für Punkt neun kehren wir erneut nach Südamerika zurück, genauer gesagt nach Argentinien. Unter Kletterern war El Chaltén schon lange bekannt, ist es doch der ideale Ausgangspunkt um die nahegelegenen Gipfel des Fitz Roys und des Cerro Torres zu besteigen. Aber seit einigen Jahren kommen immer mehr naturbegeisterte Backpacker, was den beschaulichen Ort stetig wachsen lässt. Aber das ist kein Wunder, die Landschaft zählst zu einer der schönsten in Patagonien.

 

El Chaltén liegt direkt am Fuß eines gewaltigen Bergmassivs, mit den beiden markanten Gipfeln. Oben erstreckt sich das südpatagonische Eisfeld, von dem Gletscherzungen hinab ragen. Im Tal fließt ein reisender Gebirgsfluss. Noch idyllischer könnte El Chaltén nicht liegen, zudem endet die Straße etwas außerhalb der Stadt, was es noch abgeschiedener erscheinen lässt.

 

Vor Ort kannst du Tageswanderungen oder Mehrtagestouren unternehmen, Eisklettern, Kajaken oder Mountainbiken gehen. Wer will kann den anspruchsvollen Huemul Rundweg machen, auf dem du auch zwei Tage über das Eisfeld gehst.

 

Beliebte Tagestouren

Der Klassiker ist die Wanderung zur „Laguna de los Tres“ bis zum Fuß des Fitz Roy und zur „Laguna Torre“, die am Cerro Torre liegt. Die schönste Aussicht auf das Bergmassiv hast du vom „Loma del Pliegue Tumbado“. Alle Wanderungen sind einfach, nur die Anstiege sind anstrengend. Wer Campingsachen hat, kann direkt im Park übernachten. Aber genauso gut kannst du bequem Tagestouren von El Chaltén unternehmen.

 

Link-Tipp: Noch mehr Inspirationen für deinen Südpatagonien Trip

 

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